DE2412034C3 - Verfahren zum Permanentausrüsten von cellulosehaltigen Geweben oder Kleidungsstücken - Google Patents
Verfahren zum Permanentausrüsten von cellulosehaltigen Geweben oder KleidungsstückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Permanentausrüsten von cellulosehaltigen Geweben oder Kleidungsstücken durch Behandeln mit gasförmigem Formaldehyd- und Schwefeldioxyd.
Ein Verfahren der vorstehend erwähnten Art ist durch die DE-OS 20 37 592 bekannt Dieses bekannte
Verfahren ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß in einer einzigen Behandlungskammer die zum
Permanentausrüsten der cellulosehaltigen Gewebe oder Kleidungsstücke erforderlichen chemischen Behandlungskomponenten aus Formaldehyd- und Schwefeldi-
oxyddämpfen eingeleitet werden. Nach einem kürzeren Zeitraum wird die Dampfzufuhr unterbrochen, um die
Temperatur um etwa 11° Celsius abfallen zu lassen,
wodurch eine mit Dampf und chemischen Dämpfen fast gesättigte Atmosphäre erhalten wird. Die Dämpfe
kondensieren anschließend auf den zu behandelnden Artikeln und an den Kammerwänden, wobei dieser
Zeitraum für die Reaktion zwischen den Kleidungsstükken und den Dämpfen vorgesehen ist. Anschließend
wird die Kammer auf eine Nachbehandlungstemperatur von etwa 120° Celsius erhitzt Der wesentliche
Verfahrensschritt des vorbekannten Verfahrens ist demgemäß darin zu sehen, daß die Dauerausrüstung
dort in einem Mehrtemperaturstufenverfahren erfolgt, wobei zwischen zwei Stufen erhöhter Temperatur durch
Unterbrechung der Dampfzufuhr eine Stufe mit partieller Temperaturerniedrigung liegt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs erwähnte Verfahren so zu verbessern, daß es
für das kontinuierliche Permanentausrüsten von celluloseartigen Geweben oder Kleidungsstücken besser
geeignet ist Insbesondere sollen die chemischen Behandlungskomponenten besser ausgenutzt werden
können als bei dem vorbekannten Verfahren.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch das mehrstufige Verfahren nach den Merkmalen
des Anspruchs 1. Die Ansprüche 2 bis 6 betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens nach
Anspruch 1. Dabei wird zu den Ansprüchen 1 bis 6 klargestellt daß der Begriff »Kammer« keineswegs als
eine Einschränkung im Sinne eines geschlossenen Raumes oder Behälters zu verstehen ist Denn bei der
Erfindung handelt es sich um einen kontinuierlichen Mehrstufenprozsß der im Anspruch 1 definierten Art,
der eine kontinuierliche Bewegung des Gutes durch die Kammern, bzw. die hiervon gebildeten Stationen
erfordert (siehe auch Anspruch 3).
Es ist keine Erhöhung oder Erniedrigung der Temperatur in irgendeiner der einzelnen Kammern
erforderlich, so daß die vorhandene Energie erhalten bleibt Es wird eine wirtschaftlichere Verwendung der
chemischen Behandlungskomponenten ermöglicht da eine Verunreinigung der Formaloehyd- und Schwefeldioxyddämpfe vermieden wird. Da die chemische
Kammer nicht belüftet wird, werden nur niedrigere Konzentrationen an Chemikalien zu dem Naßreiniger
ventiliert wodurch der Aufwand für den Naßreiniger verringert wird. Die Steuerung für eine vollständige
Imprägnierung der Gewebe oder Kleidungsstücke läßt sich besser durchführen als bei einem einstufigen
Verfahren.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. (1) zeigt in einer Schemazeichnung eine Vorrichtung zur Durchführung des Dampfphasenverfahrens zur Erzeugung einer Dauerausrüstung bei einem
Gewebe in einem ununterbrochenen Durchlauf und
F i g. (2) zeigt in einer Schemazeichnung eine Vorrichtung zur Durchführung des gleichen Dampfphasenverfahrens in einem ununterbrochenen Durchlauf
bei einer Reihe von Kleidungsstücken.
In der in Fig.(1) dargestellten Vorrichtung wird ein
cellulosehaltiges Material enthaltendes Gewebe (10) fortlaufend durch eine Reihe von Stationen (11 — 15)
geführt, in denen entsprechende, voneinander unabhängige Arbeitsvorgänge an dem Gewebe vorgenommen
werden, um diesem eine Dauerausrüstung zu verleihen. Die erste Station (11) enthält ein Wasserbett (17), das
einen offenen Wasserbehälter (18) mit einer Führungsrolle (19) darin und mit einem Wringrollenpaar (20)
darüber aufweist, um das Gewebe durch das Wasserbad zu leiten, mit Feuchtigkeit zu durchnässen, und um
anschließend mit den Wringrollen einen größeren Wasserüberschuß aus diesem herauszudrücken. Anschließend
wird das Gewebe über eine Reihe von Trocknungszylindern (21) geführt, um den Feuchtigkeitsgehalt
im Gewebe auf den gewünschten Wert durch Steuerung der Temperatur der Zylinder und der
Vorlaufgeschwindigkeit des Gewebes zu verringern.
Im unmittelbaren Anschluß an die Station (11) wird m
das Gewebe in einen abgeteilten chemischen Raum (Kammer 22) der Station (12) durch einen Dichtungsabschluß
(23) geleitet, der ein Paar weicher Rollen (24) und ein diese umfassendes Gehäuse (25) aufweist, das mit
der Außenseite über eine Leitung (26) verbunden ist, um ·■ ■->
Leckverluste abzuführen. In dieser Kammer (22) befindet sich eine Reihe von Rollen (27), um die das
Gewebe von der Decke zu dem Boden der Kammer geführt wird. In die chemische Kammer (22) wird über
eine Ausströmöffnung (Düse 28) genügend Dampf _·;, eingeleitet, um ein Austrocknen des Gewebes während
des Durchlaufes durch die Kammer (22) zu verhindern. Ferner ist dort eine zweite Ausströmöffnung (Düse 29)
vorgesehen, um Schwefeldioxyd einzuleiten und eine Leitung (30), die mit einer geeigneten Transportspindel
zum Einbringen von Paraformaldehyd in eine aufgeheizte Pfanne (31) versehen ist, um Formaldehyddampf in
der Kammer (22) zu erzeugen. Diese Kammer wird durch eine geeignete Heizeinrichtung (33) auf eine
Temperatur über der der Außenumgebung-, beispiels- jo
weise um etwa 11 ° Celsius darüber, gebracht, so daß das Gewebe kalter als die chemische Atmosphäre in dpr
Kammer ist, mit der Folge, daß dort eine schnelle Kondensation der Formaldehyd- und Schwefeldioxyddämpfe
erfolgt und damit eine schnelle Reaktion js herbeigeführt wird. Ferner werden die Formaldehyd-
und Schwefeldioxyddämpfe in solchem Umfange in die Kammer eingespeist, daß man eine Formaldehyd-Konzentration
im Bereich von 2—20Vol.-% und eine Schwefeldioxyd-Konzentration im Bereich von
0,1— 5Voi.-% erhält Die Dämpfe kondensieren zwar
bereitwillig an dem kühleren Gewebe; sie kondensieren aber nicht ohne weiteres an den Wänden der Kammer.
Von der chemischen Kammer (22) aus wird das Gewebe um Führungsrollen (34) geführt und durch einen
Dichtungsabschluß (35), der Rollen (36), ein diese umfassendes Gehäuse (37) und eine Auslaßleitung (38) in
der gleichen Art wie der vorstehend beschriebene Dichtungsabschluß (23) enthält, herausgeführt. Die
Auslaßleitung (38) ist vorzugsweise in die chemische Kammer zurückgeführt
Im Anschluß an die chemische Kammer (22) ist eine Trocken- und Heizstation (13) vorgesehen, die vorzugsweise
eine Vortrocknungskammer (39) und eine Heizkammer (43) umfaßt Die Vortrocknungskammer
(39) beinhaltet eine Reihe senkrecht gestaffelter Trocknungszylinder (40), um die das Gewebe geführt
wird, bevor es anschließend durch einen Dichtungsabschluß (41), der dem Dichtungsabschk'ß (35) entspricht,
nach außen geführt wird. Die Trocknungszylinder (40), eo
die mit Dampf beheizt werden können, trocknen im wesentlichen alle überschüssige Flüssigkeit und die
chemischen Dämpfe aus dem Gewebe aus, die über eine Leitung (42) abgeleitet und vorzugsweise in die
chemische Kammer zurückgeführt werden, um eine Verschmutzung dar Außenatmosphäre zu vermeiden.
Der Vorteil der Vortrocknung liegt darin, daß eine Feuchtigkeitsanhäufung in der nachfolgenden Heizkammer
(Nachbehandlungskammer) (43) vermieden wird, und daß das Gewebe schnell und mit geringem
Heizungsaufwand auf die Nachbehandlungstemperatur erhitzt werden kann.
Damit das Gewebe in der Kammer (43) in kurzer Zeit und bei einer günstigen Heizkammergröße eine
Nachbehandlungstemperatur von etwa 120° Celsius erreicht, wird das Gewebe senkrecht über eine Reihe
von Führungsrollen (44) hin- und hergeführt und die Wärme wird vorzugsweise durch erhitzte Luft über eine
Leitung (45) erzeugt, die vom Boden der Kammer (43) in der Nähe des Kammerausgangs über ein Gebläse {45B)
und eine Heizeinrichtung (45/?,) zur Decke der Kammer
(43) in der Nähe des Kammereingangs führt Als Alternative hierzu könnte die Heizung auch durch
Verwendung geeignet angeordneter Strahlungsfelder oder Heizspulen bewirkt werden.
Im Anschluß an die Nachbehandlungskammer (43) ist eine Reinigungsstation (14) vorgesehen, die beispielsweise
ein erstes Wasserbad (46) mit ungefähr '/2%
Natriumkarbonat und 0,1% Bene'-xingsmittel enthält, in
das bzw. aus dem das Gewebe durch Herumführen um eine Reihe von Führungsrollen (47) abwechselnd
eingetaucht bzw. herausgeführt wird. Anschließend wird
das Gewebe durch ein Bad (48) mit Spülwasser geführt und 'iurch eine Reihe von Führungsrollen (49) ebenfalls
abwechselnd wieder in das Bad eingetaucht bzw. aus diesem herausgeführt Schließlich wird das Gewebe
durch einen Trocknungsturm (50) einer Station (15) geführt der eine Reihe von Trocknungszylindern (51)
aufweist. Wenn das Gewebe aus dem Trocknungsturm herauskommt, wird es mit einer Reihe von Falten (52)
versehen, um es in einem Behälter (53) bis zur Weiterverarbeitung gedrängt zu speichern.
In dem in Fig.(2) dargestellten Ausführungsbeispiel
zum Behandeln von Kleidungsstücken werden die Kleidungsstücke (54) durch Fördermittel (56) unter
Verwendung eines abgeänderten Gehänges — alternativ hierzu kann auch ein einfacher Ketteilförderer
verwendet werden — durch einen langen Durchgang (55) befördert. Längs dieses Durchganges sind aufeinanderfolgende
Stationen (57—62) vorgesehen, in denen unterschiedliche Behandlungsoperationen in der gleichen
Reihenfolge wie in dem oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel durchgeführt werden. Die erste
Station enthält eine Dampfkammer (63), die über Ausströmöffnungen (Düsen) (64) mit gesättigtem
Niederdrucknaßdampf versorgt wird. Um den Dampf in der Dampfkammer (63) einzuschließen und ihn in einem
nassen Zustand zu halten, damit die Feuchtigkeit schnell auf die Kleidungsstücke übertragen wird, sind die
Wände der Dampfkammer (63) unter fließendes Wasser (65) gesetzt, daß aus perforierten Leitungen (65a^in der
Wm- der Decke austritt. Damit der Dampf zu den
Kleidungsstücken schnell Zutritt findet, werden diese in einer Schulter-a.vSchulter-Anordnung α weh die Kammer
befördert.
Unmittelbar im Anschluß an die Dampfkammer (63) ist ein Luftschirm oder ein Verhäng (66) vorgesehen, an
dessen oberem Ende Luft eingeblasen und an dessen unterem Ende ausgelassen wird, wie mit den Pfeilen
(67a) und (67b) dargestellt ist Weiter kenn an dieser
Stelle ein Dichtungsabschluß vorgesehen sein, wie durch Klappenventile, Weichwalzen usw.
Im Anschluß an den Luftschirm folgt eine chemische Kammer (68) in einer Station (58), in der eine bestimmte
Menge Dampf über eine Ausströmöffnung (Düse) (69) eingeleitet wird, um lediglich ein Trocknen zu
verhindern. Schwefeldioxyd wird über eine Ausströmöffnung (Düse) (70) eingeführt und Paraformaldehyd
wird über eine Leitung und eine Transportspindel (71) in eine aufgeheizte Schale (72) gebracht, um dieses dort zu
verdampfen. Das Schwefeldioxyd und Paraformaldehyd werden in einer solchen Menge eingebracht, daß die
Atmosphäre einen Wert von 2-20VoL-Vo Formaldchydgas und 0,1 —5 Vol.-% Schwefeldioxyd annimmt. Die
Kammer wird durch Wandheizgeräte (73) erwärmt, die die Temperatur in der chemischen Kammer (68) um
etwa 11 ° Celsius über derjenigen in der Dampfkammer (63) halten. Somit werden die Kleidungsstücke mit einer
weitgehend niedrigeren Temperatur in die chemische Kammer eingebracht. Da die Atmosphäre dort mit
Schwefeldioxyd- und Formaldehyddämpfen gesättigt ist, kondensieren diese Dämpfe auf den nassen
Kleidungsstücken rasch und reagieren mit diesen innerhalb eines Zeitraumes von nur 30 Sekunden. Da die
Chemikalien zudem nur in einem Ausmaß verwendet werden, wie sie bei der Reaktion mit den Kleidungsstükken verbraucht werden, erhält man einen sehr
wirtschaftlichen Verbrauch an Chemikalien.
Im Anschluß an die chemische Kammer (68) folgt eine
Absaug- und Vortrocknungskammer (74) einer Trocknungs- und Heizungsstation (59), die ebenfalls als
Luftschirm dient. Dieser Exhaustor saugt trockene Luft durch die Kleidungsstücke, um Feuchtigkeit aus diesen
zu entfernen. Da aber auch etwas an Chemikalien aus der chemischen Kammer angesaugt wird, ist die
Auslaßleitung (75) in die chemische Kammer zurückgeführt, um eine Verschmutzung der umgebenden
Atmosphäre zu vermeiden.
Die Station (59) besitzt auch eine Nachbehandlungskammer (76), die vorzugsweise mit heißer Luft über eine
Leitung (77), die vom Boden in der Nähe des Kammerausgangs über ein Gebläse (78) und einer
Heizeinrichtung (79) zu der Kammerdecke in der Nähe des Kammereingangs führt, beheizt wird. Da die
Kleidungsstücke in einer Schulter-an-Schulter-Anordnung befördert werden, kann die Nachbehandlungskammer auch durch an einander gegenüberliegenden
Wänden angebrachte Heizplatten vom Strahlungs- oder Spulentyp erhitzt werden, da zum gleichen Zeitpunkt
immer nur ein Kleidungsstück zwischen gegenüberliegenden Heizplatten vorhanden ist Wie oben erwähnt.
ist es erforderlich, daß die Kleidungsstücke auf mindestens etwa 120° Celsius aufgeheizt werden;
jedoch wird die Erwärmung mit dem vorliegenden System sehr wirtschaftlich verwirklicht, da die Hitze in
der Kammer auf gleicher Temperatur gehalten wird.
Im Anschluß an die Nachbehandlungskammer (76) folgt eine kleine Absaugkammer (80) der Station (60).
Über ein Rohr (81) wird Luft angesaugt und die Gase werden über einen Abzug (82) zu einem Naßreiniger
(83) während des Betriebes der Vorrichtung abgesaugt
um verschmutzte Gase aus den Kleidungsstücken zu
entfernen. Diese langsame Absaugung hält einen Gasstrom aufrecht, der sich von dem Zugang des
Durchganges (55) durch die Dampfkammer, die chemische Kammer und die Nachbehandlungskammer
bewegt und somit im wesentlichen einen eingangsseitigen Dichtungsabschluß des Systems bewirkt. Diese
Absaugung kühlt auch die Kleidungsstücke und ermöglicht eine schnellere Dampfbefeuchtung dersel-
! ben in der Dampfkammer (84) der nachfolgenden
Reinigungsstation (61).
Die Dampfkammer (84) ist mit nassem Niederdruckdampf versehen, der diese Kammer auf eine Temperatur zwischen etwa 82° Celsius bis 104° Celsius erhitzt.
Ein gewisser Anteil des Dampfes kann die Kleidungsstücke unmittelbar über Düsen (85) beaufschlagen, um
ein tieferes Eindringen zu bewirken. Ein Abzug (86) ermöglicht den Austritt eines gewissen Anteils des mit
Formaldehyd beladenen Dampfes aus der Kammer (62). Im Anschluß an die Dampfkammer (84) ist ein
Luftschirm (87) und dann eine Trockenkammer (88) in der Station (62) vorgesehen, die mit trockener Hitze im
Temperaturbereich von ungefähr 120° Celsius bis 177° Celsius durch eine Zirkulationsleitung (89) in Verbin-
: dung mit einem Gebläse (90) und mit einer Heizeinrichtung (91) versorgt wird. Nach dem Verlassen der
Trockenkammer werden die Kleidungsstücke zum Abkühlen abgelegt, gefaltet und für den Versand
verpacKt.
Aufgrund der schnellen Feuchtigkeitsaufnahme in der Dampfkammer (63), was durch die Verwendung von
nassem Niederdruckdampf ermöglicht wird, aufgrund der schnellen Kondensation und Reaktion der chemischen Dämpfe mit den Kleidungsstücken in der
chemischen Kammer (68) durch Einführen der Kleidungsstücke in die chemische Kammer mit einer
wesentlich niedrigeren Temperatur aufgrund der Vertrocknung der Kleidungsstücke in der Kammer (74),
bevor sie in die Nachbehandlungskammer (76) gelangen
in und aufgrund der wirtschaftlichen Erwärmung der
Kleidungsstücke in dieser Kammer, was durch die Aufrechterhaltung der Temperatur auf einen nahezu
konstanten Wert erzielt wird, werden nur annähernd je 30 Sekunden Behandlungszeit in jeder dieser Kammern
4'. benötigt. Dadurch, daß man bei längsseitiger Anordnung der Kleidungsstücke in jeder Kammer nur etwa
60 cm pro Kleidungsstück zuläßt können bei einer Gesamtlänge von etwa 600 cm je Kammer pro Stunde
bis zu 600 Kleidungsstücke durch das System hindurch
geleitet werden.
Die Erfindung ist nicht auf die im einzelnen dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt Sie kann selbstverständlich auch in anderen Ausfühningsformen verkörpert werden, ohne daß damit
der Erfindungsgedanke verlassen wird
Claims (6)
1. Verfahren zum Permanentausrüsten von cellulosehaltigen Geweben oder Kleidungsstücken durch
Behandeln mit gasförmigem Formaldehyd und Schwefeldioxyd, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausrüstung in mehreren aufeinander folgenden Behandlungsschritten durchgeführt wird,
wobei die zu behandelnden Gewebe oder die zu behandelnden Kleidungsstücke in der ersten Stufe in
einer ersten Kammer oder Station reichlich angefeuchtet, in der zweiten Stufe in einer zweiten
Kammer den Formaldehyd- und Schwefeldioxyddämpfen ausgesetzt und schließlich in der dritten
Stufe getrocknet werden, wobei sie in einer dritten Kammer vorgetrocknet und in einer vierten
Kammer auf eine Temperatur von 1200C aufgeheizt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der Gewebe oder
Kleidungsstücke mit den Formaldehyd- und Schwefeldioxyddämpfen in der zweiten Kammer bei einem
höheren Temperaturwert durchgeführt wird als die Feuchtigkeitsbenetzung in der ersten Behandlungsstufe.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebe oder
Kleidungsstücke kontinuierlich durch die einzelnen Behandlungsstufen befördert werden, wobei Leckverluste in der zweiten, chemischen Behandiungsstufe abgesaugt und in die entsprechende Behandlungskammer zurückgeführt wenOn.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zur FeurSjtigkeitsbenetzung in
der ersten Stufe eine Dampfkammer eingesetzt wird, deren Seitenwände mit fließendem Wasser beaufschlagt werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Trocknungsvorgang in der
Trocknungskammer unter geringem Unterdruck durchgeführt wird, so daß Leckverluste vermieden
werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beseitigung von Verschmutzungen und rückständigen Gerüchen nach
der Trocknungsstufe in der Trocknungskammer noch eine zusätzliche Behandlung des Textilmaterials in einer Dampfkammer und einer Trocknungskammer angeschlossen wird.
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