DE2411810C3 - Vorrichtung zum Synchronisieren der Tröpfchenbildung mit der Tröpfchenaufladung in einem Tintenstrahlschreiber - Google Patents
Vorrichtung zum Synchronisieren der Tröpfchenbildung mit der Tröpfchenaufladung in einem TintenstrahlschreiberInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus »the Review of Scientific Instruments«, März 1967, S. 325—327, ist es bekannt, bei einem Strahl
geladener Tröpfchen die auf den Tröpfchen sitzende elektrische Ladung mittels elektrostatischer Influenz zu
entnehmen. Zu diesem Zweck läßt man die Tropfen durch einen Zylinder hindurchgehen, der die eine
Elektrode eines kleinen Kondensators bildet. Während die Tröpfchen durch diesen Zylinder hindurchlaufen,
induziert die auf den Tröpfchen befindliche Ladung eine gleiche und entgegengesetzte Ladung auf dem umgebenden Zylinder. Die dabei induzierte Spannung ist
proportional zur Ladung auf dem Tröpfchen. Um die Aufladung einzelner Tröpfchen ermitteln zu können,
muß der Abstand zwischen den einzelnen Tröpfchen der Tröpfchenfolge relativ groß sein, damit sichergestellt ist,
daß sich immer nur ein Tröpfchen im Zylinder befindet.
In der DE-PS 23 48 724 findet sich ein Vorschlag fur eine Vorrichtung zum Synchronisieren der Tröpfchenbildung mit der Tröpfchenaufladung in einem Tintenstrahldrucker mit einer aus einem unter Druck
stehenden Vorratsbehälter gespeisten Düse, mit Einrichtungen zum Bilden, Aufladen, Ablenken und
Auffangen von Tintentröpfchen sowie mit einer Sonde zum Feststellen des Auftrittszeitpunktes der Tintentröpfchen. Bei dieser Vorrichtung ist hinter den
Aufladeelcktroden in unmittelbarer Nachbarschaft des mis Tintentröpfchen bestehenden Strahls zwischen zwei
senkrecht zur Bahn der Tintentröpfchen angeordnet, jeweils mit einer Bohrung für den Durchtritt der
Tintentröpfchen versehenen Abschirmplatten ein langgestrecktes, stabförmige*, induktives Abfühlelement,
■"'
das sich senkrecht zur Bahn der Tintentröpfehen erstreckt und dessen Stirnseite sich in einem Abstand
von dem aus Tintentröpfehen bestehenden Strahl von etwa dem 5- bis lOfachen des Tröpfchendurchmessers
befindet, derart angeordnet, daß es vom Strahl der Tintentröpfehen nicht getroffen werden kann.
Aus IBM Technical Disclosure Bulletin, Vol. 15, Nr. 9, Februar 1973, S. 2Z85 und 2786, ist eine abgeschirmte
Abtastvorrichtung für einen Tintenstrahlschreiber bekannt, bei der die Abtastung nach dem gleichen Prinzip
erfolg; wie bei der Vorrichtung nach dem älteren Vorschlag. Diese bekannte Abtastvorrichiung dient der
Kontrolle, ob die Ablenkung in dem erforderlichen Maß stattgefunden hat. Abhängig von der festgestellten
Ablenkung wird dann die Aufladung der Tröpfchen verändert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art verfügbar
zu machen, deren Detektoreinrichtung einen einfachen und billig herstellbaren Aufbau aufweist und eine hohe
Meßzuveriässigkeit und ein hohes Auflösungsvermögen bezüglich der Messung aufeinanderfolgender Tröpfchen
aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 angegeben und gemäß Patentanspruch 2 vorteilhaft
weitergebildet.
Die Vorrichtung mit den Merkmalen der Erfindung hat den Vorteil einer Detektoreinrichtüng, die sehr flach
ausgeführt werden kann, so daß sich die geladenen Tropfen nur während eines relativ kurzen Stückes ihrer
Bahn in der Detektoreinrichtung aufhalten. Der Raumbedarf einer solchen Detektoreinrichtung ist
relativ gering. Zudem ist auch die justierung einer solchen Vorrichtung relativ zur Tröpfchenbahn sehr
einfach. Außerdem lassen sich bei der Herstellung einer solchen Detektoreinrichtung die Methoden zur Herstellung gedruckter Schaltungen anwenden, was eine
kostengünstige Massenproduktion der Detektoreinrichtung ermöglicht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung eines Tintenstrahlschreibers, der gemäß dem erwähnten früheren
Vorschlag mit einer Einrichtung zur Ermittlung der Ladungsamplitude versehen ist;
Fig.2 eine vereinfachte Darstellung eines erfindungsgemäß ausgebildeten TintenstraMschreibers;
Fig.3 die Ansicht auf einen Teil dies Tinlenstrahl-Schreibers gemäß F i g. 2;
Fig.4 eine Teilansicht einer abgetrennten Komponente des Teils von F i g. 3;
F i g. 5a und 5b eine Draufsicht in Richtung des Pfeils A bzw. des Pfeils B von F i g. 3; und
Fig.6 eine perspektivische Ansicht einer weiteren
erfindungsgemäßen Ausführungsform.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird zunächst unter Bezugnahme auf Fig. 1 eine dem
erwähnten älteren Vorschlag entsprechende Anordnungzur Ermittlung der Ladungsampliludc erörtert.
Die Tintenflüssigkeit wird unter Druck aus einer mil
einem Ultraschallsender ausgerüsteter Düse 1 abgegeben und in Tintentropfen 2 aufgebrochen, und zwar mil
einer Frequenz, die der Anregiingsfreqiicnz des
Ultraschallscndcrs entspricht. Die fintcntropfen 2 werden nach Maßgabe von Ladcsignakn mit Hilfe einer
Ladeelektrode 3 elektrisch aufgeladen und entsprechend ihrer l.adungsampliitidc abgelenkt, während sie
das zwischen den Ablenkplatten 4 befindliche Hochspannungsfeld passieren. Die einem Schreibvorgang
zugeordneten Tintentropfen 2 erreichen dann eine Schreibunterlage 5, Ein Auffangschirm 6 dient zum
Auffangen solcher Tintentropfen, die einem Schreibvorgang nicht zugeordnet sind. Eine Elektrode 7 zur
Ermittlung der Ladungsamplitude ist nahe dem Auffangschirm 6 angeordnet und fängt Phasenerkennungstropfen
auf zwecks Ermittlung der auf diesen befindlichen elektrischen Ladung. Wie bereits erwähnt,
bietet diese ältere Anmeldung keine vollständig befriedigende Lösung der genannten Aufgabe.
Gemäß Fig.2 ist eine Einrichtung 8 zur Ermittlung
der Ladungsamplitude erfindungsgemäß außerhalb der Bahn der Tintentropfen 2, jedoch nahe an dieser
angeordnet Die Ermittlung der Ladungsamplitude der Tintentropien 2 erfolgt durch elektrostatische Influenz,
die beim Vorbeifliegen der mit elektrischer Ladung versehenen Tintentropfen 2 an der Einrichtung 8
entsteht. Dies ermöglicht die Anordnung der Einrichtung 8 direkt hinter der Ladeelektrode 3, weil die
Anwesenheit der Einrichtung 8 in keiner gegenseitigen störenden Beeinflussung mit den Bewegungen· der
Tintentropfen 2 steht. Diese Anordnung verbessert die Ansprecheigenschaften der Einrichtung zur Ermittlung
der Ladungsamplitude. Die Oberfläche der zur Ermittlung dienenden Elektrode kann sauber gehalten werden
zur Durchführung einer genauen Messung, da die Einrichtung 8 nicht in körperlicher Berührung mit den
Tintentropfen 2 gelangt.
Die Anregung des an der Düse 1 angeordneten Ultraschallsenders erfolgt durch einen Hauptoszillator
9. Die Signale des Hauptoszillators 9 werden ferner einer Ladesteuerstufe 10 zugeführt, die der Ladeelektrode
3 Ladesignale nach Maßgabe von Eingangssignalen 12 zuführt, und zwar im Zusammenwirken mit einem
Zeichenmustergeneralor 11. Die Ladesteuerstufe 10 erzeugt ferner Phasenerkennungssignale mit einer den
Ladesignalen entgegengesetzten Polarität und führt diese der Ladeelektrode 3 zu zwecks Aufladung von der
Phasenerkennung dienenden Tintentropfen. Diese Phasenerkennungstropfen können sich zwischen einander
benachbarter Schreibtropfen oder zwischen einander benachbarter Gruppen von Schreibtropfen befinden.
Ein Ladeamplitudendetektor 13 dient dazu, die einzelnen
Ladeamplituden auf den Phasenerkenniingstropfen abzutasten, und die Phasensynchronisierung zwischen
den Ladesignalen und der Tintentropfenbildung erfolgt ■ in Abhängigkeit von dem Ergebnis dieser Abtastung.
Und zwar wird vorzugsweise die Phase der Phasenerkennungssignale so gesteuert, daß die Ladungsamplitude
der Phasenerkennungstropfen maximal wird, und die Phase der zur Aufladung der Schreibtropfen dienenden
in Ladesignale wird in gleicher Weise gesteuert.
In F i g. 3—5 wird ein Beispiel einer Einrichtung 8 zur
Ermittlung der Ladungsamplitude gezeigt, wobei diese Einrichtung 8 aus einem Paar doppelseitiger Printplatten
81, einer Meßelektrode 82, einer Abschirmelektrode
ι "■ 83 und Ausgangsleitungen 84 besteht. Eine Durchgangsöffnung 85 ist in jeder Printplatte 81 und in der
Meßelektrode 82 in solcher Weise vorgesehen, daß die Ladungsampütude auf den Tintentropfen 2 aufgrund
von elektrostatischer Influenz gemessen werden kann,
2(1 die beim Hindurchfliegen der Tintentr^tfen 2 durch die
öffnung 85 auftritt Bei der Herstellung der Meßeinrichtung 8 werden zunächst zwei Elektrodenplatten
gebildet, nämlich die Meßelektrode 82 und die Abschirmelektrode 83 auf beiden Oberflächen der
■?"> Printplattir 81 in einem gewünschten Muster mittels
Ätztechniken, und dann werden die beiden Printplatten 81 so zusammengefügt, daß die Meßelektrode 82
zwischen ihnen liegt
F i g. 6 zeigt eine abgeänderte Ausiührungsform,
i» wobei eine rohrförmige Abschirmelektrode 91 und eine
rohrförmige Meßelektrode 92 koaxial aneinander befestigt sind unter Verwendung eines .elektrisch
isolierenden Bindemittels 93. Die Tintentropfen 2 können durch diese Anordnung durchfliegen, und ihre
1 ■> Ladungsampütude kann durch elektrostatische Influenz
abgetastet werden.
Die vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiele sind zwar so ausgebildet, daß die Tintentropfen durch ei.ien
Raumbereich fliegen, der von der Meßelektrode umgeben ist; die Einrichtung kann jedoch auch nur aus
einer Plattenelektrode oder einer Drahtelektrode bestehen, die neben der Tintentropfenbahn angeordnet
ist
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Synchronisieren der Tröpfchenbildung mit der Tröpfchenaufladung in einem
Tintenstrahlschreiber, bei dem die aus einer Düse abgegebenen Tintentropfen entsprechend der zu
schreibenden Information mittels nahe der Düse angeordneten Aufladeelektroden elektrisch aufgeladen werden und dann ein von Ablenkelektroden
erzeugtes elektrisches Ablenkfeld durchlaufen, und bei dem eine aus Meßelektrode und plattenförmigen
Abschirmelektroden bestehende Detektoreinrichtung zur Ermittlung der elektrischen Ladung der
Tintentropfen aufgrund elektrostatischer Influenz zwischen den Aufladeelektroden und den Ablenkelektroden angeordnet ist, wobei die plattenförmigen Abschirmelektroden Bohrungen für den Tröpfchendurchtritt aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßelektrode (82) ebenfalls
plattenförmig ausgebildet ist und eine zum Hindurchlassen derTinteniropfen dienende Durchgangsöffnung (85) aufweist und daß die Meßelektrode
(82) und die Abschirmelektroden (83) als gedruckte Beläge auf Isolierplatten (81) ausgeführt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmelektroden (83) aus zwei
beidseitig der plattenförmigen Meßelektrode (82) angeordneten, je eine Durchgangsöffnung (85) zum
Hindurchlassen der Tintentropfen aufweisenden, elektrisch miteinander verbundenen Elektrodenplatten bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2868673A JPS5421093B2 (de) | 1973-03-12 | 1973-03-12 |
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Family Applications (1)
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Free format text: KLUNKER, H., DIPL.-ING. DR.RER.NAT. SCHMITT-NILSON, G., DIPL.-ING. DR.-ING. HIRSCH, P., DIPL.-ING.,PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |