DE2401368C2 - Photographische Silberhalogenidemulsion - Google Patents
Photographische SilberhalogenidemulsionInfo
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Description
I /
O —CH
CH3
CH2CO2C2Hs CH2CO2C2H5
CH3
Verbindung Nr. 10
CH2-CH = CH2
CH2-CH=CH2
CH2-CH=CH2
Verbindung Nr. 11
OCH3
CHjCO2CjH5 CH2CO2CjH5
3. Silberhalogenidemulsion nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich
1,1 ',3,3' -Tetraäthyl-S^'.e.ö'-tetrachlorbenzimidazolocarbocyaninjodid enthält.
Die Erfindung betrifft eine photographische Silberhalogenidemulsion
mit einem spektral sensibilisierenden Dimethinmerocyaninfarbstoff, dessen Dimethinkette
flankiert ist einerseits von einer Benzochinolingruppierung und andererseits von einer Bisthiazolidongruppierung.
Es ist bekannt, Doppelmerocyanine in photographischen Silberhalogenidemulsionen als Sensibilisierungsfarbstoffe
für die spektrale Sensibilisierung zu verwenden. Der wesentliche Nachteil bei der Verwendung von
Doppelmerocyatiinen als Sensibilisatoren liegt in ihrer
schlechten Löslichkeit Es können weder ausreichend konzentrierte Lösungen in mit Wasser mischbaren
organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise in Alkoholen oder Aceton, noch ausreichend konzentrierte
Lösungen in anderen organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise in Dimethylformamid, erhalten
werden. Um die Doppelmerocyanine dennoch zur spektralen Sensibilisierung ausnutzen zu können,
müssen sie in großen Mengen verdünnter Lösungen eingesetzt werden. Durch die so zwangsläufig verwendeten
großen Mengen organischen Lösungsmitteis werden häufig die Eigenschaften des photoempfindlichen
Materials ungünstig beeinflußt. Vor allem leiden die mechanische Festigkeit der Schichten allgemein und
die Haftfestigkeit zwischen der photoempfir.dlichen Schicht und dem Träger unter dem Einfluß der
Verwendung großer Lösungsmittelmengen.
Die US-PS 26 35 961 schlägt zur Lösung der Aufgabe,
so die Empfindlichkeit von Silberhalogenidemulsionen durch verbesserte Supersensibilisierungssysteme zu
verbessern, eine Kombination eines Diaryloxythiacarbocyanins
mit einem komplexen Merocyanin vor. BeriGchinolinfarbstoffe sind jedoch in dieser Druckschrift
nicht angesprochen, möglicherweise, weil Benzochinoline bekanntlich in organischen Lösungsmitteln
sehr schlecht löslich sind, so daß eine Anregung für die erfindungsgemäß gestellte Aufgabe nicht gegeben ist
Die US-PS 25 04 615 offenbart Merocyanin- und Rhodacyanin-Farbstoffe mit einem heterocyclischen Kern mit einer Aryloxyalkylgruppe, Als heterocyclischer Kern ist u. a. ein Benzochinolin-Kem offenbart, der sich, substituiert mit einer großen Gruppe, wie mit Alkyl- oder Aralkylgruppen, in einem Farbstoff zwar noch zur Verwendung in einem mehrschichtigen farbphotographischen Material eignet, da er nicht diffundiert oder wandert, solche Farbstoffe setzen aber das Sensibilisierungsvermögen insgesamt herab, ebenso
Die US-PS 25 04 615 offenbart Merocyanin- und Rhodacyanin-Farbstoffe mit einem heterocyclischen Kern mit einer Aryloxyalkylgruppe, Als heterocyclischer Kern ist u. a. ein Benzochinolin-Kem offenbart, der sich, substituiert mit einer großen Gruppe, wie mit Alkyl- oder Aralkylgruppen, in einem Farbstoff zwar noch zur Verwendung in einem mehrschichtigen farbphotographischen Material eignet, da er nicht diffundiert oder wandert, solche Farbstoffe setzen aber das Sensibilisierungsvermögen insgesamt herab, ebenso
24 Ol
wie beim Einführen langer Alkylgruppen direkt am Cyanin-Stickstoffatom (Spalte 3, Zeilen 50 — 76).
Nun besitzen zwar Sensibiiisierungsfarbstoffe mit
einem Benzo-[f]-chinolin-Kern ein ausgezeichnetes Sensibilisierungsvermögen. sie würden aber in einem
organischen Lösungsmittel, das mit Wasser mischbar ist, sehr schlechte Löslichkeit zeigen.
So müßte wiederum eine große Lösungsmittelmenge verwendet werden. Daher hätten solche Verbindungen
den Nachteil, daß sie einen schädlichen Einfluß auf die physikalischen und photographischen Eigenschaften
lichtempfindlicher Silberhalogenidmaterialien ausüben würden.
Der Erfindung iiegt daher die Aufgabe zugrunde, Farbstoffsensibilisatoren mit verbesserter Löslichkeit in
einem organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel anzugeben.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine photographische Silberhalogenidemulsion der
eingangs genannten Art vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie als Merocyaninfarbstoff
mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I
enthält, in der bedeuten:
R1 eine Alkylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen, die durch eine Alkoxygruppe mit bis zu 5 r>
Kohlenstoffatomen substituiert sein kann,
R2 eine Alkylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen, die durch eine Alkoxycarbonylgruppe mit bis zu 5
Kohlenstoffatomen im Alkylrest substituiert sein kann, oder eine Propenylgruppe und w
R3 eine durch eine Alkoxycarbonylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen im Alkylrest substituierte Alkylgruppe
mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen im Alkylenrest, eine Propenylgruppe oder eine Phenylgruppe,
die durch Alkyl-, Alkoxy- oder Alkoxy- j">
carbony!gruppen mit jeweils bis zu 5 Kohlenstoffatomen
im Alkylrest substituiert ist.
Die Löslichkeit der im Rahmen der Erfindung verwendeten Doppelmerocyanine in organischen Lö- >n
sungsmitteln, insbesondere in Dimethylformamid, ist wesentlich höher als die Löslichkeit entsprechender
Doppelmerocyanine, in denen alle drei Reste R1, R2 und
R3 niedere Alkylgruppen sind. Die im Rahmen der
Erfindung verwendeten Sensibilisatoren, die unter die vorstehend angegebene allgemeine Formel fallen,
weisen darüber hinaus eine so weit verbesserte Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise
Äthanol oder Aceton, auf, daß sie ohne Schwierigkeit den photographischen Emulsionen züge- co
setzt werden körnen. Die zu verwendenden Lösungsmengen und das damit der Silberhalogenidemulsion
zugesetzte Volumen an organischem Lösungsmittel können im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich
gesenkt werden. Die mechanischen Eigenschaften der rnit diesen Farbstoffsensibilisatoren hergestellten photoempfindlichen
Materialien, insbesondere die mechanische Festigkeit der Schichten allgemein die Haftfestigkeit
der photoempfindlichen Schicht auf den Trägern, werden durch die Emulsionen gemäß der Erfindung
nicht ungünstig beeinflußt. Auch die sonst häufig beobachteten photographischen Nachteile, beispielsweise
die Bildung von Farbflecken durch nach der Entwicklung zurückbleibende Sensibiiisierungsfarbstoffe
oder eine i'n Verlauf der Lagerdauer auftretende Desensibilisierung, werden bei den Emulsionen gemäß
der Erfindung nicht beobachtet. Vielmehr weisen die unter Verwendung der Doppelmerocyanine der vorstehend
genannten allgemeinen Formel erhaltenen photographischen Silberhalogenidemulsionen gemäß der
Erfindung ausgezeichnete und verbesserte photographische Eigenschaften im Vergleich zum Material nach
dem Stand der Technik auf. So weisen die auf einen Träger aufgebrachten Emulsionen gemäß der Erfindung
auch nach langer Lagerzeit unter extremen Lagerbedingungen praktisch keine Zunahme der Verschleierung
und praktisch keine Desensibilisierung auf. Weiterhin zeichnen sich die in den Emulsionen gemäß der
Erfindung verwendeten Sensibiiisierungsfarbstoffe vor allem dadurch aus, daß ihre Sensibilisierungswirkung
durch kombinierte Verarbeitung mit anderen Farbstoffen der gleichen oder unterschiedlicher Art in keiner
Weise vermindert wird. Vielmehr tritt in einigen Spezialkombinationen. die weiter unten beschrieben
sind, sogar eine Zunahme der Sensibilisierungsfähigkeit auf. Auf diese Weise eignen sich die Farbstoffe gemäß
der Erfindung vor allem zur Herstellung von photographischen Emulsionen, die durch die Verwendung von
mehreren Sensibilisierungsfarbstoffen, insbesondere auch von Kombinationen mit Farbstoffen, die nicht
unter die vorstehend genannte allgemeine Formel fallen, wobei die so erhaltenen photographischen
Materialien über breite Spsktraiberciche είπε gut
abgestimmte Sensibilisierung aufweisen, hergestellt werden.
24 Ol
Als typische Beispiele für die Sensibilisierungsfiirbstoffe, die unter die vorstehend genannte allgemeine
Formel fallen, seien die folgenden genannt:
Verbindung Nr. I
Snip.: 275,0 - 2 76,50C
;»K^ t nwv in \rplrin· (y
Verbindung Nr. 2
C2H
Smp.: 259,0 - 262,O0C abs A max in Aceton: 628,588 nm
Verbindung Nr. 3
CH3 CH,
C2H
Smp.: 274,0 - 275,0°C abs λ max in Aceton: 622,582 nm
CH2CO2C2H5 CH2CO2C2H5
Verbindung Nr. 4
(CH1I2
OCH3
Smp.: 276,00C (Zers.) abs λ max in Aceton: 618,580 nm
CH2CO2C2H5 CH2CH = CH2
Verbindung Nr. 5
24 Ol
CH3CO2C2H,
CW CH = CH,
Smp.: 282,O°C (Zers.) abs λ max in Aceton: 622,588 nm
Verbindung Nr. 6
t= C H — CH = C
(CH2).
O = C-
0 — C11
\
\
CH,
Smp.: 231,0 - 233,O°C abs λ max in Aceton: 623,588 nm
■Ν O = C-
C = S
■Ν
CH,-CH = CH, CH2-CH = CHj
Verbindung Nr. 7
CO2CH3 CO2CH3
Smp.: 278,0 - 28O,O°C abs λ max in Aceton: 628,590 nm
Verbindung Nr, 8
C H 2 — C H = C H2
CH3
Smp.: 276,0 - 277,O0C abs λ max in Aceton: 626.589 nm
Verbindung Nr. 9
CH
CH = C O = C
CH,
CU,
Smp.: 239,0 - 240,00C
abs λ max in Aceton: 625,585 mn
Verbindung Nr. 10
= CH
CH = C O = C
Smp.: 281,00C (Zers.)
abs λ max in Aceton: 626,586 nm
Verbindung Nr. 11
CH
CH = C
O = C-
14
N O = C
i -N
CH3CO2C2H* CII2CO2C2H,
-N O = C C=S
-N
CH2-CH = CH2
CH2-CH = CH2
-N O = C-C = S
-N
CH2CO2C2H5 CH2CO2C2H5
Smp.: 281,0 - 283,00C
abs λ max in Aceton: 624,585 nm
Die im Rahmen der Erfindung zu verwendenden Doppelmerocyanine sind jedoch nicht auf die vorstehend
aufgelisteten Beispiele beschränkt. Insbesondere können, wie bereits ausgeführt, die Doppelmerocyaninfarbstoffe
der vorstehend genannten allgemeinen Formel in Kombination zu zweit oder zu mehreren und
gleicherweise in Kombination mit anderen Sensibilisierungsfarbstoffen,
die vorzugsweise in anderen Spektralbereichen sensibilisieren, verwendet werden.
Die im Rahmen der Erfindung verwendeten Dc/ pelmerocyaninfarbstoffe können in der Weise hergestellt
werden, daß man Dimethinrhodamerocyaninfarbstoffe der allgemeinen Formel
mit einem Alkylierungsmittel, wie beispielsweise Dime- 65 neten Lösungsmittel, beispielsweise in Äthanol, in
thylsulfat, S-alkyliert Die Reste R1 und R2 haben dabei Gegenwart einer organischen Base, wie beispielsweise
die oben erläuterte Bedeutung. Das so erhaltene Triethylamin, mit einem Rhodaminderivat umgesetzt
Alkylierungsprodukt wird anschließend in einem geeig-
135 g 3-AIIyl-5-{3-{2.methoxyäthyI)-2-(5,6-benzochinolinyliden)-äthyliden}-rhodanin wurden mit 234 g
Dimethylsulfat gemischt und 1 Stunde lang auf 85—900C erhitzt Das Reaktionsprodukt wurde auf
Zimmertemperatur abgekühlt und gründlich mit Äthyläther gewaschen. Das auf diese Weise erhaltene
Produkt wurde mit 039 g 3-ÄthoxycarbonylmethyIrhodanin (»Yakugaku Zasshi« 79, 1467) gemischt Das
Gemisch wurde in 80 ml Äthanol gelöst Die erhaltene Lösung wurde mit 2^8 g Triäthylamin versetzt und
30 Minuten lang unter Rückfluß erhitzt Die nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur ausgefallenen Kristalle vmrden abfiltriert, zunächst mit Äthanol und dann mit
Aceton gewaschen und schließlich aus etwa 100 ml Chloroform umkristallisiert Die so erhaltene Verbindung Nr. 5 hatte einen Schmelzpunkt von 282,00C
(Zersetzung) und wurde in einer Ausbeute von 1,76 g erhalten.
Die übrigen im Rahmen der Erfindung verwendeten Farbstoffe können in analoger Weise hergestellt
werden.
Die so erhaltenen Farbstoffsensihilisatoren können
der photographischen Silberhalogenidemulsion in Form von Lösungen in organischen Lösungsmitteln, die mit
Wasser mischbar sind, zugesetzt werden. Als geeignete Lösungsmittel seien beispielsweise Äthanol, Aceton
oder Dimethylformamid genannt Die Zugabe kann prinzipiell zu jedem Zeitpunkt der Emulsionsherstellung
erfolgen, jedoch wird im allgemeinen eine Zugabe im Anschluß an die Reifung der Emulsion bevorzugt Die
Menge des zuzugebenden Farbstoffsensibilisators hängt von der Art des Silberhalogenids der Emulsion ab, liegt
jedoch vorzugsweise im Bereich von 0,3 — 100 mg je Kilogramm Silberhalogenidemulsion. Im Bedarfsfall
können jedoch auch geringere oder größere Mengen verwendet werden. Die Sensibilisatoren der allgemeinen Formel (I) können im Zusammenhang mit
beliebigen photographischen Silberhalogenidemulsionen verwendet werden, beispielsweise also mit Emulsionen aus Silberchlorid, Silberbromid, Silberchloridbromid oder Silberbromidjodid. Die Emulsionen können
weiterhin einer Sensibilisierung mit Edelmetallen, einer Schwefelsensibilisierung, einer reduzierenden Sensibilisierung oder einer Sensibilisierung mit Polyalkylenoxid
unierzogen werden. Auch können die erfindungsgemäß
sensibüisierten Emulsionen übliche Additive, wie beispielsweise Stabilisatoren, Härter oder Netzmittel
enthalten, ohne daß eine Beeinträchtigung der Sensibili
sierung erfolgt
Nach Maßgabe des Einsatzgebietes der Emulsioner können die Sensibilisatoren der allgemeinen Formel (I
auch in Kombination mit anderen Cyaninen odei Merocyaninen zur Einstellung optimaler spektralei
Empfindlichkeiten verwendet werden. Auf diese Weis«
ίο kann vor allem die spektrale Empfindlichkeit vor
photoempfindlichem Material auf der Basis verschiedener Silberhalogenide in einfacher Weise bewirkt unc
eingestellt werden.
Die Sensibilisatoren der allgemeinen Formel (I]
können nicht nur in Verbindung mit schwarzweiß-photographischem Material der üblichen Art verwendei
werden, sondern eignen sich vor allem auch zui
Sensibilisierung von außerordentlich hartem photographischem Silberhalogenidmaterial, das mit Spezial- odei
Ljthentwicklem entwickelt werden muß, oder zui
Sensibilisierung von farbphotographischem Material im Falle der Verwendung des photoiithographischer
kontraststarken Material kann die Entwicklungsgeschwindigkeit sehr viel einfacher angepaßt werden ah
bei einer Sensibilisierung mit herkömmlichen Sensibili satoren. In der Farbphotographie können die Sensibilisatoren der allgemeinen Formel (I) als hervorragende
Rotsensibilisatoren verwendet werden.
Zur Herstellung des photographischen Materials
kann die Emulsion gemäß der Erfindung auf geeignete
Träger aufgetragen werden, beispielsweise solche au: Glas, Triacetat, Polyester oder Papier, und anschließend
getrocknet werden.
rungsbeispielen näher beschrieben.
Es wurden die Löslichkeiten der Sensibilisierungsfarbstoffe der allgemeinen Formel (I) in Dimethylform
amid bei Zimmertemperatur untersucht Als Vergleichsverbindung wurde die nachstehende Verbindung Nr. 12
herangezogen, die den Verbindungen der allgemeiner Formel (I) entspricht, jedoch nicht unter diese Formel zi
subsumieren ist, da alle drei Reste R1, R2 und R
Äthylgruppen sind:
C2H
230 240/8
| 17 | 1 | CH3 | 24 01 | RJ | desgl. | 368 | 18 |
FarbstofTkonzentration
und Löslichkeit 0,05% 0,03% 0,02% |
X | O | |
| Tabelle | R1 |
-(CHj)2-OCH
CH3 desgl. |
-CjH5 | -CH2CO2C2H5 | X | O | O | ||||
|
Verbin
dung Nr. |
-C2H5 | -CH2CH=CH | -CH2CH = CH | R3 | O | ||||||
| 12 | desgl. | desgl. | CH3 | -CH2CO2CjH5 | -C2H5 | O | O | ||||
| 1 | desgl. |
-CH
X CH3 |
2 -CH3CH = CH2 | O | O | O | |||||
| desgl. | -(CHj)2-OCH3 | -CH2CO2C2H5 | O | O | O | ||||||
| 2 | desgl. | desgl. | -CH2COjC2H5 | desgl. | O | O | O | ||||
| 3 | —V1I^n2Z2— OV^rI3 | — CH2CH=CH | -CHjCO2C2H5 | O | |||||||
| 4 | desgl. | -CH2CH = CHj |
O
O |
O
O |
|||||||
| 5 |
desgl.
CH3 -CH |
j -CHjCOjCjH5 |
O
O |
||||||||
| CH3 | O | O | |||||||||
|
6
7 |
-CH2CH=CH2 j—^-CO2CH3 |
O | O | O | |||||||
| — CO2CH3 | O | O | O | ||||||||
| 8 | CH2CH ^= CH2 | O | O | O | |||||||
| 9 | -CH2CO2C2H5 | O | |||||||||
| 10 | 2 -CH2CH = CH2 | ||||||||||
| 11 | -CHjCOjCjH5 |
In der vorstehenden Tabelle 1 bedeutet »x«, daß Farbstoff teilweise ungelöst blieb, während »O«
bedeutet, daß der Farbstoff vollständig gelöst war.
Die Ergebnisse der Tabelle 1 zeigen, daß die Sensibilisatoren der allgemeinen Formel (I) eine etwa
um das 2,5fache höhere Löslichkeit als die Vergleichsverbindung Nr. 12 aufweisen.
45 Beispiel 2
Unter Verwendung von 120 g Silbernitrat wurde eine
Silberchloridbromidemulsion hergestellt und in sechs Tabelle 2
gleiche Teile geteilt Zu jedem der Teile wurde einer der in der Tabelle 2 zusammengestellten Sensibilisatoren
gegeben. Außerdem wurden die Emulsionen mit üblichen Stabilisatoren, Härtern und Netzmitteln
versetzt Die Emulsionen wurden auf als Träger aufgetragen und getrocknet
Auf die getrockneten Proben wurde ein Stufenkeil (D" 0,15) gelegt Die Proben wurden unter Zwischenschaltung eines Filters (Wratten-Filter Nr. 29) belichtet
Die nach dem Entwickeln der belichteten Proben erhaltenen Daten sind in der Tabelle 2 zusammengestellt
| Probe Nr. | Sensibilisator | Menge | LösungsrnilU·' | Aceton | Relative | Schleier |
| Nr. |
Dimethyl
formamid |
ml |
Empfind
lichkeit |
|||
| mg | ml | _ | ||||
| 1 | 12 | 5 | 30 | 29 | 100 | 0.16 |
| 2 | 1 | 5 | 29 | 100 | 0.04 | |
| 3 | 4 | 5 | 29 | 112 | 0.05 | |
| 4 | 9 | 5 | 29 | 85 | 0.03 | |
| 5 | 10 | 5 | 29 | 100 | 0.05 | |
| 6 | 11 | 5 | 91 | 0.03 | ||
Aufgrund der schlechten Löslichkeit der Vergleichsverbindung 12 wurde diese nur in Dimethylformamid
gelöst. Hinsichtlich der Sensibilisierungsfähigkeit sind
die Farbstoffsensibilisatoren der allgemeinen Formel (I)
derjenigen der Vergleichsverbindung vergleichbar oder liegen etwas darüber. Sie sind jedoch der Vergleich.wer-
bindung hinsichtlich der Schleierbildung ganz wesentlich überlegen.
In der im Beispiel 2 beschriebenen Weise wurden Silberhalogenidemulsionen hergestellt und mit den in
der Tabelle 3 gezeigten Sensibilisatoren versetzt Aus
den so erhaltenen Emulsionen wurden in der im Beispiel
2 beschriebenen Weise die zu untersuchenden Proben hergestellt. Es wurde der Einfluß einer kombinierten
Verwendung von !,l'^^'-Tetraäthyl-S^'Ae'-tetrachlorbenzimidazolcarbocyaninjodid (Verbindung Nr. 13) untersucht Die Belichtung und Entwicklung der Proben
erfolgte in der im Beispiel 2 beschriebenen Weise.
| Probe Nr. | Sensibi | Menge | Menge an | Relative |
| lisator Nr. | Verbindung | Empfind | ||
| Nr. 13 | lichkeit | |||
| (mg) | (mg) | |||
| 1 | 12 | 3 | _ | 100 |
| 2 | 12 | 3 | 5 | 77 |
| 3 | 3 | 3 | - | 94 |
| 4 | 3 | 3 | 5 | 94 |
| 5 | 5 | 3 | - | 105 |
| 6 | 5 | 3 | 5 | 131 |
| 7 | 6 | 3 | - | 101 |
| 8 | 6 | 3 | 5 | 125 |
| 9 | 11 | 3 | - | 90 |
| 10 | 11 | 3 | 5 | 91 |
Bei der Kombination von zwei oder mehr Sensibilisierungsfarbstoffen unterschiedlicher Art wird häufig eine
Abnahme der Sensibilisierungswirkung beobachtet In der vorstehenden Tabelle 3 ist die Probe Nr. 2 ein
typisches Beispiel für eine solche Abnahme der Sensibilisierungswirkung. Im deutujhen Gegensatz
dazu zeigen die Sensibilisatoren, die im Rahmen gemäß der Erfindung verwendet werden, auch bei Kombination
mit dem Sensibilisator Nr. 13 keine Verminderung der Sensibilisierungswirkung, sondern ganz im Gegenteil, in
den Fällen der Proben Nr. 6 und Nr. 8 eine ganz erhebliche Zunahme der Sensibilisierungswirkung.
Claims (2)
1. Photographische Silberhalogenidemulsion mit einem spektral sensibUisierenden Dimethinmerocyaninfarfostoff, dessen Dimethinkette flankiert ist
einerseits von einer Benzochinoüngruppierung und
andererseits von einer Bisthiazolidongruppierung,
dadurch gekennzeichnet, daß sie als Merocyaninfarbstoff mindestens eine Verbindung
der folgenden allgemeinen Formel I
(D
enthält, in der bedeuten:
20
R1 eine Alkylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen, die durch eine Alkoxygruppe mit bis zu 5
Kohlenstoffatomen substituiert sein kann,
R2 eine Alkylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen, die durch eine Alkoxycarbonylgruppe mit
bis zu 5 Kohlenstoffatomen im Alkylrest substituiert sein kann, oder eine Propenylgruppeund
R3 eine durch eine Alkoxycarbonylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen im Alkylrest substitu- jo
ierte Alkylgruppe mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen im Alkylenrest, eine Propenylgruppe oder
eine Phenylgruppe, die durch Alkyl-, Alkoxy- oder Alkoxycarbonyigruppen mit jeweils bis zu
5 Kohlenstoffatomen im Alkylrest substituiert ist
2. Silberhalogenidemulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Dimethinmerocyaninfarbstoff eine der folgenden Verbindungen
enthält:
Verbindung Nr. 1
C3H,
Verbindung Nr. 2
S S
CH-CH = C C = C C=S
I I I I
O = C N O = C N
CH2-CH = CH2
CH2-CH = CH2
S S
CH-CH = C C = C C = S
O = C N O = C-
CH
CH3 CH,
-N
CH2-CH = CH2
Verbindung Nr. 3
CH-CII = C C = C C== S
O = C N O = C
C2H,
CH7CO3C2II5 CH2CO2C2H5
Verbindung Nr. 4
S S
CH — CH = C C = C C = S
I I I I
O=C N O=C N
CH2CO2C2H5 CH2CH=CH2
Verbindung Nr. 5
CH-CH = C
(CH2),
C =
I I
O = C N O = C N
CH2CO2C2H5
CH2-CH = CH2
Verbindung Nr. 6
S S
CH-CH = C C = C C = S
(rA, O = C N O = C
(CH2)2 CH3
I
CH3
CH2-CH = CH2
CH2-CH = CH2
Verbindung Nr. 7
O = C N O = C
Verbindung Nr. 8 CO2CH3
O = C N O = C
CH2-CH = CH2
N J=CH- CH =
C C
(CH2J2
O = C
C C=S
I I
N O = C N
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP48006466A JPS5228658B2 (de) | 1973-01-12 | 1973-01-12 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2401368A Expired DE2401368C2 (de) | 1973-01-12 | 1974-01-11 | Photographische Silberhalogenidemulsion |
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| JP (1) | JPS5228658B2 (de) |
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