DE2456420C2 - Fahrzeugrad mit einem Vollreifen - Google Patents
Fahrzeugrad mit einem VollreifenInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf Fahrzeugräder mit einem Vollreifen, der einen ringförmigen Einfederungsraum
in der Radfelge umschließt und mit Wulsten im gestreckten Zustand an Felgenhörnern gehalten ist,
wobei der Reifen eine Karkasse aus in Axialrichtung zugfesten Einlagen, die beidseitig in den Wulsten an
zugfesten Wulstkernen verankert sind, und einen aufgesetzten Laufring, dessen Verbindung zur Karkasse
die axiale Breite des Einfederungsraumes zumindest nicht übersteigt, aufweist.
An bekannten Fahrzeugrädern dieser Art (z. B. BE-PS 3 33 501) federt der Laufring des Vollgummireifens
außer durch Druckverformung durch eine Schubverformung der zwischen ihm und den Wulsten
befindlichen Zonen in den Einfederungsraum hinein. Der Schubverformung wird dabei zunehmend eine
Druckverformung überlagert, die die Wulste mit wachsender Kraft gegen die Felgenhörner preßt.
Werden die steilen Einfederungskennlinien solcher Räder durch Vergrößern des Wulstabstandes abgeflacht,
können die Wulste nur durch teures Anhaften an die Felgenhörner sicher in ihrer Lage gehalten werden.
Nach einem anderen bekannten Vorschlag (GB-PS 12 998/1915) ist ein Vollreifen mit seinen Wulsten so an
den Felgenrändern angebracht, daß er die mit einem Luftschlauch als federnde Auflage ausgefüllte Vertiefung
zwischen den Felgenrändern mit seinem durch axial verlaufende Einlagen verstärkten Fußteil überspannt.
Die Felge selbst ist dabei als einteiliger starrer Körper ausgebildet, und die sichere, aber leicht lösbare
Befestigung der Reifenwulste macht zusätzlich äußere Spannringe notwendig. Ähnliches gilt auch für die aus
der US-PS 9 70 535 bekannte Vollreifenhalterung. Es ist weiterhin bekannt (CH-PS 78 493), mit einem mittig
eingesetzten ein- oder zweigeteilten Kernring versteifte Vollreifen unter Einschluß von Luftpolstern auf der in
sich federnd ausgebildeten Radfelge anzubringen. Die dafür vorgesehene unlösbare Haftverbindung zwischen
Reifen und Felge bringt aber für die Montage wie auch für den Fahrbetrieb erhebliche Beschränkungen. Das
Prinzip der unter Radialbelastung seitlich federnd ausweichenden Felgenhörner in Verbindung mit einem
die Felge überspannenden Vollreifen ist z. B. auch schon aus der DE-PS 2 66 767 bekannt Die hierfür vorgesehene
vielteilige Hebelmechanik zum Obertragen der Ausweichbewegungen auf ein radial innen befindliches
Gummipolster ist aber in der Herstellung aufwendig, im Gebrauch störanfällig und offensichtlich nur für geringe
Belastungen und Geschwindigkeiten geeignet
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht demgegenüber darin, unter Vermeidung der geschilderten
Nachteile bekannter Konstruktionen die Lage der Reifenwulste auf den Felgenscheiben in allen Betriebszuständen
sicher einzuhalten, bei großen Einfederungswegen ein nachteiliges Strecken des Laufringes
weitestgehend zu vermeiden und eine verhältnismäßig flach verlaufende Einfedcrungskennlinie ?u erzielen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe für Fahrzeufjräder der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die Wulste - axial außerhalb an den Felgenhörnern gehalten und die Felgenhörner an
getrennten, durch Federkraft axial spreizbar gelagerten Felgenteilen angeordnet werden.
Die technische Wirkung der Erfindung beruht auf dem Wechselspiel zwischen der Federkraft und der sich
mehr oder weniger in dem Einfederungsraum hinein durchbiegenden Karkasse. Zum Eintauchen in den
Einfederungsraum wird zunächst die vorgegebene axiale Dehnbarkeit des Laufringes und der Karkasse
und beim weiteren Einfedern mit der dann entstehenden Verhärtung die Annäherungsmöglichkeit der Felgenhörner
zueinander gegen eine sie spreizende Federkraft ausgenutzt. Angestrebt wird dabei eine der Radlast
entsprechende Dehnfähigkeit der Karkasse und eine geringe Annäherungsfähigkeit der Felgenhörner. Da die
Wulste mit ihren Kernen außerhalb der Felgenhörner liegen, können hohe Spreizkräfte aufgebracht werden.
Auch zum Montieren der Reifen wirkt sich der Einfederungsraum der Felge vorteilhaft aus, da dieser
wie das Tiefbett einer üblichen Felge zum Überstreifen des einen Wulstes über die gesamte Felge benutzt
werden kann.
Um die gewünschte Einfederung mit flacher Kennlinie noch zu verstärken, wird gemäß einer Weiterentwicklung
der Erfindung, die Verbindung des Laufringes zur Karkasse des Reifens mit im Querschnitt sich
gegeneinander verjüngenden Ringnuten ausgebildet Die vom Rad aufzunehmende Last wird durch diese
Nuten zunächst in den mittleren Teil der membranartig gespannten Karkasse geleitet, so daß die Kräfte allein
durch das Ausbauchen der Karkasse aufgefangen werden. Erst am Ende dieses Federweges legt sich der
Laufring mit seinen Rändern auf die auf den Felgenhörnern befindlichen Zonen der Karkasse, so daß
der Einfederungsvorgang nicht abrupt, sondern wegen der geringen Flächenauflage mit allmählich sich
verstärkender Progression abgeschlossen wird.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Felgenteile durch einen elastomeren Ringkör-
per in axialem Abstand miteinander verbunden. Der Ringkörper übernimmt in diesem Falle neben der
Federung auch die Verbindung der Teile. Dabei kann er zweckmäßig mit gegen Radialbewegungen versteifenden
Einlagen versehen sein. Es empfiehlt sicn weiterhin, die Felgenteile ebenfalls über einen elastomeren
Ringkörper gegen den Radkörper abzustützen. Wenn die Anordnung so getroffen wird, daß der elastomere
Ringkörper den Radkörper umfaßt und seinerseits von den Abwinkelungen wenigstens teilweise selbst umfaßt
wird, genügt -sin einziger Ringkörper zum elastischen
Verbinden der beiden Felgenteile untereinander und zum Abstützen gegen den Radkörper.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht Es zeigt
F i g. 1 ein Fahrzeugrad mit an einem Felgenteil fest angeordneten Radkörper, und
F i g. 2 ein Fahrzeugrad mit gegen beide Felgenteile elastisch abgestütztem Radkörper.
Gemäß der Darstellung in F i g. 1 ist eir. aus einem Laufring 1, einer Karkasse 2 und Wulsten 3 bestehender
Vollgummireifen auf Felgenhörnern 4 der Felgenteile 5 und 6 angebracht. Die Felgenteile 5 und 6, von denen
eines mit einem Radkörper 7 verbunden ist, hängen durch einen Ringkörper 8 aus Gummi miteinander
zusammen, wobei der Ringkörper 8 durch Abwinkelungen 9 gegen radiales Verschieben gesichert ist.
Der Ringkörper 8 befindet sich in axialer Richtung unter Druckspannung, während die Karkasse 2 sich
unter Zugspannung befindet. Die Kräfte in der Karkasse 2 werden durch eingelagerte Festigkeitsträger 10
aufgenommen, die sich wiederum in Verbindung mit in den Wülsten 3 befindlichen Wulstkernen 11 befinden.
Diese verhindern ein radiales Dehnen der Wülste und damit ein Gleiten über die Felgenhörner 4 hinweg.
Die Montage der Karkasse erfolgt in der Weise, daß zunächst ein Wulst 3 über ein Felgenhorn 4 in ein
Quasitiefbett in der Form eines Einfederungsraumes 12 hineingestreift wird Dann kann dei darin befindliche
Wulst 3 über das andere Felgenhorn 4 hinweggestreift werden. Dazu ist es jedoch erforderlich, den Ringkörper
8 in axialer Richtung vorzuspannen, so daß der Abstand der Felgenhörner kleiner ist als der Abstand der Wülste
3. Nach dem Überstreifen des Wulstes auf die andere Außenseite der Felge wird der Ringkörper 8 freigegeben,
der die Karkasse 2 in axialer Richtung spannt. Durch einen in den Ringkörper 8 eingesetzten Gürtel 13
können radiale Verschiebungen der Felgenteile 5 und 6 gegeneinander unterbunden oder verringert werden.
Zwischen dem Laufring 1 und der Karkasse 2 sind ferner ringförmige Nuten 14 vorgesehen, die im
Querschnitt gesehen zur Mitte hin keilförmig auslaufen.
is Beim Einfedern legt sich daher der Laufring zunehmend
an die Karkasse im Bereich der Nuten 14 an, so daß die Federkennlinie im ersten Teil beim Durchbiegen der
Karkasse 2 eine geringe Progressivität und beim Anlegen des Laufringes 1 an die Karkasse eine höhere
progressivität und nach Vc lendung des Anlagevorganges
eine sehr hohe Progressivität aufweist, die durch das Aufpressen des Laufringes 1 auf die Felgenhörner 4
unmittelbar entsteht.
Der Laufring 1 enthält ferner Vertiefungen 15 zur Bildung eines Profils an seiner Lauffläche 16 und kann
auch mit Festigkeitsträgern 17 verstärkt sein.
Das Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 veranschaulicht eine getrennte Anordnung des Radkörpers 7. Die
Abwinklungen 9 der Felgenteile 4,5 sind nach außen hin abgewinkelt und umschließen den elastomeren Ringkörper
8. In diesen hinein ist der Radkörper 7 gesetzt. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach F i g. 1
weist der Ringkörper 8 radial nach innen gerichtete Rippen auf, die zwischen entsprechenden Abbiegungen
« 19 der Felgenteile 5 und 6 und Schultern 18 des Radkörpers 7 liegen und unter axialer Druckspannung
für die Straffung der Karkasse 2 sorgen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Fahrzeugrad mit einem Vollreifen, der einen ringförmigen Einfederungsraum in der Radfelge
umschließt und mit Wulsten im gestreckten Zustand an Felgenhörnern gehalten ist wobei der Reifen eine
Karkasse aus in Axialrichtung zugfesten Einlagen, die beidseitig in den Wulsten an zugfesten
Wulstkernen verankert sind, und einen aufgesetzten Laufring, dessen Verbindung zur Karkasse die axiale
Breite des Einfederungsraumes zumindest nicht übersteigt, aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Wulste (3) axial außerhalb an den
Felgenhörnern (4) gehalten und die Felgenhörner an getrennten, durch Federkraft axial spreizbar gelagerten
Felgen teilen (5,6) angeordnet sind.
2. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Felgenteile (5, 6) durch einen elastomeren
Ringkörper (8) in axialem Abstand miteinander verbunden sind.
3. Rad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der elastomere Ringkörper (8) mit gegen
Radialbewegungen versteifenden Einlagen (13) versehen ist
4. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Felgenteile (5, 6) über einen elastomeren
Ringkörper (8) gegen den Radkörper (7) abgestützt sind.
5. Rad nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Laufringes
(1) zur Karkasse (2) des Reifens beiderseits mit im Querschnitt sich gegeneinander verjüngenden Ringnuten
(14) ausgebildet ist.
Priority Applications (4)
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