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Verfahren und Anordnung zum Betrieb eines elektrisch beheizten Haushaltbackofens
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anordnung zum Betrieb eines
elektrisch beheizten Haushaltbackofens, bei welchem in einer Backmuffel dem Brat-
oder Backgut aufgeheizte Heißluft, vorzugsweise heiße Umluft zugeführt und die in
der Backmuffel erreichte Temperatur durchweinen Thermostaten überwacht wird.
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Das Brat- oder Backgut wird bei den bekannten UmluStherden dieser
Art in die kalte Backofenr.:ulDfel eingebracht und während des Aufheizvorganges
ständig mit der aufgeheizten Umluft umspült. Man war seither der Meinung, daß beim
Braten von Fleisch in der Backmuffel die Temperatur der Umluft auf 1400 C begrenzt
werden müsse, um zu vermeiden, daß das Fleisch anhängt zu spritzen und dabei die
IvIuffelwände verschmutzt. Durch die seitherige Begrenzung der Temperatur der Uraluft
mit Hilfe des auf 1400 C eingestellten Thermostaten ergibt sich eine verhäl thismäßig
large dauernde Anheizphase bis zu Beginn des eigentlichen Brat- oder Backvorganges.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Anheizphase zu verkürzen.
Dies läßt sich bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art erfinduqggemäß
dadurch erreichen, daß während der Anheizphase die für den vorgesehenen Brat- oder
Backprozeß maßgebliche Temperaturstufe kurzzeitig nach oben überschritten wird und
daß dann von oben her mit der nicht erhDhten Temperaturstufe die Temperatur der
HeissluSt durch den Thermostaten weiter geregelt wird. Hierbei ist es ohne weiteres
moglich, die für den Brat- oder Backprozeß vorgesehene Temperatur von 1400 C während
der Anheizphase kurzzeitig um 4o bis 500 C zu überschreiten, da das Fleisch in seinem
Kern noch relativ kalt ist und deswegen der Oberflache in beträchtlichem Umfang
Wärme entzieht. Daraus ergibt sich, daß nach dem der Erfindung zugrundeliegenden
Gedanken die Lufttemperatur in der Bratmuffel bis auf 1800 C ansteigen darf, ohne
daß Bratensaft oder Fett abspritzen kann, weil das Fleisch in dieser ASheizphase
diese hohe Temperatur noch gar nicht annimmt. Die Zeit, innerhalb welcher die vorgesehene
am Thermostaten eingestellte Behandungstemperatur von 1400 C um 400 C oder mehr
überschritten werden kann, muß jedoch entsprechend kurz bemessen werden.
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Bei einer Anordnung zur Temperatursteuerung und/oder Temperaturregelung
eines Haushaltbackofens gemaß dem oben geschilderten, erSindungsgem>ßen Verfahren
kann in bekannter Weise ein Stufenthermostat verwendet werden, der bei steigender
Temperatur nacheinander mehrere Kontaktpaare pffnet, von denen jeweils ein
Kontaktpaar
einer von mehreren vorwählbaren Temperaturstufen zugeordnet ist und in Reihe mit
einem elektrischen hierbei Heizk3rper angeordnet ist;{kann d1e angestrebte, verkürzte
Anheizphase mit Ubertemperatur dadurch erreicht werden, daß erfindungsgemäß mindestens
einer der vorw§ibaren Temperaturstufen zwei Kontaktpaare zugeordnet sind, von denen
das zweite Kontaktpaar bei einer um etwa 400 gegenüber dem ersten Kontaktpaar hDher
liegenden Über-Temperatur von etwa 1800 C geöffnet wird und dann einen Umschaltkontakt
betätigt, der ein mit einem Selbsthaltekontaktpaar ausgerüstetes Relais einschaltet,
welches ein Ruhekontaktpaar enthält, das in Reihe zu dem zweiten, der Über-Temperatur
zugeordneten Kontaktpaar liegt. Diese Anordnung ermöglicht es wegen der vorgesehenen
Umschaltung auf eine Temperaturstufe mit einer um 400 erhöhten Ansprechtemperatur
des Thermostaten, daß für die verkürzte Anheizphase kein zweiter Heizkörper benötigt
wird und man demgemäß für alle vorgesehenen Temperaturstufen mit ein und demselben
Heizkörper auskommen kann.
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Ausgehend von dem oben beschriebenen, speziellen Anwendungsfall, bei
welchem für eine Brat- oder Backtemperatur Von 1400 C eine kurzzeitige Anheizphase
mit einer Über-Temperatur von 400 vorgesehen ist, kann der eingangs geschilderte
Grundgedanke der Erfindung auch in der Weise verwirklicht werden, daß mindestens
drei, vorzugsweise vier vorwählbare Temperaturstufen vorgesehen sind, von denen
eine bei etwa 1400 C die Weiterregelung bewirkt und die nächstfolgenden Temperaturstufen
jeweils um festgelegte Temperaturwerte
von beispielsweise 200 C
höher liegen als die vorhergehende Temperaturstufe. In diesem Falle kann dann jeweils
die nächst-höhere Temperaturstufe dazu benutzt werden, die kurzzeitig wirksam werdende
Über-Temperatur für die niedrigere Temperaturstufe zu begrenzen, indem erfindungsgemäß
diesen vorwählbaren Temperaturstufen von beispielsweise 1400 C, 1600 C, 1800 C und
2000 C jeweils zwei Temperaturkontaktpaare zugeordnet werden, von denen das zweite
Kontaktpaar beim Erreichen der Solltemperatur der nächsthöheren Temperaturstufe
geöffnet wird und den zugehörigen Umschaltkontakt betätigt, der das mit einem Selbsthaltekontaktpaar
ausgerüstete Relais einschaltet, dessen Ruhekontaktpaar in Reihe zu diesem zweiten,
erst bei Erreichen der Über-Temperatur öffnenden Kontaktpaar liegt. Hierbei kann
in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Anordnung derart getroffen sein, daß
zinindestens zwei der vorwählbaren Temperaturstufen ein Schalter gehört, der bei
der Vorwahl einer der Temperaturstufen betätigt wird und in der Verbindungsleitung
von wenigstens einem der Umschaltkontakte zur Erregerwicklung des Relais' liegt.
Bei einer besonders vorteilhaften Anordnung mit mehreren Temperaturstufen kann vorgesehen
sein, daß die zu je einer der Temperaturstufen gehörenden Schalter nach Vorwahl
ihrer Temperaturstufe geöffnet sind und zueinander so in Reihe liegen und mit den
Umschaltkontakten der einzelnen Temperaturstufen verbunden sind, daß jeweils der
zu einer höheren Temperaturstufe gehörende Schalter näher an der Erregerwicklung
des Relais? liegt als der zur nächst-niedrigeren Temperaturstufe gehörende Schalter.
Auf diese Weise kann jeweils der Umschaltkontakt
der nächsthöheren
Temperaturstufe dazu benützt werden, die Über-Temperatur einer vorgewählten, nächstniedrigeren
Temperaturstufe zu begrenzen un-d dabei die Anheizphase zu beendigen. Weitere Ausgestaltungen
und zweckmäßige Weiterbildungen einer erfindungsgemäßen Anordnung ergeben sich aus
den Unteransprüchen in Verbindung mit den beiden nachstehend beschriebenen und in
zu der Ze Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen, nämlich Schalteinrichtungen
mit vorwählbaren Temperaturstufen und mit einzelnen Temperaturstufen durch die Temperaturvorwahl
automatisch zugeordneter Temperaturübersteuerung.
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Es zeigen: Fig. 1 eine erste Schalteinrichtung mit Temperaturvorwahl
durch einen Drucktastenschalter in ihrem Stromlaufplan, Fig. 2 den Drucktastenschalter
in seinem schematischen Aufbau und Fig. 3 den Schließplan für die einzelnen in Fig.
2 wiedergegebenen Kontakte des Drucktastenschalters, Fig. 4 ' den Stromlaufplan
einer zweiten Schalteinrichtung, bei der die Vorwahl eines von sieben Programmen
und seiner zugehörigen Temperaturstufe mit Hilfe eines Drehschalters erfolgt, und
Fig. 5 den Schließplan für die insgesamt zwölf Kontaktpaare des Drehschalters.
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Die dargestellten Schalteinrichtungen dienen zur Temperatursteuerung
und Temperaturregelung eines in der Zeichnung nicht wiedergegebenen, elektrisch
beheizten Haushaltbackofens, bei welchem in einer Backmuffel dem zu behandelnden
Brat- oder Backgut Heißluft zugeführt wird, welche mit einem durch einen Elektromotor
angetriebenen Lüfter während des Brat- oder Backvorganges in der Muffel im Umlauf
gehalten wird. Zur Überwachung der Temperatur der Heißluft ragt in die Backofenmuffel
ein in der Zeichnung mit T angedeuteter Thermostat hinein Dieser Thermostat weist
insgesamt sieben Temperaturstufen auf, die bei steigender Temperatur nacheinander
öffende Temperaturkontaktpaare haben. In den Fig. l und 4 sind diese Temperaturkontaktpaare
jeweils in ihrer Schließ-Stellung wiedergegeben. Unmittelbar neben den einzelnen
Kontaktpaaren ist die Temperatur eingetragen, bei welcher in dem zugrundegelegten
Beispielsfalle das jeweilige Temperaturkontaktpaar öffnet. In den Stromlaufplänen
nach Fig. 1 und 4 ist außerdem für beide Ausführungstaspiele vorgesehen, daß die
Ruhekontakte der einzelnen Temperaturkontaktpaare untereinander über eine Leitung
20 verbunden sind, die zu dem bei 21 angedeuteten Heizkörper des Backofens führt.
Der jeweilige Einschalten zustand des Heizkörpers 21 wird durch eine parallel geschaltete
Glimmlampe 22 angezeigt, die zusammen mit dem Heizkörper 21 an eine gemeinsame Masseleitung
23 angeschlossen ist, an welcher auch der bei 24 angebutete Motor des im ubrigen
nicht dargestellten Lüfters für die Heißluft wie auch eine beim Betrieb des Backofens
brennende, zur Beleuchtung der Backofenmuffel
dienende Glühlampe
25 liegt.
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Beiden Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, daß von den in den Fig.
3 und 5 angegebenen sieben Programmen jeweils die Programme 4 bis 7 zu von 1400
C über 1600 und 1800 C auf 2000 C ansteigenden Temperaturstufen gehören, die jeweils
nach dem ersten Einschalten kurzzeitig um einen Über-Temperaturwert von 200 C überschritten
werden. Sobald die um 20° höher liegende, in den Fig. 3 und 5 jeweils in Klammern
gesetzte Über-Temperatur erreicht ist, wird von oben her mit der nicht erhöhten
Temperaturstufe durch den Thermostaten T weitergeregelt, und zwar in der Weise,
daß der Heizkörper 21 jeweils solange durch das zugehaige Temperaturkontaktpaar
der vorgewählten Temperaturstufe ausgeschaltet wird, bis die Heißlufttemperatur
unter den jeweiligen Sollwert absinkt und dadurch die Temperaturkontaktpaare erneut
schließen und den Heizkörper einschalten.
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Bei beiden Ausführungsbeispielen ist außerdem eine Programmstufe 1
vorgesehen, die vornehmlich zum Braten von rohem Fleisch dient und eine gegenüber
dem vorgewählten Temperaturwert von 1400 C um 400 auf 1800 erhöhte Über-Temperatur
kurzzeitig zur Beschleunigung des Anbratvorganges ermöglicht.
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Zur Vorwahl der einzelnen Programmstufen 1 bis 7 und ihrer zugehörigen,
sich aus den Fig. 3 und 5 ergebenden Temperaturstufen ist beim ersten Ausfülrungsbeispiel
ein Drucktastenschalter mit sieben Drucktasten vorgesehen, während beim zweiten
Ausführungsbeispiel ein im einzelnen nicht dargestellter Drehschalter vorgesehen
ist, auf welchen weiter unten näher eingegangen wird.
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Im Drucktastenschalter nach Fig. 2-ist jeder der Drucktasten 1 bis
7 ein erstes Netzkontaktpaar a und ein zweites Netzkontaktpaar b zugeordnet. Die
ersten Netzkontaktpaare la bis 7a sind untereinander parallel geschaltet und liegen
zwischen einer Lietzzuleitung L und einer gemeinsamen Versorgungsleitung 26, an
welche der Motor 24 und die lampe 25 unmittelbar angeschlossen ist. Die zweiten
Netzkontaktpaare 1b bis 7b liegen zwischen dem Null-Leiter N und der gemeinsamen,
die zweite Versorgungsleitung bildenden Masseleitung 23. Von den jeweils mit Über-Temperatur
arbeitenden Programmstüfen 1 und 4 bis 7 weisen nur die zugehörigen Drucktasten
1 sowie 5 und 6 im Ruhezustand geschlossene Kontaktpaare c, d und e auf, während
die Drucktasten 2 bis 4 und 7 nur jeweils zwei Ruhekontaktpaarec, d aufweist. Alle
Kontaktpaare c, d und e sind so mit ihrer zugehörigen Drucktaste verbunden, daß
sie in ihre Offensti lung gehen, wenn ihre Drucktaste zur Vorwahl des gewünschten
Programms gedrückt wird. Die bei der Vorwahl ihrer Temperaturstufe durch Drücken
iher zugehörigen Drucktaste in die Offenstellung gehenden Schalter c und d sind
untereinander derart verbunden, daß beim Drücken mehr Drucktasten jeweils von den
dabei vorgewählten Temperaturstufen nur die niedrigste wirksam wird. Hierzu ist
das Kontaktpaar 2d unmittelbar an die Versorgungsleitung 26 arg eschlossen und mit
dem Temperaturkontaktpaar für 1000 C verbunden. In Reihe zu 2d liegt der zur dritten
Drucktaste gehörende.Schaltkontakt 3d, der mit dem zur Programmstufe 1 gehörenden
Schaltkontakt ld und über eine Leitung 28 zu dem bei 14000
~DfSenden
Temperaturkontalctpaar des Thermostaten T führt. Mit dem Kontakt ld liegt der zur
vierten Drucktaste gehende Schaltkontakt 4d in Reihe, von welchem eine Verbindungsleitung
29 zu dem 1600-Temperaturkontaktpaar führt. In dieser Verbindungsleitung 29 liegt
der Schaltkontakt lc, der dafür sorgt, daß die Kontaktstufe 160° C übersprungen
wird, wenn die erste Programmstufe gewählt ist und die Über-Temperatur bis zu 1800
C reichen soll. Die zu dem 1800-Kontaktpaar führende Verbindungsleitung 30 ist an
den Vebindungspunkt zwischen den beiden untereinander parallel-geschalteten mit
dem Kontakt 4d verbundenen Schaltkontakten 5c und 5d und den beiden ebenfalls untereinander
parallel-ges chalteten Schaltkontakten 6c und 6d geführt, hinter denen eine Verbindungsleitung
31 zu dem bei 2000 öffnenden Temperaturkontaktpaar führt. Das bei 2200 öffnende
Temperaturkontaktpaar ist einerseits über einen Schaltkontakt 7c mit der Verbindungsleitung
31 und andererseits über die in Reihe geschalteten Schaltkontakte 3c und 2c sowie
einen Ruhekontakt R1 mit der Versorgungsleitung 26 verbunden. Dieses Ruhekontaktpaar
R 1 gehört zu einem Relais R, das außerdem einen als Schließer ausgebildeten Selbsthaltekontakt
R 2 im Zuge seiner zur Versrgungsleitung 26 rührenden Anschlußleitung 32 und außerdem
ein zweites Ruhekontaktpaar R 3 enthält.
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Das Relais R soll erst dann erregt werden, und seinen Ruhekontakt
R 1 öf2ea , wenn eine der für Über-Temperatur vorgesehenen zu den Programmen 1'
und 4 bis 7 gehörenden Temperaturstufen mit einem für die Weiterregelung maßgebenden
Temperaturwert von 1400, 1600, .1800 oder 2000 vorgewählt worden ist und die
zugehörige
Über-Temperatur erreicht wird. Hierzu ist jedem Temperaturkontaktpaar, das zu diesen
Temperaturstufen gehört, einer von fünf Umschaltkontakten 35 bis 39 zugeordnet.
Der zu dem bei 2200 öffnenden Kontaktpaar gehörende Umschaltkontakt 39 steht mit
dem zweiten Arbeitskontaktpaar R 3 des Relais1 R und iflit dem Schaltkontakt 7d
in Verbindung, welcher zu dem beim Uberschreiten von 2000 betätigten Umschaltkontakt
38 und zu dem Schaltkontakt 6e fübrt, welcher am Umschaltkontakt für 1800 liegt.
Um bei der Vorwahl des Programmes 5 über die zugehörige Temperaturstufe von 1600
hinaus eine Anheizstufe bis auf 1800 C zu ermDglichen, andererseits jedoch bei Vorwahl
des Programms 1 den zu 1600 gehörenden Umschaltkontakt 36 überspringen zu können,
ist zwischen den beiden Umschaltkontakten 36 und 37 die Reihenschaltung aus den
beiden Schaltkontakten 5e und le vorgesehen. Zwischen dem Umschaltkontakt 36 und
dem zum Temperaturkontaktpaar 1400 gehrenden Unschaltkotakt 35 liegt der zur vierten
Drucktaste gehörende Schaltkontakt 4c, der nach dem in Fig. 3 wiedergegebenen Schließplan
geoffne gst, wenn das Programm 4 vorgewählt wird, sonst aber stets geschlossen bleibt.
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Gemäß dem Stromlaufplan nach Fig. 1 ergibt sich für das erste Ausführungsbeispiel
folgende Wirkungsweise: Wenn durch Drücken der Programmtaste 1 die Temperaturstufe
140 mit einer automatisch zugeordneten Temperaturübersteuerung bis auf 1800 eingestellt
wird,
schließen die Netzkont9te la und 1b . Dann wird die Temperaturstufe
140° über die Verbindungsleitung 28 eingeschaltet, die Temperaturstufe 1600 durch
den beim Drücken der ersten Drucktaste sich öffnenden Schaltkontakt 1d und den ebenfalls
geöffneten Kontakt 1c ausgeblendet. Demgegenüber erhält das bei 1800 öffnende Temperaturkontaktpaar
über den Ruhekontakt R 1 des Relais? R und die beiden geschlossenen Kontakte 2c
und 3c Spannung über die ebenfalls geschlossenen Kontakte 7c und 6c bzw. 6d. Der
Umschaltkontakt 35 und ebenso der Umschaltkontakt 36 ist durch den dann geöffnetenSchaltkontakt
le außer Wirkung gesetzt.
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Über den Relaiskontakt R 1 und die zu 1400 und 1800 gehörenden Temperaturkontaktpaare
wird der Heizkörper 21 an Spannung gelegt und heizt die Luft in der 3ackofenmuffel
über 1400 hinaus, weil der zu dieser Temperaturstufe gehörende Umschaltkontakt 35
ebenso wie der zu 1600 gehörende Umschaltkontakt 36 außer Wirkung gesetzt ist. Erst
wenn 1800 überschritten sind, wird über den Umschaltkontakt 37,, den Schaltkontakt
6e und 7d sowie den Ruhekontakt R 3 die Erregerwicklung des Relais' R mit Strom
versorgt, Sobald dieses Relais anzieht,-werden die beiden Ruhekontakte R 1 und R
3 geöffnet und gleichzeitig der Selbsthalte-kontakt R 2 geschlossen, welcher bewirkt,
daß das Relais R eingeschaltet bleibt. Dies hat zur Folge, daß die zum Temperaturkontaktpaar
der 180 0-Stufe führende Verbindungsleitung 30 von der Versorgungsleitung 26 durch
das geöffnete Ruhekontaktpaar R 1 abgetrennt bleD t und nur noch das zur Temperaturstufe'
140 gehörende Tperaturkontaktpaar über die Leitung 28 an Spannung liegt0 Dieses
Temperaturkontaktpaar ist jedoch
im Umschaltaugenblick geöffnet
und der HeizkJrper 21 kann demzufolge solange nicht mit Strom versorgt werden, bis
dieses Teqperaturkontaktpaar beim Absinken der Heißlufttemperatur unter 1400 erneut
in seine Schließstellung gelangt und dann die Heißlufttemperatur durch taktweise
Einschaltung des Heizkörpers auf diesem Temperaturwert weiterregelt.
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Nach Beendigung des Brat- bzw, Bacinnrganges wird die Taste erneut
gedrückt und erfährt dabei einen Überhub, der sie in die Null-Stellung zurückgelangen
läßt. Dabei werden die Netzkontakte la und lb erneut geöffnet, was zur Folge hat,
daß das Relais R , der Heizkörper 21, der Motor 24 und die Beleuchtung durch die
lampe 25 abgeschaltet werden.
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Um die für die Programmstufen 4 bis 7 gültige Wirkungsweise darstellen
zu können, bei welcher die Über-Temperatur nur jeweils um 200 angehoben ist, wird
angenommen, daß zur l der Programmstufe 4 die Drucktaste 4 gedrückt wird.
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Wie der Schlietian nach Fig. 3 erkennen läßt, sind bei gedrückter
Drucktaste 4 sämtliche Kontakte mit Ausnahme der Schaltkontakte 4c und 4d geschlossen.
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Bei geöffnetem Schaltkontakt 4c ist zwar der zur Temperaturstufe 1400
gehörende Umschaltkontakt 35 nicht wirksam, während andererseits die Temperatursture
1600 zur Begrenzung der kurzzeitig wirksam werdenden Über-Temperatur über den geschlossene:
Schaltkontakt ic trotz des geöffneten Schaltkontaktes 4d über die geschlossenen
Schaltkontakte 5c, 5d, 6c, 6d und 7c
sowie 3c, 2c und R 1 an Spannung
liegt. Auch wenn nach dem Einschalten nacheinander die zu 50°C, 100° und 140°C gehörenden
Temperaturkontaktpaare in ihre Offenstellung gelangen, bleibt trotzdem der Heizkörper
21 über die Temperaturkontakte 1600 solange eingeschaltet, bis die Heißluft den
Temperaturwert 160°C überschrei-Xt und der Umschaltkontakt 36 zur Wirkung kommt,
wobei über die dann geschlossenen Kontakte le, 5e, 6e, 7d und R 3 das Relais R eingeschaltet
wird und sich in seinerEinschaltstellung über den dann geschlossenen Arbeitskontakt
R 2 eingeschaltet hält. Im Einschaltzustand des-Relais" R ist nicht nur der Ruhekontakt
R 3 geöffnet, sondern rauch der Ruhekontakt R 1 des Relais?, welcher die zu Temperaturwerten
oberhalb von 1600 grenden Temperaturkontakte im Zusammenwirkan mit dem ebenfalls
geöffneten Schaltkontakt 4d von der'Versorgungsleitung 26 abgeschaltet hält. Der
seither über den Ruhekontakt R 1 fließende Heizstrom des Heizkörpers 21 wird somit
unterbrochen. Infolge der fehlenden AuCheizulE sinkt die Temperatur der Heißluft
in der Backmuffel soweit ab, bis schließlich von oben her mit der nicht erhöhten
Temperaturstufe 1400 der Heizkörper 21 erneut eingeschaltet und taktweise auf diese
Temperaturstufe von 1400 weitergeregelt wird.
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In gleicher Weise, wie oben für die Programmstufe 4 beschrieben, arbeiten
auch die Programmstufen 5, 6 und 7, bei welchen jeweils während der Anheizphase
bis auf eine um 200 C höher liegende Über-Temperatur hochgeheizt wird und erst nach
dem An'sprechen des Relais' R auf der nicht erhöhten, durch die Drucktaste vorgewählten
Temperaturstufe weitergeregelt wird.
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Die oben beschriebene Schalteinrichtung ist in ihrem Aufbau so gewählt,
daß bei Vorwahl einer der verschiedenen Temperaturstufen die höher liegenden Temperaturstufen
über df e die Drucktasten-Schaltkontakte c, d und e ausgeblendet werden. Daraus
ergibt sich außerdem der Vorteil, daß bei gleichzeitigem Drücken mehrerer Temperaturwahl-Drucktasten
nur jeweils die niedrigste Temperaturstufe wirksam wird.
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Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 erfolgt die
Ein- und Ausschaltung der Schalteinrichtung durch eine. unabhängig betätigbare Drucktaste
D, deren Kontaktpaare dl und d2 mit einer Anschlußleitung L bzw. einem Null Leiter
N verbunden sind und in geschlossenem Zustand die Versorgungsleitung 26 und die
gemeinsame Ptsseleitung 23 an Spannung legen.
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Die Vorwahl der einzelnen Programmstufen 1 bis 7, denen die gleichen
Temperaturstufen bzw. Temperaturbereiche wie beim vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel
zugeordnet sind, erfolgt hier durch einen im einzelnen nicht näher dargestellten
Dreh- oder Knebelschalter, der in bekannter Weise eine mit versetzten Nocken versehene,
auf sieben verschiedene Drehstellungen einstellbare Nockenwelle aufweist, mit welcher
insgesamtsYDlf Kontaktpaare 1 bis 12 zusammenarbeiten, wie sich aus Fig. 5 ergibt.
Alle diese Kontaktpaare sind in ihrer Ruhestellung geöffnet und gelangen nur dann
in ihre Schließstellung, die in Fig. 5 durch einen kräftigen Strich markiert ist,
wenn sie von ihrem zugehörigen Nocken gegeneinander gedrückt werden.
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Um mit möglichst wenigen Schaltkontaktpaaren am Drehschalter auskommen
zu können, ist jeweils nur den Temperaturstufen von mehr als 140C eines der Schaltkontaktpaare
10, 11 bzw. 12 zugeordnet. Diese Schaltkontakte verbinden die mit gleichen Bezugszeichen
wie in Fig. 1 versehenen Umschaltkontakte 36 bis 38 der Temperaturstufen 1600, 1800
und 2000 mit der Erregerwicklung des Relais R, an welche der Umschaltkontakt 39
der höchsten Thermostatstufe 220° unmittelbar angeschlossen ist.
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Das Kontaktpaar der Temperaturstufe 50°C ist unmittelbar über eine
Leitung 41 an de Versorgungsleitung 26 angeschlossen, während die Temperaturstufe
1000 über ein Schaltkontaktpaar 1, die Temperaturstufe 1400 über ein Schaltkontaktpaar
2, die Temperaturstufe 1600 über ein Schaltkontaktpaar 3 und die Temperaturstufe
1800 über ein Schaltkontaktpaar 4 sowie die Temperaturstufe 200? über ein Schaltkontaktpaar
5 mit dieser Vers orgungs leitung 26 verbindbar sind. Außerdem sind die zur Begrenzung
der jeweiligen Über-Temperaturen dienenden Temperaturstufen 1600, 1800, 2000 und
2200 in dieser Reihenfolge über je eines der Schaltkontaktpaare 6 bis 9 an den Ruhekontakt
R 1 des Relais? R angeschlossen. ^ Hierdurch ergibt sich folgende Arbeitsweise:
Wenn wie beim ersten Ausführungsbeispiel zum Braten von rohem Fleisch die Programmstufe
1 eingestellt wird, welche eine Über-Temperatur von 1800 vorprogrammiert enthält,
werden die Schaltkontakte 2,
7 sowie 11 und 12 gescHDssen. Nach
dem Einigen der Netzdrucktaste D gelangen das Temperaturkontaktpaar der Temperaturstufe
1400 wie auch das Temperaturkontaktpaar der Temperaturstufe 1800 an Spannung.
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Der Heizstrom des Heizkörpers 21 kann demgemäß auch das noch aufrechterhalten
werden, wenn die Heißluft 140° überschreitet und das zu dieser Temperaturstufe gehörende
Schaltkontaktpar öffnet. Erst wenn 1800C überschritten werden,wird über den Umschaltkontakt
37 der Temperaturstufe 1800 die Erregerwicklung des Relais' R mit Strom versorgt,
wobei der seither geschlossene Ruhekontakt R 1 des Relais' öffnet und den seither
Sießenden Heizstrom unterbricht, während gleichzeitig der Selbsthaltekontakt R 2
schließt und das Relais in erregtem Zustand weiterhin hält.
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Dies auch dann, wenn wegen des fehlenden Heizstromes die Smperatur
der Heißluft in der Backofenmuffel unter 18000 sinkt und demzufolge der Umschaltkontakt
37 stromlos wird. Erst wenn die Temperatur im Backofen auf 1400 absinkt, schließen
die zu dieser Temperaturstufe gehörenden Temperatur kontakte erneut und kDnnen dann
über die geschlossenen Schaltkontakte 2 den Heizkörper erneut mit Strom versrgen
und in bekannter taktender Weise die BrkH bzw. Backtemperatur auf diesem Temperaturwert
von 1400 halten.
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Wenn dagegen die Programmstufe 4 eingestellt wird, bei welcher während
der Anheizphase nur eine Über-Temperatur von 160 erreicht werden, dann jedoch auf
140° weitergeregelt werden soll, ist statt des Kontaktes 7 nunmehr der Kontakt 6
ges^hlossen und
verbindet die Temperaturstufe 160° mit dem Ruhekontakt
R 1 des Relais R. Dadurch kann die Über-Temperatur lediglich auf 1600 ansteigen,
weil dann über das ebenfalls geschlossene Schaltkontaktpaar 10 bereits bei 1600
über den Umschaltkontakt 36 eine Erregung des Relais' bewirkt wird, was zur Folge
hat, daß der seither fließende Heizstrom von dem sich öffnenden Ruhekontakt R 1
des Relais' R in der oben beschriebenen Weise unterbrochen wird. Dann ist nur noch
die Temperaturstufe 1400 des Thermostaten T wirksam und regelt die Backofentemperatur
auf 1400 durch taktendes Ein-und Ausschalten des Heizkörpers 21 ein.
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(Ansprüche)