-
Magazin zur Aufnahme von Kartuschen Zusatz zu Patent ....... (Deutsche
Patentanmeldung P 23 05 219.9) Die Erfindung dient einer Verbesserung des Gegenstandes
des Hauptpatentes.
-
Das Hauptpatent betrifft ein Einwegmagazin mit platten- oder streifenformigem
MagazinköWrper und mit von einem Ringwulst umstandener Kartuschenaufnahme, wobei
in der Kartuschenaufnahme ein hüsenloser Treibsatz angeordnet ist
Bei
pulverkraftbetriebenen Setzgeräten ist es erforderlich, dass whrend dem Zündvorgang
die Kartuschen in einer dichten Zündkammer angeordnet sind. Dies bewirkt, dass einerseits
sämtliche entstehenden Pulvergase für den Arbeitsvorgang zur Verfügung stehen und
andererseits keine austretenden heissen Pulvergase allfällige Schäden, wie Verbrennungen
oder dergleichen anrichten können. Da insbesondere die der Abdichttung dienenden
Geräteteile erheblichen Verschmutzungen ausgesetzt sind, ist es praktisch unvermeidlich,
dass nach einer gewissen Anzahl Setzvorgängen die Abdichtung nachlässt. Die dadurch
entweichenden geringfügigen Anteile an heissen Pulvergasen führen bei einem Gerät,
wo einzelne Kartuschen Anwendung finden, höchstens zu elnefli Leistungsabf all und
können weiter keine Schäden anrichten. Eine erhebliche Problematik tritt aber auf,
wenn anstelle der e rizeln im Gerät einsetzbaren Kartuschen Magazine verwendet werden1
in denen die Kartuschen einander benachbart angeordnet sind. Insbesondere bei der
Verwendung von hülsenlosen Treibladungen entsteht damit die Gefahr, dass durch die
entweichenden heissen Pulvergase eine Zündung der weiteren im Magazin angeordneten
Treibladungen erfolgen kann.
-
Bei einem Magazin gemäss dem Hauptpatent wurde versucht, dieser Problematik
durch Anordnen eines Ringwulstes entgegenzuwirken.
-
Die Höhe dieses Ringwulstes kann entweder der Höhe der Treibladungen
entsprechen, oder diese geringfügig überragen.
-
Es hat sich nun aber gezeigt, dass auch bei einem derartigen bekannten
Magazin die eingangs geschilderte Problematik nicht vollends behoben wird, da sich
im Laufe der Zeit die der Dichtung dienenden Geräteteile derart verschmutzen können,
dass ein Abströmen von geringfügigen Anteilen an Pulvergasen möglich ist
Es
wurde nun erkannt, dass bei einem Magazin, insbesondere nach dem Hauptpatent , der
geschilderten Problematik entgegengewirkt werden kann, wenn der Ringwulst mit einem
rohrförmigen, koaxial angeordneten elastischen Ansatz versehen ist.
-
Der elastische Ansatz ergibt eine dynamische Abdichtung. Durch den
bei der Zündung des Treibsatzes entstehenden Gasdruck wird der Ansatz radial aufgeweitet
und liegt dann dichtend an der ihn umgebenden Wand des Gerätes an. Durch die elastische
Verformbarkeit des Ansatzes kann dieser gegenüber der ihn aufnehmenden, geräteseitigen
Bohrung Spiel aufweisen, sodass das Einführen und Herausziehen des Ansatzes im Gerät
ohne Widerstand erfolgt.
-
Eine Verlängerung des Ringwulstes hat ausserdem den Vorteil, dass
sich im, dem Kartuschenlager benachbarten Teil des Gerätes keine Verbrennungsrückstände
ansammeln können.
-
Damit bei der radialen Aufweitung des elastischen Ansatzes keine hohen
Spannungen oder Risse entstehen, ist es zweckmässig, wenn der Aussendurchmesser
des rohrförmigen Ansatzes etwa dem kleinsten Aussendurchmesser des Ringwulstes entspricht.
Durch eine solche Ausbildung wird auch das Einführen jeweils eines Einsatzes in
die geräteseitige Aufnahme erleichtert.
-
Damit der Ansatz eine genügende Elastizität und eine für die Handhabung
des Magazines erforderliche Festigkeit erhält, beträgt die Wandstärke des rohrförmigen
Ansatzes 5 bis 10% des Aussendurchmessers des Ansatzes. Bei der Festlegung der Wandstärke
ist zu berücksichtigen, dass solche Einwegmagazine zweckmässigerweise aus Kunststoff
bestehen und bei der Zündung des Treibsatzes extrem- hohen Temperaturen ausgesetzt
sind.
-
Um eine gute Abdichtung zu erreichen, ist vorzugsweise die Länge der
rohrförmigen Ansatzes etwa gleich dessen Aussendurch messer Die Erfindung soll nunmehr
anhand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnungen näher erläutert werden.
-
Es zeigen: Fig. 1 einen Teil eines Magazines gemäss Erfindung, teilweise
geschnitten Fig. 2 das Magazin gemäss Fig. 1 mit darübergeschobenem Lauf ende eines
pulverkraftbetriebenen Setzgerätes Das in der Fig. 1 gezeigte Magazin besteht aus
einem flachen bandförmigen Magazinkörper 1, in dem Kartuschenaufnahmen 2 angeordnet
sind. Die Kartuschenaufnahmen 2 werden von einem Ringwulst 3 umgeben. Der Ringwulst
3 weist eine sich vom Magazin körper 1 weg konisch verjüngende Aussenwandung auf.
Anschliessend an den Ringwulst und koaxial dazu verläuft ein rohrförmiger Ansatz
4. Magazinkörper 1, Ringwulst 3 und Ansatz 4 sind einstückig und aus demselben Material
gebildet. Sie können jedoch auch getrennt hergestellt und aus verschiedenen Materialien
zusammengesetzt sein. In der Kartuschenaufnahme 2 ist ein hülsenloser Treibsatz
5 angeordnet.
-
Der Aussendurchmesser (d) des rohrförmigen Ansatzes entspricht etwa
dem kleinsten Aussendurchmesser des Ringwulstes. Die Wand stärke (s) wird vorzugsweise
so gewählt, dass sie etwa 5 bis 10 % des Aussendurchmessers beträgt. Für eine gute
Dichtwirkung ist die Länge des rohrförmigen Ansatzes (h) etwa gleich dessen Aussendurchmesser
(d).
-
Aus Fig. 2 ist ein Teil des Magazines gemäss Fig. 1 ersichtlich, wobei
ein nur teilweise dargestellter Lauf 11 eines an sich bekannten Setzgerätes darüber
geschoben ist. Im Lauf 11 ist ein ebenfalls nur teilweise dargestellter Treibkolben
12 axial verschiebbar gelagert. Der Lauf 11 weist an seinem rückwärtigen Ende einen
ringförmigen Ansatz 13 auf. Ausserdem ist der Lauf mit einem Zündstift 14 versehen.
Beim Aufschlagen des Zündstiftes 14 auf den Treibsatz 5 wird dieser gezündet. Die
entstehenden Pulvergase gelangen durch Gasströmkanäle 15 in den Arbeitsraum 16 und
beaufschlagen dort die Rückseite des Eintreibkolbens 12. Durch den nach allen Seiten
wirkenden Gasdruck wird der rohrförmige Ansatz 4 radial aufgeweitet und legt sich
gegen die Wand des ihn umgebenden rlnyfönmigen Ansatzes 13 am Lauf 11. Ein-Entweichen
der Pulvergase nach hinten ist somit nicht möglich. Nach dem Entspannen des Gasdruckes
kann der Lauf leicht wieder vom Magazin getrennt werden.