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DE2335555C3 - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von verzinntem Stahl mit einer Chrom (Vl)ionen enthaltenden Lösung - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenbehandlung von verzinntem Stahl mit einer Chrom (Vl)ionen enthaltenden Lösung

Info

Publication number
DE2335555C3
DE2335555C3 DE19732335555 DE2335555A DE2335555C3 DE 2335555 C3 DE2335555 C3 DE 2335555C3 DE 19732335555 DE19732335555 DE 19732335555 DE 2335555 A DE2335555 A DE 2335555A DE 2335555 C3 DE2335555 C3 DE 2335555C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
treatment
tin
chromate
solution
tinplate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19732335555
Other languages
English (en)
Other versions
DE2335555A1 (de
DE2335555B2 (de
Inventor
Shunichi; Yoshihara Takahisa; Chiba Harada (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JFE Steel Corp
Original Assignee
Kawasaki Steel Corp
Filing date
Publication date
Application filed by Kawasaki Steel Corp filed Critical Kawasaki Steel Corp
Priority to DE19732335555 priority Critical patent/DE2335555C3/de
Publication of DE2335555A1 publication Critical patent/DE2335555A1/de
Publication of DE2335555B2 publication Critical patent/DE2335555B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2335555C3 publication Critical patent/DE2335555C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die derart mit einer Schutzschicht versehenen 55 darin zu sehen, daß durch die erfindungsgemäße zinnplattierten Stahlbleche können jedoch höchsten Erhitzung des mit Chromat behandelten Weißblechs Ansprüchen noch nicht genügen. auf eine Temperatur, die oberhalb der Schmelztempe-
Aus der Zeitschrift »Werkstoffe und Korrosion« ratur des Zinns liegt, ein Passivierungseffekt hervorge-(1951, Heft8, S. 289 bis 292) ist es bekannt, daß rufen wird, der den behandelten Werkstoff eine außerverzinnte Bleche für Verpackungszwecke mit Hilfe von 60 ordentlich hohe Ständigkeit gegen den Angriff von Chromaten, wie Kaliumdichromat, passiviert werden Schwefel erteilt. Außerdem zeigt das erfindungsgemäß können, um auf diese Weise einen Schutz gegen korro- behandelte Weißblech eine stark verringerte Neigung dierende Angriffe zu erhalten. Die Schutzwirkung zur Lösung des Zinns unter dem Angriff von Fruchtwird dabei durch einen elektrochemischen Vorgang, säuren, ein ausgezeichnetes Haftvermögen für Lacke die sogenannte anodische Polarisation, hervorgerufen. 65 u. dgl. und einen ansprechenden Glanz.
Der pH-Wert dieser Chromatlösungen liegt zwischen Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung wer-
7,5 und 9,5. Die Passivierungsbehandlung erfolgt mit den im folgenden an Hand von Beispielen näher auf etwa 8O0C erwärmten Lösungen durch Tauchen erläutert.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein auch als Grundblech bezeichnetes kaltgewalztes Blech aus kohlenstoffarmen Stahl elektrolytisch gereinigt, mit Wasser abgespült, mit Säure gebeizt und erneut mit Wasser abgespült, wie bei der üblichen Zinn-Elektroplattierung gebräuchlich. Es ist üblich, den Zinnfilm unmittelbar nach dem Aufbringen durch Elektroplattierung einer Aufschmeizbehandlung zu unterziehen. Demgegenüber wird erfindungsgemäß die Aufschmelzbehandlung nach der Chromatbehandlung vorgenommen. Die Chromatbehandlung kann beispielsweise unter den folgenden Bedingungen durchgeführt werden:
15
Badzusammensetzung.. wäßrige Lösung von 10 bis 50 g Natriumdichromat pro Liter
20 pH-Wert 3,0 bis 5,0
Temperatur Raumtemperatur bis
700C
Stromdichte 0,1 bis 10 A/dm2
Behandlungszeit 0,1 bis 3 Sekunden
Polarität kathodische Elektrolyse
unter Verwendung von Weißblech als Kathode Natriumcarbonat, Natriumdichromat. Die anodische Behandlung mit Natriumcarbonat führt zui Bildung eines Oxidfilmes, ein solcher Oxidfilm wird jedoch beim Erhitzen nicht in einen stark schwefelbeständigen Film umgewandelt. Es wird angenommen, daß die Anwesenheit einer geringen Menge von Chromoxid auf dem elektroplattierten Zinnfilm die Ursache für die Bildung einer Oberflächenschicht ist, die eine hohe Schwefelbeständigkeit aufweist
Erfindungsgemäß ist es auch möglich, nach dem Erhitzen das Weißblech (das verzinnte Eisenblech) einer sogenannten chemischen Behandlung zu unterziehen. Durch die chemische Behandlung wird die Schwefelbeständigkeit weiter verbessert und eine übermäßige Auflösung des Zinns unterdrückt. Unter dieser chemischen Behandlung ist die übliche kathodische Behandlung in einer wäßrigen Dichio-natlösung zu verstehen, die unmittelbar nach dei Aufschmelzbehandlung angewendet wird.
Es wurden Vergleichsversuche in bezug auf verschiedene Eigenschaften von nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelten Weißblechen und üblichen Weißblechen durchgefühlt. Diese Versuche umfaßten Schwefelbeständigkeits-, Zinnauflösungs-, Porositäts (Oberflächenporen)-, Thiocyanat-Tests, die Auflösung von Eisen, die Oxidfilmbildung, die Löibarkeii, ausgedrückt duich die kapillare Steighöhe, die Lackhaftung und den Oberflächenglanz. Die Ergebnisse sind in der weiter unten folgenden Tabelle 1 angegeben. Zur Durchführung dei Tests wurden die folgenden acht Testprobenarten a bis h verwendet. Die Zinnplattierung der Proben betrug jeweils 0,227 kg/ Grundkasten. Die Aufschmelzbehandlung wurde unter jeweils gleichen Bedingungen durchgeführt.
35
Die Chromatbehandlung kann auch durch Eintauchen des Weißbleches in eine Chromsäurelosung durchgeführt werden.
Nachdem der Chromatfilm gebildet worden ist, wird das Weißblech (das verzinnte Eisenblech) beispielsweise durch Widerstandsheizen mit einem hindurchgeschickten elektrischen Strom auf eine Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des Zinns, maximal auf 4000C, vorzugsweise auf 280 bis 3500C, erhitzt. Nach Beendigung des Erhitzens wird das Weißblech abgekühlt. Das Erhitzen auf eine Temperatur oberhalb 4000C führt zu einer nicht akzeptablen schlechten Verformbarkeit desselben. Durch eine Erhitzungstemperatur von mehr als 28O°C wird die Schwefelbeständigkeit verbessert, durch Erhitzen auf mehr als 3500C wird jedoch die Verformbarkeit des Weißbleches beeinträchtigt.
Bei der erfindungsgemäßen Chromatbehandlung kann das Weißblech anstatt als Kathode auch als Anode oder abwechselnd als Kathode und Anode geschaltet werden. In diesem Falle wird die Schwefelbeständigkeit verbessert. Jedoch ist wegen der Bildung einer Oxidschicht vor der Aufschmelzbehandlung dei Glanz des Weißblechs geting. Wenn dahei ein hoher Glanz gewünscht wird, ist dementsprechend die zuletzt genannte Chromatbehandlung nicht geeignet.
Der Grund, warum die Schwefelbeständigkeit durch die erfindungsgemäße Behandlung verbessert werden kann, ist bisher noch nicht genau bekannt. An Hand von Tests wutde jedoch gefunden, daß durch die erfindungsgemäße Behandlung eine bessere Schwefelbeständigkeit erzielt wird als durch anodische Behandlune des Weißbleches in einei Lösung von
a) Verzinnte Stahlbleche wurden durch kathodische Elektrolyse in einer Natriumdichromatlösung einer Chromatbehandlung unterzogen und dann durch Widerstandsheizen auf 290"C durch direktes Anlegen eines elektrischen Stromes einer Aufschmelzbehandlung unterzogen.
b) Bei ebenso behandelten verz:nnten Stahlblechen wurde eine kathodische chemische Behandlung in einer Natriumdichromatlösung mit einer Konzentration von 30 g/l bei 45 C eine Sekunde lang angewendet, wählend die Stromdichte bei 5 A/dm2 gehalten wurde.
c) Bei ebenso wie bei a) behandelten verzinnter Stahlblechen wurde eine kathodische Behandlung in einer Natriumdichiomatlösung mit einei Konzentration von 30 g/l bei 45°C eine Sekunde lang durchgeführt, während die Stromdichte be 1 A/dms gehalten wurde.
d) Verzinnte Stahlbleche wurden durch Eintaucher in eine Chromsäurelosung (30 g/l) bei 8O0C eine: Chromatbehandlung unterzogen, dann wurdi eine Aufschmelzbehandlung angewendet, un< danach wurden die Bleche ebenso weiterbehandel wie bei c).
e) Verzinnte Stahlbleche wurden durch anodisch kathodischc Elektrolyse (kathodische Behandlun; bei 5 A/dm2 für einen Zeitraum von 1 Sekund und anodische Behandlung bei 1 A/dm2 für eine:
5 6
Zeitraum von 0,25 Sekunden) in einer Natrium- Lösungsmittel, wie Trichlorethylen und Tetrachlor-
dichromaüösung (30£/l) einer Chromatbehand- kohlenstoff, gereimgt. Die ^chnittkanten der Test-
lung unterzogen, und dann wurde eine Auf- proben wurden durch Wachs dicht versiegelt und
schaumbehandlung durcheeführt. dann in d,e obengenannte korrodierende Losung
* ε 5 (250 ecm) 15 Minuten lang bei 20 bis 25 C einge-
f) Verzinnte Stahlbleche wurden du,ch anodische taucht. Die Farbe der Lösung nach dem Eintauchen
Elektrolyse (1 A/dm», 1 Sekunde) in einer Na- wurde mittels eines Kolonmeters bestimmt D.e Kon-
triumdichromatlösung (30 g/l) bei 45°C einer zentration der E.sen.onen, ausgedruckt durch mg/dm
Chromatbehandlung unterzogen, und dann wurde wurde auf der Giundlage e.ne, getrennt hergestellten
eine Aufschmelzbehandlung durchgeführt. « Eichkurve bestimmt.
$) Verzinnte Stahlbleche wurden einer Aufschmelz-
behandlvmg unterworfen. Porositäts-(Oberflächenporen-)Test
h) Verzinnte Stahlbleche wurden einer Aufschmelz- 15
behandlung unterzogen, und dann wurde durch rjje Proben wurden 5 Minuten lang in eine ] 0%ipe
kathodische Elektrolyse (5 A/dm2, 1 Sekunde) in Chromsäurelösung von 900C eingetaucht. Nach dem
einer Natriumdichromatlösung (30 g/l) bei 450C gründlichen Waschen mit Wasser wurden die Proben
eine chemische Behandlung durchgeführt. 49 Minuten lang in destilliertes Wasser mit einem
20 pH-Wert von 4,5 bei 95°C eingetaucht. Danach
In jedem Test wurde das folgende Verfahren ange- wurde die Anzahl der Rostflecken mit dem bloßen
wendet: Auge gezählt.
Schwefelbetändigkeitstest 2,
Fisenlösungstest (Eisenlösungsweit ISV)
Die Proben wurden 20 Sekunden lang in eine
Testlösung von 95°C eingetaucht, und die Schwärzung ,. „. . , ,. XI ...
durch Sulfurierung wurde mit dem bloßen Auge Durch d.esen Test wird d.e Menge an gelöstem bestimmt. Die Testlösung enthielt pro Liter 8 g 30 Eisen in einer korrod.erenden Losung unter den
Kaliumpolysulfid und 2 g Natriumhydroxid. Die Bedingungen, unter denen das Zinn etwas starker
Testergebnisse wurden in die folgenden 5 Stunden anodisch ist als das Eisen, bestimmt. Die korro-
eingeteilt: dierende Lösung enthielt die folgenden Bestandteile:
35 NB · überhaupt keine Schwärzung,
Schwefelsäure, 2,18 η 23 ecm
DB: kaum feststellbare Schwärzungsflecken, Ammoniumrhodanat, 40 g/l 25 ecm
SB: schwache Schwärzungsflecken, 40 Wasserstoffperoxidlösung, 3% · · ■ · 2 ecm
EB: geringe Schwärzung über die gesamte Ober- Insgesamt... 50 ecm
fläche,
HB: starke Schwärzung. 45
Es wurden kreisförmige Testproben mit einer wirksamen Oberflächengröße von 2581 mm2 ausgestanzt, in einer 0,5%igen wäßrigen Natriumcarbonat-
Thiocyanattest lösung 30 Sekunden lang bei 1,5 A anodisch behandelt,
_. ^ . 50 mit Wasser gewaschen und unter Verwendung von
Dieser Test dient der quantitatrven Bestimmung Aceton getrocknet
der Menge an Eisenionen, die in einer korrodierenden Die Testprobe wurde in ein die obengenannte
Losung von der exponierten Stahloberfläche durch die korrodierende Lösung enthaltendes 150-ccm-Glas-Oberflachenporen der Zinnschicht herausgelost wer- gefäß eingeführt, und ein mit einem Gewinde versehener den, durch Umwandlung der Eisenionen in rotes Th.o- 55 Kunststoffdeckel wurde so gedreht, daß er die Testcyanat fui d.e Analyse mittels eines Kolonmeters. be zusanimendrückte. Zur Verhinderung einer
Die korrodierende Losung enthielt die folgenden Undichtigkeit wurde eine eisenfreie Dichtung ver-Bestandteile: wendet.
Zum Zeitpunkt der kolorimetrischen Messung wurden
Ammoniumthiocyanat 20 g/l 6° ? ecm der Wasserstoffperoxid lösung zugegeben. Die
P ... in /1 obengenannte korrodierende Lösung wurde 2 Stunden
essigsäure IU g/l ]ang bej 26,7°C mit 2581 mm2 Oberflächengröße der
Wasserstoffperoxidlösung (20volum- Testprobe unter Druck in Kontakt gebracht. Dann
prozentig) 10 g/l wuide mittels des Kolorimeter die Menge an ge-
65 löstem Eisen, ausgedrückt in μg/cmϊ, bestimmt. Wenn die Menge des so bestimmten Eisens zunimmt (großer
Es wurden rechteckige Testproben einer Größe von ISV) unterliegt der verzinnte Stahl einer stärkeren X 8 cm hergestellt und mit einem organischen Korrosion.
Zinnauflösungstest
Die Proben wuidcn vertikal in 100 ecm einei korrodierenden Lösung von 25CC für einen gegebenen Zeitraum eingetaucht. Die Differenz zwischen dem Gewicht der Testprobe vor und nach dem Eintauchen wurde bestimmt, und daraus wurde die Zinnauflösung in der Lösung, ausgedrückt in ppm, errechnet.
Bedingung A
Entgasung der Lösung:
Wärmeentgasungsbehandlung in einer Argongasatmosphäre.
Korrodierende Lösung:
0,4°/0ige Zitronensäure (pH 2,8), NO2 — N (vgl. die weiter unten folgende Tabelle V): 100 ppm (0,61 g/l KNO2).
Testprobendimension:
2,5cm x 10cm(Gesamtoberflächengröße50cm2). Kantenversiegelung der Testprobe:
Keine.
Eintauchzeit:
120 Minuten.
Bedingung B
Entgasung der Lösung:
Keine (der Sauerstoff ist im Gleichgewicht mit Luft gelöst).
Korrodierende Lösung:
0,4°/oige Zitronensäuie (pH 3), NO2-N (vgl. Tabelle V): 20 ppm.
Testprobendimension:
3,0 χ 10 cm (Gesamtoberflächengröße 60 cm*). Kantenversiegelung der Testprobe:
Versiegelt mit Wachs. Eintauchzeit:
60 Minuten.
Oxidschicht
Die Dicke der Oxidschicht bzw. Chromatschicht wurde durch die Elektrizitätsmenge ausgedrückt, die zur Reduktion des Oxids bzw. des Chromats auf der Obernachengrößeneinheit erforderlich war. Zu diesem Zweck wurde das elektrolytische Reduktionsverfahren mit einem Elektrolyt aus einer Ο,ΐη-Kaliumchloridlösung angewendet. Eine Testprobe mit einer gegebenen Oberflächengröße wurde als Kathode verwendet, die von einer Halterung getragen wurde, und es wurde ein konstanter Strom durch die Kathode und eine Kohlestabanode fließen gelassen. Dabei wurden charakteristische Spannungs-Zeit-Kurven erhalten, die als Grundlage für die Bestimmung der Dicke der Oxidschicht verwendet wurden.
Lötbaikeilstest (kapillare Steighöhe)
Dieser Test dient dazu, zu prüfen, ob ein Lötmittel in die seitliche Lötstelle einer Weißblechdose eindringen kann. Es wurden rechteckige Testproben einer Größe von jeweils 75 χ 25 mm hergestellt. Die Längsrichtung der rechteckigen Testprobe fiel mit der Bewegungsrichtung des Stahls während der Zinnplattierung zusammen. Jede Testprobe wurde so gefaltet, daß sie einen kapillaren Abschnitt bildete, der von der verzinnten Oberfläche der Probe umgeben war. Die Probe wurde bis zu einer Tiefe von etwa 5 mm in ein Palmöl eingetaucht, das als Flußmittel wirkte. Dann wurde die Testprobe bei einer gegebenen Temperatur bis zu einer Tiefe von 30 mm eine Minute lang in ein Lötmittelbad eingetaucht. Nach der Herausnahme aus dem Lötmittelbad wurde die Probe schnell mit Wasser abgekühlt.
Das Lötmittel bestand aus 70% Blei und 30% Zinn, und die Temperatur des Lötmittelbades betrug 2770C. Der gefaltete Abschnitt wurde nach dem schnellen Abkühlen geöffnet, und die kapillare Steighöhe oberhalb der oberen Oberfläche des Lötmittelbades wurde bestimmt. Ein große' Wert der kapillaren Steighöhe bedeutet, daß das Weißblech eine gute Lötbarkeit hat.
Lackhaftung
Auf jede Testprobe wurde ein Epoxyphenolfirnis aufgetragen und 10 Minuten lang bei 2000C gebrannt. Die lackierte Oberfläche wurde in Form eines Gitters geritzt. Die geritzte Probe wurde unter Verwendung einer Erichsen-Tiefziehtest-Maschine mit einem kugelförmigen Stempel (Durchmesser 20 mm) bis zu einer Tiefe von 5 mm einer kugelförmigen Streckverfor- formung unterworfen. Es wurden Versuche zum Abziehen der Lackschicht mittels eines Klebestreifens duichgeführt. Diejenigen Testproben, bei denen kein Abziehen möglich war, wurden als »sehr gut« bewertet.
Glanz
Der Glanz der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelten Weißblechproben wurde bestimmt und in °£, bezogen auf den Glanz dei Vergleichsprobe von üblichen Weißblechen, ausgedrückt.
Wie aus der nachstehenden Tabelle I hervorgeht, weist das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelte, d. h. der Chromatbehandlung unmittelbar nach der Zinnplattierung und der anschließenden Auf- Schmelzbehandlung unterworfene, verzinnte Stahl blech eine viel höhere Schwefelbeständigkeit auf als ein konventionelles verzinntes Stahlblech ohne eine chemische Behandlung. Daneben kann die Anzahl der
609 647 im
9 10
Cberflächenporen, bestimmt durch den Heißwassei- daß beim Erhitzen des Weißbleches, das nur einen test, nach dem erfindungsgemäßen Behandlungsver- Zinnüberzug aufwies, keine Verbesserung der Schwefahren auf die Hälfte bis ein Drittel verringert werden. felbeständigkeit erzielt wurde, kann man annehmen, Der Testwert des Thiocyanattests kann ebenfalls durch daß die auf der Zinnschicht durch die Chrombehanddas erfindungsgemäße Behandlungsverfahren auf etwa s lung abgelagerten Chromoxide beim Erhitzen eine zwei Drittel herabgesetzt werden. gegen Schwefel hochbeständige Schicht bilden.
Andererseits werden die Zinnauflösung, die Lot- Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele
barkeit (die kapillare Steighöhe), die Lackhaftung und näher erläutert, der Glanz des verzinnten Stahlbleches durch die erfindungsgemäße Behandlung nicht beeinträchtigt io
Wenn die chemische Behandlung, d. h. die kathodi- Beispiel 1
sehe elektrolytische Behandlung mit einer Natriumdi-
chromatlösung, nach der Aufschmelzbehandlung in Grundbleche aus einem kaltgewalzten, kohlenstoff-
dem erfindungsgemäßen Verfahren angewendet wird, armen Stahl wurden durch elekttolytische Reinigung, kann dadurch die Schwefelbeständigkeit gegenüber der- 15 durch Abspülen mit Wasser, durch Beizen mit Säure jenigen eines in ähnlicher Weise behandelten konven- und durch Abspülen mit Wasser vorbehandelt, dann tionellen Weißbleches stark verbessert werden, was mit Zinn plattiert (5,6 g/m1) und erneut mit Wasser aus der Tabelle I hervorgeht Die chemische Be- abgespült. Dann wurde der auf diese Weise mit Zinn handlung nach der Aufschmelzbehandlung ist auch plattierte Stahl durch kathodische Elektrolyse in einer wirksam in bezug auf die Herabsetzung der Anzahl der *o 30 g Natriumdichromat pro Liter enthaltenden Lösung Oberflächenporen und die drastische Reduzierung des bei 450C mit einer Stromdichte von 5 A/dm* 0,5 Se-Thiocyanattestwertes auf weniger als die Hälfte. künden lang einer Chromatbehandlung unterzogen. Außerdem kann durch die chemische Behandlung Anschließend wurde er durch elektrisches Widernach der Aufschmelzbehandlung eine wesentliche Ver- Standsheizen durch direktes Anlegen eines elektrischen besserung in bezug auf die Zinnauflösung erzielt wer- »5 Stromes einer Aufschmelzbehandlung bei 290° C den, so daß dadurch die unerwünschte, übermäßige unterworfen, und danach wurde durch kathodische Auflösung des Zinns vollständig eliminiert werden Elektrolyse in einer Natriumdichromatlösung mit kann. Durch die chemische Behandlung nach der Auf- 30 g/l bei 45°C bei einer Stromdichte von 5 A/dm1 Schmelzbehandlung werden die sonstigen Eigenschar- 0,5 Sekunden lang eine chemische Behandlung durchten des verzinnten Stahlbleches nicht beeinflußt, insbe- 30 geführt Die Schwefelbeständigkeit des auf diese Weise sondere werden dadurch die Eisenauflösung, die Lot- behandelten Weißbleches wurde bestimmt Die Ergebbarkeit, ausgedrückt durch die kapillare Steighöhe, die nisse sind in der folgenden Tabelle IH zusammen mit Lackhaftung und der Glanz nicht .verschlechtert den entsprechenden Eigenschaften eines auf konven-
Es sei darauf hingewiesen, daß dann, wenn die tionelle Weise behandelten Weißbleches angegeben. Chromatbehandlung durch anodisch-kathodische Elek- 35 trolyse oder durch anodische Elektrolyse bewirkt wird,
die Schwefelbeständigkeit selbst gegenüber derjenigen η -; s _ : c j 2
verbessert werden kann, die durch kathodische elektrolytische Chromatbehandlung erzielbar ist. Die an- Giundbleche aus einem kaltgewalzten, kohlenstoffodisch-kathodische elektrolytische Chiomatbehand- 40 armen Stahl wurden durch elektrolytische Reinigung, lung und die anodische elektrolytische Chromat- Abspülen mit Wasser, Beizen mit Säure und Abspulen behandlung führen jedoch zu einer erhöhten Dicke der mit Wasser vorbehandelt, dann mit Zinn plattiert Oxidschicht, und in der nachfolgenden Aufschmdz· (5,6 g/m») und erneut mit Wasser abgespült Der auf behandlung kann dann nicht der gewünschte Glanz diese Weise mit Zinn plattierte Stahl wurde durch des verzinnten Stahlbleches erzielt werden. 45 kathodische Elektrolyse in einer Lösung, die pro Liter
Unmittelbar nach derj^™™g durch Elektro- 30 g Natriumdichromat enthielt, bei 45"C mit einer phttierung wird auf das durch Elektroplattierung auf- Stromdichte von 0,5 A/dm* 0,2 Sekunden lang einer gebrachte Zinn, ohne daß dieses einer Aufschmelz- Chromatbehandlung unterzogen Dann wurde durch behandlung unterworfen wird, «n Chromatüberzug elektrisches Wkfcrstandsbeizen durch direktes Anlegen gebildet Danach werden die WeiBbfeche durch dek- 50 eines elektrischen Stromes eine AufschmdzbehandltttiP
QmraigefBhrt, an die sich eine chemische durch kathodische Elektrolyse in einer «nadösung mit 30 g/I bei 45°C bei etna 1 A/dm* für einen Zeitraum von
^^^^JZ^^T^S^^ ^g™**«*«» warden Letasarttel-KonseTvefr
mdrtertatet worden ™^und WqBbkcbc vcr- büchsen nA einem Innenvolnmen von lucern,
wendet, «Be nur emcn droh Eleküophuiauiy anfge- einem Durchmesser von 65,4 mm and einer Höbe von
^^^S^SS^S^^!?" 57^l«2cs^;wkoaratk»«^WeiBbfcxliea
^2;wkoaratk»«^WeiBbfcxliea emer konventionellen chemischen Behandhmf TOte"?g? ™«fa» waten, wurden
r Zinn eκ»<»π #u· ηΐιίΐυ __ n^ut. .k. ir». etektroplatrienmg mit Chromt bdudete» Weiß- mS^sl2S. ^^ Ver
!ίίΐ ^y *£ ^ 0J^y?* ^*5?*- . Μ« Konservenbüchsen worden unter V
CteilkD
!ίΞίΐ,ΐΐ ^y?" *£ ^1 J^y?* ^*5?* . Μ« Konservenbüchsen worden unter Verwenden temperatur des Zmns begende 1 ^»,^tnr cmc Vw- S5 emer CysteincnlorkDösnng and emer Zitronensäure
imle
d^^eaerangdCT^bnieWUesbuadq^^hislier fcn. Die dabei erhaltene noch rächt genau bekannt Auf Gnmd der Tatsache, gewten Tabdfcn IV and
gfS b^S^^ZmWmlöSnitesls imlewor fcn. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in den ft* te Tbd i^^
: Behandlung der 11 Probe (d) 23 35 555 pH-Wert Tempe- Strom- ratui : dichte Behand ω Behandhmg) (h) 12 Thio- Porosität
lungszeit cyanat-
übCcbe Zhmpiattierung (ohne chcütische Behandlung) (g) Schwefel- 1 CsL
°C A/dm1 bestän- (Ober
Tabelle I 45 5,0 S digkeit ) flächen
Probe 4,5 45 5,0 1 mg/dm* poren/cm *
4,5 45 5,0 1 4,73 100—150
4,5 45 5,0 1 4,63 100—150
4,5 45 5,0 1 SB 4,01 50—100
3,0 45 5,0 1 äbhche Zhmplattienmg (mit chemischer Behandlung) (h) DB 4,25 50—100
Nr. Chromatbehandlung vor der Aufschmelzbehandlung 4,0 45 5,0 1 übliche Ziaapiaiaarimg (mit chemischer DB 4,25 30— 50
1 Konzen 5,0 45 5,0 1 DB 4,57 50—100
2 Zinnplatlie- (a) tration 6,0 25 5,0 1 DB 4,73 50—100
3 rung 4,5 35 5,0 1 DB 4,57 50—100
4 nach dem 4,5 1 DB 4,17 50—100
5 erfindungs kathodische g/I 45 5,0 DB 4,09 50—100
6 gemäßen elektrolytische 10 4,5 55 5,0 1 DB
7 Verfahren Chromat- 30 4,5 65 5,0 1 DB 4,82 50—100
8 behandeltes behandlung 50 4,5 75 5,0 1 4,72 50—100
9 Weißblech I 70 4,5 45 1,0 1 DB 5,46 30— 50
10 30 4,5 45 2,5 1 DB 5,54 30— 50
Aufschmelz 30 4,5 45 5,0 1 DB 4,20 30— 50
11 behandlung 30 4,5 45 10,0 1 DB 4,01 30— 50
12 30 4,5 30 5,0 1 DB 4,09 30— 50
13 30 4,5 45 5,0 1 DB 4,57 30— 50
14 nach dem Zinnplattie- (b) 30 4,5 30 5,0 1 DB 2,31 0— 5
15 erfindungs
gemäßen
rung
i.
4,5 45 5,0 1 DB 2,31 0— 5
16 Verfahren T
kathodische
30 4,5 1 NB 0,94 0— 5
17 behandeltes elektrolytische 30 45 0,25 NB 1,91 0— 5
18 Weißblech oder Eintauch- 30 4,5 45 0,5 0,2 NB
19 Chromat-
behandlung
30 4,5 45 1,0 0,2 NB 3,60 0— 5
20 4. 30 4,5 45 2,5 0,2 3,46 5- 10
21 Aufschmelz- (c)
behandlung
30 4,5 45 5,0 0,2 DB 3,13 0— 5
22 j. 30 4,5 0,2 NB 2,85 0— 5
chemische 30 80 NB 2,50 0— 5
23 Behandlung 30 0,7 eingetaucht NB
24 30 Zmnplattkrung -»- kathodisch-anodische elektrolytische (e) NB 4,32 20— 30
25 Vergleich 50 Chrombehandhmg -> Aufschmelzbehandlung 4,98 10— 20
26 50 Zinaplattierung -»■ anodische elektrolytische DB
27 Oif<Hiiall>elmndhing -*■ Aufxchuiefalhehandlung NB 5,38 150 oder
30 mehr
28 30 NB 6,60 150 oder
29 30 mehr
30 HB 4,01 10—30
30 30 4,21 20— 30
EB
31 30 HB
32
33
13 14
Tabelle I (Fortsetzung)
μg/cmϊ
ISU in dem Zinnauflösung Eisenauf-
mg
ppm
Oxidschicht Kapillare Steighöhe des Lötmittels
mc/cm1 mm
Lackhaftung Glanz
Gesamtbewertung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10 0,30
11 0,51
12 0,48
13
14
15
16
17
18
19 0,58
20 0,51
21 0,51
22 0,29
23
24
25
26
27
28 —
29
30
31 0,55
32 0,55
33 0,55
14,6 146 0,96 12
13,0 130 0,89 12
13,3 133 0,85 13
13,2 132 0,92 10
13,8 138 0,96 12
14.0 140 1,06 12
14,1 141 0,99 12
14,3 143 0,85 10
13,7 137 0,99 12
15,6 156 0,96 13
12,5 125 0,92 12
14,6 146 0,92 12
14,4 144 0,89 11
14,1 141 0,81 11
15,0 150 0,98 12
14,4 144 0,99 12
10,9 109 0,81 12
14,3 143 0,71 13
9,0 90 0,39 14
8,6 86 0,39 15
8,8 88 0,35 10
8,4 84 0,32 8
2,5 25 1,27 13
1,8 18 0,97 12
1,5 15 0,54 12
0,8 8 0,64 12
1,0 10 0,48 12
2,3
B — —
1,03
*) NB: überhaupt keine Schwärzung,
DBr kaum feststellbare Schwärzungsflecken, SB: schwache Schwärzungsflecken, EB: schwache Schwärzung über die gesamte Oberfläche, HB: starke Schwärzung.
1,60 16
1,73 14
15,3 153 1,66 14
14,1 141 1,88 15
5,5 55 1,00 12
sehr gut 99 ziemlich gu
sehr gut 97 gut
sehr gut 98 gut
sehr gut 93 nicht gut
sehr gut 102 gut
sehr gut 101 gut
sehr gut 102 gut
sehr gut 100 gut
sehr gut 93 gut
sehr gut 100 gut
sehr gut 99 gut
sehr gut 96 gut
sehr gut 92 ziemlich gu
sehr gut 93 ziemlich gu
sehr gut 100 gut
sehr gut 98 gut
sehr gut 99 gut
sehr gut 98 gut
sehr gut 96 gut
sehr gut 99 gut
sehr gut 96 gut
sehr gut 93 ziemlich gu
sehr gut 101 gut
sehr gut 99 gut
sehr gut 99 gut
sehr gut 97 gut
ziemlich
schlecht
91 ziemlich
schlecht
ziemlich
schlecht
100 ziemlich gt
gut 62 schlecht
gut 52 schlecht
gut 100 schlecht
gut 100 schlecht
gut 100 schlecht
15
Tabelle Π Dauer ccs Schwefelbeständigkeit der Testproben nach 50 "C 240° C dem Erhitzen auf**·)
Test-Probe*) ständigkeits-
tests**)
S
ohne
Erhitzen
DB
SB
NB
DB
28O0C 3200C
20
40
DB
SB
HB NB
NB
NB
NB
A 20
40
B
*) Testprobe A: Unmittelbar nach der Elektroplattierang mit Zinn (0,68 kg/Grundkasten) wurde die kathodische elektrolytische Chromatbehandlung in einer Natriumdichromatlösung durchgeführt.
Testprobe B: Bleche, die nur einen durch Elektroplattiening aufgebrachten Zinnübeizug aufwiesen (0,227 kg/Grundkasten). *♦) Der Schwefelbeständigkeitstest war der gleiche wie derjenige der Tabelle I. ·**) Die Bewertungsstufen der Schwefelbeständigkeit sind die gleichen wie diejenigen der Tabelle I.
Tabelle III
Behandlung
Schwefelbeständigkeit, bestin nt nach dem
Cysteinchloridverfahren
Natriumthiosulfatverfahren
Kaliumpolysulfidverfahren
Erfindungsgemäß Zinnplattierung ->■ Chromat- normal normal normal
behandlung durch kathodische Elektrolyse
-> Aufschmelzbehandlung ■-> chemische Behandlung
Konventionelles Weißblech (0,227 kg/Grundkasten) beträchtliche beträchtliche beträchtliche
mit chemischer Behandlung Schwärzung Schwärzung Schwärzung
Tabelle IV
Test in einer Cysteinchloridlösung (2 g/l)
Behandlung
Zinnauflösung (ppm)
unmittelbar nach der Lagerung bei 38° C nach der Hitze- über einen Zeitraum von sterilsaiion χ ^q^ 2 Wochen 3 Wochen
Korrosion an der Innenseite der Konservenbüchse durch Schwefel
unmittelbar nach der Lagerung bei 38° C nach der Hitze- über einen Zeitraum von sterilisation
1 Woche
2 Wochen 3 Wochen
Erfindungsgemäß 9 55 61 80
Konventionell 21 103 128 is;
normal normal normal
beträchtliche Schwärzung
schwach gefärbt
Tabelle V
Tests in der Zitronensäurelösung
Behandlung
Korrodierende Lösung
Zinnauflösung (ppm)
unmittelbar nach 24stündiger
nach der Hitzesterilisation
Laeerung bei 380C
Erfindungsgemäß Zitronensäure pH 3,0
Zitronensäure pH 3,0, +NO2 — N 5 ppm*) Zitronensäure pH 3,0, +NO2 — N 10 ppm Zitronensäure pH 3,0, +NO8-N 20 ppm
Konventionell Zitronensäure pH 3,0
Zitronensäure pH 3,0, +NO2 — N 5 ppm Zitronensäure pH 3,0, +NO2 — N 10 ppm Zitronensäure pH 3,0, +NO2 — N 20 ppm *■> NO.-N steht für die Stickstoffmenge, die in Form von Kaliumnitrit zugegeben wurde.
42 79 609 647/303
76 105
121 184
126 200
79 116
116 131
184 231
210 263

Claims (2)

1 2 oder auf elektrolytischem Wege, wobei die Elektrolyse ♦Λ bei kathodischer Schaltung des zu schützenden Patentansprüche: Gegenstandes erfolgt. Es sei hervorgehoben, daß diese bekannte Passivierungsbehandlung nicht mit einer 5 Wärmebehandlung einhergehL
1. Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Aus der GB-PS 5 47 408 ist ein Verfahren bekannt, -,. geranntem Stahl für Konservendosen u. dgl., bei bei welchem eine Chromatbeschickung unter Zwischenweichem der verzinnte Siahl unmittelbar nach der schaltung einer extrem dünnen Zwischenschicht, die Verzinnung zur Steigerung der Beständigkeit gegen aus Zinn bestehen kann, auf einen zu schützenden Schwefel durch Ausbildung einer Schutzschicht io Eisenwerkstoff aufgebracht wird. Diese Zwischeneiner Behandlung mit einer Chrom(V!)-ionen schicht, die vorzugsweise aus Cadmium od:r Nickel enthaltenden wäßrigen Lösung unterzogen wird, besteht, hat eine Dicke von maximal 0,0025 mm und dadurch gekennzeichnet, daß der stellt selbst keine eigentliche Schutzschicht dar, da sie chromatbehandelte verzinnte Stahl auf eine ober- lediglich als Mittel dient, um die Chromatschicht an halb der Schmelztemperatur des Zinns liegende 15 da? Eisen oder den Stahl zu binden. Bei diesem beTemperatur erhitzt wird. kannten Verfahren werden die zu schützenden Bleche
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- nach der Elektroplattierung in ein chromathaltiges zeichnet, daß der verzinnte Stahl nach dem Bad getaucht und anschließend auf eine Temperatur Erhitzen einer kathodischen Behandlung in einer unterhalb der Schmelztemperatur der Zwischenschichtwäßrigen Dichromatlösung unterzogen wird. 20 metalle erhitzt.
Aus der DT-OS 19 22 820 ist bereits ein Verfahren bekannt, mit dessen Hilfe auf Aluminiumfolien oder -blättern ein Haftgrund für nachfolgend aufzubringende Schichten erzeugt wird. Dieses Verfahren sieht ein 25 beidseitigcs Auftragen von Chromtrioxid, vorzugsweise in Form einer 0,5- bis 10°/0igen wäßrigen Lösung vor,
woran sich eine Warmlufttrocknung anschließ:. Im
Anschluß an das Auftragen der chromathaltigen Lösung werden die Aluminiumfolien oder -blätter auf 30 Temperaturen von 250 bis 5000C erhitzt. Die nach dieser Behandlung erhaltene Oxidschicht bildet einen aufgezeichneten Haftgrund für Lacke, Klebstoffe, Druckfarben, Beschichtungen u. dgl. und stellt gleichzeitig eine Verbesserung der Haftfestigkeit bei Ein-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ober- 35 wirkung aggressiver Medien und gleichzeitiger Einflächenbehandlung von verzinntem Stahl für Konser- wirkung höherer Temperaturen dar.
vendosen u. dgl., bei welchen der verzinnte Stahl Der DT-AS 12 08 149 ist ferner zu entnehmen, daß
unmittelbar nach der Verzinnung zur Steigerung der Chromat-Schutzfilme auf elektrolytischem Wege auf Beständigkeit gegen Schwefel durch Ausbildung einer Weißbleche aufbringbar sind.
Schutzschicht einer Behandlung unter Verwendung 40 Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, ein einer Chrom(Vl Honen enthaltenden wäßrigen Lösung Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, unterzogen wird. mit dessen Hilfe Weißbleche herstellbar sind, die sich
Ein derartiges Verfahren ist bereits aus der GB-PS in ihren Eigenschaften den auf herkömmliche Weise 5 24 476 bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren erzeugten Weißblechen überlegen zeigen,
wird ein verzinntes Stahlblech (Weißblech) zur Ver- 45 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch meidung einer Verfärbung unter dem Einfluß von gelöst, daß der chromatbehandelte verzinnte Stahl auf Schwefel, die insbesondere bei Konservendosen u. dgl, eine oberhalb der Schmelztemperatur des Zinns unerwünscht ist, einer Chromatbehandlung unter- liegende Temperatur erhitzt wird,
zogen, die zur Ausbildung eines dünnen Oxidfilms auf Nach einer vorteilhaften Ausgestaltungder Erfindung
dem Weißblech führt. Dabei besteht die Chromat- 50 kann der verzinnte Stahl nach dem Erhitzen einer behandlung darin, daß das verzinnte Stahlblech in kathodischen Behandlung in einer wäßrigen Dichroeine oxydierende Lösung getaucht wird, die eine matlösung unterzogen werden.
Temperatur von 70 bis 900C besitzt und 10% Natrium- Der mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens
oder Kaliumchromat enthält. erzielbare technische Fortschritt ist in erster Linie
DE19732335555 1973-07-12 Verfahren zur Oberflächenbehandlung von verzinntem Stahl mit einer Chrom (Vl)ionen enthaltenden Lösung Expired DE2335555C3 (de)

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DE2335555B2 DE2335555B2 (de) 1976-04-01
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