DE2333646A1 - Neue pyrazolopyridobenzodiazepine und ihre salze - Google Patents
Neue pyrazolopyridobenzodiazepine und ihre salzeInfo
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Description
zur
Patentanmeldung
Patentanmeldung
"Neue" Pyrazolopyridobenzodiazeplne und ihre Salze" Anmelderin: Chemische Fabrik von Heyden GmbH München
Die Erfindung betrifft neue therapeutisch nützliche Pyrazolo-(31,4'~2,3)pyrido(4,5-e)b-benzo-l,5-diazepine
einschließlich ihrer Salze mit das Zentralnervensystem beruhigender und die
intrazellulare Konzentration von Adenosincycloxnonophosphat erhöhender Wirkung, geeignete Herstellungsverfahren für solche
Verbindungen und Arzneimittel daraus.
Die neuen Verbindungen besitzen erfindungsgemäß die allgemeine
Formel I
(D
worin R. Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenyl, Phenylniedrigalkyl
oder Cycloniedrigalkyl;
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R2 und R9 jeweils Wasserstoff, lliedrigalkyl oder Phenyl;
R- Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenylniedrigalkyl, Cycloniedrigalkyl
oder die Gruppe
-Niedrigalkylen-N-R
mit der Bedeutung von Wasserstoff, Niedrigalkyl, Hydroxyniedrigalkyl
für R _ und R . oder mit der Bedeutung von einem der heterocyclischen
Radikale Pyrrolidino, Piperidino, Morpholine, Thiamorpholino
oder die entsprechenden niedrigalkyl-, niedrigalkoxy- oder hydroxyniedrigalkyl-substituierten heterocyclischen Radikale
für die Grup£3 -N-R1n;
R., R5, R und R_ jeweils Wasserstoff, Halogen, Niedrigalkyl oder
Niedrigalkoxy und
Rg Niedrigalkyl, Phenyl oder Phenylniedrigalkyl bedeuten,
sowie die Salze solcher Verbindungen der Formel I.
Die angegebenen Symbolbedeutungen gelten auch für die übrigen im nachfolgenden Beschreibungstext erwähnten allgemeinen Formeln;
die Bedeutungen seien nachfolgend etwas genauer erläutert.
Die Symbole R., R2 und R_ können die erwähnten einfachen Substituenten
repräsentieren, Das Symbol R.. kann jedoch auch eine etwas kompliziertere Gruppe darstellen, nämlich eine Aminoalkylengruppe
der Formel II
-Niedrigalkylen-N-R.. (II)
worin die Symbole R.Q und R , jeweils wieder die anspruchsgemäß
angegebenen Bedeutungen besitzen? bei Ps,,, \ιηά R^ handelt es
sich also entweder um die einfachen Subst.ttuenten Wasserstoff,
Niedrigalkyl oder Kydroxyniedrivjalkyl, odir abar auch unter
Hinzunahmen des sie tragenden Stickstoffatcms um ein heterocyclisches
Ringsystem aus fünf oder sechs Ringgliedern, wobei . als Ringgliedßr neben dem Stickstoffatom und Kohlenstoffatomen
auch noch ein zusätzliches Sticketcffator., Schwefel oder Sauer-
30S8S4/U-81
stoff eingebaut sein kanns Diese heterocyclischen Ringradikale
also beispielsweise Pyrrolidino, Piperidino, Korpholino oder
Thiamorpholino. Diese heterocyclischen Ringradikale können, wie erwähnt, auch ihrerseits noch ein-fach substituiert sein mit
Niedrigalkyl, Niedrigalkoxy oder Hydroxyniedriggruppen: es kann eich also beispielsweise handeln um 2, 3 oder 4-(Niedrigalkoxy)-piperidino,
also etwa 2-Methoxypiperidino; es kann sich auch handeln um 2,3 oder 4(Niedrigalkyl)piperidino, also etwa 2,3 oder
4-Methylpiperidino; (Niedrigalkyl)pyrrolidino, also etwa 2-Methylpyrrolidino;
(Niedrigalkoxy)pyrrolidino, also etwa 2-Äthoxypyrrolidino;
(Niedrigalkyl)morpholino, also etwa 2-Methylmorpholino,
2-Äthoxymorpholino oder 3-Methylmorpholino; (Niedrigalkoxy)-morpholino,
also etwa 2-Kthoxymorpholino; (Niedrigalkyl)thiamorpholino,
also etwa 3-Methylthiamorpholino oder 2-Methylthiamorpholino;
(Niedrigalkoxy)thiamorpholino, also etwa 2-Methoxythiamorpholino.
Bei den erwähnten Bedeutungen für die übrigen Symbole R. bis Rg
handelt es sich um einfache Substituenten.
Bevorzugte Vertreter der neuen Verbindungen gemäß Formel I sind solche, bei den R. Wasserstoff oder Niedrigalkyl, insbesondere
Äthyl, R2 Wasserstoff oder Methyl, R- Wasserstoff oder Niedrigalkyl
ist und R., R5, Rg und R_ jeweils Wasserstoff oder Methyl
Bind; besonders bevorzugt sind solche Verbindungen, bei denen R. Wasserstoff oder Niedrigalkyl ist und R-, R5, Rg und R_ Wasserstoff,
Halogen, insbesondere Chlor, oder Niedrigalkoxy, insbesondere Methoxy, sind, wobei vorzugsweise nur eine oder zwei
dieser Reste andere Bedeutung als Wasserstoff besitzen. Rß ist
vorzugsweise Niedrigalkyl, insbesondere Methyl oder Phenyl und R» Wasserstoff oder Niedrigalkyl, Insbesondere aber Wasserstoff.
Bei den verschiedenen vorstehende angegebenen Gruppen handelt es sich um die folgenden Typen: Die Niedrigalkyl- vind Niedrigalkylengruppen
sind gerad- oder verzweigtkettige Kohlenwasserstoffgruppen mit bis zu sieben Kohlenstoffatomen, wie Methyl,
Äthyl, Propyl und dergleichen, wobei diejenigen Gruppen mit vier Fohl er, «to ff atomen in der Kette bevorzugt -;ind* Bei den
Phenylniedrigalkylgruppen und den Hiedrigalkoxygruppen sind
ähnliche Radikale an ein Phenyl oder an ein Sauerstoff geknüpft. Alle vier bekannten Halogene können brauchbar sein,
jedoch ist Chlor und Brom bevorzugt. Bei den Cycloniedrigalkylgruppen handelt es sich um die ^!!cyclischen Gruppen mit
drei bis sechs Kohlenstoffatomen, also Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cylcopentyl und Cyclohexyl, Inebesondere Cyclopentyl und Cyclohexyl.
Die erfindungsgemäOen Verbindungen der Forms1 I lassen sich
durch folgende Stufenfolgen von Fie.&kticnen herstellen.
Als Ausgangsmaterial dient ein 6-Aminopyrazol der allgemeinen
Formel III
Jl
(III)
welches analog der Verfahrensweise hergestellt wird, wie sie in Z.f. Chemie JLO, (1970) , Seite 386 beschrieben ist. Diese Substanz
wird mit einem AlkoxymethylenessigsSureester der allgemeinen Formel IV
?9 COR0
„ ■ I / 8 (IV)
alkyl-0-C=C
COOalkyl
umgesetzt, indem man das Gemisch auf eine Temperatur von etwa 120 bis 130°C erhitzt.
Das entstehende Produkt der Formel V
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Ij COI?
ΧΝ HH-C-C
' I XC00alkyl
' I XC00alkyl
Ri K9
(V)
wird .in einr-τη inerten organischen Lösungsmittel wie Diphenylether
bei etwa 23O°C bis 26O°C cyclJsiert, wobei der entstehende /vlkohcx
abäestilliert wird; es entsteht eine Verbindung der Formel VI
(VI)
Dieses 4-Hydroxy-Produkt wird während mehreren Stunden mit einem
Phosphorhalogenid wie Phosphoroxychlorid am Rückfluß gekocht, um ein Zwischenprodukt der Formel VII
hai
(VII)
zu cjc'.vinnen.
Man kann auch anstelle rler Cyclisierung der Verbindung der Formel"
V in einem organischen Lösungsmittel bei etwa 230 bis 26O°C wie
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es oben beschrieben ist, dieses Produkt einer Cyclisierung durch Behandlung mit Phoaphoroxychlorid unterwerfen, wodurch man direkt
das Zwischenprodukt der .Formel VII erhält.
Diese Verbindung der Formel VII wird zur Umsetzung gebracht mit einem geeignet substituierten 2-Nitroanilin in Gegenwart einer
Base wie Natriumhydroxid, und zwar in einem hochsiedenden Lösungsmittel wie Dioxan oder DiSthylenglycoldimethylather, man erhält
eine Verbindung der allgemeinen Formel VIII
(VIII)
Durch katalytisch© Reduktion des Produktes gemäß Formel VIII
in Gegenwart eines Katalysators wie Palladium auf Aktivkohle erhält man eine Verbindung der Formel IX
(IX)
Rl
309884/145?
Wenn in dieser Verbindung die Reste R4, R5, Rg und R7 jeweils
Wasserstoff sein sollen, kann diese Verbindung auch direkt hergestellt werden durch Umsetzen von o-Phenylendiamin mit dem Produkt
der Formel VII, und zwar in Gegenwart von Kaliumcarbonat oder Triäthylamin.
Die Verbindungen der Formel I mit der Bedeutung für R3 = Wasserstoff
werden hierauf dadurch hergestellt, daß man die Produkte
der Formel IX mit einer Säure, wie beispielsweise p~Toluolsulfonsäure,
Schwefelsäure, Phosphorsäure oder dergleichen, in einem inerten organischen Lösungsmittel wie Benzol, Xylol, Toluol oder
Dioxan erhitzt. Manchmal ist es auch vorteilhaft, das dabei entstehende Wasser mit Hilfe eines Wasserabscheiders abzudestillieren.
Bei einer abgewandelten Herstellungsweise erhält man das Produkt der Formel I, bei welchem R1 Wasserstoff sein soll, wie folgt:
Man benutzt ein 5-Aminopyrazol der Formel II als Ausgangsmaterial,
worin R. eine Arylmethylgruppe oder eine Heteromethylgruppe ist.
Dieses Ausgangsmaterial hat die allgemeine Formel IHa
(ITIa)
worin R_ ein aromatischer oder heterocyclischer Ring wie Phenyl,
Naphthyl, Furyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl oder dergleichen 1st.
Dieses Material wird so behandelt, wie es oben beschrieben ist im Zusammenhang mit der Reaktion der Verbindung der Formel III;
durch Cyclisierung des Produktes entsprechend der Formel V erhält man eine Verbindung entsprechend der Formel VI.
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An dieser Stelle der Verfahrensstufenfolge wird die Verbindung der Formel VI, welche einen -CH3-P --Substituenten der Forrel
IHa in der 1-Stellung trägt, mit einem Oxidationsmittel wie
Selendioxid in einem hochsiedenden Lösungsmittel wie Diäthylenglycoldimethyläther
bei einer Temperatur von etwa 160°C oxidiert, Man erhält eine Verbindung der Formel VI, worin R Wasserstoff
ist. Nachfolgend wird dieses Zwischenprodukt in die Chlorverbindung der Formel VII tmigewandelt, indem man so, wie es vorstehend
bereits beschrieben worden ist, mit Phosphoroxychlorid behandelt.
Verbindungen der Formel I, bei denen R0 eine andere Bedeutung
als Wasserstoff besitzt, werden hergestellt durch Umsetzen eines Materials der Formel I mit einer geeignet substituierten
Alkylhalogenidverbindung in Gegenwart von Natriumhydrid.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben zentralnervensystemberuhigende
Wirkung und können demzufolge als Tranquilizer oder ataraktische Mittel zur Erleichterung von Angst- und Spannungszuständen
benutzt werden, beispielsweise bei Mäusen, Katzen, Ratten, Hunden und anderen Säugern, und zwar in gleicher Weise,
wie Chlordiazepoxid. Für diesen Zweck können eine der erfindungsgemäßen Verbindungen oder ein Gemisch derselben oral oder
parenteral in einer geeigneten Dosierungsform wie Tabletten, Kapseln, Injektionspräparate und dergleichen gegeben werden.
Eine Einzeldosis oder vorzugsweise zwei bis vier auf den Tsg unterteilte Dosierungen, werden hergestellt auf Basis einer
Menge von 2 bis 40mg pro kg pro Tag, vorzugsweise etwa 2 bis 15 ing pro kg pro Tag. Diese Wirkstoffe können in üblicher
Weise formuliert werden in oralen oder parenteralten Dosierungsformen durch Vermischen mit etwa 10 bis 200 mg pro Dosierungseinheit
an konventionellen Trägerstoffen, Exzipientien, Bindemitteln, Schutzmitteln, Stabilisatoren, Geschmacksmitteln
oder dergleichen, so wie sie in der pharmazeutischen Praxis sich bewährt haben.
Die neuen Verbindungen besitzen auch eine die intrazellulare Konzentration von Adenosin-3*,5'-cyclomonophosphat erhöhende
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Wirkung und können für eine therapeutische Anwendung in Mengen von etwa IO bis 100 mg/kg/Tag, vorzugsweise etwa 10 bis 50 mg/kg/
Tag, und zwar als Einzeldosis oder als zwei bis vier unterteilte Dosierungen in üblichen oralen oder parenteralen Dosierungsformen
gegeben werden, wie sie oben bereits beschrieben worden sind; diese Produkte sind nützlich zur Linderung der Symptome von
Asthma.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung und geben bevorzugte
Vertreter der erfindungsgemäßen Verbindungen wieder.
4,10-Dimethyl-l-äthyl-lH,4H-pyrazolo(3',4'-2,3)pyrido(4,5-3)-b-benzo-lyS-diazepln
a) (l-Ä*thyl-5-pyrazolo) aminomethy lenacetoesslgsäureäthy!ester
222 g l-A'thyl-5-aminopyrazol (2 Mol) und 372 g Äthoxymethylenessigsäureäthylester
(2 Mol) werden zusammen auf etwa 120 bis 130°C unter Rühren erhitzt, und zwar solange, bis die theoretische
Menge an Alkohol abdestilliert ist. Durch Abkühlen und Umkristallisieren aus Methanol erhält man 375 g des oben angegebenen
Esters (74% d.Th.) mit Schmelzpunkt 53 bis 55°C.
b) S-Acetyl-l-äthyl-^-hydroxy-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
300 g (l-Äthyl-5-pyrazolyl)aminomethylenessigsäureäthylester
(1,2 Mol) werden in einem ölbad während 5 Minuten auf eine
Temperatur von 26O°C erhitzt, wobei der sich bildende Alkohol abdestilliert wird. Nach dieser Zeit wird so schnell als möglich
abgekühlt. Der Rückstand wird aus Methanol umkristallisiert und ergibt 148 g an der oben angegebenen Substanz (60% d.Th.) mit
Schmelzpunkt 155 bis 157°C.
c) 5-Acetyl-4-äthoxy-l-äthyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
102 g 5-Acetyl-l-äthyl-4-hydroxy-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
(o,5 Mol) werden in 500 ml Dimethylformamid aufgelöst. Man gibt zu dieser Lösung 100 g Kaliumcarbonat (0,71 Mol) und 117 g
Xthyliodid (0,75 Mol). Da3 Gemisch wird während 10 Stunden unter unaufhörlichem Rühren bei 60 bis 70cC gehalten. Das ausgeschiedene
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Produkt wird abfiltriert und die flüssige Phase bis auf etwa 100 ml eingeengt. Nach der Hinzufügung von 5OQ ml Wasser scheidet
sich das oben angegebene Produkt aus und ergibt nach Filtration 92 g (73% d.Th.) mit einem Schmelzpunkt von 136°C.
d) 4- ((2-Aminophenyl)amino)-5-acetyl-l-äthyl-lH-pyrazolo(3,4-b) pyridin
23,3 g 5-Acetyl-4-Sthcxy-l-äthyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
(0,1 Mol) werden in 100 ml Dimethylformamid aufgelöst und während drei Stunden am Rückfluß zusammen mit 10,8 g c-Phenylendiaitiin
(0,1 Mol) gekocht. Das Gemisch wird dann auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit etwa 50 ml Wasser versetzt. Es scheidet sich
das oben angegebene Produkt aus und wird abfiltriert. Durch Umkristallisieren aus Methanol erhält ir.an eine Ausbeute von
22 g (75% d.Th.) mit einem Schmelzpunkt von 195 bis 198°C.
e) 1-Äthyl-lO-methyl-lH,4H-pyrazolo(3',4'-2,3)pyrido(4, 5-e)bbenzo-1,5-diazepin
29 ,5 g 4-((Aminophenyl)amino)-S-acetyl-l-äthyl-lH-pyrazolo(3,4-b)-pyridin
(0,1 Mol) werden in 100 ml wasserfreiem Pyridin aufgelöst und während 16 Stunden mit 11,5 g Pyridinhydrochlorid am Rückfluß
gekocht. Das Reaktionsgemisch wird bis zur Trockne eingeengt
und der Rückstand mit 100 ml Wasser behandelt. Das rohe oben angegebene Reaktionsprodukt wird abfiltriert. Durch Umkristallisieren
aus Methanol erhält man eine Ausbeute von 11 g (40% d.Th.) mit einem Schmelzpunkt von 205 bis 2O8°C.
f) 4,10-Dlmethyl-l-äthyl-lH-4H-pyrazolo(3l,4'-2,3)pyrido(4,5-e)hbenzo-1,5-diazepin
13,8g 1-Äthyl-10-methy1-lH,4H-pyrazolo(3·,4'-2,3)pyrido{4,5-e)bbenzo-1,5-diazepin
(0,05 Mol) werden zu einer heißen Suspension von 2,4 g Hatriumhydrid (0,1 Mol) in 100 ml trockenen Diäthylenglycoldimethyläther
hinzugegeben. Das Kochen an Rückfluß wird während einer weiteren Zeit von 30 Minuten aufrecht erhalten.
Danach wird 14,1 g Methyliodid (0,1 McI) hinzugefügt und die
Temperatur während 12 Stunden aufrecht erhalten. Durch HeiCfiltration,
gefolgt von einer Abdampfung des Lösungsmittels, erhält lr.an
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ein schwach gelbliches öl, welches nach Hinzufügen von einigen
Tropfen Äther auskristallisiert. Durch Umkristallisieren aus Essigester erhält man eine Ausbeute von 9 g (42% d.Th.) eines
4 /lO-Dlmethyl-1-äthy 1-lH, 4H-pyrazolo (3l , 4 ' -2., 3) pyrido (4,5-e)bbenzo-l,5-diazepin
mit einem Schmelzpunkt von 131 bis 133°C.
l-A'thyl-4- (3-dimethylarn:lno)propyl-10-phenyl--lH,4H-pyrazolo-3'f4'-2,3)pyrido(4/5-e)b~ben2o-l,5-diazepin
a) 5-Benzoyl-l-äthyl-4-hydroxy-lH-pyrazplo(3,4-b)pyridin
222 g 5-Amino-l-äthylpyrazol (2 Mol) und 496 g A'thoxymethylenbenzoylessigsäureäthylester
(2 Mol) werden unter Rühren auf etwa 14O°C erhitzt, bis kein weiterer Alkohol mehr abdestilliert. Die
Temperatur wird dann auf 24O°C erhöht. Der entstehende Alkohol
wird im Vakuum abdestilliert. Nach etwa einer Stunde Reaktionszeit
wird der Rückstand auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit 500 ml Methanol versetzt. Es kristallisiert die oben angegebene
Substanz nämlich 5-Benzoyl-l-äthyl-4-hydroxy-lH-pyrazolo(3,4-b)-pyridin
aus und wird abfiltriert. Man erhält 360 g (67% d.Th,) mit einem Schmelzpunkt von 151°C.
b) 5-Benzoy1-4-chlor-l-äthyl-lH-pyrazolo-3f4-b)pyridin
53.5 g 5-Benzoyl-l-äthyl-4-hydroxy-iH-pyrazolo-(3,4-b)pyridin
{0,2 Mol) und 150 ml Phosphoroxychlorid werden an Rückfluß während
5 Stunden bei einer Temperatur von 1500C gekocht. Der Überschuß
an Phosphorhalogenid wird im Vakuum entfernt und der Rückstand
mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung neutralisiert. Das entstehende
schwach gelbe Kristallprodukt aus der oben angegebenen Substanz wird abfiltriert und aus Essigester umkristallisiert;
man erhält 35 g (61% d.Th,) mit einem Schmelzpunkt vor. 140°C.
c) 4-((2-Aminophenyl)amino)~5~benzcyi"l-äthyl-lH-pyrazolo(3,4-b)-pyridin
57 g 5-BGnzoyl-4-chlor-l-äthyl-lH-pyrazolc(3,4-b)pyridin (0f2 Mol),
21.6 g o-Phenylendiamin (0,2 Mol), 30,3 g Triäthylarrdn (0,3 McI)
und 500 ml Diäthylenglycoldimethylather v/erden während 5 Stunden
em Rückfluß gekocht. Nach dieser 7.eit wird des Gemisch abgekühlt
4*
und das ausgeschiedene Triäthy] amnoniuiachorid abfiltriert; da-:
Filtrat wird mit etwa 200 ml Wasser versetzt. Nach einigein
Stehen kristallisiert die oben angegebene Substanz aus. Ausbaute 56 g (78% d.Th.), Schmelzpunkt 155 bis 158°C.
d) l-A'thy3-10-phenyl-lH, 4H-pyrazolo (3'., 4' -2,3) pyrido) 4 , 5-e)hbenzo-1,5-diazepin
7,1 g 4-((2-Aminophenyl)amino)-5-5benzoyl-l-Sthyl-lH-pyrazolo-(3,4-b)pyridin
(0,02 Mol) werden in 100 ml Benzol suspendiert, der Suspension werden 0,5 g p-Toluolsulfonsäure hinzugefügt und
das Gemisch wird während 12 Stunden am Rückfluß gekocht, wobei das dabei gebildete Wasser unter Benutzung einer? Wasserabscheiders
entfernt wird. Das Lösungsmittel wird dann abdestilliert und der Rückstand, die oben angegebene Substanz, wird aus Methanol
umkristallisiert. Man erhält 6 g (88% d.Th.) mit einem Schmelzpunkt von 249 bis 251°C.
e) l-Athy n -4- (3-dlmethylamino) ρ ropy 1-10- phenyl - ] H, 4H-ryrazc>.1 o-(3',4 *-2,3)pyrido(4,5-3)b-benzo-1,5-diazepin
6,8 g l-A'thyl-10-phenyl-lH,4H-pyrazolo(3' ,4'-2,3)pyrido(4,5-e)bbenzo-1,5-diazepin
(0,02 Mol) werden eingegeben in eine am Rückfluß
kochend befindliche Suspension von 0,72 g Natriumhydrid (0,03 Mol) in 50 ml wasserfreiem Dioxan. Das Gemisch wird während
30 Minuten erhitzt. Anschließend werden 3 g 3-Dimethylaminopropylchlorid
(0,025 Mol) hinzugefügt und das Kochen am Rückfluß während
einer Zeit von zusätzlichen sieben Stunden fortgesetzt. Das Gemisch,
wird heiß abfiltriert und das Filtrat bis zur Trockne eingeengt. Der hellgelbe ölige Rückstand stellt das gewünschte
l-Äthyl-4-(3-dimethylamino)propyl-10-phenyl-lH,4H-pyrazolo-(31
,4'-2,3)pyrido(4,5-e)b-benzo-l,5-diazepin dar, der aus Petroläther
umkristallisiert wird. Ausbeute 5,5 g- (65% d.Th.), Schrreizpunkt
104 bis 1050C.
l-A'thyl~4-methyl-10-phenyl-lIi,4H-nyra:'olo(3' ,4' -2_, 3)pyrido-(4 , 5-J^
Durch Austausch des Produktes aus Beispiel 2d in der
stufo des Beispiels If durch Einsatz des Produktes nur. Beispiel 2Λ
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BAD ORIGINAL
2333648
for die Verfahrensweise von Beispiel If erhält man die oben angegebene Substanz »it einem Schmelzpunkt von 188 bis 19O°C.
Beispiel 4
I T ^Piatayl-lO-phenyl-EH,4H-pyrazolo
< 3',4.'~2 , 3)pyrldo(4 , 5-3)b-
bengp-lfS-dlazepin
Durch Einsatz des Produktes aus Beispiel 2d und Verwendung von Rthyliodid anstelle von Hethyliodid in der Verfahrensweise von
Beispiel If erhält man die oben angegebene Substanz mit einem
Schmelzpunkt von 120 bis 123°C.
Die folgenden iusÄtzlicfcen Verbindungen werden gemäß der Verfahrensweise von Beispiel 1 hergestelltι
CTi
ΓΜ
α)
ι-Ι O)
■Η
Ck
M •Η
a a B η G
ro O a .O B W
03 ^y 03
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Π 3 ^- Γ ■' / *
Claims (13)
1. Neue PyrazoloO1,4'-2,3)-pyrido(4,5-e)b-benzo-l,5-diazepine
der allgemeinen Formel I
(D
worin R. Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenyl, Phenylniedrigalkyl oder Cycloniedrigalkyl;
R2 und Rq jeweils Wasserstoff, Niedrigalkyl oder Phenyl;
R3 Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenylniedrigalkyl, Cycloniedrigalkyl
oder die Gruppe
-Niedrigalkylen-N-R._
Rll
mit der Lodoutung von Wasserstoff, Niedrigalkyl, Hydroxyniedrigf.lky]
fir Pn \:ncl H cAor mit der Rode.utniKf von einen der hctero-
3 09S84/U5 7
BAD ORIGINAL
cyclischen Radikale Pyrrolidino, Piperidino,·Morpholino, Thia-
morpholino oder die entsprechenden niedrigalkyl-, niedrigalkoxy-
oder hydroxyniedrigalkyl-substituierten heterocyclischen Radikale für die Gruppe -N-R._;
R4, R5, Rg und R- jeweils Wasserstoff, Halogen, Niedrigalkyl oder
Niedrigalkoxy und
Rg Niedrigalkyl, Phenyl oder Phenylniedrigalkyl bedeuten,
sowie die Salze solcher Verbindungen der Formel I.
2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in der allgemeinen Formal R , R4, R5, R , R7 und R. jeweils
Wasserstoff sind.
3. Verbindung nach Anspruch 1, bei der R. Wasserstoff oder Niedrigalkyl
ist, R2 Wasserstoff oder Methyl ist, R3 und Rg jeweils
Wasserstoff oder Niedrigalkyl sind, R4, R5, Rg und R7 jeweils
Wasserstoff, Halogen oder Niedrigalkoxy sind und RQ Niedrigalkyl
oder Phenyl ist.
4. Verbindung nach Anspruch 1, worin R1 Niedrioalkyl, R0 Phenyl
χ ο
ist und R2, R3, R4, R5, Rg, R7 und R9 jeweils Wasserstoff sind.
5. Verbindung nach etr ?m der Ansprüche 3 oder 4, worin die
Niedrigalkylgruppe Äthj ist.
6. Verbindung nach Anspruch 1, worin R1 und Rg jeweils Niedrigalkyl
und R_, R3, R41 Zrt Rg, R7 und R jeweils Wasserstoff sind.
7. Verbindung nach -Mspruch 6, worin R. Äthyl und Rg Methyl ist.
8. Verbindung nach Anspruch 1, worin R. Niedrigalkyl, R. Di(Niedrigalkyl)
amino-niedrigalkylen, Rg Phenyl ist und R„ , R., Rn, Rg,
R7 und RQ jeweils Wasserstoff sind.
9. Verbindung nach Anspruch 8, worin P1 Äthyl und P.} Direethylamincprcpy]
ist.
3 0 9 8 3 4/1 '·. 5 7
10. Verbindung nach Anspruch 1, worin R1 und R3 jeweils Niedrigalkyl und.RQ Phenyl ist und R2, R4, R5, Rß, R7 und R9 jeweils
Wasserstoff sind.
11. Verbindung nach Anspruch 10, worin R1 und R3 jeweils Äthyl
ist.
12. Verbindung nach Anspruch 10, worin R. Äthyl und R3 Methyl
ist.
13. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der im Anspruch
angegebenen allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine Verbindung der Formel IX
H„N
(IX)
worin die Symbole R1, R_, R4, R5, Rg, R7, Rg und Rg die in An
spruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, mit einer Säure umsetzt, und, falls gewünscht, in einer nachfolgenden Reaktion
einem Alkylhalogenid zwecks Umwandlung des Substituenten R3
aus Wasserstoff in eine gGwünschte Alky!gruppe weiterbehar.delt,
3 0 CJ S 3 4 / 1 A B 7
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|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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