DE2333519A1 - Zylindrischer schachtofen zur reduktion von eisenerz - Google Patents
Zylindrischer schachtofen zur reduktion von eisenerzInfo
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Description
DipL-Ing. E. E. Finkener
Dipl.-Ing. W. Ernesti
Patentanwälte J1"* °· Otto & °<>»Ρ·
463 Bochum Gesellschaft ait beschränkter
Fernsprecher* 15 SO, 42327
Telegrammadresse: Radtpatent BoAum 4o5 B O C ti U B
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WPR/US
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Zylindrischer Schachtofen zur Reduktion von Eisenerz
Die Erfindung betrifft einen zylindrischen Schachtofen zur Reduktion von Eisenerz, bei dem das erzhaltige Gut
in Stückform der Gicht zugeführt, zunächst genügend getrocknet und erwärmt, durch Behandlung mittels hindurchgeführter
Gase in einer Reaktionszone in genügendem Maße reduziert, dabei aber so behandelt wird, daß kein Zusammenbacken
oder Schmelzen.des erzhaltigen Gutes eintritt, und nach hinreichender Kühlung am unteren Ende des Schachtes
in Stückform abgezogen wird.
Die Reaktion des Gutes mit den wirksamen Bestandteilen des gasförmigen Reduktionsmittels, insbesondere GO und Hg, erfolgt
verhältnismäßig langsam, zumal wegen des Erfordernisses, die Stückigkeit des Gutes zu erhalten, die Temperatur
nach oben begrenzt ist· Um größere Durchsätze mittels eines einzelnen Ofens zu erreichen, müssen größere
Schachthöhen und Schachtquerschnitte angewendet werden. Mit der Vergrößerung der Höhe wächst der Vinddruck, mit
der Vergrößerung des Querschnitte wächst die Schwierigkeit
einer gleichmäßigen Verteilung der Reaktionsgase über das zu reduzierende Gut.
Das Ziel der Erfindung ist die Ausbildung eines zylindrischen Schachtofens zur Reduktion von Eisenerz, bei dem
die Stückform des erzhaltigen Gutes im wesentlichen erhalten bleibt, in solcher Weise, daß bei mäßiger Höhe
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und erheblichem Schachtquerschnitt große Durchsätze erzielbar
sind.
Gemäß der Erfindung hat der Behandlungsraum, in dem das zu behandelnde Erz oben eingefüllt und unten abgezogen
wird, einen ringförmigen Querschnitt} innerhalb des ringförmigen Behandlungsraumes ist mittig ein senkrechtes
Rohr angeordnet, das durch Schlitze in der Innenwand des Behandlungsraumes mit diesem in Verbindung steht und mit
Bohranschlüssen zur Gaszu- bzw. abfuhr versehen ist, die den Behandlungsraum durchsetzen; ferner sind den Behandlungsraum
umgebende ringförmige Kammern vorgesehen, die ebenfalls der Gaszu- bzw. abfuhr dienen und durch Schlitze
in der Außenwand des Behandlungsraumes mit diesen verbunden sind. Bas mittig angeordnete Bohr kann dabei durch
eine oder mehrere waagerechte Trennwände in gesondert beaufschlagte Verteilungs- bzw. Sammelräume unterteilt
sein. Die zur Zu- und Abfuhr des gleichen gasförmigen Mittels vorgesehenen Abschnitte des mittig angeordneten
Bohres einerseits und die ringförmige Kammer andererseits sind vorzugsweise in der Höhe gegeneinander versetzt angeordnet;
auf diese Weise ist eine senkrecht aufsteigende bzw. absteigende Gasbewegung innerhalb des Behandlungsgutes kombiniert mit einer radial nach außen bzw. nach
innen gerichteten Strömung. Hierdurch ist eine gleichmäßige Beaufschlagung des Behandlungsgutes gewährleistet;
indem der Höhenunterschied zwischen den Einfuhrschlitzen und den Abgangsschlitzen des betreffenden gasförmigen
Mittels größer oder kleiner gewählt wird, hat man es in der Hand, die Beaktionsdauer dem Verlauf der betreffenden
Umsetzung anzupassen.
Venn auch die Vorwärmung des Gutes und die Kühlung mittels Hindurchleiten von Gasen erfolgt, so ist vorzugsweise
für die Gaszufuhr das mittig angeordnete Bohr, für
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den Gasabzug aus dem Behandlungsraum eine diesen umgebende
ringförmige Kammer vorgesehen.
In der Reaktionszone erfolgt die Gaszufuhr zu dem Behandlungsraum vorzugsweise durch eine der diesen umgebenden
ringförmigen Kammern, der Gasabzug aus dem mittig angeordneten
Rohr.
Die Schlitze, die in der Innenwand des Behandlungsraumes vorgesehen sind und zu einem Abschnitt des mittig angeordneten
Rohres führen, sind vorzugsweise in der TJmfangsrichtung des Schachtes versetzt gegen diejenigen Schlitze,
die sich in der Außenwand des Behandlungsraumes befinden und zu einer den Behandlungsraum umgebenden ringförmigen
Kammer führen.
Auf den anliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Schachtofens zur Reduktion von Eisenerz dargestellt,
und zwar zeigt:
Figur 1 in einem Achsschnitt den gesamten Ofen mit einer Andeutung der Gasströmungen,
Figur 2 einen Schnitt entsprechend Schnittlinie H-II von Figur 1,
Figur 3 einen Schnitt entsprechend Schnittlinie HI-III
von Figur 1,
Figur 4 in dem durch die punktierte Linie IV angedeuteten
Ausschnitt aus Figur 1 im einzelnen die Ausbildung einer den Behandlungsraum umgebenden
Ringkammer mit den in den Behandlungsraum führenden Schlitzen.
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Mit 10 ist in Figur 1 die trichterförmig gestaltete, durch eine Glocke 11 verschließbare Gicht bezeichnet, aus der
das erzhaltige Stückgut in den ringförmigen Behandlungsraum 12 gelangt. Dicht unterhalb der Gicht befindet sich die
ringförmige Kammer 13» die mit einem Rohranschluß 18 versehen
ist. Durch Schlitze 28, die gegen das Hereinfallen von Stückgut gesichert sind, steht die Kammer 13 mit dem
Kaum 12 in Verbindung. Derartige Schlitze 28 sind auch bei den weiteren, tief erliegenden, den Behandlungsraum umgebenden
Kammern 26 vorhanden. Sie sind mit Anschlußrohren 27 versehen, durch die die Zufuhr bzw. die Abfuhr von Gasen
erfolgt.
15 ist die Spitze des senkrechten Innenrohres 14, das den
Schacht bis nahe an den unteren Gut aus lauf 20 durchsetzt. Durch Zwischenwände 17 ist der Innenraum des Rohres in
mehrere Abschnitte 21, 22 und 23 unterteilt. Nach dem ringförmigen Behandlungsraum 12 zu liegen die nach diesem
zu abfallenden Schlitze 16. Jeder einzelne der Räume 21, 22 und 23 steht durch Rohre 24 mit Rohranschlüssen 25 in
Verbindung. Die Schlitze 28 zwischen den Ringkammern und dem Behandlungsraum 12 können dabei unterhalb der Kammern
liegen in einem Teil der Außenwand des Behandlungsraumes, in dem dieser sich nach unten konisch erweitert.
Sowohl die Vorwärmzone und die Kühlzone, als auch insbesondere die Reaktionszone sind aus feuerfestem Material
aufgebaut. Auch die durch den Behandlungsraum hindurchgeführten Gasanschlüsse für die einzelnen Abschnitte 21,
22 und 23 des Innenraumes des Innenrohres bestehen aus feuerfesten Werkstoffen.
Figur 2 deutet die Strömungsrichtung der Vorwärmegase an, Figur 3 deutet die Strömungsrichtung der Reduktions-
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gase an. Man erkennt insbesondere, daß die Schlitze 16
in der Innenwand des Behandlungsraumes in Umfangsrichtung
gegen die Schlitze 28 in der äußeren Wandung versetzt sind.
Pat ent anspräche
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Claims (6)
1. Zylindrischer Schachtofen zur Reduktion von Eisenerz, bei dem das erzhaltige Gut in Stückform der Gicht
zugeführt, zunächst genügend getrocknet und erwärmt, durch Behandlung mittels hindurchgeführter Gase in einer
Reaktionszone in genügendem Maße reduziert, dabei aber so behandelt wird, daß kein Zusammenbacken oder Schmelzen
des erzhaltigen Gutes eintritt und nach hinreichender Kühlung am unteren Ende des Schachtes in Stückform abgezogen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Behandlungsraumes (12),
in dem das zu behandelnde Erz oben eingefüllt und unten abgezogen wird, ringförmig ist mit einem mittig angeordneten
Rohr (14), das durch Schlitze (16) in der Innenwand des Behandlungsraumes mit diesem in Verbindung steht
und mit den Behandlungsraum (12) durchsetzenden Rohranschlüssen
(24) versehen ist, und den Behandlungsraum (12) umgebenden ringförmigen der Gaszu- bzw. abfuhr dienenden
Kammern (26), die durch Schlitze (28) in der Außenwand des Behandlungsraumes (12) mit diesem verbunden sind.
2. Zylindrischer Schachtofen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das mittig angeordnete Rohr (14-) durch eine oder mehrere waagerechte Trennwände (17) ia.
gesondert beaufschlagte Verteilungs- bzw. Sammelräume (21, 22, 25) unterteilt ist.
3. Zylindrischer Schachtofen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorwärm- und in der Kühlzone die Gaszufuhr durch das mittig angeordnete Rohr
(14), der Abzug der Gase aus der den Behandlungsraum (12) umgebenden ringförmigen Kammer vorgesehen ist.
4. Zylindrischer Schachtofen nach einem der vorhergehen-
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den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionszone
die Gaszufuhr über die den Behandlungsraum (12) umgebenden ringförmigen Kammern (26), der Gasabzug
aus dem mittig angeordneten Eohr (14) vorgesehen ist.
5· Zylindrischer Schachtofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Zu-
und Abfuhr des gleichen gasförmigen Mittels dienende Abschnitt des mittig angeordneten Rohres (14) einerseits
und die ringförmigen Kammern (13, 26) andererseits in der Höhe gegeneinander versetzt angeordnet sind.
6. Zylindrischer Schachtofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in der
Innenwand des Behandlungsraumes (12) vorgesehenen, zu einem Abschnitt des mittig angeordneten Rohres (14)
führenden Schlitze (16) und die in der Außenwand des Behandlungsraumes (12) vorgesehenen, zu einer ringförmigen
Kammer (13, 26) führenden Schlitze (28) in der Umfangsrichtung des Schachtes gegeneinander versetzt angeordnet
sind.
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Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732333519 DE2333519C3 (de) | 1973-07-02 | Schachtofen zur kontinuierlichen Direktreduktion von stückigem Eisenerz | |
| IN1875/CAL/74A IN142552B (de) | 1973-07-02 | 1974-08-21 | |
| ZA00744139A ZA744139B (en) | 1973-07-02 | 1974-08-27 | Cylindrical shaft furnace for the reduction of iron ore |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732333519 DE2333519C3 (de) | 1973-07-02 | Schachtofen zur kontinuierlichen Direktreduktion von stückigem Eisenerz |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2333519A1 true DE2333519A1 (de) | 1975-01-23 |
| DE2333519B2 DE2333519B2 (de) | 1976-03-11 |
| DE2333519C3 DE2333519C3 (de) | 1976-11-11 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001018259A1 (en) * | 1999-09-06 | 2001-03-15 | Danieli & C. Officine Meccaniche Spa | Furnace for the direct reduction of iron oxides |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001018259A1 (en) * | 1999-09-06 | 2001-03-15 | Danieli & C. Officine Meccaniche Spa | Furnace for the direct reduction of iron oxides |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ZA744139B (en) | 1975-06-25 |
| DE2333519B2 (de) | 1976-03-11 |
| IN142552B (de) | 1977-07-23 |
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