DE2328273B2 - Verfahren zur herstellung einer formmasse auf der basis von geschaeumten polymerisatteilchen mit einem gehalt an wachs - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer formmasse auf der basis von geschaeumten polymerisatteilchen mit einem gehalt an wachsInfo
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- B22C7/02—Lost patterns
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Formmasse auf der Basis von geschäumten
Polymerisatteilchen mit einem Gehalt an Wachs, wobei das Wachs bei Zimmertemperatur fest ist.
Einer der Nachteile der Verformung geschäumter Polymerisate besteht darin, daß das Formgebungsverfahren
Wärme und Druck erforderlich macht, um die gewünschte Form zu erhalten. Darüber hinaus müssen
die Beschickung der Form und die physikalischen Bedingungen genau geregelt werden, um einen maximalen
Wirkungsgrad zu erzielen.
Eine derartige Verfahrensweise ist ziemlich umständlich.
Es besteht daher in der Praxis ein Bedürfnis an einer Formmasse, aus der sich besonders leicht Formkörper
herstellen lassen.
Ferner besteht ein Bedürfnis an einer Formmasse, die insbesondere zur Bildung von Aussparungen in
Betonkörpern verwendet werden kann, es aber möglich macht, diese Formmasse mehrmals wieder zu verwenden.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren -ur Herstellung einer Formmasse auf der Basis von
geschäumten Poiymerisatteilchen und einem Gehalt an Wachs, wobei das Wachs bei Zimmertemperatur
s f%i erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß die geschäumten Polymerisatteilchen mit mindestens 20 Gewichtsprozent Wachs, be-
-oeen -*uf die geschäumten Polymerisatteilchen, bei
einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des ίο Wachses, aber unterhalb des Erweichungspunktes der
geschäumten Polymerisatteilchen in an sich bekannter
Weise gemischt werden.
Gegenstand der Erfindung ist ferner die Verwendung
der nach dem oben beschriebenen Verfahren ■5 hergestellten Formmassen zur Bildung von Aussparungen
in Betonkörpern.
Überraschenderweise wurde gefunden, dali sich aus
den erfindungsgemäß hergestellten Formmassen besonders leicht Formkörper herstellen lassen und daß
sich die Formmassen - wenn diese zur Bildung von Aussparungen in Betonkörpern Verwendung finden
- mehrmals verwenden lassen
Das Gewichtsverhältnis von Wachs zu Polymerisatteilchen beträgt beim erfindungsgemäßen Verfahren
vorzugsweise 1:2 bis 3:1. Als besonders günstig hat
sich herausgestellt, wenn als geschäumte Polymerisatteilchen kugelförmige Perlen in einer Größe vqn 0,5
bis 1 0 mm verwendet werden. Besonders vorteilhaft ist wenn die verwendeten geschäumten Polymerisatteilchen
eine Dichte von 15 bis 30 kg/m3 aufweisen. , . _, .
Bevorzugt ist, wenn die geschäumten Polymerisatteilchen
"eschäumte Polystyrolteilchen sind. Es hat sich ferner als besonders vorteilhaft ei wiesen, wenn
« als Wachs ein Paraffinwachs verwendet wird.
Aus der britischen Patentschrift 840 663 war allerdings bereits ein Verfahren zur Herstellung von
ieichtgewichtigen Materialien aus expandierbaren thermoplastischen synthetischen Harzen, die ein
Treibmittel enthielten, bekannt.
Nach dem bekannten Verfahren werden expandierbare thermoplastische synthetische Harzteilchen
mit einem Bindemittel, das bei Zimmertemperatur fest ist und unterhalb des Erweichungspunktes des
thermoplastischen synthetischen Harzes erweicht und sich nicht beim Erwärmen in dem expandierbaren
thermoplastischen, synthetischen Harz löst, gemischt, und das auf diese Weise erhaltene Gemisch wird durch
Erhitzen auf Temperaturen oberhalb des Erweichungspunktes des thermoplastischen, synthetischen
Harzes unter Bildung von einzelnen porösen Teilchen des thermoplastischen, synthetischen Harzes, die
vollständig von Bindemittel bedeckt sind, expandiert.
Als Bindemittel werden u.a. auch Wachse, insbesondere
Paraffinwachs, verwendet.
Die nach dem geschilderten Verfahren erhaltenen, von Wachs vollständig überzogenen Teilchen werden
als Füllstoffe für Isolierzwecke usw. verwendet. Sie eignen sich aber nicht zur Herstellung eines Formkörpers
der oben beschriebenen Art, und zwar deshalb nicht, weil - durch das besondere Herstellungsverfahren
bedingt - nicht alles Treibmittel bei der Expansion aus den Polymerisatteilchen entweichen kann, sondem
ein Rest des Treibmittels durch die Anwesenheit des Wachses, das die Polymerisatteilchen vollständig
umhüllt, zurückgehalten wird.
Wird die erfindungsgemäß hergestellte Formmasse
nun beispielweise zur Herstellung einer Gießform verwendet, so entweicht bei dem damit verbundenen
Erhitzen ein Teil dieses restlichen, zurückgebliebenen Treibmittels, indem es durch die Wachsumhüllung
diffundiert. Das hat zur Folge, daß eine Gießform erhalten wird, die keine glatte, sondern eine poröse
Oberfläche aufweist. Insbesondere zur Herstellung von Formen für Präzisionsgießereizwecke können daher
diese Materialien nicht verwendet werden.
Das Wachs kann aus einer Vielzahl tob Materialien
ausgewählt werden, vorausgesetzt, daß es bei Zimmertemperatur fest ist. Der Wärmegehalt des Wachses
sollte bei Verformungstemperatur auch nicht ausreichen,
um zu bewirken, daß die Teilchen des expandierten Polymerisats zu einem im wesentlichen
nicht brauchbaren Zustand zusammengezogen werden. Das Wachs sollte daher einen Schmelzpunkt aufweisen,
der unterhalb des Erweichungspunktes des Polymerisats liegt.
Die Wachsmenge in der Zubereitung sollte ausreichend sein, um die Teilchen in einer verformbaren
Masse zu binden. Das ist dann der Fall, wenn mindestens 20 Gewichtsprozent Wachs, bezogen auf die Polymerisatteilchen,
vorliegen In der Praxis wird ein Gewichtsverhältnis Wachs zu Polymerisatteilchen von
1:5 bis 5:1 verwendet.
Die expandierten Polymerisatteilchen können eine beliebige geeignete Form aufweisen. Aus praktischen
Gründen sollen sie aber im wesentlichen kugelförmig sein und sollen mit einem Durchmesser von 0,5 bis
1,5 mm vorliegen. Für die Teilchen kann ein beliebiges geeignetes thermoplastisches Polymerisat verwendet
werden; am häufigsten wird jedoch ein Polymerisat oder Mischpolymerisat eines Vinyl- oder
Vinylidenmonomeren verwendet. Beispiele für Monomere sind Äthylen, Propylen, Butadien, Styrol, Vinyltoluol
oder cr-Methylstyrol oder ein substituiertes
Monomeres, wie Acrylnitril, Vinyl- oder Vinylidenchlorid, Vinylacetat, Methylacrylat, Methylmethacrylat
oder Äthylacrylat. Das Polymerisat kann aliphatisch, insbesondere ein Polyolefin, wie Polyäthylen,
oder ein Mischpolymerisat eines aliphatischen Olefins, wie Äthylen oder Propylen mit einem substituierten
Monomeren, sein. Das Polymerisat kann beispielsweise ein Mischpolymerisat von Äthylen und
Vinylacetat sein.
Die Teilchen können in Form von im wesentlichen kugelförmigen Perlen oder gegebenenfalls aus einem
gemahlenen Abfallschaum bestehen. Für feinere Verwendungszwecke, bei denen die Oberflächenbeschaffenheit
des Gegenstandes, der aus der Formmasse gebildet werden soll, von Bedeutung ist, wird es
vorgezogen, daß die Perlen eine Teilchengröße von 0,5 bis 2,0 und insbesondere von 0,5 bis 1,0 aufweisen.
Wenn die Oberflächenbeschaffenheit von besonderer Bedeutung ist, kann die Oberfläche der geformten
Gegenstände mit geschmolzenem Wachs bestrichen werden, um irgendwelche Unebenheiten dort
abzudecken, wo die Perlen die Oberfläche uneben machen.
Die Dichte der expandierten Polymerisatteilchen liegt im allgemeinen bei 10 bis 100 kg/m3 und insbesondere
bei 15 bis 30 kg/m3.
Die Auswahl des Wachses hängt natürlich von dem Material ab, aus dem die Teilchen gebildet sind, Im
allgemeinen werden - besonders wenn als Polymeri- «atteüchen eeschäumte Polystyrolteilchen verwendet
werden - Wachse mit Schmelzpunkten zwischen 30 und 100° C verwendet. Besonders gut eignen sich
Wachse mit Schmelzpunkten %όο 40 bis 80° C.
Als gut geeignet haben sich Bienenwachs, Candelülawachs, Carnaubawachs, Ceresinwachs, Japanwachs, Montanwachs und ganz besonders Paraffinwachs erwiesen.
Als gut geeignet haben sich Bienenwachs, Candelülawachs, Carnaubawachs, Ceresinwachs, Japanwachs, Montanwachs und ganz besonders Paraffinwachs erwiesen.
Die erfindungsgemäß hergestellte Formmasse ist für verschiedene Zwecke geeignet. Neben dem
ic obenerwähnten Verwendungszweck zur Bildung von
Aussparungen, wie Kanäle usw., in Betonkörpern, kann sie zur Herstellung von Metallgießlingen verwendet
werden, bei denen ein geformtes Modell aus der Formmasse in Gießsand eingedrückt oder mit einer
härtbaren Schale, wie beim Präzisionsguß, beschichtet wird. Wetin heißes Metall auf das Modell
gegossen wird, brennen das Wachs und die Polymerisatteilchen weg, und das heiße Wachs nimmt ihren
Platz ein
ίο Bei der Verwendung der Formmasse zur Bildung
von Aussparungen in Betonkörpern wird der Formmasse die gewünschte Form gegeben und um die Form
ein Betonkörper gebildet. Die Formmasse kann dann nach dem Abbinden des Betons durch Dampf, heißes
J5 Wasser oder Heißluft geschmolzen und die Teilchen
zur erneuten Verwendung gesammelt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
1 Teil kugelförmige expandierte Polystyrolteüchen mit einem Durchmesser von 1 bis 1,5 mm wurde mit
2 Gewichtsteilen Paraffinwachs (Schmelzpunkt 55 bis 60c' C) gemischt. Die Temperatur wurde beim Mischen
auf 70° C gehalten. Das erhaltene halbflüssige Gemisch wurde in eine negative Form in Form eines
»M« gegossen und nachdem das Wachs fest geworden war, wurde die negative Form entfernt, wodurch man
ein positives »M« erhielt.
Das erhaltene »M« wurde dann in Gießsand eingedrückt, nachdem zunächst eine dünne Bürstenbeschichtung
von Wachs aufgebracht worden war, um alle Unebenheilen der Oberfläche abzudecken. Geschmolzenes
Aluminium wurde auf die Formmasse gegossen, die sich sofort zersetzte und brannte und
ein gegossenes »M« iius Aluminium zurückblieb.
1 Teil expandierte Polystyrolgranulate, (Durchmesser 4x8 mm) wurde mit 1 Gewichtsteil des Paraffinwachses
des Beispiels 1 gemischt.
In eine Blockform aus Holz wurde das halbflüssige Gemisch gegeben. Nach dem Abbinden des Wachses
wurde der Block durch Stahlbänder mit Abstützplatten versehen, um die Last zu verteilen, und es wurde
flüssiger Beton darüber und darum gegossen und abbinden gelassen. Der Block wurde anschließend aus
dem Beton unter Verwendung von Wasser bei einer Temperatur über dem Schmelzpunkt des Wachses
enifernt, und das Wachs und die Polymerisatteilchen
iSo wurden gesammelt und wieder verwendet.
Beispiel 2 wurde mit einer Holzform wiederholt, die mit Hartpappe ausgekleidet war, die an der Oberfläche
des Blockes haftete, nachdem das Wachs abgebunden hatte. Auf diiese Weise wurde ein Verbundblock
erhalten, der beim Gießen des Betons den Druckkräften besser widerstehen konnte. Die Poly-
merisatteilchen wurden schließlich wieder zurückgewonnen, während die Hartpappenschicht im Beton
blieb.
Ein rechteckiger Block aus geschäumtem Polystyrol wurde mit der expandierten Polystyrolgranulat/
Wachszubereitung des Beispiels 2 unter Bildung einer Gesamtbeschichtungsstärke von 50 mm beschichtet.
Der beschichtete Block wurde dann zur Bildung einer Aussparung in einem Betonteil, wie in Beispiel 2 beschrieben,
verwendet. Nach Abbinden des Betons wurde die Wachskomponente der Beschichtung geschmolzen
und die Beschichtung entfernt.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung einer Formmasse auf der Basis von geschäumten Polymerisatteilchen
und einem Gehalt an Wachs, wobei das Wachs bei Zimmertemperatur fest ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die geschäumten Polymerisatteilchen mit mindestens 20 Gewichtsprozent
Wachs, bezogen auf die geschäumten Polymerisatteilchen, bei einer Temperatur oberhalb
des Schmelzpunktes des Wachses, aber unterhalb des Erweichungspunktes der geschäumten Polymerisatteilchen
in an sich bekannter Weise gemischt werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Gewichtsverhältnis von Wachs zu Poiymerisatteilchen von 1:2 bis 3:1
verwendet wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als geschäumte Polymerisatteilchen
kugelförmige Perlen in einer Größe von 0,5 bis 1,0 mm verwendet werden.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als geschäumte Polymerisatteilchen
solche mit einer Dichte von 15 bis 30 kg/ m3 verwendet werden.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als geschäumte Polymerisatteilchen
geschäumte Polystyrolteilchen verwendet werden.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Wachs ein Paraffinwachs
verwendet wird.
7. Verwendung der nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 6 hergestellten Formmassen zur
Bildung von Aussparungen in Betonkörpern.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2328273B2 true DE2328273B2 (de) | 1976-05-20 |
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| Country | Link |
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| FR (1) | FR2187847B1 (de) |
| GB (1) | GB1422788A (de) |
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| US5176188A (en) * | 1991-02-14 | 1993-01-05 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Investment casting method and pattern material comprising thermally-collapsible expanded microspheres |
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- 1972-06-08 GB GB2673772A patent/GB1422788A/en not_active Expired
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