DE2327880C2 - Verfahren und Anlage zur direkten Abgabe einer Metallschmelze an eine Verbraucherstelle - Google Patents
Verfahren und Anlage zur direkten Abgabe einer Metallschmelze an eine VerbraucherstelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige beispielsweise aus der DE-PS 3 11 176 und
der Zeitschrift »Gießerei« 55 (1968), 25; Seite 765 bis 768
bekannte Verfahren und auch die entsprechenden Anlagen dienen jeweils zur Versorgung einer einzelnen
Verbraucherstelle, indem beispielsweise gemäß der Zeitschrift »Gießerei« der als Direktschmelzanlage
ausgebildete Schmelzbehälter direkt an eine Druckgießmaschine angeschlossen ist.
Um geschmolzenes Metall Verbraucherstellen, beispielsweise Gießmaschinen, zuzuführen, wird normalerweise ein verhältnismäßig großer Schmelzbehälter
benutzt, dem jeweils bestimmte Mengen an geschmolzenem Metall mittels Gießpfannen oid/dgL entnommen
mulden einzelnen yerbrauchersteHen zugeführt werdenJ Das Zuführen der Schmelze bzw. des geschmolzenen Metalles zu den Verbraucherstellen wird von Hand
gesteuert, derart, daß die einzelnen yer.braucherstellen
im wesentlichen mit der Geschwindigkeit: mit geschmolzenem Metall beschickt werden, wie diese Stellen das
Metall verbrauchen. Wenn es sich bei den Verbrauchersteilen um Gießmaschinen handelt, ist es normalerweise
üblich, Wärmespeicher- oder Mischöfen zu verwenden, wobei die Konstruktion dieser Öfen u.a. von dem
Arbeitsprinzip der jeweiligen Gießmaschinen abhängt
Eine vereinfachte Methode besteht darin, eine Handgießpfanne zu verwenden, um geschmolzenes
Metall einem transportablen Behälter zu entnehmen, der seinerseits zur Aufnahme von Schmelze aus einem
üblichen Schmelzbehälter geeignet ist, und die jeweils erforderlichen Mengen an geschmolzenein Metall aus
der Gießpfanne in die Aufnahmebehälter der einzelnen Gießmaschinen oder Wärmespeicher- bzw. Mischöfen
einzugießen. Für die Durchführung einer derartigen Verfahrensweise wird sehr viel Handarbeit benötigt, die,
wenn sie auch bei kleineren Gießanlagen akzeptabel sein kann, zu beträchtlichen Nachteilen führt, wenn
geschmolzenes Metall großen Gießanlagen zugeführt werden soll.
Gemäß eine·/ anderen Verfahrensweise wird das geschmolzene Metall von eineoi zentralen Schmelzbehälter aus mittels einer transportablen Gießpfanne
weitergefördert und aus dieser in die sogenannten Wärmespeicher- oder Mischöfen gegossen, die den
Gießmaschinen zugeordnet sind. Hinsichtlich der Einfachheit und der Zuverlässigkeit ist eine derartige
Verfahrensweise verhältnismäßig vorteilhaft; dieses wie auch das zuerst beschriebene Verfahren bringt jedoch
das Problem mit sich, daß das geförderte Metall einem Oxydationsprozeß unterworfen wird, da die Oberfläche
des geschmolzenen Metalles bzw. der Metallschmelze dem Einfluß von Luft ausgeätzt ist Dadurch wird
sowohl bei in von Hand betätigten und maschinell betätigten Gießpfannen die Oberflächenschicht der
Metallschmelze einem starken Oxydations- und Erstarrungsprozeß als Ergebnis des großen Temperaturunterschiedes zwischen der Temperatur der Schmelze und
der Temperatur der Luft ausgesetzt
In der DE-GM 7143 020 ist ein Zwischengefäß in
einer Stranggießanlage zum Gießen von weichem Stahl behandelt. Das geschmolzene Metall gelangt über
zwischengeschaltete Behälter oder Pfannen an die Verbraucherstelle und fließt hierbei teilweise im freien
Fall von einem Behälter in den anderen, wobei es der Umgebungsluft ausgesetzt ist und stark oxidiert wird.
Beim Auftreffen des flüssigen Metalls auf die im nachgeschalteten Behälter aufgenommene Schmelze
wird die vorhandene Schlackeschicht zerstört, so daß die Schmelze verunreinigt wird. Gemäß diesem
bekannten Verfahren werden schnellfließende Metallströme von unten gegen die Schlackeschicht gerichtet,
wodurch in der Schmelze vorhandene, nichtmetallische Verunreinigungen von der Schlackeschicht aufgefangen
werden sollen.
In der US-PS 32 06 301 ist ein Gießverfahren beschrieben, bei welchem das in einem Ofen geschmolzene Metall ebenfalls über mehrere zwischengeschaltete Behälter oder Pfannen an die Verbraucherstelle
überführt wird. Die Schmelze gelangt hierbei mehrmals im freien Fall von einem Behälter in den anderen, wobei
sie durch die Umgebungsluft stark oxidiert wird und die
im jeweils nachgeschaiteten Behälter vorhandene Schlackeschicht zerstört und die im Behälter aufgenommene
Schmelze verunreinigt wird. Vor dem Eintritt in die Gießform muß die Schmelze daher durch besondere
Einrichtungen entoxidiert und durch ein geschlossenes atmosphärisches System zu einer ein Inertgas enthaltenden
Kammer geleitet werdeit Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde ein Verfahren zu schaffen, welches es
ermöglicht, geschmolzenes Metall aus einem Schmelzofen mit eingeschlossener Atmosphäre direkt einer
Anzahl im größeren Abstand von Schmelzbehälter angeordneter Verbraucherstellen, z.B. Metallgießformen,
zuzuleiten, und zwar ohne Verwendung von dazwischenliegenden Pfannen und Behältern zur Handhabung
und Behandlung der .Schmelze, bevor diese in die Gießformen eintritt.
Voraussetzung für die direkte Oberführung der
Schmelze vom Schmelzbehälter zu den Verbraucherstellen ist, daß man einerseits die auf dem Badspiegel
schwimmende, aus Oxyden und Verunreinigungen bestehende Schlackeschicht möglichst gering hilt, und
andererseits dafür sorgt, daß der Transport der Schmelze vom Schmelzofen zu den Verbraucherstellen
in der Weise vor sich geht, daß die unvermeidliche Schlackeschicht im wesentlichen unzerstört bleibt, und
zwar auch dann, wenn in den Schmelzofen zum Ausgleich der zu den Verbraucherstellen abgehenden
Schmelze frisches Metall in fester Form eingeleitet wird. Andernfalls gelangen bei einer Beschädigung oder
Zerstörung der Schlackeschicht Oxyde oder andere Verunreinigungen in die Schmelze, was sich nachteilig
auf die Qualität der hergestellten Gußstücke auswirkt
Die Zerstörung der Schlackeschicht wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1
angegebene Maßnahme verhindert
Durch die an den Schmelzbehälter angeschlossenen zu einer größeren Anzahl von Verbraucherstellen
führenden Schmelzkanäle wird ein beruhigter Schmelzefluß erreicht, wobei insbesondere die Nachteile
ausgeschaltet sind, die bisher dann auftreten, wenn der Transport des geschmolzenen Metalles zu den Verbraucherstellen
über zwischengeschaltete Behälter und Pfannen erfolgt.
"Eine für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders geeignete Anlage ist im Patent- 4>
ansprach 2 beschrieben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine schematise!'/? Draufsicht auf einer Anlage
zum Zuführen von geschmolzenem Metall zu Verbraucherstellen, beispielsweise Spritzgußmaschinen, und
F i g. 2 eine vertikale Schnittansicht eines Schmelzbehälters,
der einen Teil des Verteilersystems für das geschmolzene Metrill zu den in Fig. 1 schematisch
dargestellten Spritzgußmaschinen bildet.
In F i g. 1 sind zwei voneinander getrennte Metallgießformen, z.B. Spritzgußmaschinen 10 und 11
dargestellt, die von dem Automaten 12 versorgt werden,
der die fertigen Gußstücke aus den Maschinen herausnimmt und den Betrieb dieser Maschinen in einer50
solchen Weise steuert, daß gewährleistet ist, daß der Gießprozeß solange unterbrochen ist, bis von dem
Automaten die fertigen Gußstücke entnommen sind und sichergestellt ist, daß die Formen leer sind. Die mit dem
Bezugszeichen 13 versehene Pfeillinie deutet die6?
Hauptbewegungsbahn des Automaten in der Draufsicht an.
Der Automat übergibt die fertigen Gußstücke an Fördereinrichtungen 14 und 15, weiche die Gußstücke
zii Abgrat- bzw. Putzstationen 16 bzw. 17 fördern.
Jeder Spritzgußmaschine 10 und 11 ist ein Misch- bzw.
Wärmespeicherbehälter 18 bzw. 19 zugeordnet; den öfen wird das geschmolzene Metall von eiinem
Schmelzbehälter bzw. Schmelzofen 20 durch ein geschlossenes Leitungssystem 21 zugeführt, welches in
geeigneter Weise wärmeisoliert ist. Die Verbindung durch das Leitungssystem 21 ist derart, daß in diesem
System und den Speicherofen 18 und 19 im wesentlichen ein konstantes Schmelzenniveau aufrechterhalten wird.
Dem Leitungssystem ist ein Herd 22 zugeordnei, um Metall aus Schlacke zurückzugewinnen,- die aus dem
Schmelzbehälter 20 abgezogen wird. Dem Schmekbehälter
ist ein Vorwärmofen 23 zugeordnet, in dem das feste Metall getrocknet und auf Temperaturen vorerhitzt
wird, um das Metall der bereits in dem Schmelzbehälter 20 vorhandenen Schmelze zuführen zu
können.
Der Vorwärmofen 23 wird mittels e'-ijer geeigneten
Fördereinrichtung 24 beschickt, die dem VorA'ärmofen
beispielsweise Metallbrammen oder Metallblöcke 25 od. dgL mit einer solchen Geschwindigkeit zuführt, daß
der gesamte Prozeß in Abhängigkeit von der Menge an geschmolzenem Metall durchgeführt wird, welches von
den Spritzgußmaschinen 10 und 11 verbraucht wird.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Anlage wird davon ausgegangen, daß der in den Stationen 16 und 17 von
den Gußstücken in Form von Angußtrichtern u.dgl. entfernte Schrott wiedergewonnen und dem Schmelzbehälter
20 zugeführt wird. Die Anlage ist zu diesem Zweck mit einer Fördereinrichtung 26 versehen, die den
Schrott dem Vorwärmofen 23 über eine Querfördereinrichtung 27 mit einer Geschwindigkeit zuführt, die im
wesentlichen durch Änderungen des Schmelzenniveaus in dem Schmelzbehälter 20 bestimmt ist
Der dem Schmelzbehälter 20 vorgeschaltete Vorwärmofen 23 kann auch über die FördereinrirhtuK^ 24
nur mit Brammen bzw. Blöcken oder über die Querfördereinrichtung 27 nur mit Schrott beschickt
werde.i, wobei jeweils eine der beiden Fördereinrichtungen
24 bzw. 27 zeitweilig in Betrieb gesetzt wird Die Beschickung mittels der Fördereinrichtungen 24 und 27
kann so koordiniert werden, daß beide Fördereinrichtungen dem Vorwärmofen das notwenige Material
zuführen, um einen konstanten Betrieb der Anlage zu gewährleisten.
In der einen Vertikalschnitt wiedergegebenen F i g. 2 sind Einzelheiten des Schmelzbehälters bzw. Schmelzofens
20, des Vorwärmofens 23 und eines Teiles der langgestreckten Schmelzenkanäle 21 dargestellt. F i g. 2
zeigt weiterhin einen Teil der Fördereinrichtung 24 mit einigen darauf geförderten Brammen bzw. Blöcken 25.
Im Vorwärmofen 23 befindet sich eine weitere Fördereinrichtung 23 beispielsweise in Form einer
vibrierenden Rutsche oder Schüttelrutsche, die so angeordnet ist, daß das feste Metall, welches aus
Brammen 25 oder Schrott oder sowohl Brammen als auch Schrott bestellen kann, schräg nach unten in
Richtung auf die sich in dem Schmelzbehälter 20 befindende Schmelze 29 fördert; das feste Schmelzgut
wird sorgfältig bzw. sacht auf den aus Schlacke, d. h.
Verunreinigungen und Metalloxyden, bestehenden Badspiegel 30 der Schmelze abgelegt. Um diese Schicht
abzuziehen, ist in de! Wand des Schmelzbehälters 20 eine Schlackeabzugsöffnung 31 angebracht, durch die in
üblicher Weise ein Schöpfer od. dgl. zum Abschlacken in den Behälter eingeführt werden kann. Gemäß Fig. 2 ist
der Schmelzbehälter 20 mit einer Trennwand 32 versehen, die von oben her durch die Schlackenschicht
30 in das geschmolzene Metall ragt. Die Trennwand 32 soll verhindern, daß größere Mengen der sich in dem
Schmelzbehälter bildenden Schlacke den Schmelzenkanälen 21 und durch diese Schmelzenkanäle 21 den
Speicher- bzw. Mischöfen 18 und 19 zugeführt werden. Der Vorwärmofen 23 ist mit Heizquellen versehen, die
aus Gründen einer vereinfachten Darstellungweise in F i g. 2 als elektrische Widerstandsheizelemente 33 und
34 dargestellt sind.
In der Schmelze 29 im Schmelzbehälter befinden sich
ebenfalls Heizelemente, die z. B. die Form eines elektrischen Widerstandselementes 35 haben. Die
SchmelzenkaniMe 21 können vorzugsweise ebenfalls mit Heizelementen versehen sein, von denen in F i g. 2 das
Heizelement 36 dargestellt ist. Die dargestellte Anlage ist mit einem Niveauanzeiger 37 versehen, der ständig
ucii Bauipicgei ocf SchiuciZc iffi SCnfficizbcnaiicr und
damit auch das Niveau der Schmelze in den Schmelzenkanälen abtastet, obwohl normalerweise eine bestimmte
Verzögerung zwischen dem Schmelzbehälter und den Schmelzenkanälen vorhanden sein wird. Der Niveauanzeiger
ist so an die Antriebsaggregate der Fördereinrichtungen
24, 26 und 27 angeschlossen, daß diese Fördereinrichtungen allein oder zusammen jeweils die
Menge an festem Rohgut dem Vorwärmofen zuführen, die notwendig ist, um einen konstanten Badspiegel der
Schmelze bzw. des geschmolzenen Metalles in den Schmelzenkanälen aufrechtzuerhalten, daß die Spritzgußmaschinen
sich in betriebsbereitem Zustand befinden.
Zum Einführen der festen Rohstoffe in die Schmelze dient eine vibrierende Fördereinrichtung 28, die so
angebracht ist. daß die Rohstoffe verhältnismäßig langsam bzw. sacht durch die Schlackeschicht 30
hintJürehtreten und in die Schmelze eingeführt werden;
auf diese Weise wird eine Bramme od. dgU beispielsweise die in F i g. 2 dargestellte Bramme 25a, die auf eine
verhältnismäßig hohe, jedoch nicht auf Schmelztemperatur vorerhitzt ist, an einer bestimmten Stelle durch die
Schlackeschicht hindurchtreten, wobei praktisch gleich-
zeitig beim Kontakt mit der Schmelze der Schmelzvorgang erfolgt. Auf diese Weise wird die aus Verunreinigungen
u. dgl. gebildete Schlackeschicht 30 auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalles 29 im wesentlichen
nicht aufgewühlt, und es wird verhindert, daß Teile dieser Schlackeschicht in die Schmelze bzw. das
geschmolzene Metall 29 eindringen, wodurch in der Schmelze unerwünschte Einschlüsse entstehen könnten,
die das geschmolzene Metall auf dem Weg zu den einzelnen Verbraucherstellen begleiten würden. Bei
einer derartigen Verfahrensweise wird außerdem beim Schmelzen der Brammen bzw. Blöcke nur sehr wenig
Schlacke gebildet, da das Schmelzen der Brammen im wesentlichen auf dem Niveau oder unterhalb des
Niveaus des geschmolzenen Metalles, d. h. in Abwesenheit von Luft, stattfindet. F.s ist vorgesehen, daß das
Volumen der Schmelze bzw. Jes geschmolzenen Metalles 29 genau auf das Volumen des der Schmelze je
Zeiteinheit zugeführten Rchgtites {Brammen und/oder
Schrott) abgestimmt ist, daß die Temperatur der Schmelze sich nicht wesentlich aufgrund der zugeführten
Charge verändert. Das geschmolzene Metall fließt aus dem Schmelzbehälter unter dem Einfluß der
Schwerkraft durch die Schmelzenkanäle 21, und zwar vorzugsweise mit sehr niedrigen Geschwindigkeiten,
wodurch ein optimales Ergebnis hinsichtlich der Qualität des Endproduktes gewährleistet ist. Die
gesc-üossene Anordnung des gesamten Verteilungssystems
von dem Vorwärmofen und dem Schmelzbehälter jo bis zu den Schmelzenkanäle 21 verhindert in optimaler
Weise sowohl Erstarrungs- als auch Oxydationserscheinungen in der Schmelze. Die geschlossene Anordnung
verhindert weiterhin, daß durch die Ofenatmosphäre Luft, sogenannte Zugluft, strömt, was zur Folge hat, daß
dem System nur eine minimale Wärmemenge zugeführt werden muß. Dadurch können billige und einfache
Wärmequellen benutzt werden, wodurch ein sehr wirtschaftlicher Betriebsablauf erreicht wird. Das
erfindungsgemäße Verfahren führt ebenso wie die erfindungsgemäße Anlage zu guten Ergebnissen sowohl
hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit als auch der Qualität der fertigen Gußstücke.
Claims (2)
1. Verfahren zur direkten Abgabe' einer Metallschmelze von einem als Schmelzofen mit eingeschlossener Atmosphäre ausgebildeten Behälter an
eine Verbraucherstelle, insbesondere Metallgießform, bei dem man die Schmelze innerhalb des
Behälters in einer wesentlich unterhalb des Badespiegels liegenden Höhe ungehindert in einen im
wesentlichen horizontal verlaufenden, wärmeisolierten, und eine Atmosphäre einschließenden Schmelzenkanal ableitet und dabei in dem Behälterund dem
Schmelzenkanal für einen im wesentlichen konstanten Badspiegel sorgt, indem man der im Behälter
aufgenommane Schmelze frisches, vorzugsweise ;s
vorerwärmtes Metall in fester Form in der Weise zuführt, daß die sowohl im Behälter als auch in dem
Schmelzenkanal auf der Schmelze schwimmende Schlackeschicht weitgehend ruhig und unzerstört
bleibt wobei die Menge des in die Schmelze eingeleiteten frischen Metal» so bemessen ist, da"
"der Abgang an Schmelze an die Verbraucherstelle kompensiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß man die Metallschmelze durch mehrere an
den Schmelzbehälter angeschlossene Schmelzenkanäle an eine Anzahl mit größerem Abstand vom
Behälter angeordnete Verbräucherstellen leitet
2. Anlage'zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch I, mit einem als Schmelzbehälter mit eingeschlossener Atmosphäre ausgebildeten
Schmelzhehälter, der durch eine wesentlich unterhalb des Badspiegels liegende öffnung mit einem zu
einer Verbraucherstelle führenden, im wesentlichen horizontalen und eine. Atmosphäre einschließenden
Schmelzenkanal in Verbindung steht, wobei dem Schmelzbehälter eine dicht über dem Badspiegel
endende Fördereinrichtung zum Heranführen von frische, vorzugsweise vorerwärmte Metall in.einer
solchen Menge zugeordnet ist, daß der Badspiegel in Betrieb der Anlage im wesentlichen konstant bleibt,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Schmelzbehälter (20) zur gesonderten Versorgung mehrerer
Verbraucherstellen (10,11) mehrere langgestreckte Schmelzenkanäle (21) anschließen, und daß der
Schmelzbehälter (20) und die Schmelzenkanäle (21) « so dimensioniert sind, daß die Schmelze (29) mit
geringer Geschwindigkeit von selbst durch die Schmelzenkanäle fließt und die auf dem Badspiegel
(30) schwimmende Schlackenschicht im wesentlichen unzerstört bleibt.
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