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DE2324599A1 - Spinnduesenplatte fuer duesenpakete von schmelzspinnanlagen und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Spinnduesenplatte fuer duesenpakete von schmelzspinnanlagen und verfahren zu ihrer herstellung

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Publication number
DE2324599A1
DE2324599A1 DE19732324599 DE2324599A DE2324599A1 DE 2324599 A1 DE2324599 A1 DE 2324599A1 DE 19732324599 DE19732324599 DE 19732324599 DE 2324599 A DE2324599 A DE 2324599A DE 2324599 A1 DE2324599 A1 DE 2324599A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spinneret
nozzle
plate
nozzle inserts
carrier plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732324599
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr Beck
Eckhard Werner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LL Plant Engineering AG
Original Assignee
ZiAG Plant Engineering GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ZiAG Plant Engineering GmbH filed Critical ZiAG Plant Engineering GmbH
Priority to DE19732324599 priority Critical patent/DE2324599A1/de
Publication of DE2324599A1 publication Critical patent/DE2324599A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D4/00Spinnerette packs; Cleaning thereof
    • D01D4/02Spinnerettes
    • D01D4/027Spinnerettes containing inserts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Spinndüsenplatte für Düsenpakete von Schwolzspinnanlagen und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine Spinndüsenplatte für Düsenpakete von Schmelzspinnanlagen für synthetische Hochpolymere, bestehend aus einer Verbundplatte mit Schichten metallischer Werkstoffe unterschiedlicher Eigenschaften, wobei mindestens eine Schicht als Trägerpiatte mit ausreichender Festigkeit für die Aufnahme der vom Spinndruck erzeugten Kräfte gestaltet ist und die Düseübohrungen durch sämtliche Schichten hindurchgeführt sind.
  • Bei einer derartigen Splnndüsenplatte, die zum Stande der Technik gehört ist mit einer aus geringwertigem M-terial bestehenden Trägerplatte eine zweite Platte unw lösbar verbunden, die aus hochkorrosionsfestem Material besteht. Als Werkstoff hierfür werden u. a. Gold, Platin und Silber angegeben, mithin Werkstoffe, die unverhältnismäßig teuer sind. Andererseits soll die Dicke der gesamten Spinndüsenplatte im Bereich weniger Zehntel-Millimeter liegen, so daß der Materialaufwand wiederum gering ist (DT-OS 2 165 581). Bei der hierdurch vorbekannten Spinndüsenplatte steht das zu verspinnende Material in Wechselwirkung mit beiden Werkstoffen der Verbundplatte.
  • Weder die Dicke der Verbundplatte noch der größte Teil der für die einzelnen Komponenten angegebenen Metalle lassen die vorbekannte Düsenplatte als für Schmelzspinnzwecke geeignet erscheinen. Außerdem hat ein großer Teil der für die korrosionsfeste Schicht angetebenen Werkstoffe Wärmeleitfähigkeitseigenschaften> die nicht über die völlig ungenügenden Werte eisenhaltiger Werkstoffe hinausgehen. Ein Temperaturausgleich zwischen der Umgebung der einzelnen Düsenbohrungen kann daher mit dem größten Teil der angegebenen Werkstoffpaarungen nicht erreicht werden.
  • Es ist ferner bekannt, in eine aus homogenem Material bestehende Trägerplatte Düseneinsätze einzusetzen, die aus einem gegenüber der Trägerplatte verschleißfesterem Material bestehen sollen (DT-GM 1 977 091). Mit der hierdurch vorbekannten Spinndüsenplatte läßt sich jedoch ein quer zu den Düsenbohrungen gerichteter Wärmetransport bzw. Wärieausgleich nicht erreichen.
  • Schließlich ist es noch vorbekannt, Wärmeverluste von der Oberfläche einer Spinndüsenplatte dadurch einzudEmmen, daß vorzugsweise im Abstand von der Spinndüsenplatte ein sogenannter Wärmeschutzschild angebracht wird, der mit der Spinndüsenbeheizung in Verbindung steht (DT-OS 2 138 201). Auch eine solche Anordnung ist ungeeignet, Temperaturdifferenzen innerhalb der eigentlichen Spinndüsenpatte auszugleichen. Zum Verständnis der Probleiatik sei auf folgende Zusammenhänge verwiesen: Zum Schmelzspinnen synthetischer Fäden aus Hochpolymeren werden Spinndüsenplatten in Form von Flanschplatten oder Einsatzdüsen verwendet, wie sie beispielsweise auch Gegenstand eines Teils der obigen Vorveröffentlichungen sind. Die Spinndüsenplatten werden mit 2wischenplatten, Filtern (Sandfüllungen) etc. zu sogenannten Düsenpaketen verschraubt, die einzeln oder zu mehreren in Spinnbalken oder Spinnköpfe eingesetzt werden. Die Beheizung der Spinnbalken erfolgt entweder indirekt über einen Wärmeträger oder direkt durch elektrische Heizeinrichtungen.
  • Die Beheizung der Düsenpakete erfolgt zum Teil indirekt über eine Strahlungsheizung vom Rand der Düsenpakete her, wobei eine Spinndüsenplatte mit Flansch wegen der großer ren Wärmeübergangsfläche gegenüber einer Einsatzdüse Vorteile aufweist. Die Beheizung durch Strahlung hat sich als nachteilig herausgestellt, da ein A;xfheizen der Spinndüsenpiatten im Spinnbalken sehr langwierig ist und es einer erheblichen Zeitspanne bedarf, um die in der Regel erforderliche hohe Düsenplattentemperatur und eine gute Temperaturgleichmäßigkeit in der Düsenplatte herbeizuführen. Bei einem Düsenwechsel ist man daher gezwungen, den Nachteil des schlechten Wärmeübergangs dadurch zu beseitigen, daß die Düsenpakete vor dem Einsetzen in den Spinnbalken oder Spinnkopf in einem Wärmeschrank auf die zum Spinnen erforderliche Temperatur aufgeheizt werden. Durch eine solche Maßnahme, die zu erhöhten Betriebskosten führt, kann es jedoch nicht gelingen, die während des Betriebes in der Spinndüsenplatte auftretenden Wärmeprobleme in den Griff zu bekommen.
  • Aus Gründen der textilen Weiterverarbeitung ist es erforderlich, daß die Durchmesserschwankungen der ersponnenen Fäden möglichst klein sind, und daß die ersponnenen Fäden nach der Fadenbildung unterhalb der SpinndUsenplatte gleichbleibende textile Eigenschaften aufweisen, d.. daß sich die beim Fadenbildungsprozess im Fadenquerschnitt ablaufenden physikalischen Vorgänge in jeder einzelnen Düsenbohrung in der gleichen Weise vollziehen.
  • Um zu guten und gleichmäßigen Fadeneigenschaften zu gelangen, sind als wichtigste Voraussetzung die Temperatur der Spinndüsenplatten und die Temperaturverteilung innerhalb der Spinndüsenplatten in möglichst engen Grenzen zu halten.
  • Die erwähnten Wärmeprobleme sind sehr vielschichtiger Natur. So müssen die Spinndüsenplatten nicht nur, wie bereits angegeben, vor dem Einsetzen aufgeheizt werden, sondern es muß auch unbedingt verhindert werden, daß bei geringen Durchsätzen an Schmelze die Temperatur der Spinndüsenplatten absinkt, oder, daß bei höheren Durchsätzen an Schmelze die Temperatur der Spinndüsenplatten ansteigt. Weitere Probleme entstehen durch den Abkthlprozess der ersponnenen Fäden unterhalb der SpinndUsenplatte. Dort ist in der Regel eine Kühlzone vorgesehen, die aus einem die Fäden umgebenden Blasschacht besteht, welcher von einer quer zu den Fäden gerichteten Kühlluftströmung durchsetzt wird. Diese Kühlluftströmung hat weitere Einflüsseauf den Teiperaturhaushalt in der Spinndüsenplatte, wobei noch der zusätzliche Nachteil auftritt, daß die Einflüsse aus Gründen der Strdmungsführung und des Wärmeübergangs nicht über die gesamte Fläche der Spnndüsenplatte gleichmäßig sind. Man hat zwar schon versucht, den Einfluß der Blasluftströmung durch zwischengeschaltete Dampf- oder Gas sperren auszuschalten, hierdurch entstehen jedoch neue Probleme in bezug auf die negative Beeinflussung des Wärmehaushalts der Spinndüsenplatte.
  • Zum Zwecke einer unabhängigen Einstellung der Temperatur der Spinndüsenplatte von den verschiedenen Einflußgrößen auf einen konstanten Wert und der Verminderung der Temperaturgradienten innerhalb der Spinndüsenplatte wurde zwar schon vorgeschlagen, die Düsenplatte auf ihrem Umfang unmittelbar und kraftschlüssig mit einem über die Düsenpiatte hinausragenden Rahmen zu verstehen, wobei dem Rahmen im Bereich der Düsenplatte eine zusätzliche Düsenplattenbeheizung zugeordnet ist. Durch eine solche Maßnahme werden Wärmezufuhr zur Spinndüsenplatte und der Wärme aus gleich innerhalb der Spinndüsenplatte zwar wesentlich verbessert, eine vollständige Lösung der bestehenden Wärmeprobleme ist hierdurch jedoch nicht in vollem Umfange möglich. Das Haupthindernis liegt dabei in der beschränkten Auswahl der für Spinndüsenplatten zur Verfügung stehenden Werkstoffe.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spinndüsenplatte der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, daß der Wärmetransport zur und innerhalb der Spinndüsenplatte auf einen vorher nicht erreichten Wert bei voller Beständigkeit der Spinndüsenplatte gegenüber mechanischen und chemischen Angriffen gesteigert werden kann. Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine Spinndüsenplatte anzugeben, mit der ein Heizelement und ggf. auch ein Temperaturfühler unter Erzielung großer Wärmeübergangsflächen verbunden ist bzw. sind.
  • Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei der eingangs beschriebenen Spinndüsenplatte erfindungsgemäß dadurch, daß die Trägerplatte mit Düseneinsätzen einer solchen Länge versehen ist, daß die Düseneinsätze auf der äußeren Seite der Trägerplatte aus dieser merklich hervorstehen, und daß sich in dem Raum zwischen dem überstehenden Teil aller Düseneinsätze eine die,Düseneinsätze und die Trägerplatte berührende Schicht aus einem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit befindet. Die Trägerplatte kann dabei aus einem hochlegierten, wärme-und korrosionsbeständigen Stahl, wie beispielsweise W.Nr. 4057 nach DIN 17006, bestehen, und ist in der Weise dimensioniert, daß sie das den vorgegebenen Spinndrücken entsprechende, erforderliche Widerstandsmoment besitzt. Die erfindungsgemäße Spinndüsenplatte kann sowohl als Einsatzdüse als auch als Flanschplatte Verwendungilnden. Im Falle der bevorzugten Verwendung als Flanschplatte-kann sie in an sich bekannter Weise am Umfang mit Bohrungen für Befestigungsschrauben versehen werden, mittels welchen sie zu Düsenpaketen verschraubt werden kann. Als Werkstoff mit hoher Wärmeleitfähigkeit können bevorzugt Aluminium- oder Bronzelegierungen verwendet werden, wobei jedoch eine breite Auswahlmöglichkeit an geeigneten Werkstoffen besteht, weil die Spinnschmelze mit dem betreffenden Werkstoff nicht in Berührung kommen kann.
  • Die aus eines Werkstoff mit hoher Wärmeleitfähigkeit bestehende Schicht sorgt für einen guten Temperaturausgleich innerhalb der Spinndüsenplatte, da sie mit den Oberflächen der Düseneinsätze und der Trägerplatte in inniger Berührung steht.
  • Die Lösung der insbesondere gestellten Aufgabe erfolgt gemäß der weiteren Erfindung dadurch, daß in die Schicht aus dem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkit ein Heizelement eingebettet ist. Als Heizelement kommt vorzugsweise ein elektrischer Widerstandsheizkörper infrage, der sowohl einteilig als auch mehrteilig ausgeführt sein kann. Bei gleichmäßiger Verteilung des Heizelements über die gesamte Querschnittsfläche der Spinndüsenplatte ergibt sich so ein äußerst gleichmäßiges Temperaturprofil, da die Wärme innerhalb der Spinndüsenplatte, d. h. am Ort ihres Bedarfs, erzeugt wird. Die Temperatur der Spinndüsenplatte kann daher spontan vorgegebenen Temperaturänderungen folgen. Insbesondere fällt dadurch bei einem Wechsel des Düsenpakets die ansonsten erforderliche Vorheizung in einem Wärmeofen weg. Die Regelung der Düsenplattentemperatur läßt sich verzögerungsfrei und in engen Grenzen dann erreichen, wenn gemäß der weiteren Erfindung in der Schicht aus dem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit ein Temperaturfühler angeordnet ist, dessen Meßwert ggf. nach Verstärkung einem Stellglied für das Heizelement aufgeschaltet ist. Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lehre kann sogar der zusätzliche Vorteil erzielt werden, daß die aufwendige, indirekte Beheizung der Spinnbalken durch einen Wärmeträger entfallen kann.
  • Es ergeben sich dadurch einfach aufgebaute, schnell und genau regelbare Spinnköpfe, so daß der Spinnbalken bisheriger Konstruktion entfallen kann.
  • Die Düseneinsätze werden zweckmäßig aus hochlegiertem Stahl vorgefertigt und in Bohrungen der Trägerplatte entweder eingepreßt oder eingeschrumpft. Die Herstellung der Düseneinsätze kann entweder im Feingußverfahren (Croning-Guß) oder au£ spanabhebendem Wege erfolgen.
  • Die Kapillarbohrungen können dabei erst im Anschluß an die Fertigstellung der aus Trägerplatte und Düseneinsätzen bestehenden Einheit gebohrt werden, so daß der mechanische Arbeitsaufwand an der fertiggestellten Spinndüsenplatte auf ein Minimum reduziert wird.
  • Ein zusätzlicher Vorteil kann gemäß der weiteren Erfindung dadurch erreicht werden, daß die Düseneinsätze über die äußere Begrenzungsfläche der Schicht aus dem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit hervorstehen. Hierdurch entsteht eine vergrößerte, im Wärmeaustausch mit der Umgebung des herausragenden Teils der Düseneinsätze stehende Oberfläche, wodurch es möglich ist, mehr Wärme an die Umgebung abzuführen. Oberschüssige Wärme kann beispielsweise örtlich dadurch entstehen, daß bei starken Titern der ersponnenen Fäden ein größerer Wärmeanfall auftritt. Der Abkühlungsvorgang kann durch die gezielte Beaufschlagung der herausragenden Teile der Düseneinsätze mit Blasluft wesentlich unterstützt werden.
  • Bei Ausnutzung aller Vorteile, die der erfindungsgemäßen Lösung innewohnen, läßt sich ein Schmelzspinnprozess durchführen, der sich durch gleichförmige Wärmeübergangszahlen während der gesamten Entstehungsgeschichte eines jeden einzelnen Fadens auszeichnet. Die Wärmeübergangszahl in der Spinndüsenplatte steigt mit zunehmender Spritzgeschwindigkeit des Jeweiligen Polymeren in den Kapillarbohrungen an. Für Polyester können als Beispiel Wärmeübergangszahlen von 200 Kcal/m2h C bei einem Durchsatz je Kapillare von 10 Milligramm pro Sekunde und bis zu 300 kcal/m2h 0C bei 80 Milligramm pro Sekunde genannt werden. Bei Polyamiden liegen diese Wert etwas niedriger.
  • Wird für die Strahlaufweitung der Polymerströmung hinter der Spinnplatte die Wärmeübergangszahl längs des Spinnweges ermittelt, so zeigt sich im Gegensatz zu den oben gemachten Angaben eine mit dem Durchsatz fallende Tendenz der Wärmeübergangszahl. Hier gelten für Polyester bei einem Durchsatz von 10 Milligramm pro Sekunde 237 kcal/m2h 0C und für 80 Milligramm pro Sekunde 136 kcal/m2h C. Für Polyamid-6 wurde bei einem Durchsatz von 10 Milligramm pro Sekunde der Wert 218 kcal/m2h °C und bei 80 Milligramm pro Sekunde der Wert 118 kcal/m2h °C ermittelt. Wegen dieser Zusammenhänge wird der Polymerdurchsatz bei Verwendung der erfindungsgemäßen Spinndüsenplatte zweckmäßig so eingestellt, daß die Wärmeübergangszahl für den Polymerstrom in der Kapillarbohrung der Spinndüsenplatte gleich oder näherungsweise gleich ist derjenigen Wärmeübergangszahl, welche für die Strahlaufweitung längs des Spinnweges im Spinn- oder Blasschacht ermittelt wird.
  • Die Durchführung des Spinnprozesses mit den angegebenen Bedingungen ist sowohl beim Schmelzspinnen mit als auch beim Schmelzspinnen ohne Blasluft von erheblicher Bedeutung und mit der erfindungsgemäßen Spinndüsenplatte ohne weiteres durchführbar.
  • Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Spinndüsenplatte sei nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Spinndüsenplatte sowie vier in der Schnittebene liegende'Düsenbohrungen, Fig 2- einen Axialschnitt durch einen einzelnen Düseneinsatz und Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie 111-1 II durch den Gegenstand gemäß Fig. 2.
  • In Fig. 1 ist mit 10 eine Spinndüsenplatte bezeichnet, die u. a. aus einer Trägerplatte 11 besteht. Die Trägerplatte 11 ist beispielhaft als Kreisscheibe ausgebildet und kann auch die Form einer Rechteckplatte haben. Sie besitzt auf ihrem Umfang eine Vielzahl von Bohrungen 12 für die Aufnahme von Befestigungsschrauben, mittels welcher die Spinndüsenplatte 10 an einem in Fig. 1 nicht dargestellten Gehäuse unter Bildung eines Düsenpakets befestigt ist. Die Trägerplatte 11 besteht aus einem hochlegierten, temperatur- und korrosionsfesten Stahl und hat eine solche Stärke, daß sie den auftretenden Spinndrücken gewachsen ist. Bei einem Außendurchmesser von 189 mm hat sich eine PlattenstErke von 35 mm als brauchbar erwiesen. Die Trägerplatte ii besitzt eine Vielzahl von auf konzentrischen Kreisen angeordneten Bohrungen, in welche Düseneinsätze 13 eingesetzt sind. Die Düseneinsätze 13 besitzen dabei eine solche Länge, daß sie tier die untere Begrenzungsfläche 14 der Trägerplatte 11 merklich hervorstehen.
  • Der Raum zwischen dem überstehenden Teil aller Düseneinsätze ist mit einer die Düseneinsätze und die Trägerplatte berührenden Schicht 18 aus einem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit ausgefüllt. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine DIN-Legierung Al-Mehrstoffbronze B (GAlMBzB) oder die aushärtbare Al-Gußlegerung (6 Al Si Mg), die in schmelzflüssigem Zustand durch Gießen in den angegebenen Raum eingebracht wurde. Zwischen den Düseneinsätzen befindet sich eine Heizeinrichtung 15, von der jedoch nur die Schnittflächen sowie das Anschlußende 16 zu sehen sind. In der Mitte der Spinndüsenplatte 10 befindet sich außerdem ein Temperaturfühler 17, der nur schematisch dargestellt und über einen Verstärker mit einem Stellglied für die Heizleistung des Heizelements 15 verbunden ist.
  • Die Düseneinsätze 13 sind von einer solchen Länge, daß ein Teil über die untere Begrenzungsfläche 19 der Schicht 18 aus dem gut wärmeleitenden Werkstoff herausragt. Es handelt sich hierbei um denjenigen Teil der Diiseneinsätze, der die eigentliche Kapillarbohrung 20 enthält. Die Begrenzungsfläche 19 der Spinndüsenplatte 10 ist gleichzeitig die Austrittsseite.
  • Einzelheiten des DUseneinsatzes 13 sind Fig. 2 zu entnehmen. Der Düseneinsatz enthält auf dem ersten Teil des von ihm eingeschlossenen Strömungsweges eine Schmelzenzuffihrungsbohrung 21, die in ein konisches Zwischenstück 22 und nachfolgend in die Kapillare 20 übergeht. Die Zuführungsbohrung 21 ist von einem im wesentlichen zylindrischen Mantelteil 23 umgeben, der jedoch zum Zwecke einer Oberflächenvergrößerung mit rippenförmigen Vorsprüngen 24 bzw. nutenförmigen Ausnehmungen 25 versehen ist. Weitere Einzelheiten sind Fig. 3 zu entnehmen. Die links der Mittellinie liegenden Hälften des Düseneinsatzes gemäß Fig. 2/3 stellen eine Ausführungsform, die rechts der Mittellinie liegenden Hälften eine andere Ausführungsform dar. Ein flanschförmiger Rand 26 am oberen Ende des DUsenelnsatzes ermöglicht eine genaue Posiionierng der DUseneinsätze innerhalb der Trägerplatte 11.
  • - Ansprüche -

Claims (7)

  1. Ansprüche: i.Spinndüsenplatte für Düsenpakete von Schmelzspinnlagen für synthetische Hochpolymere, bestehend aus einer Verbundplatte mit Schichten metallischer Werkstoffe unterschiedlicher Eigenschaften, wobei mindestens eine Schicht als Trägerplatte mit ausreichender Festigkeit für die Aufnahme der vom Spinndruck erzeugten Kräfte gestaltet ist und die Düsenbohrungen durch sämtliche Schichten hindurchgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (11) mit Düseneinsätzen (13) einer solchen Länge versehen ist, daß die Düseneinsätze auf der äusseren Seite der Trägerplatte aus dieser merklich hervorstehen, und daß sich in dem Raum zwischen dem überstehenden T-eil aller Düseneinsätze eine die Düseneinsätze und die Trägerplatte berührende Schicht (18) aus einem Werkstoff hoher Wärmeleitfthigkit befindet.
  2. 2. Spinndüsenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der überstehende Teil der Düseneinsätze (13) und die Schicht (18) aus dem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit auf der Austrittsseite der Spinndüsenplatte angeordnet sind.
  3. 3. Spinndüsenplatte nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Schicht (18) aus dem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit ein Heizelement (15) eingebettet ist.
  4. 4. Spinndüsenplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schicht (18) aus dem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit ein Temperaturfühler (17) angeordnet ist.
  5. 5. Spinndüsenplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet> daß die Düseneinsätze (13) über die äußere Begrenzungsfläche (19) der Schicht (18) aus dem Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit hervorstehen.
  6. 6. Spinndüsenplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Düseneinsätze (13) eine Schmelzenzuführungsbohrung (21) und eine im Verhältnis dazu engere Kapillarbohrung (20) aufweisen, und daß mindestens ein Teil der die Kapillarbohrung enthaltenden Länge der Düseneinsätze über die äußere Begrenzungsfläche (19) hervorsteht.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung von Spinndüsenplatten nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Trägerplatte (11) mit den Düseneinsäzen (13) vereinigt und nachfolgend der Raum zwischen dem überstehenden Teil aller Düseneinsätze mit einem geschmolzenen Werkstoff hoher Wärmeleitfähigkeit ggf. unter Umschließung von Heizelement (15) und Temperaturfühler (17) ausgegossen wird.
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