DE2312032C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Eintreiben von Spundwandbohlen und Pfählen in Erdreich - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Eintreiben von Spundwandbohlen und Pfählen in ErdreichInfo
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- DE2312032C3 DE2312032C3 DE19732312032 DE2312032A DE2312032C3 DE 2312032 C3 DE2312032 C3 DE 2312032C3 DE 19732312032 DE19732312032 DE 19732312032 DE 2312032 A DE2312032 A DE 2312032A DE 2312032 C3 DE2312032 C3 DE 2312032C3
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D13/00—Accessories for placing or removing piles or bulkheads, e.g. noise attenuating chambers
- E02D13/02—Accessories for placing or removing piles or bulkheads, e.g. noise attenuating chambers specially adapted for placing or removing bulkheads
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D7/00—Methods or apparatus for placing sheet pile bulkheads, piles, mouldpipes, or other moulds
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- Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Eintreiben von Spundwandbohlen und
Pfählen in Erdreich, gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 8.
Aus der US-PS 18 52 903 ist ein Verfahren zum Eintreiben von Pfählen in das Erdreich bekannt, wobei
in der Nähe der Eintreibstelle durch Wasserspülung das umliegende Erdreich verdichtet und so ein Hohlraum
gebildet wird.
Hohlräume dieser Art können jedoch nur in an sich lockerem Erdreich, das eine Verdichtung zuläßt,
geschaffen werden.
Zudem ist durch das nicht kontrollierbare Auswaschen von Hohlräumen je nach Dichte der betreffenden
Bodenschicht eine sichere Verankerung des Pfahles im Erdreich nicht gewährleistet, da weder die Tragkraft
noch die Zugbelastbarkeit eindeutig festzulegen ist.
Ferner ist aus der DE-PS 6 44 992 ein Verfahren zum Eintreiben von eisernen oder stählernen Spundbohlen in
besonders widerstandsfähigen Untergrund bekannt, wobei an den Stellen, wo das Schloß eines jeden eine
Raumeinheit bildenden Spundbohlenpaares zu liegen kommt, Löcher in den Untergrund vorgebohrt werden,
worauf das Einrammen der Spundwandbohlen in der üblichen Weise erfolgt
Hierbei bestehen aber die Nachteile, daß die Bohrlöcher spätestens beim Eintreiben der Sprndwandbohlen
zusammenfallen, bevor letztere ihre vorgewählte Tiefe erreicht haben, und daß ein wiederholbares
Aufbohren dieser Löcher nur nach vorherigem Ziehen der Spundwandbohlen möglich ist
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, das Verfahren eingangs beschriebener Art zum
Eintreiben von Spundwandbohlen so zu verbessern und eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens
zu schaffen, daß das Eintreiben bei allen, auch schwierigen Bodenarten mit geringerem Kraftaufwand
und in kürzeren Zeiten erfolgt als bisher.
Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst
Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst
Weitere vorteilhafte Merkmale des Verfahrens und der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Hierdurch kann eine Spundwandbohle nicht nur mit viel geringerer, nämlich mit nur etwa einem Zehntel der
bisher aufzuwendenden Kraft, sondern auch in dichtgelagertes, nichtbindiges Erdreich eingetrieben werden,
was bisher nicht möglich war. Zusätzlich sind je nach Bodenbeschaffenheit ganz erhebliche Zeitersparnisse
zu erreichen.
Das Verfestigen der Lochwand kann zum Beispiel durch schnellbindenden Zement; der mit Wasser
angereichert an die Lochwandung gespritzt wird, geschehen.
Dadurch wird verhindert, daß lockeres Erdreich, wie zum Beispiel Sand, das Loch, wenn der Bohrer
zurückgezogen wird, schon wieder ausfüllt, bevor die
Spundwandbohle od. ä. eingedrückt worden ist
Als Stützflüssigkeit eignet sich zum Beispiel mit
Wasser angereicherter Bentonit ganz besonders gut
Bei der stufenweisen Verfahrensweise wird immer wieder das beim Eintreiben verdrängte Erdreich aus
dem Hohlraum gefördert, um in größerer Tiefe wieder ein Loch zu erhalten, um dem durch weiteres
Eindrücken der Bohle verdrängten Erdreich Raum zu schaffen. So bleibt also nach Beendigung des Eintreibvorganges
ein Hohlraum zurück, der, um eine ausreichende Festigkeit der Bohle im Erdreich zu
erreichen, angefüllt wird
Nachstehend ist die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
beschrieben. Es zeigt
F i g. 3 desgleichen in Draufsicht längs des Schnittes II,
Fig.4 das Querhaupt der Vorrichtung mit Druck-
und Bohreinrichtungen.
Die Vorrichtung besteht aus einem Querhaupt 1, Druekeinrichtungen 2 und Behrvorriehtungen 3, sowie
einem Gestell 4. Das Querhaupt 1 ist mit Ketten 5 od. dgl. am Gestell 4 befestigt. Das Gestell 4 hat eine
Bodenplatte 6 mit darauf zur Beschwerung angeordneten, füllbaren Behältern 7 und ein Stützgestänge 8 zur
Justierung der Spundwandbohlen 9.
Die verschiedenen Druckeinrichtungen 2, im darge stellten Fall vier, sind jeweils am Kopf einer
Spundwandbohle 9 mit einem Klemmelement 10
3 4
estigbar. heb- und senkbare Bohrvorrichtung 3 angeordnet.
)ie KJemmelemente 10 wiederum sind jeweils mit Dabei entspricht die axiale Verschiebbarkeit der
Kolbenstange 11 der hydraulischen, beidseitig Bohrvorrichtung 3 etwa dem Hub des Arbeitskolbens
ufschlagbaren Arbeitskolben 12 verbunden. Zwi- 12.
en jeweils zwei Arbeitskolben 12 ist eine begrenzt 5
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zum Eintreiben von Spundwandbohlen und Pfählen in den Erdboden, wobei dem
Eintreiben vorausgehend je Spundwandbohle bzw. Pfahl ein Hohlraum für beim Eintreiben verdrängtes
Erdreich insbesondere durch Bohren ausgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß abwechselnd in Stufen ausgehoben und eingetrieben
wird, wobei der Hohlraum neben der Eintreibstelle angeordnet ist
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein der beim Eintreiben zu verdrängenden Materialmenge im Fassungsvermögen etwa
entsprechendes Loch gebohrt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein der eingetriebenen Querschnittsfiäche
im Querschnitt etwa gleich großes Loch gebohrt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein der
Eintreibtiefe entsprechend tiefes Loch gebohrt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Loch mit einer Stützflüssigkeit gefüllt wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Beendigung des Eintreibvorganges noch vorhandene Hohlräume ausgefüllt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlräume mit einer härtenden Masse ausgefüllt werden.
8. Vorrichtung zur Durchführ uig des Verfahrens
nach Anspruch 1, mit einem als Widerlager dienenden Querhaupt und Druckeinrichtungen, die
sich an dem Querhaupt abstützen und jeweils mit einem Pfahlkopf verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß am Querhaupt (1) zwischen den Druckeinrichtungen (2) Bohrvorrichtungen (3) angeordnet
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bohrer ein Spülkopf
angeordnet ist und der Bohrer, sowie das Bohrgestänge, hohl ist
Priority Applications (14)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732312032 DE2312032C3 (de) | 1973-03-10 | 1973-03-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Eintreiben von Spundwandbohlen und Pfählen in Erdreich |
| CH220974A CH586327A5 (de) | 1973-03-10 | 1974-02-18 | |
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| DE4236209C2 (de) * | 1992-09-08 | 2001-12-06 | Bilfinger Berger Bau | Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von Spundwandkästen in einen Baugrund |
| DE19740800B4 (de) * | 1997-09-17 | 2006-10-26 | Bilfinger Berger Ag | Verfahren zum Einbringen von Bohlen in Erdreich |
-
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-
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Also Published As
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| AT346776B (de) | 1978-11-27 |
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