DE2303467A1 - Walzgeruest fuer stangen, bloecke oder bleche - Google Patents
Walzgeruest fuer stangen, bloecke oder blecheInfo
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Description
! D ■··'-■"': ■ : ■<-■*&
Wx.. . ' .-U782
7210/sta München-Pnllach, den 24. Jan. 1973
BRITISH STESL CORPORATION, eine Gesellschaft nach den Bestimmungen
des "Iron and Steel Act 1967", 33 Grosvenor Place,
London SW 1, England
Walzgerüst für Stangen, Blöcke oder Bleche i
; ι
Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst für Stangen, Blöcke oder Bleche und insbesondere ein Quatro- oder MehrfachwalzgerÜ3t in
Auslegerbauweise.
Iv dem britischen Patent 1 240 658 ist ein derartiges Walzgerüst
und insbesondere ein Walzgerüst beschrieben, bei dem jede Arbeitswalze zusammen mit der dazugehörigen Stützwalze drehbar
in einem Einzelarm gelagert ist, welcher verschwenkbar an dem Gerüstrahmen montiert ist, wobei die beiden Arme um eine einzelne
feststehende Schwenkachse verschwenkbar montiert sind. Diese Bauweise führt zu einer erheblichen Komplexheit der Konstruktion
im Bereich dieser Schwenkachse, woraus sich eine mögliche mechanische Schwäche unter schwerer Last und Schwierigkeiten
beim Zugang zu Reparatur- und Wartungsarbeiten der Teile des G-erüstes im Bereich der Schwenkachse ergeben. Dies
ist insbesondere dann der Fall, wenn eine exzentrische Angelzapfenanordnung verwendet wird, wie sie in der schwebenden j
deutschen Patentanmeldung P 21 12 998.6 der Anmelderin be- j
schrieben ist.
Hinzu kommt, daß die aufeinander lagernden Oberflächen von sowohl den Arbeitswalzen, als auch den Stützwalzen im Betrieb
verschleißen, und daß die Arbeitswalzen fernerhin von Fall zu
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"Pall nachgearbeitet werden müssen. Folglich ist der "Durchmesser
neuer Walzen erheblich größer als der Durchmesser von Walzen,
die letztmalig eingesetzt werden. Die verschwenkbare Lagerung der beiden Arme muß bei sämtlichen vier Walzen diese Durchmesse rverringerungen aufnehmen, wie auch selbstverständlich die
vergleichsweise geringfügige Bewegung, die bei der Walzspaltmodulierung auftritt, um zu gewährleisten, daß das gewalzte Erzeugnis
den angestrebten Durchmesser aufweist. Es ist offensichtlich.,
daß die Schwenkbewegung eines Armes in Bezug auf den
anderen um irgendeine Achse den Winkel zwischen den Achsen der Walzen, die von diesen beiden Armen getragen sind, ändert.
Foglich tritt eine Schnipp- oder Schleif wirkung auf dem Erzeugnis
.zwischen diesen beiden Walzen auf, wenn deren Achsen nicht
genau parallel liegen, wobei die Heftigkeit dieses Schruppens oder Schleifens von der Größe, des Winkels abhängt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Walzgerüst zu schaffen, welches die obigen und weitere Faktoren
berücksichtigt.
Diese Aufgabe wird bei einem Walzgerüst mit zwei in einem Rahmen angetrieben gelagerten Arbeitswalzen, bei dem jede Arbeitswalze durch eine Stützwalze abgestützt ist, und mindestens eine
der Arbeitswalzen drehbar von einem Arm getragen ist, der um eine erste Achse ver3chwenkbar ist, um den Walzspalt zwischen
den Arbeitswalzen zu verstellen, im wesentlichen dadurch, gelöst, daß die der einen Arbeitswalze zugeordnete Stützwalze'
drehbar von einem weiteren in dem Rahmen um eine zweite Achse verschwenkbar beweglich montierten Arm getragen ist, welche
im Abstand von der ersten Achse angeordnet ist, um den Spalt
zwischen den Stützwalzen zu verstellen, und daß die Schwenkachsen im wesentlichen senkrecht zu den Achsen der Walzen liegen.
.. j
Vorzugsweise ist jede Arbeitswalze von einem getrennten Arbeitswalzenarm
getragen, der um die erste Achse verschwenkbar ist, und jede Stützwalze von einem getrennten Stützwalzenarm
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getragen, welcher entsprechend um die zweite Achse und eine
dritte Achse verschwenkbar ist, wobei die zweiten und dritten Achsen in Abständen auf gegenüberliegenden Seiten der ersten
Achse angeordnet sind.
Die Arbeitswalzenarme sind vorzugsweise in gemeinsam angelenkten Armen getragen, die zusammen eine Untereinheit bilden, wobei
diese Untereinheit lösbar und herausnehmbar an dem Rahmen montiert ist. Derartige Anordnungen sind in der schwebenden
deutschen Patentanmeldung (Kurznummer P/7211) vom gleichen Prioritätsdatum besehrieben.
Diese Untereinheit kann sich zwischen den beiden im Abstand
befindlichen Schwenkachsen der Stützrollenarme und im wesentlichen senkrecht zu diesen erstrecken.
Vorzugsweise ist eine Einricht-mg vorgesehen, um die wirksame
Lage einer der oder beider besagter zweiter und dritter Achsen zu verstellen, um dadurch eine Einstellmöglichkeit der Achsen
der zugeordneten Stützwalzen in Sichtung der Werkstückdurchlauflinie
oder von dieser weg zu schaffen. Vorzugsweise weist die Einrichtung zum Einstellen der wirksamen Lage dieser Achse
oder Achsen Gradmarkierungen auf, so daß die wirksame Lage
dieser Achse (Achsen) vorgewählt werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer in den Zeichnungen beispielhaft veranschaulichten Ausführungsform näher erläutert
.
Fig. 1 eine Gesamtansicht eines dicht gekoppelten aus
Zwillingswalzen gebildeten Walzg'erüsts nach der vorliegenden Erfindung als Quatro-Walzgerüst;
Fig..2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines
der in Fig. 1 veranschaulichten Walzgerüste;
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Fig. 3 eine teilweise geschnittene Hinteransient des Gerüstes
nach Fig. 2, welches auf beiden Seiten der senkrechten Mittellinie in zwei Stellungen veranschaulicht
ist;
Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie IV - IV von Fig. 2; und
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Vorderansicht des in
Fig. 2 veranschaulichten Gerüstes, welches auf beiden Seiten der senkrechten Mittellinie in zwei
verschiedenen Stellungen veranschaulicht ist.
In den Zeichnungen ist in Fig. 1 ein dicht gekoppeltes Zwillings -Quatro-Walzgerüst in Auslegerbauweise für Stangen oder
Profilstahl in Richtung der WerkstückdurchlaufIinie 9 gesehen
veranschaulicht. Die beiden Walzgerüste 10, 11 weisen einen
gemeinsamen Grundrahmen 12 mit Ständern 13, H und oberen und unteren Querträgern 15, 16 auf. Die Walzgerüste sind, beispielsweise
durch Einzelmotoren 17, 18, angetrieben und in nicht verdrehter Weise angeordnet, so daß das Walzmaterial
zwischen den beiden Durchgängen nicht verdreht werden muß. Die Walzgerüste sind einander gleich, und eines von diesen
ist in den Fig. 2, 3 und 5 um 45
stellung gedreht veranschaulicht.
stellung gedreht veranschaulicht.
ist in den Fig. 2, 3 und 5 um 45 zur Erleichterung der Dar-
Jedes Walzgerüst besteht aus einem Paar von Arbeitswalzen 20, 21, die durch entsprechende Stützwalzen 22, 23 abgestützt
sind. Die Arbeitswalzen sind lösbar an den freien Enden von Antriebswellen 24, 25 für die Arbeitswalzen montiert, welche
drehbar von entsprechenden Arbeitswalzenarmen 26, 27 getragen und über Kupplungen 28, 29 durch die Motoren 17, 18 angetrieben
sind. Die beiden Arme 26, 27 sind um eine erste Achse an dem Schwenkpunkt 30 verschwenkbar aneinander befestigt, um somit
eine Untereinheit zu bilden, welche lösbar in dem "Rahmen durch einen versetzt angeordneten Zapfen 31 gehalten ist. Was
weitere Einzelheiten dieser Untereinheit betrifft, wird auf
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die oben erwähnte schwebende deutsche Patentanmeldung vom gleichen
Prioritätsdatum verwiesen.
Di e Stut zwalzen 22, 2 3 sind drehbar in oberen und unteren
Stützwalzenarmen 35, 36 gelagert und von diesen getragen. Jeder Arm besteht aus einer Mittelstrebe 37 mit oberen und unte- j
ren flanschen 33» 39 und ist an einem massiv und schwer auege- j
bildeten vorderen Block 4^ befestigt. Jeder Arm 35, 36 ist an j
seinem Hinterende um die erwähnte zweite bzw. dritte Achse verschwenkbar beweglich an Drehzapfen 41 mittels einer exzentrischen
"Drehzapfenanordnung befestigt, welche weiter unten unter Bezugnahme auf "Fig. 4 näher erläutert wird.
Jeder Block 4<~' weist einen daran befestigten Achsstnmmel 42
auf, und die Stützwalze ist hierdurch mittels eines selbstausrichtenden kugelförmigen Kugellagers gehalten, welches schematioch
bei 43*veranschaulicht ist, se daß die Stützwalren auf
ihren zugeordneten Arbeitswalzen ausgerichtet sind. Diese Lagerung ist gegen die unerwünschte Drehung um eine waagerechte
Achse mittels einer flachseitig ausgebildeten führung 43 a
stabilisiert, welche von der Achse 42 nach vorne vorsteht und welche in begrenztem Maße in senkrechter Richtung in einen in
einer kreisförmigen Platte 44 ausgebildeten senkrechten Schlitz 43 b gleitbar ist. Ein an der Stützwalze befestigter
Kragen 45 dreht sich konzentrisch um die ortsfeste Platte 44 mittels eines einfachen Kugellaufspurlagers 46.
Avis den v±g, 2, 3 und 4 ist ersichtlich, daß jeder Angelzapfen
41 der Stützwalze mittels eines Handgriffs 47 aus dem Rahmen herausgezogen werden kann, welcher normalerweise verriegelt
ist, um einen leichten Einbau und Ausbau jeder gesamten Stützwalze und Stützwalzenarmanordnung nach vorne durch die
öffnung zwischen den Ständern des Rahmens zu ermöglichen. Der Angelzapfpn 41 arbeitet in Bohrungen 43 in massiv ausgebildeten
Querträgern 49 des Rahmens, die an dem Grundrahmen 12 befestigt sird.
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Auf dem Angelzapfen 41 ist ein Exzenter 50 angeordnet, der
eine auf der Achse 52 zentrierte zylindrische Außenfläche aufweist, die in Bezug auf die Achse 53 des Angelzapfens 41 versetzt
ist. Die Oberfläche 51 arbeitet in einer Bohrung in dem Hinterende des Stiitzwalzenarmes. Es ist somit offensichtlich,
daß eine Bewegung des Exzenters 50 in- einem Bogen in· Bezug auf
den Zapfen 41 die wirksame Schwenkachse 52 des dazugehörigen Stiitzwalzenarmes aus ihrer Lage bewegt. Der Exzenter ist derart
ausgebildet, daß die beiden Achsen 52, 53 in der rAnsicht von "Pig. 2 in der Mittellage seiner Bewegung Seite an Seite
liegen, so daß eine Bewegung des Exzenters aus seiner Mittellage bewirkt, daß die wirksame Schwenkachse 52 im wesentlichen
senkrecht auf- und abbewegt wird, zumindest am Beginn seiner Bewegung in der Ansicht von Fig. 2. '
Die Verstellung der Lage des Exzenters wird durch Lösen' von
Kontermuttern 55, 56 und durch Bewegung der Stange "57 itn wesentlichen
axial durch eine Öffnung in einem Harter 5o bewirkt,
welcher an der Strebe 37 befestigt ist. Die Stange 57 ist ver-■ schwenkbar bei 59 an den Armen 60 des Exzenters 50 befestigt.
Gradeinteilungen 61, die auf dem Exzenter einer Markierung an der Strebe 37 gegenüberliegend vorgesehen sind, erleichtern
die Einstellung des Exzenters in eine angestrebte Stellung. Die Kontermuttern werden dann wieder angezogen.
Insbesondere aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß die Vorderenden der Stützwalzenblöcke 40 in einer dichten Gleitpassung zwischen
den Ständern 13, 14 des Walzgerüstrahmens angeordnet sind. Der
obere Block weist nach unten gerichtete Seitenteile 70 und der untere Block obere Seitenteile 71 auf. Der Teil 7I enthält
Kolben- und Zylindereinrichtungen 72, die mit Druck beaufschlagt werden können, um die beiden Blöcke aus ihrer dichtesten
Stellung, die auf der linken Seite von Fig. 5 veranschaulicht
ist, in ihre am weitesten entfernte normale Arbeitsstellung, die' auf der rechten leite von ?ig. 5 veranschaulicht
ist, voneinander zu trennen. Die Kolbenzylindereinrichtungen werden ferner mit Druck beaufschlagt, wann das Walzgerüst in
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Betrieb,ist, um das Gerüst vorzuspannen, wie dies weiter unten
noch genauer erläutert wird.
Aus Pig. 5 ist ersichtlich, daß das Vorderende der Arbeitswalzenarme
lagerblöeke 80 aufweist, die in Gleitpassung zwischen
den Seitenteilen 70, 71 der dazugehörigen StiitzwalzenblÖcke angeordnet sind. Der untere Block 80 enthält Kolbenzylindereinrichtungen
81, die mit Brück beaufschlagt werden können, um die beiden Blöcke 80 aus ihrer dichtesten Stellung, die auf
der linken Seite von Fig. 5 veranschaulicht ist, in ihre am
weitesten voneinander entfernt liegende Stellung,- die auf der rechten Seite von Pig. 5 veranschaulicht ist, voneinander zu
trennen. Diese Einrichtungen werden fernerhin mit Druck beaufschlagt, wenn das Walzgerüst in Betrieb ist, um dieses vorzuspannen
oder vorzubelasten. Eine Kolben- und Zylindereinrichtung
96.» die in dem untaren Block 50 angeordnet ist, dient,
wenn sie ausgefahren ist, dazu, die untere Arbeitswalze 21 von der Stützwalze 23 abzuheben.
Aus den Fig. 2, 3 und 5 ist ersichtlich, daß der untere Stützwalzenarm 36 an dem Grundrahmen 12 mittels seines Blockes 40
gelagert ist, welcher auf einer verstellbaren Keil-Einrichtung 82 ruht, wobei die Stellung des dazugehörigen Keiles 83
durch Handgriffe 84 steuerbar ist.
Die Walzkraft zwischen den Arbeitswalzen wird durch eine schwere Hydraulikkolbenzylindereinrichtung 85 erzeugt, deren Wirkungslinie
mit der der Keileinrichtung und mit der Mittellinie zwischen den Rahmenständern zusammenfällt. Die Einrichtung
wirkt auf den Block 40 der oberen Stützwalze des Armes 35 und ist für den Ausgleich der geringfügigen Winkelfehler ausgebildet,
die im Betrieb aufgrund der Tatsache auftreten, daß die Walzen durch um Schwenkaohsen bewegliche Arme getragen sind,
wobei die ^chwenkachsen eine bestimmte Entfernung von der
Werkstückdurchgangslinie aufweisen. Eine bevorzugte Form der Einrichtung 85 ist in der britischen Patentanmeldung Nr.
20649/72 der Anmelderin beschrieben.
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Im folgenden wird die Arbeitsweise des Wälzgerüstes näher erläutert.
Es wird angenommen, daß das Walzgerüst gerade für den Betrieb mit neuen Stützwalzen und neuen Arbeitswalzen wieder
zusammengesetzt wurden, und daß fernerhin der Maximalspalt der Arbeitswalzen (beispielsweise 4 mm) verwendet werden soll. Am
Anfang sind die' Spanneinrichtung 85 und die Arbeitswalzentrenneinrichtungen
81 entlastet, die Einrichtungen 72 jedoch mit Druck beaufschlagt, um die Stützwalzenarme voneinander
entfernt zu halten, die Kühleinrichtung 82 wird eingestellt, um die Kopflinie der unteren Arbeitswalze 21 anzuheben oder
abzusenken, u. zw. in die richtige Beziehung zu der Werkstückdurchgangslinie
(beispielsweise 2 mm unterhalb dieser Linie in dem gewählten Beispiel). Es ist offensichtlich, daß die Arbeitswalze
21 auf der Stützwalze 23 ruht und mit dieser nach oben oder nach unten getragen wird. Falls erforderlich, wird
der dem unteren Stützwalzenarm 36 zugeordnete Sx.zenter 5^ eingestellt, so daß die Achse der unteren Stützwalze in Richtung
der zugehörigen Arbeitswalzenachse oder von dieser weg verstellt wird, um die Achse der Stützwalze so genau wie möglich
parallel zur Achse der Arbeitswalze zu halten.
Die-Trenneinrichtungen 81 werden betätigt, um den oberen Arbeitswalzenarm
in Bezug auf den unteren Arm derart anzuheben oder abzusenken, daß der Arbeitswalzspalt genau die richtige
senkrechte Höhe aufweist. Danach kann die exzentrische Angelzapfe
nan Ordnung 95 betätigt, werden, falls erforderlich, um die
axiale Walznutausrichtung einzustellen, wie dies in der oben erwähnten schwebenden !Patentanmeldung genauer beschrieben ist.
Die Einrichtungen 72 werden entlastet, so daß der obere Stützwalzenarm 35 sich nach unten bewegt, um die obere Stützwalze
22 in Auflage auf ihre zugeordnete Arbeitswalze 2Γ* zn
"bringen,
X-etatlicli wird die last einrichtung 85 mit Druck beaufschlagt
und gleichseitig die Einrichtungen 72 und 81 mit Druck beaufschlagt.
so daß jegliches Spiel zwischen den vier Armen selbst und zwischen den Armen und dem Rahmen, sowie die Federung des
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j Rahmens selbst aufgenommen wird. Sämtliche Oberflächen in dem
Lastweg sind somit vorgespannt. Während des Walzens wird durch ; die Steuerung des Druckes, mit dem die Einrichtung 85 beaufj
schlagt wird, der Walzspalt zwischen den Arbeitswalzen ge-
j steuert. Dieser Zustand der vier Walzen ist auf der rechten
j cieite von Pig. 5 veranschaulicht. Die Einrichtung 85 arbeitet
ι in einem extremen Winkel von ungefähr 23 Minuten bei diesem Zustand.
!lach längerem Walzen verschleißen die Arbeitswalzen und müssen
in zeitlichen Abständen nachgearbeitet werden. In ähnlicher
Weise verschleißen die Stützwalzen. Um die Arbeitswalzen nachzuarbeiten,
werden die Lasteinrichtung 85 entlastet und die
Trenneinrichtungen 72, 81 und 96 betätigt, um einen offenen
Spalt zwischen den Arbeitswalzen zu halten und um einen Spalt zwischen den Arbeitswalzen und den Stiitzwalzen zu öffnen. Die
Arbeitswalzen können dann aus den Enden ihrer Antriebswellen gelöst werden und neue oder nachgearbeitete Walzen anstelle
dessen eingebaut werden. Sine ähnliche Arbeitsweise wird zum Ausbau und zum Ersetzen der Stiitzwalzen befolgt. Wenn das
Walzgerüst mit Arbeitswalzen und 3tützwalzen vom kleinstmöglichen Durchmesser arbeitet, sind die Einrichtungen 72 und 81 in
ihren am weitesten zurückgezogenen Stellungen befindlich, wie dies auf der linken Seite von Fig. 5 veranschaulicht ist, und
es sind die Exzenter 5r' gleichfalls nahe bis an das andere Ende
ihrer Bewegung eingestellt. Zur gleichen Zeit wirkt die Einrichtung 35 in ein.em extremen Winkel von bis zu ungefähr
37 Minuten. Es kann vorkommen, daß die Exzenter 5<~ gleichfalls
bei dem Auewechseln oder Andern von Stützwalzen verstellt werden müssen, werden jedoch bei Arbeitswalzenwechseln normalerweise
nicht verstellt.
Von Fall zu 1^aIl kann es vorkommen, daß die gesamte Untereinheit
der beiden Arbeitswalzenarme versetzt werden soll. Die Einrichtung- 35 wird dann entlastet, die Keileinrichtung 82 in
ihre niedrigstmögliche Lage eingestellt, und die Einrichtungen
72 wernen in größtem Maße betätigt. Die Kolben- und . ■ " .-
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Zylindereinrichtung 96 wird mit Druck beaufschlagt, um die untere
Arbeitswalze gerade von der unteren Stützwalze freizuhe-"ben, um ein Reiben zu vermeiden. Die Antriebswellen werden
ausgekuppelt, und die Untereinheit kann dann nach vorne zwi- sehen
den Rahmenstätzen mittels eines Tragbalkens herausgenommen
werden. .
Es wurde bereits erwähnt, daß die Lasteinrichtung 85 für Walzen mit Maximaldurchmesser und einem größtmöglichen Walzspalt
in einem extremen Winkel und in dem anderen extremen Winkel bei Walzen von kleinstmöglichem Durchmesser und minimalem
Walzspalt arbeiten muß. Der Winkelunterschied zwischen diesen Extremwerten ist im Betrag annehmbar klein, und die Einrichtung
-kann konstruiert werden, um dieser Tatsache auf verschiedene Weise Rechnung zu tragen, sogar in Anbetracht der extrem
großen Arbeitslasten, wie sie in einem Walzgerüst auftreten. Der Winkelunterschied zwischen diesen beiden Extremlagen kann
dadurch verringert werden, daß die zweiten und dritten Schwenkachsen 52 weiter voneinander weg gelegt werden, um sie
näher an die Ebene der Einrichtungen 35 bzw. der Keileinrichtung 82 zu bringen. Wenn jedoch diese Achsen voneinander weg
bewegt werden, wird das Problem des Schruppens oder 3chleifens zwischen Stützwalze und Arbeitswalze schwerwiegender.
Letzteres Problem stallt das schwerwiegendere Problem dar, und somit wird die beste Kompromißlage für die Schwenkachsen für
jede spezielle in Betracht stehende Bauform von Walzgerüst gewählt. Berücksichtigt man fernerhin die Vorteile, die sich
daraus ergeben, daß die Arbeitswalzenarme als herausnehmbare Untereinheit vorgesehen sind, wie dies in der oben erwähnten
Patentanmeldung vom gleichen Prioritätstag beschrieben ist, so ist die bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispxel gewählte
Lage der Schwenkachsen so dicht aneinander, wie dies praktisch möglich ist, während gleichzeitig zwischen diesen genug Raum
frei geblieben ist, um die herausnehmbare Untereinheit aufzunehmen. Es soll erwähnt werden, daß das Schleif- oder
Schrupproblem durch genaue und richtige Einstellung des äxzemters
50 für jede Walzsituation in der beschriebenen Weise
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minimiert, wenn nicht sogar vollständig vermieden werden kann,
obwohl diese Verstellung in der Praxis nicht immer erforderlich sein wird. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise liegt
darin, daß ein einzelner Angelzapfen für jeden Stützwalzenarm verwendet werden kann, anstatt den komplizierten Aufbau verwenden
zu müssen mit einem Angelpunkt auf jeder Seite des Walzgerüstes für jeden Arm. Hierdurch wird das Problem der genauen
Ausrichtung und Berührung zwischen dem Block A? und den
Wandungen 13 und 14 in der Rahmenöffnung erleichtert. Hinzu
kommt, daß die Zugänglichkeit der "beweglichen Teile in großem Maße verbessert ist. Die Herausnehmbarkeit der Untereinheit
wurde bereits oben erläutert, und es kann fernerhin jeder Stützwalzenarm mit seiner Stützwalze und der ExzenteranOrdnung
als Ganzes ausgebaut werden. Durch Verwendung der Gradeinteilungen 61 nahe den Exzentern kann eine Stützwalze ersetzt und
der Exzenter eingestellt werden, ehe die Stützwalzenuntereinheit in das Walzgerüst wieder eingebaut wird.
Die Schwenkachsen 51 und gleichfalls die Schwenkachse des Arbeitswalzenarmes
sind im Abstand von der Werkstückdurchgangslinie
angeordnet, u. zw. so weit, wie dies praktikabel ist, wobei die veranschaulichten Relativlagen ausreichen, um die
beschriebenen Winkeländerungen der Lagen der vier Arme während der verschiedenen Betriebszustände des Walzgerüstes zu einem
praktischen Minimum zu verringern.
Sämtliche der in der Beschreibung erwähnten und in den Zeichnungen
erkennbaren technischen Einzelheiten sind für die Erfindung von Bedeutung.
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Claims (4)
- Patentansprücheί 1. Walzgerüst mit zwei angetrieben in einem Gerüstrahmen gelagerten Arbeitswalzen, wobei jede Arbeitswalze durch eine Stützwalze abgestützt ist, und mindestens eine der Arbeitswalzen drehbar von einem Arm. getragen ist, welcher um eine erste Achse zur Verstellung des Arbeitsspaltes zwischen den Arbeitswalzen verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, J daß die dieser Arbeitswalze (20) zugeordnete Stützwalze (22)j drehbar von einem Stützwalzenarm (35) getragen ist, welcher I in dem "Rahmen (12) um eine zweite Achse (53) verschwenkbar j gelagert ist, welche im Abstand zu der ersten Achse (30) angeordnet ist, um den Spalt zwischen den Stützwalzen (·22, 23) zu verstellen, und daß die Schwenkachsen (30, 53) im wesentlichen senkrecht zu den Achsen der Walzen (20, 22) liegen.
- 2. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß . eine Einstelleinrichtung (50, 55, 56, 57, 58) vorgesehen ist, um die wirksame Lage der zweiten Achse (53) zu verstellen, um dadurch eine Verstellung der Achse der zugeordneten Stützwalze (22) in Richtung der Werkstückdurchgangslinie und von dieser weg zu gewährleisten.
- 3. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Arbeitswalze (20, 21) von einem getrennten Arbeitswalzenarm (26,. 27) getragen ist, welcher um die erste Achse (30) verschwenkbar ist, und daß jede Stützwalze (22, 23) von einem getrennten Stützwalzenarm (35, 36) getragen ist, der um die zweite Achse (53) bzw. eine dritte Achse (41) verschwenkbar ist,'wobei die zweiten und dritten Achsen (53, 41) im Abstand auf gegenüberliegenden Seiten der ersten Achse (30) angeordnet sind.
- 4. Walzgerüst nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Einstelleinrichtungen (50, 55, 56, 57, 58) zum Einstellen der wirksamen Lage der zweiten und dritten Achsen (53, 41)3 09-83 1/OB 16vorgesehen sind, um eine Einstellung der Achsen der Stützwalzen (22, 23) in Richtung der Werkstückdurchgangslinie und von dieser weg zu ermöglichen.Walzgerüst nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die "Einstelleinrichtung (5^, 55, 56, 57, 58) Markierungen der Gradeinteilung aufweist, so daß die lage der Achse (53) oder Achsen (53» 4-1) vorwählbar ist.Walzgerüst nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 "bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalzen (20, 21) in einzelnen Armen (26, 27) getragen sind, welche aneinander angelenkt sind, um eine Untereinheit des Walzgerüstes zu bilden, und daß diese Untereinheit herausnehmbar an dem "Rahmen (12) montiert ist.309831 /0516Leerseite
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