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DE2302721B1 - Verfahren zur Bestimmung der Creatinkinase - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung der Creatinkinase

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DE2302721B1
DE2302721B1 DE2302721A DE2302721A DE2302721B1 DE 2302721 B1 DE2302721 B1 DE 2302721B1 DE 2302721 A DE2302721 A DE 2302721A DE 2302721 A DE2302721 A DE 2302721A DE 2302721 B1 DE2302721 B1 DE 2302721B1
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creatine
gsh
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atp
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DE2302721C2 (de
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Hansulrich Prof.Dr.Rer.Nat. 8132 Tutzing Bergmeyer
Erich Bernt
Werner Dollacker
Wolfgang Dr.Phil. Nat. 8132 Garatshausen Gruber
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Roche Diagnostics GmbH
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Boehringer Mannheim GmbH
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    • C12QMEASURING OR TESTING PROCESSES INVOLVING ENZYMES, NUCLEIC ACIDS OR MICROORGANISMS; COMPOSITIONS OR TEST PAPERS THEREFOR; PROCESSES OF PREPARING SUCH COMPOSITIONS; CONDITION-RESPONSIVE CONTROL IN MICROBIOLOGICAL OR ENZYMOLOGICAL PROCESSES
    • C12Q1/00Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions
    • C12Q1/48Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving transferase
    • C12Q1/50Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving transferase involving creatine phosphokinase

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Description

Tabelle I
Mit frisch hergestellter Mit 6 Wochen bei 4° Mit frisch hergestellter Mit 6 Wochen bei 4°
Sörutii GSH-Lösung U/l gelagerter GSH-Lösung U/l NAC-Lösung U/l gelagerter NAC-Lösung U/l
1 30 19 32 30
2 58 44 60 60
3 107 95 105 104
4 124 109 130 125
5 230 219 235 230
6 33 10 35 30
7 75 55 80 78
8 132 115 130 128
9 190 170 185 180
10 239 220 245 240
11 20 0 24 20
12 49 2 52 47
13 115 70 110 110
14 180 140 185 179
15 231 190 235 225
Die obigen Werte zeigen insbesondere bei Vergleich der Seren Nr. 1, 6, 7, 11, 12, 13 und 14, daß mit gelagerter GSH-Lösung ganz erhebliche Falschbestimmungen auftreten, während erfindungsgemäß nur sehr geringe Abweichungen auftreten, die zumeist innerhalb der Fehlergrenze der Bestimmungsmethode liegen.
Die Überlegenheit des erfindungsgemäßen Aktivierungsmittels steht vermutlich mit seiner besseren Haltbarkeit im Vergleich zu GSH in Beziehung. Diese verbesserte Stabilität sowohl in Lösung als auch in lyophilisierter Form zeigt nachstehende Tabelle II.
Tabelle II
NAC Lösung Lyophilisat < Lösung 3SH
Lager bei 4° bei 33° bei 4°
dauer mg/ml mg/Flasche mg/ml Lyophilisat
102 102 100 bei 33°
Wochen 99 102,5 88 mg/Flasche
0 98 101 80 105
1 87 98,7 68 100
2- 81 97,0 55 95
3 77 97,5 45 92
4 85
5 77
Die unterschiedliche Stabilität wird auf eine unterschiedliche Oxydationsempfindlichkeit der SH-Gruppe zurückgeführt. Der aufgefundene Stabilitätsunterschied war nicht vorhersehbar.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise unter Anwendung der durch die Gleichungen 2 und 3 veranschaulichten Methode durchgeführt.
Infolge der großen Bedeutung, die der Bestimmung der CK-Aktivität im Serum insbesondere zur Erkennung verschiedener Krankheiten zukommt, werden von der Industrie Reagentien-Zusammenstellungen für eine bestimmte Anzahl an Tests zur Verfügung gestellt. In diesen Zusammenstellungen befinden sich die für den Test notwendigen Reagentien in vorgewogener bzw. abgemessener Menge, und werden in einer Form dargeboten, die eine exakte Bestimmung der CK-Aktivität ermöglicht.
Durch Zusammenfassung der verschiedenen, sich gegenseitig nicht störenden notwendigen Bestandteile in wenige Flaschen, durch Herstellung von Reaktionsmischungen und durch spezielle Konfektionierungsarten soll die Bestimmung einfach und schnell durchführbar sein.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein Reagens erforderlich, welches aus Creatinphosphat, ADP und einem System zur Bestimmung von ATP oder Creatin besteht und einen Gehalt an N-Acetylcystein aufweist.
Zweckmäßig besteht ein derartiges Reagens aus
1. 3,5 bis 15 mMol Imidazol,
0,8 bis 3,5 mMol Glucose,
0,3 bis 1,5 mMol Magnesiumacetat,
0,5 bis 2,5 mMol Alkaliazid,
0,1 bis 0,4 mMol EDTA (Äthylendiaminotetraessigsäure) in 60 ml Wasser gelöst mit einem pH-Wert von 6,5 bis 7,0.
2. 0,04 bis 2,0 mMol ADP,
0,02 bis 1 mMol NADP-Na2,
0,3 bis 1 mMol AMP-Na2 als Lösung in 3 ml Wasser oder Lyophilisat.
3. 0,5 bis 3 mMol Creatinphosphat in 5 ml Wasser oder als Lyophilisat.
4. 30 bis 350 U Hexokinase,
30 bis 350 U Glucose-o-phosphat-dehydrogenase (G 6 P-DH) in 1 ml Glycerin/Wasser 1:1,
5. 0,3 bis 3,0 mMol N-Acetylcystein in 2 ml Wasser oder als Lyophilisat oder aus einem Aliquot davon.
Die Bestandteile 1 bis 5 dieses Reagens liegen zweckmäßig in trockener Form oder in Form einer Lösung in fünf getrennten Behältern, z. B. Flaschen, vor und werden zur Bestimmung der Durchführung in der weiter unten angegebenen Weise miteinander gemischt.
Das Reagens kann aber auch nur aus zwei verschiedenen Mischungen bestehen, von denen
Mischung 1 aus 3,5 bis 15 mMol Imidazol,
0,8 bis 3,5 mMol Glucose,
0,3 bis 1,5 mMol Magnesiumacetat,
0,5 bis 2,5 mMol Alkaliazid in 60ml Wasser gelöst bei pH 6,5 bis 7,0 und
Mischung 2 aus 0,2 bis 0,6 mMol ADP, 1,0 bis 5,0 mMol AMP, 0,05 bis 0,5 mMol NADP, 5,0 bis 20,0 mMol Creatinphosphat, 2,0 bis 5,0 mMol N-Acetylcystein, 100 bis 300 U Hexokinase, 100 bis 1500 U G 6 P-DH, 100 mg Serumalbumin in 100 ml Wasser bei pH 6,5 bis 7,0 oder als Lyophilisat oder einem Aliquot davon besteht.
Bei dieser Ausführungsform des Reagens wird eine gewisse Menge der in Form einer Lösung vorliegenden Mischung 1 zur Auflösung eines bestimmten Teils der in fester Form vorliegenden Mischung 2 verwendet oder mit einem entsprechenden Anteil der Lösung von Mischung 2 gemischt.
Die Erfindung ermöglicht eine merkliche Steigerung der Zuverlässigkeit der Creatinkinasebestimmung durch Zurverfügungstellung eines überlegenen Aktivierungsmittels. Dieses Aktivierangsmittel NAC, wirkt nicht proteindenaturierend, besitzt praktisch keinen Geruch, ist sehr gut wasserlöslich und kostet nur etwa den zehnten Teil des bisher bevorzugten Aktivators GSH. a5
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
Beispiel 1
30
Lösung 1: 7,0 mMol Imidazol,
1.6 mMol Glucose,
0,73 mMol Magnesiumacetat,
1.07 mMol Natriumazid,
0,22 mMol EDTA
werden mit 50 ml bidest. Wasser gelöst, mit 2 N Essigsäure pH = 6,8 eingestellt und mit Wasser auf 60 ml aufgefüllt.
Lösung 2: 0,06 mMol ADP,
0,037 mMol NADP-Na2,
0,46 mMol AMP-Na2
werden mit 3 ml Wasser gelöst und in einer geeigneten Flasche gefriergetrocknet.
Lösung 3: 2,10 mMol Creatinphosphat werden in 5 ml Wasser gelöst und in einer geeigneten Flasche lyophilisiert.
Lösung 4: 175 U Hexokinase,
175 U G6P-DH
werden in 1 ml 50-proz. Glycerin gelöst. Lösung 5: 0,7 mMol N-Acetylcystein werden in 2 ml Wasser gelöst und in einer geeigneten Flasche lyophilisiert.
In dieser Form sind die Reagentien-Mischungen mindestens 1 Jahr bei 4° C und 4 Wochen bei 33 0C haltbar.
Zur Herstellung eines Reaktionsgemisches wird der Inhalt der Flaschen 2, 3 und 5 mit Lösung 1 gelöst. Diese Lösung ist mindestens 6 Wochen bei +4° C haltbar.
Die Bestimmung der CK-Aktivität wird nun wie folgt durchgeführt:
2,50 ml Reaktionsgemisch und
0,10 ml Serum
werden in eine Küvette pipettiert, gemischt und bei 25°C 5 min inkubiert. Nach Zugabe von
0,02 ml Lösung 4
wird in einem geeigneten Photometer, das die exakte Isolierung der Wellenlängen 340 nm, 334 nm oder 366 nm gestattet, die Extinktion gemessen und der Extinktionsanstieg im Abstand von genau 1 min 5 min lang verfolgt. Aus den Extinktionsdifferenzen pro min ergibt sich, multipliziert mit einem Faktor, die im Serum vorhandene CK-Aktivität.
Beispiel 2
Lösung 1: 7,0 mMol Imidazol,
1.6 mMol Glucose,
0,73 mMol Magnesiumacetat,
1.07 mMol Natriumazid,
0,22 mMol EDTA
werden mit 50 ml bidest. Wasser gelöst, mit 2 N Essigsäure pH = 6,8 eingestellt und mit Wasser auf 60 ml aufgefüllt.
Lösung 2: 0,25 mMol ADP,
2,50 mMol AMP,
0,15 mMol NADP,
8,75 mMol Creatinphosphat,
2,5 mMol N-Acetylcystein,
700 U Hexokinase,
350UG6P-DH,
100 mg Serumalbumin
werden in 80 ml bidest. Wasser gelöst, mit verdünnter Natronlauge bzw. Essigsäure pH = 6,8 eingestellt, mit bidest. Wasser auf 100 ml aufgefüllt, gemischt und zu je 1,0 ml in geeignete Flaschen gefüllt. Die Lösung wird lyophilisiert.
Zum Test wird der Inhalt einer Flasche mit 2,50 ml Lösung 1 gelöst, 0,1 ml Serum zugegeben und die Bestimmung der CK-Aktivität wie im Beispiel 1 beschrieben durchgeführt.

Claims (1)

1 2
densten SH-Verbindungen vorgeschlagen, wie Cystein,
Patentanspruch- Glutathion (GSH), Mercaptoäthanol, Mercaptoacetat,
' Dithiothreitol, Dithioerythritol u.dgl.
Den bisher als Aktivatoren vorgeschlagenen SH-
Verfahren zur Bestimmung der Creatinkinase 5 Gruppen-haltigen Verbindungen haften jedoch die durch Umsetzung von Creatinphosphat mit ADP verschiedensten Mangel an. So neigen Cysteinlösungen zu Creatin und ATP in Gegenwart eines SH- sehr leicht zur Auskristallisation, gefriergetrocknete Gruppen-haltigen Aktivierungsmittels und Mes- Präparate lösen sich nach einiger Zeit nicht mehr vollsung der quantitativen Veränderung eines Reak- kommen klar auf. Mercaptoäthanol, Mercaptoprotionsteilnehmers, dadurch gekennzeich- io panol, Mercaptoacetat, Thioglycolat usw. können net, daß die Umsetzung in Gegenwart von N-Ace- wegen ihres intensiv unangenehmen Geruchs kaum tylcystein als Aktivierungsmittel durchgeführt wird. verwendet werden. Dithiothreitol, Dithioerythritol,
Cystein-Methylester usw. werden sehr leicht durch Luftsauerstoff oxydiert und verlieren dann ihre aktivieren-15 den Eigenschaften. Aminoäthylisothio-uronium-bro-
mid besitzt eine stark Protein-denaturierende Eigenschaft, die es unmöglich macht, diese Substanz zusammen mit Proteinen, z. B. Albumin, Hexokinase, G 6 P-DH usw. zu lyophilisieren. Andere Substanzen,
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung ao wie Guanylcystein oder Carbamoylcystein sind sehr der Creatinkinase durch Umsetzung von Creatinphos- schwer löslich.
phat mit ADP zu Creatin und ATP in Gegenwart Bisher war daher GSH das Aktivierungsmittel der
eines SH-Gruppen-haltigen Aktivierungsmittels und Wahl. 1970 und 1972 veröffentlichte die Deutsche Messung der quantitativen Veränderung eines Reak- Gesellschaft für Klinische Chemie (Z. klin. Chem. tionsteilnehmers. 25 u. klin. Biochem. 8, 658-59 [1970] und 10, 185-86
Verschiedene Erkrankungen haben charakteristi- [1972]) Empfehlungen über die Standardisierung der sehe Veränderungen der Creatinkinase (CK)-Aktivität Methode zur Bestimmung der Aktivität der CK. In in den Körperflüssigkeiten, z. B. im Serum, zur Folge. diesen Veröffentlichungen wird die Verwendung von Zur Erkennung dieser Erkrankungen kommt daher GSH als Reaktivator der CK empfohlen. Es ist relativ der CK-Bestimmung große Bedeutung zu. Außerdem 30 stabil, fast geruchlos, das Oxydationsprodukt GSSG ist die CK-Bestimmung auch für Forschungszwecke leicht löslich und besitzt keine Proteindenaturierenden von beträchtlicher Bedeutung. Eigenschaften.
Creatinkinase katalysiert die Reaktion (1) Es stellte sich jedoch heraus, daß bei einem Teil
der untersuchten Serumproben eine zu niedrige CK-
Creatinphosphat + ADP =?= Creatin + ATP (1) 35 Aktivität gefunden wird, wenn GSH-Lösungen oder
längere Zeit gelagerte GSH-Lyophilisate verwendet
Es sind verschiedene Verfahren bekannt, welche werden. Die gefundene Aktivität entspricht nicht die Bestimmung der CK gemäß Gleichung (1) durch mehr dem Krankheitsbild. Es ist jedoch speziell bei Messung der quantitativen Veränderung eines der einem Herzinfarkt unbedingt notwendig, daß mög-Reaktionsteilnehmer gemäß obiger Gleichung ermög- 40 liehst rasch nach dessen Eintritt die exakte Aktivität liehen. Bedeutung erlangt haben hierbei vor allem der CK ermittelt wird. Aus der Höhe des Aktivierungs-Verfahren, welche die Rückreaktion ausnutzen und anstiegs über den Normalwert von 50 U/l hinaus kann Creatin (Rotthauwe et al, Klin. Wochenschrift auf die Größe des Infarkts geschlossen und vom Arzt 39, 1269 [1961]) oder ATP (I.T.Oliver, J. biol. können daraufhin die notwendigen Maßnahmen un-Chemistry 61,116 [1955]) messen. 45 ternommen werden.
Vorzugsweise mißt man die Alktivität des Enzyms Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung
durch die Bestimmung des laufend entstehenden eines Verfahrens zur Bestimmung der Creatinkinase, ATP's. Dies erfolgt in bekannter Weise (I. T. Oliver, bei welchem ein Aktivator eingesetzt wird, welcher J. biol. Chem. 61, 116 [1955]) durch Reaktion mit die Nachteile der bisher bekannten Aktivatoren nicht Glucose unter der Katalyse von Hexokinase. 50 aufweist.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß bei
ATP + Glucose =?= ADP + Glucose-6-phosphat (2) einem Verfahren zur Bestimmung der Creatinkinase
der eingangs genannten Art, dadurch daß die Um-
Glucose-6-phosphat kann leicht mit NADP und setzung in Gegenwart von N-Acetylcystein als Akti-G 6P-DH in GIuconat-6-phosphat überführt werden. 55 vierungsmittel durchgeführt wird.
NADP wird hierbei in NADPH umgewandelt, welches Mit dem erfindungsgemäßen Aktivierungsmittel
Licht der Wellenlänge 340 mm stark adsorbiert. bleibt die CK-Aktivität über sehr lange Zeiträume
hinweg unverändert erhalten, und sogar bei Vorliegen NADP + G6P ===== NADPH + 6-PG + H+ (3) in Form von Lösung bleibt nach wochenlanger Lage-
60 rung die Aktivität unverändert.
Die Aktivität der CK kann daher sehr leicht durch Die Überlegenheit des erfindungsgemäß verwen-
die Messung der Geschwindigkeit der NADPH-BiI- deten N-Acetylcysteins (NAC) gegenüber dem bisher dung gemessen werden. bevorzugten GSH zeigt die nachstehende Tabellel,
Seit langem war es schon bekannt, daß bei den in der die Ergebnisse von Aktivitätsbestimmungen der Verfahren zur Bestimmung der Creatinkinase ein 65 CK in 15 verschiedenen Seren gezeigt sind, die jeweils Aktivierungsmittel zugesetzt werden muß, bei dem es mit frisch hergestellter GSH bzw. NAC-Lösung und sich um eine SH-Gruppen-haltige Verbindung han- mit 6 Wochen bei 4° gelagerter GSH bzw. NAC-Lödelt. Zu diesem Zweck wurden bereits die verschie- sung erhalten wurden.
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