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Maschine zum Ausbringen von körnigem oder pulverförmigem Material.
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Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Ausbringen von körnigem oder
pulverförmigem Material, die mit einem Vorratsbehälter ausgestattet ist, dessen
Oberkante sich im Einsatz unterhalb der vom Fahrer der Maschine nach unten geneigten
Sichtlinie befindet, in dessen Bereich eine Fördereinrichtung für das Material in
aufrechter Ebene geführt ist, welche teilweise die Oberkante des Vorratsbehälters
überragt, und der auf seiner Oberseite eine Einfüllöffnung aufweist, die mit einer
Abdeckung zu versehen ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei derartigen
Maschinen unter Wahrung des freien Durchblickes nach hinten einen Behälter abschluß
zu schaffen, durch den nicht nur Witterungseinflüsse auf das im Vorratsbehälter
der Maschine befindliche Material ausgeschlossen werden sollen sondern mit dessen
Hilfe es möglich ist, bei besonderen Bewegungen des Materiales, wiebeispielsweise
bei der Beladung des Vorratsbehälters mit pulverförmigem Material oder der Umwälzung
eines aus Saatgut bestehenden Materiales zum Zwecke der Beizung, ein Austreten des
oft unvermeidlichen Materialstaubes aus dem Vorratsbehälter in die Umwelt weitgehend
zu unterbinden.
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Nach der DT-OS 2035699 ist eine Maschine der vorstehend beschriebenen
Bauart bekannt, deren Abdeckung aus einem geteilten Blechdeckel besteht. Diese Maschine
hat sich bereits in der Praxis bewährt. Ihr haften jedoch hinsichtlich der gestellten
Aufgabe folgende Nachteile an: Zunächst ist die Blechabdeckung an den Gelenk- und
Verbindungsstellen nicht so dichte daß nicht doch noch Feuchtigkeit in den Behälter
eindringen kann. Ferner läßt sich beim Beladevorgang mit pulverförmigem Material
und bei stärkerer Luftbewegung ein Verstauben der Umwelt nicht verhindern. Dieses
ist darauf zurückzuführen, daß die beim Beladevorgang offenen Stellen des Vorratsbehälters
mit Hilfe der Abdeckung nicht derart seitlich abgeschirmt werden können, daß der
Wind nicht das in den Behälter einströmende Material erfassen kann. Schließlich
ist die Blechabdeckung verhältnismäßig teuer in der Herstellung, da Fertigungstoleranzen,
die zu erheblich undichten Stellen führen können, durch einen besonderen Arbeitsgang
bei der Herstellung beseitigt werden müssen. Außerdem verursacht sie während eines
Einsatzes auf radtm Boden, vor allem bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit ein klapperndes
Geräusch.
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Unter Lösung der gestellten Aufgabe werden diese Nachteile dadurch
vermieden, daß die Abdeckung aus einer Abdeckplane besteht, die im geschlossenen
Zustand die Einfüllöffnung außerhalb des Vorratsbehälters überragt und mit Hilfe
von ohne Werkzeug betatigbaren Halterungselementen lösbar befestigt ist. Infolge
dieser Xfeßnahmen ist eine völlig dichte Abdeckung möglich,
da sich
die Abdeckplane allen-Unebenheiten des Vorratsbehälters bzw. dessen Einfüllöffnung
anpassen kann. Ferner ist es möglich, für den Beladevorgang die Plane nur einseitig
derart zu lösen, daß ein Teil der Abdeckplane so aufgeklappt und hochgehalten werden
kann, daß der Wind den Raum nahe der Einfüllöffnung nicht berührt und damit große
Staubentwicklungen und - ausbreitungen vermieden werden.
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Ferner ist nach der Erfindung vorgesehen, daß die Abdeckplane im geschlossenen
Zustand über ihre gesamte Ausdehnung zumindest nach einer Seite geneigt ist. Hierdurch
wird in bekannter Weise eine einwandfreie Wasserabführung gewährleistet, ohne daß
die Plane z.B. bei Regen in den Behälter durchhängen kann. Außerdem sollen sich
erfindungsgemäß außerhalb der Einfüllöffnung Halterungselemente an Maschinenteilen
befinden.
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Diese Maßnahme erleichtert die staubfreie Einfüllung von pulverförmigem
Material in den Vorratsbehälter dadurch, daß die Abdeckplane auch im teilweise geöffneten
Zustand gehaltert werden kann. Die erfindungsgemäße Maßnahme, nach der die Halterungselemente
Spannelemente aufweisen, dient der Nachspannmöglichkeit der Aluecl-llaube.
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Bei einer vorteilhaften Ausführung, bei welcher die Fördereinrichtung
den Vorratsbehälter durchdringt, sieht schließlich die Erfindung vor, daß die Abdeckplane
eine Öffnung enthält, durch welche die Fördereinrichtung hindurchgeführt ist und
die einen Kragen aufweist, der mit Hilfe eines Spannelementes an die
Fördereinrichtung
gepreßt ist. Durch diese Maßnahmen wird ein einfacher und fester Sitz der Abdeckplane
gewährleistet, wobei eine einfache Nachspannmöglichkeit durch Verschieben des Kragens
mit dem Spannelement auf der Fördereinrichtung besteht.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in der beigefügten Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemäße
Maschine als Anbaudrillmaschine in der Ansicht von hinten, Fig. 2 die gleiche Maschine
in der Seitenansicht, Fig. 3 die rechte obere Behälterseite der gleichen Maschine
im vergrößerten Maßstab und in der Ansicht von hinten und Fig. 4 eine erfindungsgemäße
Maschine mit pneumatischer Förderung und Ausbringung als Mineraldüngerstreuer in
der Ansicht von hinten.
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Die Maschine nach den Fig. 1 bis 3 besitzt einen Rahmen 1, an dem
die Laufräder 2, der Vorratsbehälter 3 und die Laschen 4 zur Anordnung einer Deichsel
oder zum Anbau der Maschine an einem nicht dargestellten Schlepper angebracht sind.
Vor dem Vorratsbehälter 3 befindet sich die Fördereinrichtung 5, welche den Behälter
3 nach oben überragt und das Material in die
Verteilvorrichtung
6 fördert, von wo es über Dosierelemente 7, Leitungsrohre 8 und Schare 9 in den
Boden eingebracht wird.
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Auf seiner oberen Seite weist der Vorratsbehälter 3 die Einfüllöffnung
10 auf, die mit Hilfe der Abdeckplane 11 abgedeckt ist. Diese Abdeckplane 11 ist
über die Öse 12, die in den Haken 13 eingehängt ist, an der Fördereinrichtung 5
lösbar befestigt. Ferner überragt sie auf der Außenseite des Vorratsbehälters 3
die Einfüllöffnung 10 und ist mit Hilfe der Halterungselemente 14 lösbar am Vorratsbehälter
3 angebracht.
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Diese Halterungselemente 14 bestehen aus am Vorratsbehälter 3 angeschweii't'ii
Ösen 15 und an der Abdeckplane 11 mit Hilfe der Seile 16 angeordneten Haken 17.
Für die Ösen 15 sind in der Abdeckplane lt die Löcher t8 vorgesehen Beim Befestigen
wird die Abdeckplane 11 mit den Löchern 18 über die Ösen 15 geschoben, wonach die
Haken 17 in die Ösen 15 eingehakt werden, wie die Fig. 3 zeigt. Ferner befinden
sich noch weitere Ösen 15' unterhalb der Verteilvorrichtung 6.
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Wenn nun bei windigem Wetter pulverförmiges Material in den Vorratsbehälter
3 eingefüllt werden soll, braucht die Abdeck-1lane 11 nur einseitig gelöst und in
der Stellung 11' nach Fig. 1 oder der Stellung 11" nach Fig. 2 aufgehängt zu werden,
je nachdem, von welcher Seite der Wind weht.
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Di £iaschine nach Fig. 4 ist ebenfalls mit einem Rahmen 19, einem
Vorratsbehälter 20 und Laufrädern 21 ausgestattet.
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Auf dem Rahmen 19 befindet sich das Gebläse 22, dessen Förderrohr
23 durch den Vorratsbehälter 20 hindurchgeführt ist. Unterhalb des Vorratsbehälters
20 teilt sich das Förderrohr 23 in die Leitungsrohre 24,24', in die das im Vorratsbehälter
20 befindliche Material über die Dosierelemente 25,25' in einstellbaren Mengen eingeführt
wird. Jedes dieser Leitungsrohre 24,24' ist mit einem Auslaßstutzen 26 ausgestattet,
vor dem die Prallbleche 27 für eine gleichmäßige Breitverteilung des Materials über
den Boden sorgen.
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Die Einfüllöffnung 28 des Vorratsbehälters 20 wird mit Hilfe der Abdeakplane
29 abgedeckt die eine Öffnung 36 aufweist, welche das Förderrohr 23 umgibt. Ferner
umschließt die Öffnung 30 der Kragen 31, mit dem die Plane 29 über ein Spannelement
in Form des Gurtes 32 am Förderrohr 23 gehalten wird. Mit dem äußeren Rand überdeckt
die Abdeckplane 29 die Einfüllöffnung 28, wo sie mit Hilfe der Halterungselemente
33 am Vorratsbehälter 20 befestigt ist. Diese Halterungselemente 33 bestehen aus
den an der Abdeckplane 29 befindlichen Schlaufen 34, den am Vorratsbehälter 20 angeschweißten
Haken 35 und den aus Gummi hergestellten Spannelementen 36, die mit ihrem einen
Ende durch die Schlaufen 34 gezogen sind und deren anderes Ende die Öse 37 trägt,
die in die Haken 35 eingehängt sind.
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Schließlich sind über dem Vorratsbehälter 20 am Förderrohr 23 die
Haken 35' angebracht,.in welche Teile der Abdeckplane 29, beispielsweise in der
Stellung 29' für den Einfüllvorgang gehängt werden können und dann die Einfüllöffnung
28 und das in den Vorratsbehälter 20 einströmende Material vor Windeinflüssen schützen.