DE2361101B2 - Vorrichtung zum kuehlen und stuetzen eines aus einer oszillierenden stranggiesskokille austretenden metallstrangs - Google Patents
Vorrichtung zum kuehlen und stuetzen eines aus einer oszillierenden stranggiesskokille austretenden metallstrangsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen und Stützen eines aus einer oszillierenden Stranggießkokille
austretenden Metallstrangs mit gegen den Strang anlegbaren und von diesem abhebbaren
gekühlten Platten, mit einer die Platten mit der Gießkokille verbindenden Halteeinrichtung und mit
einer Steuereinrichtung die die Platten bei der synchron mit der Abziehgeschwindigkeit des Stranges erfolgenden
Abwärtsbewegung der Gießkokille in Anlage an der Strangwand hält und bei der schnellen Aufwärtsbewegung
der Gießkokille von der Strangwand abhebt.
Eine solche Vonrichtung ist aus der DT-PS 10 20 445 bekannt. Die Platten dieser bekannten Kühl- und
Stützvorrichtung sind an ihrer Oberseite mit Winkeleisen gegen die Unterseite der Gießkokille festgelegt.
Hierzu durchgreifen Befestigungsschrauben in der Wand der Gießkokille Langlöcher im anliegenden
Schenkel des Winkeleisens und stützen dieses mit ihren Schraubenköpfen von unten her a.b. Durch die
Ausbildung der Durchgriffsöffnung für die Schrauben als Langloch sind die Platten quer zur Austrittsrichtung
des Stranges beweglich gehalten, so daß sie vom Strang abgehoben und an diesen wieder angelegt werden
können.
Bei der Abwärtsbewegung werden die Platten dieser bekannten Kühl- und Stützvorrichtung gegeneinander
gepreßt, wobei ihre gegenseitige Annäherung durch den zwischen den Platten liegenden Strangabschnitt begrenzt
ist. Dabei richten sich die Platten gewissermaßen selbst gegenüber den Nachbaroberflächen des Strangabschnittes
aus. Eine Zentrierung des aus der Gießkokille austretenden Strangabschnittes gegenüber der
Gießkokille erfolgt damit jedoch nicht, da die Platten der Kühl- und Stützvorrichtung gegenüber der Gießkokille
quer zur Austrittsrichtung des Stranges frei beweglich sind.
Durch diesen Anschluß der Platten an die Unterseite der Gießform ausschließlich über an Schraubenköpfen
gleitbewegliche Langlochränder, bei der die Platten quer zur Austrittsrichtung des Stranges nur aneinander
und am Strang selbst geführt sind, ergeben sich schwerwiegende Nachteile: überraschenderweise hat
sich nämlich gezeigt, daß der Strang, obwohl die Kühlplatten satt und gleichmäßig an die Sirangwände
angepreßt sind, häufig mit einer über seinen Querschnitt ungleichmäßigen Kühlung aus den Kühlplatten austritt.
Der Grund hierfür liegt darin, daß der Strang /war im Bereich der Kühlplatten gleichmäßig gekühlt wird, die
Vorkühlung im Bereich der Gießkokille jedoch ungleichmäßig ausfällt. Dadurch daß eine exakte Zentrierung
des Stranges gegenüber der Öffnung der Gießkokille fehlt, bilden sich zwischen den Wänden der
Gießkokille und dem Strang ungleichmäßige Luftspalt aus. Im Idealfall berührt nämlich das flüssige Metall die
Innenwände der Gießkokille nur entlang einer Anfangszone von geringer Höhe, wonach das Schrumpfen des
MeU1Hs das Entstehen eines Luftspaltes zwischen den Strangwänden und den Kokillenwänden bewirkt.
Bereits ein geringfügiger Fluchtungsfehler des Stranges gegenüber der Kokillenöffnung führt jedoch dazu, daß
der Spalt an einer Seite des Stranges in der Kokille geschlossen, an der anderen hingegen entsprechend
vergrößert wird. An derjenigen Seite, an der der Spalt geschlossen und insbesondere in seiner Länge verkleinert
wird, erfolgt plötzlich über einen viel längeren Abschnitt der Kokille eine intensive Wärmeübertragung
und damit Berührungskühlung der Strangwand, während an der gegenüberliegenden Seite die Kühlwirkung
noch weiter abfällt. Dadurch tritt der Strang zuweilen stark ungleichmäßig gekühlt in die Kühlplatlen
ein, die eine derartig ungleichmäßige Kühlung auch nicht annähernd ausgleichen können, so daß nicht nur
Wärmespannungen im Strang entstehen, sondern auch deutliche Verformungen in Richtung auf eine rhombische
Querschnittsform, wobei im Extremfall auch Längsrisse auftreten können.
aus der DT-AS 17 58 543 ist es bekannt, den unterer
Teil der Gießkokille in zwei Hälften zu teilen, die schwenkbar am oberen Kokillenteil angebracht sine
und durch Federkraft gegen den durchtretenden Strang gepreßt werden. In diesem Falle paßt sich der konischi
Verlauf des unteren Kokillenteils automatisch den jeweiligen Strangquerschnitt an. Abgesehen davon, dal
der durchtretende Strang einen starken Verschleiß de zur Kühlung vorgesehenen unteren Kokillenhälftei
oder Kokillenplatten verursacht, so daß diese nur ein sehr geringe Lebensdauer haben, tritt eine Zentrieruni
insbesondere formschlüssige Zentrierung des austreter
den Stranges gegenüber dem oberen Kokillenteil auch hierbei nicht auf. Zwar sind in diesem bekannten Falle
Zugfedern vorgesehen, welche die Oberkanten der als Kühl- und Stützplatten dienenden unteren Kokillenplatten
ausgerichtet an die Unterseite des oberen Kokillenteils ziehen; jedoch muß die zur Zentrierung
des Stranges einsetzbare Zugkraft dieser Zugfedern erheblich geringer sein als diejenige von unteren
Federn, welche die Kühl- und Stützplatten an die Außenseite des Stranges anpressen und die bewirken
sollen, daß die Anlageflächen der Kokillenplatten der Wand des Stranges folgen. Durch diese Folgebewegung,
die durch entsprechend starke Dimensionierung der unteren Andruckfedern erzielt werden soll und ohne die
wiederum die Kokiücnplatten nicht gleichmäßig und satt an der Wand des Stranges anliegen wurden, wird
aber eine zentrierende Wirkung der oberen Zugfedern wieder aufgehoben, so daß diese tatsächlich nur
bewirken, daß die Platten des unteren Kokillenteils beim Hochfahren der Gießkokille mitgenommen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kühl- und Stützvorrichtung der eingangs bezeichneten Gattung zu
schaffen, welche eine sichere Erzielung einer über den Querschnitt gleichmäßigen Kühlung des Stranges
ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Halteeinrichtung einen an der Unterseite de-Gießkokille befestigten Tragrahmen aufweist, an dessen
unterem Ende Führungsrollen fur den aus den Platten austretenden Strang gelagert sind
Damit wird einerseits eine gewisse Grobzentrierung des aus der Kokille austretenden Stranges durch die
Kühl- und Stützpla"en selbst erreicht, die auch in Querrichtung zur Austrittsrichtung des Stranges über
den Tragrahmen an der Gießkokille abgestützt sind. Zusätzlich e-folgt eine formschlüssige genaue Zentrierung
an den in Austnttsrichtung des Stranges hinter den Platten angeordneten und auf einer bereits gut
verfestigten Schale des Stranges anliegenden Führungsrollen. Eine Zentrierung des Stranges alleine durch die
Kühl- und Stützplatten wäre noch ungenau, da diese quer zur Austrittsrichtung des Stranges nicht formschlüssig,
sondern nur kraftschlüssig an der Gießkokille festgelegt sind, so daß möglicherweise auftretende
geringe Unterschiede in der Druckbeiufschlagung der Stützplatten zu Fluchtungsfehlern führen würden-, durch
diese Vorjustierung des Stranges mittels der Stützplatten werden jedoch die Führungsrollen insofern entlastet,
als nur noch kleinere Fluchtungsfehler ausgeglichen werden müssen, die durch eine etwaige Ungleichmäßigkeit
in der Druckbelaslung der Stützplatten entstanden sind. Dadurch kann die Feinausrichtung an den
Führungsrollen mit geringen Führungskräften erfolgen, so daß Verformungen der ohnehin bereits gut
verfestigten Schale des Stranges im Bereich der Führungsrollen sicher vermieden sind.
Darüber hinaus gestattet der Tragrahmen eine sichere Befestigung der Kühlplatten mit ihren Anbauteilen
an der Gießkokille, so daß beim Aufwärtsfahren der Gießkokille mit der daran hängenden Kühlvorrichtung
höhere Beschleunigungswerte erreich! werden können, was die hierfür erforderliche Zeit ohne Kühlung und
Stützung des Stranges vermindert.
Die Unteransprüche 2 bis 7 haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt. Eine
Verwendung einer Anzahl von Führungsschienen zur Bildung der Platten ist bereits aus der DT-AS 11 14
an sich bekannt, wobei jedoch keine Maßnahmen zur Führung des aus der Gioßkokille austretenden Stranges,
an den wechselweise Gitterstäbe angelegt werden, vorgesehen sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand vcn zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Kühl- und Stützvorrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt gemäß Linie 11-11 in Fig. 1, Fig.3 eine schaltungstechnische Darstellung der
Steuerung einer erfindungsgemäßen Stütz- und Kühlvorrichtung und
Fig.4 und 5 Querschnittsansichten abgewandelter
Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Anhand der Fig. 1 bis 3 ist nachfolgend zunächst eine
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stütz- und Kühlvorrichtung erläutert.
Die Stütz- und Kühlvorrichtung besteht aus einem Tragrahmen 3 in Form von Ringgliedern 3' und
vertikalen Längsgliedern 3" /ur Halterung vün Stutz- und Kühlplatten 4, Hydraulikzylindern 5 zur Bewegung
der Platten 4 in Querrichtung zum Metallstrang 11, und
Sprührohren 9 sowie Sprühdüsen 10 zur Kühlung der Platten 4. Der Tragrahmen 3 ist am unteren Ende der
Gießkokille 1 befestigt, so daß die gesamte Vorrichtung im Gleichlauf mit der durch den Doppelpfeil 2a-2b in
F i g. 1 veranschaulichten Aufwärts- und Abwärtsbewegung der Gießkokille 1 bewegbar ist. Die Platten 4
bestehen jeweils aus einer im wesentlichen ganzflächigen Eisen- oder Kupferplatte, deren Kühlung entweder
durch Aufspritzen von Kühlwasser mittels der hinter den Platten 4 angeordneten Sprührohre 9 und
Sprühdüsen 10 oder über einen wassergekühlten Mantel erfolgt, so daß eine Kühlung des Stranges 11 von den
Platten 4 aus erfolgt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel bilden somit die Sprührohre 9 und die
Sprühdüsen 10 eine Kühleinrichtung B für die Platten 4. Für jede Wandfläche des Stranges 11 ist je eine Platte
4 vorgesehen, die über Zapfenverbindungen 6 an den vertikalen Längsgliedern 3" des Tragrahmens 3
montiert ist. Die Zapfenverbindungen 6 sind mit Langlöchern versehen, so daß die Platten 4 in den durch
den Doppelpfeil 7a-7b in Fig. 1 veranschaulichten
Richtungen vor- und zurückbewegbar sind. Außerdem sind mit jeder Platte 4 je ein oberer und ein unterer
Hydraulikzylinder 5 verbunden, die so geschaltet sind, daß die Platten 4 durch gleichzeitige Betätigung aller
Hydraulikzylinder 5 an den Strang 11 angedrückt oder von ihm abgehoben werden. Bei der dargestellten
Ausführungsform bilden somit die Hydraulikzylinder 5, die Zapfenverbindungen 6 und die vertikalen Längsglieder
3" des Tragrahmens 3 eine Antriebseinrichtung A für die Platten 4.
Die Anordnung und Ausbildung des Antriebes der Vorrichtung für eine mit der Gießkokille 1 synchrone
Auf- und Abwärtsbewegung gemäß Doppelpfeil 2a-2t und zum Anlegen der Platten 4 an den Strang 11 sowie
zu ihrem nachfolgenden Abheben ist in Fig.: schematisch veranschaulicht. Mehrere Hydraulikzylin
der 23 sind dabei zur Bewegungssteuerung dei
Gießkokille 1 vorgesehen und mit Drucköl von eine Hydraulikeinheit antreibbar, die aus einem ölbehälte
32, einem Filter 31, einer durch einen Elektromotor 2*. angetriebenen ölpumpe 28, einem Rückschlagventil 3C
Überdruckventilen 25,27 und 36 und einem elektromag netischen Umschaltventil 26 besteht. Weiterhin ist ei
Differentialwandler 24 zur Feststellung der oberen un<
unteren Endpunkte des Bewegungsweges der Gießkokille 1 vorgesehen, so daß diese in Vertikalrichtung mit
einer vorbestimmten Amplitude hin- und herbewegt wird, wenn das elektromagnetische Umschaltventil 26
der Hydraulikeinheit in Abhängigkeit von der Feststellung der oberen und unteren Endstellungen der
Gießkokille 1 durch den Differentialwandler 24 umgeschaltet wird. Wenn dabei die Gießkokille 1 ihre
untere Endstellung erreicht, so stellt der Differentialwandler 24 diese untere Endstellung fest, wobei in
Abhängigkeit von dem in Fig.3 durch die gestrichelte
Linie angedeuteten elektrischen Meßsignal 33 das Umschaltventil 26 in seine Position 26a gemäß Fig. 3
umgestellt wird. Infolgedessen wird das durch die Hydraulikpumpe 28 aus dem ölbehälter 32 geförderte
Drucköl über einen Hydraulikkreis 34 den Zylindern 23 sowie den anderen Zylindern 5 zur Zustellung der
Platten 4 eingespeist, so daß die Gießkokille 1 in Richtung 2a angehoben wird, während die Platten 4
gleichzeitig in Richtung Tb vom Strang 11 abgehoben
werden. Das Ausmaß dieser Abhebebewegung der Platten 4 vom Strang 11 kann in der Größenordnung
von wenigen Millimetern liegen. Sodann kann der für die Aufwärtsbewegung der Gießkokille 1 erforderliche
Hydraulikdruck mittels des Überdruckventils 36 entsprechend geregelt werden, so daß die Gießkokille 1 mit
der höchstzulässigen Geschwindigkeit in Richtung 2a hochgefahren wird.
Wenn die Gießkokille 1 sodann die obere Endstellung erreicht hat. stellt der Differentialwandler 24 diese
Stellung fest, wobei das Umschaltventil 26 in Abhängigkeit vom elektrischen Meßsignal 33' in die der
dargestellten Schaltstellung entgegengesetzte Schaltstellung 266 umgeschaltet wird. Infolgedessen wird das
Drucköl den Zylindern 5 über einen Hydraulikkreis 35 eingespeist, so daß die Zylinder 5 entgegengesetzt zur
vorherigen Abhebebewegung in Richtung 7a bewegt werden, um die Platten 4 an den Strang 11 unter Druck
anzulegen. Die hierbei durch die Zylinder 5 ausgeübte Anpreßkraft kann durch entsprechende Regelung des
Hydraulikdruckes des Drucköls mittels des Überdruckventils 25 auf einen solchen Wert eingestellt werden,
daß sie ausreicht, eine Blasenbildung am Strang 11 zu verhindern, während der Strang 11 jedoch nicht durch
eine übermäßige Druckbeaufschlagung verquetscht wird.
In diesem Zustand fällt die Gießkokille 1 frei unter ihrem Eigengewicht ab, da der Hydraulikkreis 34 infolge
des Umschaltern des Umschaltventils 26 in seine Schaltstellung 266 zum Ölbehälter zurückgeschaltet ist.
Die Absenkgeschwindigkeit der Gießkokille 1 in Richtung 2b kann jedoch durch entsprechendes
Einstellen der Rückströmbedingungen im Hydraulikkreis 34 mittels des Überdruckventils 27 derart geregelt
werden, daß die Absenkgeschwindigkeit der Gießkokille 1 in der Richtung 2b genau an die vorbestimmte
Abziehgeschwindigkeit einer nicht dargestellten Abziehvorrichtung für den Strang 11 angepaßt ist Bei der
dargestellten Ausführungsform bilden der Differentialwandler 24. das Umschaltventil 26. das Überdruckventil
27 und der Hyddraulikkreis 34 mithin eine Einrichtung zur Angleichung der Absenkgeschwindigkeit der
Gießkokille 1 an die Abzugsgeschwindigkeit einer Strangabziehvorrichtung. Die über dem Tragrahmen 3
von der Gießkokille 1 getragenen Platten 4 sind daher im Gleichlauf mit der Auf- und Abwärtsbewegung
gemäß Pfeilen 2a 2b der Gießkokille 1 aufwärts und abwärts bewegbar, wobei die Platten 4 beim Hochfahren der Gießkokille 1 in der Richtung 2a vom Strang 11
abgehoben sind, jedoch bei einer Bewegung der Gießkokille 1 in Richtung 26 nach unten mit der
Abzugsgeschwindigkeit des Stranges 11 mitlaufen und dabei an den Strang 11 angedrückt sind. Auf diese Weise
können die Platten 4 den Strang 11 schlupffrei stützen
und führen, wobei gleichzeitig eine Kühlung des Stranges 11 erfolgt. Obwohl die Platten 4 somit während
ihrer Abwärtsbewegung vom Strang 11 abgehoben ίο sind und in dieser Zeit keine Kühlwirkung ausüben
können, ist die Gesamtkühlwirkung hierdurch nicht wesentlich vermindert, weil das Hochfahren der Platten
4 mit der höchstzulässigen Geschwindigkeit erfolgt.
Zusätzlich sind am Ringglied 3' am unteren Ende des Tragrahmens 3 zwei Führungsrollen 8 \orgesehen,
welche Fluchtlingsfehler bzw. ein Ausbiegen des Gußstranges 11 unter unausgeglichenen Andruckkräften
von den Platten 4 her verhindern. Weiterhin sind gemäß Fig. 1 mehrere Rollgang-Rollen 13 unterhalb
der Führungsrollen 8 angeordnet.
Bei der in den F i g. 1 bis 3 dargestellten Vorrichtung wird die in die Gießkokille 11 eingebrachte Metallschmelze,
insbesondere Stahlschmelze, bei der Berührung mit der wassergekühlten Innenwand der Gießkokille
gekühlt, so daß sich an der Oberfläche des Metallstranges 11 eine schalenförmig erstarrte Wandschicht
bildet, mit der der Strang 11 anschließend in die
erfindungsgemäiße Sitütz- und Haltevorrichtung eintritt, während er durch eine nicht näher dargestellte
Abziehvorrichtung mit einer vorbestimmten Abzugsgeschwindigkeit abgezogen wird. Da sich die Gießkokille
1 in den Flichtungen 2a-26 aulwärts und abwärts hin-
und herbewegt und bei der Abwärtsbewegung in Richtung 2b mit einer genau der Abzugsgeschwindigkeit
des Stranges 11 entsprechenden Geschwindigkeit abgesenkt wird, bewegt sich die an der Gießkokille 1
befestigte Haltevorrichtung ebenfalls gemeinsam mit der Gießkokilic 1 hin und her, wobei sie während ihrer
Abwärtsbewegung mit einer genau der Ab?ugsgeschwindigkeit
des Stranges 1,1 entsprechenden Geschwindigkeit abgesenkt wird.
Außerdem werden bei der dargestellten Vorrichtung
die Platten 4 der Stütz- und Kühlvorrichtung durch Betät'gung der Zylinder 5 beim Absenken gemäß
Richtung 7a an den Strang 11 angelegt, so daß sie eine
Blasenbildung am Strang 11 verhindern und diesen abkühlen, während die Platten 4 bei ihrer Aufwärtsbewegung
durch eine Querbewegung in Richtung Tb von
der Wand des Stranges 11 abgehoben sind. Dadurch triti
keine Relativbewegung zwischen den Platten und derr
des und des. Verschleißes der Platten 4 bewirken würde.
zum nachgeschalteten Rollgang 13 und wird mit feste
und verfestigt wird, bis er schließlich als Endproduk
vorliegt.
Dadurch, daß der Tragrahmen 3 starr an de Unterseiiie der Gie ßkokille 1 befestigt ist und die an dei
Seiten des Stranges 11 anliegenden Platten 4 durch di Hydraulikzylinder S mit gleichen Drücken beaufschlag
werden, erfolgt bereits ein·» gute Zentrierung de Stranges 11 gegenüber der Gießkokille 1. Durch di
Führungsrollen 8. die am Tragrahmen 3 und damit a der Gießkokille 1 gelagert sind und in Abzugsrichtun
hinter den Platten 4 an der Außenwand des Siranges 11
anliegen, erfolgt eine zusätzliche Feinausrichtung, welche etwaige geringe Druckunterschiede der Anpreßplatten
4 ausgleicht. Insgesamt wird somit der Strang 11 genau fluchtend zur Gießkokille 1 gehalten, so
daß dort an den Wänden des sich verfestigenden Stranges keine unterschiedlich großen Luftspalte und
damit unterschiedliche Kühlwirkungen auftreten könnnen und der Strang über seinen Querschnitt eine
gleichmäßige Kühlung erfährt.
In den Fig.4 und 5 sind Abwandlungen der Ausführungsform gemäß F i g. 1 und 3 erläutert.
Die Ausführungsform gemäß Fig.4 ist zur Stützung
und Kühlung eines Stranges kleinen Querschnittes angepaßt. Hierbei sind zwei Platten 4 zu einer
L-förmigen Platte 14 zusammengefaßt, die zwei Wandflächen des Stranges 21 gleichzeitig abstützt. Das
Anlegen der Platten 14 an den Gußstrang :21 und das nachfolgende Abheben erfolgt durch Hydiaulikzylinder
15, die einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind und an den Längskanten der L-förmigen Platten
angreifen. Außerdem sind Sprührohre 16 für die jeweiligen Rückseiten der Platten 14 vorgesehen, durch
welche die Platten 14 durch unmittelbares Besprühen im Bereich jeder Wandscite des Stranges 21 gekühlt
werden.
Die Vorrichtung gemäß F i g. 5 dient zur Kühlung und Stützung eines großen Stranges 22 mit langgestreckt
rechtcckförmigem Querschnitt. Bei dieser Ausführungsform werden die beiden Breitseiten des Stranges 22
durch Platten 18 bildende Rahmen über Führungsschienen 17 abgestützt. Die Platten 18 werden mittels
Hydraulikzylindern 19 unter Zwischenschaltung der Führungsschienen 17 an den Strang 22 angelegt und vor
diesem abgehoben. An den Platten 18 im Be-eier
zwischen den Führungsschienen 17 und an den freier Schmalseiten des Stranges 22 sind Sprühdüsen 2(
vorgesehen, die Kühlwasser direkt gegen die Oberflä ehe des Stranges 22 sprühen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Kühlen und Stützen eines aus einer oszillierenden Stranggießkokille austretenden
Metallstranges mit gegen den Strang anlegbaren und von diesem abhebbaren gekühlten Platten, mit
einer die Platten mit der Gießkokille verbindenden Halteeinrichtung und mit einer Steuereinrichtung,
die die Platten bei der synchron mit der Abziehgeschwindigkeit des Stranges erfolgenden Abwärtsbewegung
der Gießkokille in Anlage an der Strangwand hält und bei der schnellen Aufwärtsbewegung ■
der Gießkokille von der Strangwand abhebt, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung
einen an der Unterseite der Ghßkokille (1) befestigten Tragrahmen (3) aufweist, an dessen
unterem Ende Führungsrollen (8) für den aus den Platten (4; 14; 18) austretenden Strang (11: 21; 22)
gelagert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung zur Angleichung der Oszillationsgeschwindigkeit der Gießkokille (1) an
die Abziehgeschwindigkeit des Stranges (11; 21; 22) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch auf die Platten (4; 14) gerichtete
Sprühdüsen (10).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3. gekennzeichnet durch direkt auf die Strangoberfläehe
gerichtete Sprühdüsen (10; 20).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Seite eines
rechteckigen Stranges (11) eine Platte (4) vorgesehen ist, und daß Sprühdüsen (10) auf jede der Platten
(4) und auf die Zwischenräume zwischen den Platten gerichtet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Anbprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch zwei L-förmige Platten (14),
die jeweils an einer Schmal- und Breitseite des Stranges (21) angreifen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (18) eine
Anzahl von Führungsschienen (17) zur Anlage an den Strang (22) aufweisen.
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