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"Verdichtungsgerät" Die Erfindung bezieht sich auf ein Verdichtungsgerät
insbesondere zum Verdichten oder Kompaktieren von Erde, Untergrund od. dergl..
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Gemäß der Erfindung ist bei einem Verdichtungsgerät mit einem wenigstens
ein Paar in gegenseitigem Querabstand angeordnete Laufräder aufweisenden Fahrgestell,
einem
Par in gegenseitigem Querabstand am Fahrgestell angelenkter,
um eine gemeinsame quer verlaufende Achse schwenkbarer Schwingen und einer Walze
mit nicht kreisförmigem Querschnitt, welche um eine in einigem Abstand von der Schwenkachse
der Schwingen verlaufende Achse drehbar an den Schwingen gelagert ist, vorgesehen,
daß die Walze zwischen den Laufrädern angeordnet und mittels einer am Fahrgestell
angebrachten Hubeinrichtung zwischen einer Arbeitsstellung, in welcher sie auf einer
die Laufräder tragenden Fläche ruht bzw. auf dieser abrollen kann, und einer Transportstellung,
in welcher sie von der Fläche abgehoben und im Fahrgestell aufgehängt ist, bewegbar
ist.
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In einer vorteilhaften Ausführung eines Verdichtungsgeräts der genannten
Art ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß das Fahrgestell die Form eines Jochs
mit einem in Querrichtung verlaufenden Hauptträger, einer in der Mitte desselben
in Längsrichtung hervorstehenden Deichsel für den Anschluß an einem Fahrzeug und
einem Paar in gegenseitigem Querabstand an gegenüberliegenden Seiten der Deichsel
und in dieser gegenüberliegender Längsrichtung vom Hauptträger abstehender Schenkel
hat, daß die Schwingen am Fahrgestell angelenkt sind, daß die Laufräder an den Schenkeln
gelagert sind und daß die Walze mittels einer zwischen den Schwingen verlaufenden,
die Drehachse der Walze bildenden Welle an den Schwingen gelagert ist. Wenn das
Verdichtungsgerät mit der Deichsel des Fahrgestells an einem Fahrzeug angehängt
ist, sind die Schwingen als Zugglieder wirksam und die Schenkel als Zugschenkel,
an denen die Laufräder um eine
in gewissem Abstand vom Hauptträger
verlaufende gemeinsame Querachse drehbar gelagert. sind.
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Gemäß der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Hubeinrichtung
ein Paar druckmittelbetätigter und-fur gleichzeitige Betätigung parallel zueinander
mit einer gemeinsamen Druckmittelquelle verbundener, teleskopartig ausstreckbarer
Kolben-Zylinderanordnungen aufweist daß die Druckmittelquelle am Fahrgestell untergebracht
ist und daß das Fahrgestell hohl ist und die beiden Kolben-Zylinderanordnungen in
seinem Inneren aufnimmt.
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In einer Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Paar Schwenkhebel
in einer gemeinsamen Querachse gelenkig mit den Xolben-Zylinderanordnungen verbunden
und in einer gemeinsamen Querachse schwenkbar am Fahrgestell gelagert sind, so das
zu sie durch Längenänderungen der Kolben-Zylinderanordnungen zwischen einer Betätigungsstellung,
in welcher sie die walze in-der Transportstellung halten, und einer Ruhestellung
frei von der Walze um ihre gemeinsame Achse am Rahmen schwenkbar sind.
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Dabei sieht die Erfindung vor; daß die Schenkel des Fahrgestells hohl
sind, daß die Kolbenzylinderanordnungen in jeweils einem Schenkel untergebracht
sind, daß die Schwenkhebel an jeweils einem Schenkel schwenkbar gelagert sind und
in ihrer Betätigungsstellung von unten her an der Welle der Walze angreifen und
daß die Schwingen an den Schenkeln gelagert sind. Ferner ist vorgesehen, daß die
Schwenkhebel
jeweils eine von unten her an die-Welle der Walze anlegbare Sitzplatte aufweisen,
daß die Sitzplatte, die Lagerung um Schenkel des Fahrgestells und die Gelenkverbindung
mit der Kolben-Zylinderanordnung des jeweiligen Schwenkhebels in Form eines Dreiecks
angeordnet sind, daß die Lagerung am Schenkel in einigem Abstand senkrecht oberhalb
der Gelenkverbindung mit der Kolben-Zylinderanordnung liegt und daß die Kolben-Zylinderanordnungen
jeweils so im jeweiligen Schenkel untergebracht sind, daß die Sitzplatte in einer
Stellung unterhalb der Welle der Walze rückwärts aus dem Schenkel hervorsteht und
die Kolben-Zylinderanordnung innerhalb des Schenkels und in dessen Längsrichtung
betätigbar ist, um über den Schwenkhebel eine senkrecht gerichtete Kraft auf die
Walze auszuüben.
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In einer anderen Ausführung sieht die Erfindung vor, daß der querliegende
Hauptträger hohl ist, daß die Kolben-Zylinderanordnungen zunächst den Schenkeln
im Hauptträger untergebracht sind und daß die Schwenkhebel schwenkbar am Hauptträger
gelagert und in eine Betätigungsstellung bewegbar sind, in welcher sie rückwärts
an abwärts hervorspringenden Teilen der am Hauptträger gelagerten Schwingen in Anlage
sind. Dabei ist ferner vorgesehen, daß die Schwenkhebel jeweils eine Sitzplatte
für die Anlage an den Schwingen haben, daß die Schwingen jeweils eine Puffereinrichtung
für die Anlage der Sitzplatten haben, daß die Lagerung der Schwenkhebel am Hauptträger
jeweils in einigem Abstand senkrecht über der Gelenkverbindung mit der zugeordneten
Kolben-
Zylinderanordnung liegt und daß die Kolben-Zylinderanordnungen
jeweils vorwärts des zugeordneten Schwenkhebels untergebracht sind, so daß der Schwenkhebel
zum Ausüben einer rückwärts gerichteten Kraft auf die zugeordnete Schwinge innerhalb
des Hauptträgers bewegbar ist.
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In den vorstehenden Ausführungen kann das Verdichtungsgerät so ausgebildet
sein, daß die Schwenklagerungen der Schwenkhebel am Fahrgestell mit den Schwenklagerungen
der Schwingen am Fahrgestell koaxiale Schwenkachsen haben.
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Bei einem Verdichtungsgerät der vorstehend genannten Art ist gemäß
der Erfindung ferner vorgesehen, daß die Druckmittelquelle einen am Fahrgestell
untergebrachten und mit den Kolben-Zylinderanordnungen sowie mit einer Zufuhrleitung
verbundenen Druckspeicher zum Speichern eines unter Druck stehenden Strömungsmittels
aufweist, sowie ferner, daß der Druckspeicher ein Gehäuse hat, dessen Innenraum
durch eine zusammenfaltbare Membrane in eine abgedichtete, ein Gas enthaltende Abteilung
und eine mit den Kolben-Zylinderanordnungen sowie mit der Zufuhrleitung verbundene,
eine hydraulische Flüssigkeit enthaltende Abteilung unterteilt ist.
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An einem Verdichtungsgerät der beschriebenen Art kann ferner eine
am Fahrgestell angeordnete, von den Hubeinrichtungen unabhängige Verriegelungseinrichtung
zum Verriegeln der Walze in der Transportstellung vorgesehen sein.
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Im folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand
der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Verdichtungsgeräts
in einer ersten Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Verdichtungsgerät
nach Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht eines Verdichtungsgeräts in einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung, Fig. 4 eine Draufsicht auf das Verdichtungsgerät
nach Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht auf ein Verdichtungsgerät in einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung, Fig. 6 eine Ansicht im Schnitt entlang der Linie
VI-VI in Fig. 5 und Fig. 7 ein Schema einer hydraulischen Anlage zum Heben und Senken
der Walze des Verdichtungsgeräts in den Ausführungen nach Fig. 1 bis 6.
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In Fig. 1 bis 6 der Zeichnung sind Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Verdichtungsgeräts 10 dargestellt. Dieses weist eine Walze 12 mit nicht kreisförmigem
Querschnitt auf. Die Walze ist um eine durch eine Welle 14 gebildete, in Querrichtung
im wesentlichen durch ihren Schwerpunkt 16 verlaufende Achse drehbar.
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Der nicht kreisförmige Querschnitt der Walze 12 weist vier abgerundete
Höcher 18 auf, aufgrund deren der Schwerpunkt 16
der Walze beim
Abrollen derselben auf einer das Verdichtungsgerät tragenden Fläche 20 um einen
Betrag R - r steigt und fällt. Dabei dreht sich die Walze in Richtung eines Pfeils
22-um die Welle 14. Bei-jedem Herabfallen des Schwerpunkts 16.erteilt die Walze
12 der Fläche 20 einen Stoß und bewirkt dadurch eine Verdichtung des unter der Fläche
liegenden Materials. Bei einer Umdrehung der Walze ergibt sich für jeden Höcker
18 ein solcher Stoß, insgesamt also vier Stöße.
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Die Welle 14 ist an beiden Enden über jeweils eine Zugschwinge 24
mit einem Fahrgestell 26 verbunden. Die Schwingen 24 sind in gegenseitigem Querabstand
mittels Zapfen 28 am Fahrgestell angelenkt. Eine durch die Zapfen 28 gebildete gemeinsame
Schwenkachse der Schwingen 24 verläuft in Parallelabstand zur Achse der Welle 14.
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Das Fahrgestell 26 hat die Form eines Jochs mit einer Deichsel 26,1,
welche mittels eines Zugmauls 26.2 an ihrem freien Ende an einem Zugfahrzeuganhängebar
ist. Das Fahrgestell hat ferner einen quer verlaufenden Hauptträger 26.3 und ein
Paar seitlicher.Zugschenkel 26.4. Die Deichsel 26.1 ist mit ihrem hinteren Ende
an einem in der Mitte des Hauptträgers 26.3 vorwärts hervorstehenden Ansatz 26.5
befestigt.
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Die Schenkel 26.4 sind beiderseits der Deichsel 26.1 in gegenseitigem
Querabstand am lIauptträger -26.3 angesetzt und stehen in der Deichsel 26.1 entgegengesetzter
Richtung rückwärts am Hauptträger 26.3 hervor. Die Deichsel 26.1, der Hauptträger
26.3 und die Schenkel 26.4 sind aus hohlen,
kasten- oder rohrförmigen
Stahlprofilen gebildet.
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Das Fahrgestell 26 ruht auf Laufrädern 30, welche in gegenseitigem
Querabstand um eine gemeinsame Querachse drehbar an der Unterseite der hinteren
Teile der Schenkel 26.4 gelagert sind.
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In den Ausführungen nach Fig. 1 bis 4 ist jeweils ein Paar Laufräder
beiderseits der beiden Schenkel 26.4 angeordnet. Die Zapfen 28 sitzen in Lagerböcken
an der Oberseite der Schenkel 26.4 nahe den hinteren Enden derselben.
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In der Ausführung nach Fig. 5 und 6 sitzen die Zapfen 28 einwärts
neben den Schenkeln 26.4 an der Hinterkante des Hauptträgers 26.3. An den beiden
Schenkeln ist jeweils ein einzelnes Laufrad 30 auf einem nahe dem Ende der Schenkel
einwärts hervorstehenden Achsstummel gelagert.
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Zum Bewegen der Walze 12 zwischen der in der Zeichnung dargestellten
Arbeitsstellungs in welcher sie auf der Fläche 20 ruht und auf dieser abrollen kann,
und einer Transportstellung, in welcher sie von der Fläche 20 abgehoben und im Fahrgestell
aufgehängt ist, ist eine Hubeinrichtung mit einem Paar einander gleicher, doppeltwirkender
Kolben-Zylinderanordnungen 32 vorgesehen. Die Kolben-Zylinderanordnungen 32 sind
teleskopartig ausstreckbar und, wie nachstehend anhand von Fig. 7 im einzelnen erläutert,
für gemeinsame Betätigung parallel zueinander mit einer gemeinsamen Druckmittelquelle
verbunden.
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In der Ausführung nach Fig. 1 und 2 sind die Eolben-Zylinderanordnungen
32
jeweils mit einem Ende am unteren hinteren Teil jeweils eines Schenkels 26.4 verankert,
während das andere- Ende schräg aufwärts verläuft und zunächst der Welle 14 unter
der jeweiligen Schwinge 24 liegt. Beim Ausstrecken der Kolben-Zylinderanordnungen
kommen sie mit den oberen Enden in Anlage an den Schwingen 24 und belasten diese
aufwärts, um damit die Walze 12 von der Fläche 20 abzuheben. Im eingezogenen Zustand
der Kolben-Zylinderanordnungen liegen ihre oberen Enden ohne Berührung mit den Schwingen
24 unterhalb derselben.
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In der Ausführung nach Fig. 3 und 4 sind die Eolben-Zylinderanordnungen
32 in den hohlen Schenkeln 26.4 untergebracht und jeweils mit einem Ende im unteren,
vorderen Teil des betreffenden Schenkels angelenkt. Die Gelenkverbindungen zwischen
den Kolben-Zylinderanordnungen oder Hub zylindern 32 und den Schenkeln 26.4 haben
eine gemeinsame quer verlaufende Achse 32.1. Die Hubzylinder 32 erstrecken sich
innerhalb der jeweiligen Schenkel 26.4 rückwärts und sind an den hinteren Enden
jeweils über ein Gelenk 32.2 mit einem Schwenkhebel 33 verbunden. Die Schwenkhebel
33 sind in gegenseitigem Querabstand mittels der Zapfen 28 auf dem Fahrgestell gelagert
und durch Längenänderungen der Hub zylinder 32 um die Zapfen 28 schwenkbar. Sie
weisen jeweils eine von unten her an die Welle 14 der Walze 12 anlegbare Sitzplatte
33.1 auf und sind zwischen einer Betätigungsstellung, in welcher sie die Walze 12
von der Fläche 20 abgehoben halten, und einer Ruhestellung, in welcher sie ohne
Berührung mit der Welle 14 unterhalb derselben liegen, so
daß die
Walze 12 in ihrer Betriebsstellung auf der Fläche 20 ruht, verschwenkbar. Bei beiden
Schwenkhebeln 33 bilden die Sitzplatte 33.1, der Zapfen 28 und die Gelenkverbindung
32.2 mit dem Hubzylinder 32 ein Dreieck, wobei der Zapfen 28 in einigem Abstand
senkrecht über der Gelenkverbindung 32.2 liegt und die Sitzplatte 33.1 in einer
Stellung unter der Welle 14 der Walze 12 rückwärts aus dem betreffenden Schenkel
26.4 hervorsteht. Der Hubzylinder 32 ist daher innerhalb des Schenkels und in dessen
Längsrichtung betätigbar, um auf die Welle der Walze senkrecht gerichtete Kräfte
auszuüben.
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In der Ausführung nach Fig. 5 und 6 sind die Hubzylinder 32 zunächst
den Schenkeln 26.4 im Hauptträger 26.3 untergebracht und an einer gemeinsamen, quer
verlaufenden Achse 32.1 mit einem Ende daran angelenkt. Mit den anderen Enden sind
sie an einer gemeinsamen, quer verlaufenden Achse 32.2 an Schwenkhebeln 33 angelenkt.
Die Schwenkhebel 33 sind um eine durch die Zapfen 28 gebildete gemeinsame Quer--achse
schwenkbar am Hauptträger 26.3 gelagert. Sie haben nach hinten gekehrte Sitzplatten
33.1 für die Anlage jeweils an einem unterhalb des betreffenden Zapfens 28 abwärts
her vorstehenden Teil 24.1 einer Schwinge 24. Die hervorstehenden Teile 24.1 der
Schwingen tragen jeweils eine Puffereinrichtung 24.2, etwa eine elastische Auflage,
eine Schraubenfeder od. dergl., für die Anlage der Sitzplatten 33.1.
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Die Gelenkverbindungen 32.2 zwischen den Hubzylindern 32 und den Schwenkhebeln
33 liegen in einigem Abstand senkrecht unterhalb der Zapfen 28. Beim Ausstrecken
der Hubzylinder
32- kommen die Sitzplatten 33.1 in Anlage an den
Puffern 24.2, um die Walze 12 von der Fläche 20 abzuheben. Im eingezogenen Zustand
der Hubzylinder 32 sind die Sitzplatten 33.1 von den Puffern 24.2 abgehoben, während
die Walze 12 auf der Fläche 20 ruht.
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Das in Fig. 5 und 6 gezeigte Verdichtungsgerät hat ein Paar in gegenseitigem
Querabstand angeordnete Bewegungsdämpfer 34, jeweils mit einer von einer zunächst
dem jeweiligen Zapfen 28 an der- Oberseite des Hauptträgers 26.3 angeordneten Führung
34.2 rückwärts zu einem etwa in der Mitte der Oberseite der zugeordneten Schwinge
24 angeordneten Gelenkbeschlag 34.3 verlaufenden Stange 34.1. Diese ist mit dem
hinteren Ende am jeweiligen Gelenkbeschlag 34.3 angelenkt und durchsetzt eine Querbohrung
in einem um eine Querachse verdrehbar in der betreffenden Führung 34.2 sitzenden
Zapfen 34.21. Damit sind die Stangen 34.1 also jeweils am Gelenbeschlag 34.3 und
an der Führung 34.2 um eine querverlaufende Achse schwenkbar und außerdem relativ
zur Führung 34.2 in Längsrichtung verschieblich. Beiderseits der Führung 34.2 sind
zwischen dieser und zwei Sitzen 34.5 an der Stange 34.1 zwei die Stange umgebende
Schraubenfedern 34.4 unter Kompression eingespannt. Beim Abrollen der Walze 12 auf
der Fläche 20 führen die Schwingen Schwenkbewegungen um die Zapfen 28 aus, wobei
die Stange 34.1 um den Gelenkbeschlag 34.3 und die Führung 34.2 herum verschwenkt
wird und in ihrer Längsrichtung in der Führung 34.2 gleitet.
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Dadurch wird jeweils eine der Federn 34.4 stärker komprimiert und
damit die Bewegung der Schwinge um den Zapfen 28 herum gedämpft.
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In den verschiedenen Ausführungen nach Fig. 1 bis 6 können die Hubzylinder
32 zum Festhalten der Walze 12 in der Transportstellung in ausgestrecktem Zustand
arretierbar sein.
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Stattdessen können auch getrennte Verriegelungseinrichtungen für die
Hubzylinder 32 oder die Schwenkhebel 33 zum Festhalten der Walze 12 in der Transportstellung
vorhanden sein.
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In Fig. 3 und 4 beispielsweise erkennt man Bohrungen 33.2 und 26.41
in den Schwenkhebeln 33 bzw. den Schenkeln 26.4.
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Diese lassen sich in gegenseitige Ausrichtung bringen und nehmen dann
einen Verriegelungsstecker auf.
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Fig. 7 zeigt eine insgesamt mit 40 bezeichnete hydraulische Anlage
zum Heben und Senken der Walze 12 gegenüber dem Fahrgestell 26. Ein insgesamt mit
42 bezeichneter Teil der Anlage ist auf dem Verdichtungsgerät 10 selbst untergebracht
und bildet einen Teil desselben. Ein anderer, insgesamt mit 44 bezeichneter Teil
der Anlage ist als Teil eines Schleppfahrzeugs auf diesem angeordnet. Gegebenenfalls,
insbesondere bei einem Verdichtungsgerät 10 mit Eigenantrieb, kann auch die gesamte
Anlage auf diesem angeordnet sein. Die beiden Teile 42 und 44 sind über hydraulische
Leitungen 46 und 48 mit Anschlüssen 46.1, 46.2 bzw. 48.1, 48.2 miteinander verbunden.
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Der auf dem Zugfahrzeug untergebrachte Teil 44 der Anlage enthält
eine Hydraulikpumpe 50, welche von einem Behälter 52 aus gespeist ist und eine Hydraulikj-Tlüssigkeit
über einen vom Fahrer des ZugfShrzeugs betätigbaren Zweiwegeschieber 54 wahlweise
einer der Leitungen 46 oder 48 zuführt. Die
Pumpe 50 und der Behälter
52 sind untereinander über eine Leitung 55.1 und unabhängig voneinander über Leitungen
55.2 bzw. 55.3 mit dem Schieber 54 verbunden. Der Schieber 54 ist-derart betätigbar,
daß die Leitung 55.2 mit der Leitung 46 und die Leitung 55.3 mit der Leitung 48
oder daß die Leitung 55.2 mit der Leitung 48 und die Leitung 55.3 mit der Leitung
46 verbunden ist. Dabei ist der Schieber 54 aus der Stellung, in welcher die Leitung
46 mit der Pumpe 50 verbunden ist, heraus belastet.
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Die hydraulische Anlage 40 enthält einen lediglich in Fig. 3 dargestellten
Druckspeicher 56 auf dem Fahrgestell 26 zum Speichern von Hydraulikflüssigkeit.
Zum Aufladen des Druckspeichers und/oder für die Speisung der Hubzylinder 32 zum
Anheben der Walze 12 wird die Hydraulikflüssigkeit über die Leitung 48 zugeführt.
Die Leitung 48 ist über parallel zueinander verlaufende Zweigleitungen 60, 64 und
eine gemeinsam an diese angeschlossene Leitung 62 mit dem Druckspeicher 56 verbunden.,
In die Leitung 60 ist ein Auflade-Rückschlagventil 58 eingesetzt und die Leitung
64 enthält ein Servo-Entlastungsventil 66. Dieses ist über eine Leitung 68, einen
Strömungsteiler 70 und daran anschließende parallele Leitungen 72 mit den Hub zylindern
32 verbunden. Der Strömungsteiler 70 teilt das über die Leitung 68 zugeführte Druckmittel
gleichmäßig zwischen den Leitungen 72 auf. Die Leitungen 72 sind so an den doppeltwirkenden
Hub zylindern 32 angeschlossen, daß über sie zugeführtes Druckmittel das Ausstrecken
der Hubzylinder bewirkt.
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Ein in die Leitung 68 eingesetztes Ventil 74 gestattet eine ungehinderte
Strömung vom Ventil 66 zum Strömungsteiler 70, drosselt jedoch die Rückströmung
vom Strömungsteiler 70 zum Ventil 66.
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Für den Betrieb ist die gesamte Anlage mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt.
Es sei angenommen, daß die Walze 12 auf einer Fläche 20 abrollt, über welche das
Verdichtungsgerät 10 von einem (nicht gezeigten) Zugfahrzeug gezogen wird. Während
oder vordem das Verdichtungsgerät 10 über die Fläche 20 gezogen wird, um diese zu
verdichten, wird die Pumpe 50 in Gang gesetzt und der Schieber 54 so betätigt, daß
die Pumpe Hydraulikflüssigkeit über die Leitungen 48, 60 und 62 zum Druckspeicher
56 fördert. Bei Erreichen eines zum Aufladen des Druckspeichers ausreichenden vorbestimmten
Drucks hört die Pumpenförderung auf und das Ventil 66 befindet sich in einer Stellung,
in welcher es die Leitungen 64.1, 64.2 und 68 voneinander trennt.
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Am Ende eines Arbeitsgangs über die Fläche 20 oder zu einem beliebigen
anderen Zeitpunkt wird die Pumpe 50 erneut in Gang gesetzt und das Ventil 66 betätigt,
um die Leitungen 64.1 und 68 miteinander zu verbinden. Dadurch werden nun die Hubzylinder
32 mit dem im Druckspeicher 56 gespeicherten Druckmittel gespeist und somit gestreckt,
so daß die Walze 12 in die Transportstellung gehoben wird. Der Strömungsteil.er
70 gewährleistet innerhalb einer bestimmten Toleranz eine gleichmäßige Speisung
der beiden Hubzylinder. Ein gleichzeitiger Zustrom des Druckmittels von der Pumpe
50
über das Ventil 58 gewährleistet eine ausreichende Speisung
der Hubzylinder 32 mit dem DruckmiCtel, um diese auf ihre größte Länge auszustrecken
und kleinere Druckverluste in der Anlage auszugleichen. Der Druckspeicher 56 dient
also dazu, eine größere Menge des Druckmittels für die Speisung der Hubzylinder
32 zum schnellen Anheben der Walze 12 bereitzustellen. Die verwendete Pumpe 50 kann
daher-ziemlich klein sein.
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Beim Ausstrecken der Hubzylinder 32 entweicht die in der anderen Seite
derselben vorhandene Hydraulikflüssigkeit über die Leitungen 46 und 55.2 zum Behälter
52.
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Zum Absenken der Walze 12 wird der-Schieber 54 so betätigt, daß die
Pumpe 50 mit der Leitung 46 und der Behälter 52 mit der Leitung 48 verbunden ist.
Dadurch entweicht nun das Druckmittel äus den Hubzylindern 32 über die Leitungen
72, 68, 64.1 und 62 zum Druckspeicher 56. Sobald dieser dann voll aufgeladen ist,
wird das Servoventil 66 betätigt, um die Leitung 68 von der Leitung 64.1 zu trennen
und sie stattdessen über die Leitung 64.2 mit der Leitung 48 zu verbinden.
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Daraufhin fließt dann das Druckmittel über die Leitungen 48 und 55.2
zum Behälter 52, bis die Hubzylinder 32wieder ganz eingezogen sind. Die Rückströmung
in der Leitung 48 ist im wesentlichen gleich der in Gegenrichtung über das vom Druckspeicher
56 gelieferte Druckmittel hinaus zum vollständigen Ausstrecken der Hubzylinder 32
erforderlichen StrömungsmengeO Anschließend wird das Servoventil 66 erneut betätigt,
um die Leitungen 64o19 64.2 und 68 voneinander
zu trennen. Die
vorstehend erwähnte Belastung des Schiebers 54 sowie das Drosselventil 74 dienen
dazu ein unbeabsichtigtes Absenken der Walze zu verhindern bzw. ein übermäßig schnelles
Absenken der Walze zu verhüten Nachdem der Druckspeicher 56 durch Aufladung mittels
der Pumpe 50 einmal in betriebsbereiten Zustand versetzt ist, bleibt er dann dauernd
betriebsbereit, da er ja beim Absenken der Walze 12 jedesmal wieder aufgeladen wird.
Er braucht daher jeweils nur vor Betriebsbeginn einmal aufgeladen zu werden.
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Der Druckspeicher 56 hat ein Gehäuse 56.1, dessen Innenraum durch
eine zusammenfaltbare, etwa sackförmige Membrane 56.2 in eine abgedichtete, ein
Gas enthaltende Abteilung 56.3 und eine an die Leitung 62 angeschlossene Abteilung
564 für die Aufnahme der Hydraulikflüssigkeit unterteilt ist.
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Beim Zustrom von Hydraulikflüssigkeit in die Abteilung 56.4 wird das
in der Abteilung 56.3 enthaltene Gas, vorzugsweise Stickstoff, komprimiert und speichert
dadurch Energie zum späteren Austreiben der Hydraulikflüssigkeit für die Speisung
der Hubzy r 32. Der Druckspeicher 56 hat ferner einen Auslaß 56.5 zum Ablassen des
Druckmittels und für Reinigungszwecke. Die Ausmündung 62.1 der Leitung 62 in der
Abteilung 56.4 liegt um ein Stück über deren Boden, um ein Verstopfen der Leistung
62 durch aus der llydraulikflüssigkeit in der Abteilung 56.4 ausgefällte Feststoffteile
zu verhüten.
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Im Betrieb des Verdichtungsgeräts 10 befindet sich die Walze 12 in
der in der Zeichnung dargestellten Betriebsstellung, in der sie auf der Fläche 20,
etwa einer Straße oder einem Acker, abrollt. Dabei sind die Hub zylinder 32 ganz
eingezogen. Die Laufräder 30 liegen an der Fläche 20 auf, während das Verdichtungsgerät
von einem (nicht gezeigten) Zugfahrzeug, an welchem es mittels des Zugmauls 26.2
an der Deichsel 26.1 angehängt ist, in Richtung des Pfeiles 35 über die Fläche 20
gezogen wird. Bei der Bewegung in Richtung des Pfeils 35 dreht sich die Walze 12
in Richtung des Pfeils 22 und verdichtet dabei das unter der Fläche 20 liegende
Material in vorstehend beschriebener Weise.
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Für den Transport des Verdichtungsgeräts 10 von und zu einer Arbeitsstelle
wird die Walze 12 von der Fläche 20 abgehoben.
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Dies geschieht durch Betätigung der Hub zylinder 32 in der vorstehend
anhand von Fig. 7 erläuterten Weise. Bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 kommen
die Hub zylinder 32 beim Ausstrecken mit ihren freien Enden in Anlage an den Schwingen
24 und heben über diese die Walze 12 von der Fläche 20 ab. In der Ausführung nach
Fig. 3 und 4 werden die Schwenkhebel 33 durch das Ausstrecken der Hub zylinder 32
in Richtung des Pfeils 29 um die Zapfen 28 herum verschwenkt, wobei sie mit den
Sitzplatten 33.1 von unten her an der Welle 14 angreifen und die Walze 12 an dieser.
von der Fläche 20 abheben. In der Ausführung nach Fig. 5 und 6 schließlich werden
die Schwenkhebel 33 beim Ausstrecken der Hubzylinder .32 mit ihren Sitzplatten 33.1
in Anlage an den Puffern 24.2
der abwärts hervorstehenden Teile
24.1 der Schwingen 24 gebracht, um diese zu verschwenken und damit die Walze 12
von der Fläche abzuheben.
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Nach dem Anheben der Walze -12 kann sie mittels in die Bohrungen 33.2,
26.41 eingeführter Stecker in der Transportstellung arretiert und können damit die
Hubzylinder 32 entlastet werden. In der Transportstellung der Walze 12 kann das
Verdichtungsgerät vom Zugfahrzeug abtransportiert werden, wobei es auf den Laufrädern
30 läuft, ohne dabei die Fahrfläche zu beschädigen.
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Vor der erneuten Verwendung des Verdichtungsgeräts werden die Hubzylinder
betätigt, um die in die Bohrungen 33.2, 26.41 eingeführten Stecker zu lösen und
herauszuziehen. Darauf werden die Hubzylinder dann eingezogen, so daß die Schwingen
24 mit der Walze 12 abwärts schwenken, bis die Walze wieder auf der Fläche 20 ruht.
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Die Länge der Schwingen 24 und die Hohe der Zapfen 28 über der Grundfläche
stehen in bestimmter Beziehung zu den Radien R und r der Walze 12. Die genannte
Länge und Höhe müssen so bemessen sein, daß die Walze in der Arbeitsstellung rollend
über die Fläche gezogen werden kann und in der Transportstellung frei von der Fläche
abgehoben ist.
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Das beschriebene Verdichtungsgerät hat den Vorteil, daß es ohne Beschädigung
der Verkehrs fläche etwa über StraBen oder befestigte Fahrbahnen von einer Arbeitsstelle
zur anderen transportiert werden kann. Beim Einsatz in unmittelbarer
Nähe
von Abzugskanälen od. dergl. oder beim Umdrehen an den Enden einer zu bearbeitenden
Fläche läßt sich die Walze dank der Verwendung des Druckspeichers schnell Anheben
und wieder ab senken, ohne das Verdichtungsgerät dazu anzuhalten. Das schnelle Heben
und Senken der Walze ermöglicht die Arbeit in unmittelbarer Nähe von Abzugskanälen
od. dergl.
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sowie ein schnelles Umdrehen an den Enden einer zu bearbeitenden Fläche.
Ferner ermöglicht das Vorhandensein des Druckspeichers die Verwendung einer ziemlich
kleinen Eydraulikpumpe auf dem Zugfahrzeug.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Walze über
die Zugschwingen mit dem Fahrgestell 26 verbunden ist, so daß sich dieses während
der Arbeit nicht mit der Walze zusammen auf und ab bewegt sondern jederzeit-mit
den Laufrädern 30 auf der Fläche 20 ruht. Daher ist das Fahrgestell und die daran
angeordneten Teile keinen stärkeren Erschütterungen ausgesetzt und somit weniger
anfällig für Beschädigungen. Aus diesem Grunde kann man auch ein sehr einfaches
Verbindungsteil 26.2 zwischen dem Verdichtungsgerät und dem Zugfahrzeug verwenden.
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Die Anordnung der Laufräder beiderseits der Walze verbessert die Stabilität
des Verdichtungsgeräts insbesondere bei der Fahrt mit in der Transportstellung befindlicher
Walze. In dieser Stellung tragen die Laufräder im wesentlichen das volle-Gewicht
der Walze und können dabei zum Verdichten von für die Walze selbst nicht zugänglichen
Rändern einer Fläche herangezogen werden.