DE2358634A1 - Schwimmende sperren - Google Patents
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Description
PATENTANWALT DR. HANS-GUNTHER EGGERT1 DIPLOMCHEMIKER
S KÖLN 51, OBERLÄNDER UFER 90
Köln, den 23. November 1973 Fü/pz/213
Pneumatiques
,
Caoutchouc Manufacture et Plastiques
Kleber-Colombes, Place de Valmy, 92-Colombes (Frankreich)
Die vorliegende Erfindung betrifft schwimmende Sperren, die der Reinhaltung von Gewässern dienen. Sie werden eingesetzt,
um die Ausbreitung von schwimmenden Stoffen oder Materialien zu verhindern.
Die erfindungsgemäßen schwimmenden Sperren werden aus einem oder mehreren Schwimmerelementen und einem Rock gebildet,
die aus weichem Material wie einem kautschukimprägnierten Gewebe oder ähnlichem Material hergestellt
sind.
Die Sperren dieser Art werden durch Zusammensetzen von
relativ langen, beispielsweise Io oder 15 m langen Elementen gebildet, von denen jedes Element, wie teilweise
in der seitlichen Ansicht in Figur 1 und dem Querschnitt in Figur 2 dargestellt, aus e.inem Schwimmer element ber
steht, das aus einem Wulst 1 besteht, der sich über die gesamte Länge eines Rocks 2 erstreckt, der mit einer an
Ringen an dem Rock 2 befestigten Kette 3 beschwert ist.
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Wenn der Wulst mit Luft oder einem anderen Stoff geringer Dichte gefüllt ist und selbst, wenn letzterer in Form
von Kugeln oder anderen Teilchen vorliegt, bildet er eine Art Trägerbalken, der eine gewisse Festigkeit in
Längsrichtung aufweist, die so hoch ist, daß er sich nicht ständig der Dünung anpassen kann, da wegen dieser
Festigkeit die einzelnen Teile nicht andauernd den örtlichen Änderungen der Wasseroberfläche folgen können,
wenn diese stark sind, wie es auf dem hohen Meer vorkommt. Daher kann bei starkem Seegang das Material, dessen
Ausbreitung man verhindern will, die Sperre überwinden, weil auf gewissen Abschnitten die Tauchtiefe des
Rocks unzureichend ist und weil auf anderen Abschnitten das Wasser den Wulst überspült.
Dieselben Schwierigkeiten treten auf, wenn man aus Sicherheitsgründen
das Schwimmelement durch seitliche Trennwände, die um den ganzen Umfang des Wulstes befestigt
sind und die seine Festigkeit in Längsrichtung nicht beeinflussen, in mehrere voneinander unabhängige Abteilungen
trennt.
Es ist zu bemerken, daß Sperren bekannt sind, die von einem anderen Typ als die erfindungsgemäßen Sperren sind
und in ihrem oberen Teil aus einem senkrechten Vorhang bestehen, an dem iijtegelmäßigem Abstand Schwimmer befestigt
sind. Diese Sperren weisen dieselben Nachteile auf', wie die vorgenannten: Zu hohe Festigkeit in Längsrichtung,
die teilweise an der Höhe des Vorhangs liegt, die relativ beträchtlich ist; weiterhin kann sich die
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Sperre nur schlecht an den Seegang anpassen, was am Abstand der Schwimmer liegt.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine schwimmende Sperre, die sich vollständig an den Seegang anpasst und die wirksam
bleiben, -wenn die bekannten Sperren dies nicht mehr sind.
Die erfindungsgemäße Sperre besitzt einen Rock, der durch ein Schwimmerelernent gestützt wird, das sich über die
ganze Länge des Rockes erstreckt, aber durch eine Reihe von einzelnen Abschnitten aus schmiegsamem' wasserdichtem
Gewebe gebildet wird, die nicht miteinander kommunizieren und durch Gewebestreifen miteinander verbunden sind, die
eine Breite von 5 bis 2o % des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gewebestreifen besitzen.
Man kann die erfindungsgemäßen Sperren herstellen, indem man jedes der geschlossenen und abgedichteten Abschnitte
vollständig vorfabriziert und dann die Streifen so ansetzt, daß sie die verschiedenen' Abschnitte miteinander
verbinden und gleichzeitig die Dichtigkeit zwischen den verschiedenen Abschnitten gewährleisten. Man kann die erfindungsgemäßen
Sperren auch herstellen, indem man erst einen Wulst wie bei den bekannten Sperren bildet (beispielsweise
indem man eine mit Kautschuk überzogene Gewebebahn umschlägt und die Ränder in Längsrichtung verschweisst)
und dann den einen an den anderen ansetzt und durch Kleben oder Schweissen miteinander verbindet und
die betreffenden Trennwände dort herstellt, wo die Streifen sich befinden sollen. Diese Verfahrensweise bringt einer-
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seits den Vorteil der leichten Herstellung, da man zur gleichen Zeit die Abschnitte und die zwischen den Abschnitten
liegenden Streifen herstellt und andererseits den Vorteil, daß die so hergestellten Abschnitte, wenn
sie, wie unten beschrieben/^hre endgültige Form gebracht
sind, auf ihrem oberen Abschnitt zwei nach oben gerichtete Erweiterungen und eine Anzahl von Falten aufweisen, die
ihnen eine günstige Schmiegsamkeit in Längsrichtung geben. Dabei ist nicht nur die Sperre durch die Ausbildungen,
die die Streifen bilden, in Längsrichtung biegsam, sondern jeder einzelne Abschnitt besitzt günstige Geschmeidigkeit.
Die Abschnitte bilden geschlossene Räume. Sie können mit Luft aufgeblasen werden, was aber ein Aufblasen jedes
Abschnittes benötigt und daher zu lange Zeit braucht, um die Sperre einzurichten. Es ist daher häufig besser,
in die Innenräume einen Stoff oder ein mechanisches Element zu bringen, das sie in die geeignete Form bringt
und sie so in der Form erhält, daß die durch sie verdrängte Wassermenge ausreicht, um eine ausreichende
Schwimmfähigkeit zu gewähren. In diesem Fall sieht man bei der Herstellung für jeden Abschnitt eine öffnung vor,
die man mit einem bekannten, von der Erfindung unabhängigen Mittel, wie beispielsweise einem Ziehverschluß
schließt, nachdem der Abschnitt durch Einfüllen des Stoffes oder des mechanischen Elements geformt wurde.
Andere Eigenheiten und Vorteile lassen sich der Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung entnehmen, die
beispielhaft beschrieben wird und durch die anliegenden Figuren näher erläutert wird:
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Figur 3 ist eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
schwimmenden Sperre unmittelbar vor ihrem Einsatz im Wasser.
Figur 4 ist eine Aufsicht auf die Sperre nach Figur 3.
Die Figuren 5 und 6 zeigen die Herstellung der schwimmenden Sperre gemäß den Figuren 3 und 4.
Wie die Sperre nach Figur 1 und 2 wird auch die nach den Figuren 3 und 4 aus einem Rock Io und einem Schwimmelement
11 gebildet, das sich über die ganze Länge des Rocks Io erstreckt. Dxeses Schwimmelement Io wird aber durch
eine Reihe von Abschnitten 12 gebildet, die"abgeschlossen sind und nicht miteinander kommunizieren. Die verschiedenen
Abschnitte 12 sind mit Streifen miteinander verbunden, die gleichzeitig bewirken, daß zwischen den Abschnitten
keine Unterbrechung auftritt.
Der Rock Io, die Abschnitte 12 und die Streifen 13 bestehen
aus einem Gewebe, das so behandelt wurde, daß es wasserdicht ist/ beispielsweise durch Beschichten mit
Kautschuk oder einem anderen Kunststoff.
Die Breite der Streifen 13 soll einerseits ausreichend sein, damit die Abschnitte 12 sich unabhängig voneinander
in vertikaler Richtung verschieben können und andererseits nicht zu groß sein, um zu vermeiden, daß sie sich unter
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transversaler Krafteinwirkung in stärkerem Maße verformen,
wodurch für das Material, das man aufhalten will, ein Durchlass gebildet würde. Diese Breite beträgt zwischen
5 und 2o % des Abstands D, der zwei aufeinanderfolgende Streifen trennt, d.h. 5 bis 2o % der Länge der Abschnitte
12.
Die Abschnitte 12 werden so geformt, daß sie ein ausreichendes Volumen an Wasser verdrängen, um die Sperre
schwimmfähig zu halten, was entweder durch Einführen eines leichten gasförmigen oder festen Körpers, wie z.B.
Luft mit einem leichten Überdruck gegenüber dem Atnosphärendruck oder einem Schaumstoff im Block oder in Form
von kleineren Teilen, wie beispielsweise Kugeln aus Polystyrol-Schaumstoff oder StrotrLoder, indem man ein
festes mechanisches Element, wie beispielsweise einen Ring anbringt, der die Wände des Abschnitts 12 spreizt
und in gespreiztem Zustand hält. Aber all diese Abschnitte bilden geschlossene und dichte Räume.
Wenn man Luft verwendet, besitzt jeder Abschnitt 12 ein Ventil zum Aufblasen. Jedoch wird zum Aufblasen all dieser
Abschnitte mehr Zeit verwendet, als gewöhnlich zur Bildung der Sperre zur Verfügung steht.
Wenn man einen leichten Festkörper, wie einen Zellstoff oder Stroh, verwendet, besitzt jeder Abschnitt 12 vorzugsweise
auf seinem oberen Teil eine Öffnung 14, die ein Mittel zum Verschließen, vorzugsweise zum schnellen
Verschliessen, wie einen Gleitverschluß 15 trägt. Dieser
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Stoff wird durch die Öffnung 14 eingefüllt, die anschließend
verschlossen wird.
Das ist dasselbe, wenn die Abschnitte 12 durch eine mechanische
Vorrichtung, wie einen Ring, in Form gebracht und gehalten werden. Wenn dieses mechanische Mittel während
der Herstellung der Abschnitte angebracht wird, ist es im allgemeinen nötig, es aus seiner sperrigen
Stellung herauszubringen, d.h., es gegen eine Wand umzulegen, denn wenn es auf der Ebene des Rocks aufliegt,
behindert es nicht die Lagerung der Sperre bei vermindertem Volumen. Während des Äufrichtens der Sperre
muß man die mechanische Vorrichtung dann in eine solche Stellung bringen, daß sie die Wände des Abschnitts
spreizt und gespreizt hält, was bedingt, daß man in das Innere jedes Abschnittes hineinreichen kann. Wenn man
dagegen diese mechanische Vorrichtung allein beim Errichten der Sperre vor dem Zuwasserlassen anbringt, muß man
ebenfalls in das Innere jedes-Abschnitts hineingreifen.
In dem Ausführungsbeispiel sind die Wände jedes Abschnitts voneinander getrennt und daher ist jeder Abschnitt durch
einen Ring 16 geformt, der während der Fabrikation der Sperre so an einer Wand angebracht wird^ daß er sich um
seinen Befestigungspunkt, der durch eine einfache Gewebelasche 17, die an der Wand befestigt ist und den Ring
überspannt, gebildet wird, drehen kann. Die betreffende Wand ist mit einer Klammer 18 versehen, in die der Ring
während der Aufstellung der Sperre eingelegt wird und so festgehalten wird. Durch einen Eingriff in die Öffnung 14,
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die durch einen Verschluß 15 so geschlossen wird, daß jeder Abschnitt dicht ist, werden die Ringe 16 mit den
Klammern 18 verbunden, was die Wände des Abschnitts spreizt und sie in Form hält.
Die Oberfläche der in Form gebrachten Abschnitte ist nicht formbar. Sie wird durch Falten und zwei Erweiterungen
19 und 2o an ihren äußeren Enden gebildet. Hierdurch wird jedem Abschnitt eine günstige Biegsamkeit in Längsrichtung
gegeben; dasselbe gilt für die Falten, die sich auf dem Rock bilden.
Um eine Sperre gemäß den Figuren 3 und 4 herzustellen, kann man so verfahren, wie es schematisch in den Figuren
5 und 6 dargestellt wird.
Auf eine Bahn 19 eines Gewebes, das mit einem thermoplastischen und schweißbaren Material,wie Polyvinylchlorid,
überzogen ist,bringt man die durch Gewebelaschen 17 befestigten Ringe 16 und die Klammern 18 an, die in der
fertiggestellten Sperre an der Wand des Abschnitts, die der Wand mit der Gewebelasche gegenüberliegt, angebracht
sind, in dieser Phase der Herstellung aber oberhalb der Laschen liegen. Man stellt die Öffnungen 14 her, die
man auf der anderen Seite der Stoffbahn mit einem Reißverschluß 15 versieht. Dann schlägt man auf der Linie,
die durch die Öffnungen 14 geht, die Seiten der Stoffbahn, auf der die Klammern 18 befestigt sind, über und schweißt
in 2o eine Schweißnaht in die Stoffbahn hinein. Man erhält so eine Art von Kanal 21, in dem sich die Ringe befinden,
der mit dem Teil der Gewebebahn 22 verbunden ist, der den Rock darstellt. Anschließend schweißt man in bestimmten
Abständen zwischen den Ringen die Wände des Kanals 21 aneinander, wodurch gleichzeitig die Abschnitte
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12 und die Streifen 13 gebildet werden. Die Breite der
Schweißnähte entspricht der der Streifen 13.
Nach einer anderen Herstellungsart, die nicht in den Zeichnungen abgebildet wird, werden die Abschnitte 12
in ihre endgültige Form gebracht, indem man durch Öffnungen 14 zylindrische Blöcke aus Polystyrol-Schaumstoff
oder anderem Material geringer Dichte einbringt. Der Durchmesser dieser Blöcke entspricht dem gewünschten Abstand
der Wände der Abschnitte 12,ist jedoch geringer als die Länge der Abschnitte 12. Die Blöcke aus geschäumtem
Polystyrol mit vertikaler Achse sollen in erster Linie die Abschnitte 12 in die richtige Form bringen,
während ihr Volumen und damit ihre Schwimmkapazität größer ist als die der Blöcke.
k09822/0395
Claims (6)
- Patentansprüche1J Schwimmende Sperre gegen die Ausbreitung von auf der Wasseroberfläche schwimmendem Material, bestehend aus einem Rock und einem Schwimmelement, das sich über die Gesamtlänge des Rocks erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwimmelement durch eine Folge von dichten Abschnitten gebildet wird, die geschlossene Räume bilden und durch einen Gewebestreifen untereinander verbunden sind.
- 2. Sperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Gewebestreifen 5 bis 2o % des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Streifen beträgt.
- 3. Sperre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abschnitt eine Öffnung und ein entsprechendes Mittel zum Verschließen besitzt.
- 4. Sperre nach Anspruch 1 bis 3, dadurch, gekennzeichnet, daß jeder Abschnitt ein Mittel zum Spreizen seiner Wände enthält.
- 5. Sperre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abschnitt einen Ring senkrecht zum Rock enthält.
- 6. Sperre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abschnitt einen zylindrischen Block aus einem Material geringer Dichte, dessen Achse senkrecht verläuft, enthält.409822/039
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