DE2352455B2 - Großraumsilo für mehlförmige Schüttgüter - Google Patents
Großraumsilo für mehlförmige SchüttgüterInfo
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Description
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Großsilo für mehlförmige Schüttgüter mit innerer Schrägwand,
einem über dem Siloauslaß angeordneten Materialteiler sowie Belüftungsorgan im Bereich des Siloauslasses.
Zum nächstkommenden Stand der Technik gehören die sogenannten Flachtrichtersilos, bei denen jedoch
nachteiligerweise zum Entleeren ein hoher Bedarf an Druckluft besteht und eine fast restlose Entleerung des
Silos nicht oder kaum möglich ist.
Vorliegender Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Großraumsilo für mehlförmige Schüttgüter
zu schaffen, bei denen eine restlose oder fast restlose Entleerungsmöglichkeit besteht und bei dem sowohl
infolge eines wesentlich geringeren Druckluftbedarfs die Betriebskosten erheblich gesenkt werden können
und ferner eine wirksame Entstaubung mit kurzen Entstaubungsleitungen und einfachster Staubrückführung
erzielbar und darüber hinaus eine gegebenenfalls sehr wünschenswerte Mischung des Lagerguts erreichbar
ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Silo der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Siloboden ringförmig ausgebildet ist, daß über dem Boden eine Kegelhaube angeordnet ist, an deren
unterem Rand Abzugsöffnungen vorgesehen sind, wobei zwischen der Schrägwand und der Kegelhaube
im Bereich der Abzugsöffnungen Belüftungsmatten angeordnet sind, an die sich Absperrschieber und
konzentrisch in einem Sammelbehälter mündende, das Gut nach dem Silozentruni abziehende, geschlossene
Luftförderrinnen anschließen.
Dabei bestehen nach einer bevorzugten Ausführungsform die Absperrschieber aus Walzenschiebern.
Nach einer weiteren Ausführungsform ist innerhalb der Kegelhaube eine Entstaubungsvorrichtung angeordnet,
die auf einer Bühne, insbesondere einer Stahlbühne, angeordnet sein kann.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes geht die Schrägwand des
Silokörpers noch unterhalb des Niveaus des höchsten Kegelhaubenpunkts in eine Senkrechtwand über.
Ferner ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungsmatten in
Richtung zur Silomitte hin herausziehbar sind, ohne daß man den eigentlichen Lagerraum begehen muß. Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform vorliegender Erfindung ist schließlich dadurch gekennzeichnet, daß
die Absperrschieber gleichzeitig und/oder nacheinander mit gleichen und/oder verschiedenen Öffnungswinkeln
zu öffnen bzw. zu schließen sind, wobei sich beliebig viele Mischeffekte des Lagerguts, die gegebenenfalls
sehr erwünscht sein können, erzielen lassen.
Vom Sammelbehälter aus werden dann über an sich bekannte Beladegarnituren die Silofahrzeuge beladen.
Zum weiteren Stand der Technik sind die deutschen Auslegeschriften 10 26 689; 11 29 892 und 12 68 062 zu
nennen.
Die deutsche Auslegeschrift 10 26 689 beschreibt einen Siloauslaß mit Walzen oder Kugeldrehschieber
für staubförmiges oder körniges Gut, so daß Walzenschieber als solche für Siloauslässe für Silos anderer
Bauart grundsätzlich als bekannt zu gelten haben.
Die weiteren Literaturstellen beschreiben eine Entleerungsvorrichtung für flachbödige Silos für staubförmiges
oder feinkörniges Gut mit radial zur Bodenmitte verlaufenden Luftförderrinnen zum Befördern
des Gutes zunächst zu einer zentralen Bodenzone, von der aus eine besondere Luftförderrinne innerhalb
des Behälters unter dem Boden des Siloraumes zu einem seitlichen Siloauslauf führt, wobei die Luftförderrinne
als offene Förderrinne in eine Entleerungskammer verläuft, deren Querschnitt weiter ist als ihr Einlauf.
Diese bekannte Entleerungsvorrichtung weist dabei keine innere Schrägwand auf, sie besitzt ferner keine
Belüftungsmatten sondern radial angeordnete, relativ lange Belüftungsrinnen, die zwischen den Betonsätteln
angeordnet sind. Es hat sich gezeigt, daß diese langen Belüftungsrinnen nicht allen Anforderungen hinsichtlich
eines befriedigenden Austrags des Materials genügen. Der Entleerungsgrad ist nämlich bei diesen Vorrichtungen
des Standes der Technik deshalb nicht befriedigend, da eine Luftförderrinne immer vom Auslauf her entleert
wird und das Material in Rinnen, die beispielsweise 2 m lang oder langer sind, nicht mehr in Bewegung gebracht
wird. Ein weiterer Nachteil des Standes der Technik besteht im hohen Druckluftverbrauch ohne Nutzeffekt.
Die für die Belüftung des Bodens veranschlagte Luftmenge wird nicht abgenommen, da diese Luft mit
dem Material wieder ausgetragen werden muß und die Querschnitte hierfür zu gering sind. Ein weiterer
Nachteil des Standes der Technik besteht schließlich darin, daß ein unkontrolliertes Absinken des Materialspiegels
durch sogenannte Trombenbildung erfolgt, was zu einer Gefährdung und insbesondere zu einer
statischen Gefährdung des Silokörpers führen kann.
Ein weiterer Nachteil des 'Standes der Technik
besteht auch darin, daß die Aufloekerungsbelüftungsfläche nicht entlastet ist, d. h. die fluidisierte Materialsäule
beansprucht die Belüftungsorgane, was zu deren Schaden führen kann.
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand r>
der Fig. 1 bis 3, die eine bevorzugte Ausführungsform
darstellen, weiterhin erläutert.
In allen Figuren bedeuten die gleichen Bezugszeichen
gleiche Elemente.
F i g. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch das Silo; iu
F i g. 2 stell· einen waagrechteii Schnitt, und
F i g. 3 eine Detailzeichnung dar.
Im Folgenden werden die Zeichnungen erläutert:
Der Silokörper 9 weist einen Siloboden in Gestalt einer kreisringförmigen Platte 1 auf; entlang der
Silowarid ist eine Schräge 2 vorgesehen; über der öffnung der Kreisringplatte 1 befindet sich die
Kegelhaube 3 mit mehreren am Umfang gleichmäßig verleihen Abzugsöffnungen 10. Die zwischen der
Schrägwand und der Kegelhaube (= Kegel): erbleibende Ringfläche ist jeweils an den Abzugsöffnungen mit
Belüftungsmatten 4 belegt, die sich verjüngt bis zu den Handsperrschiebern fortsetzen. Die Belüftungsmauen
dienen zum Fluidisieren des Austragsgutes. Die Luftversorgung erfolgt mittels Drehkolbengebläsen.
Der Materialfluß wird mit Walzerischiebern 5 geregelt, an die sich sternförmig Luftförderrinnen 6 anschließen,
die wiederum in einem Sammelbehälter 7 münden. Von dort werden über an sich bekannte Beladegarnituren die
Silofahrzeuge 11 beladen.
Die Belüftungsmatten lassen sich in Richtung Silomiite herausziehen, ohne daß der eigentliche
Lagerraum begangen werden muß. Die Entstaubungseinrichtung ist mit dem Bezugszeichen 8 versehen; sie ist
auf einer Bühne 12 angeordnet.
In der in Fig. 1 gezeigten Anordnung ist die Belüitungsfläche zum Teil von Materialdruck entlastet;
in F i g. 3 (Detailzeichnung) ist die Belüftungsfläche total vom Materialdruck entlastet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Großraumsilo für mehlförmige Schüttgüter mit innerer Schrägwand, einem über dem Siloauslaß
angeordneten Materialteiler sowie Belüftungsorganen im Bereich des Siloauslasses, dadurch
gekennzeichnet, daß der Siloboden (1) ringförmig ausgebildet ist, daß über dem Boden (1) eine
Kegelhaube (3) angeordnet ist, an deren unterem Rand Abzugsöffnungen (10) vorgesehen sind, wobei
zwischen der Schrägwand (2) und der Kegelhaube (3) im Bereich der Abzugsöffnungen (10) Belüftungsmatten (4) angeordnet sind, an die sich Absperrschieber
(5) und konzentrisch in einen Sammelbehälter (7) mündende, das Gut nach dem Silozentrum abziehende,
geschlossene Luftförderrinnen (6) anschließen.
2. Silo nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß die Absperrschieber (5) aus Walzenschiebern bestehen.
3. Silo nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Kegelhaube
(3) eine Entstaubungsvorrichtung (8) angeordnet ist.
4. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Schrägwand (2) des Silokörpers (9) noch unterhalb des
Niveaus des höchsten Kegelhaubenpunktes in eine Senkrechtwand übergeht.
5. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungsmatten (4) in Richtung Silomitte herausziehbar sind.
6. Silo nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrschieber (5) gleichzeitig und/oder nacheinander mit gleichen
und/oder verschiedenen Öffnungswinkeln zu öffnen bzw. zu schließen sind.
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19732352455 DE2352455B2 (de) | 1973-10-19 | 1973-10-19 | Großraumsilo für mehlförmige Schüttgüter |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2352455A1 DE2352455A1 (de) | 1975-04-30 |
| DE2352455B2 true DE2352455B2 (de) | 1978-07-13 |
Family
ID=5895857
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732352455 Ceased DE2352455B2 (de) | 1973-10-19 | 1973-10-19 | Großraumsilo für mehlförmige Schüttgüter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2352455B2 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3238224A1 (de) * | 1982-10-15 | 1984-04-19 | Ibau Hamburg Ingenieurgesellschaft Industriebau Mbh, 2000 Hamburg | Grossraumsilo fuer mehlfoermige oder koernige schuettgueter |
| DE3614962A1 (de) * | 1986-05-02 | 1987-11-05 | Ibau Hamburg Ing Ges | Grossraumsilo fuer mehlfoermige schuettgueter |
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1973
- 1973-10-19 DE DE19732352455 patent/DE2352455B2/de not_active Ceased
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Also Published As
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| DE2352455A1 (de) | 1975-04-30 |
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