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DE2349313A1 - Verfahren zur herstellung von tetraalkylthiuramidsulfiden - Google Patents

Verfahren zur herstellung von tetraalkylthiuramidsulfiden

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Publication number
DE2349313A1
DE2349313A1 DE19732349313 DE2349313A DE2349313A1 DE 2349313 A1 DE2349313 A1 DE 2349313A1 DE 19732349313 DE19732349313 DE 19732349313 DE 2349313 A DE2349313 A DE 2349313A DE 2349313 A1 DE2349313 A1 DE 2349313A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydroperoxide
alcohol
tert
disulfide
secondary amine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732349313
Other languages
English (en)
Inventor
Angelo Bergomi
James J Tazuma
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goodyear Tire and Rubber Co
Original Assignee
Goodyear Tire and Rubber Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Goodyear Tire and Rubber Co filed Critical Goodyear Tire and Rubber Co
Publication of DE2349313A1 publication Critical patent/DE2349313A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C333/00Derivatives of thiocarbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C333/14Dithiocarbamic acids; Derivatives thereof
    • C07C333/30Dithiocarbamic acids; Derivatives thereof having sulfur atoms of dithiocarbamic groups bound to other sulfur atoms
    • C07C333/32Thiuramsulfides; Thiurampolysulfides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylthiuramdisulfiden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylthiuramdisulfiden.
  • Tetraalkylthiuramdisulfide werden in typischer Weise in zwei Stufen hergestellt. Bei der Durchführung der ersten Stufe werden 1 Mol eines sekundären Amins und 1 Mol einer Base mit 1 Mol Schwefelkohlenstoff unter Gewinnung des Dithiocarbamats umgesetzt, während bei der Ausführung der zweiten Stufe das Salz, und zwar das Dithiocarbamat, zu dem entsprechenden Thiuramdisulfid oxidiert wird. Für diesen Zweck sind viele Oxidationsmittel bekannt. Einige Oxidationsmittel bestehen aus einer Kombination eines Oxidationsmittels mit einer starken Mineralsäure, beispielsweise Natriumnitrit und Schwefelsäure. Ein Molverhältnis von sekundärem Amin zu Schwefelkohlenstoff von ungefähr 2 : 1 ist in typischer Weise erforderlich. Das Dithiocarbamat wurde auch unter Verwendung von Halogenen oder Ammoniumpersulfat in neutralen oder alkalischen Medien oxidiert. In allen diesen Fällen müssen jeas de während der Reaktion gebildeten anorganischen Nebenproduktc- in spezieller Weise behandelt oder verworfen werden, wodurch Umweltverschmutzungsprobleme auftreten.
  • Beispielsweise erzeugt die Neutralisatior eines Abstroms, in welchem Natriumnitrit und Sch-vefelsaure verwendet worden sind, das Säuresalz sowie Aminnebenprodukte als Verschmutzungsmittel.
  • Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines relativ verschmutzungsfreien Verfahrens zur Herstellung von Tetraalkylthiuramdisulfid.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylthiuramdisulfiden besieht darin, ein sekundäres Amin des Typs R1R2NH mit Schwefelkohlenstoff i einer Lösung eines gesättigten aliphatischen Alkohols 9t 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umzusetzen und das dabei gebildete Dithioca,rbamat mit einem Hydroperoxid zu oxidieren, das aus Wasserstoffperoxid, Alkylhydroperoxiden und Aralkylhydroperoxiden ausgewählt wird, wobei die Alkohollösung unter im wesentlichen autogenen Säure/Base-Bedingungen vorliegt, und wobei R1 und R2 jeweils für sich aus gesättigten Alkylresten mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bestehen. Vorzugsweise beträgt das Molverhältnis von sekundärem Amin zu Schwefelkohlenstoff ungefähr 0,8 : 1 bis ungefähr 1 : 1, wobei jedoch auch höhere oder tiefere Verhältnisse eingehalten werden können, ohne daß dabei die Ergebnisse verschlechtert werden.
  • Ein Molverhältnis von Peroxid zu Dithiocarbamat von 0,5 : 1 ist durch die Stöchiometrie der Reaktion erforderlich. Ein Bereich von 0,3 : 1 bis ungefähr 0,7 : 1 ist gewöhnlich annehmbar. Ein kleineres Verhältnis kann eine unzureichende Oxidation bewirken, während ein größeres Verhältnis eine Überoxidation zur Folge haben kann.
  • Gewöhnlich wird ein Gewichtsverhältnis von Alkohol oder Alkohol/ Wassermischung zu sekundärem Amin von ungefähr 30 : 1 1 bis ungefähr 3 : 1 und vorzugsweise von ungefähr 20 : 1 bis ungefähr 5 l eingehalten, und zwar je nach der gewünschten Dicke oder Viskosität der Mischung.
  • Ein überraschendes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Umsetzung des Peroxids mit dem Dithiocarbamat, und zwar ohne die Verwendung einer starken Mineralsäure, in guter Ausbeute von wenigstens ungefähr 88 % ein relativ hochreines Tetraalkylthiuramdisulfid der Formel liefert.
  • Gegebenenfalls kann die Ausgangsalkohollösung eine bestimmte Menge Wasser enthalten,ohne daß dabei eine nachteilige Wirkung auf die Oxidationsreaktion ausgeübt wird. Die Ausgangsalkohollösung kann ungefähr 100 bis ungefähr 10 und vorzugsweise ungefähr 100 bis ungefähr 70 Gewichtsprozent Alkohol und entsprechend O bis ungefähr 90 und vorzugsweise bis zu ungefähr 30 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf die Alkoholwassermischung, enthalten.
  • Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die primären Nebenprodukte aus Wasser und Alkohol und nicht aus den typischen Säuresalzen bestehen, so daß ein im wesentlichen verschmutzungsfreies Verfahren vorliegt.
  • Die unerwarteten Merkmale der Erfindung treten dann noch deutlicher zutage, wenn ungefähr ein gleiches Molverhältnis des sekundären Amins zu dem Schwefelkohlenstoff eingehalten wird, das zwischen ungefähr 0,8 : 1 und ungefähr 1 : 1 und insbesondere zwischen ungefähr 0,9 : 1 und ungefähr 1 : 1 liegt. Die Alkohcllösung ist im wesentlichen neutral, da sich ihre Acidität oder Basizität autogen durch die Reaktanten entwickelt.
  • Die Kombination der im wesentlichen neutralen Alkohollösung, die keine Zugabe einer starken Mineralsäure erfordert, mit dem im wesentlichen gleichen Molverhältnis von sekundärem Amin zu Schwefelkohlenstoff bewirkt die unerwarteten Ergebnisse.
  • Verschiedene Alkohole können als Reaktionsmedium zur Durchführung der Erfindung eingesetzt werden, beispielsweise gesättigte aliphatische Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wobei repräsentative Beispiele Methylalkohol, Äthylalkohol, Isopropylalkohol und tert.-Butylalkohol sind. Methylalkohol und Isopropylalkohol werden bevorzugt.
  • Verschiedene sekundäre Amine des Typs R1R2NH, wobei R1 und R2 vorzugsweise gleich sind, können eingesetzt werden. Repräsentative Beispiele für die Reste R1 und R2 des sekundären Amins sind gesättigte aliphatische Reste mit 1 - 5 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise ethyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, n-Pentyl und Isopentyl, sowie Phenylreste. Außerdem kommen andere sekundäre Amine des Typs X=N-H infrage, worin X für eine Tetramethylen-, Pentamethylen- oder Hexamethylengruppe steht.
  • Repräsentative Beispiele für derartige sekundäre Amine sind Dimethylamin, Diäthylamin, Methyläthylamin, Di-n-propylamin, Din-butylamin, Diisopropylamin, Di-n-pentylamin, Diisopentylamin, N-Methylanilin sowie verschiedene heterocyclische Amine, wie beispielsweise Pyrrolidin, Piperidin, Morpholin und Hexamethylenimin. Das Dimethylamin wird bevorzugt.
  • Verschiedene Hydroperoxide können zur Durchführung der erfind-ungsgemäßen Oxidationsstufe eingesetzt werden. Repräsentative Beispiele für die verschiedenen Hydroperoxide sind Wasserstoffperoxid, Alkylhydroperoxide sowie Aralkylhydroperoxide. Die Alkylreste der Hydroperoxide sind gesättigte aliphatische Reste mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, Isopentyl, tert.-Pentyl, n-IIexyl, Isohexyl sowie tert.-Hexyl. Repräsentative Beispiele für die Alkylhydroperoxide sind tert.sutyl- und tert.-Amylhydroperoxid, während von repräsentativen Beispielenfür die Aralkylhydroperoxide Cumolhydroperoxid, Äthyltoluolhydroperoxid sowie Äthylchlorbenzolhydroperoxid erwähnt seien. Wasserstoffperoxid wird bevorzugt.
  • Durch die Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Verfügung gestellt, bei dessen Ausführung wertvolle Verbindungen als Monomere erzeugt werden können. Dieses Verfahren besteht darin, auf übliche Weise die Alkohole zu dehydratisieren, die bei der erfindungsgemäßen Oxidationsstufe anfallen. Werden beispielsweise Cumolhydroperoxid, Äthyltoluolhydroperoxid, athylchlorbenzolhydroperoxid sowie Äthyl (tert. -butylbenzol) hydroperoxid verwendet, dann können die entsprechenden Alkohole, die während der Oxidationsstufe des Dithiocarbamats erhalten werden, zu dem entsprechenden Vinylderivat dehydratisiert werden. Diese Produkte sind wertvolle monomere Materialien. Beispielsweise können Dimethylphenylcarbinol, Methyltolylcarbinol, Methylchlorphenylcarbinol und Methyl(tert.-butylphenyl)carbinol aus Cumolhydroperoxid, Äthyltoluolhydroperoxid, Äthylchlorbenzolhydroperoxid bzw. Äthyl(tert.-butylbenzol)hydroperoxid hergestellt werden. Diese Verbindungen lassen sich wiederum nach üblichen Dehydratisierungsmethoden zu den entsprechenden Verbindungen dehydratisieren, wie alpha-Methylstyrol, Vinyltoluol, Vinylchlorbenzol bzw. Vinyl(tert.-butylbenzol).
  • Erfindungsgemäß werden der Schwefelkohlenstoff sowie das sekundäre Amin in typischer Weise in Gegenwart des Alkohols bei einer Temperatur zwischen ungefähr 0 und ungefähr 100 OC und vorzugsweise 0 zwischen ungefähr 30 und ungefähr 80 C umgesetzt, jedoch nicht merklich oberhalb des Siedepunktes der Alkohollösung, und zwar bei Atmosphärendruck oder oberhalb oder unterhalb Atmosphärendruck.
  • Die Reaktion kann chargenweise oder kontinuierlich ausgeführt werden.
  • Die Reaktion des sekundären Amins mit dem Schwefelkohlenstoff verlauft sehr schnell. Das erhaltene Dithiocarbamat wird anschließend im wesentlichen sofort mit dem Hydroperoxid in der im wesentlichen neutralen Alkohollösung oxidiert. Gewöhnlich wird dabei eine Temperatur zwischen ungefähr 0 °C und ungefähr 100 °C und vorzugsweise zwischen ungefähr 30 °C und ungefähr 80 °C, jedoch nicht merklich oberhalb des Siedepunkts der Alkohollösung eingehalten. Die Reaktion kann in Masse oder auf kontinuierlicher Basis bei Atmosphärendruck oder oberhalb oder unterhalb Atmosphärendruck durchgeführt werden. Gewöhnlich ist der Eigendruck der Mischung zufriedenstellend. Die Oxidation verläuft in typischer Weise schnell und wirksam ohne Zugabe einer starken Mineralsäure, wobei die einzigen Nebenprodukte im wesentlichen aus Wasser und Alkohol bestehen.
  • Das erhaltene Tetralh?lthiuramdisulfid kann dann in hoher Reinheit einfach durch Filtration oder auf eine andere geeignete Weise abgetrennt werden.
  • Erfindungsgemäß können verschieden Tetralkylthiuramidisulfide hergestellt werden. Repräsentative Beispiele sind Tetramethylthiuramdisulfid, Tetraäthylthiuramdisulfid, Tetrapropylthiuramdisulfid,Tetraisopropylthiuramdisulfid, Tetrabutylthiuramdisulfid, Tetraisobutylthiuramdisulfid, Tetrapentylthiuramdisulfid, Tetraisopentylthiuramdisulfid, Dimethyldiphenylthiuramdisulfid, Ditetramethylenthiuramdisulfid, Dipentamethylenthiuramdisulfid und Dihexamethylenthiuramdisulfid. Ferner läßt sich erfindungsgehen Morpholinothiocarbonyldisulfid herstellen.
  • Das Tetrametylthiuramdisulfid, Tetraätylthiuramdisulfid und Tetrabutylthiuramdisulfid werden bevorzugt. Die Herstellunq von Tetramethylthiuramdisulfid als Dimethylamin wird durch das erfindungsgemäße Verfahren besonders begünstigt.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken. Sofern nicht anders angeqeben, beziehen sich alle Teil- und Prozentangaben auf das Gewicht.
  • Beispiel 1 In einen Reaktor, der mit einem Fihrer, Rückflußkühler, Thermometer und Zugabetrichter ausgestattet ist, werden 25 ml oder 0,194 Mol einer 40 %igen wäßrigen Lösung von Dimethylamin in 50 ml Isopropanol gegeben. Die 'Dimethylaminlösung wird tropfenweise während einer Zeitspanne von 5 Minuten zusammen mit 16,4 g oder 0,215 Mol Schwefelkohlenstoff zugesetzt. Während dieser tropfenweise erfolgenden Zugabe steigt die Temperatur der Mischung von ungefähr 28 OC auf ungefähr 45 OC Die Reaktionsmischung wird dann auf die gewünschte Temperatur erhitzt, worauf eine Lösung aus 11 g eines 30 siegen wäßrigen Wasserstoffperoxids (0,097 Mol) und 100 ml Isopropanol tropfenweise unter Rühren während einer Zeitspanne von 15 Minuten zugegeben wird. Die Mischung wird dann abgekühlt, worauf der Tetramethylthiuramdisulfidniederschlag filtriert und trocknen gelassen wird.
  • Einige derartiger Reaktionen werden bei verschiedenen Temperaturen sowie unter Verwendung von verschiedenen Isopropanol/Wassermischungen durchgeführt.
  • Die Ergebnisse von Versuchen, die unter Einhaltung von verschiedenen Temperaturen zwischen ungefähr 14 und ungefähr 78 0c in 75 zigem Isopropanol durchgeführt worden sind, sind in der Tabelle I zusammengefaßt. Die Versuche werden als Versuche 1 - 4 bezeichnet.
  • Tabelle I Versuch Temperatur, oc Ausbeute, % F., OC 1 40 - 50 94 151 - 153 2 50 95 148 - 150 3 58 - 65 93 150 - 152 4 * 58 - 78 91 150 - 152 bei Rückflußtemperatur durchgeführt Die Ergebnisse von verschiedenen Versuchen unter Verwendung von verschiedenen Isopropanol/Wasser-Lösungsmittelmischungen (vor der Peroxidzugabe) gehen aus der Tabelle II hervor (Versuche 5 bis 11).
  • Tabelle II Ver- % Isopropanol Temperatur, oc Ausbeute, % F., °C such 5 74,5 58 - 78 91 150 - 152 6 60,5 50 - 79 92 149 - 151 7 53,4 50 - 79 91 148 - 150 8 38,3 50 - 79 90 147 - 149 9 23,3 46 - 78 89 145 - 147 10 7,8 45 - 72 74 142 - 146 11 0 45 - 50 74 138 - 144 Beispiel 2 Schwefelkohlenstoff wird mit Diäthylamin in einem aus Isopropanol bestehenden Lösungsmittel sowie verschiedenen Mengen an Wasser gemäß der Methode von Beispiel 1 umgesetzt. Der Dithiocarbamatlösung werden dann tropfenweise 11,3 g einer 30 zeigen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung (0,1 Mol Wasserstoffperoxid) gelöst in 100 ml Isopropanol, unter Rühren während einer Zeitspanne von 15 Minuten bei verschiedenen Temperaturen zugesetzt. Das erhaltene Tetraäthylthiuramdisulfid (TÄTD) wird entfernt, worauf die Gesamtausbeute sowie der Schmelzpunkt bestimmt werden. Es werden einige Versuche unter Anwendung dieser Methode zur Herstellung des Thiuramdisulfids mit Lösungsmitteln bei verschiedenen Isopropanol/Wasser-Verhältnissen sowie bei verschiedenen Temperaturen durchgefUhrt (Versuche 12 bis 20). Die Ergebnisse dieser Versuche gehen aus der Tabelle III hervor.
  • Tabelle III Versuch Temperatur, °C % Isopropanol Ausbeute, % $F., °C 12 30 100 90 66 - 67 13 55 - 70 100 85 68 - 69 14 30 80 85 66 - 67 15 50 - 70 80 88 67 - 68 16 30 60 84 65 - 67 17 50 - 70 60 92 63 - 65 18 30 40 84 62 - 65 19 50 - 65 40 92 65 - 66 20 45 - 80 100 % Wasser 80 60 - 63 Wie aus der Tabelle III hervorgeht sind besonders dann, wenn die Reaktion und die Oxidation mit dem Peroxid in Gegenwart des Alkohols durchgeführt werden, und zwar insbesondere bei verminderter Temperatur, sowohl die Ausbeute als auch der Schmelzpunkt des Tetraäthylthiuramdisulfids wesentlich verbessert.
  • Beispiel 3 Schwefelkohlenstoff wird mit Di-n-propylamin in Gegenwart von Isopropanol als Lösungsmittel sowie Wasser oder Wasser gemäß der Methode von Beispiel 1 umgesetzt. Der erhaltenen Dithiocarbamatlösung wird dann wäßriges Wasserstoffperoxid, gelöst in Isopropanol, nach der Methode gemäß Beispiel 2 zugesetzt, worauf das erhaltene Tetrapropylthiuramdisulfid (TPTD) entfernt wird und sein Schmelzpunkt sowie seine Ausbeute bestimmt werden.
  • Es werden zwei Versuche unter Einhaltung der Methode dieses Beispiels durchgeführt (Versuche 21 und 22). Bei der Durchführung von Versuch 21 wird die Reaktion bei 30 OC durchgeführt, wobei das eingesetzte Lösungsmittel aus 80 Gewichtsprozent Isopropanol besteht. Bei der Durchführung des Versuchs 22 wird eine Temperatur zwischen ungefähr 55 und 70 OC eingehalten, wobei das eingesetzte Lösungsmittel aus Wasser besteht. Wie aus der folqenden Tabelle IV hervorgeht, sind sowohl die Ausbeute als auch der Schmelzpunkt des Tetrapropylthiuramdisulfids merklich bei der Verwendung des Alkohols erhöht.
  • Tabelle IV Versuch Temperatur, OC Lösungsmittel Ausbeute F., OC 21 30 80 % Isopropanol 92,5 % 47,5-48,5 22 55 - 70 Wasser 79 % 45 - 46 Beispiel 4 Schwefelkohlenstoff wird mit Pentamethylenimin in einem aus Isopropanol bestehenden Lösungsmittel und Wasser oder Wasser gemäß der Methode von Beispiel 1 umgesetzt. Die erhaltene Dithiocarbamatlösung wird dann mit Wasserstoffperoxid nach der Methode von Beispiel 2 oxidiert. Bei der Durchführung dieses Beispiels werden 3 Versuche bei verschiedenen Temperaturen ausgeführt (Versuche 23 - 25). Wie aus der Tabelle V hervorgeht, sind sowohl die Ausbeute als auch der Schmelzpunkt merklich bei der Verwendung des Alkohols erhöht, und zwar im Vergleich zu Wasser als Lösungsmittel, wobei eine weitere Erhöhung dann festgestellt wird, wenn die Reaktionstemperatur etwas tiefer ist.
  • Tabelle V Versuch Temperatur, oc Lösungsmittel Ausbeute F., Oc 23 45 - 70 80 z Isopropanol 90 % 120 - 122 24 41 - 43 80 % Isopropanol 93 % 124 - 125 25 45 - 70 Wasser 69 z 107 - 113

Claims (11)

  1. Patentansprüche 1. Xerfahren zur Herstellung von Tetraalkylthiuramdisulfiden, --/dadurch gekennzeichnet, daß ein sekundäres Amin des Typs R1R2NH mit Schwefelkohlenstoff in einer Lösung eines gesättigten aliphatischen Alkohollösungsmittels mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umgesetzt und das dabei gebildete Di--thiocarbamat mit einem Hydroperoxid oxidiert wird, das aus Wasserstoffperoxid, Alkylhydroperoxiden und Aralkylhydroperoxiden ausgewählt wird, wobei die Alkohollösung einen im wesentlichen autogenen Säure/Base-Zustand aufweist, und wobei R1 und R2 jeweils für sich aus gesättigten Alkylresten mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bestehen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis des sekundären Amins zu dem Schwefelkohlenstoff zwischen ungefähr 0,8 : 1 und ungefähr 1 : 1 liegt, während das eingesetzte Ausgangsalkohollösungsmittel bis zu ungefähr 90 Gewichtsprozent Wasser enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis des Peroxids zu dem Dithiocarbamat zwischen ungefähr 0,3 : 1 und ungefähr 0,7 : 1 liegt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete sekundäre Amin aus Dimethylamin, Diäthylamin, Methyläthylamin, Di-n-propylamin, Di-n-butylamin, Diisopropylamin, Di-n-pentylamin, Diisopentylamin, N-Methylanilin, Pyrrolidin, Piperidin, Morpholin oder Hexamethylenimin besteht.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das eingesetzte Hydroperoxid aus Wasserstoffperoxid, tert.-Butylhydroperoxid, tert. -Amylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, Äthyltoluolhydroperoxid, Äthylchlorbenzolhydroperoxid oder Nthyl-(tert.-butylbenzolXhydroperoxid besteht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsalkohollösung bis zu ungeFähr 30 Gewichtsprozent Wasser enthält, wobei der gesättigte aliphatische Alkohol aus Methylalkohol, Äthylalkohol, Isopropylalkohol oder tert.-Butylalkohol besteht.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das sekundäre Amin mit dem Schwefelkohlenstoff in Gegenwart des aliphatischen Alkohols umgesetzt wird, worauf das erhaltene Dithiocarbamat im wesentlichen sofort mit dem Hydroperoxid bei einer Temperatur zwischen ungefähr 0 OC und ungefähr 100 °C, jedoch nicht nerklich oberhalb des Siedepunktes des Alkohols, oxidiert wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete sekundäre Amin aus Dimethylamin, Diäthylamin, Methyläthylamin, Di-n-propylamin, Di-n-butylamin, Diisopropylamin, Di-n-pentylamin, Diisopentylamin, N-Methylanilin, Pyrrolidin, Piperidin, Morpholin oder Hexamethylenimin besteht, das eingesetzte Hydroperoxid aus Wasserstoffperoxid, tert. -Butylhydroperoxid, tert. -Amylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, Äthyltoluolhydroperoxid oder Äthylchlorbenzolhydroperoxid besteht, und der verwendete aliphatische Alkohol aus Methylalkohol, Äthylalkohol, Isopropylalkohol und tert.-Butylalkohol besteht.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das hergestellte etraalkylthiuramdisulfid aus Tetramethyl-, Tetraäthyl-, Tetrapropyl-, Tetraisopropyl-, Tetrabutyl-, Tetraisobutyl-, Tetrapentyl-, Tetraisopentyl-, Dimethyldiphenyl-, Ditetramethylen-, Dipentamethylen- oder Dihexamethylenthiuramdisulfid oder Bis (morpholinothiocarbonyl)disulfid besteht.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzei-inet, daß das verwendete sekundäre Amin aus Dimethylamin, das Hydroperoxid aus Wasserstoffperoxid und der Alkohol aus Methyl- oder Isopropylalkohol bestehen.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das eingesetzte Hydroperoxid aus Cumol-, Äthyltoluol-, Äthylchlorbenzol- oder Äthyl(tert.-butylbenzol)hydroperoxid besteht, die entsprechenden Alkohole, die während der Oxidation des Dithiocarbamats erzeugt werden, aus Dimethylphenylcarbinol, Methyltolylcarbinol, Methylchlorphenylcarbincl bzw. Me.hiyl-(tert.-butylbenzol)-carbinol bestehen, wobei diese Verbi:äjr anschließend zu alpha-Methylstyrol, Vinyltoluol, Vinylchlorbenzol bzw. Vinyl (tert.-butylbenzol) dehydratisiert werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3105622A1 (de) * 1981-02-16 1982-09-02 Akzo Gmbh, 5600 Wuppertal Verfahren zur herstellung von thiuramdisulfiden
US5015752A (en) * 1984-10-27 1991-05-14 Akzo N.V. Thiuram polysulfide
DE4036420A1 (de) * 1989-11-18 1991-05-23 Phoenix Ag Nicht-nitrosamintoxische vulkanisate fuer setzungsarme gummiqualitaeten
US5021603A (en) * 1984-10-27 1991-06-04 Akzo N.V. Thiuram polysulfide production

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