DE2348177A1 - Schlagfeste thermoplastische formmassen - Google Patents
Schlagfeste thermoplastische formmassenInfo
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Description
W ACKER-CHE M τ F- · München, 21.8.1973
GMBH Vl/Pat.Abt./Dr.Rö/Au
Wa 7306
Schlagfeste thermoplastische Formmassen
Formkörper aus Hartpolyvinylchlorid haben im allgemeinen
eine geringe Kerbschlagfestigkeit. Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden dem Polyvinylchlorid vor der Verformung
verschiedene Modifizierharze zugemischt, wie z.B. Acrylnitril-Butadien'-Styrol-Copolymerisate, Methacrylester-Butadien-Styrol-Copolymerisate,
chloriertes oder sulfochloriertes Polyäthylen, Äthylen-Vinylester-Copolymere oder Acrylatcopolyraere. Durch den Zusatz dieser Polymeren
ist zwar eine wesentliche Verbesserung der Schlagzähigkeit der Formmassen zu erzielen, jedoch müssen Mengen eingesetzt
werden, die einen wesentlichen Kostenfaktor für die Gesamtmischung bedeuten.
Weiterhin ist aus der Auslegeschrift 1 469 8Ö6 die Verwendung
von 1 bis 30 Gew.% eines feinteiligen, gecoateten
Kalziumkarbonats für Polyvinylchloridhartmischungen beschrieben. Die Prüfung der Schlagfestigkeit
erfolgt an extrudierten Röhrchen mittels eines Fallgewichtstests nach einer schwedischen Norm. Es zeigt sich
jedoch, daß die mit dieser Mischung erzielten Kerbschlagzähigkeitswerte für die meisten Einsatzgebiete nicht ausreichend
sind.
Aufgabe der Erfindung war es daher, schlagfeste, thermoplastische
Massen herzustellen, die erhöhten Anforderungen gerecht werden.
509817/0916
Gegenstand der Erfindung sind schlagfeste thermoplastische Formmassen, bestehend aus
a) 80 - 98 Gew.% Polyvinylchlorid
b) 2 - 20 Gew% die Schlagzähigkeit verbessernde
Modifizierharze,
gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt von
c) 2 _ 30 Gew% bezogen auf Polyvinylchlorid an
einem mit Stearinsäure oberflächenbehandelten
Kalziumcarbonat einer Teilchengröße von 0,04 bis 0,1 li.
Durch die erfindungsgemäß eingesetzten Zusatzstoffe ergibt
sich eine thermoplastische Masse, die einen synergistischen Effekt bezüglich der Kerbschlagzähigkeit im Vergleich zu
bekannten Schlagfestmischungen aufweist. Dieser Effekt war vom Fachmann nicht zu erwarten, da zwischen der Wirkung
von Modifizierharzen und der Wirkung von Füllstoffen, wie
es das gecoatete Kalziumcarbonat darstellt, kein gemeinsamer Wirkungsmechanismus vorliegt. Vielmehr mußte erwartet
werden, daß nicht einmal ein additiver Effekt erzielt werden kann, da eine gegenseitige Beeinträchtigung
der beiden Zusatzstoffe befürchtet werden mußte.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen thermoplastischen
Formmassen besteht in ihrer Wirtschaftlichkeit, da die Verwendung des gecoateten Kalziumcarbonats die Herstellungskosten
der Gesamtmischung senkt. Außerdem zeigen die Mischungen gute Steifigkeit (Ε-Modul), Härte und Zugfestigkeit.
Als Polyvinylchlorid kommen alle üblichen Polyvinylchlorid-Produkte wie z.B. Masse-, Emulsions- und Suspensions-PVC
in Frage, insbesondere in Mengen von 85 - 95 Gew.%, aber auch Copolymere mit untergeordneten Mengen an alphaäthylenisch ungesättigten Monomeren, beispielsweise bis
zu 10 Gew.%.
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Die Schlagzähigkeit verbessernde Modifizierharze sind größtenteils
kautschukartige Polymertypen. Beispiele solcher Harze sind Acrylnitril-Butadien-Styrol-, Acrylat-, langkettige
Furaarsäureester-Copolymere, insbesondere Butadien-Styrol-Methacrylat-
und Ätylenvinylester-Copolymere oder chloriertes oder sulfochloriertes Polyäthylen. In manchen Fällen
sind die Modifizierharze mit Vinylchlorid gepfropft und werden
dann als Pfropf-Copolymere eingesetzt. Im allgemeinen
bewirken die schlagzähigkeitsverbessernden Modifizierharze,
daß ein PVC eine Kerbschlagzähigkeit nach DIN 53^53 von
■2
mindestens 4 cm kp/cm erreicht. Solche Modifizierharze werden erfindungsgemäß meistenteils eingesetzt. Der Vorzugsbereich der Zusatzmenge schwankt je nach Modifizierharz. So wird beispielsweise für Acrylnitril-Butadien-Styrol- oder Methacrylat-Butadien-Styrol-Copolymere eine Menge von 5 bis 20 Gew.5», für Äthylenvinylester-Copolymere eine Menge zwischen 2 und 10 Gew.% und bei chloriertem Polyäthylen ein Gewichtsanteil von 5 bis 20 % verwendet. In den meisten Fällen liegt die Einsatzmenge jedoch zwischen 5 und 15 Gew.56. Das mit Stearinsäure gecoatete Kaliumcarbonat ist ein übliches Handelsprodukt, beispielsweise unter dem Namen ¥inofil S (Firma ICI) oder Socal Ul S2 (Firma Solvay) erhältlich. Es enthält 1-5 Gew.% Stearinsäure und hat eine gleichmäßige Teilchengröße von 0,04 bisΌ,Iu. Die spezifische Oberfläche beträgt meistenteils 10 bis 50, Vorzugs-
mindestens 4 cm kp/cm erreicht. Solche Modifizierharze werden erfindungsgemäß meistenteils eingesetzt. Der Vorzugsbereich der Zusatzmenge schwankt je nach Modifizierharz. So wird beispielsweise für Acrylnitril-Butadien-Styrol- oder Methacrylat-Butadien-Styrol-Copolymere eine Menge von 5 bis 20 Gew.5», für Äthylenvinylester-Copolymere eine Menge zwischen 2 und 10 Gew.% und bei chloriertem Polyäthylen ein Gewichtsanteil von 5 bis 20 % verwendet. In den meisten Fällen liegt die Einsatzmenge jedoch zwischen 5 und 15 Gew.56. Das mit Stearinsäure gecoatete Kaliumcarbonat ist ein übliches Handelsprodukt, beispielsweise unter dem Namen ¥inofil S (Firma ICI) oder Socal Ul S2 (Firma Solvay) erhältlich. Es enthält 1-5 Gew.% Stearinsäure und hat eine gleichmäßige Teilchengröße von 0,04 bisΌ,Iu. Die spezifische Oberfläche beträgt meistenteils 10 bis 50, Vorzugs-
2
weise 15 - 3O in /g. Die übliche Einsatzmenge liegt bei
2-30 Gew.%, vorzugsweise 10 - 25 Gew.%.
Die thermoplastischen Formmassen enthalten gegebenenfalls auch die üblichen Zusatzstoffe, wie z.B. Stabilisatoren
in Mengen von O,5 bis 3 Gew.%, bezogen auf Polyvinylchlorid,
beispielsweise Bariumkadmiumstabilisatoren, Bleiverbindungen, organische Zinnverbindungen, Gleitmittel und Verarbeitungshilfsmittel, beispielsweise Montanwachse, langkettige Fettsäureester, Kalzium- und Magnesiumsalze von langkettigen
Fettsäuren, höhere Fettalkohole, Polyäthylene, organische
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Polysiloxane und Acrylate sowie Farben, beispielsweise anorganische Pigmente, wie z.B. Titandioxid, Ruß,
Kadmiumfarben, Eisenoxidfarben oder organische Farbstoffe, beispielsweise Phtalocyaninfarbstoffe wie z. B.
Chromophtalblau. Weichmacher kommen nur in untergeordneten Mengen zum Einsatz, da es sich bei den erfindungsgemäßen
Forramassen hauptsächlich um Hart-PVC-Mischungen handelt.
Die Herstellung der Forramassen erfolgt auf den bekannten
Mischgeräten wie z.B. Trommelmischern, Fluidmischern
oder Schnellmischern. Das Produkt kann sowohl vom Puever aus wie auch nach einer Granulierung weiterverarbeitet
werden. Bevorzugt finden die Formmassen Verwendung für die Herstellung von Hohlkörpern, beispielsweise
Flaschen. Weitere Anwendungsgebiete sind die Produktion von Platten, Folien und Profilen.
|a) 1OO Teile Polyvinylchlorid (K-Wert 57) wird mit
1,5 Teilen Dioctylzinnthioglykolester, 0,2 Teilen eines teilverseiften Montanesterwachses, 0,1 Teile
niedermolekulares Polyäthylenwachs, 0,6 Teile Glyzerinmonorhizinoleat und 2 Teilen einer Verarbeitungshilfe
auf der Basis eines modifizierten Acrylates (K 120 N Fa. Röhra und Haas) auf einem
Henschel Fluidmischer bis 130 C gemischt.
a) Die Mischung wird auf einem Mischwalzwerk 5 Minuten bei I60 gewalzt und die Walzfelle
auf einer Presse 10 Minuten bei 175° C und 2OO at zu 4 mm starken Platten zur Herstellung
der Prüfkörper verpreßt.
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Kerbschlagzähigkeit
lern kp/cm J
lern kp/cm J
bei 22° C 2,0
0° C 1,9
-20° C 2,0
-40° C 2,1
b) Die pulverförmige rieselfähige Mischung wird auf
einer Flaschenblasanlage mit 6o mm Schnecke 20 D Kompression 1 : 1,85 zu 0,7 1 Flaschen verarbeitet.
Die Flaschen werden einem progressiven Falltest unterzogen, wobei die gefüllten Flaschen nach Temperung
bei 0 C in senkrechtem Fall unter Steigerung der
JtX
Fallhöhe von 10 cm solange fallengelassen werden, bis Bruch eintritt. Statistisch wird die Fallhöhe ermittelt, bei der .50 % der Flaschen brechen.
Fallhöhe von 10 cm solange fallengelassen werden, bis Bruch eintritt. Statistisch wird die Fallhöhe ermittelt, bei der .50 % der Flaschen brechen.
^= Standardabweichung, V = Variationskoeffizient.
Flaschenfall werte: h T111J= 0,67 bei 1,2 m 100 % Bruch
& XpU 0,25 Die Flaschen sind für
V IXJ 37,3 die Praxis nicht aus-
g'h [mj 0,08 reichend fallfest.
j B) 9O Teile Polyvinylclorid (K-Wert 57) und 10 Teile mit
Stearinsäure gecoatetem Kaliumcarbonat einer Teilchengröße von 0,075 |i wird mit den gleichen "Zusatzstoffen
wie in Versuch A analog gemischt.
a) Die Mischung wird wie in Versuch A zu Platten verpreßt.
Kerbschlagzähigkeit
2·
2·
jjcm kp/cm J
bei 22° 2,5
O° 2,3
-20° 2,1
-40° 2,0
«i » · * κ « c« 509817/0916 ,
*} beginnt bei 5O c« -<
6 -
b) Die Mischung wird vie unter Versuch A) angegeben auf
einer Flaschenblasanlage verarbeitet. Flaschenfallwerte bei O .C
Prüfung wie
unter Beispiel 1 6^ + Q11J 0>!7 bei 1,2 ra 93 % Bruch
V +j"%*J22,7 Die Flaschen sind nicht
g'h Πηΐ 0,05 ausreichend fallfest. Die
Verbesserung durch den Kreidezüsatz ist nur geringfügig.
j C) 1OO Teile Polyvinylchlorid (K-Wert 57) und 15 Teile Methacrylester-Butadien-Styrol
Copolymerisat (MBS, Kane Ace, Fa.
Kanegafuchi) werden mit den sonstigen Rezepturbestandteilen wie in Versuch A)gemischt. - -
. . a) Die schlagfest modifizierte Mischung wird wie in Versuch A)
zu Platten verpreßt. Kerbschlagzähigkeit 2"
I cn kp/cm j|
o" 6,3
-20° 3,8
-40° 3,3
bei 22 27,6 angebrochen 0?
b) Die Mischung wird auf der Flaschenblasanlage verarbeitet.
Flaschenfall werte: (0°C) h ΓίηΊ 2,30 wie Beispiel 1 u.
- L111J 0,5^ aber Beginn bei 1,20m
V - [X3 2315 Steigerung der FaIl-
50 ί \jä\ 0,1 höhe 20 cm
Die Flaschen aus der MBS modifizierten Mischung sind wesentlich
fallfester als diejenigen aus der unraodifizierten
Mischung (Beispiel 1) oder der mit Kreidezusatz versehenen Mischung (Beispiel2).
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■ — ν —
JD) 90 Teile Polyvinylchlorid (K-Wert 57), 15 Teile MBS (Kane
Ace) und IO Teile Kaliumcarbonat wie in Versuch B) werden
mit den gleichen Zusatzstoffen wie unter Versuch A) zu '
einer erfindungsgemäßen Zusammensatzung gemischt.
a) Die Mischung wird wie in den vorhergehenden Versuchen zn
Platten verpreßt.
| Kerbschlagzähigkeit | kp/cm _j | C | 4O,7 angebrochen |
| Lcm | bei. 22 | C | 10,4 |
| 0° | C | 6,0 | |
| -20° | C | 3,2 | |
| -40° | |||
b) Die Mischung wird auf einer Flaschenblasanlage verarbeitet, Fallwerte: (O C) h
bei 3 m ist noch keine Flasche gebrochen.
Die Flaschen aus der erfindungsgemäßen Mischung besitzen eine ganz erhebliche Steigerung der Fallfestigkeit im Vergleich
zu Versuch C).
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Aus folgender Grundrezeptur wurden nach 5~minütigem Walzen
bei l60 und unter 10-minütigem Pressen bei 175 Platten hergestellt.
70 bis 100 Teile Masse-PVC mit K-Wert 57
0 bis 15 Teile Methacrylat-Butadien-Styrol Copolymeres
(MBS Kane Ace)
O bis 30 Teile Kaliumcarbonat mit 2,6 % Stearinsäure
und einer Teilchengröße von 0,075 /u (Winofil S der Fa. ICI) '
1,5 Teile Stabilisator (Dioctylzinndithioglykolsäureester-
Glyzerinmonofettsäureester)
0,2 Teile teilverseiftes Montanwachs, 0,1 Teile Polyäthylenwachs,
0,6 Teile Glyzerinmonorhizinoleat
2,0 Teile modifiziertes Acrylat
0,6 Teile Glyzerinmonorhizinoleat
2,0 Teile modifiziertes Acrylat
Mit dieser Grundrezeptur wurden 3 Versuchsreihen durchgeführt,
wobei die erste kein Modifizierharz, die zweite 5 Teile und die dritte 15 Teile Modifizierharz enthielten.
In jeder Versuchsreihe wurden 6 Versuche durchgeführt,
wobei der Anteil an Kaliumcarbonat zwischen 0 und 30 Gewichtsteilen variiert wurde. Aus Tabelle 1 sind die
Schlagzähigkeitsmessungen an den Prüfkörpern zu entnehmen. Es zeigt sich, daß bei Verwendung der beiden Zusätze eine
Synergist!sehe Erhöhung der Schlagzähigkeit erzielt wird.
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| τ-Ι | 50 | 16 | ||||||||
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| CM | O | I | ||||||||
| CM | CM | |||||||||
| I | Shore | |||||||||
| bei | ||||||||||
| PVC | ||||||||||
Versuch A
Aus 100 Teilen Masse-PVC mit einem K-Wert von 57 und
1,5 Teilen. Stabilisator (Dioctylzinndithioglykolsäureester/ Glyzerinmonofettsäureester), 0,2 Teilen teilverseiftes
Montanesterwachs, 0,1 Teilen Polyäthylenwachs Molekulargewicht ca. 9000, 0,6 Teilen Glyzerinmonorhizinoleat,
2,0 Teilen modifiziertes Acrylat wurde durch 5-minütiges Mischen bei l60 eine Formmasse hergestellt, und diese
unter 10-minütigem Pressen bei 175 zu einer Platte verarbeitet.
Versach B
Es wurde die gleiche Rezeptur wie unter A beschrieben eingesetzt, jedoch wurden 15 Teile eines Acrylnitril-Butadien-Styrolcopolymeren
(Blendex 301) mitverwandt.
Versuch C
Bei dieser Rezeptur wurde anstatt 15 Teilen Acrylnitril-Butadienharz
10 Teile mit Stearinsäure gecoatetes Kalziumcarbonat
(Vinofil S) eingesetzt.
Versuch D
Bei dieser Mischung wurde sowohl Kaliumcarbonat wie auch
Modifizierharz eingesetzt.
| Kerbschlagzähigkeit | A | B | C | D |
| Lc" kp/cra J | 2,2 | 3,0 | 2,7 | 8,0 |
| bei 23° C | 2,2 | 2,6 | 2,4 | 4,9 |
| 0° C | 2,3 | 2,0 | 3,8 | |
| -20° C | 2,2 | 2,3 | ||
| -40° C | ||||
- 11 -
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-•11 -
Aus obenstehender Tabelle ergibt sich, daß beim Einsatz des Modifizierharzes und des Kalziuracarbonates ein synergistsscher
Effekt bei der Kerbschlagzähigkext erzielt wird.
Rezeptur A
100 Teile Suspensions-PVC mit K-Wert 10 Teile Äthylenvinylazetat-Copolymeres (65 % Äthylen, Elvax 150,
Dupont)
2,5 Teile pulverförmiger Bariumkadmium-Stabilisator 0,5 Teile Chelatbildner (Mark C)
2,5 Teile Octylepoxistearat 0,5 Teile HydroxiStearinsäure
Rezeptur B
Anstatt 100 Teilen PVC wurden nur 90 Teile PVC und 10 Teile gecoateter
Kreide (Winofil S) eingesetzt.
In Tabelle 3 sind die Kerbschlagzähigkeitswerte zusammengestellt, die an Preßplatten erzielt wurden (Herstellung 5 Min. bei
gewalzt, 10 Min. bei 175 gepreßt).
| Kerbschlagzähigkeit | A | B |
| Pcm kp/cm J | 7,4 | 21,2 |
| bei 23° C | 3,8 | 7,6 |
| O° C | 2,4 | 3,9 |
| -2O° C | 1,9 | 2,6 |
| -4O° C | 22200 | 223OO |
| E-Modul | ||
- 12 -
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Beispiel 5
Mit dem Beispiel 4 entsprechenden Rezepturen 5 A und 5 B , jedoch unter Einsatz von chloriertem Polyäthylen mit 35 %
Chlor (HalofLex 235) wurden folgende Kerbschlagzähigkeitswerte
erzielt:
| KerbSchlagzähigkeit | lern | kp/cm j | A | B |
| bei 23° C | 7,6 | 9,3 | ||
| O° C | 3,5 | 4,1 | ||
| -20° C | 2,8 | 3,5 | ||
| -40° C | 2,5 | 3,2 | ||
| E-Modul | 267ΟΟ | 272ΟΟ |
Beispiel 6
Für dieses Beispiel wurde die Grundrezeptur verwandt, die aus Beispiel 1 hervorgeht.
Rezeptur A 100 Teile Masse-PVC vom K-Wert 55 r kein Modifizierharz,
kein Kalziumcarbonat.
Rezeptur B 90 Teile PVC, 10 Teile Kalziumcarbonat
Rezeptur C 1OO Teile PVC, 10 Teile Methacrylat-Butadien-Styrol-Copolymeres.
Rezeptur D 90 Teile PVC, 10 Teile Kreide, 10 Teile Modifizierharz
Rezeptur E 100 Teile Masse-PVC, mit K-Wert 70, kein Modifizierharz,
kein Kalziumcarbonat.
Rezeptur F 90 Teile PVC, 10 Teile Kaliumcarbonat
Rezeptur G 100 Teile PVC, IO Teile Methacrylat-Butadien-Styrol-Copolymeres
Rezeptur H 90 Teile PVC, 10 Teile Kalziumcarbonat, 10 Teile
Modifizierharz.
Aus den 8 Rezepturen wurden jeweils Preßplatten durch 5-niinütiges
Valzen bei 175. und 10-minütiges Pressen bei 175 hergestellt. Die
gemessenen Schlagzähigkeitswerte sind aus der Tabelle 5 zu entnehmen.
- 13 -
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!Tabelle
5
| Kerbschlagzahxgkext | A | B | C | D | E | F | G | H |
| fern kp/cm J | 2,2 | 2,2 | 5,9 | 8,8 | 3,3 | 5,1 | 13,1 | 17,9 |
| bei 23° C | 2,1 | 2,3 | 4,0 | 4,2 | 3,0 | 3,2 | 7,6 | 9,2 |
| 0° C | 2,1 | 1,8 | 3,5 | 3,2 | 2,9 | 2,9 | 5,7 | 5,3 |
| -20° C | 2,6 | 2,2 | 2,8 | 2,3 | 4,2 | 3,6 | ||
| -40° C | 30900 | 34100 | 26900 | 297OO | 294OO | 32300 | 273OO | 269OO |
| E-Modul | ||||||||
Es zeigt sich, daß der K-Vert einen Einfluß auf die Schlagzähigkeit
hat, daß jedoch die erfindungsgemäßen Zusätze sowohl bei hohem
vie bei niederem K-Wert synergistische Kerbschlagzähigkeitsverbesserungen
mit sich bringen.
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Claims (3)
1) Schlagfeste thermoplastische Formmassen, bestehend aus
a) 80 - 98 Gew.% PVC
b) 2 - 20 Ge\f,% die Schlagzähigkeit verbesserndes Modifizierharz,
gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt von
c) 2-3O Gew.% bezogen auf PVC an einem mit Stearinsäure
oberflächenbehandelten Kaliumcarbonat einer Teilchengröße von 0,1 bis 0,04 11
2) Schlagfeste thermoplastische Formmassen nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente b) ein
Methacrylat-Butadien-Styröl und/oder ein Äthylenvinylazetat-Copolymeres
ist.
3) Verwendung der schlagfesten thermoplastischen Formmassen nach Anspruch 1) und 2) für die Herstellung von Hohlkörpern.
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Priority Applications (6)
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