DE2341686A1 - Verfahren zur herstellung eines zigarettenfilters aus celluloseacetatfasern - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines zigarettenfilters aus celluloseacetatfasernInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfilters aus Celluloseacetatfasern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfilters aus Celluloseacetatfasernj sie
betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfilters aus Celluloseacetatfasern, bei
dem den Celluloseacetatfasern ein Weichmacher zugesetzt wird, der einen Diacetat-, Dipropionat- oder
Dibutyratester von 1,3-Butylenglykol als Bestandteil
enthält.
Ein Ueichmacher für einen Zigarettenfilter aus Celluloseacetatfasern
löst die Celluloseacetatfasern dort, wo
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er rait den Fasern in Kontakt kommt, teilweise auf und verbindet
die aufgelösten Fasern miteinander an willkürlich verteilten Kontaktpunkten, wodurch der aus den Fasern
bestehende Filter seinen Umfang beibehält und die Fasern in der Filterform in geeigneter Heise gehärtet v/erden. Der
Weichmacher ist somit als eine Komponente unerläßlich, die dem Filter die für das nachfolgende Zerschneiden der Fasern
in der Filterform zu Filterstöpseln erforderliche Härte verleiht, '
Im allgemeinen werden für Celluloseacetatfasern, die Zigarettenfilter
aufbauen, Triacetin, Diacetat-, Dipropionatuud Dibutyratester von Polyäthylenglykol, Dimetho:>yäthylphthalat
und Triäthyleitrat verwendet. Wenn Triäthylcitrat
und Dimethoxyäthylphthalat als Weichmacher verwendet v/erden,
müssen die Filterstöpsel zur Erhärtung der Filterstöpsel auf hohe Temperaturen oberhalb Raumtemperatur 2 bis 4
Stunden lang erhitzt werden. Zwar ist Triacetin als Weichmacher bekannt, der bei Raumtemperatur härtet, jedoch
dauert es mehr als 24 Stunden, bis die Härtung beendet ist. Ein Diacetat, Dipropionat oder Dibutyrat von Triäthylenglykol
ist zwar ein Weichmacher, der bei Raumtemperatur innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Zeit eine ausreichende
Härte (Festigkeit) verleiht, er befriedigt jedoch nicht im Hinblick auf den Zigarettengeschmack.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Zigarettenfiltern
aus Celluloseacetatfasern anzugeben, bei dem ein Weichmacher verwendet wird, der die vorstehend geschilderten
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Nachteile nicht aufweist, der insbesondere sehr schnell
aushärtet.
Es wurde nun gefunden, daß dieses Ziel erfindungsgouaß durch
ein Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfilters aus Celluloseacetatfasern erreicht werden kann, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man einen aus Celluloseacetatfasern bestehenden Strang öffnet, -dem geöffneten Strang 1 bis 20 Gcvv.-%,
bezogen auf das Gewicht der Celluloseacetatfasern, eines Weichmachers zusetzt, der als Bestandteil einen Diacetat-,
Dipropionat- und/oder Dibutyratester von l,3-13ut3'-le)^r,lykol.
enthält, und den so behandelten geöffneten Strang zur Herstellung eines Filters zusammenfaßt.
Dadurch, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Weichmacher
verwendet wird, der als Bestandteil eine Diestei'verbindung
aus der oben angegebenen Gruppe von 1,3-Butylenglykol
enthält, kann den Filterstöpseln bei Raumtemperatur innerhalb einer kurzen Zeit eine ausreichende Härte bzw.
Festigkeit verliehen werden» Die durch den erfindungsgeinäß verwendeten Weichmacher erzielte Härtungsgeschwindigkeit
ist höher als die Härtungsgeschwindigkeit von Triäthylenglykoldiacetat,
von dem bekannt ist, daß es unter den konventionellen Weichmachern die höchste Härtungsgeschwindigkeit
aufweist. Außerdem ist der erfindungsgemäß verwendete Weichmacher geruchlos und nicht-toxisch und beeinträchtigt
den Geschmack bzw. das Aroma der Zigarette nicht.
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Bei den erfindungsgemäß verwendbaren- Diestcrverbindungen von
1,3-Butylenglykol handelt es sich um Verbindungen der allgemeinen
Formel
R- COOCH CiI CII- OCOR
worin R eine Methyl-, Äthyl- oder Butylgruppe bedeutet, und diese Verbindungen können einzeln oder in Kombination
mit einem anderen Weichmacher verwendet werden. Da diese Diester von 1,3-Butylenglykol einen sehr hohen Plastifizierungseffekt
haben, können selbst dann zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden, wenn sie in geringeren Mengen
als den üblicherweise im Falle von Triacetin und Triüthylenglykoldiacetat
angewendeten Mengen verwendet werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
xiird der Weichmacher in einer Menge von 1 bis 20 Gew.-%,
insbesondere von 3 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Celluloseacetatfasern, verwendet.
Die Celluloseacetatfasern werden erfindungsgemäß in Form
eines Stranges verwendet, der durch Zusammenfassen von 5 000 bis 100 000 kontinuierlichen (endlosen) Fäden mit
einem Titer von 1 bis 16 Denier erhalten worden ist. Dem Strang werden vorzugsweise 10 bis 30 gleichmäßige Kräuselungen
pro 25 ram Stranglänge erteilt.
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Erfindimgsgemäß kann jedes beliebige Verfahren angewendet
worden, mit dessen Hilfe es möglich ist, den
Weichmacher gleichmäßig auf die Celluloseacetatfasern aufzubringen. So kann beispielsweise der Weichmacher
nach einem bekannten Verfahren unter Verwendung einer Sprühpistole oder eines Dochtes sowohl auf die obere
als auch auf die untere Oberfläche des Stranges aufgebracht
werden. Wenn die Wei'chmachermenge zu, groß ist,
werden die Celluloseacetatfasern so stark aufgelöst, daß
zähe Flüssigkeiten (Pasten) gebildet werden. Es ist daher erwünscht, daß der .Weichmacher gleichförmig aufgebracht
wird. Wenn die Weichmachermenge zu gering ist, wird keine ausreichende Bindung zwischen den Fasern erzielt.
Es ist daher wichtig, daß der Weichmacher im Innern des Strangbandes gleichförmig verteilt ist.
Die Herstellung von Zigarettenfiltern aus Strängen mit einem eingearbeiteten Weichmacher kann erfindungsgemäß
nach Verfahren erfolgen, wie sie derzeit großtechnisch für die Herstellung von Zigarettenfiltern aus Celluloseacetatfasern
durchgeführt werden. Der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältliche Filter ist dadurch charakteri-"siert,
daß die den Celluloseacetatfasern eigenen Eigenschaften
nicht verloren gehen und daß eine sehr hohe Hiirtungsgeschwindigkeit
beibehalten werden kann. Dementsprechend ist die νοχ-liegende Erfindung von großem technischen Wert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. In diesen
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Beispielen wurde die Filterstöpselhärte nach dem folgenden
Verfahren bestimmt: Auf einen horizontal angeordneten Probestüpsel
wurde durch eine Scheibe mit einem Durchmesser von 12 ram 10 Sekunden lang eine Leint von 300 g einwirken gelassen.
Die Eindringtiefe einer durch die Last gebildeten
Kerbe wurde gemessen, V7obei 0,1 mm als eine Einheit festgelegt wurde, bis herpnter zu Bruchteilen der Einheit. Ein
niedrigerer Uert gibt an, daß die Probe hart war, wühcend
ein höherer Uert angibt, daß die*Probe weich war.
Der Widerstand gegen das Eindringen von Luft (Luftdurchlässigkeit)
wurde durch den Widerstandsdruck, genessen in Millimeter Wassersäule, ausgedrückt, der erhalten wurde,
wenn durch ein Filterstöpsel einer Länge von 102 mm mit
einer Geschwindigkeit von 17,5 ml/Sek. Luft hindurchgeleitet wurde.
• Beispiel 1 bis 7
Ein Celluloseacetat-Faserstrang mit einem Fadentiter von 4 Denier und einem Gesamttiter von 43 000 Denier mit
26 Kräuselungen pro 25 mm Stranglänge wurde geöffnet und dem geöffneten Celluloseacetat-Faserstrang wurde unter Verwendung
einer Ueichmacherauftragsvorrichtung 1,3-Butylenglyko
1-diacetat oder eine Mischung aus gleichen Mengen
dieses Diacetats und einem anderen Weichmacher in der vorgeschriebenen Menge zugesetzt. Dann wurde der Strang in
eine Papierumwicklungsvorrichtung eingeführt und mit einem Filterumwickelungspapier umwickelt. Dann wurde er zu
Stücken (Filterstöpseln) einer Länge von 102 mm zerschnitten. ßAD 0B1qiNAL
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Dann wurden die Eigenschaften des dabei erhaltenen Filterstöpsels,
beispielsweise das Stöpselgewicht, der Widerstand gegen eindringende Luft ( die Luftdurchlässigkeit )
und die Härte des Filterstöpsels bestimmt, der 1 bis 24 Stunden lang nach Beendigung der Umwickelung bei 20 C
liegengelassen worden war. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I angegeben.
Die vorstehend beschriebenen Verfahren wurden wiederholt, wobei diesmal als Weichmacher Triacetin, Triäthylenglykoldiacetat,
Triäthylenglykoldipropionat und Tetraäthylenglykoldipropionat
verwendet wurden. Auch bei den so hergestellten Filterstöpseln und bei einem Filterstöpsel, der
auf die gleiche Weise wie oben#jedoch ohne Verwendung eines
Weichmachers,hergestellt worden war, wurde die Härte bestimmt,
nachdem die Filterstöpsel 1 bis 24 Stunden lang bei 20 C liegengelassen worden waren. Die dabei erhaltenen
Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I als Ergebnisse von Vergleichsbeispielen angegeben.
Aus den Ergebnissen der nachfolgenden Tabelle I geht hervor, daß die zur Herstellung eines Filterstöpsels mit einer
ausreichenden Härte (von weniger als 10) erforderliche
Zeit bei Verwendung von Triacetin oder Triäthylenglykoldiacetat 24 Stunden betrug, daß jedoch im Falle der Verwendung
von 1.,3-Butylenglykoldiacetat bereits nach einer
Stunde eine ausreichende Härte erreicht worden war. Daraus geht auch hervor, daß durch Verwendung einer geringeren
Menge des Weichmachers im Falle von 1,3-Butylenglykoldiacetat
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ein ausreichender Effekt erzielt werden kann.
Jeder der so erhaltenen Filterstöpsel mit einer Länge von 102 ram wurde in 6 Filterspitzen mit einer Länge von 17 mm
zerlegt. Eine Spitze einer handelsüblichen Hi-Light-Zigareüte
(Handelsname) wurde entfernt und anstelle dieser
Spitze wurde die Filterspitze aufgesetzt. Bei einem Abrauchversuch wurde festgestellt, daß im Falle der Ver-Wendung eines Weichmachers, der 1,3-Butylenglykoldiacetat enthielt, ein besonders guter Geschmack und ein besonders gutes Aroma erhalten \mrden.
Spitze wurde die Filterspitze aufgesetzt. Bei einem Abrauchversuch wurde festgestellt, daß im Falle der Ver-Wendung eines Weichmachers, der 1,3-Butylenglykoldiacetat enthielt, ein besonders guter Geschmack und ein besonders gutes Aroma erhalten \mrden.
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| Beispiel Nr, | • | Weichmacher | Art | Tabelle | I | Stöpsel | Widerstand | Härte | nach 24 Std. |
|
| 1,3-Butylenglykol-di- acetat It |
gewicht (g/Stöpsel) |
gegen das Eindringen von Luft (ram H9O) |
nach 1 Std. |
9,5 8,3 |
||||||
| 1 2 |
Il | Gew.-% | 0,735 0,725 |
• 272 268 |
9,7 8,9 |
8,1 | ||||
| 3 | Il | 4,5 6,5 |
0,724 | 265 | 8>9 | 7,8 | ||||
| O | 4 | Il | 7,2 | 0,749 | 259 | 8,8' · | 7,2 | |||
| co 00 |
5 | 9,9 | 0,733 | . 258 | 8.3 | 7,8 | ||||
| O | 6 | 13,8 | 0,751 | 261 | 8.2 | |||||
| O 00 co |
Mischung aus gleichen 7,1 Mengen 1,3-Butylenglykol- |
|||||||||
Vergl.beisp.
1
1
2
• 3
• 3
Mischung aus 1,3-Butylenglykol·
diacetat und Triäthylen- 8,3 glykoldiacetat
- (kein Zusatz) 0 Triacetin 8,0
Triäthylenglykoldiacetat 6,3 Triäthylenglykoldi- 9,0
0,748
propionat
Tetraäthylenglykoldipropionat
9,5
0,740
259
260
8,0
10
7,6
| 0,677 | 247 | 12,1 | 12,7 | 234' |
| 0,735 0,743 |
259 253 |
10,5 10 |
8,3 9,8 |
1686 |
| 0,738 | 258 | 10 | 8,5 | |
7,3
Claims (4)
- P atentansprüche.) Verfahren zur Herstellung eines ZigarettenfilLers aus Celluloseacetatfasern, dadurch gekennzeichnet, daß man einen aus Celluloseacetatfasern bestehenden Strang öffnet, dem geöffneten Strang 1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Celluloseacetatfasern, eines Weichmachers zusetzL, der als Bestandteil einen Diacet^t-, Dipropionat- und/oder Dibutyratester von 1,3-Butylenglykol enthält, und den so behandelten geöffneten Strang zur Herstellung eines Filters zusammenfaßt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Weichmacher in" einer Menge von 3 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Celluloseacetatfasern, zusetzt.
- 3'. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Celluloseacetatfaserstrang verwendet, der durch Zusammenfassen von 5 000 bis 100 000 endlosen Fäden mit einem Titer von 1 bis 16 Denier erhalten worden ist.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Celluloseacetatfaserstrang verwendet, der 10 bis 30 gleichmäßige Kräuselungen pro 25 mm Stranglänge aufweist.409810/0894
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP8234372A JPS5115119B2 (de) | 1972-08-17 | 1972-08-17 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2341686A1 true DE2341686A1 (de) | 1974-03-07 |
| DE2341686B2 DE2341686B2 (de) | 1979-10-31 |
| DE2341686C3 DE2341686C3 (de) | 1980-07-10 |
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ID=13771908
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19732341686 Expired DE2341686C3 (de) | 1972-08-17 | 1973-08-17 | Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfilters aus Celluloseacetatfasem |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| JP (1) | JPS5115119B2 (de) |
| DE (1) | DE2341686C3 (de) |
| GB (1) | GB1406748A (de) |
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|---|---|---|---|---|
| DE2520496A1 (de) * | 1974-06-04 | 1975-12-18 | British American Tobacco Co | Tabakrauchfilter |
| DE3413362A1 (de) * | 1983-06-09 | 1984-12-13 | Výskumný ústav chemických vláken, Svit | Zigarettenfilter und ihre herstellung |
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|---|---|---|---|
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