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DE2237572A1 - Verfahren zum faerben und bedrucken von cellulose enthaltendem fasermaterial mit kuepen- und/oder schwefelfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum faerben und bedrucken von cellulose enthaltendem fasermaterial mit kuepen- und/oder schwefelfarbstoffen

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DE2237572A1
DE2237572A1 DE2237572A DE2237572A DE2237572A1 DE 2237572 A1 DE2237572 A1 DE 2237572A1 DE 2237572 A DE2237572 A DE 2237572A DE 2237572 A DE2237572 A DE 2237572A DE 2237572 A1 DE2237572 A1 DE 2237572A1
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DE
Germany
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parts
reducing agent
sodium dithionite
dyeing
vat
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Pending
Application number
DE2237572A
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English (en)
Inventor
Ulrich Dr Baumgarte
Adolf Blum
Wilhelm Kueppers
Siegfried Weigold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
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Priority to FR7327383A priority patent/FR2194831B1/fr
Priority to ZA735117A priority patent/ZA735117B/xx
Priority to IT51726/73A priority patent/IT990066B/it
Priority to GB3611973A priority patent/GB1430179A/en
Priority to BE134083A priority patent/BE803045A/xx
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Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/30General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using sulfur dyes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
    • D06P1/221Reducing systems; Reducing catalysts

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Description

Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG 2237572
Unser Zeichens O.Z. 29 518 Noe/lG 67OO Ludwigshafen, 28. 7. 1972
Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellulose enthaltendem Fasermaterial mit Küpen- und/oder Schwefelfarbstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellulose enthaltenden Fasermaterialien mit Küpen- und/oder Schwefelfarbstoffen unter Verwendung,von Reduktionsmitteln, die durch Umsetzung von aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Ketonen mit Natriumdithionit erhalten werden.
Zum Färben und Bedrucken von Fasermaterial aus Cellulose oder von Cellulose enthaltendem Fasermaterial mit Küpen- und/oder Schwefelfarbstoffen werden im allgemeinen Natriumdithionit und/oder in der oL-Stellung unverzweigte oC-Hydroxyalkylsulfin- säuren bzw. deren Alkalisalze oder deren stickstoffhaltigen
Derivate als Reduktionstittel verwendet. Die Auswahl des Reduktionsmittels richtet sich vor allem nach den Erfordernissen, die bei den verschiedenen Färbe- oder Druckverfahren an das Reduktionsmittel gestellt werden. Dabei spielen vor allem die Luftempfindlichkeit des Reduktionsmittels in der alkalischen Lösung und dessen Reaktivität; gegenüber den verwendeten Farbstoffen bei den in den Färbe- oder Fixierapparaten angewendeten Temperaturen eine große Rolle.
Natriumdithionit hat eine hohe Reduktionskräft auch bei niedriger Temperatur, ist aber in der alkalischen Lösung sehr empfindlich gegen Sauerstoff. Beim Imprägnieren von mit Farbstoff geklotzten Bahnen erfolgt eine sehr rasche Oxidation, wobei bereits vor der Verküpung des Farhstoffs ein erheblicher Teil des Reduktionsmittels verbraucht wird. Man erhält daher ohne einen großen Überschuß an dem Reduktionsmittel nur· eine mangelhafte Farbausbeute.
06-Hydroxyalkylsulfinsäuren bzw. deren Alkalisalze oder deren stickstoffhaltigen Derivate sind wesentlich stabiler gegenüber Sauerstoff. Dafür sind diese Mittel erst bei Temperaturen um
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100°C und darüber gegenüber Küpenfarbstoffen als Reduktionsmittel genügend wirksam. Die Reaktionsfähigkeit kann ihnerhälij ' gewisser Grenzen durch den Allylrest variiert werden. Durch den Einbau längerer Alkylreste wird die Reaktionsfähigkeit etwas erhöht, dabei wird jedoch die Löslichkeit in Wasser und die Haltbarkeit in Substanz geringer. Alle bekannten'd-Hydroxyalkylsulfinsäuren, die sich von Aldehyden ableiten, sind jedoch nicht reaktionsfähig genug, um eine ausreichende Verküpung bei Temperaturen unterhalb von 1000C zu ermöglichen.
Zur Stabilisierung des Natriumdithionits werden für Färbebäder Zusätze von Ketonen oder Aldehyden empfohlen, jedoch werden damit in der Praxis keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt.
Aus der DT-AS 1 920 428 ist bekannt, Mischungen aus Natriutndithionit und Bisulfitverbindungen von Aldehyden oder Ketonen als Reduktionsmittel zu verwenden. Die zum Färben und Drucken verwendeten Lösungen ähneln in ihrer Reduktionswirkung den vorstehend genannten oC-Hydroxyalkylsulf insäuren.
Weiterhin sind in den DT-PS 162 875 und 165 808 Reduktionsmittel beschrieben, die aus Hydrosulfit und Aceton bzw. Methyläthylketon in stark alkalischen Lösungen entstehen. Die Umsetzungsprodukte können in fester Form isoliert werden und sollen nach den Angeben in den Patentschriften auch lagerfähig sein. Eine technische Anwendung ist für diese Produkte bis heute nicht bekannt geworden.
Danach sind also für die Küpenfärberei keine Reduktionsmittel bekannt, die bei der Anwendung eine gute Luftbeständigkeit aufweisen und die auch bei Tempe:
Erfolg verwendet werden können.
aufweisen und die auch bei Temperaturen unterhalb 1000C mit
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein Verfahren zu finden, das es ermöglicht, unter Verwendung eines ausreichend luftbeständigen und reaktionsfähigen Reduktionsmittels Färbungen und Drucke mit Küpenfarbstoffen bei Temperaturen zwischen 20 und 1200C herzustellen.
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Es wurde nun gefunden, daß man Cellulose enthaltendes Fasermaterial mit Küpen- und/oder Schwefelfarbstoffen in Gegenwart von Reduktionsmitteln und Alkali hervorragend färben oder bedrucken kann, wenn man als Reduktionsmittel Umsetzungsprodukte verwendet, die durch Reaktion von aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Ketonen mit 4- bis 8 C-Atomen und Natriumdithionit in Gegenwart von basischen Stickstoff enthaltenden Verbindungen erhalten werden.
Nach dem Verfahren der Erfindung erhält man farbstarke und egale Färbungen oder Drucke, bei gleichzeitig hoher Ausbeute an Farbstoff und wobei - wegen der höheren Stabilität des Reduktionsmittels gegen Sauex^stoff - ein wesentlich geringerer Überschuß an dem Reduktionsmittel angewendet warden muß, als bei der Verwendung von Natriumdithionit.
Als Reduktionsmittel kommen für das Verfahren gemäß der Erfindung Umsetzungsprodukte von aliphatischen ader cycloaliphatischen Ketonen mit 4 bis 8, vorzugsweise 5 bis 8 C-Atomen oder von Gemischen dieser Ketone mit Natriumdithionit in Betracht.
Die Umsetzungsprodukte können erhalten werden, wenn mah eine Mischung aus Keton,, Natriumdithionit und der basischen Stickstoff enthaltenden Verbindung in Wasser stehen läßt. Das Verhältnis von Keton zu Dithionit betraf zweckmäßigerweise 2 zu 1 Mol. Ein Überschuß an Keton schadet nicht, bringt aber auch keine Vorteile. Wendet man dagegen das Keton in einer Menge von weniger als 2 Mol je Mol Dithionit an, so erhält man ein Reduktionsmittelgemisch, das noch Dithionit enthält. Solche Gemische können für einige Färbeverfahren Vorteile bringen.
Als aliphatisehe und/oder cycloaliphatische Ketone mit 4- bis 8 C-Atomen kommen beispielsweise Methyläthylketon, Diäthylketon, 4-Hydroxy-4-methyl-pentanon-2 (Diacetonalkohol), Cyclohexanon, Cyclopentanon, Methyl cyclohexanon in Betracht. Besonders bevorzugt werden aus wirtschaftlichen Gründen vor allem die Umsetzungsprodukte mit Cyclohexanon oder Diäthylketon.
Wäßrige Mischungen von Ketonen und Natriumdithionit setzen
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sich nur sehr langsam um. Oft beginnt die Reaktion erst nach einer mehrstündigen Induktionsperiode. Dagegen werden Umsetzungsprodukte, die hervorragend zum Färben und/oder Bedrucken mit Küpenfarbstoffen geeignet sind, erhalten, wenn man die Umsetzung in Gegenwart von basischen Stickstoff enthaltenden Verbindungen als Katalysatoren durchführt.
Als basische Verbindungen kommen für diesen Zweck z.B. Morpholin, Piperidin, Piperazin, Äthylendiamin, Propylendiamin- 1,3* Äthanolamin, Triäthanolamin, Diäthanolatnln, Propanolamin, Tripropanolamin, Äthylendlamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure, Ammoniak und/oder Ammoniumsalze von schwachen Carbonsäuren in Betracht.
Die Beschleunigung der Umsetzung des Ketons mit dem Dithionit hängt außer von der zugesetzten Menge an der basischen Verbindung auch von der Verbindung selbst ab. Die Umsetzung erfolgt in Gegenwart von Morpholin, Piperidin, Piperazin, Äthylendiamin, Propylendiamin-1,3, Äthanolamin und Ammoniak besonders rasch, weshalb diese als Zusätze bevorzugt werden.
Die zugesetzte Menge an den basischen Verbindungen beträgt im allgemeinen 4 bis 50, vorzugsweise 10 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Keton.
In Gegenwart der Verbindungen mit basischem Stickstoff erfolgt die Umsetzung sofort und ist bei Raumtemperatur im allgemeinen nach 30 bis 120 Minuten, in den meisten Fällen bereits nach 30 bis 60 Minuten beendet. Bei 4o°C ist die Reaktion bereits nach 10 bis 30 Minuten beendet.
Die Konzentration der Reaktionspartner sollte so hoch wie möglich sein, jedoch nicht zu hoch, damit nach der Umsetzung eine klare Lösung erhalten wird. Dem Reaktionsgemisch können noch geringe Mengen an Soda oder Kaliumcarbonat zugegeben werden, damit die Lösung nicht durch Zersetzungsprodukte des Dithionits sauer wird.
Die durch Umsetzung von Keton mit Dithionit in Gegenwart von
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basischen "Verbindungen erhaltenen Lösungen der Umsetzungsprodukte sind gegen Sauerstoff wenig empfindlich und auch ohne Ausschluß von Luft einige Wochen haltbar. Diese. Lösungen werden zweckmäßigerweise in solchen Konzentrationen hergestellt, daß diese als Stammansätze verwendet werden können, so daß durch Zusammenmischen mit den weiteren Mitteln, wie Alkali, Egalisierhilfsmittel, Verdickungsmittel, gegebenenfalls Küpenfarbstoff oder Schwefelfarbstoff und weiteren Hilfsmitteln gebrauchsfertige Färbebäder oder Druckpasten erhalten werden.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Umsetzungsprodukte sind als Reduktionsmittel für alle Färbe- und Druckverfahren mit Küpenfarbstoffen geeignet und können in der Apparatefärberei bei Tempeisburen zwtehen 20 und 1200C im Kaltverweilverfahren, beim Färben auf dem Jigger und auf der Haspelkufe sowie für das Pad-Steam-Verfahren und für den Zweiphasendruck verwendet werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß trotz relativ guter Stabilität des Reduktionsmittels gegenüber Sauerstoff bei Raumtemperatur bis 115°C vollständige Verküpung des Farbstoffs erfolgt und daß bei hoher Anwendungskonzentration, z.B. beim Klotzverfahren, praktisch die gleiche Reduktionswirkung wie mit dem unbeständigen Dithionit erzielt werden kann»
Wegen der wesentlich höheren Stabilität des erfindungsgemäß zu verwendenden ReduktionaiLttels gegen Sauerstoff kommt man beim Arbeiten auf dem Jigger, auf der Haspelkufe und beim Klotzverfahren mit deutlich geringeren Mengen an Reduktionsmitteln als bisher üblicherweise angewendet wurden aus. Aus dam gleichen Grund kann man auf den oben genannten Apparaten bei höheren Temperaturen färben als bisher, wodurch sehr egale Färbungen erhalten werden.
Beim Pad-Steam-Verfahren ergibt sich - wegen der Stabilität gegen Sauerstoff - gegenüber dem bisher für dieses Verfahren verwendeten Dithionit eine Einsparung von mehr als 50 % an Reduktfonsmittel.
Ähnliches gilt für das Kaltverweilverfahren, bei dem ein
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mit Küpen- oder Schwefelfarbstoff geklotztes Gewebe mit der Reduktionstnittelflotte getränkt, das Gewebe aufgewickelt und einige Stunden bei Raumtemperatur gelagert wird, wobei die Fixierung des Farbstoffs erfolgt. Auch hier wird deutlich weniger Reduktionsmittel als an dem bisher verwendeten Dithionit benötigt.
Beim Zweiphasendruck erhält man nach dem Verfahren gemäß der Erfindung auch bei schlechten bis mäßigen Dämpfbedingungen (Fixierbedingungen) noch hohe Farbausbeuten. Die Farbausbeute ist mindestens so hoch, in vielen Fällen sogar deutlich besser als bei Anwendung der bisher bei diesen Verfahren verwendeten Reduktionsnitteln wie den Salzen der OL-Hydroxyäthansulf insäure.
Nach dem Verfahren der Erfindung sind auch einbad^ge Klotzfärbungen mit Küpenfarbstoffen möglich. Dabei wird ein Gemisch aus Farbstoff, Alkali, Reduktionsmittel und einem Verzögerer auf das Gewebe aufgeklotzt und die Färbung entweder durch Dämpfen oder nach dem Kaltweilverfahren entwickelt und fixiert.
Die Beispiele sollen das Verfahren der Erfindung noch näher erläutern. Die im folgenden genannten Teile und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht.
Beispiel 1
Zellwollgarn auf Kreuzspulen wird auf einem handelsüblichen Garn-Färbeapparat bei einem Flottenverhältnis von 1 : 15 in einem Bad folgender Zusammensetzung behandelt:
1,5 Teile des Farbstoffs CI Vat-Red 10, C.I. No. 67000
(50prozentige Handelsware)
13 Teile Natronlauge (380Be),
40 Teile Natriumsulfat, wasserfrei,
50 Teile der unten beschriebenen Reduktionsmittellösung und 895,5 Teile Wasser
1 000 Teile
Innerhalb von 15 Minuten wird die Temperatur von 24 auf 45°C
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gesteigert und j50 Minuten bei dieser Temperatur gefärbt. Danach wird wie üblich fertiggestellt. Man erhält ein sehr gleichmäßig gefärbtes Garn, das in Farbausbeute und Echtheiten den herkömmlichen Färbungen mit Natriumdithionit als Reduktionsmittel nicht nachsteht.
Die Reduktionsmittellösung wird wie folgt hergestellt:
55 Teile Cyclohexanon,
9 Teile Morpholin und
50 Teile Natriumdithionit
werden mit Wasser zu 1000 Teilen gelöst und bei Zimmertemperatur stehen gelassen bis Küpenpapier nicht mehr sofort blau gefärbt wird,
- Beispiel 2
3 Teile des Farbstoffs CI Vat Blue 43 (CI. No. 53· 630) werden mit
27 Teilen einer wäßrigen Natriumhydroxidlösung (380Be)- angeteigt und nach 15 Minuten in eine 7O0C warme Lösung aus
120 Teilen der unten beschriebenen Reduktionsmittellösung und 850 Teilen Wasser gegeben»·
1000 Teile.
Nach 5 Minuten wird das Färbebad in einen handelsüblichen Garn-Färbeapparat eingefüllt und bei einem Flottenverhältnis von 1 i 10 bei 700C Baumwollgarn auf Kreuzspulen gefärbt. Nach 60 Minuten Färbezeit wird wie üblich fertiggestellt. Man erhält die für diesen Farbstoff typische Blaufärbung mit guten Echtheiten.
Die Reduktionsmittellösung wird wie folgt hergestellt;
50 Teile Diäthylketon,
9 Teile konzentriertes Ammoniakwasser und 50 Teile Natriumdithionit werden in Wasser zu 1000 Teilen gelöst und bei 240C stehen gelassen, bis beim Eintauchen von Küpenpapier keine sofortige Blaufärbung mehr eintritt.
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Beispiel 3
Rohbaumwollgarn wird auf einem handelsüblichen Hochtemperatur-Färbeapparat bei einem Flottenverhältnis von 1 : 15 bei 200C mit einem Bad folgender Zusammensetzung behandelt:
0,5 Teile des Farbstoffs CI Vat Black 25, C.I. No. 69
(40prozentige Handelsware) 27 Teile wäßrige Natriumhydroxidlösung (380Be)
3 Teile des Natriumsalzes der Äthylendiaminotetreessigsäure, 60 Teile der unten beschriebenen Reduktionsmittellösung und 909,5 Teile Wasser
1000 Teile
Die Flotte wird in den Färbeapparat gegeben und innerhalb von 30 Minuten auf 115°C erhitzt. Man färbt 30 Minuten bei 115°C, kühlt auf 700C ab und stellt die Färbung wie üblich fertig. Man erhält ein gleichmäßig gefärbtes Textilgut mit sehr guter Durchfärbung und sehr guten Echtheiten.
Die ReduktionsmiHjellösung wird wie folgt hergestellt:
55 Teile Cyclohexanon,
9 Teile Monoäthanolamin,
100 Teile Natriumdithionit,
3 Teile Natriumcarbonat und
833 Teile Wasser
werden gelöst und 60 Minuten bei 25°C gerührt.
Beispiel 4
Baumwollgarn wird auf Kreuzspulen auf einem üblichen Färbeapparat bei einem Flottenverhältnis von 1 s 10 mit einer Flotte folgender Zusammensetzung gefärbt:
0,5 Teile des Farbstoffs CI Vat Blue 7, C.I. No. 70 305
(5^prozentige Handelsware) 13 Teile Natronlauge (380Be)
20 Teile der unten beschriebenen Reduktionsmittellösung
1000 Teile Flotte.
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Die Färbeflotte wird in den Färbeapparat gegeben und mit wechselnder Laufrichtung durch das Material gepumpt und dabd innerhalb von 4θ Minuten auf 80°C aufgeheizt.. Nach 10 Minuten bei 80°C wird innerhalb von 30 Minuten auf 40 bis 500C abgekühlt und die Kreuzspulen wie üblich fertiggestellt. Man erhält ein gleichmäßig gefärbtes Textilgut mehr sehr guter Durchfärbung .
Die Reduktionsmittellösung wird wie folgt hergestellt s 110 Teile Cyclohexanon^
10 Teile Monoäthanolamin und
100 Teile Natriumdithionit
werden mit Wasser zu 1000 Teilen gelöst und bei 24°C stehen gelassen, bis nach ungefähr 30 bis 4θ Minuten Küpenpapier nicht mehr sofort blaugefärbt wird. Dann kann die Reduktionsmittellösung verwendet werden»
Beispiel 5
Vorgereinigter und gebleichter Baumwollköper wird bei 25°C in einem üblichen Zweiwalzenfoulard mit 25 Teilen des Farbstoffs CIo Vat Blue 4, C.I. No. 69 800 (43prozentige Handelsware) und 975 Teilen Wasser
1000 Teile
geklotzt« Die Flottenaufnahme beträgt 85 %s bezogen auf das ungeklotzte Gewebeo
Danach wird zwischengetrocknet und die Färbung auf einem Jigger mit einem Flottenverhältnis von 1 ; 5 mit folgendem Bad bei 700C entwickelte
40 Teile Natronlauge (380Be),
100 Teile der unten beschriebenen Reduktionsmittellösung,,
20 Teile wasserfreies Natriumsulfat und 840 Teile Wasser
1000 Teile Flotte.
Nach einer Färbezeit von 45 Minuten wird das Gewebe wie üblich oxydiert und geseift<■ Man erhält eine egale und tiefe Blau-
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- ίο - o.z 29 31ε
färbung mit guten Echtheiten.
Die Reduktionsmittellösung wird wie folgt hergestellt:
90 Teile Cyclohexanon,
10 Teile Morpholin,
100 Teile Natriumdithionit und
800 Teile Wasser
1000 Teile werden 60 Minuten bei 24°C stehen gelassen und dann für das Reduktionsbad verwendet»
Beispiel 6
Vorgereinigter und gebleichter Baummwollpopeline wird bei 25 C in einem Zweiwalzenfoulard mit
50 Teilen des Farbstoffs CI Vat Green 1, C.I. No. 59 825 (22-
(prozentige Handelsware) in 950 Teilen Wasser
1000 Teile Flotte geklotzt.
Das imprägnierte Gewebe wird anschließend in kontinuierlicher Arbeitsweise bei 1200C zwischengetrocknet und dann bei 25 C in einem üblichen Zweiwalzenfoulard mit einer Chemikalienflotte geklotzt, die folgendermaßen zubereitet wurde;
20 Teile Diäthylketon,
7 Teile 1,3-Propylendiamin und
20 Teile Natriumdithionit
werden in Wasser zu
400 Teilen Lösung gelöst. Nach 60 Minuten wird diese Lösung mit
40 Teilen Natronlauge (380Be) und
50 Teilen wasserfreiem Natriumsulat und mit Wasser auf 1000 Teile aufgefüllt. Die Flottenaufnahme des Gewebes beträgt 80 %. Anschließend wird in einem kontinuierlich arbeitenden Dämpfer 60 Sekunden bei 100 bis 103°C mit Sattdampf gedämpft und das Gewebe wie üblich fertiggestellt. Man erhält eine einwandfreie enden- und seitengleiche Färbung«
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Im Gegensatz zu einer entsprechenden·Klotzflotte, welche nur Natriumdithionit enthält, wird die gleiche Färbung auch erhalten, wenn man die Entwicklung 24 Stunden nach dem Ansetzen der Chemikalienflotte durchführt.
Beispiel γ
Ein Mischgewebe aus 65 % Polyesterfasern und 35 % Cellulosefasern wird mit einer Farbstoffdispersion aus
20 Teilen Disperse Violet 8, CJ. No« 62 030 und 10 Teilen C0I0 Vat Violet 9, C.I. No. 6θ 005 .
1000 Teile Flotte imprägniert. Die Flottenaufnahme beträgt 100 ^o Nach einem Trockenprozeß bei 12O0C wird das Gewebe einer Hitzebehandlung von JO Sekunden bei 20O0C unterworfen. (Thermosolieren). Danach läuft das Gewebe durch ein Chemikalienbad, das wie folgt angesetzt wurdes
22 Teile Cyclohexanon,
4 Teile Morpholin und
40 Teile Natriumdithionit . .
werden in Wasser zu
300 Teilen Lösung gelöst. Nach 60 Minuten wird diese Lösung mit 54 Teilen Natronlauge (380Be) und 50 Teilen wasserfreiem Natriumsulfat versetzt und auf 1000 Teile aufgefüllt. Durch Abquetschen wird die Flottenaufnahme auf 100 % eingestellt, Anschließend wird die Gewebebahn breit und gleichmäßig auf eine Achse aufgewickelt und. durch Umhüllen mit einer Plastikfolie luftdicht abgeschlossen. Man läßt den Wickel 4 Stunden rotieren und stellt das gefärbte Gewebe wie üblich durch Oxydieren und Seifen fertig= Man erhält ein gleichmäßig violett gefärbtes Mischgewebe, dessen. Polyesteranteil an Dispersionsfarbstoff und dessen Celluloseanteil den Küpenfarbstoff enthält.
Beispiel 8
Ein Zellwoll-Strukturgewebe wird mit folgender Druckpaste bedruckt %
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- 12 - O.Z. 29 31c
150 Teile des Küpenfarbstoffs C.I. Vat Blue 14, C.I. No. 69 (17prozentige Handelsware)
350 Teile einer wäßrigen Lösung aus Johannisbrotkerntnehläther (3,5prozentig),
350 Teile einer wäßrigen Stärkeätherlösung (jj,5prozentig) und 150 Teile Wasser
1000 Teile.
Nach dem Bedrucken und Trocknen präpariert man das Gewebe mit einer Chemikalienflotte, die folgendermaßen bereitet wurde:
44 Teile Cyclohexanon,
7 Teile Morpholin und
40 Teile Natriumdithionit werden in Wasser zu 400 Teilen Lösung gelöst. Nach 60 Minuten wird diese Lösung mit
120 Teilen Natronlauge (380Be) versetzt und mit Wasser auf 1000 Teile Flotte verdünnt.
Das noch feuchte Gewebe wird dann 15 Sekunden einer luftfreien Sattdampfatmosphäre bei 100 bis 1OJ0C ausgesetzt. Zur Fertigstellung wird das Gewebe 2 Minuten in fließendem Wasser bei 2O0C behandelt, 2 Minuten in einer 95°C warmen wäßrigen Lösung, die je Liter 2 g Natriumperborat enthält, oxydiert,/geseift, gespült und getrocknet« Man erhält einen blauen Druck auf weißem Grund, der tiefer gefärbt ist als ein gleichbehandelter Druck, der mit einer Chemikalienflotte entwickelt wurde, die in 1000 Teilen 40 Teile Natriumdithionit, 50 Teile Acetaldehydbisulfitverbindung und 182 Teile Natronlauge (380Be) enthält.
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- 13 -

Claims (4)

- 13 - O.Z. 29 Patentansprüche
1. Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellulose enthaltendem Fasermaterial mit Küpen- und/oder Schwefelfarbstoffen in Gegenwart von Reduktionsmitteln und Alkali, dadurch gekennzeichnet, daß man als Reduktionsmittel Umsetzungsprodukte verwendet, die durch Reaktion von aliphatischen und/oder cycloaliphatischen Ketonen mit
- 4 bis 8 C-Atomen und Natriumdithionit in Gegenwart von basischen Stickstoff enthaltenden Verbindungen erhalten werden.
2ο Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Reduktionsmittel Umsetzungsprodukte aus 2 Mol Keton mit 1 Mol Natriumdithionit verwendet.
3» Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß man als Reduktionsmittel das Umsetzungsprodukt von Cyclohexanon und Natriumdithionit verwendet.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis. j5, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch aus Nathriumdithionit und dem Umsetzungsprodukt aus Keton und Natriumdithionit als Reduktionsmittel verwendet.
Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG
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DE2237572A 1972-07-31 1972-07-31 Verfahren zum faerben und bedrucken von cellulose enthaltendem fasermaterial mit kuepen- und/oder schwefelfarbstoffen Pending DE2237572A1 (de)

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FR7327383A FR2194831B1 (de) 1972-07-31 1973-07-26
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