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Klebfähiges Verbundmaterial (Zusatz zu Patent/Patentanmeldung P 21
25 557.2) Die Erfindung betrifft ein Verbundmaterial, das bei bloßer Berührung nicht
klebt, jedoch bei Ausübung eines mäßigen Drucks mit oder ohne vorheriges Erhitzen
an Unterlagen oder an sich selbst haftet0 In gewissen Ausführungsformen ist die
Erfindung auf Wickelmaterialien in Form von Klebbandagen oder kohäsiven Bandagen,
Bändern, Verschlüssen µ.dgl. gerichtet, die für die Verwendung in der Medizin, Chirurgie
oder Orthopädie bestimmt und in hohem Maße atmungsaktiv, einfach anzubringen, bequem
zu tragen und billig herzustellen sind.
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Die Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit b.-stimmten Ausführungsformen
für die Verwendung in der Medizin, Chirurgie und Orthopädie beschrieben, jedoch
ist sie nicht hierauf beschränkt. Sie ist für die verschiedensten anderen Zwecke
in Haushalt, Gewerbe und Industrie, z.B. als Konstruktionematerial auf dem Bausektor
und in der Fahrzeugindustrie anwendbar. Weitere Anwendungen ergeben sich für den
Fachmann aus der folgenden Beschreibung, Wickelmaterialien werden in der Medizin,
Chirurgie und Orthopädie für zahlreiche Zwecke verwendet, um beispielsweise chirurgische
Tupfer, Kissen, Bandagen u.dgl. in
ihrer Lage zu halten oder Gliedmaßen
beispielsweise durch orthopädische Verbände, Schienen und erhärtete Verbände ruhig
zu stellen. Bei allen diesen Anwendungen ist ein Wickelmaterial erwünscht, das sich
einfach und bequem anlegen und an einen Teil des Körpers anpassen läßt und nach
der Anbringung angenehm zu tragen ist0 Bei gewissen Anwendungen in der Orthopädie
muß das Wickelmaterial auch in der Lage sein, zu starren, ruhigstellenden, stützenden
harten Verbänden oder Schienen zu erhärten.
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Bei der Verwendung der bekannten Wickelverbände treten Nachteile auf.
Beispielsweise wird ein äußerer Wickelverband aus einem flexiblen Material, der
so ausgebildet ist, daß er sich an unregelmäßig geformte Gliedmaßen anpasst, und
mit einem Klebstreifen in seiner Lage gehalten wird, verwendet, um Wundverbände
in ihrer Lage zu halten. Die klebrige Oberfläche des Klebstreifens führt zu Schwierigkeiten
in der Handhabung und im Abwickeln. Ferner sammeln sich auf ihr Fusseln, Staub und
Schmutz, wodurch die Haftfähigkeit verschlechtert wird und Probleme in Bezug auf
Wundinfektion entstehen Durch das Schnellhaftvermögen der freiliegenden Klebseite
ist es schwierig, den Klebstreifen bei der Anbringung in seiner Lage zu regulieren
und erneut aufzubringen. Einige Versuche wurden gemacht, die klebrige Oberfläche
von Klebstreifen durch Zwischenlagen zu schützen, jedoch erhöhten diese Zwischenlagen
stark die Kosten des Klebstreifens. Sie erforderten einen zusätzlichen Arbeitsgang
bei der Aufbringung, da die Zwischenlage zuerst entfernt werden muß und außerdem
der Gebrauchter dennoch mit einer klebrigen Oberfläche umgehen muß.
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Ein ähnliches Problem besteht bei gewissen Wickelmaterialien, die
orthopädische Ausgußkörper und Schienen bilden und aus einem flexiblen Träger bestehen,
der mit einem härtbaren Material imprägniert wird. Gegenstand der USA-Patentanmeldung
92 096 der Anmelderin ist ein orthopädisches
Wickelmaterial, das
äus einem Schaumstoffträger besteht, der mit einem thermoplastischen polymeren Material
imprägniert ist, das durch Erhitzen auf einen erhöhte Temperatur erweicht und kohäsiv
gemacht wird, Der erhitzte, imprägnierte Schaumstoff wird dann in Schichten um einen
Körperteil gewickelt, und bei Ausübung eines mäßigen Drucks werden die Schichten
miteinander vereinigte Bei Abkühlung wird ein glatter, starrer Verband nach Art
eines Gipsverbandes gebildet. Es hat sich gezeigt, daß das thermoplastische Material,
wenn es erhitzt wird, das Schnellhaftvermögen und die damit verbundenen Probleme,
die vorstehend im Zusammenhang mit den Wundverbänden beschrieben wurden, aufweist
Ferner werden gewisse thermoplastische Materiålien, die in der oben genannten Patentanmeldung
erwähnt sind, klebrig, wenn sie erhitzt werden, so daß sie Unannehmlichkeiten und
Schwierigkeiten während der Anbringung verursachen.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Verbundmaterial, das an anderen Oberflächen
oder an sich selbst haftet, wenn wenigstens ein mäßiger Druck ausgeübt wird, und
das bei bloßer Berührung im wesentlichen nicht klebt, bis dieser Druck ausgeübt
wird. Unter einem "mäßigen Druck" ist der Druck zu verstehen, der sich ohne weiteres
mit der Hand oder mit Hilfe eines einfachen in der Hand gehaltenen Werkzeugs, zOB.
einem Spatel, ausüben läßt0 Das Verbundmaterial besteht aus einem zementartigen
oder klebfähigen Kern mit wenigstens einem flexiblen, offenzelligen Schutzüberzug.
Unter dem Ausdruck "zementartig" oder "klebfähig" ist die adhäsive oder kohäsive
Eigenschaft eines Materials zu verstehen, die es entweder bei Raumtemperatur oder
bei erhöhter Gebrauchstemperatur aufweist, Der klebfähige Kern ist bei Raumtemperatur
oder bei er höhter Gebrauchstemperatur genügend weich, um durch die Zellen des Schutzüberzages
zu dringen und für die Adhäsion oder Kohäsion an der Außenseite des Schutzüberzuges
bei
Ausübung eines mäßigen Druckes verfügbar zu werden.
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Andererseits ist der klebfähige Kern nicht so weich, daß das Produkt
unangenehm klebrig und/oder kohäsiv oder abhäsiv wird, bevor der Druck ausgeübt
wird, so daß das Produkt in Rollenform gelagert oder erhitzt werden kann und keine
großen Schwierigkeiten beim Abwickeln bietet, Das Produkt kann auf einen Körperteil
aufgebracht und mehrmals in seiner Lage verändert und ausgerichtet werden, ohne
daß es die oben genannte Eigenschaft des schnellen Greifens aufweist, und nach einwandfreier
Anbringung des Produkts wird der Überzug einfach durch Ausübung eines mäßigen Drucks
zusammengedrückt, wodurch der klebfähige Kern an der freiliegenden Oberfläche für
die Verklebung oder Kohäsion verfügbar wird0 In einer bevorzugten Ausführungsform
besteht der Schutzüberzug aus zwei Außenlagen, von denen wenigstens eine aus zusammendrückbarem
Polyurethan-Schaumstoff besteht0 Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung
besteht der Kern aus einem thermoplastischen Material, das durch Erhitzen auf eine
erhöhte Temperatur klebfähig und weich gemacht werden kann. Das Verbundmaterial
hat die Form eines orthopädischen Wickelmaterials, das für die Lagerung zu einer
Rolle gewickelt, in Rollenform erhitzt, auf einen Körperteil aufgebracht, zur Erzielung
der Kohäsion zusammengedrückt und anschließend gekühlt werden kann, wobei es einen
harten, starren Gußkörper oder eine Schiene bildet0 Bei dieser speziellen Anwendung
schaltet der Schutzüberzug nicht nur die sich in Verbindung mit der Klebrigkeit
und dem schnellen "Griff" der erhitzten Kernmasse ergebenden Probleme aus, sondern
er hat die zusätzliche Aufgabe der Wärmeisolierung des Produkts sowohl hinsichtlich
des Schutzes des Gebrauchers vor der unangenehmen Handhabung des Produkts bei erhöhter
Temperatur als auch hinsichtlich der Verhinderung einer zu schnellen Abkühlung und
vorzeitigen Erstarrung, bevor das Wickelmaterial ordnungsgemäß angebracht werden
kann0
Erfindungsgemäß kann ein Schutzüberzug aus Schaumstoff entweder
auf einer Seite oder auf beiden Seiten eines klebfähigen Kerns vorhanden sein0 Die
Wahl zwischen diesen Alternativen hängt in erster Linie vonxder Art des Kerns und
dem vorgesehenen Verwendungszweck des Produkts abO Wenn beispielsweise ein im wesentlichen
kohäsiver, .nicht-adhäsiver, nicht-klebriger Kern als Material zur Bildung einer
Schiene verwendet wird, genügt eine Schaumstoffschicht, um Probleme beim Abwickeln
und in Bezug auf das Schnellhaftvermögen auszuschließen. Die nicht-klebrige Oberfläche
verursacht während des Anbringens keine Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten,
-die eine zweite Schaumstoffschicht notwendig machen würden. Wenn andererseits eine
klebrige, adhäsive Kernmasse verwendet wird, ist es zur Vermeidung der Unbequemlichkeit
und Schwierigkeit in der Handhabung eines solchen Produkts vorteilhaft, zwei Schaumstoffschichten
zu verwenden. Wenn ferner das Produkt bei einer Temperatur verwendet werden muß,
die der anbringenden Person oder dem Träger Unbehagen verursacht, ist es vorteilhaft,
zwei Schaumstoffschichten als Wärmeisolierung zu verwenden.
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Der Schutzüberzug Der flexible, zusammendrückbare, offenzellige Schutzübèrzug,
der in einer oder beiden Außenschichten verwendet wird, besteht vorzugsweise aus
Polyurethan und kann ein Polyester- oder Polyäther-Polyurethanschaumstoff sein,
der im allgemeinen ein Raumgewicht von etwa 16 bis 96 kg hat. Polyester-Polyurethanschaumstoffe
werden für die Zwecke der Erfindung wegen der leichteren Einstellung-der Poren-
oder Zellengröße und wegen ihrer überlegenen Festigkeitseigenschaften bevorzugte
Ein typischer Polyester-Polyurethanschaumstoff kann beispielsweise auf die in Beispiel
II der USA-Patentschrift 2 956 310 beschriebene Weise hergestellt werden,
Im
allgemeinen sollte ein geeigneter Schaumstoff in einem genügenden Maße offen se
p, um den Durchtritt des Kerns durch den Schaumstoff nach außen bei Ausübung eines
mäßigen Drucks zu ermöglichen, wenn das Produkt auf die Gebrauchstemperatur gebracht
worden ist0 Andererseits darf der Scbaumstoff nicht in einem solchen Maße offen
sein, daß der Kern vorzeitig in starkem Maße durch den Schaumstoff nach außen austritt,
wodurch das Produkt unangenehm klebrig würde, das Abwickeln erschwert oder in anderer
Weise die Verwendung des Produkts behindert würde.
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Der erfindungsgemäß erforderliche Grad der Offenheit kann mit den
verschiedensten Beschaffenheiten des Schaumstoffs erzielt werden, jedoch werden
vorzugsweise maschige oder netzartige Schaumstoffe, d.h. Schaumstoffe verwendet,
deren Zellwände durch chemische oder mechanische Behandlung entfernt worden sind.
Ein gutes Maß für den Grad der Offenheit solcher Schaumstoffe ist die Porendichte
oder die Zahl der Zellen pro laufenden Zentimeter (nachstehend als "lfom" bezeichnet).
Es wurde gefunden, daß die Voraussetzung in Bezug auf den Grad der Offenheit am
besten durch maschige Schaumstoffe erfüllt wird, die eine Porendichte von etwa 8
bis 47 lfcm, vorzugsweise von etwa 8 bis 40 pro lfcm haben. Eine Begrenzung der
Porendichte ergibt sich dadurch, daß es bei der Produktion schwierig ist, Schaumstoffe,
die weniger als etwa 8 Poren pro lfcm haben, in einer Dicke von weniger als 3,2
mm zu schneiden. Wie nachstehend dargelegt werden wird, wird eine Dicke der Schaumstoffschicht
von weniger als 3,2 mm für viele Anwendungen bevorzugt. Ein weiterer Faktor, der
die Verwendung von Schaumstoffen mit größeren Poren begrenzt, ist die Tatsache,
daß sie sich härter und rauher anfühlen als Schaumstoffe mit feineren Poren.
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Es ist zu bemerken, daß maschige Schaumstoffe mit den vorstehend genannten
Porendichten bevorzugt werden, daß jedoch andere Schaumstoffbeschaffenheiten, die
die Voraussetzungen
in Bezug auf Offenheit erfüllen, zoBo genügend
poröse, nicht-maschige oder teilweise maschige Schaumstoffe, perforierte Schaumstoffe
und Schaumstoffe, die diese Eigenschaften in Kombination aufweisen, ebenfalls verwendet
werden können0 Auf Grund der in nicht-maschigen oder teilweise maschigen oder netzartigen
Schaumstoffen vorhandenen Zellwände sollte die Porengröße vorzugsweise etwas-größer
sein als bei vollständig maschigen Schaumstoffen, um einen genügenden Grad von Offenheit
zu erzielen0 Beispielsweise können bei einer bestimmten Ausführungsform bei Verwendung
eines gleichen Kernmaterials etwa 31 Poren pro lfcm für einen vollständig maschigen
Schaumstoff optimal sein, während etwa 24 Poren pro lfcm für einen teilweise maschigen
oder nicht-maschigen Schaumstoff optimal sein können0 Das Erfordernis einer erhöhten
Porengröße mit abnehmendem Grad der maschigen oder netzartigen Beschaffenheit kann
durch Perforieren der teilweise oder nicht-maschigen Schaumstoffe modifi ziert werden.
Demgemäß kann ein in geeigneter Weise perforierter nicht-maschiger Schaumstoff,
der die gleiche oder eine noch kleinere Porengröße als ein vollständig maschiger
Schaumstoff hat, vorteilhaft verwendet werden.
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Ebenso kann ein maschiger oder netzartiger Schaumstoff mit ungenügendem
Offenheitsgrad verwendet werden, wenn er in geeigneter Weise perforiert ist; Da
gute Anpassungsfähigkeit und Anschmiegsamkeit für viele Anwendungen erwünscht ist
und die Anpassungsfähigkeit gewöhnlich verbessert wird, wenn das Produkt bei der
Anlegung leicht gedehnt wird, sollte der Polyurethan-Schaumstoff in einem solchen
Maße elastisch sein, daß er in jeder Richtung um wenigstens etwa 10%, vorzugsweise
etwa 65 bis 70* über seine ursprünglichen Abmessungen hinaus gedehnt werden kann
und bei Aufhebung der Belastung wieder seine ursprüngliche Größe annimmt, Die Bruchdehnung
ist jedoch im allgemeinen wesentlich größer, BoBo
etwa 100 bis 400X,
oder das 2-fache bis 5-fache der ursprünglichen Abmessungen.
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Der Schaumstoff sollte nicht dicker sein, als zur Erzielung der gewünschten
Ausfütterung, Schutzwirkung und, im Falle von durch Wärme erweichenden Kernen, der
gewünschten Isolierwirkung erforderlich ist. Ein übermäßig dicker Schutzüberzug
erhöht nicht nur ie Kosten des Produkts, sondern steigert auch seine Sperrigkeit
und verschlechtert die Festigkeit der Adhäsion oder Kohäsion0 Beispielsweise sollte
ein Wundverband nicht wesentlich dicker als 3,2 mm sein, da er durch eine zu große
Dicke während des Tragens leicht verschiebbar würde. Die beiden äußeren Schutzschichten
sind daher in der Dicke auf etwa 1,6 mm oder weniger, z.B. etwa 0,8 mm, begrenzt.
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Schaumstoffe mit einer Dicke von nur 0,076 bis 0,13 mm können vorteilhaft
verwendet werden, insbesondere in Verbindung mit einem harten Kern, jedoch wird
eine Mindestdicke von etwa 0,2 mm bevorzugt, um eine Schwächung des Produkts zu
verhindern und gleichzeitig die Herstellung zu erleichtern, da das Schneiden von
Schaumstoffen zu Schichten einer solchen geringen Dichte schwierig und in großtechnischem
Maßstab nicht durchführbar sein kann.
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Natürlich kann die Verwendung dünner Schaumstoffe erleichtert werden,
wenn eine Verstärkunsschicht oder ein Imprägniermittel verwendet wird. Als verstärkende
Imprägniermittel eignen sich beispielsweise Acryllatex-Binder, thermoplastisches
Polyurethan, das in Emulsion oder Lösung verwendet wird, z.B. das Produkt der Handelsbezeichnung
"Estane" (thermoplastische Polyurethane für den Auftrag als Lösung, Hersteller B.F.Goodrich
Chemical Com), und Dispersionen von ionomeren Harzen, wie sie in der USA-Patentschrift
3 322 734 beschrieben und z.Zt. unter der Bezeichnung eSurlyn D 1230 im Handel sind
(Hersteller E,I, du Pont de Nemours & Co.). Die Eignung anderer Imprägniermittel
ist vom Fachmann leicht feststellbar0
Die Imprägniermittel können--nach
üblichen Methoden, zoBo durch Foulardieren und Auftrag mit einer Tiefdruckwalze,
aufgebracht werden.
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Für den Gebrauch zum Schutz von Körperteilen und bei den nicht-medizinischen
und nicht-chirurgischen Ausführungsformen können eine oder beide Außenschichten
eine wesentlich größere Dicke als 1,6 mm haben0 Ferner können für bestimmte technische
Zwecke noch wesentlich dickere Außenschichten verwendet werden, wobei größere Poren
im Einklang mit der Erfüllung von Vorschriften in Bezug auf Klebrigkeit möglich
sind0 Wo nur eine begrenzte oder keine Dehnung gewünscht wird und es nicht sehr
auf Anpassungsfähigkeit oder Anschmiegsamkeit ankommt, kann ein Material, das diese
erwünschten Dehneigenschaften-verleiht, an Stelle einerder Außenschichten verwendet
werden0 Beispielsweise können bei den nachstehend beschriebenen Verschlüssen, die
die Form von gegenüberliegenden Laschen oder Streifen haben, die übereinandergelegt
und zur Vereinigung zusammengepresst werden, die sich nicht berührenden Oberflächen
aus im wesent- -lichen nicht dehnbaren Geweben oder Vliesen, -Papier, nicht gewebten
Kunststoffolien Oedgl. bestehen. Ferner kann das aus dem Schaumstoff und dem klebfähigen
Kern bestehende Material gemäß der Erfindung ausschließlich als Befestigungsmittel
dienen, um Gegenstände, die es enthalten,- an einer anderen Oberfläche zu befestigen.
In einem solchen Fall kann die Oberfläche des Gegenstandes selbst, der biegsam oder
starr, porös oder nicht porös sein könnte an die Stelle einer der Außenschichten
treten.
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Wenn flexible flächige Materialien mit begrenzter oder geregelter
Dehnung oder Reckung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von zwei potentiell klebfähigen
Seiten gewünscht werden, kann dies am besten erreicht werden, indem dehnungsändernde
Mittel zwischen die äußeren Schaumstoffschichten
eingefügt werden.
Diese die Dehnung verändernden Mittel können zwischen dem Kern und einer oder beiden
Schaumstoffschichten angecpdnet werden, wenn das die Dehnung verändernde Mittel
so offen ist, daß das Kernmaterial beim ZusammendrUcken des Schaumstoffs hindurchtreten
kann und zugänglich wird. Geeignet als dehnungsänderndes Material sind beispielsweise
Fäden und weitmaschige Gaze0 Wenn das die Dehnung verändernde Material in den Kern
eingearbeitet wird, ist es nicht notwendig, daß es durchlässig ist. In diesem Fall
können Krepppapier, dichtere Gewebe oder andere geeignete Materialien verwendet
werden. Die die Dehnung verändernden oder regelnden Materialien können aus Elastomeren
bestehen, wenn eine veränderte Festigkeit oder eine verbesserte Rückstellfähigkeit
gewünscht werden. Beispielsweise können die die Dehnung verändernden Materialien
aus Gummi, Polyurethanen oder anderen Elastomeren bestehen.
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Offenzellige Polyurethan-Schaumstoffe, die sich für die Herstellung
der Produkte gemäß der Erfindung eignen, sind im Handel aus zahlreichen Quellen
zu beziehen. Beispiele hierfür sind der von der Foam DivisionbScott Paper Company,
Chester, Pennsylvania, gelieferte Schaumstoff mit 31 Poren pro lfcm und der von
der General Foam Division, Tenneco Chemicals, Inc., New York, gelieferte, im wesentlichen
nicht-maschige Schaumstoff P 4104t mit 26 Poren pro lfcm.
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Offenzellige Polyurethan-Schaumstoffe werden zwar bevorzugt, jedoch
können auch gewisse funktionell äquivalente Schaumstoffe, z.B. Schaumstoffe aus
Vinylpolymerisaten, Styrol-Butadien-Copolymerisaten und gewisse Schaumstoffe auf
Gummibasis verwendet werden. Da einige dieser anderen Schaumstoffe gewöhnlich geschlossenzellig
sind, müßten sie zur Bildung von Poren perforiert werden.
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Das klebfähige KernEaterial Der klebfähige Kern kann aus einem beliMigen
klebfähigen Material bestehen, das die im~Endprodukt erforderlichen Eigenschaften
aufweist. Der spezielle Typ-als solcher wird im Rahmen der Erfindung nicht, sondern
lediglich als notwendiger Bestandteil des erfindungsgemäßen Verbundmaterials beansprucht0
In der Medizin, Chirurgie und Orthopädie muß der Kern einwandfreie klinische Eigenschaften
haben. Beispielsweise muß er inert, im wesentlichen reizfrei und nicht-allergen
und vorzugsweise sterilisierbar sein. Darüber hinaus. ist der Kern für medizinisch-chirurgische
Zwecke vorzugsweise porös, um die Porosität der Außenschichten zu ergänzen, wobei
ein Produkt erhalten wird, das atmet und eine Mazeration der darunter liegenden
Haut weitgehend ausschaltet.
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In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, daß diese Porosität durch
mechanische Perforation des Verbundmaterials erzielbar ist.
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Der Kern muß bei der Gebrauchstemperatur so weich sein, daß er durch
die Poren wenigstens eines Schutzüberzuges bei Ausübung eines mäßigen Drucks hindurchtritt,
um an der Außenseite für die Adhäsion oder Kohäsion verfügbar zu sein. Andererseits
darf er nicht so weich sein, daß er beispielsweise bei unbeabsichtigter Ausübung
eines leichten Drucks oder lediglich bei Einwirkung von Wärme fließt oder in anderer
Weise vorzeitig zur Außenseite des Uberzuges durchtritt.
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Ein brauchbares Maß für diese erforderliche Weichheit ist die sogO
Williams-Plastizität, die bei einer bestimmten Bezugstemperatur mit einem Williams-Plastometer
unter Verwendung einer Kugel des Kernmaterials im Gewicht von 2 g wie folgt bestimmt
wird: Die Kugel wird 15 Minuten auf die Prüftemperatur vorgewärmt und dann zwischen
zwei gegenüberliegende waagerechte Platten gelegt, die mit Papier von bestimmter
Dicke geschützt sind. Ein Gewicht
von 5 kg wird auf die obere Platte
gelegt, und der Abstand der Platten wird nach 15 Minuten gemessen, wobei eine Korrektur
für die Dicke des Papiers vorgenommen wird0 Je größer der Abstand, um so größer
ist die Plastizität oder Härte des Materials. Für klebfähiges Material, das für
die Adhäsion oder Kohäsion durch Einwirkung eines mäßigen Drucks ungefähr bei Raumtemperatur
verwendet werden soll, beträgt die Bezugstemperatur für die Bestimmung der Williams-Plastizität
37,8°C. Für Kernmaterialien, die bei erhöhten Temperaturen, z¢BO über etwa 490C
oder häufiger bei etwa 66 bis 930C verwendet werden sollfienbeträgt die Bezugstemperatur
82°C. Es wurde festgestellt, daß die erfindungsgemäß verwendeten Materialien eine
Williams-Plastizität von etwa 0,4 bis 8 mm (Plattenabstand) haben sollten0 Vorzugsweise
sollte die Plastizität im Bereich von etwa 0,7 bis 5 mm liegen, Als klebfähige Massen,
die so formuliert werden können, daß sie diesen verschiedenen Anforderungen genügen,
eignen sich für das medizinisch-chirurgische Gebiet die Haftkleber, z.B. die bekannten
für Wundverbände geeigneten Klebstoffe auf Basis von Elastomeren und die z§Zto für
Klebverbände verwendeten Acrylatkleber0 Eine geeignete Form der letztgenannten Klebstoffe
ist ein reines kautschukartiges Copolymerisat von Isooctylacrylat und Acrylsäure
im Verhältnis von 94:6, das in der USA-Patentschrift 2 884 126 beschrieben wird0
Weitere geeignete Klebstoffe werden beispielsweise in den USA-Patentschriften 2
877 141, 2 909 278, 3 307 544 und 3 325 459 beschrieben.
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Als Kernmaterialien eignen sich ferner die Naturkautschuklatices,
die unter den Bezeichnungen "Uniroyal NC400 M-30" und "Uniroyal 11-35X creamed 356"
(Hersteller United States Rubber Company) im Handel sind0 Weitere geeignete, im
Handel erhältliche Kautschuke, die kohäsiv sind, sind beispielsweise die Produkte
der Handelsbezeichnung
"Natsyn 400, 410 und 450"0 Hierbei handelt
es sich um im wesentlichen synthetische cis-Polyisoprenkautschuke (Hersteller The
Goodyear Tire and Rubber CoO)O Diese Kautschuke sollten vorzugsweise Antioxydantien
enthalten, damit eine nachteilige Veränderung während der Alterung verhindert wird.
Einige der selbstklebenden Siliconkautschuke, die in der USA-Patentschrift 3 439
676 beschrieben werden, sind ebenfalls geeignet. Eine Reihe der vorstehend genannten
Kautschuke sind sterilisierbar, so daß ihre Brauchbarkeit für medizinisch-chirurgische
Zwecke gesteigert wird0 typische Williams-Plastizitäten, die für diese Materialien
ermittelt wurden, sind in der folgenden Tabelle genannt Kernmaterial Williams-Plastizität
mm (Plattenabstand bei 37,8°C Für Wundverbände geeigneter Klebstoff auf Elastomerbasis
(pigmentiert) 1,6 - 2,0 Für Wundverbände geeigneter Klebstoff auf Elastomerbasis
(ungefärbt) 1,8 - 2,2 Acrylic A* 2,1 - 2,4 Acrylic B* 1,8 - 2,4 Natsyn 400 4,5-1-
4,53 Natsyn 410 2,12- 3,56 Natsyn 450 1,85- 2,12 Uniroyal NC400 M-30 7,95 *Siehe
US-PS 2 884 126 Alle diese Klebstoffe ergeben gute klebfähige Verbände, wobei einige
besser sind als andere. Beispielsweise zeigt ein mit dem Produkt "Natsyn 400 hergestellter
Verband im wesentlichen keine- Klebrigkeit in Gegensatz zu der unerwünschten Klebrigkeit
eines mit dem Produkt "Natsyn
450" hergestellten kohäsiven Verbandes.
Ein mit dem Produkt nUniroyal NC400 M-30" hergestellter kohäsiver Verband weist
ebenfalls keine Klebrigkeit auf, aber der Druck, der erforderlich ist, um eine ausreichende
Vereinigung oder Kohärenz zu erzielen, ist als übermäßig hoch anzusehen.
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Die Zusammensetzung des normalerweise klebrigen Materials kann so
gewählt werden, daß die Klebrigkeit verringert oder beseitigt wird0 Beispielsweise
wird ein klebriges -Material durch Zusatz von flüssigen Siliconen häufig im wesentlichen
nicht-klebrig, ohne daß die Kohärenz wesentlich beeinträchtigt wird. Diese Modifikationen
erweitern beträchtlich die Art der Kernmassen, die für die Herstellung von nicht-klebrigen
kohäsiven Verbänden verwendet werden können. Da ferner die Klebrigkeit kein Problem
mehr ist, könnten Schaumstoffe mit sehr großen Poren, z,B. mit 8 bis 20 oder noch
etwas weniger Poren pro lfcm verwendet werden, um einwandfreie Verbände und Bandagen
herzustellen, wenn auch die anderen Voraussetzungen erfüllt sind0 Alle. vorstehend
als Beispiele genannten Kernmaterialien können für die Adhäsion oder Kohäsion bei
Raumtemperatur ohne vorheriees Erhitzen verwendet werden. Gemäß der Erfindung ist
eine zweite Klasse von Kernmaterialien, die besonders gut in der Orthopädie geeignet
sind, so beschaffen, daß sie b-ei erhöhten Temperaturen, beispielsweise oberhalb
von etwa 4900 und unterhalb von etwa 930C, verwendet werden kann. Materialien dieser
Art sind beispielsweise synthetisches und natürliches trans-1,4-Polyisopren, gewisse
Polychloroprene, gewisse Polycaprolactone und ihre Äquivalente, Viele dieser Polymerisate
zeichnen sich dadurch aus, daß sie bei Raumtemperatur kristallin, bei erhöhten Temperaturen
nicht kristallin sind und, wenn sie auf Raumtemperatur oder darunter gekühlt werden,
eine verhältnismäßig hohe Kristallisationsgeschwindigkeit
haben.
Alle haben die Fähigkeit, daß sie bei erhöhten Temperaturen formbar und kohäsiv
sind, während sie nach Abkühlung auf Raumtemperatur oder darunter wieder eine verhältnismäßig
starre und steife Form annehmein, Als Raumtemperatur gelten im allgemeinen TemperatUren
im Bereich von etwa 160 bis 270C, Den Polymerisaten werden im allgemeinen Füllstoffe,
Pigmente und Antioxydantien zugesetzt, um die gewünschten Eigenschaften zu erzielen,
Zu den geeigneten Polymerisaten gehört das synthetische trans-1,4-Polyisopren, das
beispielsweise in der britischen Patentschrift 1 155 556 beschrieben wird0 Im Polyisopren
sollten wenigs-tens 85 der Isopreneinheiten in der trans-1,4-Konfiguration vorliegen.
Das synthetischewkristalline trans-1,4-Polyisopren kann durch Polymerisation von
Isopren in einem Kohlenwasserstoff oder Halogenkohlenwasserstoff als Verdünnungsmittel
in Gegenwart von stereospezifischen Ziegler-Katalysatoren hergestellt werden. Das
synthetische kristalline taans-1,4-Polyisopren kann auch in Mischungen mit anderen
polymeren Materialien verwendet werden, wobei jedoch ein größerer Anteil, doho etwa
50% oder mehr, vorzugsweise 60 oder mehr, der Mischung aus dem trans-1,4-Polyisopren
bestehen sollte.
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Beispielsweise können 100 GewO-2eile trans-1,4-Polyisopren mit bis
zu 50 Gew.-Teilen eines synthetischen Styrol-Butadien-Copolymerisats oder Acrylnitril-Butadien-Copolymerisats
gemischt werden, ohne die Brauchbarkeit und Eigenschaften des trans-1,4-Polyisoprens
zu beeinträchteigen, Geeignete Ausgangsmaterialien für natürliches trans-1,4-Polyisopren
sind Balata, Guttapercha und verwandte Gummen, Vorzugsweise werden gereinigte Sorten
verwendet, doh Produkte, aus denen Harze, -die die Kristallinität beeinträchtigen
oder die Klebrigkeit steigern, teilweise oder vollständig entfernt worden sind0
Als
Chloroprenpolymerisate eignen sich beispielsweise die Produkte, deren Herstellung
in den USA-Patentschriften 2 417 034, 2 426 854 und 2 567 117 und von Maynard und
Mitarbeitern in '5Journal of Polymer Sciences" 18 (1955) 227-234, und von Walker
und Mitarbeitern in Proceedings of the Second Rubber Technology Conference London
1948, 69-78, beschrieben wird. Die Polymerisation wird normalerweise unter Verwendung
des üblichen gedox-Inititatorsystems durchgeführt, das dem Polymerisationsfachmann
bekannt ist. Bevorzugt werden die Homopolymerisate von Chloropren, jedoch kann das
Polymerisat eine geringe Menge eines anderen copolymerisierbaren Monomeren enthalten.
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Beispiele solcher Monomerer sind Styrol, 1,3-Butadien, Isopren, 2,3-Dichlor-1,3-butadien,
Acrylsäure und Methacrylsäure sowie Ester und Nitrile. Zu den handelsüblichen Typen
geeigneter Polychloroprene gehört das Produkt "Neoprene HCtl, das zu etwa 97 aus
trans-1,4-Polychloropren besteht (Hersteller E.I. du Pont de Nemours & Co.).
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Von den Polycaprolactonen erwiesen sich die hochmolekularen Polycaprolactone
als geeignet für die Zwecke der Erfindung0 Diese Polycaprolactonharze können durch
die Formel
in der n einen Wert zwischen etwa 100 und 1000 in Abhängigkeit vom jeweiligen Molekulargewicht
haben kann, dargestellt werden. Als Beispiele solcher hochmolekularer Polycaprolactone,
die z0Zt. im Handel erhältlich sind, sind die Produkte "PCL-300" und "PCL-700" zu
nennen (Hersteller Plastics Division, Union Carbide Corporation, Bound Brook, New
Jersey). Das Produkt PCL-300 hat eine reduzierte Viskosität (0,2 g/dl in Benzol
bei 3O0C) von 0,3 und das Produkt PCL-700 eine solche von 0,7. Dies entspricht ungefähr
einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 15000 bzwO 40000. Weitere Einzelheiten
über
diese Produkte sind in der Firmenschrift "New Polycaprolactone
Thermoplastic Polymers PCL-300 and PCL-700" der Union Carbide Corporation zu finden,
Typische Williams-Plastizitäten, die bei den vorstehend genannten thermoplastischen
klebfähigen Materialien ermittelt wurden, sind in der folgenden tabelle genannt.
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Kernmaterial Williams Plastizität, mm (Plattenabstand bei 82 C) Polycaprolactonverbindunpen
0,47 - 1,33 trans-Polyisoprene 1,7 - 2,2 trans-1 , 4-Polychloroprene 3,12 Die Dicke
des Kerns hängt von der Art des Mate-rials, der Dicke und Art der Außenschichten
und vom Verwendunszweck des Fertigprodukts ab. Beispielsweise kann bei kohäsiven
Binden, die Kissen oder Tupfer oder Verbände an derHaut halten sollen, und bei denen
0,8 mm dicke Außenschichten aus maschigem Schaumstoff "Scott" mit 31 Poren pro lfcm
verwendet werden, die Dicke des Kerns im Bereich von etwa 0,013 bis 0,25 mm liegen,
während im Falle von orthopädischen Binden die Dicke von 0,5 bis 3,8 mm variieren
kann. Für andere Zwecke, bei denen dickere Schaumstoffschichten verwendet werden
können, wären jedoch normalerweise wesentlich dickere Kerne erforderlich0 Im allgemeinen
können die optimalen Zusammensetzungen, Dicken uodgl für einen bestimmten Zweck
am besten durch Versuche ermittelt werden.
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Die Erfindung wird nachstehend ausführlicher in Verbindung mit den
Abbildungen beschrieben, die spezielle Ausführungsformen darstellen, Fig.1 zeigt
vergrößert im Querschnitt einen Teil einer Ausführungsform der Erfindung, bei der
zwei Außenschichten aus Polyurethan-Schaumstoff und ein klebfähiger Kern ver--wendet
werden.
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Fig.2 ist eine ähnliche stellung wie Fig.1 und veranschaulicht die
Ausführungsrm, bei der eine weitmaschige Bahn (oder ein anderes Material) in dem
klebfähigen Kern eingebettet ist.
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Fig.3 ist eine ähnliche Darstellung wie Fig.i mit dem Unterschied,
daß eine der Außenschichten aus Schaumstoff durch einen Stoff oder ein Gewebe ersetzt
worden ist.
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Fig.4 ist eine ähnliche Darstellung wie Fig.1 und veranschaulicht
die Ausführungsform, bei der der klebfähige Kern sich in die Außenschichten aus
Schaumstoff hinein erstreckt Fig.5 ist eine ähnliche Darstellung wie Fig.1 mit dem
Unterschied, daß der klebfähige Kern aus einem mit Klebstoff imprägnierten Schaumstoff
besteht.
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Fig.6 veranschaulicht die Verwendung der in Fig.3 dargestellten Ausführungsform
in einer Form eines Verschlusses.
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Fig.7 veranschaulicht schematisch ein Verfahren zur Herstellung der
in Fig.1 dargestellten Ausführungsform des Materials.
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Es ist zu bemerken, daß die Materialien in den Abbildungen durch graphische
Symbole dargestellt sind, und daß die Abbildungen nicht maßstabsgerecht sind. Die
Darstellungen weichen somit zwangsläufig vom tatsächlichen Aussehen der verschiedenen
Produkte ab.
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Die in Fig.1 dargestellte bevorzugte Ausführungsform der Produkte
gemäß der Erfindung ist mit äußeren Schutzüberzügen 10 und 12 aus zusammendrückbarem,
offenzelligem Polyurethan-Schaumstoff versehen. Jede Schicht hat eine Dicke von
etwa 0,8 mm und eine Porenzahl im Bereich von etwa 8 bis 47 pro lfcm. Die Schutzüberzüge
sind nach üblichen Methoden mit dem Kern 14 verklebt, der aus einem klebfähigen
Material besteht, das bei der Gebrauchstemperatur
genügend weich
wird, um durch die Poren der Schutzüberzüge 10 und 12 hindurchzutreten, wenn diese
zusammengedrückt werden0 Bei einer speziellen Ausführungsform kann der Kern beispielsweise
aus einer kohäsiven Masse auf Basis von synthetischem cis-Polyisopren (Natsyn 400")
mit einer Dicke von etwa 25 bis 150 N und einer Williams-, Plastizität von etwa
4,5 mm bestehen0 Da der Kern durch die Außenschichten aus Schaumstoff geschützt
ist, ist er nicht der Berührung oder Fremdstoffen wie Fusseln, Schmutz oder Staub
bei der normalen Handhabung ausgesetzt, so daß er sauber und ordentlich aussieht,
Er ist nicht klebrig und läßt sich gut abwickeln, so daß keine entfernbare Zwischenlage
oder kein Mitte läufer erforderlich ist. Auch wenn eine klebrige Masse als Kern
verwendet wird, läßt sie sich infolge des Fehlens des "Schnellhaftvermögens" leicht
in die gewünschte Lage um eine Oberfläche bringen. Das Material haftet oder,verklebt
dennoch leicht bei Ausübung eines leichten Drucks und läßt sich nach Belieben wieder
entfernen und wieder verwenden. Die nicht verschmutzenden äußeren Schichten wirken
außerdem als-Polster für die darunterliegende Oberfläche, z.B. eine verbundene Wunde,
Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft der in Fig.1 dargestellten Ausführungsform
besteht darin, daß das Material dehnbar und in hohem Maße anpassungsfähig und anschmiegsam
sowie sehr porös ist0 Wenn nur eine begrenzte Dehnbarkeit oder keine Dehnbarkeit
oder andere Eigenschaften gewünscht werden, können Materialien, die diese gewünschten
Eigenschaften verleihen, in das Verbundmaterial einbezogen werden, wie in Figo2
angedeutet, oder an die Stelle einer der Außenschichten aus Schaumstoff treten,
wie in Fig0 3 dargestellte Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß bei Verwendung
eines Materials für den Kern, das zuerst erhitzt werden muß, die Schutzüberzüge
eine Isolierung darstellen und
die Hände des Gebrauchers schützen
sowie eine vorzeitige Abkühlung und Erhärtung des Kerns verhindern.
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Beispielsweise kann, wie in Fig.2 dargestellt, ein offenmaschiges
Gewebe (oder ein anderes erwünschtes Material), das durch die gestrichelte Linie
16 angedeutet ist, in den Kern eingebettet werden. Als Gewebe eignet sich beispielsweise
Baumwollgaze mit 8 Schußfäden und 8 Kettfäden pro cm2. Die eingebettete Bahn 16
kann auch aus den verschiedensten anderen Materialien oder Fäden bestehen, z.B.
aus Geweben oder Vliesen, Papier (einschließlich Papier mit Mikrofalten und Kreppapier),
gewebten oder ungewebten Kunststoffen, Verstärkungsfäden, Garnen, Strähnen, elastischen
Fäden oder Fasern der verschiedensten Art einschließlich Glasfasern. Die Abbildung
zeigt eine in die Mitte des Kerns eingebettete Stoffbahn, jedoch muß diese nicht
in dieser Weise angeordnet sein, sondern kann sich auch an einem Rand des Kerns
befinden. Ferner können mehrere solcher Bahnen verwendet werden, z.B0 je eine Bahn
an einem Rand des Kerns. Die Einlage darf natürlich die Fähigkeit des Kerns, in
die Poren der Außenschicht oder Außenschichten aus Schaumstoff einzutreten, nicht
übermäßig beeinträchtigen.
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Es ist auch möglich, daß ein nicht dehnbarer oder begrenzt dehnbarer
Schichtträger 18 an Stelle des Schaumstoffüberzuges 12 verwendet wird, wie in Fig.3
dargestellt. Beispielsweise kann der Schichtträger 18 aus einem dicht 2 gewebten
Stoff mit 43 Kettfäden und 23 Schußfäden pro cm oder aus einer Polymerfolie, Papier
oder einem anderen flexiblen, für den Kern im wesentlichen undurchdringlichen Material
bestehen0 Diese Ausführungsform ist besonders gut als Klebverband oder Verschluß
geeignet. Die Schaumstoffseite hat praktisch keine Klebrigkeit und haftet dennoch
an einer gegenüberliegenden gleichen Schaumstoffseite, wenn die beiden Schaumstoffflächen
gegeneinander gepresst werden. Die Oberfläch-e des Schichtträgers hat
jedoch
keine Klebrigkeit und kein Kohäsionsvermögen, weil der dicht gewebte Stoff 18 oder
die Folie für den Kern undurchlässig ist.
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Fig.4 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Kern 20 teilweise in
die Schaumstoffschichten 22 und 24 eingedrungen ist. Dieser Kern wird vorteilhaft
bei dickeren Laminaten mit einer Dicke von beispielsweise 3,2 mm oder mehr verwendet.
Der Kern kann bis zu 0,8 mm (oder möglicherweise noch weniger) in die Schaumstoffoberfläche
eindringen0 Da der Kern sich unter der Oberfläche befindet, ist das Produkt bei
Berührung nicht. klebrig, kann jedoch je nach der Art des Kerns durch -Zusammendrücken
der beiden Materialien mit einer anderen Oberfläche verklebt oder einem ähnlichen
Produkt vereinigt werden.
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Eine ähnliche Konstruktion ist in Figo5 dargestellt, wo der klebfähige
Kern 26 aus einer dritten Schaumstoffschicht besteht, die mit dem gewünschten klebfähigen
Material völlig getränkt ist0 Der Schaumstoff des klebfähigen Kerns 26 kann mit
dem porösen offenzelligen Polyurethan-Schaumstoff, der die Außenschichten 28 und
30 bildet, im wesentlichen identisch seine Fig06 veranschaulicht, wie die in Fig03
dargestellte Ausführungsform als Verschluß verwendet werden kann, der ähnliche Eigenschaften
wie der beliebte Klettenverschluß ("Velcro") hat0 Ein typischer Verschluß besteht
aus zwei gegenüberliegenden Streifen oder Laschen A und B, die an den beiden Hälften
eines Kleidungsstücks o.dgl., das zu verschließen ist, z.B. eines Wegwerfkittels
von Chirurgen, einer Wegwerfwindel oOdgl., befestigt sind. Jede Lasche besteht aus
einer nicht dehnbaren Stoffunterlage 32 mit einem Klebbereich 34 an einem Ende jeder
Lasche, um die Laschen mit den jeweiligen Teilen des Kleidungsstücks oder sonstigen
zu schließenden Artikels zu verkleben.
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Der Klebstoff 34 kann beispielsweise ein üblicher Heißschmelzkleber
oder -hitzehärtbarer Klebstoff sein. Am
anderen Ende jeder Lasche
ist eine kohäsive Masse 36 befestigt, die mit einem (ffenzelligen Polyurethan-Schaumstoff
38 bedeckt ist0 Die Laschen A und B bilden einen Verschluß, indem die mit dem Schaumstoff
bedeckten Oberflächen einfach zusammengepresst werden, wodurch der Schaumstoff eingedrückt
wird und die kohäsiven Massen 36 miteinander in Berührung kommen und die Laschen
zusammenhalten.
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Die Herstellung der in Fig.i und Fig.2 dargestellten Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Produkte ist in Figo7 veranschaulicht. Äußere Überzüge, die
aus Schichten 40 und 42 aus offenzelligem Polyurethan-Schaumstoff bestehen, werden
von Rollen 44 bzw. 46 abgewickelt und mit dünnen Schichten einer Lösung 47 und 48
eines kohäsiven Kernmaterials, z.B. einer 12 bis 15 Feststoffe enthaltenden Lösung
von synthetischem cis-Polyisopren "Natsyn 40011 in einem Gemisch von Xylol und Toluol
aus Massekästen 49 und 50 mit Hilfe von Auftragwalzen 52 bzw,4 beschichtet. Dosierwalzen
oder Rakel (nicht dargestellt) oder äquivalente Mittel können verwendet werden,
um die Dicke des Überzuges der Masse zu regeln. Der beschichtete Schaumstoff von
der Walze 54 verbindet sich mit dem beschichteten Schaumstoff von der Walze 52 im
Spalt der Walzen 58 und 60, wo die kohäsiven Überzüge unter Bildung eines Laminats
62 leicht zusammengedrückt werden0 Das Laminat wird dann im Ofen 64, der beispielsweise
bei 121 bis 135°C gehalten wird, getrocknet (vom Lösungsmittel befreit), und das
erhaltene Produkt 66 wird dann auf der Produktrolle 68 aufgewickelt.
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Die in Fig.2 dargestellte Ausführungsform wird hergestellt, indem
ein weitmaschiges Gewebe 70 (oder ein anderes erwünschtes Material) von der Lieferrolle
72 in die kohäsive Masse eingebettet wird. Dies läßt sich leicht erreichen, indem
das Gewebe 70 in den Spalt der Walzen 58 und 60 eingeführt wird, wo die Schichten
der kohäsiven
Lösung auf jeder Schaumstoffschicht yereinigt werden.
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Dies hat zur Folge, daß das Gewebe 70 in die kohäsive Masse eingebettet
und während des Trocknens darin verankert wird, Die in Fig.3 dargestellte Ausführungsform
kann im wesentlichen-in der gleichen Weise, wie vorstehend in Verbin dung mit der
in Bigo1 dargestellten Ausführungsform beschrieben, hergestellt werden mit dem Unterschied,
daß an Stelle der Schaumstoffschicht 12 ein im wesentlichen undurchlässiger Schichtträger
18 verwendet wird. Die" in Beige 4 dargestellte Ausführungsform kann hergestellt
werden, indem eine Masse des Kernmaterials auf siliconbeschichtetes Papier gegossen
und, während die Masse noch feucht ist, die Schaumstoffschicht oben aufgelegt und
dann mit mäßigem Druck so überrollt wird, daß die Masse nicht vollständig durch
den Schaumstoff gepresst wird0 Nach dem Trocknen der Masse und Entfernung des siliconbeschichteten
Papierswird der mit der Masse-beschichtete Schaumstoff so gefaltet, daß die beschichteten
Seiten sich berühren, wobei der Verband gebildet wird0 Die in Fig.5 dargestellte
Ausführungsform kann hergestellt werden, indem eine Schaumstoffschicht vollständig
mit der Masse imprägniert wird, wobei der Kern 26 gebildet wird, worauf die Außenschichten
28 und 30 aufgewalzt werden, wodurch das Laminat gebildet wird0 Im Falle von thermoplastischem
Kernmaterial, zOBO Polycaprolacton, kann die Schutzschicht aus Schaumstoff auf die
Oberfläche oder die Oberflächen des Kernmat,erials laminiert werden, während das
Kernmaterial erhitzt ist0 Beispielsweise kann das Kernmaterial zunächst stranggepreßt
und im noch heißen Zustand zusammen mit dem .Schaumstoff in den Spalt von Laminierwalzen
eingeführt werden.
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Die Dicke der Schaumstoff-Schutzschicht oder -schichten über dem Kernmaterial
kann geregelt werden, indem die Spaltweite -zwischen den Laminierwalzen entsprechend
eingestellt
wird, wodurch wiederum das Eindrin-en des Schaumstoffs
in das Kernmaterial geregelt wird.
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Beispiel 1 Eine 0,8 mm dicke, dehnbare Folie aus offenzelligem, nicht-maschigem
Polyesterpolyurethan-Schaumstoff mit einer Porendichte von etwa 24 bis 28 pro lfcm
wurde in eine 10% Feststoffe enthaltende Lösung eines Aorylharzes (ähnlich wie in
der USA-Patentschrift 2 884 126 beschrieben) getaucht Die feuchte Folie ließ man
abtropfen, trocknen und bei 121 0C härten, Auf diese Zwischenschicht wurden zwei
unbeschichtete, 0,8 mm dicke flächige, dehnbare Materialien aus offenzelligem Polyesterpolyurethan-Schaumstoff
laminiert0 Die in dieser Konstruktion verwendete gehärtete Masse hatte eine Williams-Plastizität
von 2,1 bis 2,4 mm bei 37,80C0 Bei Raumtemperatur erwies sich der erhaltene Verband
oder das Band als sehr luftdurchlässig. Wenn der Verband um eine menschliche Hand
gewickelt wurde, erwies er sich als sehr angenehm und bequem. Die Außenschichten
fühlten sich nicht klebrig an, und das Band verklebte durch Ausübung eines leichten
Drucks mit sich selbst. Der Verband konnte leicht entfernt und nach Belieben wieder
angebracht werden.
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Beispiel 2 Eine Acrylharzmasse ähnlich der in Beispiel 1 beschriebenen
wurde auf ein siliconbeschichtetes Papier gegossen, in einem Dampfschrank etwa 2
Minuten getrocknet und dann in einem Wärmeschrank etwa 5 bis 7 Minuten bei 121 0C
mit Luft behandelt. Die erhaltene poröse Masse hatte eine Williams-Plastizität von
1,8 bis 2,4 mm bei 37,80C. Die Masse wurde in einem Fall auf eine 0,8 mm dicke dehnbare,
nicht-maschige Folie aus Polyesterpolyurethan-Schaumstoff mit einer Porendichte
von 24 bis 28 pro lfcm und in einem zweiten Fall auf eine etwa 0,91 mm dicke Schicht
des
gleichen Schaumstoffs laminiert0 Nach der Entfernung der siliconbeschichteten
Papiere wurden zweite Schichten des offenzelligen dehnbaren, nicht-maschigen Schaumstoffs
von entsprechender Dicke auf die Oberflächen d'er Masse laminiere, Die erhaltenen
Bänder oder Verbände wurden bei Raumtemperatur um einen Finger gewickelt und zur
Vereinigung zusammengepresstO Die Kohäsion bei dem 0,8 mm dicken Schaumstoff war
etwas besser als bei dem 0,91 mm dicken Schaumstoff, Beispiel 3 Eine 40* Feststoffe
enthaltende Lösung eines pigmentierten, für Wundverbände geeigneten Klebstoffs auf
Elastomerbasis in Xylol wurde unter Verwendung einer auf 0,38 mm eingestellten Rakel
auf ein 76 g dickes, siliconbeschichtetes Papier (Daubert) aufgetragen. Bevqr die
Masse trocknete, wurde eine Gaze mit 8 Kettfäden und 4,7 Schußfäden pro cm2 auf
die Masse gelegt. Auf die Gaze wurde wiederum eine 0,8 mm dicke Schicht aus maschigem
Schaumstoff mit 31 Poren pro lfcm (Scott) gelegt0 Nach dem Auflegen eines weiteren
Blattes des silico-nbeschichteten Papiers auf die Oberseite wurde die Probe mit
leichtem bis mäßigem Druck so überrollt, daß nur die Unterseite des Schaumstoffs
in die Masse eingebettet wurde0 Nach dem Rollen wurde das obere siliconbeschichtete
Papierblatt entfernt und das verbleibende Verbundmaterial in einem Dampfschrank
15 Minuten bei 71°C getrocknet0 Eine weitere milt der Masse beschichtete Schaumstoffolie
wurden der im vorstehenden Absatz beschriebenen Weise, jedoch ohne Verwendung der
Gaze hergestellt. Die erhaltenen beiden Verbundmaterialien wurden.von ihrem Schichtträger
entfernt und dann mit den Klebschichtseiten gegeneinander gelegt und leicht gewalzt,
wodurch ein Verschluß gebildet wurde. Die Williams-Plastizität der Masse betrug
etwa
1,6 bis 2,0 mm bei 380C, Bei Raumtemperatur und beim Zusammendrücken gegen sich
selbst bildete der Verschluß eine sehr feste Verbindung und zeigte keine Dehnung.
Da die Massenschiebt in einer zu großen Menge vorhanden und etwas zu tief in den
Schaumstoff eingebettet war, hatte der Verschluß eine etwas zu starke Klebrigkeit,
wenn er fest gepresst wurde.
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Beispiel 4 Ebenso wie bei dem in Beispiel 3 beschriebenen Versuch
wurde eine 40% Feststoffe enthaltende Lösung eines pigmentierten, für Wundverbände
geeigneten Klebstoffs auf Elastomerbasis in Xylol unter Verwendung einer auf 0,38
mm eingestellten Rakel auf 0,076 mm dickes siliconbeschichtetes Papier (Daubert)
aufgetragen. Bevor die Masse trocknete, wurde eine 0,8 mm dicke Schicht aus maschigem
Schaumstoff mit 31 Poren pro lfcm auf ihre Oberfläche gelegt. Nach dem Aufbringen
eines weiteren Blattes des siliconbeschichteten Papiers auf die Oberseite wurde
die Probe gerade mit genügender Kraft überrollt, um eine Seite des Schaumstoffs
in die feuchte Masse einzubetten.
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Das obere siliconbeschichtete Papier wurde dann entfernt, und das
Laminat wurde in einem Dampfschrank 15 Minuten bei 71 0C getrocknet. Die Williams-Plastizität
betrug etwa 1,6 bis 2,0 mm bei 380C.
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Der erhaltene mit Klebstoff beschichtete Schaumstoff wurde von dem
siliconbeschichteten Papier getrennt und dann mit einander zugewandten Klebstoffseiten
auf einen im Handel erhältlichen Wundverband laminiert, der mit einem Träger aus
einem Stoff mit 43 Kettfäden und 23 Schußfäden pro cm versehen war (ZO-Klebeband
der Anmelderin), wobei ein Verschlußband gebildet wurde.
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Wenn bei Raumtemperatur die Schaumstoffschichten gegeneinander gedrückt
wurden, bildete das Verschlußband eine starke Verbindung mit sehr guten Eigenschaften.
Das Verschlußband
zeigte keine Dehnung.und war an der Außenseite
nicht klebrige Die Schaumstoffseite war ebenfalls nicht klebrig, wenn sie leicht
zusammengedrückt wurde, und nur leicht klebrig,. wenn sie stark zusammengedrückt
wurden Beispiel 5 Fünf Proben eines Verbandmaterials wurden wie folgt hergestellt:
Eine 30 Feststoffe enthaltende Lösung eines pigmentierten, für Xlebverbände geeigneten
Klebstoffs auf Elastomerbasis (gleiche Lösung wie in den Beispielen 3 und 4) in
Toluol wurden auf ein 0,1 mm dickes, siliconbeschichtetes Papier mit einer unterschiedlich
auf 0,25 bis 0,53 mm eingestellten Rakel aufgebracht. In jedem Fall wurde, während
die Masse -noch sehr feucht war, eine 0,8 mm dicke Schicht aus maschigem Schaumstoff
mit 31 Poren pro lfcm auf die Klebschicht gelegt und leicht aufgewalzt. Anschließend
wurde das Laminat 15 Minuten in einem Dampfschrank bei 71 0C gehalten0 Nach dem
Trocknen wurde der klebstoffbeschichtete Schaumstoff v.om Träger abgetrennt, mit
der Klebseite gegeneinander gefaltet und leicht gewalzt, wobei der kohäsive Verband
gebildet wurde0 Die Williams-Plastizität betrug etwa 1,6 bis 2n0.mm bei 38°Co Die
Prüfung der fünf Proben hatte die folgenden Ergebnisse: Pro- Rakelein- Kleb- Kohäsion
bei Raum- Porosität be stellung, stoff- temperatur mit der (visuell) mm gewicht,
Hand getestet gim2* 1 10 8,84 ziemlich gut sehr gut 2 13 15 gut,wenn fest sehr gut
gewickelt 3 16 21,4 sehr gut sehr gut 4 19 36,4 sehr gut sehr gut 5 21 38,4 sehr
gut sehr gut *Gewogen wurden 2 Schichten0 Wie bereits erwähnt, bilden zwei Schaumstoffschichten
und zwei Klebstoffschichten den Verband0
Bei Raumtemperatur durchgeführte
Abreißversuche hatten die folgenden Ergebnisse, wenn 25,4 mm breite Proben gegen
25,4 mm breite Proben gelegt und sechsmal schnell mit einer-Walze von 2,04 kg überrollt
wurden: Probe Klebstoffgewicht, Abreißkraft, g/25,4 mm g/m2 Breite 1 8,8 20 2 15
60 - 88 3 21,4 164-230 Beispiel 6 Vier weitere Proben wurden auf die in Beispiel
5 beschriebene Weise hergestellt, wobei jedoch ein etwas anderer Klebstoff verwendet
wurde, der kein Pigment enthielt und einen unterschiedlichen Feststoffgehalt in
der Lösung hatte. Die Williams-Plastizität des getrockneten Klebstoffs betrug etwa
1,8 bis 2,2 mm bei 38°C. Die vier Proben hatten die folgenden Eigenschaften: Probe
Fest- Rakelein- Klebstoff- Kohäsion Porosität stoffe stellung, gewicht, bei Raum-
(visuell) in der mm /m2 tempO mit Lösung, (2 Schich- der Hand Gew,-% ten) getestet
1 20 - 95 ausge- ziemlOgut zeichnet 2 30 0,28 - dto. dtoO 3 20 0,25 30,3 sehr gut
sehr gut 4 20 0,23 23,1 gut sehr gut Beispiel 7 Vier weitere kohäsive Verbandproben
wurden mit der gleichen Masse wie in Beispiel 6, jedoch nach einem anderen Verfahren
hergestellt. In jedem Fall wurde die Masse auf einen siliconbeschichteten Papierträger
aufgebracht. Der Schaumstoff wurde aufgebracht, während die Masse noch feucht war,
und dann entfernt, bevor die Masse Gelegenheit zum Trocknen hatte. Die an einer
Seite des Schaumstoffs
haftende Masse wurde dann 15 Minuten in
einem Dampfschrank bei 71 0C getrocknet. Die -Williams-Plastizität der getrockneten
Masse betrug etwa 1,8 bis 2,2 mm bei 380C. Der Verband wurde gebildet, indem das
Material mit den einander zugewandten Klebseiten gefaltet und dann leicht gewalzt
wurde0 Die vier Proben hatten die folgenden Eigenschaften: Pro- Feststoffe Rakelein-
Kleb- Kohäsion Porosität be in der stellung, stoff- bei Raum- (visuell) Lösung,
mm gewicht, tempo mit GewO- g/m der Hand (2 Schich- getestet ten) 1 20 - 21,1 gut
sehr porös 2 20 0,3 20,4 nicht gut sehr pprös genug 3 30 0,36 46,2 gut bis sehr
porös sehr gut 4 30 0,41 54 sehr gut gute Porcsität Beispiel 8 Fünf weitere Proben
wurden auf die in Beispiel ,5 beschriebene Weise hergestellt, wobei jedoch eine
andere Klebstofflösung verwendet wurde, nämlich eine 20% Feststoffe enthaltende
Lösung von synthetischem cis-Polyisopren "Natsyn 410" in einem Gemisch von Xylol
und Toluol0 Die getrocknete Masse hatte eine Williams-Plastizität von etwa 2,12
mm bei 380Co Die fünf Proben hatten die folgenden Eigenschaften:
Probe
Rakelein- Klebstoff- Kohäsion Porosität stellung, gewicht, bei Raum- (visuell) mm
g/cm2 temp.,mit (2 Schichten) der Hand getestet 1 0,25 21,1 ziemlOgut ziemlOgut
bis gut 2 0,36 24,5 gut gut 3 0,41 30,5 sehr gut ziemlOgut 4 0,46 40,6 sehr gut
ziemlOgut bis schlecht 5 0,51 44,5 sehr gut schlecht Beispiel 9 Tests wurden durchgeführt,
um zu ermitteln, inwieweit die Härte der Masse eine Rolle für das Kohäsionsvermögen
der oben beschriebenen Verbände spielt. Bei diesen Tests wurde synthetisches cis-Polyisopren
Natsyn 400" mit einer Williams-Plastizität von 4,53 mm bei 380C und ein Kautschuklatex
"Uniroyal NC 400 M-30" mit einer Williams-Plastizität von 7,95 mm bei 38°C verwendet0,
Die Verbände wurden wie folgt hergestellt: Die Masse wurden auf einen Träger aus
siliconbeschichtetem Papier aufgebracht. Im Falle des cis-Polyisoprens wurde eine
14,8 Feststoffe enthaltende Lösung in Xylol mit einer auf 0,41 mm eingestellten
Rakel aufgetragen. Im Falle des Kautschuklatex "NC 400 M-30, der eine niedrige Viskosität
hatte, wurde eine 62 Feststoffe enthaltende Dispersion mit einer Rakel "S-46 (c)-Meier"
aufgebracht. Während die Massen noch feucht waren, wurde eine 0,8 mm dicke Schaumstoffschicht
Schott mit 31 Poren pro lfcm aufgelegt und leicht gewalzt. Nach dem Trocknen für
15 Minuten in einem Dampfschrank bei 71°C wurde das Material vom Trägerpapier entfernt
und miteinander zugewandten Klebseiten gefaltet und leicht gewalzt, wobei die Verbände
gebildet wurden.
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Bei Raumtemperatur hatte der mit dem synthetischen cis-Polyisopren
hergestellte Verband einem gute bis sehr gute Kohäsion0 Der mit dem Kautschuklatex
hergestellte Verbana hatte fast keine Kohäsion, wenn er nicht sehr stark gepreßt
wurde. Beide Proben zeigten keine Klebrigkeit.
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Beispiel 10 Ein technischer Klebstoff (auf Basis von verstärktem
Regeneratkautschuk) wurde aus einer 20% Feststoffe enthaltenden Lösung in Xylol
auf einen siliconbeschichteten Papierträger mit einer auf 0,41 mm eingestellten
Rakel aufgetragen. Während die Masse noch feucht war, wurde eine 0,8 mm -dicke Schicht
aus maschigem Schaumstoff mit 31 Poren pro lfcm (»Scott) aufgelegt und leicht aufgewalzt.
Nach dem Trocknen in einem Dampfschrank bei 710 für 15 Minuten wurde der mit dem
Klebstoff beschichtete Schaumstoff vom Träger getrennt, Die Masse hatte eine Williams-Plastizität
von etwa 2,1 bis 2,25 mm bei 380Co Mit der Klebseite nach oben wurde der Schaumstoff
in Längsrichtung um etwa 30 bis 50% gedehnt und in diesem Zustand gehalten, wobei
verstärkende Glasseidenfäden (Owens Corning B150 1/0 IZ 636) mit einer Reißfestigkeit
von etwa 1,81 kg parallel mit einem Abstand von etwa 3,2 bis 4,8 mm auf die Klebstoffseite
gelegt wurden0 Die Probe wurde in Längsrichtung umgefaltet.und gewalzt, wobei ein
glasfaserverstärktes Klebeband erhalten wurde, das etwa 5,5 Glasseidenfäden pro
cm Breite enthielt. Die Spannung wurde aufgehoben, wobei das Hand um etwa 10 bis
15% der gedehnten Lunge schrumpfte. Wenn das Band bei Raumtemperatur straff so um
eine Schachtel gelegt wurde, daß es sich um etwa 10 bis 15 cm überlappte, und die
Enden zusammengepresst wurden, verklebte es gut und bildete ein gutes Verschlußband
Beispiel
11 Ein Kernmaterial wird aus den folgenden Bestandteilen in den angegebenen Mengen
hergestellt: trans-1 ,4-Polychloropren (Neoprene HC", Hersteller E.I. du Pont de
Nemours & Co.) 79 Gew,-Teile 2,6-di-tert.-Butyl-4-methylphenol (Antioxydans,
Hersteller Shell Chemical Co.) t 2 Titandioxyd als Pigment ("Titanox ALO", Hersteller
Titanium Pigment Corporation) 6 Magnesiumsilicat 12 Diese Bestandteile werden in
einem Banbury-Mischer etwa 5 bis 8 Minuten gemischt. Das Gemisch wird zum Fell ausgewalzt,
wobei ein Kernmaterial erhalten wird, das nach Erhitzen auf eine Temperatur von
71 bis 82°C ein hohes Kohäsionsvermögen und im wesentlichen keine Klebrigkeit aufweist,
Dieses Kernmaterial hat eine Williams-Plastizität von 3,12 mm bei 820C.
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Fünf Proben eines Materials zur Bildung von Schienen wurden wie folgt
hergestellt: Das Kernmaterial wurde zwischen zwei mit siliconbeschichtetem Papier
geschützten Platten au'f'eine Dicke von 2,92 bis 3 mm gepresst und auf 12100 erhitzt,
Je eine Schaumstoffschicht mit der in Tabelle 1 genannten Beschaffenheit wurde auf
eine gepresste Kernprobe gelegt und durch Pressen in den Kern eingebettet. Jede
Probe wurde im noch warmen Zustand zu einer Rolle gewickelt und der Abkühlung auf
Raumtemperatur überlassen0 Die Rollen wurden auf eine geeignete Gebrauchstemperatur
(820C) erhitzt0 Das Verhalten beim Abwickeln wurde ermittelt und ist in Tabelle
1 angegeben.
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Zur Ermittlung der Haftfestigkeit von Proben, die mit den verschiedenen
Schaumstoffen hergestellt worden waren, wurde jeweils eine Probe zwischen 2 Schichten
des auf 820C erhitzten Kernmaterials gelegt, worauf ein mäßiger
Druck
auf die Schichten ausgeübt wurde0 Die Proben wurden auf Raumtemperatur gekühlt,
worauf die Haftfestigkeiten ermittelt wurden0 Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 genennt.
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Tabelle 1.
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Pro- Schaum- Unge- Dicke Abwickel- Haftfestigkeit be stoff fähre mm
verhalten Porendichte pro lfcm 1 Maschig 31 0,76 gut gut 2 " 31 1 gut zieml.gut
bis schlecht 3 Maschig und perforiert* 31 1 gut gut 4 Maschig 12 3,56-3,6 gut gut
5 Porös, nichtmaschig 24 0,66 gut zieml. gut *Perforating Industries, Linden, N.J.;
Muster 8c: Löcher von 1,6 mm Durchmesser, versetztes Muster 2,38 mm, 20,5 Löcher
pro cm2.
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Wie die Ergebnisse in Tabelle 1 zeigen, ließen sich alle Proben, die
unter Verwendung dieses verhältnismäßig harten, nicht-klebrigen Kernmaterials hergestellt
worden waren, nach dem Erhitzen des gerollten Produkts auf 82°C gut abwickeln, wobei
ein Schutzüberzug einer Dicke von nur 0,76 mm genügt. Die Tabelle 1 veranschaulicht
ferner die Wichtigkeit des Grades der Offenheit im Verhältnis zur Dicke des Schaumstoffs
für die erzielte Haftfestigket. Beispielsweise wurde mit dem verhältnismäßig kleinporigen
maschigen Schaumstoff der Probe 1, der eine Porendichte von etwa 31 pro lfcm hatte,
bei Aufbringung in einer Dicke von 0,76 mm eine gute Klebverbindung erzielt. Wenn
die Dicke im Falle der Probe 2 auf 1 mm erhöht wurde, war eine Verschlechterung
der Haftfestigkeit
festzustellen. Diese Verschlechterung konnte
Jedoch behoben werden, indem der Schaumstoff offener gestaltet wurde, beispielsweise
durch Perforation wie bei der Probe 3a Andererseits konnte eine gute Haftfestigkeit
mit einem dicken Sehaumstoff durch Steigerung des Grades der Offenheit beispielsweise
durch Verwendung des maschigen Schaumstoffs der Probe 4 mit größere Poren einer
Dichte von etwa 12 pro lfcm erzielt werden. Hierbei wurde eine gute Haftfestigkeit
mit einer extrem dicken Schaumstoffschicht von 3,55 bis 3,6 mm erhalten. Wie die
Probe 5 zeigt, konnte mit dem nicht-maschigen, jedoch sehr porösen Schaumstoff eine
gute Klebfestigkeit erzielt werden, vorausgesetzt, daß ein Schaumstoff mit genUgend
großen Poren in Kombination mit einer geringen Schichtdicke des Schaumstoffs verwendet
wurde.
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Beispiel 12 Fünf Proben von Materialien zur Bildung von orthopädischen
harten Verbänden wurden mit einem Kern aus einem Gemisch von hochmolekularen Polycaprolactonen
und Füllstoffen ("PXCL 4926", Hersteller Union Carbide Corporation) hergestellt.
Der Kern hatte bei einer Temperatur über 60°C die Eigenschaften eines Klebzements
und Klebrigkeit.
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Seine Williams-Plastzität betrug 0,89 bei 820C, Für jede Probe wurde
der Kern zwischen zwei mit siliconbeschichtetem Papier geschützten Platten auf eine
Dicke von 1,52 mm gepresst und auf 1040C erhitzt. Der Kern für jede Probe wurde
zwischen zwei Schichten verschiedener Schaumstoffe gelegt. Dßs mehrschichtige-Material
wurde zwischen den wiederum mit siliconbeschichtetem Papier geschützten Platten
auf 1040C erhitzt0 Der Abstand zwischen den Platten wurde dann so weit verringert,
daß die Schaumstoffschichten leicht in den Kern eingebettet wurden.
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Jede Probe wurde im noch warmen Zustand zu einer Rolle gewickelt und
der Abkühlung auf Raumtemperatur überlassen0
Um die Eignung der
Proben als Material zur Bildung von orthopädischen harten Verbänden zu ermitteln,
wurde'die Rollen auf eine geeignete Geb-rauchstemperatur (82°C) erhitzt, worauf
das Verhalten beim Abwickeln festgestellt wurde. Die Ergebnisse sind nachstehend
in Tabelle 2 genannt.
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Zur Ermittlung der Haftfestigkeit von Proben, die jeweils mit den
verschiedenen Schaumstoffen hergestellt worden waren, wurden jeweils zwei mit dem
gleichen Schaumstoff hergestellte Proben sandwichartig zwischen zwei Schichten des
auf 82°C erhitzten Kernmaterials gelegt und unter mäßigem Druck zusammengepresst.
Die Proben wurden auf Raumtemperatur gekühlt. Die Haftfestigkeit.ist in Tabelle
2 angegeben, Tabelle 2 Pro- Schaum- Unge- Schaum- Abwickel- Kle- Haftfestigbe stoff
fähre dicke, verhalten brig- keit Poren-' mm keit zahl mm pro lfcm 1 maschig 31
1 gut nicht gut klebrig 2. n 31 0,i9 gut dtoO ausgezeichnet 3 maschig ausgezeich-und
per- kle- net foriert* 31 1 -schlecht brig 4 maschig 31 1,52 gut nicht ziemlogut
kle- bis gut brig 5 porös, nicht ziemlOgut nicht klemaschig 24-28 0,66 gut brig
*Perforating Industries, Muster 8c, siehe Tabelle 10
Die Ergebnisse
in der Tabelle zeigen, daß die Probe 1 ein ausgezeichnetes Material zur Bildung
von orthopädischen harten Verbänden war, sich gut abwickeln ließ, im erhitzten Zustand
nicht klebrig war and starke Haftfestigkeit hatte. Durch Verringerung der Schaumstoffdicke
wie bei der Probe 2 wurde die Bindekraft gesteigert. Bei der Probe 3, bei der die
Dicke ebenfalls 1 mm betrug und ein perforierter Schaumstoff verwendet wurde, wurde
eine äußerst starke Bindekraft erzielt0 Die erhitzte Probe war jedoch klebrig und
ließ sich schwierig abwickeln.
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Durch Erhöhung der Dichte des bei der Probe 1 verwendeten Schaumstoffs
von 1 auf 1,52 mm wurde ein Produkt mit guten Eigenschaften in Bezug auf Abwickeln
und Klebrigkeit erhalten, jedoch trat eine gewisse Verschlechterung der Bindekraft
ein, Die Probe 5 zeigt, daß ein dünner, großporiger, nicht-maschiger Schaumstoff
verwendet werden kann, wenn es auf Haftfestigkeit oder Binde kraft nicht ankommt.
Ein solches Produkt hat gute Klebrigkeit und läßt sich leicht abwickeln.
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Beispiel 13 Eine Probe wurde aus einer Polycaprolactonmischung (PXCL
4926) hergestellt, die eine Williams-Plastizität von 0,47 mm bei 82°C hatte. Die
Mischung wurde bei etwa 71 bis 82°C zu einem flächigen Material einer Dicke von
etwa 0,76 mm stranggepresst. Im noch heißen Zustand wurde eine 1 mm dicke Schaumstoffschicht
mit 31 Poren pro lfcm auf eine Seite des flächigen Materials laminiert0 Das Laminat
wurde auf Raumtemperatur gekühlt und in zwei Teile geschnitten, die mit dem einander
zugewandten Kernmaterial heiß laminiert wurden, wobei ein Verbundmaterial erhalten
wurde, dessen Kern, der eine Dicke von etwa 1,52 mm hatte, zwischen zwei Schaumstoffschichten
eingeschlossen war, Um die Eignung dieses Produkts für die Herstellung von orthopädischen
Verbänden zu ermitteln, wurde das Verbundmaterial in Streifen geschnitten, auf etwa
71 bis 74°O
erhitzt, zu Rollen gewickelt und der Abkühlung auf
Raumtemperatur überlassen0 Nachdem die Rollen etwa 5 bis 20 Minuten auf eine Ofentemperatur
von etwa 77 bis 82 0C erhitzt worden waren, konnten sie leicht abgewickelt werden,
wobei sie keine klebrige Oberfläche aufwiesen, Eine Schiene wurde ebenfalls aus
dem Verbundmaterial geschnitten und 10 bis 15 Minuten auf eine Temperatur von 71
bis 77 0C erhitzt. In diesem Zustand war das flächige Material nicht klebrig und
konnte einfach und bequem gehandhabt werden0 Wenn dieses erhitzte flächige Material
um die Hand gewickelt wurde, war die Anpassungsfähigkeit gut. Hach Ausübung eines
mäßigen Drucks zur Formung und Verklebung der gewickelten Lagen und anschließendem
Abkühlen des Materials wurde ein starker, starrer und -harter orthopädischer Verband
erhalten.
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Beispiel 14 Ein Verbundmaterial wurde auf die in Beispiel 13 beschriebene
Weise hergestellt, wobei jedoch eine Caprolactonmischung mit einer Williams-Plastizität
von 0,85 bis 0,89 mm bei 82 0C (PXCL 4926) verwendet wurde0 Ferner wurde eine 0,8
mm dicke Schicht aus maschigem Schaumstoff mit 31 Poren pro lfcm verwendet0 Das
Verbundmaterial wurde anschließend perforiert, wobei das Muster 8c der Perforating
Industries mit Löchern von 3,2 mm Durchmesser bei einem Abstand von 4,76 mm von
Mitte zu Mitte verwendet wurde. Das perforierte Verbundmaterial wurde gerollt und
erhitzt, wobei es sich gut abwickeln ließ und keine IClebrigkeit zeigte. Das erhitzte
Material wurde zur Bildung eines Stützverbandes um menschliche Gliedmaßen gewickelt
und einem mäßigen Druck ausgesetzt. Nach der Abkühlung wurde ein bequem und angenehm
zu tragender, sehr porös er, starker Stützverband erhalten,
Beispiel
15 Ein Kern wird durch Mischen der folgenden Bestandteile in den genannten Mengen
hergestellt: trans-1 , 4-Polyisopren (Polymer Corporation XPRD-B-528) 8090 GewO-Teile
Feinteilige gefällte hydratisierte Kieselsäure (Pittsburgh HI Sil 233) 16,0 Titandioxyd
als Pigment (Titanox ALO, Titanium Pigment Corporation) 4,0 Antioxydans HIonol"
(siehe oben) 0,8 Diese Bestandteile werden in einem Banbury-Mischer etwa 5 bis 8
Minuten gemischt. Die Mischung wird zu einem Kern ausgewalzt, der nach Erhitzen
auf eine Temperatur von 820C ein hohes Kohäsionsvermögen hat, nicht klebrig ist
und eine Williams-Plastizität von 2,17 mm bei 8200 hat0 Sechs Proben eines Materials
zur Bildung von harten orthopädischen Stützverbänden wurden wie folgt hergestellt:
Das Kernmaterial wurde zwischen zwei Platten, die mit siliconbeschichtetem Papier
geschützt waren, auf eine Dicke von 2,92 bis 3 mm gepresst und auf eine Temperatur
von 9300 erhitzt. Sechs Schaumstoffschichten mit der in Tabelle 3 genannten unterschiedlichen
Beschaffenheit wurden auf eine Probe des gepressten Kerns gelegt und dann durch
Pressen leicht in den Kern eingebettet, Jede Probe wurde im noch warmen Zustand
zu einer Rolle gewickelt und der Abkühlung auf Raumtemperatur überlassen.
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Die Rollen wurden auf 82°C erhitzt, wobei ihr Verhalten beim Abwickeln
beobachtet wurde0 Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 genannt, ur Prüfung der Haftfestigkeit
der mit den verschiedenen Schaumstoffen hergestellten Proben wurde je eine Probe
des flächigen Materials sandwichartig zwischen zwei Schichten des auf 8200 erhitzten
Kernmaterials gelegt, worauf ein mäßiger Druck ausgeübt wurde. Die Proben wurden
auf Raumtemperatur gekühlt, worauf die Haftfestigkeit oder 13indekraft ermittelt
wurde. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 3 genannte
Tabelle
3 Probe Schaumstofftyp Porendichte Schaumstoff- Zahl Abwickel- Klebrigkeit Haftfestigkeit
pro lfcm dicke, mm der verhalten Schichten 1 maschig 31 0,76 1 gut nicht kle- ausgezeichnet
brig 2 maschig 31 1 1 gut " gut 3 maschig 31 1,52 1 gut " schlecht 4 maschig und
perforiert* 31 1 1 zieml.gut " ausgezeichnet bis gut 5 nicht maschig 24-28 0,66
1 nicht ge- " zieml.gut prüft 6 maschig 12 3,56-3,6 1 zieml.gut " gut *Muster 8c
der Perforating Industries, siehe Tabelle 1
Die Proben 1 bis 3
veranschaulichen die Wirkung einer Erhöhung der Schaumstoffdicke, wobei die Eigenschaften
in Bezug auf Abwickeln und Klebrigkeit gut bleiben, während die Bindekraft schlechter
wirdv Die Probe 4 zeigt, daß durch Perforieren eines gegebenen Schaumstoffs die
Haftfestigkeit zunimmt,'während gleichzeitig das Verhalten beim Abwickeln schlechter
wird. Die Probe 5 zeigt9 daß bei diesem speziellen Eernmaterial ein nicht-maschiger
Schaumstoff selbst mit verhältnismäßig großen Poren nur brauchbar ist, wenn es nicht
auf gute Bindekraft ankommt, Die Probe 6 zeigt, daß unter Verwendung eines dicken
Schaumstoffs mit extrem großen Poren ein gutes Produkt hergestellt werden kann.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist es für den Fachmann offensichtlich,
daß das Material gemäß der Erfindung außer für die bereits genannten Anwendungen
für zahlreiche verschiedene Zwecke auf dem medizinischen, chirurgischen oder orthopädischen
Gebiet und außerhalb dieser Gebiete geeignet ist. Es kann für spezielle Anwendungen
modifiziert werden. Eine in Frage kommende Modifikation, die bereits oben vorgeschlagen
wurde, ist die Verwendung eines im wesentlichen starren, porösen oder nicht-porösen
Materials an Stelle eines äußeren Überzuges. Beispielsweise kann die Erfindung zur
Herstellung von Fußbodenbelägen Oodgle ausgenutzt werden, wobei eine Fliese oder
ein anderes Bodenbelagsmaterial beispielsweise an die Stelle des Schichtträgers
18 von Fig.3 tritt, wobei eine Fliese erhalten wird, die nach Belieben verschoben
werden kann, bis sie in innige Berührung mit der Oberfläche gedrückt wird, mit der
sie verklebt werden soll. Bei einer anderen Anwendung dieser Modifikation tritt
die Rückseite einer Sache o.dgl. an die Stelle eines der Überzüge. Die Kachel läßt
sich leicht an einer Wand befestigen, indem sie lediglich gegen- die Wand gedrückt
wird.
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Es ist ferner nicht.wesentlich, daß die Produkte gemäß der Erfindung
in flacher Form als flächiges Material vorliegen, Der Schaumstoff kann beispielsweise
einen inneren Klebsoffkern umhüllen, wobei eine seilartige truktur ausgebildet wird0
Der Klebstoff wird zum Anhaften beim Zusammendrücken der äußeren Schaumstoffschicht
verfügbar.
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Produkte dieser Art können beispielsweise als Dichtungs-oder Füllmaterial
verwendet werden.
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Diese angedeuteten Anwendungen wurden lediglich als Beispiele genannt
und stellen nur einige wenige zusätzliche Gebiete dar, auf denen die Materialien
gemäß der Erfindung vorteilhaft eingesetzt werden können.