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Hydraulische Schaltvorrichtung II.
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Die Erfindung bezieht sich auf Schaltvorrichtungen, insbesondere Servoschaltvorrichtungen,
die hydraulisch oder pneumatisch betätigt werden und die zum Betrieb bestimmter
Apparaturen, z.B. hydraulischer Ventile, notwendige Leistung liefern können.
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Hydraulische Schaltvorrichtungen, die doppeiwirkende Kolbeneinrichtungen
verwenden, sind bekannt. Eine zu verschiebende Belastung wird an einem Zylinder
befestigt, von dessen einem Ende eine Kolbenstange heraustritt, deren Außenende
zur Anlage feststehend ist, und dessen Innenende einen Kolben trägt, der durch ein
unter Druck stehendes hydraulisches Strömungsmittel, das durch biegsame Rohrverbindungen
selektiv an ein Ende des Zylinders gegeben wird, im Zylinder bewegt werden kann.
Das andere Ende liegt am Auslaß. Das hydraulische Mittel, das an den Zylinder gegeben
wird, befindet sich unter der Steuerung eines Ventils, das zu seiner Bewegung nur
sehr wenig Kraft. erfordert. Das Ventil bewegt sich normalerweise mit dem Zylinder
und besitzt eine Zwischenstellung, in der die Enden des Zylinders von der Druckmittelquelle
abgetrennt werden, und zwei Endstellungen, von dene-n ein jeder ein eindeutiges
Ende des Zylinders über das Ventil mit der Quelle des hydraulischen Mittels verbunden
ist, während das andere Ende ebenfalls über das Ventil mit
dem Auslaß
verbunden ist. Eine Verschiebung des Ventils zur Anlage ergibt eine entsprechende
Verschiebung des Zylinders und somit der Belastung. In diesem Fall ist das Ventil
in seine Zwischenstellung zurückgekehrt. Die Verwendung von biegsamem Rohr als Wunsch
für eine bessere Anordnung wird geduldet.
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Aufgabe der Erfindung ist eine Schaltvorrichtung mit verhältnismäßig
wenig beweglichen Teilen und ohne die Notwendigkeit biegsamer Rohre für ihre Betätigung.
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In ihrer breitesten Form enthält die Schaltvorrichtung nach der Erfindung
einen Zylinder, einen Differential-Endflächenkolben im Zylinder, eine Kolbenstange,
die in axialer Richtung vom Kolben ausgeht und mit diesem eine Kolbeneinheit bildet,
dem eine Arbeitskammer zugeordnet ist, ein Spulenventil, von dem ein Teil die Arbeitskammer
in zwei Abteile unterteilt und zu dieser axial beweglich ist, eine Einlaßöffnung
tn der Zylinderwand zum Zuführen des Druckmittels und zuU Verbinden mit der Seite
des Kolbens der kleineren Endfläche und auch mit einer Leitung, die durch die Einheit
zu einem der beiden Abteile führt, einen Auslaß, der vom anderen Abteil ausgeht
und durch die Einheit mit einer Auslaßöffnung in der Zylinderwand in Verbindung
steht, und eine Öffnung, die von der Seite des Kolbens der größeren Endfläche an
eine Zwischenstellung in der Arbeitskammer führt, an der die Öffnung durch den Spulenteil
in einer "Ruhestellung" in bezug auf die Arbeitskammer geschlossen ist. Die Anordnung
der Schaltvorrichtung ist dabei so getroffen, daß die Bewegung der Spule in bezug
auf die Arbeitskammer in der einen oder anderen Richtung aus der Ruhestellung in
entsprechende Bewegung des Kolbens in bezug auf den Zylinder ergibt, und die andauert,
bis die Spule wieder einmal ihre "Ruhestellung" in bezug auf die Arbeitskammer einnimmt.
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In einem bevorzugten Ausfiihrungsbeispiel der Erfindung ist die Arbeitskammer
durch eine Bohrung in der Kolbeneinheit gebildet und besitzt eine Stange, die aus
einem Ende der Kolbenstange heraustritt. Es ist jedoch möglich, die Spule so anzuordnen,
daß sie die Kolbenstange umgibt, z.B. dadurch, daß sie außerhalb eines Endteils
der Kolbenstange angeordnet wird, der außerhalb des Endes des Zylinders liegt. Eine
solche Anordnung erfordert aber eine größere Gesamtlänge der Schaltvorrichtung als
die bevorzugte Anordnung, wo der Zylinder, der Kolben und die Spule sowohl konzentrisch
als auch axial angeordnet sind. Bei Benutzung ist der Zylinder der Schaltvorrichtung
statisch, d.h. er befindet sich in einer festen Stellung, und der Ausgang der Vorrichtung
wird von der Kolbeneinheit abgenommen, die an Jedem Ende mit einer Kolbenstange
versehen sein kann. Die Spule kann dann innerhalb der Kolbeneinheit beispielsweise
durch ein Gelenk oder ein ähnliches Glied betätigt werden, von dem ein Ende die
Stellung der Spule in bezug auf die Lage der vom Kolben bewegten Belastung regelt.
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Gegenüber bisherigen Anordnungen öffnet sich sowohl die Auslaßöffnung
als auch die Einlaßöffnung über die Zylinderwand, die statisch ist. Es sind somit
keine biegsamen Strömungsmittelverbindungen zur Kolbeneinheit notwendig und die
Schaltvorriohtungen können sich Seite an Seite mit starren Strömungsmittelverbindungen
befinden, die zwischen diesen verlaufen und eine Batterie von parallel arbeitenden
Schaltvorrichtungen ergeben. Dies ist wichtig, weil es dort zahlreiche Gelegenheiten
gibt, daß mehrere Regelungen zusammengefaßt werden müssen, wobei Jede die Einrichtung
einer unabhängigen Arbeitsweise benötigt. Eine solche Gelegenheit ergibt sich, wenn
mehrere Elemente geregelt werden müssen, von denen Jedes vielleicht von einen hydraulischen
Zylinder betätigt wird, der beispielsweise durch ein Spulen-Richtungssteuerventil
geregelt
wird, dessen erforderliche Zahl zum Brleichtern der Arbeitsweise zusammengefaßt
ist. Eine Batterie unabhängig betätigbarer Schaltvorrichtungen kann Seite an Seite
mit je einer Ausgangskolbenstange angeordnet sein, die mit ihr koaxial verläuft
und verbunden ist, wobei die Spule des zugehörigen Richtungssteuerventils so konstruiert
ist, daß nur ein einziges Paar statischer Verbindungen notwendig ist, um die ganze
Batterie von Schaltvorrichtungen mit dem Arbeitsströmungsmittel zu versorgen und
davon zu befreien. Das Arbeitsströmungsmittel geht dabei frei zwischen den Schaltvorrichtungen
mittels Registrieröffnungen hindurch, die sich zwischen den gegenüberliegenden Außenflächen
des Zylinders befinden, wo sie einander benachbart sind. Andererseits kann eine
Schaltvorrichtung beispielsweise eine Taumelscheibeneinspritzpumpe steuern, und
weil sich die Speiseverbindungen im Schaitzylinder befinden, der statisch ist,'kann
die Belastung mit der Kolbeneinheit ein Ganzes bilden. Als weitere Alternative kann,
wenn die Schaltvorrichtung eine geregelte Einrichtung ist, die dasselbe Druckmittel
für ihren Betrieb benutzt, die Schaltvorrichtung ih die Einrichtung eingebaut werden,
so daß das Gehäuse des letzteren ebenfalls den Zylinder der Vorrichtung bildet.
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Dies vergrößert die Zuverlässigkeit, vereinfacht die Konstruktion
und erfordert nur zwei Verbindungen zum Speisen der Schaltvorrichtungen und der
betätigten Einrichtung.
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Die Erfindung wird im einzelnen anhand der Zeichnungen beschrieben.
In diesen ist: Figur 1 eine perspektivische Darstellung der hydraulischen Schaltvorrichtung;
Figur 2 eine Ansicht der Figur 1, gesehen in Richtung des Pfeiles II in dieser Figur;
Figur
3 ein Längsschnitt der Vorrichtung; Figur 4 zeigt eine Batterie von drei Schaltvorrichtungen,
die seitlich miteinander verbunden sind, wobei die linke Hälfte den Abschnitten
an der durch die Pfeile X-X in Figur 3 bezeichneten Linie entspricht und die rechte
Hälfte den Abschnitten an der durch die Pfeile Y-Y bezeichneten Linie der Figur
3; Figur 5 entspricht der Figur 4, zeigt aber eine Monoblockkonstruktion (die Abschnitte
stammen von ähnlichen Stellungen für die linke und rechte Hälfte); und Figur 6 zeigt
verschiedene Wege zur Verwendung der Schaltvorrichtung oder Schaltvorrichtungen,
wobei eine Einrichtung oder Einrichtungen betätigt werden müssen.
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Wie Figur 1 zeigt, bildet ein hydraulischer Zylinder 4 das sichtbare
Hauptteil der Vorrichtung. Die Außenform des Zylinders ist unwesentlich, obwohl
das Ausführungsbeispiel einen rechteckigen queræchnitt zeigt, weil dieser für die
Montage und den Aufbau günstiger ist. Im Zylinder 4 befindet sich ein Kolben 1 (Figur
3), der zwei Kolbenstangen 2 und 3 besitzt, die von jeder Seite des Kolbens ausgehen
und aus gegenüberliegenden Enden des Zylinders 4 herausragen (Figur 1). Die Längen
der Kolbenstangen sind derart, daß sie aus den Enden des Zylinders 4 ohne Rücksicht
auf die jeweilige Lage des Kolbens im Zylinder herausragen. Eine (nicht dargestellte)
Belastung ist an der Kolbenstange 2 befestigt und der Zylinder 4 ist feststehend.
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Die Durchmesser der Kolbenstangen 2 und 3 sind, wie Figur 3 zeigt,
so angeordnet, daß der Kolben 1 vom Differential-Endflächen-Typ ist, wobei die wirksamen
Flächen
gegenüberliegender Seiten des Kolbens sich wie 2 : 1 verhalten.
Der Kolben und die Kolbenstangen ergeben zusammen eine Einheit mit einer Axialbohrung,
in der sich eine Ventilspule 5 befindet, von der ein Ende 40 aus dem äußeren Ende
der Kolbenstange 3 heraustritt. Das heraustretende Ende der Spule 5 kann ein Ende
eines axial beweglichen Regelgliedes 41 aufnehmen, das von einem Hebel gesteuert
wird, dessen Drehachse in bezug auf den Zylinder feststehend ist. Die Geschwindigkeit
der Kolbenbewegung zum Zylinder ist proportional der Geschwindigkeit des Regelhebelmoments.
Durch die Verwendung abgeschirmter Kabel kann eine Fernsteuerung durchgeführt werden.
Durch die einstellbaren Anschläge wird die maximale Geschwindigkeit festgelegt.
Die Anschläge 6 und 7 befinden sich an den heraustretenden Enden der Kolbenstange
3 und begrenzen die axiale Bewegung der Spule 5. Sie bestehen aus den heraustretenden
exzentrischen Enden von Madenschrauben, die sich in einem Hals 42 am Spulenende
40 befinden und durch die diametrischen Gewindelöcher in der Kolbenstange hindurchgehen.
Durch Drehen der Madenschrauben kann die Spule zur Kolbenstange 3 verschoben werden.
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In der Bohrung befindet sich die Spule 5, von der ein Teil zwischen
den zwei Meßkanten 8 und 9 dicht nebeneinander angeordnet ist. An einer Seite der
Meßkanten befindet sich die Spule mit zwei breiten ringförmigen Rillen, die die
Innenflächen entsprechender ringförmiger Abteile 12 und 16 ergeben, die in der Bohrung
13 an jeder Seite der Meßkanten 8 und 9 gebildet sind.
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Der Zylinder 4 ist mit einem äußeren Speiseeinlaß zum Zuführen des
unter Druck stehenden Arbeitsströmungsmittels an der Seite B des Kolbens 1 der kleineren
Endfläche versehen. Durch den Kolben 1 führt eine Leitung 11 zum Abteil 12 in der
Bohrung 13 der Kolbeneinheit.
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Eine Öffnung 14 führt von der Seite A des Kolbens der größeren Endfläche
zur Bohrung 13 an einer Stelle, an der sie durch die Meßflächen 8 und 9 geschlossen
wird, wenn die Spule 5 eine "Ruhestellung" nach Figur 3 einnimmt.
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Das Abteil 16 ist über einen radialen Durchgang 15 in der Kolbenstange
3 mit einer ringförmigen Kammer 17 verbunden, die zum Ausgangsauslaß führt. Die
axiale Länge der Kammer ist größer als der Kolbenhub, so daß lii das Strömungsmittel
ausströmen kann, wie auch immer die jeweilige Stellung der Einheit zum Zylinder
ist.
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Zwischen den Arbeitaflächen der Kolbeneinheit befinden sich Dichtungen
20, 21, 22 und 23 und zwei Abstreifringe 24 und 25, die das Eintreten von Schmutz
in die Dichtungsflächen verhindern. Weitere Dichtungen 26 und 27 befinden sich an
gegenEberliegenden Enden der Spule 5 und eine andere Dichtung 28 liegt zwischen
einer offenen Endkappe 29, die ein Ende des Zylinders 4 verschließt, und dem Zylinder
Die Endkappe 29 wird durch Schrauben 3o an ihrem Platz gehalten. Weitere Löcher
31 und 32 gehen durch den Zylinder hindurch und nehmen die Schrauben für die Befestigung
an der Schaltvorrichtung auf.
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Wenn die Schaltvorrichtung über den Einlaß 1o an einer Speisequelle
eines unter Druck stehenden Arbeitaströmungsmittels liegt, sind die Seite B des
Zylinders und das Abteil 12 mit dem auf Anlagendruck liegenden Arbeitsströmungsmittel
gefüllt. Das Abteil 16 und die Eamser 17 sind dann mit dem auf Austrittsdruck stehenden
Strömungsmittel gefüllt. Die Spule 5, die sich in neutraler oder in der Ruhestellung
befindet, hat an den Meßkanten 8 und 9 einen Druckabfall. Der Druck des Strömungsmittels
in
der Öffnung 14, der an der größeren Seite A des Kolbens 1 wirkt, besitzt einen Druck,
der etwa in der Mitte zwischen dem Anlagen- und dem Austrittsdruck liegt. Dieser
ausgeglichene Zustand ergibt sich aus den Endflächen des Kolbens, die sich wie 2
: 1 verhalten, so daß die Drücke an den gegenüberliegenden Seiten des Kolbens gleich
sind, wenn der Druck an der Seite A die Hälfte des Unterschiedes zwischen dem Anlagen-
und dem Austrittsdruck ist0 Zum Halten der Spule 5 in der Ruhestellung ist keine
äußere Kraft erforderlich. Sie stellt den Zustand dar, den die Schaltvorrichtung
automatisch annehmen wird. Eine kleine Verschiebung der Spule 5 zur Kolbeneinheit
in Richtung der Seite B der kleineren Flächen des Kolbens verschließt progressiv
durch die Meßkanten 8 und 9 die Öffnung 14 und somit die Seite A des Kolbens gegen
das Abteil 16, das an Austrittsdruck liegt.
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Gleichzeitig kommt die Öffnung 14 progressiv mit dem Abteil 12 in
Verbindung, das ein Ansteigen des an der Seite A des Kolbens wirkenden Strömungsmittels
und ein entsprechendes Abfallen des Strömungsmitteldrucks, der an der Seite B des
Kolbens wirkt, bewirkt. Demnach folgt der ursprünglichen Axialverschiebung der Spule
5 eine entsprechende Verschiebung der Kolbeneinheit in derselben Richtung. Wenn
die Bewegung der Spule aufhört, bewegt sich die Kolbeneinheit weiter, bis das bisherige
Druckdifferential an den Enden des Kolbens, das in der Gleichgewichtslage an Kolben
und Spule auftritt, wieder hergestellt ist. Der Kolben kommt dann zur Ruhe.
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st ähnlicher Weise ergibt eine Randverschiebung der Spule in Richtung
der Seite A der größeren Fläche des Kolbens ein progressives Verschließen der Öffnung
14 gegen das Abteil 12 durch die Meßkanten 8 und 9 und dafür ein Verbinden dieser
mit dem Abteil 15, das auf Austrittsdruck liegt. Der Druck an der Seite A wird somit
verringert,
der Druck an Seite B steigt an und die Kolbeneinheit
bewegt sich nach links in Figur 3, bis die Drücke an den gegenüberliegenden Seiten
des Kolbens wieder gleich sind. Dies geschieht, wenn die Meßkanten 8 und 9 die Öffnung
14 schließen.
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Die Meßkanten 8 und 9 sind so angeordnet, daß der Raum zwischen ihren
entfernten Ecken nur um einen Bruchteil größer als das Ende der Öffnung 14 ist,
die diese in der "Ruhelage" der Spule 5 schließen. Die maximale Geschwindigkeit,
bei der die Kolbeneinheit der Bewegung der Spule folgt, hängt von der Geschwindigkeit
ab, bei der das Arbeitsströmungsmittel durch die Öffnung 14 fließen kann, die wiederum
von der maximalen Verschiebung der Kanten 8 und 9 abhängt, die in bezug auf das
Innenende der Öffnung 14 zugelassen ist. Diese Verschiebung kann durch Einstellen
der Madenschrauben der Anschläge 6 und 7 eingestellt werden. Diese Anschläge, die
durch die exzentrischen Teile der Madenschrauben gebildet werden, greifen in einen
Einschnitt 42 in der Spule 5 ein.
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Mehrere Servoschaltvorrichtungen der beschriebenen Art können in modularer
Form in Parallelbetrieb nach Figur 4 verwendet werden.
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Figur 4 zeigt drei Schaltvorrichtungen9 aber das Grundprinzip kann
auf mehrere Schaltvorrichtungen ausgedehnt werden. Nur die rechte Vorrichtung in
der Zeichnung ist mit einer Einlaßöffnung lo und einer Auslaßöffnung 18 versehen.
Außer den beiden seitlichen Leitungen 32a und 32b, die zur selben Seite hin offen
sind, und von denen, wie Figur 1 zeigt, die Leitung 32a in der Vorrichtung sich
in die Seite B des Kolbens 1 öffnet, und die Leitung 32b sich in das Abteil 17 öffnet.
Die Leitungen 32a und 32b der dazwischen liegenden Schaltorrichtun
sind
in diametralen Paaren angeordnet, so daß die Leitungen Jedes Paares sich über gegenüberliegende
Seiten der Vorrichtung öffnen. Die linke Vorrichtung besitzt gerade eine einzige
Leitung 32a und eine einzelne Leitung 32b. Wenn die Schaltvorrichtungen in Seitenanordnung
zusammengebaut werden, um eine Batterie zu ergeben, werden zwischen den Registrierleitungen
32a und 32b O-Ringdichtungen 32¢ angeordreto Die ganze Einheit wird durch Schraubern,
die durch die Schraubenlöcher 51 hindurchgehen, zusammengefaßt. Alle Seiten B der
Kolben liegen parallel und nehmen das unter Druck stehende hydraulische Strömungsmittel
aus dem einzigen Einlaß flo auf und alle Abteile 17 liegen zum hydraulischen Austrittströmungsmittel
aus dem einzigen Auslaß 18 parallel. Jede Schaltvorrichtung kann dann unabhängig
betätigt werden, und viele Rohrverbindungen zum Liefern des Arbeitsströmungsmittels
an die Schaltvorrichtungen und des Austrittsströmungsmittels aus den Schaltvorriahtungen
werden dann überflüssig. Jede Schaltvorrichtung kann mit allen Einlaß- und Auslaßöffnungen
versehen sein, die zur Verwendung an jeder Endstelle oder an einer Zwischenstelle
in einer Batterie notwendig sind. Die nicht benötigten Öffnungen können mit entsprechenden
Schraubstöpseln verschlossen werden. Weitere Strömungsmittelöffnungen können in
rechten Winkeln zu den dargestellten vorgesehen sein, damit eine feste Matrix von
Sohaltvorrichtungen in zwei senkrechten Richtungen zusammengefaßt werden kann, wobei
nur ein einziger Einlaß 10 und ein einziger Auslaß in einer Sohaltvorriohtung vorgesehen
sind.
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Bei einer Abänderung der Schaltvorrichtung nach den Figuren r bis
5 wird das Regelglied 41 durch einen Anker eins Blektromagneren ersetzt, dessen
Wicklung koaxial an dem hindurchgehenden Ende des Kolbens 3 angeordnet iSt Die Erregung
der Wicklung in entgegengesetzten
Richtungen erzeugt entgegengesetzte
Bewegungen der Spule 5 zum Kolben 3. Dies ergibt eine Schaltvorrichtung mit ausschließlichen
Ein-Auæ Eigenscharten.
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Bei einer Alternative der Schaltvorrichtung kann die Spule mit einem
sich bewegenden Wicklungsantrieb verbunden sein, dessen Wicklung an einer unkehrbaren
Gleichstromquelle liegt und durch einen biegsamen Tragkörper nur eine axiale Bewegung
ermöglicht. Die Wicklung wird in das Feld eines Permanent- oder Elektromagneten
gehängt, der entweder an der Kolbenstange 3 oder an dem Gerät befestigt ist, in
dem die Vorrichtung entsprechend dem aus dem Antrieb erhältlichen Hub und dem aus
der Schaltvorrichtung benötigten Hub angeordnet ist. Der Magnetantrieb arbeitet
in solcher Weise, daß das Anlegen der Wicklung an einen Strom einer Polarität eine
Verschiebung der Wicklung zum Magneten in der entsprechenden Richtung proportional
zur Größe des angelegten Stromes und somit eine entsprechende Verschiebung der Spule
zur Kolbeneinheit erzeugt und damit ein Arbeiten der Schaltvorrichtung. Bei einer
solchen Anordnung ergibt der biegsame Tragkörper ein federndes Vorspannelement,
das den Spulenteil in die Ruhestellung bringt. Der Magnetantrieb kann in ähnlicher
Weise wie der Antrieb bei Lautsprechern arbeiten. Die Größe des Stromes und seine
Richtung können durch ein Mittelabgriff-Potentiometer geregelt werden, dessen beide
Enden mit dem negativen und positiven Pol einer quelle einer in einer Richtung fließenden
Spannung verbunden sind und der Mittelabgriff an der Spannung Null liegt. Der sich
bewegende Magnetantrieb liegt elektrisch zwischen dem Mittelabgriff des Potentiometers
und seinem einstellbaren Abgriff0 Die Spannung am Magnetantrieb und seine Polarität
wird dann durch die Stellungen der beiden Abgriffe zueinander bestimmt, so daß eine
vollständige elektrische Steuerung der Schaltvorrichtung innerhalb der durch die
Anschläge
6 und 7 gegebenen Grenze erhalten wird.
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Figur 5, in der die Teile, die in ähnlicher Weise auf die anderen
Figuren bezogen sind, zeigt drei Schaltvorrichtungen, die in einer Monoblockkonstruktion
angeordnet sind, das heißt, daß der Block 60 gebohrt ist und so die Zylinder aller
drei Vorrichtungen wie bisher besitzt. Jede Vorrichtung besitzt eine Spule 5, die
axial in einer Kolbeneinheit 3 bewegt werden kann. Die Abteile 17 aller drei Vorrichtungen
sind durch parallele Seitenleitungen 66 mit einem quer verlaufenden Austrittskanal
65 verbunden. Die Außenenden der Leitungen 66, wobei sie durch die Seite des Blocks
60 offen sind, sind durch Schraubstöpsel 63 verschlossen. In gleicher Weise ist
die Seite B des Kolbens 1 jeder Vorrichtung über eine Leitung 61 mit einer gemeinsamen
Quelle eines unter Druck stehenden Strömungsmittelkanals 62 mit einem Stöpseleinsatz
64 im rechten Ende des Blockes verbunden. Ein ähnlicher (nicht dargestellter) Schraubstöpsel
befindet sich am benachbarten Ende des Parallelkanals 65. Diese Kanäle können auch
als Einlaß und Auslaß in die bzwe aus den Vorrichtungen unverschlossen benutzt werden.
Der Strömungsmitteldruck wird an alle parallel liegenden Schaltvorrichtungen aus
einer einzigen Rohrverbindung 67 gegeben, die sich in die Seite B des Kolbens 1
der rechten Vorrichtung öffnet. In gleicher Weise ist auch eine Austrittsverbindung,
, der die rechte Vorrichtung zugeordnet ist und die sich in das Abteil 17 öffnet,
durch den Fe;nal 65 mit allen Leitungen 66 der Schaltvorrichtungen verbunden.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Zylinder 4, der den Körper
der Vorrichtung bildet, mit dem Gerät fest verbunden, in dem er installiert werden
soll, und auch mit einer zu betätigenden Einrichtung oder Apparatur
fest
verbunden. Die Schaltvorrichtung kann aber so an der Einrichtung befestigt werden,
daß sie ein Ganzes mit ihr bildet, und kann auch bei der Herstellung mit ihr ein
Ganzes sein.
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Figur 6 zeigt vereinfachte graphische Skizzen (1) bis (16) verschiedener
Anordnungen der Schaltvorrichtung, die durch den Buchstaben P dargestellt ist und
zum Regeln einer Einrichtung Q dient. Diese Anordnungen sind: (1) Eine einzige Vorrichtung
P und eine Einrichtung Q befinden sich auf einer gemeinsamen (nicht dargestellten)
Grundlage.
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(2) Wie bei (1), aber mit zusammengesohraubtem Gehäuse, d.h. die Vorrichtung
P kann an die Einrichtung Q angeflanscht sein.
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(3) Die Vorrichtung P und die Einrichtung Q befinden sich in einem
ganzen Gehäuse S. Getrennte hydraulische Verbindungen C sind für beide vorgesehen.
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(4) Wie bei (3), aber mit einer einzigen äußeren hydraulischen Verbindung
zum Speisen von Vorrichtung P und Einrichtung Q.
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(5) Vorrichtung P und Einrichtung Q sind wie bei (1) zusammengesetzt
und ergeben einen Mehrachsenbetrieb, wobei jede Achse unabhängig von allen anderen
arbeiten kann und getrennte aber einzelne hFdraulische Verbindungen zu den Vorrichtungen
P und den betätigten Einrichtungen Q führen.
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(6) Wie bei (5), aber angeordnet wie (2).
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(7) Einzelne aus einem Ganzen bestehende Einheiten von Vorrichtung
P und Einrichtung Q wie bei (3) zum Mehrfach- (unabhängigen) Betrieb.
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(8) Einzelne Einheiten aus Vorrichtung P und Einrichtung Q wie bei
(4) zusammengesetzt zum Mehrfach-(unabhängigen) Betrieb.
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(9) Wie bei (5), wobei aber die Vorrichtungen P an Monoblockleitungen
liegen.
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(1o) Wie bei (6), wobei aber die Vorrichtungen P an Monoblockleitungen
liege.
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(11) Monoblockvorrichtungen P und betätigte Monoblockeinrichtung Q
sind aneinander geflanscht.
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(12) Wie bei (11), aber in Fußmontage.
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(13) Zusammengesetzte Vorrichtungen P, die in Verbindung mit Monoblockeinrichtungen
Q in Ftißmontage sind.
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(14) Voll integrierte Mehrachsen-P-Q-Einheitt aber mit getrennten
hydraulischen Verbindungen zu P und Q.
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(15) Voll integrierte Mehrachsen-P--Einheit mit getrennten Einzelleitungen
zum Speisen der ganzen Einheit.
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(16) Voll integrierte Mehrachsen-p-q-Rinheit mit einzelnen hydraulischen
Verbindungen zum Speisen der ganzen Einheit.
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Die beschriebene Schaltvorrichtung enthält nur drei Teile, namlich
die Kolbeneinheit, die Spule und den Zylinder. Sie ist somit kompakt und ihre Teile
sind verhältnismäßig leicht herzustellen.