DE2208035C3 - Kontaktsystem für Druckgasschalter - Google Patents
Kontaktsystem für DruckgasschalterInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kontaktsystem für
Druckgasschalter mit zwei auf einer gemeinsamen Achse angeordneten hohlen, düsenförmigen Schaltstükken,
zwischen denen beim Ausschaltvorgang ein Lichtbogen gezogen wird und mit einer in mindestens
einem der hohlen Schaltstücke zentrisch angeordneten und gegenüber der die Trennstrecke begrenzenden
Düsenöffnung zurückversetzt gehalterten, im wesentlichen zylindrischen Lichtbogenelektrode, auf deren
Stirnfläche der Lichtbogen während des Ausschaltvorganges unter der Wirkung der Löschmittelströmung
und gegebenenfalls zusätzlicher Kräfte getrieben wird.
Aus der DE-AS 11 90 077 ist ein derartiges Kontaktsystem
für Druckgasschalter mit Doppeldüse bekannt, so bei dem der Lichtbogen während des Ausschaltvorgangs
zwischen zwei sich gegenüberstehenden Düsen brennt und gegen Ende des Ausschaltvorganges auf
zwei im Innern der Düsen angeordneten Lichtbogenoder Abbrandelektroden kommutiert. Dabei werden die
Düsen in entgegengesetzten Richtungen vom Druckgas durchströmt und die im Innern angeordneten Abbrandelektroden
vom Löschgas umspült. Während des Ausschaltvorganges wirken von der Löschgasströmung
erzeugte Kräfte auf den Lichtbogen ein, der von den so Düsen zur mittleren Achse hin getrieben wird. Bei
starker Belastung des Lichtbogens kann ebenso wie durch Einwirkung zusätzlicher, z. B. magnetischer,
Kräfte der an sich Abbrandelektroden ansetzende Lichtbogen weiter in das Innere der Düsen getrieben
werden, so daß er an die Mantelfläche der langgestreckten Abbrandelektrode gelangt Dadurch erfährt der
Lichtbogen eine solche gekrümmte, eine Schleife .bildende Auslenkung, daß er in ungünstigen Fällen den
umgebenen Düsenkontakt berührt und dort seinen Fußpunkt erneut bildet
Um die auf den gezogenen Lichtbogen einwirkenden Kräfte bei einem Kontaktsystem der eingangs genannten
Art, insbesondere durch Vergrößerung der Löschgasströmung
wirksam steigern zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Lichtbogenelektrode
mantelseitig mit einem Isolierstoff versehen ist und nur stirnseitig eine Kontaktfläche für den Lichtbogenfußpunkt
bildet
Durch Anwendung der Erfindung wird damit ein Auswandern des Lichtbogens an der inneren Lichtbogenelektrode
vermieden, so daß auch bei starker Lichtbogenbeblasung der Lichtbogen nicht auf den
Düsenkontakt zurückgetrieben werden kann.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Kontaktfläche von einem stirnseitig mit der Lichtbogenelektrode
verbundenen Graphitkörper gebildet, der bevorzugt von einem Isolierstoffring umgeben ist
Aus der DE-OS 19 13 973 ist ein elektrischer Schalter
mit einem Schaltstift und einen Gegenschaltstück bekannt, die hohl ausgebildet sind und an ihren
stirnseitigen Enden Abbrandstücke aus Graphit als lichtbogenfestem Material tragen. Beim bekannten
Schalter sind jedoch besondere Lichtbogenelektroden im Innern der Schaltstücke nicht vorhanden.
In der DE-AS 12 38 538 ist eine Löschblechanordnung für Niederspannungsschaltgeräte beschrieben, bei
der der Löschblechstapel von Isoliermaterial umgeben ist Die Isolierstoffteile dienen zur Führung des
Lichtbogens.
Der Isolierstoffring der bei der Erfindung vorgesehenen Art kann mit einem eingezogenen Rand die
stirnseitige Kontaktfläche der Lichtbogenelektrode zu einem geringen Teil übergreifen. Zur Führung der
Löschgasströmung kann es vorteilhaft sein, wenn die Lichtbogenelektrode und der Graphitkörper hohl
ausgebildet sind.
Aus der DE-OS 19 13 973 sind zwar Schaltstücke mit
stirnseitigen Graphitkörpern bekannt, die hohl ausgebildet sind, die bekannten Schaltstücke haben jedoch keine
in ihrem Innern angeordneten besonderen Lichtbogenelektroden.
Anhand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung beschrieben und die Wirkungsweise
erläutert.
Die Figur zeigt in einem Längsschnitt das Kontaktsystem eines Druckgasschalters schematisch im Schnitt,
wobei alle zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Teile des Druckgasschalters, wie z. B. der
Antrieb und die Mittel zur Erzeugung der Löschgasströmung, der Einfachheit halber nicht dargestellt sind.
Der in der Figur dargestellte Druckgasschalter weist eine von einem Rohr 1 umgebene Schaltkammer 2 auf,
in der sich als Lösch- und Isoliergas ζ. Β. Schwefelhexafluorid (SF6) befindet. Im Innern der Schaltkammer 2
sind zwei auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Schaltstücke 3, 4 befestigt, die zwischen sich einen
Abstand aufweisen, der die Trennstrecke 5 bildet Die Trennstrecke S wird in der Einschaltstellung des
Druckgasschalters von einem Überbrückungsschaltstück 6 überbrückt, dessen Kontaktelemente 7 die
feststehenden Schaltstücke 3 und 4 elektrisch leitend miteinander verbinden. Im Verlauf der Ausschaltbewegung
wird das Überbrückungsschaltstück in Pfeilrichtung 8 bewegt, wobei nach dem Trennen der
Abbrandelektrode 9 des Überbrückungsschaltstückes 6
vom düsenförmigen Kontakt 10 des feststehenden
Schaltstückes 3 ein Lichtbogen gezogen wird, der von
der Abbrandelektrode 9 im weiteren Verlauf der Ausschaltbewegung auf den Abbrandrint; 11 des
feststehenden Schaltstückes 4 kommutiert Gleichzeitig treibt die während des Ausschaltvorganges einsetzende
Löschgasströmung, die im dargestellten Ausführungsbeispiel von einer Blaskolbeneinrichtung 12 erzeugt
wird, den Lichtbogen zur Mitte der beiden feststehenden
Schaltstücke 3 und 4 hin, so daß sich der Lichtbogen unter Bildung einer Schleife verlängert Die dadurch
sich ergebenden dynamischen Kräfte treiben den Lichtbogen vor seiner Löschung auf die beiden im
Innern der feststehenden Schaltstücke 3 und 4 angeordneten Lichtbogenelektroden 13, die aus einem
elektrisch leitenden Material bestehen und über elektrisch leitende Stützen 14 mit dem zugehörigen
Schaltstück 3 bzw. 4 fest verbunden sind.
Die Lichtbogenelektrode 13 ist im da. gestellten Ausführungsbeispiel rohrförmig ausgebildet und mantelseitig
mit einer Isolierstoffschicht 15, z.B. aus Polytetrafluoräthylen (PTFE) oder einem cycloaliphatischen
Gießharz, versehen, so daß nur noch eine stirnseitige Kontaktfläche 16 für den Lichtbogenfußpunkt
gebildet wird. Die Kontaktfläche 16 wird von seinem stirnseitig mit der Lichtbogenelektrode 13
verbundenen Graphitkörper 17 gebildet, der von einem Isolierstoffring 18, z.B. Polytetrafluoräthylen (PTFE)
oder einem cycloaliphatischen Gießharz, umgeben ist Der Isolierstoffring 18 weist einen eingezogenen Rand
19 auf, der die stirnseitige Kontaktfläche 16 zu einem geringen Teil übergreift Der Graphitkörper 17 ist
ebenso wie die Lichtbogenelektrode 13 hohl ausgebildet
ίο Mit dem in der Figur dargestellten Druckgasschalter
ergibt sich folgende Wirkungsweise:
Der zwischen den Lichtbogenelektroden 13 beider Schaltstücke 3 und 4 brennende Lichtbogen kann auch
bei stärkerer Beblasung mittels einer Löschgasströmung und unter der Einwirkung von zusätzlichen
Kräften, z. B. magnetischen Kräften, nicht auf die Mantelseite, die von der Isolierstoffschicht 15 bedeckt
ist, gelangen. Damit ist die Möglichkeit daß der Lichtbogen eine solche gekrümmte Auslenkung erfährt,
daß er Teile des äußeren Düsenkontaktes 10 berührt und dort seinen Fußpunkt erneut bildet weitgehend
beseitigt Der Lichtbogen brennt also während des Ausschaltvorganges in einer gewünschten stabilen
Lage, bis er im Stromnulldurchgang des Wechselstromes gelöscht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Kontaktsystem für Druckgasschalter mit zwei auf einer gemeinsamen Achse angeordneten hohlen,
düsenförmigen Schaltstücken, zwischen denen beim
Ausschaltvorgang ein Lichtbogen gezogen wird und mit einer in mindestens einem der hohlen Schaltstükke
zentrisch angeordneten und gegenüber der die Trennstücke begrenzenden Düsenöffnung zurückversetzt gehalterten, im wesentlichen zylindrischen
Lichtbogenelektrode, auf deren Stirnfläche der Lichtbogen während des Ausschaltvorganges unter
der Wirkung der Löschmittelströmung und gegebenenfalls zusätzlicher Kräfte getrieben wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lichtbogenelektrode (13) mantelseitig mit einem Isolierstoff
(IS) versehen ist und nur stirnseitig eine Kontakifläche
(15) für den LJchtbogenfußpunkt bildet
2. Kontaktsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfläche (16) von
einem stirnseitig mit der Lichtbogenelektrode (13) verbundenen Graphitkörper (17) gebildet ist
3. Kontaktsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Graphitkörper (17)
von einem Isolierstoff ring (18) umgeben ist, der mit
einem eingezogenen Rand (19) die stirnseitige Kontaktfläche (16) zu einem geringen Teil übergreift
4. Kontaktsystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtbogenelektrode
(13) und der Graphitkörper (17) hohl ausgebildet sind.
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| DE2208035C3 true DE2208035C3 (de) | 1979-07-26 |
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Family Applications (1)
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