[go: up one dir, main page]

DE2207769C3 - Lösungsmittel für Epoxid- und Polyesterharze sowie Verfahren zum Freilösen von in Epoxid· oder Polyesterharzen eingebetteten Metallteilen - Google Patents

Lösungsmittel für Epoxid- und Polyesterharze sowie Verfahren zum Freilösen von in Epoxid· oder Polyesterharzen eingebetteten Metallteilen

Info

Publication number
DE2207769C3
DE2207769C3 DE19722207769 DE2207769A DE2207769C3 DE 2207769 C3 DE2207769 C3 DE 2207769C3 DE 19722207769 DE19722207769 DE 19722207769 DE 2207769 A DE2207769 A DE 2207769A DE 2207769 C3 DE2207769 C3 DE 2207769C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
epoxy
polyester resins
metal parts
weight
well
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722207769
Other languages
English (en)
Other versions
DE2207769B2 (de
DE2207769A1 (de
Inventor
Arthur 8000 Muenchen Melnitzki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19722207769 priority Critical patent/DE2207769C3/de
Publication of DE2207769A1 publication Critical patent/DE2207769A1/de
Publication of DE2207769B2 publication Critical patent/DE2207769B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2207769C3 publication Critical patent/DE2207769C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/02Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques
    • C08J3/09Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids
    • C08J3/091Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids characterised by the chemical constitution of the organic liquid
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2363/00Characterised by the use of epoxy resins; Derivatives of epoxy resins
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2367/00Characterised by the use of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Derivatives of such polymers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation, Recovery Or Treatment Of Waste Materials Containing Plastics (AREA)
  • Treatments Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Lösungsmittel zum Lösen oder Anlösen von aus Epoxidharz oder Polyesterharzen gebildeten Kunststoffen, bestehend aus einer aus organischen Säuren gebildeten Mischung, in der Methylenchlorid und Ameisensäure enthalten sind. Fernerhin bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herauslösen oder teilweisen Freilösen von Metallteilen aus Kunststoff, insbesondere aus einem ganz oder teilweise aus Epoxidharz oder auch Polyesterharz gebildeten Kunststoffteil.
Zur Prüfung von Durchkontaktierungen von Leiterplatten ist es oft notwendig, Anschlußstellen freizulegen. Fernerhin ist es oft zweckmäßig, vor der Verwendung eines für die Herstellung von Leiterplatten bestimmten, jedoch unbekannten Materials, die Art der Harzbasis zu ermitteln.
Verschiedene Harze, u. a. Polyesterharze, sind recht widerstandsfähig gegen organische Säuren. Werden z. B. Maschinen oder Vorrichtungen mit Polyesterharzen verunreinigt, so verwendet man — sofern von einer mechanischen Entfernung derartiger Verunreinigungen, z. B. durch Schleifen, abgesehen werden soll — eine hochkonzentrierte Salpetersäure. Es versteht sich, daß bei der Anwendung derartiger hochkonzentrierter anorganischer Säuren, die aus Metall bestehenden Teile ebenfalls angegriffen werden. Sollen zur Begutachtung von Durchkontaktierungen in verschiedenen Leiterplatten Metallverbindungen freigelegt werden, so ist ebenfalls erwünscht, daß diese unbeschädigt der Prüfung unterzogen werden können. Zum Lösen von Epoxidharzen ist es bekannt, Methylenchlorid auch in Verbindung mit Ameisensäure zu verwenden. Indessen besteht hier der Nachteil, daß einerseits der Lösungsprozeß verhältnismäßig lange dauert und andererseits derartige organische Säuren, die Metallteile ebenfalls angreifen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile ein Lösungsmittel für Epoxidharz und Polyesterharz zu schaffen, welches im besonderen Maße dazu geeignet sein soll, Kunststoffe der vorgenannten Art schnell zu lösen, jedoch Metallteile nicht anzugreifen. Es wurde gefunden, daß ein lösungsmittel aus einer Mischung von
40-40 Gew.-%,
vorzugsweise 74 Gew.-% Methylen
chloric!.
IO
15
20
30
40
5-40 Gew.-%,
vorzugsweise 20 Gew.-% Ameisensäure,
04-10 Gew.-%,
vorzugsweise 5 Gew.-% Monochlor-Essigsäure und
04-10 Gew.%,
vorzugsweise 1 Gew.-% Glyzerin
oderGlykol
die gewünschten Anforderungen erfüllt Gegenüber den bekannten Lösungsmitteln zum Lösen von Harzen der vorgenannten Art z. B. auch von Lacken und Farben, unterscheidet sich das gemäß der Erfindung gebildete Lösungsmittel insbesondere durch den Zusatz einer sehr starken organischen Säure, nämlich der Monochlor-Essigsäure und dem Zusatz von Glyzerin bzw. Glykol. Die Monochlor-Essigsäure dient als Beschleuniger zum Beschleunigen des Lösungsprozesses, wo hingegen das Glyzerin bzw. Glykol während des Lösungsprozesses und nach erfolgtem Lösungsprozeß die im Werkstück eingebetteten Metallteile mit einem Schutzfilm benetzt Dadurch wird ein Herantreten von Luft und Säure bis zum Nachspülen der angelösten oder herausgelösten Metallteile verhindert Wichtig ist es hierbei, daß die Höchstmenge von 10 Gew.-% an Monochlor-Essigsäure nicht überschritten werden darf, da ansonsten der sehr dünne Schutzfilm nicht zur Wirkung kommen kann. Sollen gegen Angriff von Monochlor-Essigsäure recht empfindliche Metallteile aus Leiterplatten herausgelöst werden, so empfiehlt es sich, den Anteil an dieser Säure im Rahmen der angegebenen Menge gering zu halten. Die mit Vorzug genannten Werte stellen somit ein Optimum dar, nämlich bei einer Anwendung des Lösungsmittels zum Lösen von Epoxid- und Polyesterharzen, die mit Metallteilen verschiedenster Metallarten in einem mechanischen Verbund stehen.
Als Lösungsmittel zum Herauslösen von Metallteilen aus Kunststoffen, wie Epoxidharzen, ist es bekannt, organische Säuren zu verwenden, denen Phenole oder Kresole beigefügt sind. Letztere Stoffe sind jedoch bei einer nachfolgenden Aufbereitung des Abwassers schwierig zu entfernen.
Zum Herauslösen oder teilweisen Freilösen von Metallteilen aus einem aus Epoxidharz oder Polyesterharz bestehenden Kunststoffteil, vorzugsweise eine Leiterplatte, wird gemäß der Erfindung das Kunststoffteil in ein Lösungsmittel, bestehend aus
40-90 Gew.-o/o,
vorzugsweise 74 Gew.-% Methylenchlorid,
5-40 Gew.-%,
vorzugsweise 20 Gew.-% Ameisensäure,
0,5-10 Gew.-o/o,
vorzugsweise 5 Gew.-°/o Monochlor-Essigsäure,
0,5-10 Gew.-%,
vorzugsweise 1 Gew.-% Glyzerin
oderGlykol
eingebettet. Auf diese Art ist es möglich, die Metallstruktur von z. B. durchkontaktierten doppeltkaschierten bzw. mehrlagigen Leiterplatten ohne mechanische Bearbeitung freizulegen. Es kann so die Qualität der bei der galvanischen Behandlung hergestellten »Hohlnieten« auch von der Außenseite begutachtet werden. In entsprechender Weise lassen sich mit derartigen Harzen verunreinigte Metallteile
3 4
reinigen. Verunreinigungen an raumfesten Gerätschaf- Schriften für den Umgang mit ätzenden Chemikalien
ten und Gestellen werden mit dem erfindungsgemäßen gelten.
Lösungsmittelgemisch benetzt und nach einer empirisch Ist das Lösungsmittel bekannt, so kann auch durch
zu bestimmenden Lösungszeit abgerieben. Es wird spektrografische Analyse der Lösung das für die
jedoch darauf hingewiesen, daß bei der Anwendung 5 Leiterplattenherstellung verwendete Harz bestimmt
dieses Lösungsmittels die speziellen Sicherheitsvor- werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Lösungsmitte! zum (An-)Lösen von aus Epoxid- oder Polyesterharzen hergestellten Kunststoffen, das eine Mischung aus organischen Säuren sowie "> Methylenchlorid und Ameisensäure enthält, dadurch gekennzeichnet, daß es aus
40 bis 90 Gew.-% Methylenchlorid
5 bis 40 Gew.-% Ameisensäure
04 bis 10Gew.-% Monochlor-Essigsäure,
O^ bis 10 Gew.-% Glycerin oderGlykol
besteht
2. Verwendung eines Lösungsmittelgemisches nach Anspruch 1 zum (An-)Lösen von Kunststoffen mit darin eingebetteten oder damit in Haftverbindung stehenden Metallteilen.
DE19722207769 1972-02-18 1972-02-18 Lösungsmittel für Epoxid- und Polyesterharze sowie Verfahren zum Freilösen von in Epoxid· oder Polyesterharzen eingebetteten Metallteilen Expired DE2207769C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19722207769 DE2207769C3 (de) 1972-02-18 1972-02-18 Lösungsmittel für Epoxid- und Polyesterharze sowie Verfahren zum Freilösen von in Epoxid· oder Polyesterharzen eingebetteten Metallteilen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19722207769 DE2207769C3 (de) 1972-02-18 1972-02-18 Lösungsmittel für Epoxid- und Polyesterharze sowie Verfahren zum Freilösen von in Epoxid· oder Polyesterharzen eingebetteten Metallteilen

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2207769A1 DE2207769A1 (de) 1973-08-23
DE2207769B2 DE2207769B2 (de) 1977-12-29
DE2207769C3 true DE2207769C3 (de) 1978-08-31

Family

ID=5836406

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19722207769 Expired DE2207769C3 (de) 1972-02-18 1972-02-18 Lösungsmittel für Epoxid- und Polyesterharze sowie Verfahren zum Freilösen von in Epoxid· oder Polyesterharzen eingebetteten Metallteilen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2207769C3 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3607848C2 (de) * 1986-03-10 1994-06-09 Kabelmetal Electro Gmbh Verfahren zum Ablösen einer festhaftenden Schicht eines Copolymers vom Ende eines Metallbandes und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Also Published As

Publication number Publication date
DE2207769B2 (de) 1977-12-29
DE2207769A1 (de) 1973-08-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2541282C2 (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Durchgangslöchern in einem Laminat für gedruckte Schaltungen
DE2447225A1 (de) Verfahren zum loesen von positivem photolack
DE69303604T2 (de) Verfahren zur reinigung von epoxyartikel
DE2501187A1 (de) Ausstreifmittel und dessen verwendung
DE2611790C3 (de) Phosphatierung mit Methylenchlorid
DE1160271B (de) Verfahren zum Aufloesen von Kupfer
DE2207769C3 (de) Lösungsmittel für Epoxid- und Polyesterharze sowie Verfahren zum Freilösen von in Epoxid· oder Polyesterharzen eingebetteten Metallteilen
DE69814993T2 (de) Quasi-azeotrope Mischungen auf Basis von 1,1,1,3,3,-Pentafluorobutan, Methylene Chloride und Methanol zur Behandlung von festen Oberflächen
DE1290912B (de) Verfahren zur Herstellung von mit Perfluorkohlenstoffpolymeren beschichtetem Glasfasermaterial
DE2138200B2 (de) Entfernen von Abdeckmitteln gedruckter Schaltungen
DE1276261B (de) Pasten zum Behandeln von Oberflaechen fester Stoffe
DE1447024C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterials und dessen Verwendung
DE1594082C3 (de)
DE1207759B (de) Verfahren zur Nachbehandlung von mit kristallinen Schutzschichten versehenen Metalloberflaechen
DE69935260T2 (de) Sichtbares und fluoreszenzfarbstoff enthaltendes laminat
DE2725523A1 (de) Stabilisiertes 1,1,1-trichloraethan, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung
DE1569472C3 (de) Verwendung einer Polystyrollösung zum Wasserdichtmachen und Verstärken von Papier oder Pappe
EP2772528B1 (de) Verfahren zur Entfernung eines isocyanat-basierten Rückstands
DE1232949B (de) Stabilisierung von Trichlor-und Perchloraethylen
DE2215731A1 (de) Verfahren zur Entfernung von Abdeck lacken von gedruckten Schaltungen
DE611799C (de) Verfahren zur Herstellung von haertbaren, hochpolymerisierten, leicht loeslichen Kondensationsprodukten
DE1276849C2 (de) Abbeizmittel
DE742723C (de) Verfahren zur Verbesserung von Filmen, die aus Polyurethanloesungen hergestellt sind
DE2133850A1 (de) Lösungsmittel usammensetzungen
DE484274C (de) Verfahren zur Verbesserung von Dammarharzen

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
EF Willingness to grant licences
8339 Ceased/non-payment of the annual fee