DE2204990A1 - Verfahren zur Herstellung von Synthesegas - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SynthesegasInfo
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- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
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- C10J3/02—Fixed-bed gasification of lump fuel
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Description
220A990
DR. W. SCHALK. · DIPL-ING. P. WlRTH · DI PL.-ING. G. DAN N ENBERG
DR.V.SCHMIED-KOWARZIK · DR. P. WEI NHOLD · DR. D. GUDEL
6 FRANKFURT AM MAIN
FMC 5441
FMC Corporation
633 Third Avenue
New York, N.Y. /USA
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Synthesegas,
insbesondere auf die Schaffung der erforderlichen Wärme in einem Wirbelbettvergasungssystem
zur Herstellung von Synthesegas.
Die Vergasung kohlenstoffhaltiger Feststoffe mit Wasserdampf zur Herstellung
eines hohe Konzentrationen an Wasserstoff und Kohlenmonoxyd enthaltenden
Synthesegases ist seit vielen Jahren praktiziert worden. Sie ist tatsächlich
eines der klassischen Verfahren der BrennstoffIndustrie. Als Wassergasreaktion
bekannt, kann sde durch die folgende idealisierte Bleichung dargestellt werden:
8700C.
C + H2O . > CO + H2
C + H2O . > CO + H2
Bei der großtechnischen Herstellung von Synthesegas lag eine der Hauptschwierigkeiten
in der Schaffung ausreichender Wärme, um die hoch endotherme Reaktion
in Gang zu halten. Vermutlich hat kein Einzelaspekt des Verfahrens so viäl Aufmerksamkeit und Anstrengungen der Treibstofftechnologen auf sich gezogen.
Obgleich viele Lösungen zur Beseitigung dieses seit langem vorliegenden Problems vorgeschlagen worden sind, ist bisher noch keine vollständig zufriedenstellende
Lösung gefunden worden.
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Die großtechnische Vergasung von festem Brenn- bzw. Treibstoff begann während
der letzten Hälfte des 19» Jahrhunderts mit der Entwicklung des Verfahrens mit
fixiertem Bett. Dabei wurde ein Bett eines kohlenstoffhaltigen Feststoffes, gewöhnlich Koks, abwechselnd erhitzt und mit Wasserdampf zur Bildung von
blauem oder Wassergas umgesetzt. Der Koks wird durch teilweise Verbrennung rot glühend erhitzt, und dann wird Wasserdampf eingeführt, bis die endotherme
Wärme die Reaktion verlangsamt (oder das Bett unterhalb Reaktionstemperatur abkühlt). Das Bett wird wiederum mit Luft und dann mit Wasserdampf erhitzt,
und die Zyklen werden wiederholt.
In der 20-er Jahren dieses Jahrhunderts wurde das Wirbelbettverfahren zur Vergasung
in großtechnischen Umfang angewendet und hat im allgemeinen das ältere System mit fixiertem Bett ersetzt. Obgleich die Entwicklung der Wirbelbettvergasung
kohlenstoffhaltiger Feststoffe.weit fortgeschritten ist, bleibt
die Schaffung der Reaktionswärme, insbesondere in großtechnischen Anlagen, ein
Problem. Eine neuere Lösung dieser Schwierigkeit arbeitet mit dem Abziehen
eines Rückführungsstromes aus dem Vergasungsbett und seiner teilweisen·Vsrr
brennung zur Erhöhung der Temperatur auf einen solchen Punkt, daß er nach erneuter Rückführung in den Reaktor zusammen mit frischem, kohlenstoffhaltigen
Feststoff, einen wesentlichen Anteil der notwendigen Reaktionswärme liefert. Ein derartiges Verfahren ist z.B. in der US-Patentschrift 3 440 117 beschrieben.
Leider führt die Verwendung von Rückführungsströmen zum Erhitzen eines Wirbelbettes
zur Bildung von Feinststoffen, die leicht mit den im Reaktor durch
Zerfall verkohlter Teilchen während der Reaktion mit Wasserdampf gebildeten
Feinststoffen mit dem Synthesegas aus dem Reaktor herausgeblasen werden. Die Feinststoffe sind entweder verloren oder müssen zurückgewonnen und zum Verfahren
zurückgeführt werden, was Kosten verursacht. Weiterhin erfordert die Akkumulierung der Feinststoffe eine Verminderung der Gasgeschwindigkeit im
fleaktor und verringert somit den Gesamtdurchgang.
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In der Anmeldung (liS-Ser.No. 50 700 vom 29.6.1970)
wird ein Ruckführungsverfahren von verkohltem Material ("char") beschrieben, wodurch die Akkumulierung von Feinststoffen wesentlich vermindert wird. In
diesem Verfahren wird ein Rezirkulationsstrom von verkohltem Material aus der
Vergasungszone des Wirkbelbettreaktors außerhalb der Zone mit Verbrennungsgasen erhitzt, die aus dem Verbrennen eines Teils des kohlenstoffhaltigen
Feststoffes stammen, wobei man als Brennstoff zur Herstellung der Verbrennungsgase zum Erhitzendes Rezirkulationsstromes von verkohltem Material Feinststoffe
aus dem Verfahren verwendet; diese werden von dem aus dem Vergasungsreaktor kommenden Strom des Synthesegases vorzugsweise in einem äußeren :
Zyklonvorrichtung abgetrennt. Dabei wird der Kontakt zwischen den Verbrennungsgasen und dem Ruckf Qhrungsstom mindestens eine ausreichende Zeit zur Erzielung
eines Wärmeaustausches (ein Bruchteil einer Sekunde), jedoch nicht mehr als
einige Sekunden aufrechterhalten, um die chemische Reaktion zwischen) dem rückgeführten verkohlten Material und den Verbrennungsgasen auf einem Mindestmaß
zu halten.
Obgleich von entscheidendem Vorteil, liefert das obige Verfahren eine gewisse
Menge an Feinststoffen aufgrund eines gewissen Abriebs bzw. Verreibens der verkohlten Materials in der Ruckfuhrungsschleife. Daher ist die Verminderung
der Feinststoffe auf einen noch geringeren Wert nach wie vor eine Forderung der Technik.
Es wurde nun gefunden, daß die erforderliche Wärme zur Herstellung von
Synthesegas durch Wirbelbettvergasung kohlenstoffhaltiger Feststoffe ohne
wesentliche Bildung von Feinststoffen erreicht werden kann, indem man durch dpn Vergaser einen Strom inerter Tabletten leitet; diese Tabletten sind durch
Berührung mit heißen Verbrennungsgasen erhitzt, die durch Verbrennen der vom äußeren Zyklon des Vergasers gesammelten Feinststoffe gebildet werden.
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Fig. 1, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnungen zeigen ein stilisiertes Fließdiagramm
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist eine Verbesserung bekannter Verfahren zur
Herstellung von Synthesegas aus festen, kohlenstoffhaltigen Materialien in einem Wirbelbett. Bei einem solchen Verfahren wird das kohlenstoffhaltige, auf
solche Größe vermahlene Rohmaterial, daß es in einem Gasstrom zur Bildung
eines suspendierten Feststoffbettes, das vom Gas umgeben ist, suspendiert
werden kann und als Wirbelbett wirkt, mit Wasserdampf gemäß der obsn genannten Gleichung umgesetzt, Die Temperatur, bei welcher das Verfahren in die angegebene
Richtung verläuft, hängt ab von der Natur des kohlenstoffhaltigen Materials; sie beträgt gewöhnlich etv.a ß?C--1095°C;, >
vorzugsweise 980DC. Bei
.diesen Temperaturen~verschmelzen" Rohkohlen; das fest·-. kohlenstoffhaltige
Material ist daher gewöhnlich irgendein verkohlt:-;.· ä-t^rial, des von Holzkohle
aus niedrig-Temperatur-Kohle bis zu KiKc reicht f r!'.r vcn Kohle und Erdöl
hergeleitet ist.
In jedem Fall is/t die Reaktion endotherm und erfürüeri; tsiwa 2ΊΧ1 ,'alorien
pro g Kühlenstoff. Ein Teil dieser· iiärme kann durch viia !.ioerit.v-zung geliefert
werden ρ dimwit dem im Verfahren als Reaktion? "Hilnshmer und aiv Vferwirbelungsgas
"ijr ciar. Gett aus kohlenstoffhaltigen Materials verwendeten Wasserdampf
eingebracht v.-ird, es müssen jedoch noch große Mengen zusätzlicher Yia.i-.na z<~
geführt werden. Dies erfolgt gewöhnlich durch Verbrennung eines Teils dss in
dar. Verfahren eingeführten Materia3.PStromes zur Br!dung von Wärme, die im Verfahren
verwendet wird.
Erfindungsgemäß kann diese Wärme yEl:'. f'ert w.-rden, inderri man in die V^rgasungs
f:äpsbbles")
zone einen zirkulierenden Strom in«.' :■-.' wä^^-cAs^änfi'ov ■ ;;5,b=pj/einführt;
diese sind durch berührung mit dsr* <^:Jnn '-Jai ii,r3tii^iig?iga£,en erhitzt, die Jur.i:
Verbrennen der aus dem v^rgov^:»- iv:s, .coßeneti i-sinatütaffe gebildet werden ^
Beim Durchgang durch die Vergasungszone übertragen die Kiesel ihre Wärme dem
Reaktionssystem, von wo sie in die Verbrennungszone zum Verbrennen von Feinststoffen
zurückgeführt und hier für einen weiteren Durchgang durch die Vergasungszone erneut erhitzt werden} ' ' dies wiederholt sich in einem kontinuierlichen
Strom zwischen den beiden Stationen.
In Fig. 1 der Zeichnung gibt es einen Vergaser 10, in welchem ein Bett 12 aus
verkohltem Material ("Char") durch einen Verwirbelungsstrom 16 aus überhitztem Wasserdampf auf einem Rost 14 gehalten wird. Durch den Einlaß 18 wird kohlenstoffhaltiges
Material in das Bett 12 eingeführt.
Im Vergaser 10 reagiert das heiße, kohlenstoffhaltige Material im Bett 12 mit
Wasserdampf zur Bildung von Synthesegas, hauptsächlich CO und H„, das jedoch
auch etwas CO2 und HpO enthält. Diese, mitgeführte Feststoffe enthaltenden
Gase werden durch Leitung 20 in ein Zyklonsystem 22 entlüftet, das zwecks leichterer Wartung zweckmäßig außerhalb des Vergasargefäßes 1Q liegt. Das
Zyklonsystem kann aus einer einzigen Einheit bestehen,ist vorzugsweise jedoch
eine Reihe von Zyklonvorrichtungen. Im Zyklonsystem werden die im Syntesegas—
strom mitgeführten Feststoffe vom Strom abgetrennt, der das Verfahren durch Leitung 24 verläßt. Die größeren Feststoffe im einem komplexen Zyklonsystem
werden2um Reaktor zurückgeführt; die feineren Feststoffe werden jedoch durch
Leitung 26 zur Verbrennungskammer 2Θ geführt.
Die in die Verbrennungskammer 28 geführten Feststoffe sind selektiv die feinsten,
aus dem Wirbelbett im Vergaser 10 kommsnden Feststoffe, da der Synthesegasstrom
diese Feinststoffefraktion selektiv aufnimmt. Durch ihr Verbrennen
verhindert man, daß sich die Feinststof?s im System akkumulieren; so ver~
ringeru man die Belastung des Zyklonsystems 2SS erreicht eine wesentlich
geringere Kapitalinvestition und weniger Waiting auf diesem Gebiet. Gleichzeitig
stabilisiert die selektive Entfernung von Feinststoffen die im Feststoff des Bettes bestehende Größe und ermöglicht einen hohen Gasdurchgang,
ohne daß Feststoffe aus dem Bett herausgetrieben werden.
Die Verbrennungskammer 28 ist vorzugsweise eine schlackenbildende Verbrennungsvorrichtung,
in welcher der Aschengehalt .des Treibstoffes ale geschmolzene
Schlacke durch Leitung 29 entfernt wird. Fast die gesamte, in den Vergaser eingeführte Asche wird in diesem Strom entfernt, wobei nur eine sehr geringe
Menge mit den Kamingasen abgeführt wird.
Die Verbrennung erfolgt vorzugsweise mit durch Leitung 30 eingeführter, auf
O '
etwa 425-540 C. vorerhitzter Luft; die heißen Verbrennungsgase werden durch
Leitung 32 in das Erhitzungsgefäß der Kiesel 36 geführt, wo sie auf den Strom der zirkulierenden Kiesel treffen, die durch Leitung 34 vom Boden des Vergasers
abgezogen werden; die Leitung 34 führt zum Kieselerhitzer. Die Kiesel werden durch Transportgase aus Leitung 38 entfernt; die Gase treten durch
Leitung 34 ein. Die erhitzten Kiesel verlassen den Kieselerhitzer 36 durch .Leitung 41 und betreten den Vergaser 10 ober-halb des Bettes 12. Weitere
(Ersatz)-Kiesel werden durch Leitung 37 zum Kieselerhitzer geführt. Der Verbrennungsgasstrom und Flugasche werden durch Leitung 40 abgezogen.
Fig. 2 ist identisch mit Fig. 1, wobei jedoch die Feinststoffe direkt im Wir—
belbettkieselerhitzer 36 verbrannt werden. In diesem Fall wird die Asche mit dem Abgas durch Leitung 40 mitgeführt und tritt am Kopf des Kieselerhitzers
aus.
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Fig. 3 ist eine weitere Alternative .von Fig. 1, wobei jedoch der Kisselerhitzer
36 ein eingeschlossener Reaktor ist. Die Feinststoffe und eine begrenzte
Luftmenge betreten den Reaktor auf verschiedenen Ebenen entlang desselben
durch üätungen 30, um die Temperatur auf etwa 104Q°C.~ zu ~Irsalten0 Wie .bei
der Modifikation von Fig. 2 tritt die Asche mit dera Abgas ara Kopf des Kieselerhitzers
36 aus.
Die Verweilzeit im Kieselerhitzer 36 muß ausreichens um eins Wärmeübertragung
von'den hießen Gasen auf die Kiesel sicherzustellen. Bei einer angenommenen
.Temperatur im Vergaser von 9800C. und einer Veybrennungsgastemperatuz' van
ο __
etwa 2200 C. erfordert es weniger als 0,1 Sekunde, um die ι eRipsratur ^on
Kieseln einer Größe unter 9,5 mm auf etwa IuSO0C, eu bringen.
Im erfindungsgemaßen Verfahren kann jscäer- kohlenstoffhaltige, als Rohmaterial
verwirbelbare Feststoff,' insbesondere Holzte. jIs aus Kohlen und Erdölkoks, ver-
("y,har")9 das gemäß
wendet werden. Zweckmäßig verwendet man ein var-kafiltes Matirial/i dar US-Patentschrift
3 375 175_ hergestellt ist, oder das Calcinat der US-Patentschrift
3 140 241. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann crdt der Vorrichtung ciieser
Patentschriften kombiniert werden,, um die Gesamtaiasbeute an Wirb&Lmaterial
aus diesen Verfahren durch Vergasung von daraus hsrstesimenden HolzlOThlen zu
erhöhen.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Tabletten oder Kiesel sind
harte, wärmebeständige Teilchen ausreichender Dichte, so daß sie in der Vergasungszone
nicht verwirbelfc werden können, sondern abwärts durch das Wirbel—
medium laufen,.wobei sie ihren Wärmegehalt an das Vergasungsmedium übertragene
Nachdem die Kiesel vom Boden des Reaktors austretens werden sie durch die
Transportgase zurück in den Kieselerhitzer geleitet. Zweckmäßig sind die Kiesel Kügelchen mit einem Durchmesser von kleiner als etwa 6 ram bis kleiner
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als etwa 1,3 cm, vorzugsweise kleiner als etwa 9-10 mm. Ein besonders zweckm-'
mäßiges und billiges Material ist tablettierte, teilweise verglaste "char"-Asche
einer Größe unter 9,5 mm, hergestellt durch Calcinieren von "char"-Asche
bei etwa 1205 C. Gewöhnlich sollten die Kiesel eine spezifische Wärme von etwa 0,230-0,275^und ein spezifische Gewicht von etwa 2,30-4,00 haben.
Die Tabletten bzw. Kiesel sollten ein spezifisches Gewicht haben, das mindestens
etwa 10 % größer als das des kohlenstoffhaltigen Feststoffes ist, so daß sie
mit diesem nicht wesentlich verwirbelt werden. Holzkohle aus Kohle ("coal char")
hat ein spezifisches Gewicht von etwa 1,7.
Die Konzentration der Tabletten im Vergaser hängt von ihrer spezifischen Wärme,
den Wärmeerfordernissen im Vergaser und der entsprechenden Verweilzeit der Tabletten und "char" im Bett ab. Gewöhnlich ist ein Gewichtsverhältnis von
Tabletten zu Kohle . ("char") von etwa 1:1 bis 3,5;1 zufriedenstellend.
Beispiele für geeignetes Tablettenmaterial ist in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| Material | mittlere spezifische Wärme zwischen 0 und 982 C; Btu/Ib. 0F. |
wahres spezifisches Gewicht |
| Mullit (3A15O„. 2SiOJ | 0,245 | 3,00-3,20 |
| Sillimanit (Al2O3.SiO2) | 0,270 | 2,75-2,85 |
| Tonerde (Al2O3) | 0,255 | 3,75-3,95 |
| Magnesiumoxyd (MgO) | 0,277 | 3,40-3,60 |
| tablettierte "char" Asche | 0,255 | 2,55-2,65 |
| Siliciumcarbid | 0,260 | 3,17 |
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- 9 Beispiel
426467 kg/std Zusatzkohle ("irake-up char") (hergestellt bei 538°C. gemäß
der US-Patentschrift 3 375 175) mit einem Aschengehalt von 13,1 °/o oder 55797
kg/std (Strom 18) wurde mit 15 650000 kg/std Rückführungskieseln (Strom 41)
in einem Vergaser 10 kombiniert und mit 508081 kg/std Wasserdampf (Strom 16) verwirbelt. Der Vergaser arbeitete bei 871°C. und 2,45 atü und die Wärme für
die Vergasungsreaktion . (2700 Kalorien pro g Kohlenstoff):
(1) C +,H2 0 -—*· CO + H2
wurde durch die Rückführungskiesel geliefert, die ihre fühlbare Wärme nach
Abkühlen von 1038 C1 nämlich der Einführungstemperatur der Kiesel, auf 871°C.,
der Arbeitstemperatur der Vergasers abgaben. Unter den Bedingungen des Vergasers erfolgt auch eine gewisse Wassergas-Verlagerungsreaktion:
(2) CO + H2O -—* H2 + CO2 . '
Die Kiesel, die dichter als die Kohle sind, sinken unter der Verwirbelungswirkung
von Wasserdampf und Produktgasen zum Boden des Bettes. Die in Kiesel werden in der Beschickungsmenge (15 650000 kg/std) kontinuierlich über
Strom 34 vom Bett abgezogen und durch Transportgase aus Leitung 38 zum Kieselerhitzer 36 zurückgeführt. 186055 kg/std . Kohlenfeinststoffe (Strom
26) werden vom Vergaser ausgestoßen, in äußerlichen Zyklonabscheidern gesammelt und mit 1 639811 kg/std auf 282 C. vorerhitzter Luft verbrannt. Diese
Kohlenfeinststoffe enthalten die gesamte, mit der Zusatzkohle eingetretene Asche oder 55797 kg/std.
t ·
Die Produktgase (Strom 24) aus dem Vergaser befinden sich für die oben dar'ge-
Die Produktgase (Strom 24) aus dem Vergaser befinden sich für die oben dar'ge-
fetellten Reaktionen (1) und (2) fast im Gleichgewicht und enthalten:
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| - 10 - | VoI .-p/o |
| kg/std | 13,9 |
| 120 822 | 38,4 |
| 519 498 | 44,6 |
| 43 029 | 3,1 |
| 65 142 | |
Ho? §9
748 491 100,0
Die . Kohlenfeinstoffe verbrennen vollständig zu Kohlendioxyd und erhitzen
dadurch die Rückführungskiesel auf 1038°C. Die Asche in der Zusatzkohle
(55797 kg/std) wird vom System durch Abziehen aus dem verwirbelten Bett mittels
der Verbrennungsgase (Strom 40) entfernt. Die Verbrennungsgase treten bei
etwa 1038-C. und 2,45 atü aus. Nach Entfernung von Staub werden Wärme und
Energie aus diesen heißen Verbrennungsgasen durch aufeinanderfolgenden Durchgang durch Abfallveibrehner, eine Gasturbine und schließlich einen Luftvorerhitzer zurückgewonnen. ·
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Claims (7)
- Patentansprüche.1.- Verfahren zur Herstellung von Synthesegas durch Vergasung eines kohlenstoffhaltigen Feststoffes mit Wasserdampf in einem Wirbelbett, dadurch gekennzeichnet, daß man die vom Synthesegasstram oberhalb des Wirbelbettes abgezogenen Feinststoffe durch Wärmezufuhr verbrennt, die Verbrennungsgasa von den verbrannten Feinststoffen ausreichend lange Zeit mit inerten, wärmebeständigen Tabletten bzw. Kieseln zu deren Erhitzen in Berührung bringt und die erhitzten Tabletten bzw. Kiesel in die Vergasungszone einführt.
- 2.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kiesel in einem kontinuierlichen Lauf abwärts den unteren Teil des Vergasers und aus. diesem heraus und zurück durch die Verbrennungszone der brennenden Feinststoff β zirkuliert werden. . .
- 3,- Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinststoffe unter solchen Bedingungen verbrannt werden, di8 die Asche in geschmolzene Schlacke umwandeln.
- 4.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinststoffe in einem verwirbelten Bett aus Rückführungskieseln und kohlenstoffhaltigen Feststoffen verbrannt werden.
- 5.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinststoffe in einem Reaktor vom geschlossenen Typ verbrannt werden, in welchen die Kiesel eingeführt und erhitzt werden.
- 6,- Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der kohlenstoffhaltige Feststoff kohlehaltiges (verkohltes) Material ("char") ist.209835/0770
- 7.— Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet! daß die wärmebeständigen Kiesel aus Kohlenasche hergestellt sind.Der Patentanwalt:209835/0770
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