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DE2265735C3 - Mittel zur Verhütung von Zahnstein - Google Patents

Mittel zur Verhütung von Zahnstein

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Publication number
DE2265735C3
DE2265735C3 DE2265735A DE2265735A DE2265735C3 DE 2265735 C3 DE2265735 C3 DE 2265735C3 DE 2265735 A DE2265735 A DE 2265735A DE 2265735 A DE2265735 A DE 2265735A DE 2265735 C3 DE2265735 C3 DE 2265735C3
Authority
DE
Germany
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tetra
tartar
methylenephosphonic acid
polyamine
sodium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2265735A
Other languages
English (en)
Inventor
Keun Young St. Louis Mo. Kim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Colgate Palmolive Co
Original Assignee
Colgate Palmolive Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Colgate Palmolive Co filed Critical Colgate Palmolive Co
Application granted granted Critical
Publication of DE2265735C3 publication Critical patent/DE2265735C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

H2O3PH2C CH2PO3H2
\ /
N—(CH2)„— N
H2OjPH2C CH2PO3H2
in der &pgr; eine Zahl von 1 bis 10, ausgenommen 2, ist, oder ein Salz derselben enthält
Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Verhütung von Zahnstein, d. h. Produkte, die bei normaler Anwendung praktisch mil der ganzen Oberfläche der Zähne in Berührung kommen, wie beispielsweise Zahnreinigungsmittel, Mundwässer, Pasten zur prophylaktischen und Lösungen zur topischen Anwendung.
Harter Zahnstein besteht aus einem anorganischen Anteil, der vorwiegend aus Calciumphosphat besteht, das in der Hydroxylapatitstruktur vorliegt, ähnlich wie dies in Knochen, Email und Dentin der Fall ist. Der gleichfalls vorhandene Gehalt an organischer Substanz besteht aus schuppigen Epithelzellen, Leukocyten, Speichelrückständen, Nahrungsmittelresten und verschiedenen Arten von Mikroorganismen.
Zahnstein ist nicht nur unansehnlich, er bildet auch eine anhaltende Quelle für eine Reizung des Zahnfleisches, trägt hierdurch zu Zahnfleischentzündungen und anderen Erkrankungen des Zahnbettes bei, da diese Reizung die Widerstandsfähigkeit der Gewebe gegen endogene und exogene Organismen herabsetzt.
Es wurden bereits zahlreiche Mittel zur Verhütung oder zur Entfernung von gebildetem Zahnstein vorgeschlagen.
So ist aus der DE-AS 16 17 729 ein zahnsteinverhinderndes Mund- und Zahnpflegemittel bekannt, das etwa 0,01 bis 10 Gew.-% Ethan-l-hydroxy-l,l-diphosphonsäure (HEDP) oder eines wasserlöslichen Salzes derselben und einen geeigneten Träger enthält, wobei der pH-Wert der Zubereitung im Bereich von etwa 5,0 bis 11,0 liegt. Diese Verbindungen sind jedoch nicht geeignet, die Zshnsteinbüdung in erheblichem Ausmaße zu verhindern.
Ferner ist aus der DE-OS 19 08 067 ein tris-(Methylenphosphonsäure)-amin der Formel N-(CH2-PO3H2)S (NTMP) bekannt, das in ähnlicher Konzentration zusammen mit einem Träger die Zahnsteinbildung hemmen kann, ohne daß hierdurch aus dem Zahnschmelz das Calcium entfernt wird oder eine andere Schädigung der Zahnstruktur erfolgt, wenn es in oralen Zubereitungen innerhalb bestimmter pH-Grenzen eingesetzt wird. Die Wirksamkeit dieser Aminverbindung mit an Stickstoff gebundenen Methylenphosphonsäureestern läßt jedoch ebenfalls zu wünschen übrig.
Aus der FR-PS 15 15 665, die ein Verfahren zur Herstellung von Aminophosphonsäureanhydriden betrifft, werden unter vielen anderen Verbindungen und Verbindungsgruppen auch Alkylendiamino-tetra-(methylenphosphonsäuren) aus Ausgangsprodukte zur Anhydridherstellung genannt. Für die erhaltenen Anhydride werden von Seite 4, rechte Spalte, letzter Absatz bis Seite 5, linke Spalte, Absatz 1 der zitierten französischen Patentschrift eine Vielzahl verschiedenster Verwendungsmöglichkeiten pauschal aufgezählt, u.a. auch als Zusatz in Zahnpflegemitteln. Konkrete Hinweise, z.B. auf die Art der Wirksamkeit und die vvtl. Vorteile dieser sehr verschieden aufgebauten Anhydride in Zahnpflegemitteln, sind dieser Veröffentlichung jedoch nicht zu entnehmen. Die Möglichkeit einer Verwendung dei als Ausgangsprodukte für die Anhydridherstellung erwähnten Alkylendiamino-tetra-(methylenphosphonsäuren) bzw. djr entsprechenden Tetra-methylenphüsphonate auf dem Gebiet der Zahnpflege bzw. ein Hinweis auf ihre vorteilhafte zahnsteinverhütende Wirkung kann der zitierten französischen Patentschrift ebenfalls nicht entnommen werden.
Es wurde nunmehr gefunden, daß bestimmte Polyaminpolyphosphonate, nämlich bestimmte Alkylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäuren) oder deren pharmazeutisch verträgliche, wasserlösliche Salze, die überraschende Eigenschaft besitzen, die Bildung von Zahnstein zu hemmen, ohne daß hierdurch aus dem Zahnschmelz das Calcium entfernt wird oder eine andere Schädigung der Zahnstruktur eintritt, wenn sie in oralen Zubereitungen verwendet werden, die innerhalb bestimmter pH-Grenzen gehalten werden.
Im Unterschied zu organischen Polyphosphaten, wie z.B. Pyrophosphaten, sind die in den erfindungsgemäßen Zubereitungen verwendeten Polyaminpolyphosphonate in wäßrigen Produkten hydrolysebeständig und erleiden während der Lagerung keinen Wirksamkeilsverlust.
Die erfindungsgemäßen Mittel zur Verhütung von Zahnstein mit einem Gehalt von 0,01 bis 10 Gew.-% einer Verbindung mit an Stickstoffatome gebundenen Methylenphosphonsäureresten oder eines pharmazeutisch verträglichen wasserlöslichen Salzes derselben und einem Träger, wobei der pH-Wert der Zubereitung im Bereich von etwa 5,0 bis etwa 11,0 liegt, sind dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Alkylendiamm-tetra-(methylenphosphonsäure) der Formel
H^-O3PH2C CH2PO3H2
&Ngr;—(CHz).-N
H2O3PH2C CH2PO3H2
in der &pgr; eine Zahl von 1 bis iO, ausgenommen 2, ist, oder ein Salz derselben enthält
Verwendbare Polyaminpolyphosphonate sind vorzugsweise Pentamethylendiamin-tetra-(methylenpüosphonsäure), Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure), Octamethylendiamin-tetra-Gnethylenphos- io | phonsäure) sowie die wasserlöslichen pharmazeutisch verträglichen Salze dieser Säuren, beispielsweise ihre |
Natrium-, Kalium und Ammoniumsalze.
In den erfindungsgemäßen Mitteln wird Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure) besonders bevorzugt
In den erfindungsgemäßen Zubereitungen können auch Gemische der obengenannten Polyaminpolyphosphonate Verwendung finden.
Die Folyaminpolyphosphonate und ihre Salze können auf irgendeine bekannte Weise, beispielsweise gemäß der US-PS 32 28 846, hergestellt werden.
Die zahnsteinverhütende Konzentration der Polyaminpolyphosphonate in den erfindungsgemäßen Zubereitungen Lxaa innerhalb weiter Grenzen schwanken. Die obere Grenze der verwendeten Menge wird nur durch die Kosten oder durch Unverträglichkeit mit dem Träger bestimmt Mengen von weniger als 0,01 Gew-% sind im allgemeinen für eine wirksame Verhütung von Zahnstein nicht geeignet Im allgemeinen werden Konzentrationen von 0,01 bis etwa 10 Gew.-% verwendet Zubereitungen, die bei ihrer normalen Anwendung zufallig verschluckt werden, können niedrigere Konzentrationen der Polyaminpolyphosphonate enthalten. Ein erfindungsgemäßes Mundwasser enthält deshalb vorzugsweise weniger als 3 Gew.-% Polyaminpolyphosphonat Zahnpflegemittel, Lösungen zur optischen Anwendung und prophylaktisch wirkende Pasten können bis zu etwa 10 Gew.-%, vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa 5 Gew.-%, Polyiiminpolyphosphonat enthalten.
Der pH der erfindungsgemäßen Zubereitungen kann zwischen etwa 5,0 und 11 liegen. Trotz der verhältnismäßigen Unschädlichkeit der Polyaminpolyphosphonate kann unterhalb pH 5,0 eine Schädigung des Zahnschmelzes eintreten. Oberhalb etwa pH 11,0 bereitet die Formulierung von Produkten mit befriedigendem Geschm?<-k und Milde Schwierigkeiten. Ein bevorzugter pH-Bereich liegt bei etwa 7,0 bis etwa 10,0. Der pH der Zubereitung wird selbstverständlich wesentlich durch die Salzform der anwesenden Polyaminpolyphosphonate bestimmt.
Das erfindungsgemäße Miitel zur Verhütung von Zahnstein ist erheblich wirksamer als ein Mittel gemäß DE-AS 16 17 724, das etwa 0,01 u\s 10 Gew.-% Äthan-l-hydroxy-l.l-diphosphonsäure oder eines wasserlösliehen Salzes dieser Säure und einen zur Verwendung in der Mundhöhle geeigneten Träger enthält und einen pH-Wert von etwa 5,0 bis 11,0 aufweist. Wie aus Spalte 1, Zeilen 56-67, entnommen werden kann, besteht fertig ausgebildeter Zahnstein aus Calciumphosphat, das in der kristallinen Hydroxylapatitstruktur vorliegt. Bei der Enstehung von Zahnstein wird zunächst eine Ablagerung gebildet, die weitgehend ?us amorphem Calciumphosphat besteht. Wie aus Spalte 2, Zeilen 19-23, entnommen werden kann, besteht der chemische Weg zur Verhinderung der Zahnsteinbildung in der Verhinderung der Bildung von Calciumpiiosphat, das die Zahnsteinvorstufe ist.
Es wurde die Wirkung von Äthan-l-hydroxy-l,l-diphosphonsäure auf die Ausfallung von Calciumphosphat aus dessen Lösung mit der inhibierenden Wirkung der Polyaminphosphonate gemäß der vorliegenden Erfindung verglichen, wozu auf die Arbeiten von J.L. Meyer und G.H. Nancollas, Calc.Tiss.Res. 13, 295-303 (1973), Springer-Verlag 1973, hinzuweisen ist, in denen diese Versuche beschrieben werden. Nach Seite 298, Absatz 3, wurden die Versuche in der Weise durchgeführt, daß die jeweils untersuchten Inhibitoren zu stabilen übersättigten Calciumphosphatlösungen, und zwar unmittelbar vor der Zugabe von Impfkristallen aus synthetischem Hydroxylapatit, zugegeben wurden. Die Temperaturen der Calcimphosphatlösungen wurden auf 250C und der pH-Wert auf 7,4 gehalten. In Fig. 1 dieser Literatursitelle werden die untersuchten Inhibitoren durch ihre Formeln erläutert. Die wirksame Verbindung der DE-AS 16 17 729 wird als »HEDP«, ein Polyaminpolyphosphonat der vorliegenden Erfindung (mit einem Wert von &eegr; = 6) als »TENTMP« bezeichnet. Wie aus der Tabelle 1 auf Seite 298 der Literaturstclle zu entnehmen ist, inhibieren zwar alle untersuchten Verbindungen die Ausfällung von Calciumphosphat schon in einer Konzentration von 1.10"6 Mol, jedoch ist neben Äthylendiamin-tetra-(methylenphosphonat) (abgekürzt »ENTMP«), das als Wirkstoff in einem Miitel zur Verhütung von Zahnstein Gegenstand des Patentes 22 55 177 ist, die Verbindung gemäß der vorliegenden Erfindung mit großem Abstand am besten wirksam. »ENTMP« verhindert die Ausscheidung von Calciumphosphat aus der übersättigten Lösung länger als 24 Stunden und »TENTMP« noch 12 Stunden, wohingegen die Verbindung gem. DE-AS 16 17 729 (die in der Tabelle infolge eines Druckfehlers als »HEDEP« bezeichnet wird) bereits nach 4 Stunden zu einer meßbaren Geschwindigkeit des Kristallwachstums der Impfkristalle fuhrt. Auch die vierte, noch untersuchte Verbindung ist ein deutlich schlechterer Inhibitor als die Polyaminpolyphosphonate gemäß der Erfindung.
Bei einer noch geringeren Konzentration der Inhibitoren von 5 &khgr; 10"7 Mol zeigt sich jedoch anhand der Fig. 2 auf Seite 299 der genannten Literaturstelle, daß diese Konzentration im Falle von TENTMP und HEDP offenbar nicht mehr ausreicht, um eine ausreichende Zahl von aktiven Stellen auf den Kristalloberflächen durch Adsorption zu belegen und so diese für das Kristallwachstum verantwortlichen Stellen gewissermaßen zu inaktivieren. Aus diesem Grunde werden bei dieser außerordentlich geringen Konzentration die tatsächlich vorhandenen Unterschiede in der Inhibitorwirkung zwischen TENTMP und HEDP verdeckt.
Daß sie jedoch vorhanden sind und die erfindungsgemäß als Wirkstoffe zur Verhinderung der Zahnsteinbildung vorgeschlagenen Alkylendiamin-tetra-(emthylenphosphonsäuren) bzw. ihre pharmazeutisch verträglichen Salze deutlich bessere Inhibitoren als HEDP sind, wird nicht nur durch die vorstehend angegebenen Untersuchungsergebnisse am Beispiel von TENTMP und HEDP bei einer Konzentration von 1 &khgr; 10~6 Mol deutlich, sondern bestätigt sich auch durch die im folgenden beschriebene Versuchsreihe, bei der die Mindestkonzentration für jeden der untersuchten Wirkstoffe ermittelt wurde, die erforderlich ist, um eine Hydroxylapatitibildung zu hemmen. Der Test wurde nach Arbeiten von W.W. Brinner und M.D. Francis, CaIc.Tiss.Res. 11, Seiten 10-22 (1973), insbesondere Seite 11 unten bis Seite 12, Absatz 1, wie folgt durchgeführt:
Bei Raumtemperatur und stationärem pH-Wert wurden je 1,0 ml einer 1 &khgr; 10~4 bis 1 &khgr; 10~5 molaren wäßrigen Lösung des zu untersuchenden Wirkstoffes und einer 0,1 molaren Natriumdihydrogenphosphatlösung mit 22 bis 23 ml destilliertem Wasser unterständigem Rühren und unter Stickstoffatmosphäre in einem Reaktionskoiben vermischt. Zu der Mischung wurde 1 ml einer 0,1 molaren CaCl2-Lösung zugefügt und der pH-Wert mit NaOH auf 7,4 ±0,05 eingestellt. Die Endkonzentrationen an Ca2+ und Pof~-Ionen betrug 4 &khgr; 10"3 Mol.
Der Verbrauch an &Ogr;,&Iacgr; &eegr; NaOH wurde automatisch mittels eines pH-Meßgerätes (Radiometer, Kopenhagen) registriert. Die Bildung des Hydroxylapatits verläuft in diesem Test in zwei verschiedenen Stufen. Zunächst erfolgt innerhalb von 1 bis 4-Minuten ein rascher Basenverbrauch, danach folgt ein deutlich verringerter Verbrauch innerhalb von 15 bis 20 Minuten, worauf in der Regel in einer zweiten Stufe wiederum ein rascher Basenverbauch stattfindet. Eine Verzögerung in der Zeit bis zum zweiten raschen Basenverbrauch oder das völlige Ausbleiben des zweiten Basenverbrauchs zeigt an, daß eine Stömng oder Hinderung des Kristallwachstums von Hydroxylapatit eingetreten ist. Mittel, die eine solche Störung oder Hemr\>ng verursachen, sind ais Zahnstein verhütende Mitte! wirksam.
Die Versuche wurden mit Ethylendi^min-tetra-(methylenphosphonsäure), abgekürzt ENTMP (n = 2), Butylendiamin-tetra-(methylenphosponsgure), abgkürzt BNTMP (n = 4), TENTMP (n = 6), Octamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure), abgekürzt ONTMP (n = 8) und Decamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure), abgekürzt DNTMP (n = 10) sowie zum Vergleich mit den bekannten Inhibitoren HEDP (in Form des Trinatriumsalzes) und tris-(Methylenphosphonsäure)-amin (NTMP, in Form des Pentanatriumsalzes) durchgeführt. Die Ergebnisse sind nachfolgend zusammengestellt:
Tabelle 1
Verbindung &eegr; Mindestkonzentration für die
Kristallwachstumshemmung
des Hydroxylapatils
(in Mol) (in ppm)
ENTMP 2 6,6 &khgr; 10" 6,6
BNTMP 4 8,6 xlO6 8,6
TENTMP 6 8,12 &khgr; &Igr;&Ogr;'6 8,12
ONTMP 8 7,7 &khgr; &Igr;&Ogr;"6 7,7
DNTMP 10 7,3 &khgr; &Igr;&Ogr;"5 7,3
HEDP - 3,5 &khgr; &Igr;&Ogr;"5 35
NTMP - 6,8 &khgr; &Igr;&Ogr;"5 68
Daraus ergibt sich, daß die erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wirkstoffe eine- ausgezeichnete Inhibitorwirkung besitzen, die nahe an die von ENTMP herankommt und deutlich besser ist aäs die von HEDP oder NTMP. So sind beispielsweise nur etwa 23% der Menge des HEDP von TENTMP zur Erzielung einer vergleichbaren Inhibitorwirkung erforderlich. Die erfindungsgemäßen Mittel zur Verhütung von Zahnstein sind demnach in ihrer Inhibitorwirkung bekannten Inhibitoren wie HEDP oder NTMlP klar überlegen.
Diese selektive Wirkung auf die Bildung von Zahnsteinablagerungen ohne entmineralisierende Wirkung auf den Zahnschmelz ist überraschend.
Die überraschende Hemmung der Bildung von Calciumhy^foxylapatit wird durch eine Reihe von Versuchen gezeigt, die da?.u bestimmt sind, die Wirkung von Poiyaminpolyphosphonaten auif die Bildung von Calciumphosphat bei Zugabe von Orthophosphationen zu Calciumionen bei einen: konstanten pH in einei Umgebung zu bestimmen, welche der natürlichen Speichelflüssigkeit entspricht. Die anorganischen Bestandteile der Speichelfiüssigkeit werden in »Art and Science of Dental Caries Research, Academic Press, New York and London, Kapital VI« beschrieben. Tabelle 2 enthält die aus dieser Veröffentlichung entnommenen anorganischen Bestandteile von Speichel und die Konzentration für diesen Versuch.
Tabelle 2
Bestandteil Anorganische Bestandteile der Speichelflüssigkeiten (Millimol/1)
Parolidc Speichel Submandibulare Speichel Konzen-
unstimuliert stimuliert unstimuliert stimuliert tration
Ca 1,3 1,6 2,1 2,4 2,0
P 8,0 3,2 6,0 3,3 5,0
Mg 0,1 0,02 0,08 0,03 -
Na 2,5 35,0 10 25 20
K 37,0 21,0 17 14 20
Cl 33,0 32,0 25 25 36
HCO3 1,0 20,0 4 25 _
pH 5,5 7,4 6,4 7,4 7,0
Ionenstärke*) 49..6 61.2 39/7 48.4 48
*) Angenommene 1:1-Verteilung von HPOi und H2PO^" " bei pH 7,0.
Die Zusammensetzung von Speichel schwankt innerhalb weiter Grenzen, abhängig von der Quelle (parotide oder submantibulare Drüsen), dem Zustand (unstimuliert oder stimuliert) und der Fließgeschwindigkeit, die vom Ausmaß der Stimulierung abhängt.
Die hauptsächlichen anorganischen Bestandteile der Speichel sind Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium, Chlorid, Bicarbonat und gelöstes Kohlendioxid. Da Calciumsalss unter dynamischen Bedingungen im Mund einen Niederschlag bilden, wurden die Zahlenmittel der in Tabe-'!e 2 für die jeweiligen Elemente angegebenen Werte fiir die Zwecke dieser Untersuchung als repräsentative Ionenkonzentrationen in dem Speichel verwendet. Zur Herstellung der Ausgangslösung wurden nur die Chlorid- und Phosphatformen verwendet, um die benötigten Elemente zu liefern. Karbonat wurde nicht zugegeben. Die Ionenstärke der stimulierten chemischen Umgebung betrug 48 Millimol/1.
Zwei Milliliter einer Lösung, enthaltend 0,1 Mol CaCl2 · 2 H2O, 1 Mol NaCl und 0,5 MoI KCl, die mit Natriumhydroxid auf 12 H = 7 eingestellt waren, wurden zu einer solchen Menge entionisiertem Wasser zugegeben, daß 100 Milliliter Endvolumen erhalten wurde. Hierzu wurde 1 Milliliter gelöste 0,005 M Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure) unter Bildung von 25 ppm des Phosphanats und anschließend 5 Milliliter einer Phosphatlösung, enthaltend 1 M K2HPO3 · 3 H2O, die durch Chlorwasserstoffsäure auf pH 7 eingestellt war, zugegeben. Es wurde auch ein Kontrollversuch durchgeführt, bei dem kein Hhosphonst zugegeben wurde. Die Proben wurden bei einer Temperatur von 37°C inkubiert. Das Ausfallungs-Verhalten wurde 3 Stunden lang beobachtet. In dem die Kontrollprobe enthaltenden Behälter wurde die Lösung zuerst flockig, dann begann Calciumphosphat nach 10 bis 20 Minuten auszufallen und koagulierte nach 2 Stunden zu einem feinen Niederschlag. In dem Behälter, der das Phosphonat enthielt, bildete die Mischung keinen Niederschlag und war mehrere Tage lang stabil.
Nach 3 Stunden wurden die einen Niederschlag enthaltenden Lösungen über einen 0,45 nm Millipore-Filter abfiltriert. Der Niederschlag wurde an der Luft getrocknet und röntgenographisch analysiert. Das aus der oben beschriebenen Kontrollösung ohne Polyaminpolyphosphonat ausgefällte feste Calciumphosphat zeigt ein schwach kristallines Hydroxylapatit-Gitter. Die chemische Analyse zeigt ein Atomverhältnis Ca: P von 1:2 bis 1:3. Dieses Liegt zwischen dem Atomverhältnis von Dicalciumphosphat (1,0) und Hydroxylapatit (1,67) und in der Nähe des Ca: P-Verhältnisses, das im Zahnbelag gefunden wird. Durch Verwendung von Polyaminpolyphosphonat wird die Bildung von Zahnbelag ebenso wie eines Niederschlags verhindert.
Ein Zannpfle^amittel, im besonderen eine Zahnpasta, enthaltend Polyaminpolyphosphonat, ist eine be\irrzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Zahnpasten enthalten im allgemeinen Schleifmittel, Schaummittel, Bindemittel, Feuchthaltemittel, Aroma- und Süßstoffe.
Die Schleifmittel und andere Zusätze, die erfindungsgemäß verwendet werden, sollen möglichst keine größeren Mengen an löslichem Calcium abgeben, damit die inhibierende Wirkung des Polyphosphonates nicht soweit erschöpft wird, daß die zahnsteinverhindernde Wirkung hierunter leiden würde. Herkömmliche Schleifmittel, wie z.B. Dicaiciumorlhophosphat-Dihydrai und Calciumcarbonai, werden deshalb vorzugsweise nicht verwendet Verwendung findet dagegen Calciumpyrophosphat, das überwiegend in derjS-Phase vorliegt und gemäß der US-PS 31 13 247 erhalten wird, sowie wasserfreies Dicalciumorthophosphat, die verhältnismäßig wenig lösliches Calcium enthalten. Besonders bevorzugt werden erfindungsgemäß partikelförmige, wärmehärtbare polymere Harze gemäß US-PS 3070 510. Geeignete Harze sind beispielsweise Melamin-, Phenol-, Harnstoff-, Melamin-Harnstoff-, Melamin-Formaldehyd-, Harnstoff-Formaldehyd-, Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Harze, vernetzte Epoxide und vernetzte Polyester.
Andere Schleifmittel sind Aluminiumoxid, unlösliche Metaphosphate, die kein Calcium enthalten, wie z. B. Natriummetaphosphat, die Siliciumdioxid-Xerogele und Alumosilikate. Es können auch Gemische von ■,Schleifmitteln verwendet werden. In jedem Fall kann die Gesamtmenge an Schleifmittel in den erfindungsgemäßen Zahnpflegemitteln 0,5 bis 95 Gew.-% des ZahnpflegemitteJs betragen. Vorzugsweise enthalten Zahnpasten 20 bis 60 Gew-% Schleifmittel. Die Partikelgröße der Schleifmittel kann zwischen 3 um bis 20 &mgr;&pgr;&igr; ilieeen.
Geeignete Schaummittel sind solche, die ausreichend stabil sind und über einen weiten pH-Bereich Schaum bilden; es sind vorzugsweise anionische organische synthetische Detergentien, die keine Seifen sind. Beispiele solcher Mittel sind wasserlösliche Salze der Alkylsulfate mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, wie z.B. Natriumlaurylsulfat; wasserlösliche Salze sulfonierter Monoglyceride der Fettsäuren mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, wie z.B. Natriummonoglyceridsulfonate; Salze von Cio~C|8-Fettsäureamiden des Taurins, wie z.B. N-Methyl-N-palmitoyltaurid; Salze von Cio-Cig-Fettsäureestern der Isothionsäure; und im wesentlichen gesättigte aliphatisch^ Acylamide der gesättigten Monoaminocarbonsäuren mit 2 bis 6 Kohlenstoffatornen, in denen der Acylrest 12 bis 16 Kohlenstoffatome enthält, wie z.B. Natrium-N-lauroyl-sarcosid, Es können auch Gemische von 2 oder mehreren Schaummitteln verwendet werden.
&iacgr;&ogr; Das Schaummittel kann in den erfindungsgemäßen Zahnpflegemitteln in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.-% der gesamten Zubereitung vorhanden sein.
Bei der Herstellung von Zahnpasten sind Verdickungsmittel erforderlich, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Bevorzugte Verdickungsmittel sind Hydroxyäthylzellulose und wasserlösliche Salze von Zelluloseäthern, wie z.B. Natriumearboxymethylzellulose und Natriumcarboxymethylhydroxyäthylzellulose. Auch können natürliche Gummiarten, wie z.B. Carragen, Gummi arabicum und Tragant, verwendet werden. Zur zusätzlichen Texturverbesserung können auch kolloidales Magnesiumaluminiumsilikat oder fein verteiltes Siliciumdioxid als Bestandteile der Verdickungsmittel Verwendung finden. Verdickungsmittel können in Mengen von 0,5 bis 5,0 Gew.-% der Gesamtzubereitung verwendet werden.
Beispiel 1
Es wurde auf übliche Weise eine Zahnpasta folgender Zusammensetzung hergestellt:
Gewichtsteile
*} Hergestellt gem. US-PS 3112 247.
Beispiel 2
Eine andere Zahnpasta wurde mit folgender Zusammensetzung hergestellt:
Es wurden mehrere andere Zahnpasten hergestellt, die im wesentlichen die gleiche Zusammensetzung wie die Zahnpasta des Beispiels 2 hatten, in denen jedoch das Dinatriumsalz der Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure), das Trinatriumsalz der Hexamethylendiamin-lctra-(methylenphosphonsäure) und das Tetranairitimsaiz der Hexarneihyiendiamin-ieira-irnethyienphosphonsäure) verwendet wurden. Der pH dieser Zubereitungen wurde auf 7,0 eingestellt. Diese Zahnpasten-Formulierungen verhüteten wirksam die Bildung von Zahnstein auf dem Zahnschmelz, ohne das eine Entcalcinierung eintrat.
Wasser 31,58
Sorbit 6,25
Saccharin 0,12
Calciumpyrophosphat*) 39,00
Glycerin 18,00
Natriumalkyl-(kokosnuß)-sulfat 0,40
Natrium-ikokosnußJ-monoglycerid-sulfonat 0,75
Natriumcarboxymethylzellulose 1,15
Magnesiumaluminiumsilikate 0,40
Aromastoff 0,85
Meihviendiarnin-teifa-(methy'ienpliöSpnönsäure) &igr; cn
pH 5,90
Gewichtsteile
Wasser 39,58
Sorbit 6,25
Saccharin 0,12
Schleifmittel (ausgefälltes Harnstoff/Formaldehydkondensat) 31,00
Glycerin 18,00
Natriumalkyl-(kokosnuß)-sulfat 0,40
Natrium-CkokosnußJ-monoglycerid-sulfonat 0,75
Natriumcarboxymethylzellulose 1,15
Magnesiumaluminiumsilikat 0,40
Aromastoff 0,95
Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure) 1,50
pH 5,3
Es wurden mehrere Mundwässer mit folgender Zusammensetzung hergestellt:
Bestandteile Beispiel (Gewkhtsteile) 4 thvlftnnhncnhnncäiirM
3 10,0
Glycerin 10,0 16,5
Äthylalkohol 16,5 67,172
Wasser 67,172 0,12
Tween 80') 0,12 0,45
Saccharin 0,045 0,075
Natriumcyclamat 0,75 0,088
Aromastoff 0,088 3,03)
Polyaminpolyphosphonat 3,02) 10,0
pH 7,0 ') Polyoxyäthylen (20 Mol Äthylenoxid)-sorbitanmonooleai,
ein nichtionischer Emulgator.
M Hp.Yamp.thvle»nrliamin-lplra-imft
t Tween 80') 0,12 0,12 ' &iacgr;&ogr;
) Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure). 2o
Es wurden Mundwässer entsprechend Beispiel 4 hergestellt, wobei das Dikaliumsalz der Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure)
und das Dikaliumsalz der Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure)
anstelle der Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure) venvendet und der pH
auf 8,0 eingestellt wurde. 25
Beispiel 5
Es wurde eine prophylaktisch wirkende Paste zur Verwendung für den Zannarzt zum Entfernen von Flecken 30 und Polieren von Zähnen nach mechanischer Entfernung von Zahnsteinen wie folgt hergestellt:
Gewichtsteile
Navajo-Bimsstein 77,10 35
TiO2 4,00
Glycerin 17,75
Hydroxyäthylzellulose 0,22
Saccharin 0,33
Trinatriumsalz von Hexamethyiendiamin-tetra-Cmethylenphosphonsäure) 8,0 40
pH 8,0
Die oben beschriebene Paste wurde dadurch abgeändert, daß das Trinatriumsalz der Hexamethylendiamintetra-(methylenphosphonsäure)
durch das Trinatriumsalz der Hexamethylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure)
ersetzt wurde. 45

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Mittel zur Verhütung von Zahnstein mit einem Gehalt von 0,01 bis 10 Gew-% einer Verbindung mit
    an Stickstoff gebundenen Methylenphosphonsäureestern oder eines pharmazeutisch verträglichen wasserlöslichen Salzes derselben und einem Träger, wobei der pH-Wert der Zubereitung im Bereich von etwa 5,0 bis etwa 11,0 liegt, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Alkylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure) der Formel
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