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Zylinder mit Hubbegrenzung Die Erfindung betrifft einen Zylinder
mit Hubbegrenzung.
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Zylinder sind geradlinig arbeitende Geräte zum Umformen von hydraulischer
oder pneumatischer in mechanische Energie, wobei die Hublänge auf einfachste Weise
durch die Anlage des Kolbens am Zylinderboden oder Zylinderdeckel begrenzt ist.
Es kann jedoch erforderlich werden, die Hubbegrenzung eines Zylinders veränderlich
zu machen, ohne diesen gegen einen solchen anderer Länge auszutauschen, Die hierfür
bekannt gewordenen Lösungen haben den Nachteil, daß der Zylinder ausgebaut und demontiert
werden muß, um in seinem Inneren die erforderliche Verstellung vornehmen zu können.
Bei der-Demontage eines Zylinders kommt es aber sehr leicht zu Beschädigungen an
den Dichtmanschetten oder zu Fremkörpereinschlüssen, wodurch eine einwandfreie Funktion
nicht mehr'gewährleistet ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorbeschriebenen Nachteile
zu beseitigen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Veränderung
der Hubbegrenzung das den Kolben tragende Ende der Kolbenstange eine Anschlagschraube
aufweist, deren Kopf mit dem Zylinderboden kuppelbar ist. Mittels einer derartigen
Lösung ist es möglich, eine Einstellung der Hubbegrenzung von außen, das heißt ohne
Eingriffe an vorher freigelegte Teile des Zylinders, vorzunehmen.
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Eine einfache,aber sichere kraftschlüssige Verbindung zwischen dem
Kopf der Anschlagschraube und dem Boden des Zylinders wird naclri weiteren vorteilhaften
Merkmalen der Erfindung dadurch erreicht, daß der Kopf der Anshlagschraubeheine
mit zwei Schlüsseiflächen versehene Kupplungskontur aufweist und daß der Zylinderboden
mit einer längsnutförmigen lt;.;nehmung fUr die Kupplungskontur der Anschlagschraube
versehen ist. Zur Verknderung der Hubbegrenzung wird der mit den beiden Schlüsselrlächen
versehene Kopf der Anschlagschraube in die längsnutförnige Vertiefung des Zylinderbodens
geschoben und durch Drehen der Kolbenstange die Anschlagschraube Je nach Bedarf
entweder weiter in die Kolbenstange hinein- oder herausgeschraubt.
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Die Stirnfläche der Anschlagschraube dient als Anschlag für die Hubbegrenzung
des Kolbens in Richtung gegen den Zylinderboden, und zwar nackldem die beiden Schlilsselflächen
aus
ihrer Kupplungsstellung um ca. 900 zur längsnutförmigen Ausnehmung verdreht wurden.
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Damit während des Betriebszustandes des Zylinders eine unbeabsichtigte
Verstellung der Anschlagschraube nicht möglich ist, kann nach einer weiteren vorteilhaften
Ausbildung der Erfindung die Kolbenstange mit einer das Verdrehen der Anschlagschraube
hemmenden Gewindesicherung versehen sein.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen: Figur 1 einen einfach wirkenden Zylinder, teilweise im
Schnitt, Figur 2 eine Ansicht des Zylinderbodens mit Zylinder und Anschlagschraube
im Schnitt und Figur 3 eine Ansicht mit gegenüber Figur 2 um 900 verdrehter Anschlagschraube.
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In Figur 1 erkennt man einen Zylinder 1 mit dem Zylinderboden 2 und
dem Zylinderdeckel 5. Am Zylinderboden 2 befindet
sich eine Anschlußbohrung
4 fttr das Druckmedium, welches aus der Stirnfläche 14 des Zylinderbodens 2 austreten
kann. Mit der Kolbentange 5 ist ein Kolben 6 fest verbunden. bas den Kolben 6 tragende
Ende der Kolbenstange 5 besitzt eine Gewindebohrung 7, in welche die Anschlagschraube
8 eingedreht ist. In dem hier dargestellten Ausftllirungsbeispiel hat die Anschlagschraube
8 einen zylindrischen Kopf mit der Stirnfl&che 13 sowie zwei sich parallel gegenUberliegende
Schlüsselflächen 10. Die auf diese Weise gebildete Kupplungskontur ist in ihrem
Querschnitt besonders deutlich aus den Figuren 2 und 3 zu ersehen. In Figur 1 befindet
sich der Kopf 9 der Anschlagschraube 8 in Kupplungastellung mit dem Zylinderboden
2.
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In dieser Stellung sind die Schlüsselfläohen 10 in die längsnutförmlge
Ausnehmung 11 des Zylinderbodens 2 eingeschoben. Durch Drehen mittels der zu diesem
Zweck ebenfalls mit Schlüsselflächen 12 versehenen Kolbenstange 5 kann in dieser
Stellung die Hubbegrenzung um ein vorbestimmbares Maß verändert werden.
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Figur 2 macht die Kupplungsstellung zwischen dem Kopf 9, der Anschlagschraube
8 und dem Zylinderboden 2 nooh-! mals besonders deutlich. Man erkennt ferner, wie
die SchlUsselflEchen 10 mit der längsnutförmigen Ausnehmung 11 Übereinstimmen0
Figur
3 zeigt den gegenüber Figur 2 um 900 verdrehten Kopf 9 der Anschlagschraube 8. In
diesem Fall befinden sich die Schlüsselflächen 10 in einem rechten Winkel zu der
längsnutförmigen Ausnehmung 11. Dies ist auch die Betriebsatellung von Zylinder
1 und Kolbenstange 5. Durch Anlage der Stirnfläche 13 des Kopfes 9 an die Stirnfläche
14 des Zylinderbodens 2, und zwar jeweils am Ende einer Rückbewegung der Kolbenstange
5, wobei die Rückbewegung beispielsweise hier durch äußere Kraft erfolg, ergibt
sich hierbei die Hubbegrenzung. Damit sich die Anschlagschraube 8 nicht willkürlich
verdreht, ist die Kolbenstange 5. mit einer in Figur 1 zu erkennenden Gewindesicherung
15 versehen, die aus einem Kunststoffring bestehen kann, der in einer entsprechenden
Ausdrehung der Kolbenstange eingewalzt ist und in den sich die Gewindegänge der
Anschlagschraube 8 eindrehen.
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Selbstverständlich sind für die Ausbildung der Anschlagschraube eine
Reihe weiterer Kopfformen denkbar. So ist es beispielsweise möglich, den zylindrischen
Kopf der Anschlagschraube mit einem Schlitz, anstatt der Schlüsselflächen zu versehen,
wobei der Schlitz in eine entsprechende Erhebung des Zylinderbodens eingreifen kann.
Ferner sei als nur eines von weiteren möglichen Beispielen erwähnt, daß für den
Kopf der Anschlagschraube die Kupplungsstellung
auch gleichzeitig
die Anschlagstellung sein kann, wenn zwischen den Kupplungskonturen ein größerer
Zwischenraum gewählt wird, der geringrUgige Verdrehungen zwischen Zylinder, Kolbenstange
und Anschlagschraube zuläßt, ohne daß es zu Beschädigungen an den Kupplungskonturen
kommt.