DE2256661A1 - Verfahren zur herstellung von 3,6dihalogen-diphenylalkanen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von 3,6dihalogen-diphenylalkanenInfo
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Description
Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG . 2256661
Unser Zeichen: O.Z. 29 539 WB/Be 6700 Ludwigshafen, 17.11.1972
Verfahren zur Herstellung von 3>6-Dihalogen-diphenylalkanen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 3,6-Dihalogen-diphenylalkanen
durch Umsetzung von Diphenylalkanen mit Halogen.
Es ist aus Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie,
Band V/3, Seiten 12 ff, Seiten 511 ff und Band V/4, Seiten 13 ff
und 517 ff, zahlreiche Methoden zur Halogenierung von Benzolderivaten
im Kern bekannt. Bei Systemen mit zwei Phenylkernen,
die direkt oder über Alkylreste miteinander verbunden sind, wird die Halogenierung nicht beschrieben oder liefert widersprechende
Ergebnisse, z.B. eine Halogenierung der Alkylreste, Gemische von unterschiedlich halogenierten Komponenten oder Veränderungen des
Grundkörpers. So wird in Rodd, Chemistry of Carbon Compounds,
(Elsevier, N.Y. 1956), Band IIIB, Seiten 1055 und IO65 empfohlen,
im Kern halogenierte Diphenylmethane und Benzophenone nicht durch direkte Halogenierung, sondern durch andere Methoden herzustellen.
Diphenylmethan gibt beim Erhitzen mit Phosphorpentachlorid
Benzyltrichlorid und Benzophenondichlorid (Rodd, loc.cit., Seite 1058), wobei die Bindung des Halogens als labil beschrieben
wird. Die direkte Chlorierung oder Bromierung von Diphenyl ergibt 4-, 4,4'-, 2-, 2,4'-Halogenderivate. Chlorierung von
1,1,l-Trichloro-2,2-bis-p-chlorophenyl-äthan in Tetrachlorkohlenstoff
in Gegenwart von Phosphortrichlorid im Sonnenlicht (Rodd, loc. cit., Seite III9) ergibt die 1,1,1,2-Tetrachlorverbindung.
Auch das Lösungsmittel kann eine wesentliche Rolle spielen, so ergibt die Bromierung von 1,2-Diphenyläthan in einem
Lösungsmittel, das keine Hydroxylgruppen enthält, z.B. Tetrachlorkohlenstoff, die 1,2-Dibromverbindung; die Reaktion in Eisessig
liefert ein Gemisch von l,2,p,p'- und l,2,o,p'-Tetrabrom-1,2-diphenyläthan
(Rodd, loc. cit., Seite 1136). Chloralkylgruppen können bei der Kernchlorierung abgespalten werden, z.B.
entsteht so aus 2-Chlor-l,4-bis-trichlormethylbenzol 3,4-Dichlor-
355/72 409821/1102 - 2 -
- 2 - O.Z. 29 539
benzotrichlorid (Houben-Weyl, loc. cit., Band V/3, Seite 666).
Bei der Chlorierung von o-Methyl-biphenyl- und o-Methylbenzophenon-Systemen
können Ringschlüsse auftreten, z.B. zu Tetrachlor-fluorenacen-verbindungen
oder Dichloranthron-verbindungen.
Die Halogenierung von durch 3 Alkylgruppen in einem Phenylkern
substituierten Diphenylalkanen wurde bisher noch nicht beschrieben.
Es wurde nun gefunden, daß man 3»6-Dihalogen-diphenylalkane der
Formel
worin die einzelnen Reste R1 und R^ gleich oder verschieden
sein können und jeweils einen aliphatischen Rest bedeuten, R_ und die einzelnen Reste X gleich oder verschieden sein können
und jeweils für ein Halogenatom stehen, Rp und/oder R, darüber
hinaus auch für ein Wasserstoffatom stehen können, vorteilhaft erhält, wenn man Diphenylalkane der Formel
R1 Rp
/ R3 jf
/ R3 jf
Ri ·
worin R1, Rp und R-, die vorgenannte Bedeutung haben, mit Halogen
der Formel
X0 III,
worin X die vorgenannte Bedeutung hat, umsetzt.
A09821/1102
O. Z. 29 539
Die Umsetzung läßt sich im Falle der Verwendung von 1,1-(2',V,5'-Trimethyl)-diphenyläthan und Chlor durch die
folgenden Formeln wiedergeben:
Cl CH
+ 2 Cl,
23, Ul
2HCl.
Im Hinblick auf den Stand der Technik liefert das Verfahren nach der Erfindung überraschend auf einfachem Wege selektiv ο
3,6-Dihalogen-diphenylalkane in guter Ausbeute und Reinheit. .
Eine Bildung von zahlreichen isomeren Mono-, Di-, TrI- und'Polyhalogenverbindungen,
die Halogensubstituenten an beiden Kernen tragen, oder eine Halogenierung der den Kern substituierenden
Alkylgruppen oder der Alkylengruppe werden nicht in wesentlichem Maße beobachtet·. Ebenfalls spielen Nebenreaktionen wie die Abspaltung
von Alkylgruppen, Ringschlüsse, die Spaltung des Ausgangsstoffs in z.B. Benzol- und Styrol-Verbindungen, keine deutliche
Rolle. Eine große Zahl von sowohl polaren wie nichtpolaren Lösungsmitteln kann verwendet werden. Alle diese vorteilhaften
Ergebnisse waren im Hinblick auf den Stand der Technik nicht zu erwarten.
Bevorzugte Ausgangsstoffe II, III und dementsprechend bevorzugte Endstoffe I sind solche, in deren Formeln die einzelnen Reste R,
und R, gleich oder verschieden sein können und jeweils einen
Alkylrest mit 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, insbesondere den Methylrest, Äthylrest, Isopropylrest bedeuten,
Rp und die einzelnen Reste X gleich oder verschieden sein können
und jeweils für ein Jodatom, Bromatom oder insbesondere ein Chloratom stehen, Rp und/oder R, darüber hinaus auch für ein
Wasserstoffatom stehen können. Die Alkylreste können geradkettig oder verzweigt sein und durch unter den Reaktionsbedingungen
inerte Gruppen und/oder Atome, z.B. Alkoxygruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Carbalkoxygruppen mit 2 bis 4 Kohlenstoff- atomen,
Chloratome, Bromatome, Hydroxygruppen, Cyangruppen, Nitrogruppen, substituiert sein.
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- 4 - O.Z. 29 539
Beispielsweise kommen als Ausgangsstoffe II in Frage: 2',4',5'-Trimethyl-, 2', 4 \ 5 '-Triäthyl-, 2', 4 ', 5'-Triisopropyl-,
2',4l,5'-Tri-n-propyl-, 2',4'^'-Trichlormethyl-, 2'-Methyl-4',
5'-diäthyl-, 2', 4'-Dimethyl-5'-äthyl-, 2', 4 \ 5'-Tri-(dichlor-)·
methyl-, 2',4',S'-Trihydroxymethyl-, 2',4',5'-Tribrommethyl-,
2',4',5'-Triäthoxyäthyl-, 2',4',5'-Triäthoxymethyl-, 2',4',5'-Tricarbmethoxymethyl-,
2',4f,S'-Tricyanomethyl-, 2f,4',5'-Tri-(llft
,2"'-dichlor)-äthyl-(I1" )-l, 1-diphenyläthan; vorgenannte
Verbindungen, die im 2. Phenylkern noch in o-, m- oder p-Stellung zur Äthangruppierung durch ein Chloratom oder ein Bromatom
substituiert sind; vorgenannten Diphenyläthanen entsprechende Diphenylmethane, 1,1-Diphenylpropane, 1,1-Diphenylbutane,
1,1-Dipheny.lhexane, 1,1-Diphenylisopropane.
Die Umsetzung wird im allgemeinen bei einer Temperatur von -20
bis +2000C, zweckmäßig von -10 bis +1000C, vorzugsweise von 0
bis 300C, drucklos oder unter Druck, kontinuierlich oder diskontinuierlich
durchgeführt. In der Regel verwendet man unter den Reaktionsbedingungen inerte Lösungsmittel zur Lösung oder
Suspension des Ausgangs- und Reaktionsgemischs. Vorteilhaft geeignet sind Wasser und organische Lösungsmittel mit einem Siedepunkt
bei Normaldruck bzw. bei einem Druck bis 10 at oberhalb 1000C, vorzugsweise bei Normaldruck zwischen 60 und 1900C.
Beispielsweise kommen als Lösungsmittel in Frage: Wasser; aromatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Benzol, Toluol, Äthylbenzol,
Isopropylbenzol, p-Dichlorbenzol; Halogenkohlenwasserstoffe,
insbesondere Chlorkohlenwasserstoffe, z.B. Tetrachloräthylen, Tetrachloräthan, Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform, Trichloräthan,
Trichloräthylen, Pentachloräthan, cis-Dichloräthylen,
Brombenzol, 1,2-Dichloräthan^ Methylenchlorid, 1,1-91chloräthan,
1,2-cis-DichToräthylen, n-Butylchlorid, 2-, 3- und isp-Butylchlorid,
Chlorbenzol, Brombenzol, Jodbenzol, o- und m-Dichlorbenzol, o-, m-Dibrombenzol, o-, m-, p-Chlortoluol, 1,2,4-Trichlorbenzol,
1,10-Dibromdekan, 1,4-Dibrombutanj Alkohole wie
Äthanol, n-Butanol, Isobutanol, tert.-Butanol, Cyclohexanol,
Propanol und insbesondere Methanol; Sulfoxide wie Dimethylsulföxid;
Äther, z.B. n-Butyläthyläther, Di-n-butyläther, Di-isoamyläther,
Diisopropyläther, Anisol, Phenetol, Cyclohexylmethyläther, Diäthyläther, Tetrahydrofuran, Thioanisol, ß,ß'-Dichlor^
409821/1 102 " 5 "
- 5 - O.Z. 29 539'
diäthyläther; Ester wie Methylacetat, Benzoesäuremethylester,
Phenylacetat; Nitrokohlenwasserstoffe wie Nitromethan, Nitroäthan,
Nitrobenzol, o-, in-, p-Chlornitrobenzol, o-Nitrotoluol;
Nitrile wie Acetonitril, Benzonitril, m-Chlorbenzonitril;
aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Hexan, Heptan, Nonan, o-, m-, p-Cymol, Benzinfraktionen innerhalb
des vorgenannten Siedepunktintervalls, Cyclohexan, Methylcyclohexan,
Petroläther, Dekalin, Ligroin, 2,2,4-Trimethylpentan,
2,2,j5-Trimethylpentan, 2,3,3-Trimethylpentan, Octan;
anorganische oder organische Säuren, z.B. Essigsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Borsäure, Chloressigsäure, Oxalsäure,
Ameisensäure, Adipinsäure, Chlorsulfonsäure, Methylschwefelsäure, Bromessigsäure, Jodessigsäure; und entsprechende Gemische,
Zweckmäßig verwendet man das Lösungsmittel in einer Menge von 5 bis 1 000 Gew.^, vorzugsweise von 5 bis 50 Gew.$,
bezogen auf Ausgangsstoff II.
Man kann das Halogen, vorzugsweise Brom, Jod und insbesondere Chlor, als elementares Halogen oder in Gestalt eines, unter
den Reaktionsbedingungen Halogen abgebenden Mittels (Halogenierungsmittels) verwenden. Die Reaktion kann mit elementarem
Halogen in Abwesenheit oder Gegenwart eines Halogenierungskatalysators
(Halogenüberträgers) durchgeführt werden. Als Halogenierungskatalysatoren kommen in Frage: Chloride oder
andere Halogenide der Platinmetalle, z.B. Rhodium-(III·)-Chlorid,
Iridium-(III)-Chlorid; Metalle wie Eisen, Aluminium, Antimon, Molybdän und entsprechende Chloride oder andere Halogenide wie
Eisen-(III)-Chlorid, Aluminiumehlorid, Aluminiumbromid, Antimon-(III)-Chlorid,
Antimon-(V)-Chlorid, Antimon-(V)-sulfid,
Molybdän»(V)-Chlorid, Zinn-(IV)-chlorid, Nickel-(II)-chlorld,
Quecksilber-(II)-Chlorid, Thoriumchlorid, Mangan-(II)-Chlorid, Zinkchlorid; ein zweites Halogen bei Chlorierungen, z.B. Jod
bzw, Jod- (I)-chlorid oder Jod-(l)-bromid; Schwefel, und Schwefelhalogenverbindungen,
z.B. SulfyrylohlQrid; Phosphor und seine
Phosphorhalogenverbindungen, z,l. Phogphortricihlorid; Bromwasser-stoiT
oder Bromjod. im Falle von Bramierungen; Aktivkohle,·
oder entsprechendes Ka.ta.lySa.tiQi'engemi.SQhe wie. Schwefel ynd
Antimon« (111 )«ehlori<ä, Antimon-(V)-chlorid/uM Jod bei Chlorierungen.
Die HalOienterunggkatalysato^eii könrien gege.b§nenfalli§
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- 6 - O.Z. 29 539
zusammen mit einem Träger angewendet werden, z.B. Thoriumchlorid auf Bimsstein, Mangan-(II)-Chlorid auf aktivierte
Tonerde, Eisenchlorid auf Aktivkohle#Bevorzugt verwendet man
das elementare Halogen in einer Menge von 1 bis 10, vorteilhaft von 1 bis-5 Mol und den Halogenierungskatalysator in einer
Menge von 0,01 bis 1, vorteilhaft von 0,1 bis 0,5 Gew.^, bezogen
auf Ausgangsstoff II.
Als Halogenierungsmittel kommen in Frage: Schwefel-halogenverbindungen
wie Schwefeldichlorid, Sulfurylchlorid; Dichlormonoxid in Gestalt von z.B. einem Gemisch von Chlor, Silbersulfat
und Schwefelsäure.
Zusammen mit dem Halogenierungsmittel können ebenfalls HaIogenierungskatalysatoren
verwendet werden, z.B. Sulfurylchlorid zusammen mit Dischwefeldichlorid und Aluminiumchlorid; Chlorjod
und Eisen-(III)-Chlorid. Bevorzugt verwendet man das Halogenierungsmittel
in einer Menge von 1 bis 20, vorteilhaft von 1 bis 5 Mol und den Halogenierungskatalysator in einer Menge von
0,01 bis 1, vorteilhaft von 0,1 bis 0,5 Gew.#, bezogen auf Ausgangsstoff II.
Die Reaktion kann wie folgt durchgeführt werden: Ein Gemisch von Ausgangsstoff II, III und gegebenenfalls Lösungsmittel und
Katalysator werden während 0,5 bis 8 Stunden bei der Reaktionstemperatur gehalten. Dann wird der Endstoff in üblicher Weise,
z.B. durch Destillation, aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt.
Die nach dem Verfahren der Erfindung herstellbaren neuen Verbindungen
können als Dispergiermittel in Farbstoff-Styrol-Gemischen
und als Färbereihilfsmittel eingesetzt werden und sind wertvolle Ausgangsstoffe für die Herstellung von Farbstoffen
und Schädlingsbekämpfungsmitteln. So können sie durch oxidierende
Cyclisierung nach der in Patent . · (Patentanmeldung
P - O.Z. 29 5^0 ) beschriebenen Weise zu Anthraehinon-2,3-dicarbonsäuren
umgesetzt werden, die Zwischenprodukte für naß-, wasch- und lichtechte Dispersionsfarbstoffe auf Polyesterfasern
sowie Küpenfarbstoffe sind.
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Die in den folgenden Beispielen aufgeführten Teile bedeuten Gewichtsteile.
22,4 Teile l,l-(2' ,4' ,5'-Trimethyl)-dipheny.läthan und 0,2 Teile
Jod werden in 150 Teilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst. Bei 0 bis 50C werden während 2 Stunden 15 Teile Chlor eingegeben. Man
rührt 30 Minuten bei 5°C nach, schüttelt das Gemisch mit 100 Teilen
einer 1-gewichtsprozentigen Natriumthiosulfatlösung aus und engt es ein. Bei 168 bis 172°C (0,15 Torr) erhält man bei der
Destillation 1*8 Teile (= 6l,4 % der Theorie) l,l-(2',4',5'-Trimethyl-3',6f-dichlor)-d,iphenyläthan
vom Fp. 56 bis 60°C.
Beispiel 2 ,
In eine Lösung von 44,8 Teilen l,l-(2',4',5'-Trimethyl)-diphenyläthan
in 150 Teilen Eisessig leitet man bei 0 bis 5°C 30 Teile Chlor während 3 Stunden ein. Man gibt das Reaktiorisgemisch
auf Wasser und extrahiert das Gemisch mit Tetrachlorkohlenstoff. Durch Destillation isoliert man bei 174 bis 1760C
(0,2 Torr) 35 Teile (59,7 % der Theorie) l,l-(2',4',5!-Trimethyl-3',6f-dichlor)-diphenyläthan.
In eine Lösung von 22,4 Teilen 1,1-(2',4',5'-Trimethyl)-diphenyläthan
in 100 Teilen Eisessig gibt man bei 60 bis 700C
während drei Stunden 30 Teile Sulfurylchlorid zu. Man gießt das Gemisch auf Eiswasser, extrahiert mit Tetrachlorkohlenstoff und
isoliert durch Destillation bei 174 bis 1760C (0,2 Torr)
15 Teile (51,2 % der Theorie) l,l-(2',4',5'-Trimethyl-3',6ldichlor)-diphenyläthan.
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In eine Mischung aus 33,6 Teilen 1,l-(2',4',5'-Trimethyl)-diphenyläthan,
150 Teilen 1,1,2-Trichloräthan und 0,5 Teilen
Aktivkohle leitet man bei -15°C während drei Stunden 25 Teile Chlor ein. Man rührt das Gemisch eine Stunde bei -10 bis -5 C
nach, wäscht mit 5-gewichtsprozentiger Natronlauge und isoliert durch Destillation bei l80 bis l88°C (0,3 Torr) 26 Teile (59,1 %
der Theorie) 1,l-(2',4',5'-Trimethyl-3',6'-dichlor)-diphenyläthan.
In eine Lösung von 44,8 Teilen 1,l-(2',4',5'-Trimethyl)-diphenyläthan,
150 Teilen Eisessig und 0,2 Teilen Antimonpentachlorid gibt man bei 15 bis 200C während einer Stunde 80 Teile
Brom zu. Man rührt das Gemisch weitere zwei Stunden bei 15 bis 200C, drei Stunden bei 40 bis 500C und nochmals zwei Stunden
bei 8O0C, gießt auf Eis und extrahiert das Gemisch mit Tetrachlorkohlenstoff.
Durch Destillation bei l80 bis l88°C (0,1 Torr) isoliert man 42 Teile (55,0 % der Theorie) 1,l-(2',4',5'-Trimethyl-3',6'-dibrom)-diphenyläthan.
In eine Lösung von 42 Teilen 2,4,5-Trimethyl-diphenylmethan,
200 Teilen Trichlorathylen und 0,5 Teilen Jod leitet man bei 0 bis 5°C während drei Stunden 32 Teile Chlor ein. Das Reaktionsgemisch
rührt man eine weitere Stunde bei 0 bis 5°C, gießt das Gemisch auf Wasser und trennt die organische Phase ab.
Durch Destillation isoliert man bei 175 bis l80°C (0,2 Torr) 45 Teile (80,3 % der Theorie) 2,4,5-Trimethyl-3,6-dichlordiphenylmethan
(Pp.: 80 bis 820C).
- 9 -409821/1102
Claims (1)
- Patentansprüche1, Verfahren zur Herstellung von j5,6-*Dihalogen~diphenylalkanen der Formelworin die einzelnen Reste R1 und R, gleich oder verschieden sein können und jeweils einen aliphatischen Rest bedeuten, Rg und die einzelnen Reste X gleich oder verschieden sein können und. Jeweils für ein Halogenatom stehen., Rg und/oder R-, darüber hinaus auch für ein Wasserstoffatom stehen können, dadurch gekennzeichnet, daß man Diphenylalkane der FormelL/kII,worin R., Rg und R5 die vorgenannte Bedeutung haben, mit Halogen der FormelIII,worin X die vorgenannte Bedeutung hat, umsetzt.2, 3,6-Dihalogen'diphenylalkane der FormelX R~ 10 -409821/1102- 10 - O.Z. 29 539worin die einzelnen Reste R. und R^. gleich oder verschieden sein können und jeweils einen aliphatischen Rest bedeuten, Rp und die einzelnen Reste X gleich oder verschieden sein können-und Jeweils für ein Halogenatom stehen, R2 und/oder R, darüber hinaus auch für ein Wasserstoffatom stehen können.3. 2,4,5-Trimethyl-3*6-dihalogen-diphenylmethan.4. l,l-(2',4t,5t-Trimethyl-3l,6'-dihalogen)-diphenylIthan.Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG409821/1102
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