DE2249035C3 - Pyridoxal-alpha-ketoglutarat - Google Patents
Pyridoxal-alpha-ketoglutaratInfo
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- ketoglutarate
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Description
CHO
HO ΐ CH2OH
[0OC-Co-CH2-CH2-COOH]
Die Herstellung des Pyridoxal-a-ketoglutarats erfolgt
in der Weise, daß man Lösungen der «-Ketoglutarsäure und des Pyridoxals in der geringstmöglichen Menge
eines heißen organischen oder anorganischen Lösungsmittels herstellt, die Lösungen mischt und die Mischung
auf den Siedepunkt erhitzt Das Verfahrensprodukt kann dur-;h Kühlen oder Konzentrieren der Lösung
oder durch Zusetzen eines Nichtlösungsmittels ausgefällt werden.
Das Verfahrensprodukt kann als solches verwendet oder in Wasser gelöst und mit einer organischen oder
anorganischen Base neutralisiert werden, wobei Doppelsalze ausfallen.
Es wurden 146,10 g (1 Mol) «-Ketoglutarsäure in 300 ml heißem Äthanol gelöst und die so erhaltene
Lösung zu einer ebenfalls heißen Lösung von 167,10 g (1 Mol) Pyridoxal in 550 ml Äthanol gegeben. Die
anfallende Mischung wurde auf den Siedepunkt erhitzt und erforderlichenfalls bei der Siedetemperatur filtriert,
um die Mischung von möglicherweise in Suspension vorliegenden Feststoffteilchen zu befreien. Die so
erhaltene Lösung wurde im Kühlschrank aufbewahrt und am folgenden Tag filtriert Die Ausbeuten
schwankten zwischen 70 und 80%; die Ausfällung kann durch Zusetzen von Äther erhöht werden.
Zur Analyse wurde das Verfahrensprodukt durch Kristallisation in Äthanol gereinigt
Die Elementaranalyse von Pyridoxal-a-ketogutarat
ergab
fürCuHisNOe:
Berechnet: C 4935; H 4,79; N 4,47%;
gefunden: C 50,26; H 5,53; N 4,27%.
Das Verfahrensprodukt ist ein aus weißen Kristallen
bestehender fester Stoff mit einem Schmelzpunkt von
127 bis 128° C (nicht korrigiert). Das Produkt ist in
Wasser und in heißen Alkoholen mit niedrigem Molekulargewicht löslich. In Lösungsmitteln mit niedri
ger oder überhaupt keiner Polarität ist es sehr wenig
löslich. Das Verfahrensprodukt ergibt mit Eisen(IH)-
chlorid eine blutrote und mit Kupfer(II)-sulfat eine
smaragdgrüne Färbung.
guten Verträglichkeit ist das Pyridoxal-«-ketoglutarat
von pharmakologischer Bedeutung.
Zur Prüfung der pharmakologischen Wirksamkeit des
Pyridoxal-«-ketoglutarats wurden Vergleichsversuche mit dem aus der DT-OS 19 58 226 bekannten Pyridoxin-
«-ketoglutarat durchgeführt und geprüft, welche krampfhemmende Wirkung diese Verbindung gegen
/J-Äthyl-ZJ-methylglutarimid (Bemegrid) hat, das bekanntlich zentral erregend wirkt und bei hohen Dosen
zu Krämpfen, Erbrechen und einer Hyperreflexie führt. Wie sich aus der DT-OS 19 58 226 ergibt, hat das
Pyridoxin-«-ketoglutarat einen LDso-Wert von
1000 mg/kg bei einer intravenösen Verabreichung bei Mäusen; nach den gemäß der Methode der DT-OS
19 58 226 durchgeführten Versuchen hat auch Pyridoxal-a-ketoglutarat einen LDso-Wert von 1000 mg/kg bei
intravenöser Verabreichung bei Mäusen.
Um die krampfhemmende Wirkung dieser zwei Λ-Ketoglutarate zu prüfen, wurden drei Gruppen von je
20 ICR Swiss-Mäusen mit einem Körpergewicht von 20 ± 1 g 24 Stunden nicht gefüttert und dann jeder Maus
der zwei Gruppen, wie aus der folgenden Aufstellung
ersichtlich, je 1 mg der zwei a-Ketoglutarate in 0,5 ml
wäßriger Lösung eingespritzt; bei der dritten Gruppe wurde jeder Maus 0,25 ml einer 0,9%igen Salzlösung
eingespritzt Nach 30 Minuten wurden alien Mäusen
0,5 ml einer O,5°/oigen Bemegridlösung eingespritzt und
folgende Ergebnisse erzielt:
Mit Ohne
Krämpfe (n)
Krämpfe (n)
1, Gruppe Pyridoxin-a-ketoglutarat 14 6
2, Gruppe Pyridoxal-a-ketoglutarat 10 10
3, Gruppe Salzlösung 0 0
io
Die Versuchsergebnisse zeigen, daß Pyridoxal-a-ketoglutarat wirksamer ist als Pyridoxin-a-ketoglutarat,
und da beide «-Ketoglutarate denselben LDso-Wert haben, besitzt das erfindungsgemäße Pyridoxal-a-ketoglutarat
einen höheren therapeutischen Inder, als das bekannte Pyridoxin-a-ketoglutarat.
Weitere Versuche wurden in der vorstehend angegebenen Weise auch bezüglich der krampfhemmenden
Wirkung dieser «-Ketoglutarate gegen Natriumpentobirbital ausgeführt, und zwar in einer Menge von
50 mg/kg 30 Minuten nach der Injektion der zwei Ketoglutarate bzw. der Salzlösung. Pentobarbital ist als
ein langanhaltendes Schlafmittel bekannt, und es wurde die Dauer der hypnotischen Wirkung in Sekunden mit
einer mittleren Fehlergrenze (E. T. 50 ± S. M. E.) festgestellt und folgende Ergebnisse erzielt:
___™ ET 5Q±SME
1. Gruppe Pyridoxin-a-ketoglutarat 90 ± 2 Sekunden
2. Gruppe Pyridoxal-w-ketoglutarat 70 ± 5 Sekunden
3. Gruppe Salzlösung 120 ± 6 Sekunden
Aus diesen Versuchsergebnissen ist ersichtlich, daß durch das Pyridoxal-a-ketoglutarat die durch Natriumpentobarbital
erzeugte hypnotische Wirkung stärker herabgesetzt wird als durch das Pyridoxin-a-ketoglutarat.
Claims (1)
- Patentansprüche:I. Pyridoxal-ii-ketogluuirat der FormelHO[OOC-CO~CH2~CH2~COOH]2, Verfahren zum Herstellen der Verbindung gemäß Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß man Pyridoxal und «-Ketoglutarsäure in der geringstmöglichen Menge eines heißen organischen oder anorganischen Lösungsmittels löst, die Lösungen mischt und das Verfahrensprodukt in an sich bekannter Weise aus der Mischung gewinnt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722249035 DE2249035C3 (de) | 1972-10-06 | Pyridoxal-alpha-ketoglutarat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722249035 DE2249035C3 (de) | 1972-10-06 | Pyridoxal-alpha-ketoglutarat |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2249035A1 DE2249035A1 (de) | 1974-04-25 |
| DE2249035B2 DE2249035B2 (de) | 1976-06-16 |
| DE2249035C3 true DE2249035C3 (de) | 1977-02-03 |
Family
ID=
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