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DE2249035C3 - Pyridoxal-alpha-ketoglutarat - Google Patents

Pyridoxal-alpha-ketoglutarat

Info

Publication number
DE2249035C3
DE2249035C3 DE19722249035 DE2249035A DE2249035C3 DE 2249035 C3 DE2249035 C3 DE 2249035C3 DE 19722249035 DE19722249035 DE 19722249035 DE 2249035 A DE2249035 A DE 2249035A DE 2249035 C3 DE2249035 C3 DE 2249035C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pyridoxal
ketoglutarate
pyridoxine
alpha ketoglutarate
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722249035
Other languages
English (en)
Other versions
DE2249035A1 (de
DE2249035B2 (de
Inventor
Miguel; Roldan Cristobal Martinez; Madrid Fernndez
Original Assignee
Laboratorios Made S.A., Madrid
Filing date
Publication date
Application filed by Laboratorios Made S.A., Madrid filed Critical Laboratorios Made S.A., Madrid
Priority to DE19722249035 priority Critical patent/DE2249035C3/de
Publication of DE2249035A1 publication Critical patent/DE2249035A1/de
Publication of DE2249035B2 publication Critical patent/DE2249035B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2249035C3 publication Critical patent/DE2249035C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft Pyridoxal-a-ketoglutarat der Formel
CHO HO ΐ CH2OH
[0OC-Co-CH2-CH2-COOH]
Die Herstellung des Pyridoxal-a-ketoglutarats erfolgt in der Weise, daß man Lösungen der «-Ketoglutarsäure und des Pyridoxals in der geringstmöglichen Menge eines heißen organischen oder anorganischen Lösungsmittels herstellt, die Lösungen mischt und die Mischung auf den Siedepunkt erhitzt Das Verfahrensprodukt kann dur-;h Kühlen oder Konzentrieren der Lösung oder durch Zusetzen eines Nichtlösungsmittels ausgefällt werden.
Das Verfahrensprodukt kann als solches verwendet oder in Wasser gelöst und mit einer organischen oder anorganischen Base neutralisiert werden, wobei Doppelsalze ausfallen.
Beispiel
Es wurden 146,10 g (1 Mol) «-Ketoglutarsäure in 300 ml heißem Äthanol gelöst und die so erhaltene Lösung zu einer ebenfalls heißen Lösung von 167,10 g (1 Mol) Pyridoxal in 550 ml Äthanol gegeben. Die anfallende Mischung wurde auf den Siedepunkt erhitzt und erforderlichenfalls bei der Siedetemperatur filtriert, um die Mischung von möglicherweise in Suspension vorliegenden Feststoffteilchen zu befreien. Die so erhaltene Lösung wurde im Kühlschrank aufbewahrt und am folgenden Tag filtriert Die Ausbeuten schwankten zwischen 70 und 80%; die Ausfällung kann durch Zusetzen von Äther erhöht werden.
Zur Analyse wurde das Verfahrensprodukt durch Kristallisation in Äthanol gereinigt
Die Elementaranalyse von Pyridoxal-a-ketogutarat ergab
fürCuHisNOe:
Berechnet: C 4935; H 4,79; N 4,47%; gefunden: C 50,26; H 5,53; N 4,27%.
Das Verfahrensprodukt ist ein aus weißen Kristallen bestehender fester Stoff mit einem Schmelzpunkt von 127 bis 128° C (nicht korrigiert). Das Produkt ist in Wasser und in heißen Alkoholen mit niedrigem Molekulargewicht löslich. In Lösungsmitteln mit niedri ger oder überhaupt keiner Polarität ist es sehr wenig
löslich. Das Verfahrensprodukt ergibt mit Eisen(IH)-
chlorid eine blutrote und mit Kupfer(II)-sulfat eine smaragdgrüne Färbung.
Wegen seiner leichten Löslichkeit in Wasser und
guten Verträglichkeit ist das Pyridoxal-«-ketoglutarat von pharmakologischer Bedeutung.
Versuchsbericht
Zur Prüfung der pharmakologischen Wirksamkeit des Pyridoxal-«-ketoglutarats wurden Vergleichsversuche mit dem aus der DT-OS 19 58 226 bekannten Pyridoxin- «-ketoglutarat durchgeführt und geprüft, welche krampfhemmende Wirkung diese Verbindung gegen
/J-Äthyl-ZJ-methylglutarimid (Bemegrid) hat, das bekanntlich zentral erregend wirkt und bei hohen Dosen zu Krämpfen, Erbrechen und einer Hyperreflexie führt. Wie sich aus der DT-OS 19 58 226 ergibt, hat das Pyridoxin-«-ketoglutarat einen LDso-Wert von 1000 mg/kg bei einer intravenösen Verabreichung bei Mäusen; nach den gemäß der Methode der DT-OS
19 58 226 durchgeführten Versuchen hat auch Pyridoxal-a-ketoglutarat einen LDso-Wert von 1000 mg/kg bei intravenöser Verabreichung bei Mäusen.
Um die krampfhemmende Wirkung dieser zwei Λ-Ketoglutarate zu prüfen, wurden drei Gruppen von je
20 ICR Swiss-Mäusen mit einem Körpergewicht von 20 ± 1 g 24 Stunden nicht gefüttert und dann jeder Maus der zwei Gruppen, wie aus der folgenden Aufstellung ersichtlich, je 1 mg der zwei a-Ketoglutarate in 0,5 ml wäßriger Lösung eingespritzt; bei der dritten Gruppe wurde jeder Maus 0,25 ml einer 0,9%igen Salzlösung eingespritzt Nach 30 Minuten wurden alien Mäusen
0,5 ml einer O,5°/oigen Bemegridlösung eingespritzt und folgende Ergebnisse erzielt:
Mit Ohne
Krämpfe (n)
1, Gruppe Pyridoxin-a-ketoglutarat 14 6
2, Gruppe Pyridoxal-a-ketoglutarat 10 10
3, Gruppe Salzlösung 0 0
io
Die Versuchsergebnisse zeigen, daß Pyridoxal-a-ketoglutarat wirksamer ist als Pyridoxin-a-ketoglutarat, und da beide «-Ketoglutarate denselben LDso-Wert haben, besitzt das erfindungsgemäße Pyridoxal-a-ketoglutarat einen höheren therapeutischen Inder, als das bekannte Pyridoxin-a-ketoglutarat.
Weitere Versuche wurden in der vorstehend angegebenen Weise auch bezüglich der krampfhemmenden Wirkung dieser «-Ketoglutarate gegen Natriumpentobirbital ausgeführt, und zwar in einer Menge von 50 mg/kg 30 Minuten nach der Injektion der zwei Ketoglutarate bzw. der Salzlösung. Pentobarbital ist als ein langanhaltendes Schlafmittel bekannt, und es wurde die Dauer der hypnotischen Wirkung in Sekunden mit einer mittleren Fehlergrenze (E. T. 50 ± S. M. E.) festgestellt und folgende Ergebnisse erzielt:
___™ ET 5Q±SME
1. Gruppe Pyridoxin-a-ketoglutarat 90 ± 2 Sekunden
2. Gruppe Pyridoxal-w-ketoglutarat 70 ± 5 Sekunden
3. Gruppe Salzlösung 120 ± 6 Sekunden
Aus diesen Versuchsergebnissen ist ersichtlich, daß durch das Pyridoxal-a-ketoglutarat die durch Natriumpentobarbital erzeugte hypnotische Wirkung stärker herabgesetzt wird als durch das Pyridoxin-a-ketoglutarat.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    I. Pyridoxal-ii-ketogluuirat der Formel
    HO
    [OOC-CO~CH2~CH2~COOH]
    2, Verfahren zum Herstellen der Verbindung gemäß Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß man Pyridoxal und «-Ketoglutarsäure in der geringstmöglichen Menge eines heißen organischen oder anorganischen Lösungsmittels löst, die Lösungen mischt und das Verfahrensprodukt in an sich bekannter Weise aus der Mischung gewinnt.
DE19722249035 1972-10-06 Pyridoxal-alpha-ketoglutarat Expired DE2249035C3 (de)

Priority Applications (1)

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DE19722249035 DE2249035C3 (de) 1972-10-06 Pyridoxal-alpha-ketoglutarat

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DE19722249035 DE2249035C3 (de) 1972-10-06 Pyridoxal-alpha-ketoglutarat

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2249035A1 DE2249035A1 (de) 1974-04-25
DE2249035B2 DE2249035B2 (de) 1976-06-16
DE2249035C3 true DE2249035C3 (de) 1977-02-03

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