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DE2248467A1 - Fahrgestell fuer transportmaschinen - Google Patents

Fahrgestell fuer transportmaschinen

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Publication number
DE2248467A1
DE2248467A1 DE19722248467 DE2248467A DE2248467A1 DE 2248467 A1 DE2248467 A1 DE 2248467A1 DE 19722248467 DE19722248467 DE 19722248467 DE 2248467 A DE2248467 A DE 2248467A DE 2248467 A1 DE2248467 A1 DE 2248467A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tire
tires
chassis
automobile
profile
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722248467
Other languages
English (en)
Inventor
Yasuo Tsuruta
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19722248467 priority Critical patent/DE2248467A1/de
Publication of DE2248467A1 publication Critical patent/DE2248467A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G21/00Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces
    • B60G21/007Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces means for adjusting the wheel inclination
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D17/00Means on vehicles for adjusting camber, castor, or toe-in
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G2200/00Indexing codes relating to suspension types
    • B60G2200/40Indexing codes relating to the wheels in the suspensions
    • B60G2200/46Indexing codes relating to the wheels in the suspensions camber angle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Tires In General (AREA)

Description

  • Fahrgestell für Transportmaschinen Die Erfindung betrifft ein Fahrgestell für Transportmaschinen wie Flugzeuge, Autos u. dgl., mit beidseits am Fahrgestell angeschlossenen Wellen und darauf laufenden Reifen. Bei bekannten Fahrgestellen ist die Anordnung in der Regel so getroffen, daß die Wellen über Federelemente u. dgl. an das Fahrgestell angeschlossen sind und zwar so, daß die auf den Wellen laufenden Reifen sich in jeweils vertikalen Ebenen bewegen. Die vertikale Lage der Reifen wird bekannten Fahrgestellen auch dann beibehalten, wenn die Reifen über Unebenheiten auf dem Boden rollen und dabei ihre Lage relativ zum Fahrgestell ändern. Bekanntlich sind jedoch den Fahreigenschaften von Flugzeugen oder Autos, die mit herkömmlichen Fahrgestellen ausgerüstet sind, Grenzen gesetzt, insbes. bei Kurvenfahrten oder bei Fahrten über Bahnen mit verminderter Bodenhaftung, wie das bei vereisten oder überschwemmten Straßen häufig der Fall ist. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten lassen sich im allgemeinen nur dadurch überwinden, daß der Fahrzeugführer die Geschwindigkeit erheblich herabsetzt, oder im Falle eines Flugzeuges auf Start und Landung verzichtet. - Aufgabe der Erfindung ist es, diese Schwierigkeiten zu verwinden und ein Fahrgestell anzugeben, das sich durch besondere Kurvenfestigkeit auszeichnet und das alch bei witterungsbedingter, verminderter Bodenhaftung eine einwandfreie Führung des Transportmittels zuläßt.
  • Die Erfindung betrifft ein Fahrgestell für Transportmaschinen wie Flugzeuge, Autos u. dgl. mit beidseits am Fahrgestell angeschlossenen Wellen und darauf laufenden Reifen. Die Erfindung besteht darin, daß die Wellen um eine in Fahrtrichtung liegende Achse schwenkbar angeordnet sind, und daß eine Vorrichtung zum Verschwenken von Wellen mit Reifen vorgesehen ist. Die mit der Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß mit der einseitigen Verschwenkung von Wellen und Reifen am Fahrgestell einerseits eine Schwerpunktsverlagerung und andererseits eine Vergrößerung der Spurbreite erreicht wird, wodurch im Ergebnis eine beachtliche Verbesserung der Fahreigenschaften erzielt wird.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden im folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigen: Fig. 1 ist eine Querschnittszeichnung, welche das Aufhängungssystem des Reifens einer Transportmaschine im Normalzustand darstellt, Fig. 2 ist eine Querschnittszeichnung des in Fig. 1 gezeigten Aufhängungssystems im Betrieb, Fig. 3 ist eine schematische Darstellung der beim Durchfahren einer Kurve auftretenden Kräfte an einem Reifenpaar eines herkömmlichen Automobiles, Fig. 4 ist eine schematische Darstellung der beim Durchfahren einer Kurve auftretenden Kräfte an einem Reifenpaar nach der vorliegenden Erfindung, Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der Abmessungen und Anordnung eines Reifenpaares eines Automobiles bei Geradeausfahrt, Fig. 6 ist eine schematische Darstellung der Abmessungen und Anordnung eines Reifenpaares nach der vorliegenden Erwindung Fig. 7 ist eine Querschnittszeichnung der Radaufhängung der Räder einer Transportmaschine während des Betriebes nach der vorliegenden Erfindung, Fig. 8 bis 10 sind schematische Darstellungen der Betriebszustände des Reifen-Neigungsmechanismus bei der Landung eines Flugzeuges nach der vorliegenden Erfindung.
  • Da normalerweise das Profil der Reifen eines Flugzeuges oder Automobiles in Hinsicht auf zwei Hauptpunkte konstruiert wird, erstens für widerstands freien und glatten Lauf und zweitens für gute Bremswirkung, tritt cit der Fall ein, daß die Bremskraft in Hinsicht auf den zur Erzielung eines glatten Laufes verwendeten Werkstoff nicht zufriedenstellend ist und so die Ursache für Auflaufen und Gleiten ist.
  • Falls daher, verursacht durch Pfützen auf der Landebahn, das Aquaplaning-Phänomen auftritt, sind nicht genügend positive Gegenmaßnahmen vorgesehen; die getroffenen Maßnahmen sind eher negativ, da das Fahrzeug mit geringerer Geschwindigkeit fahren muß oder in Hinsicht auf die Sicherheit bei Flugzeugen der Flughafen zeitweise bei auf der Landebahn befindlichem Schnee oder Eis gesperrt werden muß.
  • Die Erfindung ermöglicht es Transportmaschinen, wie Flugzeugen oder Automobilen (im weiteren nur noch Flugzeug oder Automobil genannt), ohne jegliche Gefahr zu steuern, wann immer solche Bodenzustände plötzlich auftreten. Dies geschieht durch Aufrechterhaltung des erforderlichen Reibungskoeffizienten, bzw.
  • Reibungswiderstandes, für eine sichere Fahrt eines Automobiles, sogar bei sehr schlechten Bodenverhältnissen, wie z. B. bei Vereisung, da das Reifenprofil mit einer Schulter versehen ist, welche den erforderlichen hohen Reibungskoeffizienten garantiert.
  • Diese Schulter wird mit scharfen Spikes versehen, welche bei normalen Bodenbeschaffenheiten nicht mit der Bodenfläche in Berührung kommen und erst bei Bedarf durch Verstellen des Angriffswinkels des Reifens am Boden eingesetzt werden und so der Transportmaschine, Flugzeug oder Automobil, gute Bodenhaftung geben.
  • Betrachtet man die beigelegten Zeichnungen, so kann man in Fig.
  • 1 sehen, daß das Profil des Reifens 2, befestigt auf der Radwelle 3, deren eines Ende um den Bolzen 6 drehbar ist und durch das Schneckenrad 9 angetrieben wird, hauptsächlich aus zwei Teilen besteht; einem herkömmlichen Profil 4, welches die Bodenfläche bei normalen Bedingungen berührt (im weiteren nur noch Normalprofil genannt), und einem Seitenprofil 5, welches bei geneigtem Reifen 2 mit der Straßen-Oberfläche 1 in Kontakt kommt, wie es in Fig. 2 gezeigt ist. Das Seitenprofil 5 bildet eine gekrümmte Oberfläche und wird so ausgelegt, daß bei zunehmendem Winkel zwischen Seitenprofil 5 und Normalprofil 4 auch der Reibungskoeffizient vergrößert wird (in Fig. 1 und 2 wird der unterschiedliche Reibungskoeffizient der Oberfläche des Seitenprofils 5 durch die unterschiedliche Größe der vorstehenden Spikes dargestellt).
  • Bei normaler Fahrt wird die Welle 3 in Normalstellung gehalten, so daß das Normalprofil 4 des Reifens 2, gezeigt in Fig. 1, mit der Fahrbahn in Kontakt kommt. Normalerweise, wenn ein Automobil eine Kurve durchfährt, wie es in Fig. 3 gezeigt ist, wirkt eine Zentrifugalkraft F1 auf den Körper 11 und erhöht die auf den Außenreifen 13 wirkende Kraft P, während die auf den Innenreifen 12 wirkende Kraft p verkleinert wird; dadurch wird auch der Reibungswiderstand an der Innenseite verringert und im Extremfall ist der Widerstand gegen Schleudern zu klein, um eine Zentrifugalkraft aufzunehmen, wodurch die gesamte Zentrifugalkraft F1 von Reifen 13 an der Außenseite der durchfahrenen Kurve übernommen werden muß.
  • Da der Bodenkontaktdruck des Reifens 13 an der Außenseite der durchfahrenen Kurve zum Zeitpunkt, wenn der innere Reifen 12 zu gleiten beginnt nicht schnell zunehmen wird, kann oft zu diesem Zeitpunkt nicht die gesamte rasch zunehmende Zentrifugalkraft F1 bei Widerstand gegen Gleiten des äußeren Reifen 13 aufgenommen werden, und das Auto beginnt seitlich wegzurutschen.
  • Wenn W als Körpergewicht angenommen wird, welches auf das Reifenpaar 12, 13 wirkt, L als Spurweite, H als Höhe des Schwerpunktes, F1 als Zentrifugalkraft, welche von einem Paar Reifen aufgenommen wird; p für den Bodenkontaktdruck des inneren Reifens 12, und P für den Bodenkontaktdruck des äußeren Reifens 13, dann gilt: p = W/2 - F1 H/L und P = W/2 + F1 H/L Dementsprechend gilt, wenn als Reibungskoeffizient zwischen Lauffläche und Profil der Reifen 12 und 13 u an angenommen wird, f1' der Widerstand gegen Gleiten des inneren Reifens 12 und kl der Widerstand gegen Gleiten des äußeren Reifens 13 ist: f1' = /u(W/2 - F1 H/L) 7 F1/2 ... (Formel 1) f1 = /U(w/2 + F1 H/L) F1/2 ... (Formel 2) Bei Erfüllung dieser beiden Gleichungen tritt beim Durchfahren einer Kurve kein Gleiten des Automobiles ein. Wenn die Zentrifugalkraft bis zu F1 > /u W W . L/(L + 2 ' /u ' H) (Formel 1) zunimmt, wird das Gleichgewicht der Kräfte gestört und der innere Reifen 12 beginnt zu gleiten, so daß der seitliche Widerstand des äußeren Reifens 13 durch die Zentrifugalkraft F1 überschritten wird und das Automobil seitlich wegzurutschen beginnt.
  • Der Zusammenhang zwischen /u, W, F, H und L für den Moment, in welchem der Reibungswiderstand des inneren Reifens 12 nicht mehr der auf diesen Reifen 12 angreifenden seitlichen Kraft entgegenwirken kann, lautet: F1 = /u . L . W/(L + 2 /u ' H) ... (Formel 3) Um seitliches Rutschen eines Automobiles zu verhindern, welches der Zentrifugalkraft F1 nur den Widerstand des äußeren Reifens 13 entgegensetzt, muß die folgende Bedingung erfüllt werden: fl = /ufW/2 + /u W H/(L + 2 ' /u . H)} > F1 ... (Formel 4) Mit anderen Worten: u . W(4/u.H + L)/2(L + 2 */u H) - F170 ... (Formel 5) wobei /u W70 W > 0 und H7O ist, so kann man Formel 3 in Formel 5 einsetzen; /u.W(4/u.H + L)/2(L + 2/uH) - xU*LwW/ (L + 2 u.H)7O 4 /uH - L/2(L + 2 /u.H) > 0 0 ... (Formel 6) Ist in Formel 6, 2 (L + 2/utH)7 so so wird 4/u.H - L'70 .... (Formel 7) und damit 4 7 L/H .... (Formel 8) Falls die Bedingung in Formel 8 nicht erfüllt werden kann, wenn der Reibungswiderstand am inneren Reifen 12 die auf diesen Reifen 12 wirkende Zentrifugalkraft nicht aufnehmen kann, kann ein seitliches Wegrutschen des Automobiles nur durch den Widerstand des äußeren Reifens 13 gegen die Zentrifugalkraft F1 nicht verhindert werden. Das Verhältnis zwischen der Spurweite L eines Automobiles und der Höhe H des Gewichtsschwerpunktes kann aber so angeordnet werden, daß der Unterschied des Raddruckes zwischen dem linken und rechten Rad, hervorgerufen durch die auf das Automobil wirkende seitliche Kraft, möglichst klein gehalten wird und der Widerstand des inneren Reifens 12 gegen eine seitliche Kraft eine größtmögliche Seitenkraft aufnehmen kann; die Kraft F1 in Formel 3 so weit als möglich vergrößern.
  • Das Verhältnis von L/H bei herkömmlichen Automobilen beträgt ungefähr 2,5. Um daher nur durch den Reibungswiderstand des äußeren Reifens 13 gegen die Zentrifugalkraft F1 zu bestehen, wenn der innere Reifen 12 die auf ihn wirkende Zentrifugalkraft nicht mehr tragen kann, ist ein Reibungskoeffizient von /un 0,63, 0,63, entsprechend Formel 8, erforderlich.
  • Der Reibungskoeffizient u eines Normalprofiles eines Reifens für trockenen Beton oder Asphalt beträgt ungefähr 0,75. Daher kann seitliches Wegrutschen des Automobiles nur durch den Reibungswiderstand des äußeren Reifens 13 auf der Straßenoberfläche, wenn der Reibungswiderstand des inneren Reifens 12 von der Seitenkraft überwurden wird, vermieden werden. Die Reserve des Reibungskoeffizienten für eine weitere Zunahme der Seitenkraft beträgt aber nur noch 0,12, und wenn daher die Zentrifugalkraft F1 nur durch den Widerstand des äußeren Reifens 13 getragen wird kann dieser Reifen bei kleiner Zunahme der Zentrifugalkraft die auftretende Seitenkraft nicht mehr aufnehmen und das Automobil wird seitlich wegzurutschen beginnen Bei einem Automobil nach der vorliegenden Erfindung, beim Durchfahren einer Kurve, wird der innere Reifen 2 gegenüber der Straßenoberfläche 1 geneigt und bringt daher ein Seitenprofil 5 mit größerem Reibungskoeffizient anstatt Normalprofil 4 in Berührung mit dem Boden, wie es in Fig. 2 gezeigt ist Das Neigen des Reifens 2 erfolgt durch Drehen der Schneckenwelle 8 mittels Motor 7, wodurch die Radwelle 3 um den Bolzen 6 durch das am Ende der Welle 3 angebrachte Schneckenrad 9 gedreht wird.
  • Wenn daher, wie in Fig. 4 gezeigt, W für das Körpergewicht auf das Radpaar wirkend, L für die Spurweite, L' für den Kontaktpunktsabstand der Profile von Reifen 14 und 15 bei geneigtem inneren Reifen, H für die Höhe des Schwerpunktes, H' für die Höhe des Schwerpunktes bei geneigtem inneren Reifen 14, o für den Neigungswinkel zwischen dem Reifen 14 und der Straßenoberfläche 1, F1 für die durch das Reifenpaar 14 und 15 aufgenommene Zentrifugalkraft, P' für den Bodenkontaktdruck des äußeren Reifens 15 und p' für den Bodenkontaktdruck des inneren Reifens 14 gesetzt werden, ergibt sich: L' = L + D/2 x cosB H' = H - D/4 x (1 - sin#) p' = W/2 - F2£H - D(1 - sin/#/ L + D/2 x cosO) 4/L zuW/2 + p = W/2 + F2H - D(l - sin§)/ D/2 x xos§S.
  • Im Vergleich mit dem in Fig. 3 gezeigten Falle, wenn ein herkömmliches Automobil eine Kurve durchfährt, ergibt sich: Lc L + D/2 x cosO H7 H - D (1 - sin#)/4 Wenn daher F1 = F2 ist, wird: F1H/L7F2 H - D(1 - sin#)/4 / L + D/2 x cose p>P, p<p' Dadurch ist bewiesen, daß beim Durchfahren einer Kurve durch ein nach dieser Erfindung konstruiertes Automobil der Unterschied im Bodenkontaktdruck p' des inneren Reifens 14, hervorgerufen durch eine Zentrifugalkraft F2, kleiner als bei herkömmlichen Automobilen ist, und daher das innere Rad 14 größeren Seitenkräften als der innere Reifen 12 eines herkömmlichen Automobiles widerstehen kann. Weiter wird der Reibungskoeffizient zwischen dem Seitenprofil 5 und der Fahrbahn 1 erhöht, so daß der Widerstand des inneren Reifens 14 gegen eine Seitenkraft zunimmt, wodurch die Stabilität des Automobiles wesentlicht verbessert wird.
  • Wenn das oben gesagte in Formeln ausgedrückt wird, wird im Falle eines Widerstandes f2 gegen seitliches Wegrutschen des äußeren Reifens 15 in Fig. 4, und eines Widerstandes f2' gegen seitliches Wegrutschen des inneren Reifens 14: f2' = /u'[W/2-F{H-D(l-sin#)/4}/ (L+D/2.cos#)]F2/2 ... (Formel 9) f2 = /u rW/2+F-D(l-sine)/4 (L+D/2cos e3F2/2 ... (Formel 10) Wenn diese Formeln erfüllt werden kann das nach dieser Erfindung ausgelegte Automobil die Kurve ohne. seitliches Wegrutschen durchfahren.
  • Wenn die Zentrifugalkraft F2 über den Wert E2 > /u'W(2L+Dcos#) /(2L+DcosG + 4/u'H-D/u' +D/u'sin#) ... (Formel 12) zunimmt,-wird das Gleichgewicht der Formel 9 gestört und der innere Reifen 14 beginnt seitlich wegzurutschen, so daß die gesamte Zentrifugalkraft F auf den äußeren Reifen wirkt.
  • 2 Der Vergleich zwischen einem Automobil nach der vorliegenden Erfindung und einem herkömmlichen Automobil, in Hinsicht auf die kritische Zentrifugalkraft, welche von einem Reifenpaar aufgenommen werden kann, ist wie folgt: F2/F1 = /u'//u*(2L + DLcosO + 4 uHL +2/uDHcosB)/ (2L2 + DLcosQ + 4 u'HL - u'DL + /u'DLsinG) ... (Formel 11) Angenommen, daß /u' = /u in Formel 11, F2/F17 0 sind, und daß u' 7 /u ist (unabhängig von den Werten H, L, D und @), dann wird dieses Verhältnis noch weiter erhöht und die Stabilität eines Automobiles nach der vorliegenden Erfindung wird weiter verbessert.
  • Ein Seitenprofil 5, anders als ein Normalprofil 4 mit immer dem gleichen Kontakt mit der Straßenoberfläche 1, kann vorgesehen und die Oberfläche des Profils nach Wunsch ausgelegt werden, so daß der Reibungskoeffizient wesentlich erhöht und die Berührungsfläche teilweise geändert werden können. Weiter kann der Reifen entsprechend der am Automobil angreifenden Zentrifugalkraft geneigt werden, so daß vom gleichen Reifen verschiedene Reibungswiderstände erhalten werden können. Da das Seitenprofil 5 bei normaler Fahrt nicht verwendet wird, ist die Benützungsdauer dieses Profils wesentlich kürzer als die des Normalprofiles 4 und es hat längere Lebensdauer.
  • Da weiter der wirksame Drehdurchmesser d des geneigten inneren Reifens kleiner als der Durchmesser D des in Kontakt mit dem Boden befindlichen Normalprofiles ist, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, wird es im Falle eines Automobiles entsprechend der vorliegenden Erfindung beim Durchfahren einer Kurve die Kurvenwirkung verstärken (Fig. 4), da die wirksamen Durchmesser des inneren Reifens 14 und des äußeren Reifens 15 unterschiedlich sind.
  • Die Wirkung dieser Erfindung kann noch weiter erhöht werden, indem der in Fig. 2 und 4 gezeigte Winkel zu e wischen zwischen dem Reifen 2 oder 14 und der Lauffläche 1 entsprechend dem Ausschlag des im Automobil angebrachten Lenkrades geändert wird oder indem die Fahrbedingungen auf der Straßenoberfläche 1 durch ein elektronisches Gerät wie z. B. einem Computer erfaßt werden; diese elektronische Steuerung könnte natürlich auch über die auftretende Zentrifugalkraft erfolgen.
  • Diese Erfindung zur sicheren Steuerung eines Automobiles durch Erreichung der erforderlichen Reibung ist nicht nur beim Durchfahren von Kurven sondern auch beim Fahren auf sehr schlüpfrigen Straßen (z. B. bei vereisten Straßen, usw.) sehr wirksam.
  • Wenden wir uns nun zur Darstellung eines Automobiles, welches entsprechend der vorliegenden Erfindung auf äußerst schlüpfriger Fahrbahn fährt (z. B. vereiste Straße, usw., im weiteren nur noch vereiste Straße genannt). Falls ein Automobil so gefahren wird, daß die beiden in Fig. 6 gezeigten Seitenreifen 2 durch den in Fig. 2 dargestellten Mechanismus aus der in Fig. 5 gezeigten Fahrstellung auf normaler Straßenoberfläche 1 in die in Fig. 6 dargestellte Stellung geneigt werden, und der Reifen wie in Fig. 2 mit einem mit Spikes versehenen Seitenprofil 5 ausgerüstet ist, kommt das mit Spikes versehene Seitenprofil 5 mit der vereisten Straßenoberfläche 1' in Kontakt und die Spikes krallen sich in die vereiste Straßenoberfläche 1' und ergeben den erforderlichen Reibungswiderstand. Als Ergebnis wird die Fahrsicherheit eines Automobiles, welches nach der vorliegenden Erfindung konstruiert wurde, erhöht. Da gleichzeitig der wirksame Durchmesser von D auf d (D7 d) verkleinert wird, wie in Fig. 2 und 6 dargestellt, wird nicht nur die Motorleistung und die Bremskraft des Reifens 2 unterstützt, sondern auch die Höhe des Schwerpunktes H des in Fig. 5 gezeigten Autokörpers wird auf h = H - D(l-sinG)/2 verkleinert, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Außerdem wird noch die Spurweite L auf L' = L + DcosO vergrößert, wodurch die Stabilität des Körpers 16 außerordentlich verbessert wird.
  • Wenn die Oberfläche des Seitenprofiles 5 so konstruiert wird, daß der Reibungskoeffizient gegen die Innenseite des Automobiles stufenweise zunimmt, können bei gleicher Bodenbeschaffenheit verschiedene Reibungskoeffizienten entsprechend den Erfordernissen erreicht werden, indem der Neigungswinkel Q der Reifen 2 geändert wird. Wenn sich z. B. auf der Straße eine Pfütze befindet, kann der Reifen 2 leicht geneigt werden, damit die vorgesehenen kurzen Spikes den Wasserbelag durchdringen und an der Straßenoberfläche 1 angreifen und so den erforderlichen Reibungswiderstand gewährleisten. Im Falle einer vereisten Straße kann der erforderliche Widerstand dadurch erreicht werden, daß die Reifen 2 weiter geneigt werden und so das Seitenprofil 5 mit den längeren Spikes mit der Straßenoberfläche 1 in Kontakt bringen.
  • Wenn sich der Straßenzustand verbessert (z. B. auf trockenen Betonstraßen) kann das Normalprofil 4 der Reifen 2 mit der Straßenoberfläche 1, wie in Fig. 1 dargestellt, in Berührung gebracht werden, indem die Schneckenwelle 8 durch den Motor 7 in umgekehrter Richtung gedreht und die Radwelle 3 durch Drehung des Schneckenrades 9 geschwenkt wird, so daß der Reifen 2 aufgerichtet wird.
  • Fig. 7 stdllt die Anwendung dieser Erfindung bei einem Antriebsrad dar. Die Neigung des Reifens 2 kann durch Schwenken der Radwelle 3 durch die um den Bolzen 19 drehende und durch Kolben 17 und Kolbenstange 18 angetriebene Wellenstütze 27 verstellt werden.
  • Die Fig. 8 bis 10 sind Darstellungen des Reifen-Schwenkmechanismus eines landenden Flugzeuges, entsprechend der vorliegenden Erfindung.
  • In Fig. 8 wird die Radwelle 20 durch einen um den Bolzen 21 drehenden Wellenstützarm 22 unterstützt. Im Moment des Aufsetzens des Flugzeuges, wie in Fig. 8 dargestellt, wird ein starker Stoß vom Wellenstützarm 22 auf die benachbarte Abstützsäule 23 übertragen. Falls bei schlüpfriger Landebahn lu (z. B. Eisbelag) mit Normalprofil 4 des Reifens 2 nicht genug Bremskraft erzeugt werden kann, kann durch Ausfahren der Kolbenstange 26 des Druckzylinders 24, wodurch der Wellenstützarm 22 um den Bolzen 21 gedreht wird und damit den Reifen 2 zur Landebahn 1" neigt, das Seitenprofil 5 in Berührung mit dem Boden gebracht werden. Die im Seitenprofil 5 eingebetteten Spikes krallen sich in die vereiste Fahrbahn 1" und der Reifen 2 kann mittels Bremse 25 gebremst werden, wobei die Bremskraft beträchtlich erhöht wird.
  • Falls während des Landen oder Startens die Bedingungen der Landebahn 14 verbessert werden, kann der Reifen 2 durch Einziehen der Kolbenstange 26 des Druckzylinders 24 in seine Normalstellung, gezeigt in Fig. 8, zurückgebracht werden, damit das Normalprofil mit dem Boden in Kontakt kommt und unnötige Reibung des Seitenprofiles 5 vermieden wird.
  • Fig. 10 zeigt wie schädliche Belastungen vermieden werden, welche durch Richtungsänderung der auf den zur Landebahn 1 geneigten Reifen 2 angreifen könnten. Um diese schädlichen Kräfte zu vermeiden, werden die inneren Schultern 28 des linken und rechten Reifens in Kontakt gebracht.

Claims (4)

Patentansprüche :
1. Fahrgestell für Transportmaschinen wie Flugzeuge, Autos u.
für 1., mit beidseits am Fahrgestell angeschlossenen Wellen darauf laufenden Reifen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t, daß die Wellen (3; 20) um eine in Fahrtrichtung liegende Achse (6; 21) schwenkbar angeordnet sind, und daß eine Vorrichtung zum Verschwenken von Wellen (3; 20) mit Reifen 2; 14, 15) vorgesehen ist.
2. Fahrgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus einem Antriebsmotor (7) mit Schneckenrad (9) besteht, wobei das Schneckenrad (9) in an dem freien Wellenende angebrachte Zahnelemente einfaßt.
3. Fahrgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus einer Kolbenzylinderanordnung (17, 18) besteht, die über Lenker (22; 27) an der Welle (3; 20) angreift.
4. Fahrgestell nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reifen (2; 14, 15) neben dem Normalprofil (4) der Lauffläche ein Seitenprofil (5) mit erhöhtem Reibungskoeffizienten ,aufweisen.
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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2807518A1 (de) * 1978-02-22 1979-08-23 Habegger Willy Radaufhaengung
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FR2944995A1 (fr) * 2009-04-30 2010-11-05 Peugeot Citroen Automobiles Sa Dispositif de liaison d'une roue a une structure de vehicule comportant des moyens de reglage du carrossage
DE102009032590A1 (de) * 2009-07-10 2011-02-17 GM Global Technology Operations, Inc., Detroit Fahrzeug mit einer Vorrichtung zur Verstellung eines Sturzwinkels
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DE102016203872A1 (de) * 2016-03-09 2017-09-14 Zf Friedrichshafen Ag Verstellbares Fahrwerk

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