DE2248459C2 - Epoxydharzmasse - Google Patents
EpoxydharzmasseInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Epoxydharzmasse, bestehend aus einem Epoxydharz mit mindestens einer
Epoxydgruppe pro Molekül und einem Härter und gegebenenfalls mit einem weiteren, mit dem Epoxydharz
verträglichen Harz und gegebenenfalls mit üblichen Epoxydharzzusatzstoffen und Füllmaterialien.
Es sind bereits verschiedene Härter für Epoxydharze bekannt wobei insbesondere Säureanhydridderivate
ei'<e breite Anwendung gefunden haben. Derartige Härter vom Säureanhydridtyp weisen verschiedene
Vorteile auf: Ihre Toxizität ist verglichen mit Härtern vom Amintyp gering, die Härtungsreaktion verläuft nur
schwach exotherm, die Volumenkontraktion des Produkts beim Härten ist gering und die Endprodukte
weisen gute elektrische und thermische Eigenschaften auf. Somit eignen sich diese Härter für die Herstellung
von großdimensionierten Baukörpern und für das Imprägnieren von Formprodukten. Die meisten Säureanhydridhärter
sind jedoch aufgrund ihres hohen Schmelzpunkts bei Normaltemperatur fest. Dadurch
wird nachteiligerweise die Verarbeitbarkeit herabgesetzt. Außerdem ist bei den herkömmlichen Säureanhydridhärtern
eine Härtung bei hohen Temperaturen erforderlich und das Zumischen großer Mengen an
Füllmaterial bereitet Schwierigkeiten.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Epoxydharzmasse zu schaffen, welche sich leicht verarbeiten läßt
bei niedrigen Temperaturen härtet und mit großen Mengen Füllmaterial verträglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Epoxydharzmasse der eingangs genannten Art gelöst,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie als Härter pro Epoxydäquivalent des Epoxydharzes 0.1 bis 10 Mole
3-(#-Methyl-2butenyl)-5-methyll,2,3.6-tetrahydrophthalsäureanhydrid
oder ein hydriertes oder halogeniertes Derivat desselben, gegebenenfalls zusammen
mit anderen Üblichen Hartem oder Härtungsbeschleunl·
gern enthält
daher leicht mit Epoxydharzzusatzstoffen und Füllmaterialien
vermischt werden. Da MBTHP nicht wie herkömmliche Anhydridhärter sublimiert und mit
Härtungsbeschleunigern und mit anderen Härtern gut verträglich ist, läßt es sich außerdem leicht verarbeiten.
Die Masse aus Epoxydharz und MBTHP trennt sich nicht unter Ausbildung eines Films und es tritt keine
Ausscheidung beim Altern bei Zimmertemperatur auf. Die aus der Masse hergestellten, gehärteten Produkte
weisen gemäß Tabelle 1 des unten stehenden Beispiels 1 ausgezeichnete mechanische Eigenschaften auf.
3-(i3-Methyl-2-butenyl)-5-methyl-Ur3,6-tetrahydrophthalsäureanhydrid
(MBTHP) kann durch die nachstehende Additionsreaktion von Maleinsäureanhydrid mit
2,6-DimethyI-lr3,6-octatrien (im folgenden als DMOT
bezeichnet) hergestellt werden. DMOT wird durch lineare Dimerisation von Isopren erhalten.
CH3 CH3
CH2 = C - CH = CH - CH2 - C = CH - CH3
Il
HC-C
HC- C
O
O
CHj
O=C
Erhitzen
CH2-C = CH-CH3
C=O
CH3
^^yyOyy
phthalsäureanhydrid (Im folgenden als MBTHP bezeichnet) ist bei Norrrialterriperalur flüssig und kann Das als Härter verwendete MBTHP ist bei Normaltemperatur eine Flüssigkeit mit einer Viskosität von 5,0 Poise bei 25°C und mit 1,1 Poise bei 50"C. Es kann durch Destillation gereinigt werden. Der Siedepunkt liegt bei 155 bis 165°C/0,8 mm Hg und der Brechungsindex liegt bein?= 1,5042.
phthalsäureanhydrid (Im folgenden als MBTHP bezeichnet) ist bei Norrrialterriperalur flüssig und kann Das als Härter verwendete MBTHP ist bei Normaltemperatur eine Flüssigkeit mit einer Viskosität von 5,0 Poise bei 25°C und mit 1,1 Poise bei 50"C. Es kann durch Destillation gereinigt werden. Der Siedepunkt liegt bei 155 bis 165°C/0,8 mm Hg und der Brechungsindex liegt bein?= 1,5042.
Bei der Additionsreaktion von DMOT und Maleinsäureanhydrid wendet man gewöhnlich die Bedingungen
einer Diels-Alder-Reaktion an. Es ist bevorzugt, eine äquimolare Menge oder einen geringen Überschuß
des Maleinsäureanhydrids auf DMOT einzusetzen (wenn eine Mischung von DMOT mit anderen Stoffen
eingesetzt wird, so bezieht sich die Maleinsäureanhydridmenge auf den Gehalt an DMOT in der Mischung).
Es ist möglich, die Reaktion in Gegenwart eines geeigneten Lösungsmiuels, wie z. B. eines aliphatischen
Kohlenwasserstoffs, eines aromatischen Kohlenwasserstö/fs
und eines äÜcyclischen Kohlenwasserstoffs, wie
n-Heptan, Benzol, Toluol, Xylol und Cyclohexan durchzuführen« Die Reaktionstemperatur liegt Vorzugs*
Weise im Bereich Von 0 bis 1500C bei Abwesenheit eines
Lösungsmittels lind vorzugsweise im Bereich von O0C
bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels in Gegenwart eines Lösungsmittels. Insbesondere kann die Reaktionstemperatur bei 50 bis 8O0C und speziell bei 60 bis 7O0C
liegen.
Wenn Isopren unter Verwendung eines Ziegler-Kata-Iys3tors
dimerisiert wird, so wird gewöhnlich eine Mischung eines cyclischen Dimeren (2,4-Di:nethyl-4-vinyl-l-cyclohexen,
im folgenden als DMVCH bezeichnet) und des Kettendimeren (DMOT) erzeugt Wenn
Maleinsäureanhydrid mit der Mischung von DMVCH und DMOT umgesetzt wird, so reagiert lediglich DMOT
selectiv unter Erzeugung von MBTHP. Wenn nun die Reaktionsmischung destilliert wird, um das nicht
umgesetzte DMVCH abzutrennen, so besteht das verbleibende Produkt im wesentlichen aus MBTHP.
Dieser Rückstand kann als Härter für die erfindungsgemäße Masse verwendet werden. Das MBTHP kann so
wie es ist der Epoxydharzmasse einverleibt werden. Es ist jedoch auch möglich, als Härter eine Verbindung
einzusetzen, die durch Hydrierung oder durch Halogenierung ungesättigter Bindungen des Moleküls MBTHP
hergestellt wurde. MBPHT kann auch zusammen mit
anderen Härtern OQcf Härtungsbeschleunigern in der Epoxydharzmasse enthalten sein, wobei es insbesondere
bevorzugt ist, MBTHP zusammen mit einem Härtungsbeschleuniger einzusetzen. Die für die erfindungsgemäße
Epoxydharzmasse verwendeten Härtungsbeschleuniger sind vorzugsweise tertiäre Amine. Es kommen
jedoch auch andere Arten von Beschleunigern in Frage.
Die Epoxydharzmasse kann verschiedene Arten von Polyepoxidverbindungen mit mindestens einer Epoxydgruppe
pro Molekül aufweisen. Typische Epoxydharze umfassen Polyglycidylether von mehrwertigen Phenolen
und mehrwertigen /\lkoholen. Die Polyglycidyläther
von mehrwertigen Phenolen körnen sie,ι von einkernigen
Phenolen ableiten, wie von Tleoorcin, Brenzkatechin,
Hydrochinon, 2^-Bis(4-oxyphenyl)pr pan (Bisphenol A), oder Bis(4-oxyphenyl)methan (Bisphenol F),
sowie von Novolaken, Resolen und Mischungen derselben. Die Polyglycidyläther der mehrwertigen
Alkohole können sich von mehrwertigen Alkoholen wie Äthylenglykol, Glycerin, Polyäthylenglykol, Polypropy-Ienglykolen
und anderen Alkoholen ableiten.
Ferner kommen weitere Arten von Polyepoxydverbindungen in Frage, wie z. B. Polyepoxydveirbindungen,
welche durch Umsetzung von Epichlorhydrin mit einer Verbindung mit aktivem Wasserstoff hergestellt wurden,
wie z. B. mit Aminen, mit Polyaminen, mit Hydraziden. mit Säureamiden, mit Sulfonylamiden oder
mit Polycarbonsäurederivate^
Andere Arten von Epoxydharzen leiten sich von Epoxydestern ab, welche aus einem ungesättigten
Alkohol und einer ungesättigten Carbonsäure hergestellt wurden, wie z. B.
2,3-Epoxy-butyl-3,4-epoxycyclohexano<it.
3.4-Epoxycyclohexy!-4,5-epoxy-octanoat und
2,3-Epoxycvclohexyl-methyl-epoxycyclohexan-
3.4-Epoxycyclohexy!-4,5-epoxy-octanoat und
2,3-Epoxycvclohexyl-methyl-epoxycyclohexan-
carboxvlat.
Weitere Epoxydharze leiten sich von epoxydierten
polyäthvlenartigen Kohlenwasserstoffen ab, z.B. dem Epoxyd von 2,2-Bis(2 Cyclohexenyl)-propan. oder dem
Epoxyd von Vinylcyclohexen oder von Cyclopentadien.
Für die Herstellung der Epoxydharzmasse kommen
Harze in Frage, Welche Epoxydharze als HäUptkbfriponenten
enthalten- Dabei kann es sich Uril Phenolharze,
um Polyesterharze und um andere Harze handeln, welche mit Epoxydharzen verträglich sind.
Die Menge des Härters, bezogen auf die Menge des Epoxydharzes liegt im Bereich von O1I bis 10 Molen,
vorzugsweise von 0,5 bis 2 Molen und insbesondere von 0,5 bis 1,0 Molen des Härters pro Epoxydäquivalent des
Epoxydharzes. Besonders günstige Ergebnisse werden erzielt, wenn auf 1 Epoxyäquivalent des Epoxydharzes
0,9 bis 1,1 Mole Härter kommen.
Im folgenden sei ein Beispiel für die Herstellung von
MBTHP angegeben, welches als Härter für die Epoxydharze verwendet wird.
Herstellung von MBTHP
26,7 g (0,272 Mole) Maleinsäureanhydrid werden in
68 m1 Benzol bei erhöhter Temperatur aufgelöst Die Lösung wird auf 60 bis 65°C erhitzt 100 g einer
Mischung von DMOT und DMVCH (37 g [0,272 Mole] DMOT Gehalt) werden tropfenweise zu derselben
gegeben. Je nach der tropfenweisen Zugabe wird Jie Temperatur der Reaktionsmischung erhöht Dabei wird
die Temperatur der Reaktionsmischung durch Kühlung von außen oder durch die Zutropfgeschwindigkeii auf
einen Wert unterhalb 700C geregelt Während etwa 40 Minuten ist die Zugabe der Mischung von DMOT und
DMVCH beendet und die Reaktionsischung wird kontinuierlich während zusätzlicher 2 Stunden bei 60 bis
65°C gerührt Nach der Reaktion wird das als
Lösungsmittel verwendete Benzol abgezogen und der Rückstand wird weiter erhitzt, wobei 573 g DMVCH als
eine Fraktion mit einem Siedepunkt von 161 bis 162°C abgetrennt werden. Der Rückstand wird unter vermindertem
Druck destilliert, wobei 58,3 g (Ausbeute: 9U0Zo)
einer blaßgelben Flüssigkeit von ΜΒΤΉΡ als Fraktion,
welche einen Siedepunkt von 155 bis 156°C/0,8 mm Hg hat, erhalten werden.
Die IR-Analyse, die NMR-Analyse und die Elementaranalyse
zeigen, daß es sich dabei um MBTHP handelt. Die Fraktion des MBTHP kann als Härter für die
erfindungsgemäße Masse dienen.
Im folgenden wird die Erfindung jnhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Alle Teilangaben
sind Gewichtsteilangaben.
100 Teile Bisphenol-A-GIycidyläther mit 186,5 Epoxyäquivalenten
sowie 125,5 Teile MBTHP und 1 Teil Benzyldimethylamin (BDMA) als Beschleuniger der
Härtung werden gleichförmig bei Zimmertemperatur vermischt und die Mischung wird unter vermindertem
Druck bei weniger als 2 mm Hg von Luft befreit, wobei die erfindungsgemäße Epoxydharzmasse erhalten wird.
Diese Masse hat eine Viskosität von etwa I Poise bei
25°C und kann leicht geformt werden. Wenn die Masse bei 80°C während 4 Stunden vorbehandelt wird und
danach während 10 Stunden bei 1500C gehärtet wird, so
erhält man ein gehärtetes Harz mit ausgezeichneter Festigkeit.
In der nachstehenden Tabelle 1 sind die Zusammensetzungen
und die mechanischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Massen mit Härtern angegeben,
Ferner sind Vergleichsbeispiele angegeben, Wobei als Härtef Hexähydrophthaisäureanhydrid (HHPA) oder
Dodecenylbernsteinsäureanhydrid (DDSA) Verwendet wird,
Zusammensetzung
Härter
mechanische Festigkeit
nach dem Härten
nach dem Härten
Bisphenol-A-GIycidylSther
Menge des Härters Beschleuniger MDMA
Zugfestigkeit (kg/mm-) Biegefestigkeit (kg/mm2) WHrmeverformungstemperatur (°)
Wärmerißfestigkeit
| Erfindung | Vergleich | DDS/ |
| MBTHP | HH PA | 100 |
| 100 | 100 | 143,7 1 |
| 125,5 1 |
82,6 1 |
5,2 |
| 5,5 | 5,3 | 8,2 |
| 9,8 | 11,8 | 64 |
| 116,3 | 137,1 | 5 |
| 1 | 0 | |
Wenn MBTHP mit einem Epoxydharz vermischt wird, so ist die thermische Deformationstemperatur
oder die Formbeständigkeit in der Wärme relativ hoch, obwohl /J-Methyl-2-butenylgTuppen als Seitenketten
gebunden werden. Obwohl DDSA eine Iangkettige CuHjj-Gruppe als Seitenkette aufweist, ist doch die
thermische Deformationstemperatur einer Masse, welche DDSA enthält, etwa um 500C niedriger als bei einer
Masse weiche MBTHP enthält.
Da MBTHP die Seitenkette im Molekül aufweist, kann für die erfindungsgemäße Masse eine gute
Biegefestigkeit erwartet werden. Die Wärmerißfestigkeit der Masse mit MBTHP ist größer als bei der Masse
mit HHPA.
Die anderen mechanischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Masse sind denjenigen einer Masse mit
HHPA oder DDSA äquivalent. Es ist klar, daß die ungesättigten Bindungen im MBTHP Molekül beim
Kontakt mit Sauerstoff bei hoher Temperatur an der Oberfläche beim Härten vernetzen. Die Vernetzung
liefert einen Beitrag zur Härtungsreaktion. Es wird jedoch keine Beeinträchtigung der physikalischen
Eigenschaften des gehärteten Produkts aufgrund der ungesättigten Bindungen in der Masse beobachtet (z. B.
eine Oxydationsbeeinträchtigung aufgrund der ungesättigten Gruppen).
Eine Mischung von Härtern vom Säureanhydridtyp von MBTHP und HHPA im Verhältnis von 1 :1 wurden
mit dem Epoxydharz vermischt. 77 Teile MBTHP werden mit 77 Teilen HHPA vermischt, wobei eine
SäureanhydriGderivatmischung entsteht, welche bei Zimmertemperatur flüssig ist und ohne Zersetzung über
längere Zeit erhalten werden kann. Die Säureanhydridderivatmischung wird ferner mit 152,5 Teilen Bisphenol-A-Glyyidyläther
(1G4 Epoxydäquivalente) und mit 3 Teilen BDMA als Härtungsbeschleuniger vermischt und
die Mischung wrd bei vermindertem Druck (weniger als 2 rnm Hg) von Luft befreit, wobei die erfindungsgemäße
Epoxydharzmasse erhalten wird.
Wenn die Epoxydharzmasse bei 80" C während 2 Stunden vorbehandelt und bei 150°C während 10
Stunden gehörtet wird, so erhält man eine gehärtete Masse mit großer Festigkeit. Die thermische DeformationMcmperatur
der gehärteten Masse beträgt 121"C und auch die anderen physikalischen Festigkeitseigenschaften
sind ausgezeichnet.
Eine Mischung Von Häffern Vom Säureanhydridtyp «us MBTHP {tnd THPA im Verhältnis von 1 :1 wird mit
dem Epoxydharz vermischt. 76 Teile BMTHP werden mit 76 Teilen THPA bei 6O0C vermischt, wobei eine
Mischung von Säureanhydridderivaten entsteht Obwohl THPA einen Schmelzpunkt von 103 bis 1040C
aufweist, entsteht beim Vermischen mit MBTHP eine Mischung von Säureanhydridderivaten, welche bei 50
bis 600C in flüssiger Form vorliegt. Die Mischung der
Säureanhydridderivate wird p'^ichförmig mit 151,6
Teilen Bisphenol-A-Glycidylatm-r (184 Epoxydäquivalente)
und 3 Teilen BDMA vermischt, wobei die
,5 erfindungsgemäße Epoxydharzmasse erhalten wird.
Die Masse wird gegossen und bei 800C vährend 2
Stunden vorbehandelt und bei 16O0C während 10 Stunden gehärtet, wobei eine gehärtete Masse mit
großer Festigkeit erhalten wird. Die thermische Deformationstemperatur der gehärteten Masse lieg' bei
125°C und die anderen physikalischen Festigkeitseigenschaften
sind ebenfalls ausgezeichnet
Es wurde gefunden, daß das Gießverfahren recht einfach bewerkstelligt werden kann, wenn man MBTHP
zumischt, obwohl doch der verwendete Säureanhydridhärter bei Zimmertemperatur fest ist.
Ein Überschuß von MBTHP wird mit dem Epoxydharz vermischt. 100 Teile Bisphenol-A-Glydicyläther
(184 Epoxydäquivalente) werden gleichförmig mit einer 190,8 Teilen MBTHP und mit 3,5 Teilen BDMA
vermischt, wobei die erfindungsgemäße Epoxydharzmasse erhalten wird. In diesem Fall liegt ΜΒΤΉΡ in
einem 50%igen Überschuß, über die stöchiometrische Menge, bezogen auf das Epoxydharz, ve··. Die Mischung
wird während 4 Stunden bei 80°C vorbehandelt und
danach bei 1600C während 10 Stunden gehärtet, wobei
eine gehärtete Epoxydharzmasse mit großer Festigkeit entsteht.
Die thermische Deformationstemperatur des gehärteten Produkts beträgt 82,8" C und liegt somit um etwa
30" C unterhall' der thermischen Deformationstemperatur der stöchiometrischen Mischung des Epoxydharzes
und des MBTHP (Beispiel 1).
Eine geringe Menge MBTHP wird mit dem Epoxydharz vermischt. 100 Teile Bisphenol-A-Glycidyl-
äther (184 F.poxydäquivalente) werden gleichförmig mit
63.6 Teilen MBTHP und mit 1,6 Teilen BDMA vermischt, wobei die erfindungsgemäße Epoxydharzmasse
entsteht. Die Menge an MBTHP beträgt die Hälfte des stöchiometrischen ÄquiVileilts des Epoxyd-
65* harzes. Die Mischung wird während 2 Stunden bei #0°C
vorbehandelt und danach während 10 Stunden bei einer Temperatur vt? 15O0C gehaftet, wobei eine gehärtete
Epoxydhärzmasse mit großer Festigkeit entsteht. Die
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thermische Deformationstemperatui' der gehärteten Masse beträgt 93,20C und liegt somit um etwa 200C
unterhalb der therniisehen Defornialionstemperatur einer stöchiomelrischen Masse aus Epoxydharz und
MBTHP (Beispiel 1).
Aus den Beispielen 4 und 5 ergibt sich klar, daß es bevorzugt ist, etwa I Äquivalent MBTHP auf I
Epoxydäquivalent des Epoxydharzes zu vermischen (wenn nur MBTHP als Härter verwendet wird).
!30237/67
Claims (3)
1. Epoxydharzmasse, bestehend aus einem Epoxydharz mit mindestens einer Epoxydgruppe pro
Molekül und einem Härter und gegebenenfalls mit einem weiteren, mit dem Epoxydharz verträglichen
Harz und gegebenenfalls mit üblichen Epoxydharzzusatzstoffen und Füllmaterialien, dadurch gekennzeichnet,
daß sie als Härter pro Epoxydäquivalent des Epoxydharzes 0,1 bis 10 Mole
3-(/?-Methyl-2-butenyl)-5-methyi-lÄ3,6-tetrahydrophthalsäureanhydrid
oder ein hydriertes oder halogeniertes Derivat desselben, gegebenenfalls
zusammen mit anderen üblichen Härtern oder Härtungsbeschleunigern enthält
2. Epoxydharzmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,2 bis 2 Mole des Härters
pro Epoxydäquivalent des Epoxydharzes enthält
3. Verwendung der Epoxydharzmasse nach einem der Ansprüche 1 oder 2 zur Herstellung von
gehärteten Epoxydharzgegenständen durch Härtung in der Wärme.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP46077932A JPS5014280B2 (de) | 1971-10-06 | 1971-10-06 |
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| DE2248459C2 true DE2248459C2 (de) | 1982-09-16 |
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ID=13647842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (3)
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| US5073300A (en) * | 1988-06-14 | 1991-12-17 | Union Camp Corporation | Corrosion inhibitors |
Family Cites Families (1)
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-
1972
- 1972-10-03 DE DE2248459A patent/DE2248459C2/de not_active Expired
-
1974
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS-ERMITTELT |
Also Published As
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| JPS5014280B2 (de) | 1975-05-26 |
| DE2248459A1 (de) | 1973-04-12 |
| US3873501A (en) | 1975-03-25 |
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