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DE2242033A1 - Verfahren zur bearbeitung von landwirtschaftlichem boden o.dgl. und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zur bearbeitung von landwirtschaftlichem boden o.dgl. und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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Publication number
DE2242033A1
DE2242033A1 DE19722242033 DE2242033A DE2242033A1 DE 2242033 A1 DE2242033 A1 DE 2242033A1 DE 19722242033 DE19722242033 DE 19722242033 DE 2242033 A DE2242033 A DE 2242033A DE 2242033 A1 DE2242033 A1 DE 2242033A1
Authority
DE
Germany
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cutting
tool
wedge
cutting tool
parting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722242033
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Guettler
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE2242033A1 publication Critical patent/DE2242033A1/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B77/00Machines for lifting and treating soil
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B49/00Combined machines
    • A01B49/02Combined machines with two or more soil-working tools of different kind
    • A01B49/027Combined machines with two or more soil-working tools of different kind with a rotating, soil working support element, e.g. a roller

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bearbeitung von landwirtschaftlichem Boden o.dgl. und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbeitung von landwirtschaftlichem Boden o.dgl., bei dem der Boden in einer bestimmten Tiefe vom Untergrund abgetrennt und einer Ortsveränderung unterworfen wird. Desweiteren bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Neben der bodenwendenden Pflugarbeit wendet der Landwirt seit eh und Je erheblichen Arbeitsaufwand auf zur Eerrichtung eines möglichst optimalen Saatbettes in bezug auf Bodenkrümelung, richtige Krümelstruktur, Garezustand, Oberflächennivellierung, dichtes Saatunterbett und schließlich innige Vermischung der Bodenkrümel untereinander und mit dem aufgewendeten Dünger, den Spritzmitteln und den Pflanzenrückständen, um den verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturpflanzen einen bestmöglichen Standort und günstige Keim- und Wachstumsbedingungen zu geben.
  • Für die Bewältigung dieser Aufgabe sind zwei Bodenbearbeitungsverfahren bekannt, nämlich das seit Jahrhunderten im Prinzip gleich gebliebene Verfahren, die Oberkrume des vom Pflug uneben und schollig gewendeten Bodens mittels der dem Prinzip nach ebenfalls seit Jahrhunderten bekannten und von tierischer oder motorischer Kraft gezogenen Zinkenwerkzeuge, wie Eggen, Grubber, Kultivatoren usw., die in Jüngerer Zeit zum Teil in federnder Ausführung ausgebildet oder mittels federnder Anbringung elastisch arbeitend gemacht wurden, in der Oberfläche zu zerkleinern, zu zerteilen, zu krümeln, zu lüften und einzuebnen, und zwar so, daß der Boden bei der Bearbeitung im wesentlichen aus seiner Ebene nicht vertikal, sondern nur horizontal bewegt wird, wenn man das Köpfen von Schollenkämmen und das Einräumen in die Furchentäler außer Betracht läßt.
  • Dieses alte Verfahren befriedigt nicht annäherend, was die Zertrümmerung und die Krümelung von Erdschollen, vor allem aber das Ergebnis der pfluglosen Bearbeitung von harten, verkrusteten und ausgetrockneten Böden angeht, insbesondere bezüglich Gareförderung, Mischung der Bodenkrümel untereinander und mit Dünger, mit Spritzmitteln, mit Stoppeln und anderen Pflanzenrückständen. Auch die in den letzten Jahren bekannt gewordene Koppelung der verschiedenartigen Zinkenwerkzeuge mit nachfolgenden und am Boden abrollenden Krümelwälzeggen ZU sogenannten Gerätekombinationen konnte am Verfahren nichts ändern und brachte in den angeführten kritischen Punkten auch keine tiefgreifende Verbesserung. Auch die strichförmige Arbeitsweise aller bekannten Zinkwerkzeuge läßt zuviel unberührte Stellen in der bearbeiteten Bodenfläche, so daß neben den beschriebenen anderen Verfahrensmängeln die'Unkrautvernichtung lückenhaft erfolgt.
  • Die Vorteile von Zinkenwerkzeuge liegen jedoch in ihrer Einfachheit, Unkompliziertheit, in geringem Verschleiß, billigen Reparaturen, relativ niedrigen Anschaffungskosten Je Meter Arbeitsbreite, in großer Flächenleistung, geringer Wartungsnotwendigkeit, in problemloser und einfacher Handhabung.
  • Eine gewisse Verbesserung erwirkten zwar die von Motorkraft direkt angetriebenen Zapfwelleneggen, wo an Tragbalken angebrachte Eggenzinken seitwärts schwingend hin- und herbewegt werden. Sie haben sich aber nicht durchsetzen können, weil trotz teurer Bauweise die mögliche Arbeitsgeschwindigkeit relativ niedrig liegt, die Flächenleistung deshalb unbefriedigend ist, der Verschleiß und die Reparaturkosten hoch sind.
  • Mit der Verwendung von Traktoren in der Landwirtschaft wurde es bekannt, Motorkraft mit Hilfe der Zapfwellenübertragung direkt in vertikal (Fräsen) oder horizontal (Kreiseleggen) rotierende Werkzeuge einzuleiten, um mit diesen zwangsrotierenden Werkzeugen harte Bodenschpllen zu zertrümmern, harten, ausgetrockneten und evtl. mit Pflanzenrückständen bestandenen Boden ohne Pf luganwendung umzubrechen und sofort saatfertig zu machen und Dünger und Pflanzenrückstände intensiv einzumischen. Dabei wird bei den vertikal rotierenden Werkzeugen (Fräsen) ein eis des zu bearbeitenden Bodens unter der Fräsenabdeckhaube hochgewirbelt und dabei von den rotierenden Werkzeugen besonders stark gekrümelt und gemischt.
  • Dieses Bodenbearbeitungsverfahren befriedigt zwar voll und ganz hinsichtlich des Arbeitseffektes und des Arbeitsergebnisses, wie Schollenzertrümmerung, Bodenaufbruch, Durchlüftung, Krümelung, Krümelmischung mit Dünger und Pflanzenrückstände. Aber leider stehen den Verfahrensvorteilen schwerwiegende technische Nachteile gegenüber, welche die Vorteile wieder aufwiegen und zum Teil fragwürdig machen. Es sind dies ein relativ sehr großer Zugkraftbedarf, geringe Arbeitsbreite, niedrige Flächenleistung, hohe Maschinenanschaffungskosten und ein hoher Verschleiß an Werkzeugen, Getrieben, Zapfwellen usw. und eine geringe Schlagkraft.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bodenbearbeitung derart durchzuführen, daß die Verfahrensnachteile bei der Verwendung von Zinkenwerkzeugen und die technischen Nachteile der von Motorkraft getriebenen Werkzeuge und Geräte vermieden werden, Jedoch die technischen Vorteile von Zinkenwerkzeugen und die Verfahrensvorteile von mittels Motorkraft rotierenden Werkzeugen miteinander vereint werden.
  • Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Boden während des Abtrennvorganges einen senkrecht zur Trennebene verlaufenden Impuls erhält, dadurch hochgeworfen und während dieses Hochwerfens aufgelöst und intensiv vermischt wird.
  • Während mit bekannten Bodenbearbeitungsverfahren immer nur ein Teil des abgetrennten Bodens in die Höhe geschleudert wird, gelingt es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, die gesamte Bodenmasse in die Höhe und weg vom darunter verbleibenden Unterboden zu schleudern, so daß diese Bodenmasse eine gewisse Zeit frei in der Luft schwebt und ggfl. während dieser Zeitspanne von nachgeordneten Geräten, z.B. von einer Krümelwälzegge, erfaßt und weiter aufbereitet werden kann. Im Gegensatz zu Verfahren, wie sie beispielsweise mit von Hand betätigten Trennwerkzeugen mit band8jimiger Schneide bei der UnkrautJätung durchgeführt werden, wo der Boden. mit den unerwünschten Bestandteilen nur abgetrennt wird, bewirkt die Fallenergie der gesamten hoch;geworfenen Bodenmasse eine günstige Durcheinanderrieselung und kräftige Durchmischung. Größere Oberflächenunebenheiten werden ausgeglichen.
  • Es wird eine lockere Saatbeetschicht aufgeschüttet, ein guter Garezustand herbeigeführt und Dünger und Pflanzenrückstände werden gut eingemischt. Wie praktische Versuche bewiesen haben, können selbst ausgetrocknete, verkrustete und harte, schwere und mit Pflanzenrückständen besetzte Böden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit Vorteil behandelt werden.
  • Das Verfahren funktioniert in seiner Wirkung auf den abgetrennten Boden im wesentlichen auch dann, wenn kein nachgeschaltetes Folgegerät, z.B. eine Erümelwälzegge, zugeordnet ist. Es ist grundsätzlich auch anders als das durch deq Pflug bewirkte Bodenbearbeitungsverfahren. Ein Pflug trennt den Boden in einer bestimmten und meist größeren Tiefe zwar auqh ganzflächig ab, aber der abgetrennte Boden wird in der weiteren Folge auf der Oberseite des Streichbieches fortgleitend, mehr oder weniger schraubenförmig wendend, seitlich versetzt abgelegt, ohne in seiner Gesamtheit deutlich in die Höhe geworfen zu werden, so daß sich der abgetrennte Boden zeitweilig schwebend in der Luft befindet. Auch die Wirkung auf den abgetrennten Boden ist eine völlig andere als die Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung des Verfahrens kann das Abtrennen in einer einstellbaren Tiefe ganzflächig und in einer zur Bodenoberfläche parallelen Ebene erfolgen. Harter Boden wird bei der Bearbeitung nicht gewaltsam zerschlagen und dabei in seine Einzelkornstruktur zerlegt, sondern schonend aufgebrochen, so daß er seine garefördernde Lebendverbauung behält, die seine Fruchtbarkeit erst auswirkbar macht Als Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens wird eiD in den Boden einführbares, im wesentlichen keilartig mit einer unteren und oberen Keilfläche ausgebildetes Trennwerkzeug vorgeschlagen, das mit seiner Keilschneide iD der Trennebene liegt. Dieses Trennwerkzeug kann während des Trennvorganges vorteilhaft derart gehaltert sein, daß von der Keilschneide beginnend die untere Keilfläche einen Freiwinkel mit der Trennebene und die obere Keilfläche eine dem abgetrennten Boden einen Wurfimpuls verleihende Anstellfläche bildet.
  • Der Freiwinkel des Trennwerkzeuges, der gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung etwa 5 bis 10 Winkelgrad betragen kann, trägt vorteilhaft dazu bei, daß das Trennwerkzeug wegen fehlender Reibung an dem stehenbleibenden Boden mit geringeren Kräften bewegt werden kann. Die Anstellfläche, deren Winkel zur Trennebene etwa 14 bis 40 Winkelgrad, vorzugsweise Jedoch 25 bis 300 beträgt, leiht dem abgetrennten Boden beim Aufgleiten auf die Anstellfläche einen von der Bewegungsgeschwindigkeit des Trennwerkzeuges abhängigen Wurf impuls in Aufwärtsrichtung, so daß auf einfache Weise ein völliges Hochheben des abgetrennten Bodens in der Luft stattfindet.
  • Um beim Abtrennvorgang einen ziehenden Schnitt zu erzielen, kann die Keilschneide zu einer in der Trennebene senkrecht zur Bewegungsrichtung des Trennwerkzeuges liegenden Linie einen Winkel von etwa 20 bis 55 Winkelgrad, vorzugsweise einen Winkel von 35°, einnehmen. Um die Lebensdauer des Trennwerkzeuges zu verdoppeln, kann das Trennwerkzeug nach einem bevorzugten Merkmal der Erfindung - im Querschnitt gesehen - um eine senkrecht zur unteren Keilfläche oder zur jnstellfläche liegende Achse symmetrisch ausgebildet sein. Dadurch wird es beispielsweise nach einem Unbrauchbarwerden der einen Keilschneide möglich, die andere Keilechneide zu verwenden.
  • Das Trennwerkzeug kann mit einer annähernd im rechten Winkel nach oben abragenden Halterung versehen sein, wobei diese Halterung an dem in Bewegungsrichtung vorderen Ende des Trennwerkzeuges angeordnet sein kann. Nach bevorzugten weiteren Merkmalen kann die Halterung ebenfalls als Trennwerkzeug ausgebildet sein und gleich lang wie das Trennwerkzeug sein. Dadurch ist es vorteilhaft möglich, auch den zur Halterung dienenden Teil des Trennwerkzeuges nach entsprechendem Umdrehen zur Arbeit zu benutzen. Bei symmetrischer Ausbildung des Werkzeuges sind demzufolge vier Keilschneiden vorhanden, von denen jeweils eine zum horizontalen und eine zum vertikalen Abtrennen des Bodens benutzt werden kann. Nach dem Umdrehen kommen die entgegengesetzt liegenden Schneiden zum Einsatz, wobei die zuerst vertikal liegenden Schneiden dann horizontal liegen und umgekehrt.
  • Die Keilschneide bzw. die Keilschneiden können eine obere Schnittkante aus Hartmetall aufweisen. Diese Schnittkante kann z.B. aus Wolframcarbid bestehen und im Flammspritzverfahren aufgetragen sein. Da die nichtbeschichtete Schnittkanten-Unterseite sich schneller abnutzt als die harte Oberseite, wird die Schnittkante während des Trennvorganges ständig geschärft. Zur Erzielung großer Arbeitsbreiten können mehrere Trennwerkzeuge in Bewegungsrichtung hintereinander versetzt angeordnet sein, wobei sie vorteilhaft in ihrer Schnittwirkung sich überdeckend angeordnet sein können.
  • Baulich und funktionell günstig können die Halterúngen von jeweils zwei Trennwerkzeugen hintereinander angeordnet stein und das eine Trennwerkzeug kann nach der einen, das andere Trennwerkzeug nach der anderen Seite hin abragen.
  • Jeweils zwei Trennwerkzeuge können an einem Werkzeughalter angeordnet sein, der an einem vom Zugfahrzeug, z.B. Ackerschlepper, zu ziehenden Geräteträger federnd abgestützt ist. Dabei können die Werkzeughalter mit Schwingen parallelogrammartig angelenkt sein.
  • In einfacher Weise kann der Geräteträger aus einem quer zur Bewegungsrichtung liegenden zentralen Tragholm bestehen, an dem die die Werkzeughalter tragenden Schwingen mittels in Bewegungsrichtung liegender Holme angelenkt sind. Diese Holme können zugleich als Führungsholme für die Tragglieder eines im Abstand veränderbar anzulenkenden Folgegerätes z.B. einer Krümmelwälzegge, ausgebildet sein. Das Fdgegerät kann seinerseits an seinen Traggliedern mittels Schwingen angelenkt sein.
  • Vorteilhaft kann das Folgegerät zwei hintereinander an einem Traggerüst hängende Walzen umfassen, z-B. Krümelwalzen, und ein an den Traggliedern angeordneter Ausleger kann vorgesehen sein, der auf das Traggerüst drückt und Aufwärtsbewegungen des Traggerüstes und Schwingbewegungen der Walzen einstellbar begrenzt.
  • In der Zeichnung ist das Verfahren und sind Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens in Verbindung mit der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 bis 7 unterschiedliche Querschnittsformen von erfindungsgemäßen, schematisch dargestellten Trennwerkzeugen, Fig. 8 bis 10 ein Trennwerkzeug gemäß Fig. 4 bei der Bodenbearbeitung, Fig.11 bis 13 ein Trennwerkzeug gemäß Fig. 4 bei der Bodenbearbeitung in den in den Fig. 8 bis 10 gezeigten Phasen mit nachfolgender Krümelwalze, Fig. 14 ein Trennwerkzeug mit einer Halterung, die ebenfalls als Trennwerkzeug ausgebildet ist, Fig. 15 ein Arbeitsgerät mit erfindungsgemäßen Trennwerkzeugen und mit nachgeschaltetem Folgegerät, Fig. 16 eine Ansicht auf das Arbeitsgerät -gemäß Pfeilrichtung XVI aus Fig. 15 und Fig. 17 eine Ansieht von oben auf die Trennwerkzeuge des Arbeitsgerätes gemäß der Schnittlinie XVII-XVII aus Fig. 15.
  • Fig. 1 veranschaulicht ein von einem Stahlstreifen gebildetes Trennwerkzeug 1, das keilförmig ausgebildet ist und von der Keilschneide 2 an nach hinten verlaufend eine untere Keilfläche 3 und eine obere Keilfläche 4 aufweist. Um mit diesem Trennwerkzeug 1 Boden in einer zu seiner Oberfläche 5 parallelen Trennebene 6 abzutrennen und um diesem Boden einen Wurfimpuls zu geben, wird das Trennwerkzeug bei der Arbeit derart gehalten, daß die Keilschneide 2 in der Trennebene 6 liegt, zwischen der unteren Keilfläche 3 und dieser Trennebene 6 ein Freiwinkel' von etwa 5 bis 10 Winkelgrad und der Winkel»der als Anstellfläche dienenden oberen Teilfläche 4 zur Trennebene 6 etwa 14 bis 40, vorzugsweise aber 25 bis 30 Grad beträgt.
  • Das Trennwerkzeug 1 nach Fig. 2 hat grundsätzlich die gleiche Form wie das nach Fig. 1. Unterschiedlich ist lediglich, daß anschließend an die obere Keilfläche 4 eine zur unteren geilfläche 3 parallele Fläche 7 vorgesehen ist.
  • Das Trennwerkzeug 1 nach Fig. 3 ist um eine zur unteren geilfläche 3 senkrecht stehende Achse. 8 symmetrisch ausgebildet uqd zeigt eine kegelige Form. Dieses Trennwerkzeug ist mit zwei geilschneiden 2, 2a versehen. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 zeigt einen kegelstumpfförmigen Querschnitt für das ebenfalls zwei Keilschneiden 2, 2a aufweisende Trennwerkzeug 1.
  • Das Trennwerkzeug 1 nach Fig. 5 entspricht in seiner Form dem nach Fig. 2, lediglich in umgekehrter Anordnung. Das gleiche gilt für die Ausführungsform von TrenDwerkzeugen 1 nach den Fig. 6 und 7, die den Trennwerkzeugen nach den Fig. 3 und 4 in umgekehrter Anordnung entsprechen.
  • Wird ein Trennwerkzeug 1, beispielsweise in der Ausbildung nach Fig. 4, in einem ziehenden Schnitt in der aus Fig. 8 ersichtlochen Pfeilrichtung 9 mit seiner Keilschneide 2 in der Trennebene 6 parallel zur Oberfläche 5 durch den Boden gezogen, erfährt der abgetrennte Boden von der darunter fortgleitenden oberen Keilfläche 4 einerseits eine plötzliche und relativ starkwinkelige Umlenkung aus der horizontalen Sshnittebene, wobei der abgetrennte Boden krümelig von dem davor und über der Schnittebene stehenden Erdbalken kleinkrümelig abbröckelt und einen gegenüber der Schnitthorizontalen in die Höhe stoßenden Wurfimpuls erhält. Der hochgeworfene Boden durchläuft dabei die in den Fig. 8 bis 10 angedeutete Bahn und fällt dann auf die Trennebene 6. Von der noch stehenden und zu unterfahrenden Bodenschicht bröckelt Krümel für Krümel ab.
  • Selbst harter Boden wird nicht zerschlagen, sondern so schonend zerlegt, daß er seine für die Gare unbedingt nötige Lebendverbauung beibehält. Der hochgeworfene Boden fällt im wesentlichen wieder an seine ursprüngliche Stelle zurück, d.h. er wird in der Art einer Wellenbewegung weder rückwärts noch vorwärts noch seitwärts weit weggeschleudert. Beim Hochwerfen wird die vorherige Bodenstruktur aufgelöst und beim Zurückfallen auf den Unterboden findet eine kräftige Verkrümelung mit sich selbst und mit Dünger, Pflanzenrückständen usw. statt.
  • Es ergibt sich eine nivellierte,krümelige und lockere Schicht, die ein optimales Saatbett darstellt.
  • Für den Fall, daß dem Trennwerkzeug 1 ein Fplgegerät, z.B. eine Krümelwälzegge 10, zugeordnet wird, ist es nach den Fig. 11 bis 13 möglich, den hochgeworfenen Boden noch in der Luft von dem Folgegerät erfassen zu lassen, so daß eine besonders günstige Aufbereitung sichergestellt wird.
  • Zur Befestigung an einem Geräteträger ist das Trennwerkzeug 1 gemäß Fig. 14 mit einer ebenfalls als Trennmesser ausgebildeten Halterung 11 versehen. Die Halterung 11 steht in Fahrtrichtung gesehen an einem Ende des Trennwerkzeuges 1 etwa im rechten Winkel nach oben ab und ihre Länge entspricht der Länge des Trennwerkzeuges, das von der Halterung 11 aus mit seiner Keilschneide 2 in der Trennebene 6 zu einer senkrecht zur Bewegungsrichtung gemäß Pfeilrichtung 9 liegenden Linie 12 einen Winkel } von etwa 20 bis 55 Grad, vorzugsweise jedochvon 35 Grad, einnimmt. Dadurch wird ein ziehender Schnitt bei der Abtrennung des Bodens erzielt. Durch die Ausbildung der Halterung 11 als Trennwerkzeug werden Bodenanstauungen und Gleitbehinderungen an der Verbindungsstelle und ein Verschleiß der Halterung vermieden. Nach Umschlag kann die Halterung 11 zur Arbeit benutzt werden, während umgekehrt das vielleicht abgenutzte Trennwerkzeug als Halterung benutzt werden kann.
  • Für das Eindringvermögen des Trennwerkzeuges 1 in harte Böden und für Leichtzügigkeit, die besondere und in praktischen Versuchen festgestellte Vorteile dieses Werkzeuges sind, ist die keilförmige Profilierung von entscheidender Bedeutung, weil sich durch die stärkere Verschleißbeanspruchung der Keilschneide 2 an der Schnittkantenunterseite auf der Trennebene 6 eine dauernde Selbstschärfung ergibt. Ein geringerer Verscheiß, eine ungleich längere Schnitthaltigkeit und damit eine erheblich längere Nutzungsdauer und eine wesentlich größere Wirtschaftlichkeit wird weiter dadurch erreicht, daß auf die Oberseite der dünnen vorderen Schnittkante, die Jeweils im horizontalen Bodeneingriff steht, mittels geeigneten und an sich bekanntem Verfahren, z.B. Flammspritzverfahren, ein Streifen geeignetenHartmetalles, z.B. Wolframcarbid, aufgetragen wird, der in diesem Falle bewirkt, daß die nichbbeschichtete Schnittkantenunterseite schneller vom Boden abgetragen wird als die hartmetallbeschichtete Schnittkantenoberseite und letztere somit eine ständig scharfe Schnittkante hoher Standzeit darstellt.
  • Nach Fig.15 sind erfindungsgemäße Trennwerkzeuge 1 an einem Geräteträger 13 befestigt, der von einem Ackerschlepper o.dgl. in Pfeilrichtung 14 gezogen werden kann und dem ein als grümelwälzegge 10 ausgebildetes Folgegerät nachgeschaltet ist.
  • Wie aus Fig. 15 in Verbindung mit den Fig. 16 und 17 hervorgeht, sind Jeweils zwei Trennwerkzeuge 1 mit ihren Halterungen 11 hintereinanderliegend an Werkzeughaltern 15 derart befestigt, daß mit Bezug auf die Bewegungsrichtung des Geräteträgers in Pfeilrichtung 14 das eine Trennwerkzeug 1 nach der einen Seite, das andere nach der anderen Seite hin und nach hinten abragt.
  • Dabei ist die Anordnung derart getroffen, daß sich die Trennwerkzeuge 1 an einem der Werkzeughalter 15 mit denen des benachbarten Werkzeughalters in der Schnittwirkung überdecken.
  • Die Werkzeughalter 15 sind mit Schwingen 16 parallelogrammartig gegen die Wirkung von Federn 17 schwingbar an Holmen 18 angelenkt, die in Pfeilrichtung 14 liegend an einem zentralen Tragholm 19 befestigt sind. Die Holme 18 dienen zugleich als Führungsholme für die Tragglieder 20 des in der Folgelänge einstellbaren Folgegerätes 10, das zwei Krümelwalzen 21 an einem Traggerüst 22 umfaßt. Das Traggerüst 22 ist mit Schwingen 23 an den Traggliedern 20 angelenkt, derart, daß es auf und ab schwingen kann. Ein Ausleger 24 an den Traggliedern 20 drückt mit einer Gleitrolle 25 auf das Traggerüst und begrenzt einstellbar Schwingbewegungen des Traggerüstes und der Krümeiwalzen 21. Dabei wird die Andruckkraft von dem in der Zeichnung gestrichelt gezeigten hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagten Zylinder über einen Kolben aufgebracht. Es ist natürlich auch möglich, die Andruckkraft mechanisch aufzubringen. Mit dem Andruckzylinder wird im gezeigten Beispiel die Schnittiefe der Trennwerkzeuge 1 eingestellt. Diese Schnittiefe wird während der Arbeit durch die Abstützung der Gleitrolle 25 auf die Krümeiwalzen 21 eingehalten, die vertikal frei gegeneinander pendeln können.

Claims (22)

  1. Patent- und Schutzansprüche
    9 erfahren zur Bearbeitung von landwirtschaftlichem Boden o.dgl., bei dem der Boden in einer bestimmten Tiefe vom Untergrund abgetrennt und einer Ortsveränderung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden während des Abtrennvorganges einen senkrecht zur Trennebene verlaufenden Impuls erhält, dadurch hochgeworfen und während dieses Hochwerfens aufgelöst und intensiv vermischt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtrennen iD einer einstellbaren Tiefe ganzflächig und in einer zur Bodenoberfläche parallelen Trennebene erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein in den Boden einführbares, im wesentlichen keilartig mit einer unteren und oberen Keilfläche ausgebildetes Trennwerkzeug (1) vorgesehen ist, das mit seiner Keilschneide (2) in der Trennebene (6) liegt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennwerkzeug während des Trennvorganges derart gehaltert ist, daß von der Keilschneide (2) beginnend die untere Keilfläche (3) einen Freiwinkel (9 ) mit der Trennebene (6) und die obere Keilfläche (4) eine dem abgetrennten Boden einen Wurfimpuls verleihende Anstellfläche bildet.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeich-S net, daß der Freiwinkel ( w ) etwa 5 bis 10 Winkelgrad und der Winkel der Anstellfläche (4) zur Trennebene (6) etwa 14 bis 40 Grad, vorzugsweise 25 bis 30 Grad beträgt.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Eeilschneide (2) während des Trennvorganges zu einer in der Trennebene (6) senkrecht zur Bewegungsrichtung (9) des Trennwerkzeuges liegenden Linie (12) einen Winkel von etwa 20 bis 55 Winkelgrad, vorzugsweise von 35 Winkelgrad, einnimmt.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennwerkzeug-im Querschnitt gesehen - um eine senkrecht zur unteren Keilfläche oder zur Anstellfläche liegende Achse (8) symmetrisch ausgebildet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennwerkzeug mit einer in Fahrtrichtung gesehen annähernd im rechten Winkel nach oben abragenden Halterung (11) versehen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (11) an dem in Bewegungsrichtung vorderen Ende des Trennwerkzeuges angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung ebenfalls als Trennwerkzeug ausgebildet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennwerkzeug und die als Trennwerkzeug ausgebildete Halterung (11) annäher-nd gleich lang ausgebildet sind.
  12. 12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilschneide bzw. die Keilschneiden eine obere Schnittkante aus Hartmetall aufweisen.
  13. 13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung großer Arbeitsbreiten mehrere Trennwerkzeuge in Bewegungsrichtung hintereinander versetzt ange-S ordnet sind.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwerkzeuge in ihrer Schnittwirkung sich überdeckend angeordnet sind.
  15. 15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen von jeweils zwei Trennwerkzeugen hintereinander angeordnet sind und das eine Trennwerkzeug nach der einen, das andere nach der anderen Seite abragt.
  16. 16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß Jeweils zwei Trennwerkzeuge (1) an einem Werkzeughalter (15) angeordnet sind, der an einem von einem Zugfahrzeug, z.B. Ackerschlepper, zu ziehenden Geräteträger (13) federnd abgestützt ist.
  17. 17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeughalter (15) mit Schwingen (16) parallelogrammartig angelenkt sind.
  18. 18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Geräteträger (13) aus einem quer zur Bewegungsrichtung liegenden zentralen Tragholm (19) besteht.
  19. 19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die die Werkzeughalter (15) tragenden Schwingen (16) mittels in Bewegungsrichtung liegender Holme (18) am zentralen Tragholm (19) angelenkt sind.
  20. 20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die am zentralen Tragholm (19) angeordneten Holme (18) für die Werkzeughalter (15) zugleich als Führungsholme für die Tragglieder (20) eines im Abstand veränderbar anzulenkenden Folgegerätes (1o), z.B. einer Krümelwälzegge, ausgebildet sind.
  21. 21. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Folgegerät (10) an seinen Traggliedern (20) mittels Schwingen (23) angelenkt ist.
  22. 22. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Folgegerät (10) zwei hintereinander an ein Traggerüst (22) hängende Walzen (21) umfaßt, z.B.
    Krümelwalzen, und ein an den Traggliedern (20) angeordneter Ausleger (24) vorgesehen ist, der auf das Traggerüst drückt und Aufwärtsbewegungen des Traggerüstes und Schwingbewegungen der Walzen einstellbar begrenzt.
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FR2745680A1 (fr) * 1996-03-05 1997-09-12 Hauswirth Constructeur Dispositif de regeneration du sol

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2621265A1 (de) * 1975-05-15 1976-11-25 Lely Nv C Van Der Bodenbearbeitungsmaschine
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