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DE2134977A1 - Verfahren zum gewinnen von eisen ohne schmelzen des erzes und vorrichtung zur ausuebung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zum gewinnen von eisen ohne schmelzen des erzes und vorrichtung zur ausuebung des verfahrens

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Publication number
DE2134977A1
DE2134977A1 DE19712134977 DE2134977A DE2134977A1 DE 2134977 A1 DE2134977 A1 DE 2134977A1 DE 19712134977 DE19712134977 DE 19712134977 DE 2134977 A DE2134977 A DE 2134977A DE 2134977 A1 DE2134977 A1 DE 2134977A1
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DE
Germany
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iron
raw material
powdery
granular
extraction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712134977
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English (en)
Inventor
Ueki Kazufusa Erf
W-D Dipl Ing Fischer
Ludwigshafen Pat-Anwaelte
Fischer A H Dipl Ing Vtr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ATSUKAWA MASAMI MACHIDA TOKIO (JAPAN)
Original Assignee
ATSUKAWA MASAMI MACHIDA TOKIO (JAPAN)
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Publication date
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Publication of DE2134977A1 publication Critical patent/DE2134977A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/12Making spongy iron or liquid steel, by direct processes in electric furnaces
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/08Making spongy iron or liquid steel, by direct processes in rotary furnaces
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/10Making spongy iron or liquid steel, by direct processes in hearth-type furnaces

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Description

  • Verfahren zum Gewinnen von Eisen ohne Schmelzen des Erzes und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens Das zur Eisengewinnung als Rohstoff verwendete Eisenerz besteht im allgemeinen aus drei Oxidarten, nämlich Hämatit (je203), Magnetit (Fe3O4) und Raseneisenerz (2Fe2O3. 3H2O).
  • Die Gewinnung von Eisen aus diesen Oxiden geschieht in zwei Stufen: Zunächst wird der chemisch an das Eisen gebundene Sauerstoff abgetrennt (reduziert-) und dann wird die mechanisch mit dem Eisen verbundene Gangart abgetrennt (dieser Schritt wird als "Trennung des Eisens von der Gangart" bezeichnet).
  • Das industriell für die Ausübung des ersten Schritts also des Reduzierens des Eisenerzes am n.iufigsten verwendete Verfahren besteht darin, daß die Stoffe, aus denen das Eisen gewonnen werden soll, in Verbindung mit einem Material, dem Reduktionsmittel, erhitzt werden, das eine stärkere Affinität zu Sauerstoff hat als das Eisen. Als Reduktionsmittel wird im allgemeinen fester Kohlenstoff (Koks) verwendet.
  • Beim zweiten Schritt, dem Trennen des Eisens von der Gangart, wird das Eisenerz gleichzeitig erhitzt, um die Verbindungskräfte zwischen Eisen und Gangart herabzusetzen, und einer Kraft unterworfen, die das Eisen von der Gangart abtrennen soll. Daraus ist zu schlossen, daß ein wesentliches Moment bei der Eisengewinnung die gleichzeitige Anwendung von Wärme und Kraft auf das Eisenerz ist.
  • Bei den Bemühungen um ein übliches Eisengewinnungsverfahren war man geneigt, der Wärmeenergie die größte Bedeutung zuzumessen, obwohl es bekannt war, daß zur Eisengewinnung sowohl Wärmeenergie als auch Krafteinwirkung erforderlich sind, und die Kraft wurde durch Einwirkenlassen der Schwerkraft ausgeübt. Ausserdem wurde die für die übliche Eisengewinnung erforderliche Wärme bisher aus einer einfachen Verbrennung gewonnen (manifesteWärme).
  • Mit anderen Worten, es ist festzustellen, daß das vollständige Schmelzen des Erzes für die Eisenherstellung, so lange die Schwerkraft als trennende Kraftwirkung engesetzt wird, unbedingt erforderlich ist. Um das vollständige Schmelzen des Erzes zu erreichen, ist reiches Erz, fette Kohle oder Magerkohle und im voraus angereicherte Kohle erforderlich. Gleichzeitig muß der Schmelzpunkt der Schlacke durch Herrichtung der Gangart herabgesetzt werden, und die Verbrennungstemperatur.muß heraufgesetzt werden durch Windfrischen o, dgl,. Daher ist das für das Eisenschmelzverfahren erforderliche Rohmaterial erschöpft, und infolgedessen steigen die Kosten für das Rohmaterial. Unter diesen Umständen und angesichts der umfangreichen Anlagen, die für das Erzschmelzverfahren erforderlich sind, müssen die Kosten für das gewonnene Eisen erheblich steigen Die wesentliche Aufgabe der Erfindung besteht demnach in der Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Eisengewinnung, das vom industriellen Standpunkt aus brauchbar und sehr wirtschaftlich ist, sowie einer Vorrichtung zur Ausübung eises Verfahrens.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt in der Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Eisengewinnung, nach welchem Eisenteilchen (oder Eisenmasse) von der Gangart mit Hilfe von Joulescher Wärme und elektromagnetischen Kräften getrennt wird, wobei Wärme und Kraft durch unmittelbare Zuführung von Wechselstrom in die Anhäufung von staubförmigem oder körnigem Eisengewinnungsrohstoff erzeugt wird.
  • Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung für d ie Eisengewinnung anzugeben, die Vorrichtung weist einen elektrischen Drehofen mit einer Vorerhitzungszone und einer Eisengewinnungszone auf; der Drehofen ist geneigt und drehbar, und die Eisengewinnungszone liegt unterhalb der Vorerhitzungszone und in der Eisengewinnungszone befindet sich eine Anzahl Ringelektroden in passendem gegenseitigen Abstand, die zum Zuführen eines Wechselstroms in die Anhäufung eines staubförmigen oder körnigen Rohmaterinls dienen, das fortlaufend in die l.isengewinnungszone eingetragen wird.
  • Die Erfindung hat ausserdem die Aufgabe, eine Eisengewinnungsvorrichtung anzugeben, die einen Tunnelofen, in dessen Innenraum sich ein endloses metallband zum Transport eines pulverförmigen oder körnigen Rohmaterials befindet, sowie eine Vorerhitzungseinrichtung aufweist, die die Ober- und Unterseite des auf das endlose Band dünn aufgeschichteten pulvrigen und körnigen Rohmaterials erhitzt.
  • Eine wesentliche Aufgabe der Erfindung ist die Enticklung einer Eisengewinnungsvorrichtung, in der eine Anzahl feuerfester Tiegel in Form von rechtwinkligen rIexaedern mit einer offenen Ebene zur Aufnahme von vorerhitztem pulvrigen und körnigen Rohmaterial in Gestalt eines endlosen Bandes angeordnet sind, wobei jeder einzelne Tiegel mit zwei beweglichen Elektroden versehen ist, die mit einer Anzahl Aussenelektroden zusammenwirken, die auf einem umgebenden Au-ssengerüst angebracht sind; in jedem einzelnen Tiegel werden Eisenkörner (oder Eisenmasse) von bimssteinartiger Schlacke (oder Gangart) getrennt.
  • Wesen, Nutzen und Grundlagen der Erfindung ergeben sich deutlicher aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen, die folgendes zeigen: Fig. 1 eine graphische Darstellung der Beziehungen zwischen dem spezifischen Widerstand und der Temperatur bei der Erhitzung einer Anhäufung von pulvrigem und körnigem Rohmaterial; Fig. 2 eine graphische Darstellung der BeziehunsM zwischen der Zeit und der Temperatur in der Arihiufung und der Beziehung zwischen der Zeit und der Stromdichte des in der Anhäufung eines pulvrigen und körnigen Ponmaterials fliessenden Stroms, wenn eine bestimmte Spannung an die An}liufunT gelegt wird; Fig. 3 eine schematische Darstellung der Zechselwirkung von elektromagnetischen Krfiften, die hervorgerufen werden, wenn Strom durch zwei neheneinander liegende Leiter geschickt wird; Fig. 4 eine schematische Darstellun ,T, einer elektromagnetischen Koagulation geml'i3 der Erfindung; Fig. 5 eine schematische Darstellung des Vorgangs, bei (A-C) dem ein Eisenbestandteil und andere Bestandteile nacheinander von körnigen, den Eisenbestandteil enthaltenden Erzen unter dem Einfluß der elektromagnetischen Koagulation abgetrennt werden; Fig. 6 ein Diagramm, das die Ers-cheinung erläutert, daß eine Anziehungskraft (Zentripetalkraft) auf körnige Erze mit einem Eisenbestandteil unter dem Einfluß elektromagnetischer Koagulation erfindungsgemäß ausgeübt wird; Fig. 7 einen Vertikalschnitt durch einen elektrischen Drehofen nach der Erfindung, die Bewegungsverhältnisse des Rohmaterials in dem Ofen verdeutlichen; Fig. 8(A) bis 8(C) einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform der Erfindung bzw. einen Längsschnitt durch einen wichtigen Teil dieser Ausführungsform bzw. einen Schnitt längs der Linie VIIIc-VIIIc in Fig. 8(B); Fig. 9(A) eine schematische Darstellung des Prinzips für den Fall der Behandlung der Anhäufung eines pulvrigen und körnigen Rohmaterials, das von einem endlosen Band zugeführt wird; Fig. 9(B) bis 9(E) einen Schnitt durch einen einzelnen Tiegel, der die Form eines rechtwinkligen fiexaleders mit einer offenen Fläche hat und der das endlose Band nach Fig. 9(A) bildet, bzw. eine Draufsicht auf einen Tiegel bzw. einen Schnitt längs der Linie IXD-IXD in Fig. 9(B) bzw. einen Schnitt längs der Linie IXE-IXE in Fig. 9(C); Fig. 9(F) eine schematische Darstellung der Anhäufung eines pulvrigen und körnigen Rohmaterials nach Fig. 9(A), das in Stücke senkrecht zur Bewegungsrichtung des endlosen Bands aufgeteilt ist; Fig. 9(G) einen Schnitt durch einen Teil des endlosen Bandes, das durch Verbinden der einzelnen Tiegel nach Fig. 9(B) bis 9(E) entsteht, indem man die unteren Tiegelkanten durch Gelenke aneinanderschließt; Fig. 10(A) eine weitere Ausführungsform der ERfindun mit Tiegeln nach den Fig. 9(B) -bis 9(E); Fig. 10(B) bzw. 10(C) einen Schnitt längs der Linien X -X bzw. längs der Linie Xc-Xc in Fig. 10(A).
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges Verfahren der Ilisengewinnung, nach welchem Joulesche Wärme aus einem Wechselstrom, der unmittelbar in dem pulvrigen und körnigen Eisenrohrerz fließt, für die Trennung eines Eisenbestandteils von der Cangart, die zusammen das Eisenerz ausmachen, benutzt wird, d.h. für einen Frischprozeß, und amine auf diesem Strom basierende elektromagnetische Kraft als Kraft für den Trennvorgang benutzt wird; ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.
  • Das technisch üblicnste und wirtschaftlichste Verfahren zum Reduzieren eines Eisenbestandteils in Erz besteht im bloßen Erhitzen des Gemiscns von Erz und Koks. In diesem Fall sind die grundlegenden Parameter, die die Ccschwindigkeit und den Wirkunsgrad der Reduktion bestimmen, jedoch die spezifische Oberfläche des Rohmaterials und die Wärmeleitgeschwindigkeit und das Wärmeleitvermögen, die dem Rohmaterial erteilt werden können.
  • Ausserdem ist die spezifiscne Oberfläche einer festen Substanz umgekehrt proportional der Korngr3sse. Daher läßt sich eine massive Substanz am schlechtesten reduzieren, während dieser Vorgang bei einer pulvrigen und körnigen Substanz am leichtesten abläuft. Es ist daher offensichtlich, daß der wirksamste Reduktionsvorgang dadurch erzielt werden kann, daß die Wärme mit hoher Geschwindigkeit und hohem Wirkungsgrad in der Mitte der Anhäufung des pulvrigen und körnigen Rohmaterials zugeführt wird.
  • Wie erwähnt, ist eine der Bedingungen, unter denen eine maximal hohe Reduktionsgeschwindigkeit und Reduktionswirksarakeit erzielt werden kann, dß "die Korngrösse des Ronrnaterials" gering ist, und die andere ist, daß "das Eindringen der W'irme dem Rohmaterial ausreichend gut angepaßt ist". Da aber ein Gas, das von allen Substanzarten die geringste Wärmeleitfähigkeit besitzt, sich innerhalb der Anhäufung des pulvrigen oder körnigen Rohmaterials befindet, hat die Anhäufung eine ausserordentlich niedrige Wärmeleitfähigkeit.
  • Daher läßt sich dieses Problem nicht mit den klassischen Verfahren der Eisengewinnung lösen, in denen manifeste Wärme verwendet wurde.
  • Andererseits hat es sich herausgestellt, daß der elektrische Widerstand der Anhäufung des pulvrigen oder körnigen Materials, das ein Gemisch von Substanzen darstellt, die sämtlich einen negativen Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstandes aufweisen, wie er in Keramik, Koks und Eisenerz mit verschiedenen Metalloxiden ermittelt wurde, ebenElls einen negativen Temperaturkoeffizienten hat, und der absolute Betrag dieses negativen Werts ist ausserordentlich hoch. Ausserdem sinkt der elektrische Widerstand, wenn die Anhäufung aufgeheizt wird, erheblich ab, und die Abnahmeänderung des elektrischen Widerstands ist erheblich im Bereich relativ niedriger Temperaturen, wie Fig. 1 erkennen läßt. Es ist daher einzusehen, daß, wenn das pulverige oder körnige Material erhitzt wird, der Widerstand wegen dieser Erhitzung schnell absinkt und daher schnell ein elektrischer Strom durch das Rohmaterial fließt. Eines der wichtigsten und grundlegendsten Merkmale ist, daß die Stromleitfähigkeit hinsichtlich des pulvrigen oder körnigen Rohmaterials zunehmend ansteit, wenn das Material erhitzt wird. Der erwähnte Strom (Elektronenstrom) kann bei normaler Temperatur'die Anhäufung von pulvrigem oder körnigem Material nicht durchfliessen. Bei Erhitzung der Anhäufung kann jedoch der Strom leicht hindurchfliessen, und er stößt zusammen mit Atomen und Molekülen, die die Anhäufung bilden, wodurch Bewegungsenergle, die jedem Elektron innewohnt, in Wärmeenergie umgewandelt wird; in diesem Fall ist die Wärmeeindringgeschwindigkeit in dem pulvrigen oder körnigen 1Material gleich der Geschwindiçkeit der Stromleitung.
  • Im Gegensatz zu dem eben Gesagten zeigt die bisher verwendete Verbrennungswärme oder manifeste Wärme nur geringes Lindringvermögen in die Anhäufung des pulvrigen oder körnigen Rohmaterials.
  • Die GrÜnde hierfür sind: Die Verbrennungswärme ist die Bewegungsenergie von Gasmolekülen (beispielsweise von CO2, 1420 und dergleichen), die durch die Verbrennung erzeugt werden. Diese Moleküle sind ausserordentlich viel grösser und schwerer als das Elektron. Daher können die Moleküle nur unter Schwierigkeiten in die Anhciufung von pulvrigem oder körnigem Material eindringen. Daher trifft alle manifeste Wärme auf die Oberfläche der Anhäufung und wird dann in Wärmeenergie an der Oberfläche umgewandelt. Dann wird die auf diese Weise umgewandelte Wärmeenergie in das Innere der Anhäufung eingeleitet.
  • Die Substanzen, die die Anhäufung von pulvrigem oder körnigem Rohmaterial bilden, weisen Keramik, Koks und Gas in deren Staubteilchen und Körnern auf, und jeder dieser Stoffe ist ein schlechter Wärmeleiter. Die lI.irmeleitfähigkeit in der Anhäufung ist daher als nahezu Null zu betrachten.
  • Nach der Erfindung wird im Inneren der Anhäufung pulvrigen oder körnigen Materials Joulesche Wärme erzeugt, indem der Anäufung ein Wechselstrom zugeführt wird, und die auf diese Weise erzeugte Joulesche Wärme ist in der Lage, das Rohmaterial mit hoher Geschwindigkeit und hohem Wirkungsgrad aufzuheizen, wodurch sich die Reduktionsgeschwindigkeit und der Reduktionswirkungsgrad erheblich verbessern lassen, Fig. 1 zeigt, daß mit dem Aufheizen der Anhäufung von pulvrigem oder körnigen Material der spezifische 11oder stand der -Anhäufung stark abnimmt. Daher ist zu erwarten, daß ein Strom eine vorerhitzte Anhäufung leicht durchfliessen kann. Die Anhäufung pulvrigen oder körnigen Rohmaterials hat (1) einen negativen Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstands, (2) eine sehr niedrige Wärmeleitfahigkeit und ist (3) äusserst ungleichförmig in ihrem Aufbau. Mit anderen Worten, die Eigenschaften der Anhäufung sind gerade entgegengesetzt denjenigen von Metall. Daher kann natürlich erwartet werden, daß die Erscheinungen des Stromflusses beim Zuführen eines Stroms unmittelbar in die pulvrige oder körnige Anhäufung sich erheblich von denjenigen des Stromflusses in einem metallischen Leiter unterscheidet. Beispielsweise ist ein Metall sehr homogen in seinem Aufbau und zeigt eine gleichförmige Widerstandsverteilung. Dementsprechend ist die Stromdichte im gesamten Metall gleichförmig, und der Strom verteilt sich über das Metall im Verlauf der Zeit. Im Gegensatz dazu sind bei der pulvrigen oder körnigen Anhäufung wegen ihres ungleichförmigen Aufbaus erhebliche örtliche Abweichungen der Werte des elektrischen Widerstands, der Stromdichte und der Erwärmung zu beobachten, weshalb angesichts der dusserst niedrigen Wärmeleitfähigkeit die Stromverteilung und Stromaufnahme gestört werden. Bei vielen im Zickzack verlaufenden Stromfäden, die weitgehend parallel laufen und in -der pulvrigen und körnigen Anhäufung erzeugt werden und d eren Stärken sich voneinander unterscheiden, nimmt die Stärke eines starken Stroms mit der Zeit noch zu, und infolgedessen verstärkt sich der Unterschied zwischen einem starken Stromfaden und einem schwachen Stromfaden.
  • Schließlichkonzentrieren sich alle die pulvrige oder körnige Anhäufung, die zwischen zwei Elektroden liegt, -durchziehenden Ströme auf einen- einzigen Strompfad. Diese Erscheinung wird als Konzentration des elektrischen Stroms" bezeichnet.
  • Die Konzentratinn des elektrischen Stroms soll anschliessend analysiert werden: Die Rate (V) der Widerstands abnahme der pulvrigen oder körnigen Anhäufung ist proportional der Temperaturanstiegsrate (V1) der Anhäufung, die Temperaturanstiegsrate (V1) wiederum ist proportional der Stromstärkeanstiegsrate (V2), während die Stromstärkeanstiegsrate (V2) der eingangs genannten Rate (V) der Widerstandsabnahme der pulvrigen oder körnigen Anhäufung proportional ist. Mit andere Worten, die beschriebenen Beziehungen lassen sich durch die Formel (V)oC (V1) (V2 )oc (V) ausdrücken. Diese Faktoren stehen in der Beziehung von Ursache und Wirkung untereinander und wachsen in einer Kettenreaktion.
  • Es ist nun einzusehen, daß, wenn eine anzulegende Spannung auf einen bestimmten Wert festgesetzt ist, sowohl die Temperatur der-pulvrigen oder körnigen Anhäufung als auch die Stromdichte in der Anhäufung in p-arabolischer Weise mit der Zeit anwachsen, d.h. proportional dem Quadrat des Zeitablaufs. Ferner ist natürlich die Zuwachsrate der Stromkonzentrationserscheinung proportional der angelegten Spannung. Es ist eines der besonderen Merkmale der Erfindung, daß die Stromstärke und die Zuwachsrate willkürlich gesteuert werden können. Als Stromversorgung wurde vom Standpunkt der Industrie aus für richtig gehalten, eine Spannung von 100 Volt/m bei 50 bis 60 Hz an die auf 800°C vorerhitzte pulvrige oder körnige Anhäufung zu legen, und die abschließende Stromdichte wurde in der Grössenordnung von 100 Amp/cm² gewählt, indem der Strom 30 bis 60 sec hindurchgeleitet wurde. In diesem Fall entwickelt sich keine übermäßig starke Stromkonzentrationswirkung, weil (1) die temperaturabhängige Widerstandsabnahme bei hoher Temperatur einen SEttiguRgszustand erreicht und (2) die pulvrige oder körnige Anhäufung bei hoher Temperatur nicht mehr einen so ausgesprochenen Wärmeisolator darstellt. Mit anderen Worten, die Querschnittsfläche der Konzentration elektrischen Stroms ist auf einen bestimmten Betrag abgegrenzt, je nach der Art des Rohmaterials. Experimentell hat sich gezeigt, daß beim Anlegen einer 50 Hz-Spannung von 50 bis 200 Volt/m die Querschnittsfläche des Strompfads zwischen 25 und 35 cm lag. Als Basis für die Planung eines industriell ausnUtzbaren Verfahrens und einer dazu geeigneten Vorrichtung kann somit dienen, daß beim mmlttelbaren Durchleiten eines Stroms eine Begrenzung der Querschnittsfläche des Strompfads stattfindet.
  • Die Trennung von Eisen und Gangart soll nun im einzelnen betrachtet werden. Um eine Trennung des Eisenbestandteils und der Gangart voneinander herbeizuführen, muß gleichzeitig Wärme (H) zum Herabsetzen der den Eisenbestandteil mit der Gangart verbindenden Kräfte als auch eine Ablösungskraft (F), die die beiden Stoffe trennt, angewandt werden. Es ist bekannt, daß in diesem Fall die Wärme (H) u?ld die Kraft (F) einander umgekehrt proportional sind Daher ist es der unzureichenden Kraft F, nämlich der Scnwerkraft, zuzuschreiben, daß Metall und Gangart bei der Eisengewinnung nur mit der üblichen Methode des Erzschmelzens getrennt werden. Wenn es daher möglich ist, eine der Trennung des Eisens von der Gangart dienliche Kraft, die stärker ist als die Schwerkraft, aufzufinden, so kann die Trennung von Eisen und Gangart sogar im festen Erz, das gefingfUgig erweicht ist, oder im halbersc-hmolzenen Erz erfolgen, obwohl das Erz nicht vollständig erschmolzen ist.
  • Nach der üblichen Methode müssen folgende Bedingungen für das vollständige Schmelzen der Rohstoffe erfüllt sein: Verwendung von reichem Erz und fetter Kohle, oder Anreichern von armem Erz und Magerkohle, Erhitzen des Luftstroms auf hohe Temperatur, Zufuhr von Schweröl und Sauerstoff, Verwendung eines hochtemperaturbeständigen Ofens; wenn jedoch ein Verfahren zur Eisengewinnung bei einer unter 1000°C liegenden Temperatur und für das ein Schmelzen des Erzes nicht erforderlich ist, entwickelt wird, fallen alle oben genannten Voraussetzungen weg,und das Eisen kann daher mit geringen Kosten gewonnen werden.
  • Es sei angenommen, daß zwei kugelförmige Metallteilchen mit dem Durchmesser 11(cm) bzw. 12(cm) mit einem gegense'itigen Abstand von d (cm) aufgestellt werden und daß parallel r1ließende Ströme der Stromstärke ii (Amp.) bzw.
  • i2(Amp.) die Teilchen durchsetzen(Fig. 3); nach dem Biot-Savart'schen Gesetz wirken dann gegenseitige Anziehungskräfte der Gtösse F1 (Dyn) bzw. F 2 (Dyn) auf die Teilchen. Die Grösse der Kräfte wird durch die folgenden Beziehungen gegeben: ili2 F1 = -0,02 d 1i (Dyn) ii F1 = 0,02 d12 12 (Dyn) Die Grösse der Anziehungskraft zwischen den Eisenteilchen ist demnach proportional dem Produkt der Stärke der die Eisenteilchen durchsetzenden Ströme. Daher ist, wenn die zunehmende Stromdichte am Ende der Konzentrationsperiode des elektrischen Stroms bis auf 100 A/cm2 anwächst, die Grösse einer das Eisen von der Gangart trennenden Kraft fünfzehnmal so groß wie bei der Anwendung der Schwerkraft. Da ferner diese Kraft in "einer Richtung gegenseitiger Anziehung" wirkt, ergeben sich daraus die folgenden Wirkungen: (1) Elektromagnetische Koagulation: Wenn elektrische Ströme in einer Richtung senkrecht zur Zeichenebene (Fig. 4) und von oben auf diese Ebene geleitet werden, wirken auf drei Metallteilchen A bzw. B bzw. C wechselseitige Anziehungskräfte, die durch die Pfeile A1, 2 bzw. B1, B2 bzw. C1 und C2 gekennzeichnet sind. Nimmt man an, daß die Teilchen beweglich sind, so verlagern sie sich in Richtung der Pfeile A3, B3 und C3.
  • und treffen am Punkt 0 aufeinander. Aus der Pulvermetallurgie ist es allgemein bekannt, daß in diesem Fall, wenn die Temperatur jedes Teilchens oberhalb von 2/3 seines Schmelzpunktes liegt, die auf diese Weise konzentrierten Teilchen zu einem Kristall zusammentreten.
  • Somit bewegen sich zahllose, in der Gangart verteilte Metallteilchen auf das Zentrum zwischen elektrischen Strömen hin und koagulieren in Gestalt eines Metallstabes, dessen Mittelachse der Mittellinie zwischen den elektrischen Strömen entspricht. Diese Erscheinung soll als "elektromagnetische Koagulation" bezeichnet werden.
  • Nach Fig. 5(A) sind Metallteilchen, durch schwarze Punkte angedeutet, in Erzteilchen a, b, c und d verteilt; die Metallteilohen koagulieren zunächst zu grösseren Metall teilchen (Fig. 5(B)). Diese koagulierten Metallteilchen werden dann aus den Erzteilchen nach Fig. 5(C) herausgtezogen. Auf diese Weise wachsen die Metallteilchen zu einem stabförmigen Eisenstück zusammen durch Koagulation des dritten, vierten usw.. Wird jedoch die elektromagnetische Koagulation an einem Rohmaterial ausgeführt, das in einem Drehofen umgewälzt wird, wird das entstehende rissen in Stücke zerschnitten, so daß Eisenkörner entstehen.
  • Wenn ausserdem eine Kraft in einer einzigen Richtung, wie im Falle der Schwerkraft oder einer Zentrifugalkraft, wirkt, läßt sich die Trennung zwischen Eisen und Gangart nur ausführen, wenn ein Ofenboden (für den Fall der Schwerkraft) oder eine Ofenwand (für den Fall der Zentrifugalkraft) vorhanden ist. Demgegenüber sind im Falle einer gegenseitig wirkenden Anziehung die Kraftrichtungen einander entgegengesetzt, wie in Fig. 6 angedeutet, und die Gangart selbst dient als Trägermaterial. Zur Trennung des Eisens von der Gangart sind daher Ofenboden und Ofenwand nicht erforderlich. In Fig. 6 sind Erzteilchen a, b, c und d dargestellt, Metallteilchen al undcl als schwarze Flecken, auf die Metallteilchen al und cl wirkende elektromagnetische Kräfte A2 und C2 sind durch Pfeile wiedergegeben, und die Pfeile B1, B2, D1 und D2 stellen die Reaktionskräfte dar, die an den Berührungspunkten der Erzteilchen auftreten, um den entsprechenden elektromagnetischen Kräften A2 und C2 entgegenzuwirken. Da eine eigentliche Unterstützung wegfällt, ist eine feuerfeste Ausmauerung entbehrlich. Ferner wird es dadurch möglich, Eisen im Drehofen zu gewinnen, obwohl das bisher nicht möglich war wesen der an der feuerfesten Ausmauerung auftretenden korrosion urid des Anhafteris der Schlacke, und eine Itassen-@roduktionsanlage mit endlosen Band, das sich nur bei ilrlemm das L.rz nicht schmelzenden Verfahren anwenden lcilst-, ]ifst- sich Ilun fiir die Eisengewinnung einsetzen.
  • Anschliessend soll die automatische Steuerung der Zuführung des elektrischen Stroms in das Rohmaterial untersucht werden.
  • Nachdem aLle in dem Rohmaterial enthaltenen reduzierbaren Mezal7teilchen herausgezogen sind, nimmt der elektrische Widerstand des Sehlackenmaterials schnell zu.
  • Daher wird gleichzeitig mit dem Herausholen des Metalls der in der Schlacke fliessende Strom von selbst verringe, Diese Tatsache ist einer der Grunde, weshalb die ohne Schmelzen des Erzes arbeitende Methode verwirklicht werden kann. Somit können gemäß der Erfindung die in jedem pulvrigen oder körnigen Erzteilchen enthaltenen Hetallteilohen, die sich zahllos in dem Rohmaterial befinden, vollständig extrahiert werden, während niemals Strom in Teilchen fließt, die aus Schlackenmaterial bestehend Diese speziellen Eigenschaften lassen sich für die Eisengewinnung wirkungsvoll ausnützen. Daher ergibt sich selbst für den Fall, dz3 arme Erze und Magerkohle in unverändertem Zustand als Rohmaterial verwendet werden, eine Möglichkeit zur wirtschaftlichen Eisengewinnung.
  • Gemaß der Erfindung kann der Strom, der in das Rohmaterial zum Reduzieren oder Erhitzen des Erzes geleitet wird, unverändert zur Ausübung der elektromagnetischen Wirkung ausgenützt werden, und sobald die Reduzierung abgeschlossen ist, ist auch die Trennung des Eisens von der Gangart abgeschlossen.
  • Anschliessend soll eine ausgeführte, zur Ausübung der Erfindung geeignete Vorrichtung beschrieben werden Um einen elektrischen Strom unmittelbar in das pulvrige oder körnige Rohmaterial gemäß der Erfindung leiten zu können, muß die pulvrige oder körnige Anhäufung vorerhitzt werden, damit ihr spezifischer Widerstand abnimmt. Das erste Problem ist, wie die pulvrige oder körnige Anhäufung vorerhitzt werden kann. Wenn der Strom durch das solcherart vorerhitzte Rohmaterial geleitet wird, ergibt sich eine teilweise verdichtete Stromdichte (unter Bildung von Zickzackstrompfaden). Jedoch ist die Anstiegszeit (zur Vollendung der Reduzierung und der Trennung des Eisens von der Gangart) verhältnismässig kurz (30 bis 45 Sekunden), und der Bereich (die Querschnittsfläche des Zickzackpfads), wo die Konzentration des elektrischen Stroms erfolgt, hat nur eine kleine Flächenausdehnung (25 bis 35 cm2). Um die Ausbeute zu vergrössern, muß daher der Strom das Rohmaterial nur stückweise durchsetzen. Dieses Verfahren der Stromzuführung stellt ein zweites Problem dar.
  • Durch die Konzentrierung des elektrischen Stroms wird das Eisenton der Gangart getrennt und wird der das Schlackenmaterial durchsetzende Strom automatisch gesenkt, aber der Strom fließt weiterhin in das pulvrige oder körnige Eisen oder das stabförmige Eisen. Ein drittes Problem besteht darin, diesen hohen Strom abzuschalten.
  • Schließlich ist die Temperatur des von der Gangart abgetrennten körnigen und stabförmigen Eisens erheblich hoch (ungefähr 10000C). Wenn dieses Eisen daher mit oxydierindem Gas in Berührung kommt, werden die Eisenoberflächen oxydiert. Diesen Vorgang zu unterbinden ist ein viertes Problem.
  • Hinsichtlich des ersten Problems sollten, da die Vorerhitzungstemperatur verhältnismässig niedrig liegt (maximal 85O0C), die Verbrennungswärme der flüchtigen Stoffe, die bei der trockenen Destillation körniger Kohle entsteht, und des ohne Mangel bei der Reduktion des Eisenerzes mit Koks erzeugte CO-Gas als Vorerhitzungswärme benutzt werden. Mit anderen Worten, man sollte ausreichende Mengen Luft in die Vorerhitzungszone führen, wodurch P, S, As u. dgl., die aus dem Rohmaterial in flüchtiger Form austreten, verbrannt und tggeführt werden.
  • Das vierte Problem kann gelöst werden, indem die aus dem Ofen austretenden körnigen Eisenstücke und Eisenstäbe in Wasser geleitet und dann der dadurch erzeugte Dampf in den Ofen geführt wird, um einen Wärmeaustausch mit dem im Ofen befindlichen Rohmaterial herbeizuführen.
  • Für das zweite und das dritte Problem gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten: die eine (A) ist die Methode, einen elektrischen Strom durch das ständig umgewälzte Rohmaterial fliessen zu lassen nach'dem Prinzip, daß "kein Strom wieder in das Schlackenmaterial fließt". Die andere Methode (B) verlangt, daß ein elektrischer Strom durch die dünne und lange körnige Anhäufung geleitet wird, deren Querschnittsfläche etwa 25 bis 35 cm2 beträgt, nach dem Prinzip, daß "unter der Konzentration eines elektrischen Stroms derStrom nicht so ausserordentlich fließt".
  • Das den beiden Methoden (A) und (B) gemeinsame Merkmal ist das unterbrochene Fliessen des Stroms, daß der Strom im gleichen Abschnitt für die Dauer von etwa 30 bis 45 Sekunden aufrechterhalten und dann abgeschaltet wird.
  • Ferner sollte, um die Eisenproduktion zu erhöhen, der Abstand zwischen den Elektroden bei der Methode (A) erhöht werden, während die Zahl der schmal zugeschnittenen körnigen Anhäufungen und eine Oberführungsrate der Anhäufung bei der Methode (B) erhöht werden sollten.Demnach ist ein Drehofen am besten für die Methode (A) und ein Tunnelofen mit einem Raupenkettenband für die Methode (B) geeignet.
  • Für den schrägstehenden zylindrischen Drehofen gibt es keine Längenbegrenzung, und in ein und demselben Ofen läßt sich sowohl eine Vorerhitzungszone wie eine Eisengewinnungszone einrichten. Andererseits hat der Strompfad des Konzentrationsstroms zwar eine Begrenzung der Querschittsfläche, nicht aber eine Längenbegrenzung. Wenn daher die Richtung des Stromflußpfads mit der Richtung der Ofen achs zusammenfällt, kann die Produktionsmenge je Fluß eines elektrischen Stroms erhöht werden. Wenn ausserdem das im Ofen befindliche Rohmaterial in ständiger Bewegung durch Reibung zwischen dem Rohmaterial und der Ofeninnenwand gehalten wird, während die Drehgeschwindigkeit des Ofens auf das richtige Maß eingestellt bleibt, führen die Ofeninnenwand und das Rohmaterial eine unterbrochene Kontaktierungsbewegung gegeneinander aus.
  • Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch einen Drehofen als Erläuterung für die obenerwähnte unterbrochene Kontaktierungsbewegung. Hier ist 7-1 ein Ofenmantel, 7-2 eine Ofeninnenwand, 7-3 das pulvrige oder körnige Rohmaterial, 7-4 die Drehrichtung des Ofens und 7-S der Untergrund.
  • Wie Fig. 7 zeigt, führt das Rohmaterial im Ofeninneren infolge der Drehung des Ofens eine Umwälzbewegung aus.
  • Was nun den Kontakt zwischen der Wandinnenfläche des Ofens und der Unterfläche der Rohmaterialanhäufung, deren Querschnittsstärke zunimmt, betrifft, bleibt ein Teil der Anhäufung wr am Punkt (a) in Berührung mit der Wand innenfläche kommt, in Kontakt mit der Wandinnenfläche, bis dieser Teil den Punkt (b) erreicht, d.h. einen Punkt, in dem eine senkrecht auf der Erdoberfläche stehende Tangentiallinie 7-6 die Wandinnenfläche berührt. Der Teil der Anhäufung fällt zusammen, wenn er an dem Punkt (b) vorbeiläuft. In diesem Fall beträgt die Zeit, die der Teil der Rohstoffanhäufung gebraucht, um vom Punkt (a) zum Punkt (b) zu gelangen, ungefähr 20/Zahl der Umdrehungen je Minute (in Sekunden). Die erforderliche Zeit wird somit bei etwa 40 Sekunden liegen, wenn die Drehzahl 0,5 Upm beträgt, und ist vergleichbar mit der Anstiegszeit eines elektrischen Stroms, wie zuvor beschrieben.
  • Bei einer industriellen Anwendung der Erfindung sollte der Innendurchmesser des Drehofens mindestens 4 m betragen. Die Querschnittsfläche der anwachsenden Anhäufung von pulvrigem oder körnigem Rohmaterial wird daher mindestens 2,5 m2 = 25 000 cm wenn die Rohmaterialzufuhr richtig aufrechterhalten wird. Der Vorgang der Stromkonzentration erfolgt jedoch lediglich auf einem dünnen Strompfad von 25 bis 30 cm2 bei der erwähnten extrem grossen Querschnittsfläche während eines Zeitabschnitts von 1200 Drehung oder einer Dritteldrehung. Dabei kann ein Drehofen nicht wirtschaftlich arbeiten. Daher wird vorzugsweise gleichzeitig die Zahl der hindurchrührenden elektrischen Strompfade vervielfacht, wie es durch die Bezugszeichen 7-7 in Fig. 7 und 8-15 in Fig. 8(A) und Fig. 8(B) angegeben ist, indem Stoffe in Gestalt von Trittsteinen oder Stegen aus einem Material mit gegenüber dem pulvrigen oder körnigen Rohmaterial viel niedrigerem spezifischen Widerstand, wie Siliziumkarbidsteine oder Graphitsteine, in geeigneten Intervallen an der Innenwandfläche zwischen benachbarten Elektroden angeordnet werden. Mit anderen Worten, wenn diese Trittsteine in die pulvrige oder körnige Anhäufung eingeschlossen sind, werden einige (jede beliebige Anzahl) parallel zueinander aufeinanderfolgende Stromübergangspfade geschaffen. Die jeweiligen Strompfade liegen unter sehr kleinen Abständen zwischen den beiden Elektroden, die die Trittsteine und die pulvrige oder körnige Anhäufung in Serien schalten und haben besonders niedrigen elektrischen Widerstand. Infolgedessen läßt sich jede beliebige Zahl von Stromleitungspfaden in ein und derselben Anhäufung zur gleichen Zeit herstellen.
  • Fig. 8(A) ist ein Längsschnitt in der Mittelachse eines zylindrischen elektrischen Drehofens, der, grob gesehen, in zwei Zonen unterteilt ist, nämlich eine Vorerhitzungszone (I) und eine Eisengewinnungszone (II). Der Drehofen besteht aus einem zylindrischen Ofenkörper 8-1, der das pulvrige oder körnige Rohmaterial 8-2 enthält, einem Gehäuse 8-3 für die Rohmaterialzuführung in den Ofen und einer Luftzuleitung 8-4. Die Luftzuleitung 8-4 führt Luft in den Ofen, und mit Hilfe der so zugeführten Luft werden die brennbaren und auch giftigen Gase (S, P, As u. dgl.) die von dem Rohmaterial geliefert werden, verbrannt und weggeführt, und ausserdem wird die dadurch erzeugte Wärme zum Vorerhitzen des Rohmaterials benutzt. Aus Siliziumkarbid bestehende Ringelektroden 8-5 dienen zum Reduzieren und- Koagulieren der.in der Rohmaterialschicht zwischen den Elektroden befindlichen Eisenbestandteile, wodurch das Eisen von der Gangart getrennt wird. Ein Becken 8-6 dient dazu, das abgetrennte Eisen und die Gangart abzukühlen. Verschiedene Pfeile deuten die Strömungsrichtungen der verschiedenen Gase an. 8-7 bezeichnet einen Trichter, 8-8 den Erdboden und 8-9 einen ölbrenner, der zur Verstärkung der Heizung zu Beginn der Arbeit im Ofen und in anderen Fällen dient.
  • Bei einer derartigen Vorrichtung läuft das Rohmaterial, wenn die Verbrennung so eingestellt ist, daß die Gastemperatur im Ofen auf maximal 850QC gehalten wird, durch das Ofeninnere und bleibt im festen Aggregatzustand, während dessen sowohl die Reduktion wie die Trennung des Eisens von der Gangart vollzogen wird, indem der elektrische Strom unmittelbar so in das Rohmaterial eingeleitet wird, daß es in bimssteinartige Schlacke umgewandelt wird, die kaum Eisenbestandteile enthält, und in körniges Eisen grossen Formats (82 %: mehr als 5 mm Korngrösses 9 %: 5 bis 3 mm Korngrösse, 8 %: unter 3 mm KorngrösseRs und fällt in das Becken, so daß die in ihm enthaltene Wärme als Verdampfungswärme umgesetzt wird.
  • In Fig. 8(B) ist eine Zone im Längsschnitt durch den zylindrischen Elektrodrehofen dargestellt, in der den Elektroden elektrische Energie zugeführt wird.
  • Ein Ringkollektor 8 - 10 aus Metall ist gegenüber dem Ofenkörper 8-1 des zylindrischen Ofens durch eine elektrisch isolierende Halterung 8-13 isoliert. Der Ringkollektor 8-10 steht mit der Ringelektrode über eine-Verbindungsstange aus Metall, die gegen den Ofenkörper 8-1 elektrisch isoliert ist, in Verbindung. Eine Bürste 8-11 aus Graphit steht in gleitendem Kontakt mit der Aussenseite des Ringkollektors 8-10; Jede BUrste 8-11 ist durch einen Leiterdraht 8-12 mit einer Stromquelle verbunde, Wenn dieser elektrische Stromfluß durch Umwälzen, wie in Fig. 7 dargestellt, unterbrochen wird, können Funken zwischen den unterbrochenen Teilen entstehen. Jedoch werden keine starken Funken an irgendeinem Teil erzeugt, weil die durch das Umwälzen hervorgerufene Abreißwirkung sich zwischen einer Unzahl von Teilchen abspielt und weil weiter eine Anzahl Strompfade in der Anhäufung in Kontakt zwischen beiden Ringelektroden vorhanden sind.
  • Die Ausbeute an Eisen kann gesteigert werden durch Vergrössern eines Abstands und einer Zahl von Stufensteinpfaden zwischen beiden Elektroden, durch Erhöhen der Zahl der Elektroden oder durch Anlegen einer höheren Spannung.
  • Nun wird der Tunnelofen beschrieben, der ein raupenkettenartiges endloses Band enthält.
  • Bei dieser Anlage wird die Verbrennungswärme, die erzeugt wird, wenn das notwendigerweise von dem Rohmaterial bei der Reduktion erzeugte CO-Gas und das von dem Rohmaterial notwendigerweise bei der Vorerhitzung abgegebene Gas mit Luft verbrannt wird, zum Vorerhitzen verwendet, und Joule' sche Wärme und elektromagnetische Kraftwirkung werden zur Reduktion und Trennung des Eisens von der Gangart benutzt.
  • Um durch die Verbrennungswärme die pulvrige oder körnige Anhäufung, die einen Wärmewiderstand darstellt und stillsteht, zu erhitzen, muß die Anhäufung so dünn wie möglich vorliegen und muß diese Anhäufung von der Vorder- und der Rückseite erhitzt werden.
  • Bei dieser Ausführungsform wird- zunächst das aus Metall bestehende endlose Band vorerhitzt durch die Verbrennungswärme des während des Reduktionsvorgangs erzeugten CO-Gases, dann wird das pulvrige oder körnige Rohmaterial dünn auf dem auf diese Weise vorerhitzten endlosen Band ausgebreitet, darauf wird Luft in das von der dünnen Anhäufung erzeugte brennbare Gas eingeleitet, und schließlich wird die durch Verbrennen des Gases gewonnene Verbrennungswarrne zum Erhitzen der dünnen Anhäufung von ihrer Oberfläche her verwendet, Gleichzeitig werden Schwefel, Phosphor u. dgl. durch die Verbrennung entfernt.
  • Um einen elektrischen Strom in jeden Teil der gesamten Anhäufung durch unmittelbare Zuleitung von Strom zu der stillstehenden pulvrigen oder körnigen Anhäufung führen zu können, sollte eine Querschnittsfläche senkrecht zu einer Richtung des durch die Anhäufung fliessenden Stroms 25 bis 35 cm2 ausmachen, unter Berücksichtigung des oben aufgestellten Prinzips, daß "eine Wirkung der Konzentrierung des elektrischen Stroms nicht übermässig verstärkt wird'1. Der Grund hierfür liegt darin, daß die Querschnittsfläche des konzentrierenden Stromflußpfads, die im industriellen Bereich in der Anhäufung von pulvrigem oder körnigem Rohmaterial erreicht werden kann, indem man elektrischen Strom mit üblicher Frequenz uno Spannung unmittelbar in das Rohmaterial leitet, 25 bis 35 cm2 beträgt.
  • Gemäß Fig. 9 wird ein aus Metall bestehendes endloses Band 9-2 von einer Riemenscheibe 9-1 angetrieben,die mit einem (nicht gezeichneten) Antrieb verbunden ist, und das pulvrige oder~körnige Rohmaterial ist in dünner Schicht auf dem Band ausgebreitet. Zum Vorerhitzen des Rohmaterials mit Verbrennungswärme kann die solcherart gebildete dünne Anhäufung, die sich in Richtung des Pfeils 9-4 bewegt, von oben oder von unten erwärmt werden. Wird aber der elektrische Strom unmittelbar in die dünne Anhäufung geleitet, ist es nicht bekannt, wo die elektrischen Strompfade gebildet werden. Daher ist es erforderlich, die dünne Anhäufung in kleine Abschnitt te zu unterteilen und die Konzentration des elektrischen Stroms in jedem der kleinen Abschnitte zu erzwingen.
  • Ein rechtwinkliger Hexaeder mit dem Querschnitt abcd (Fig. 9(A) bis 9(F)) stellt einen solchen Abschnitt oder ein solches Stück dar.
  • Eine Stromflußbereichseinheit für den Fall der Stromzuführung in einer Richtung (1) läßt sich erreichen, wenn die Querschnittsfläche abcd 25 bis 35 cm2 groß gehalten wird. Es wird ein Keramiktiegel verwendet, der das oben erwähnte Stromflußbereichselement als Innenvolumen hat und der die Form eines rechtwinkligen Hexaeders mit einer offenen Fläche besitzt. Ausserdem sind an beiden Enden des Tiegels Elektroden vorgesehen, wodurch eine Tiegeleinheit gebildet wird. In Fig. 9(B) ist die Tiegeleinheit dargestellt. Der Ofenkörper aus keramischen Material ist an seinen Enden mit den Elektroden 9 - 7 aus Graphit in Längsrichtung versehen und das pulvrige oder körnige -Rohmaterial 9-6 ist in die Tiegeleinheit eingefüllt. Durch Verbinden einer Anzahl Tiegeleinheiten mit Hilfe von lenken 9-8 zu einem endlosen Band nach Fig. 9(G) kann eine Vorrichtung zur Eisengewinnung hergestellt werden, die sich nach Art einer Raupenkette fort- und in kleinen Schritten vorwärtsbewegt.
  • Fig. 10 zeigt eine Vorrichtung zur Eisengewinnung mit einer Hintereinanderschaltung eines Tunnelofens in dem ein endloses Band für die Vorerhitzung umläuft, und eines Tunnelofens, in dem ein raupenkettenähnliches endloses Band für die Eisengewinnung arbeitet. In Fig. lO stellt eine Zone mit dem endlosen Band mit einer Mittellinie A-B eine Vorerhitzungsvorrichtung dar, während eine Zone mit dem raupenkettenartigen endlosen Band mit einer Mittellinie C-D eine Vorrichtung zur Eisengewinnung ist. Zunächst soll die Arbeitsweise der Vorerhitzungsvorrichtung beschrieben werden. Das pulvrige oder körnige Rohmaterial 10-3 wird aus einem Behälter 10-4 an das aus Metall bestehende endlose Band 10-1 abgegeben, das von einer Riemenscheibe 10-2 angetrieben wird; das Rohmaterial wird auf diese Weise in dünner Schicht auf dem endlosen Band 10-1 ausgebreitet. Der Tunnelofen in der Vorerhitzungszone weist eine obere Wand 10-51, eine untere Wand 10-52, einen Gasabzug 10-6, Düsen 10-7 für die Zufuhr von Luft, eine Beschickungsöffnung 10-8, durch die das Rohmaterial in die Eisengewinnungszone überführt wird, und eine Gasabzugsöffnung 10-9 auf, durch die überschüssiges CO-Gas aus der Eisengewinnungszone abzieht.
  • Das pulvrige oder körnige Rohmaterial auf dem endlosen Band wird von der Unterseite des endlosen Bandes her vorgeheizts einerseits durch das von dem Rohmaterial mit Hilfe der durch die Düse 10-7 zugeführten Luft abgegebene Gas und durch das Gas, das bei der Verbrennung von überschüssigem CO-Gas aus der Eisengewinnungszone erzeugt wird. Es versteht sich von selbst, daß die dünne Anhäufung des pulvrigen oder körnigen Rohmaterials 10-3 auch von der Oberseite her vorerhitzt wird.
  • Die Eisengewinnungszone arbeitet folgendermaßen: Der Tunnelofen der Eisengewinnungszone weist eine obere Wand 10-151 und eine untere Wand 10-152 auf. In dem Tunnelofen befindet sich ein raupenkettenartiges endloses Band, das aus einer Anzahl Tiegeleinheiten besteht, die zu einem endlosen Band zusammengesetzt sind, das mit einem Kettenrad 10-12 zusammenarbeitet. Jede Tiegeleinheit weist an ihrer Innenseite zwei Elektroden einander gegenüberstehend in Richtung senkrecht zur Laufrichtung der Tiegeleinheiten auf. Ausserdem befinden sich an der oberen 57and eine Reihe feststehender Elektroden 10-14 aus Graphit und versehen mit Zuleitungsdrahten 10-17, die an eine Stromquelle führen; die Elektroden sind so angebracht, daß sie an beweglichen Elektroden 10-16 entlanggleiten, die an beiden Enden jeder in Bewegung befindlichen Tiegeleinheit 10-11 angebracht sind. Bei dieser Anlage wird das vorerhitzte pulvrige oder körnige Rohmaterial 10-3 nacheinander durch die Einfüllöffnung 10-8 in jede Tiegeleinheit gefüllt, und ein elektrischer Strom wird dem Rohmaterial in dem Tiegel über die feststehenden Elektroden 10-14 und die beweglichen'Elektroden 10-16 zugeführt. Das pulvrige oder körnige Rohmatrial, das der Reduktionswirkung und der Wirkung der Trennung des Eisens von der Gangart durch diese unmittelbare Zuführung von elektrischem Stromaisgesetzt ist, wird in Eisen in Form von blanken Stäben und bimssteinartige Schlacke aufgeteilt, und dann werden die blanken Eisenstäbe und die bimssteinartige Schlacke durch die Austrittsöffnung 10-18 in das Becken 10-19 geleitet. Das Bezugszeichen 10-20 in Fig. 10 bezeichnet den Untergrund.
  • Patentansprüche:

Claims (12)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e : 1. Verfahren zum Gewinnen von Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer Strom mit hoher Stromdichte hergestellt wird, bezeichnet als Konzentration von elektrischem Strom", der örtlich in einer Anhäufung von vvorerhitztem pulvrigem oder körnigem Rohmaterial konzentriert wird, um Eisen durch Anlegen eines echselstroms an die Anhäufung zu gewinnen, und daß Joule' sche Wärme und elektromagnetische Kraftwirkungen, die durch den elektrischen Strom hoher Stromdichte hervorgerufen werden-, auf das Rohmaterial zur Einwirkung gebracht werden, durch das der elektrische Strom hoher Stromdichte fließt, wodurch die Eisenoxide schnell reduziert werden, die Gangart erweicht wird, gleichzeitig die Eisenteilchen zum Koagulieren gebracht und das gekörnt oder in Form blanker Stäbe vorliegende Eisen von der bimssteinartigen Gangart getrennt wird, ohne daß die Schmelz bedingungen für das Erz erreicht werden.
  2. 2. Verfahren zum Gewinnen von Eisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Wechselstrom ein elelctrischer Strom von üblicher Frequenz und Spannung verwendet wird.
  3. 3. Verfahren zum Gewinnen von Eisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gasschicht in einer Vorerhitzungszone eines zylindrischen Elektrodrehofens in oxydierbarem Zustand gehalten wird, daß brennbares Gas, das aus pulvrigem oder körnigem Rohmaterial für die Eisengewinnung erzeugt wird, zur Gewinnung von Verbrennungswärme verbrannt wird, daß das durch die Drehung des Drehofens umgewälzte pulvrige oder körnige Rohmaterial vorerhitzt und geröstet wird, und daß ein elektrischer Strom unmittelbar in die Anhäufung des so vorerhitzten pulvrigen oder körnigen Rohmaterials geleitet wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß ein zylindrischer Drehofen mit einer Vorerhitzungszone (I) und einer Eisengewinnungszone (II) so geneigt ist, daß die Eisengewinnungszone (II) unterhalb- der Vorerhitzungszone (I) angeordnet ist, daß der Ofen drehbar angeordnet ist, daß in der Vorerhitzungszone (I) ein Behälter (8-3) vorgesehen ist, der pulvriges oder körniges Rohmaterial (8-2) abgibt, sowie eine Zuführung (8-4) für das Einleiten von Gas, das eine Oxydation der Vorerhitzungszone (I) ermöglicht, und daß die Eisengewinnungszone mit einer Anzahl Ringelektroden (8-5) versehen ist, die wechselseitig in passenden Abständen angeordnet sind und die einen Wechselstrom in die Anhäufung des Rohmaterials (8-2) leitet, das nach und nach in die Eisengewinnungszone (II) überführt wird.
  5. 5. Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Eisengewinnungszone (II) ein zusätzlicher blbrenner (8-9) vorgesehen ist, der das pulvrige oder körnige Rohmaterial (8-2) zu erhitzen vermag.
  6. 6 Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringelektroden (8-5) aus Kohlenstoff- oder Siliziumkarbidsteinen bestehen.
  7. 7. Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisengewinnungszone mit einem Becken (8-6) ausgestattet ist, der zum Abkühlen des voneinander getrennten körnigen oder als blanke Stäbe vorliegenden Eisens und der Gangart dient.
  8. 8. Vorerhitzungsvorrichtung in einer Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen, gekennzeichnet durch einen Tunnelofen, in dem ein aus Metall bestehendes endloses Band (10-1) umläuft, das ein pulvriges oder körniges Rohmaterial (10-3) zu fördern vermag und das durch die Verbrennungswärme von Überschüssigem CO-Gas, das von dem Rohmaterial in einem Reduktionsvorgang erzeugt wird, erhitzt wird, und daß brennbares Gas, das von dem pulvrigen oder körnigen Rohmaterial, das in Form einer dünnen Anhäufung auf dem vorerhitzten endlosen Band ausgebreitet ist, abgegeben wird, unmittelbar über der dünnen Anhäufung verbrannt wird, wodurch beide Seiten der dünnen Anhäufung von oben und von unten her erhitzt werden.
  9. 9. Vorrichtung zur Gewinnung von Eisens dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl feuerfester Tiegeleinheiten (10-11) in Form rechtwinkliger Hexaeder mit einer offenen Ebene, welche nacheinander vorerhitztes pulvriges oder körniges Rohmaterial aufnehmen, in Gestalt eines endlosen Bandes (10-1) so angeordnet sind, daß benachbarte Seitenflächen der Tiegeleinheiten (10-1) in ihrer Längsrichtung zusammengefügt sind, daß die zusammengefügten Tiegeleinheiten mit Gelenken (9-8) an ihren unteren Längskanten miteinander verbunden sind und von einem Antriebskettenrad (10-12) bewegt werden, daß jede Tiegeleinheit zwei bewegliche Elektroden (10-16) aufweist, die sich an den in Längsrichtung einander gegenüberstehenden Enden der Tiegeleinheit befinden, daß eine Anzahl äusserer Elektroden (10-14) die an der oberen Wand eines umgebenden Aufbaus angebracht sind> mit den beweglichen Elektroden (10-16) zusammenarbeiten, und das an dem umgebenden Aufbau mit einer Austrittsöffnung (10-18) versehen ist, durch die Eisenmasse und bimssteinartige Schlacke weggeführt werden, die in den Tiegeleinheiten voneinander getrennt worden sind.
  10. 10. Vorerhitzungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Tunnelofen Düsen (10-7) aufweist, die Luft oder ein Luft-Brennstoff-Gemisch zum Vorerhitzen des pulvrigen oder körnigen Rohmaterials (10-3) auf dem endlosen Band (10-1) zuführen.
  11. 11. Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, aaß jede Tiegeleinheit aus keramischem Material besteht.
  12. 12. Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Elektroden aus Kohlenstoff- oder Siliziumkarbidsteinen bestehen.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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