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DE2129231B2 - Verfahren zur Abscheidung von Schwefeldioxid aus den Rauchgasen schwefelhaltiger Brennstoffe - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von Schwefeldioxid aus den Rauchgasen schwefelhaltiger Brennstoffe

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DE2129231B2
DE2129231B2 DE2129231A DE2129231A DE2129231B2 DE 2129231 B2 DE2129231 B2 DE 2129231B2 DE 2129231 A DE2129231 A DE 2129231A DE 2129231 A DE2129231 A DE 2129231A DE 2129231 B2 DE2129231 B2 DE 2129231B2
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magnesium
sulfur
pipe
stage
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Walter C. Lapple
Robert E. Matty
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Babcock and Wilcox Co
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Babcock and Wilcox Co
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/48Sulfur compounds
    • B01D53/50Sulfur oxides
    • B01D53/501Sulfur oxides by treating the gases with a solution or a suspension of an alkali or earth-alkali or ammonium compound
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/60Isolation of sulfur dioxide from gases

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  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

30 Zum Beispiel können schwefelhaltige flüssige Brennstoffe oder sogar gasförmige Brennstoffe zusätzlich zu festen Brennstoffen in der dargestellten Feuerung
verbrannt werden. Die bei der Verbrennung erzeugte
Wärme kann für andere Zwecke als zur Dampferzeu-35 gung und zur Heizung verwendet werden.
Wie in der Zeichnung dargestellt, wird Kohlen-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abschei- staub in einer Kesselfeuerung 10 in bekannter Weise dung von Schwefeldioxid aus den Rauchgasen schvve- verbrannt. Die heißen Verbrennungsgase geben ihre lelhaltiger Brennstoffe, wobei die Rauchgase mit einer Wärme an die Heizflächen ab, um Dampf zu erzeuwäßrigen, Magnesiumoxid enthaltenden Absorber- 40 gen und zu erhitzen, wobei die Rauchgase mit relativ tuspension in Kontakt gebracht wird. Sodann wird geringem Wärmeniveau durch einen Kanal 11 geleitet der magnesiumsulfithahige Absorber mit einem koh- und in einem Luftvorwärmer 12 zur Aufwärmung der lenstoffhaltigen Granulat gemischt und dieses Ge- Verbrennungsluft verwendet werden, die durch einen misch mit einem Bindemittel erhitzt. Anschließend Kanal 13 zur Feuerung des Kessels 10 geleitet wird, werden die dabei gebildeten Pellets in einer abge- 45 Die Gase treten aus dem Luftvorwärmer 12 durch trennten Regenerationsstufe unter Freisetzen von einen Kanal 14 mit einer beispielsweise im Bereich Schwefeldioxid weiter erhitzt, das Schwefeldioxid von 107 bis 2600C liegenden Temperatur aus und zur Weiterverarbeitung abgeführt und der regene- werden dv '. einen Entstauber 16 geleitet, um die rierte, magnesiumoxidhaltige Absorber nach Herstel- Feststo*:. . -'n aus den Verbrennungsgasen abzulen einer wäßrigen Suspension der Absorberanlage 50 scheio.—.
zugeführt. In de ; c ^.stellten Beispiel ist der Entstauber 16
Dieses bekannte Verfahren (siehe Staub 28, 1968, ein Naßwäscher, und zwar genauer gesagt ein Ven-Nr. 3, S. 103) sowie Mitteilungen der VGB 49 (Fe- turiwäscher. Der Venturiwäscher ist in der Technik bruar 1969, S. 12) und Staub-Reinhaltung der Luft 30 bekannt.
(Februar 1970, S. 52, 53, GRILLO-AGS-Verfahren) 55 Der nach unten divergierende Teil 15 des Venturihat sich weitgehend in der Praxis bewährt Wäschers 16 öffnet sich in einen Behälter 17, dei
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die be- einen Sumpf bildet, wobei das darin gesammelte Festkannten Verfahren zur Rauchgasentschwefelung tech- stoff/Flüssigkeitsgemisch in Abständen oder kontinunisch zu vervollkommnen und wirtschaftlicher zu ierlich durch ein Rohr 18 in einen Vorratsbehälter 2(1 machen. 60 geleitet wird, der als Absetzkammer fungiert. Die ver-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- hältnismäßig staubfreien Gase strömen von dem obelöst, daß als Bindemittel das bei einer vorgeschalteten ren Teil des Behälters 17 durch eine Leitung 25 ir Naßwaschstufe gebildete Magnesiumsulfat verwendet eine Absorptionszone 33, die nachstehend beschriewird. ben wird. Somit dient der Behälter 20 als Eindicker
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß der Ma- 65 aus dessen oberem Teil die verhältnismäßig saubere gnesiumoxidgehalt der Absorbersuspension in einer Flüssigkeit durch die Rohre 21 und 22 abgezoger Größenordnung von 10 bis 50 Gewichtsprozent ge- und mittels der Pumpe 23 zum Venturiwäscher Ii halten wird. Um reaktionsfähige Magnesiumoxidpar- zurückgeführt wird.
Das eingedickte Feststoff/Flüssigkeitsgemisch. wird durch das Rohr 24 in einen Reaktionsbehälter 26 geleitet, der mit einem Eintrittsrohr 27 versehen ist, das dem Zusatz von Dolomit dient. Der chemische Vorgang der Reaktion kann wie folgt ausgedrückt werden:
CaCO3 · MgCO3 + 2 Mg (HSOj)2
-j- CaSO31 + 3 MgSO3 + 2 CO2f + 2H2O
Das gebildete CaSO3 ist unlöslich und kann durch Filtration entfernt werden, indem die feststoffhaltige Flüssigkeit durch eine Pumpe 30 aus dem Reaktionsbehälter 26 abgezogen und durch ein Rohr 28 einem Filter 31 zugeleitet wird. Die Feststoffe werden als Abfall abgeschieden. Die Flüssigkeit aus dem Filter wird in einem FiltratvorratsbehähXr 32 zur anschließenden weiteren Verwendung in der Anlage gesammelt.
Nachdem ein großer Teil zumindest der groben Staubpartikeln oder Feststoffe aus den Rauchgasen abgeschieden ist, strömen die relativ sauberen Gase, die aus dem Venturiwäscher 16 austreten, durch den Kanal 25 in einen Absorptionsturm 33, in dem die Gase mit einer Absorptionsflüssigkeit in Berührung treten, die überwiegend aus einer Suspension aus Magnesiumoxid und Magnesiumhydroxid zusammengesetzt ist. Die Absorptionsflüssigkeit absorbiert cüs gasförmige SO2, das in den Rauchgasen enthalten ist, so daß die aus dem Absorptionsturm austretenden Gase im wesentlichen bei ihrer Abführung in den Schornstein 34 frei von Staub und SO2 sind.
In dem dargestellten Beispiel kann der Absorptionsturm 33 eine bekannte Ausführung sein. Zum Beispiel kann der Absorptionsturm die vom Glockenboden typ sein; oder er kann aus einem System von in Reihe geschalteten Venturiwäschern bestehen. Es ist zweckmäßig, einen Typ der Absorptionsvorrichtung zu verwenden, bei der die Flüssigkeit in einem Turm ausreichend lange verweilen kann, um die Absorption zu begünstigen.
Im Betrieb wird der Absorptionsturm 33 mit der absorbierendem Suspension durch ein Rohr 35 und Stutzen 36 gespeist, und zwar mit einer solchen, die 10 bis 5(K/o Feststoffe enthält, beispielsweise 30% Feststoffe. Die absorbierende Suspension setzt sich vorwiegend zusammen aus Magnesiumoxid und Wasser und stammt von einem MgO-Vorratsbehälter 37 (s. Fig. Ib); die Suspension wird durch das Rohr 38 zugeleitet. Wie in der Zeichnung dargestellt, pammt ein Teil der absorbierenden Flüssigkeit, die in dem Turm 33 verwendet wird, aus dem Filtrat vom Filter 31, das durch das Rohr 40 und die Pumpe 41 strömt. Die Ableitung aus der Pumpe 41 geht über das mit einem Ventil versehene Rohr 42, das an das Rohr 38 angeschlossen ist, sowie über das mit. einem Ventil versehene Rohr 43, in eine Zentrifuge 62 (s.Fig. Ib), wie nachstehend beschrieben.
Nach im Turm 33 im Gegenstrom erfolgter Kontaktierung sammelt sich die Suspension im Trichterboden und wird in einer gesteuerten Menge durch eine Pumpe 46 abgezogen und durch ein Rohr 47 geleitet. Das Rohr endet an einer Zentrifuge 48 und ist gleichfalls mit einem mit Ventil versehenen Abzweigrohr 50 versehen, das an das Rohr 35 angeschlossen ist, das zu dem Stutzen 36 im Turm 33 führt. Somit wird die durch das Rohr 35 in den Turm 33 eingesprühte Suspension als Gemisch aus zurückgewonnenem MgO-Schlamm gebildet, der durch das Rohr 38 geleitet wird, aus Filtrat vom Behälter 32, das durch das Rohr 42 geleitet wird, und aus rückgeführtem Schlamm vom Boden des Turms, der durch das Rohr 50 hinzugefügt wird.
Die Zentrifuge 48 trennt die Flüssigkeit von den Magnesiumsulfitkristallen. Die Kristalle bestehen vorwiegend aus Magnesiummonosulfit in relativ reiner Form, obwohl es offensichtlich ist, daß mit den aus
ίο der Zentrifuge ausgetragenen Magnesiumsulfitkristallen auch einige der Feststoffe, die aus der Brennstoffasche stammen, ausgetragen werden. Die aus der Zentrifuge durch das Rohr 51 austretenden Magnesiumsulfitkristalle werden im allgemeinen die Form MgSO3 · 6 M8O haben. Die Kristalle aus der Zentrifuge gehen durch das Rohr 51 in einen Kristallumformer 52, der mit Dampf über Leitung 58 bis auf eine Temperatur von beispielsweise etwa 95° C beheizt wird. Die Erhitzung formt diese Kristalle zu MgSOj1 ·
ao 3 Η,Ο um. Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine Erhitzung der Kristalle auf höhere Temperaturen als etwa 95 ~ C, um das Kristallwasser weiter zu reduzieren, normalerweise auch eine Freisetzung von SO2 und MgO aus den Kristallen verursachen kann.
»5 Die aus der Zentrifuge 48 austretende Flüssigkeit, die zumindest etwas Magnesiumsulfit in Lösung, sowie sonstige Bestandteile enthalten wird, die in der Mutterlauge löslich sind, wird durch ein Rohr 53 in einen Filtratbehälter 54 geleitet, der auch Flüssigkeit direkt aus dem Absorptionsturm 33 über das mit Ventil versehene Rohr 55 aufnehmen kann, wenn eine solche Zuströmung notwendig oder zweckmäßig ist.
Der Filtratbehälter 54 nimmt auch über das Rohr 56 Waschlauge direkt vom Filter 31 auf. Der Behälter 54 nimmt auch zusätzlich Flüssigkeit aus der weiteren Abscheidung von Kristallen aus der Suspension (wie nachstehend beschrieben) über das Rohr 57 auf. Ein Rohr 59 verbindet den Behälter 54 mit der
♦o Pumpe 23 für die Zusatzflüssigkeit, die im Venturiwäscher 16 verwendet wird.
Die Suspension aus dem Behälter 52 wird durch die Pumpe 60 über das Rohr 61 daraus abgezogen und einer zweiten Zentrifuge 62 zugeführt. Der Zen-
♦5 trifuge 62 wird außerdem Flüssigkeit vom Behälter 32 durch das Rohr 43 zugeführt, das mit einem mit Ventil versehenen Abzweigrohr 63, versehen ist, welches zu einem nachstehend beschriebenen Trockner 64 führt.
Die in der Zentrifuge 62 abgeschiedene Flüssigkeit strömt durch das Rohr 57 zum Behälter 54, während die Feststoffe durch die Leitung 65 zu einem Mischwerk 66 bekannter Konstruktion geleitet werden. In dem Mischwerk 66 werden die Kristalle mit Kohlenstaub gemischt, der durch die Leitung 67 zugeführt wird.
Aus dem Mischer 66 wird die Mischung durch das Rohr 70 einem Trockner 64 zugeführt, der in Wirbelschichtkonstruktion ausgeführt ist, um das Pelletisieren der Stoffe zu erleichtern, und dem die heißen Wirbelschichtgase aus einer Kohlestaubfeuerung 68 zuströmen. Bei der Bildung der Pellets ist es erforderlich, ein Bindemittel zu benutzen, so daß die Pellets so fest sind, daß sie verarbeitet werden können. Erfindungsgemäß besteht das Bindemittel aus Magnesiumsulfat, das in der in dem Filtratvorratsbehälter32 befindlichen Flüssigkeit vorhanden ist. Diese Flüssigkeit wird dem Trockner 64 durch das Rohr 63 in den
5 6
richtigen Mengen direkt zugeführt, um die Pellets zu von Wirbelluft durch eine Leitung 102 von einem besprühen und die Bildung von gehärteten Pellets im Gebläse 103 auf. Nach dem Anfahren, wenn ein ZuTrockner zu fördern. satzbrennstoff verwendet wird, um die Verbrennung
Der dargestellte Trockner 64 ist als herkömmliche der Kohle in den Pellets einzuleiten, fluidisiert die
Wirbelschichtkonstruktion ausgeführt, wobei die Roh- 5 eintretende Luftströmung die Schichtbetten 96 und 97
mischung dem Trockner in gesteuerter Menge und und verbindet sich mit dem Kohlenstoff in den PeI-
Geschwindigkeit vom Mischwerk über ein Rohr 70 lets zur thermischen Spaltung der Magnesiumsulfit-
zu dem über dem Rost 72 ausgebildeten Schichtbett kristalle, so daß sich reaktionsfähige Magnesiumoxid-
71 zugeführt wird. Eine Überström-Austrittslcitung partikeln bilden und der Schwefel als gasförmige
73 ist mit einer Abdichtung, wie z. B. einem Förder- io Schwefeloxide und/oder Schwefelwasserstoff freige-
stern 74, versehen, um die harten getrockneten Pellets setzt wird.
gesteuert zum unteren Ende eines mechanischen Dabei strömt das gasförmige SO2, das aus dem
Hebewerkes 75 abzuziehen. Das durch das Rohr 63 Reaktor 93 durch die Leitung 104 austritt, durch eine
zugeführte flüssig« Bindemittel wird durch die Düse Kammer 105, wobei Luft durch den Kanal 106 vom
76, die in dem freien Raum über dem oberen Niveau 15 Gebläse 107 zugeführt wird. Die Temperatur der
77 des Wirbelschichtbettes 71 angeordnet ist, ver- Kammer 105 wird durch indirekten Wärmetausch mit
sprüht. Das Bindemittel bildet auf den Pellets wäh- einem Kühlluftstrom geregelt, der über den Kanal
rend der Erwärmungszeit einen Überzug, und wäh- 108 von einem Gebläse 110 zugeführt wird,
rend einige Bestandteile des Bindemittels durch eine Die aus der Kammer austretenden Gase durchströ-
Entlüftungsleitung 78 ausgetragen werden können, 20 men Zyklone 111 sowie Sackfilteranlagen 112 zur
geht der größte Teil der Brüden und Gase, die durch Abscheidung mitgerissener Feststoffe. Die aus den
die Leitung geführt werden, dem System nicht ver- Gasen abgeschiedenen Feststoffe werden durch die
loren. Nach Durchgang durch einen Zyklonenab- Leitungen 115 und 116 zum Magnesiumoxidvorrats-
scheider 80 zur Abscheidung mitgerissener Feststoffe, behälter 37 abgeführt, wo sie mit den Partikeln ver-
die durch die Leitung 81 zu dem Mischwerk 66 zu- 35 einigt werden, die aus dem Reaktor 93 durch den
rückgeführt werden, werden die gasförmigen Stoffe Kanal 113 und dem Zuteiler 114 austreten,
zumindest teilweise durch die Leitung 82 zum Trock- Die MgO-Partikeln treten gesteuert über den Zutei-
ner 64 zunickgeführt zur Temperaturregelung der ler 122 und das Rohr 123 in ein Rohr 38 ein, wo sie
Heiz- und Wirbelschichtgase, die durch die Leitung mit Wasser gemischt werden, das durch das Bohr 118
85 zwischen der Feuerung 68 und dem Trockner 64 30 zugeführt wird; dann erfolgt der Austritt in das Ab-
hindurchgeleitet werden. Alle Temper-Abgase wer- sorptionssystem.
den durch die Leitung 83 in eine Sammelleitung Die Förderung der MgO-Partikeln in einem Was-
84 abgeführt, um dann der Feuerung 10 zugeführt zu serstrom in Gestalt einer pumpbaren Suspension
werden. führt zu einer Hydratation des MgO.
Die Feuerung 68 kann eine herkömmliche Ausfüh- 35 Die staubfreien Gase können dann (wie dargestellt)
rung sein, in der ein beliebiger Brennstoff verbrannt einer Schwefel-Säure-Anlage 120 zugeführt werden,
wird, um die heißen Gase zu erzeugen, die in dem beispielsweise einer herkömmlichen Kontaktanlage.
Wirbelschichttrockner 64 verwendet werden. In der Über das Rohr 121 wird die Schwefelsäure zum Vor-
dargestellten Ausfuhrungsform handelt es sich bei der ratsbehälter gepumpt. Die als Nebenprodukte anfal-
Feuerung 68 jedoch um eine Zyklonfeuerung mit 40 lenden Gase werden durch die Leitung 84 zur Feue-
Kohlenstaub, der der Feuerung durch die Leitung 86 rung 10 zurückgeführt.
zugeführt und in der Mühlenanlage 87 gemahlen Die Flüssigkeiten aus den Zentrifugen 48 und 62
wird, die den zur Feuerung gehörigen Kessel 10 be- sammeln sich im Behälter 54 und werden zu dem
liefert. Der Vorteil bei Verwendung einer Zyklon- Venturiwäscher 16 zurückgeführt, wo eine Absorp-
feuerung besteht darin, daß es möglich ist, große 45 tion von SO2 erfolgt und ein Teil des MgSO in die
Teile der Kohlenasche in der Form geschmolzener lösliche Form Mg (HSO3), umgewandelt wird, wo-
Schlacke abzuziehen, so daß ein Einschluß von Asche durch wiederum der pH-Wert so weit reduziert wird,
in den Pellets, die vom Hebewerk 75 zum Pellets- daß die Magnesiumverbindung in Lösung gehalten
vorratsbehälter 88 gefördert werden, auf ein Mini- werden, was die Abscheidung der Achse im Filter 31
mum reduziert wird. 50 ermöglicht. Der Mg-Anteil des dem Behälter 26 zu-
Die Pellets, die Magnesiumsuhlt, Kohlenstaub und geführten Dolomite geht teilweise in Lösung, wäh-
Magnesiumsulfat enthalten, werden vom Behälter 88 rend sich der Calcium-Anteil in Form des unlöslichen
durch einen Aufgeber 90 und eine Schurre 91 in ein CaSO3 · H2O ausgeschieden wird. Ein großer Teil der
Hebewerk 92 eingespeist und gehen von dort in einen Feststoffe wird so im Filter 3Ϊ abgeschieden und das
thermischen Umwandler, der in der dargestellten 55 Calcium wird als Abfall abgeführt. Die im Filter 31
Form ein zweistufiger Wirbelschichtreaktor 93 ist. erhaltene Flüssigkeit wird ab drei Ströme aufgeteilt:
Der Reaktor ist mit zwei im Abstand voneinander,
übereinander angeordneten Rosten 94 und 95 ver- 1. Ein Strom, der durch das Rohr 43 der Zentri-
sehen, bei denen Pelletsschichten 96 und 97 über fuge 62 zugeführt wird.
dem jeweiligen Rost ausgebildet sind. Die eintreten- 60 2. Ein Strom, der durch das Rohr 63 dem Trock-
den Pellets strömen durch eine Leitung 98, deren ner 64 zugeführt wird, um MgSO4 zu liefern, das
unteres Ende in das Wirbelschichtbett 97 eingetaucht als Bindemittel bei der Agglomeration der Ma-
ist. gnesiumsulfitkristalle und der Kohle zu Pellets
Eine Leitung 100 ist senkrecht so angeordnet, daß dient.
sie durch den Rost 95 hindurchfühlt, so daß über- 65 3. Der Rest des Ffltrats wird durch die Rohre 42,
strömende Pellets vom oberen Bett 97 in das untere 38 und 35 geleitet, um sich mit der MgO-Sus-
Bett 96 gelangen. Eine Luftspeicherkammer 101 pension zu mischen und dann dem Absorptions-
unter dem Rost 94 nimmt eine gesteuerte Strömung turm 33 zugeführt zu werden.
A λ λ Λ
Die Pellets aus dem Mischwerk 66 werden dem Trockner 64 zugeführt, wo zugesetztes Magnesiumsulfat und Wärme die Bildung von relativ harten Pellets ermöglichen, die dann dem Reaktor 93 zugeführt werden. Die Agglomeration und die Trocknung der Pellets wird bei einer Temperatur von etwa 200° C durchgeführt.
Die Regeneration erfolgt in dem Wirbelschicht* reaktor in einem Temperaturbereich in der Größenordnung von 650 bis 980° C, wobei die Mohle in den Pellets den Brennstoff liefert, der in dem Prozeß erforderlich ist. Das abströmende Gas, das aus dem Reaktor durch die Leitung 104 austritt, enthält etwa 14 °/o SO2 und ist mit Luft gemischt, die den Erfordernissen entsprechend gekühlt wird, und wird einer
Direktkontakt-Säurenanlage zwecks Erzeugung von Schwefelsäure zugeführt.
Es ist ersichtlich, daß durch kleinere Abänderungen der den Pellets hinzugefügten Kohlenmenge und durch eine genau geregelte Luftmenge zum Reaktor 93 ein Produkt gebildet werden kann, das ein Gemisch von H2S und SO2 enthält.
Tatsächlich kann das Verhältnis der beiden Gase genau geregelt werden, so daß das gasförmige Produkt einer herkömmlichen Claus-Anlage zur direkten Schwefelerzeugung zugeleitet werden kann.
In jedem Falle kann, wenn Schwefel oder Schwefelsäure erzeugt wird, das aus dem Prozeß abströmende Gas direkt der Feuerung 10 wieder zugeführt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
409546/175

Claims (3)

tikeln und SO2-halrige Abgase zu erzeugen, werden Patentansprüche: erfindungsgemäß die Pellets auf eine Temperatur in der Größenordnung von 650 bis 980° C erwärmt.
1. Verfahren zur Abscheidung von Schwefel- Durch die Erfindung entsteht der Vorteil, die Madioxid aus den Rauchgasen schwefelhaltiger 5 gnesiumsulfatlösung als anfängliches Bindemittel zu Brennstoffe, wobei die Rauchgase mit einer verwenden, da es in dem Verfahren erwünscht ist, wässerigen, Magnesiumoxid enthaltenden Absor- das in der ersten Stufe gebildete Magnesiumsulfat zu bersuspension in Kontakt gebracht, der magne- entfernen, da es sonst dazu neigt, sich anzusammeln siumsulfithaltige Absorber mit einem kohlenstoff- und in der Waschzone der ersten Stufe schließlich aus haltigen Granulat gemischt und dieses Gemisch io der Lösung auszukristallifieren. Durch die Verwenmit einem Bindemittel erhitzt wird, die dabei ge- dung der Lösung des Magnesiumsulfats als Bindebildeten Pellets dann in einer abgetrennten Rege- mittel kann die Menge des in der Naßwaschstufe nerationsstufe unter Freisetzen von Schwefel- rtzirkulierten Magnesiumsulfats geregelt werden, dioxid weiter erhitzt werden, das Schwefeldioxid Die Menge des hinzugefügten Magnesiumsulfats ist zur Weiterverarbeitung abgeführt und der regene- 15 nicht groß, und, wie es die Praxis erwiesen hat, nicht rierte, magnesiumoxidhaltige Absorber nach Her- kritisch, da bereits eine kleinere Menge knstallierten stellen einer wässerigen Suspension der Absorber- Magnesiumsulfats die Pellets zusammenhält.
anlage zugeführt wird, dadurch gekenn- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
zeichnet, daß als Bindemittel das bei einer Zeichnung dargestellt und im folgenden beschrieben, vorgeschalteten Naßwaschstufe gebildete Magne- ao Es zeigt
siumsulfat verwendet wird. Fig. la eine schematische Ansicht eines SO2-Ab-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- sorptionssystems und kennzeichnet, daß der Magnesiumoxidgehalt der F i g. 1 b die Fortsetzung von F i g. 1 a. Absorbersuspension in der Größenordnung von Obwohl die Erfindung in der Anwendung bei 10 bis 50 Gewichtsprozent liegt. 25 einem kohlestaubgefeuerten Kraffverkskessel als Bei-
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge- spie! dargestellt und beschrieben wird, versteht es kennzeichnet, daß die Pellets auf eine Temperatur sich, daß die Erfindung im Zusammenhang mit der in der Größenordnung von 650 bis 980° C er- Verbrennung anderer fossiler Brennstoffe und in anwärmt werden. deren Arten von Anlagen verwendet werden kann.
DE2129231A 1970-08-11 1971-06-12 Verfahren zur Abscheidung von Schwefeldioxid aus den Rauchgasen schwefelhaltiger Brennstoffe Expired DE2129231C3 (de)

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