DE2129140A1 - Stütz verband für die Halswirbelsäule - Google Patents
Stütz verband für die HalswirbelsäuleInfo
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Description
- Stützverband für die Halswirbelsäule Die Erfindung bezieht sich auf einen Stützverband fir die menschliche Halswirbelsäule, bei dein der Hals von einer.
- kragenartigen Teil umfaßt wird.
- Bei Halswirbelsäulen-Verletzungen und -Erkran}<ungen, welche die Ruhigstellung der Halswirbelsäule erfordern, ist es bekann, den hals mit einem Wattekragen oder mit einer bindenförmigen tIalsirawatte zu versehen. Eine ausreichende Ruhigstellung wird hierbei nicht erreicht, außerdem werden diese Hiflfsmittel von dem Pazienten als unangenelir empfunden, insbesondere deshalb, weil der Hals zu eingeengt ist.
- Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Stützverband für die Halswirbelsäule zu schaffen, der von den Patienten erträglich empfunden wird und der vor allen die Halswirbelsäule entlastet und sie völlig ruhig stellt.
- Die Lrfindung löst diese Aufgabe und schafft einen Stutzverband fur die Halswirbelsäule, bei dem das Neue darin' bestcht daß der einstückige Stützverband in drei Abschnitte, einen Sci-lulterteil, einen Halsteil und einen das Kinn und den Minterkopf abstützenden Kopfteil unterteilt ist. Der Vorteil des neuen Stützverbandes besteht darin, daß die Halswirbelsäule von Belastungen, die vom Kopf Somren, völlig befreit wird, indem der Halsteil diese Belastungen brückenartig unmittelbar auf den Schulterteil überträgt, der groß genug ausgeführt werden kann, um alle Kräfte gleichmäßig aufzunehuien.
- Ein weiteres wesentliches tierkmal der Erfindung besteht darin, daß Kopfteil und Halsteil aufblasbar aus elastischem Stoff ausgebildet sind. hierbei besteht der Vorteil darin, daß sich rait verschieden starkem Aufblasen der jeweiligen Luftkammern sowohl die individuelle Hals länge als auch das jeweils-erf6rderliche rraß an Ausdehnung der Halswirbelsäule berücksichtigen läßt.
- Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß der das Kinn abstützende Kopfteil zum Hinterkopf hin über die Kinnbacke und einen Teil des Onres hochgezogen ist. Damit ist der Kopf für den Träger angenehm eingebettet, wobei diese gute Bettung verhindert, daß unwillkürliche Drehbewegungen sich auf die Halswirbelsäule übertragen.
- Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Halsteil für sich in senkrecht verlaufende Kammern unterteilt ist, die mit Luft durchlässen in Verbindung stehen und den Hals zaunartig umgeben. Damit wird erreicht, daß die Ausdehnung dieses Abschnittes des Stützverbandes nur kopfwärts, nicht aber zum Mals hin erfolgt.
- Die bei diesem Halsteil zwischen den Feldern liegenden Stege sind mit Entlüftungslöchern versehen, die die Schweißbildung verhindern und damit das Tragen des Stützvebandes erleichterm.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Schulterteil ebenfalls als aufblasbare Rammer ausgebildet.
- Abgesehen davon, daß hiermit ein einwandfreies Abstützen des Verbandes im Bereich des Brustbeines sowie am Rücken ermöglicht ist, läßt sich hiermit eine gute Anpassung an unterschiedliche körperformen der Pazienten erzielen, so daß nicht übermäßig viele Größen für einen Personenkreis bestimmter Körpermaße bereitgehalten werden raü 5 sen.
- Weiterhin ist bei ir Erfindung vorgesehen, daß der Innendurchmesser am Kopfteil und am Halsteil so groß gehalten ist, daß zwischen dem Vorderhals und dam Stütz verband ein ausreichend großer Abstand verbleibt. Dadurch werden Behinderungen des Kehlkopfes vermieden, was besonders bei den bekannten Nalsbinden und -Krawatten nicht möglich ist.
- Die Erfindung umfaßt noch eine Reihe weiterer wertvoller Einzelheiten, die später naher beschrieben sind.
- Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausf dhrungsbeispiel, und zwar - zeigen Fig. 1 Schaubild des neuen Stützverbandes in Seitenansicht und Fig. 2 Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1.
- Nach den Fig. 1 und 2 besteht der Stützverband aus einem Ober- oder Kopfteil 1, einem mittleren oder Halsteil 2 und einem unteren oder Schulterteil 3. im dargestellten Beispiel bestehen alle drei Teile aus einem elastischen Kunststoff bzw. einem gummierten Faserstoff oder anderen luftundurchlässigen elastischen-Stoffen, wobei verschließbare Stopfen 4, 5 und 6 zum Anbringen einer Luftpumpe oder eines Blasschlauches dienen. Der Oberteil 1 ist ringförmig als Schale ausgebildet und am Hinterkopf, der in Strichen dargestellt ist, bei 7 verhältnismäßig hochgezogen, so daß hier der Hinterkopf gut abgestützt wird. Am Vorderrand der Schale ist diese bei 8 ebenfalls nach oben verhältnismäßig hochgezogen, wobei auch das Kinn gut abgestützt wird. An den Seiten ist die Schale derart tief gehalten, daß durch ihren Rand bei 9 ein Teil des Ohres mit umfaßt wird, so daß auch die Kieferbacken einwandfrei abgestltzt werden.
- Der Halsteil 2, der im Schnitt in Fig. 2 dargestellt ist, besteilt aus einzelnen Kainrern 10, die durch nicht aufblasbare Streifen 11 gegeneinander abgeteilt sind, doch lassen diese Stege nach den Seiten hin die Luft hindurch, so daß beira Füllen des Nalsteiles alle Kammern mit Luft gefüllt werden. In Querrichtung sind in diesen Stegen Luftdurchlässe 12 vorgesehen, die eine Ventilation zum Raum 13, der vor dem Vorderhalb liegt, ermöglichen. Dieser Raum entsteht dadurch, daß der abstand zwischen Hals und Innenwand des Stützverbandes verhältnismäßig groß ist und bis zu einem cm betragen kann, damit mit Sicherheit die Berührung zwischen Vorderhals und Innenwand des Stützhalsteiles vermieden wird.
- Der untere Teil 3 ist derart geformt, daß die Abstützung des Verbandes durch einen Ringabschnitt 14 in Bereich des Brustbeines sowie durch einen Abschnitt 15 im Bereich des Rückens gewährleistet ist. Dieser einen Schulterring bildende Teil 3 ist derart geformt, daß die Auf lagerfläche an Ihrer Randung der Schulterrandung entspricht.
- Zum Anlegen und Abnehmen des Verbandes ist dieser mit einet von oben nach unten durchlaufender, Klettenverschluß oder einem E?aJverscllluß 16 versehen. litt dargestellten Beispiel sind alle drei Teile des Stützverbandes nur mit Luft auffüllbar. Für menschliche Zwecke kann es jedoch von Vorteil sein, den Unterteil 3 vollwandig oder mit einem Schaumstoff gefallt auszubilden bzw. in der Luftkammer eine Verstärkungseinlage 17, wie in der Fig. 1 gestrichelt angedeutet, vorzusehen, die dann ringförmig ausgebildet aus Filz oder anderen Verstärkungseinlagen bestehen kann. Es ist aber auch möglich, daß derartige Verstärkungen in Oberteil 1 angebracht werden, die gleichfalls ringförmig ausgebildet sind, wie dies die gestrichelten Linien 18 in der Fig.1 andeuten.
Claims (9)
- PatentansprücheStützverband für die Halswirbelsäule, bei dem der Hals von einem kragenartigen Teil umfaßt wird, dadurch gekennzeichnet daß der einstückige Stützverband in drei Abschnitte, einen das Kinn und den Hinterkopf abstützenden Kopfteil (1), einen Halsteil (2) und einen Schulterteil (3) unterteilt ist.
- 2. Stützverband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (1) und der Halsteil (2) aufblasbar aus elastischem Stoff ausgebildet sind.
- 3. Stützverband nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hinterkopfteil über das Kinn, die Kinnbacke und einen Teil des Ohres zum Hinterkopf hin hochgezogen ist.
- 4. Stützverband nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halsteil (2) für sich in senkrecht verlaufende Kammern (10) unterteilt ist, die untereinander durch Luftdurchlässe in Verbindung stehen und den Hals zaunartig umgeben.
- 5. Stützverband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Kammern liegenden Felder (11) mit Entlüftungslöchern (12) versehen sind.
- 6. Stützverband nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterteil (3) ebenfalls als aufblasbare Kammet ausgebildet ist.
- 7. Stützverband nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch geiennzeichnet, daß der Tnnendurchmesser des Verbandes am Kopfteil (1) und am Halsteil (2) so groß gehalten ist, daß zwischen Vorderhals und Stützverband-Innenwand ein Abstandsraum (13) verbleibt.
- 8. Stützverband nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Kammer (1) und/oder die untere Kammer (3) mit Verstärkungseinlagen aus Filz, plastischen bzw. elastischen Stoffen versehen ist.
- 9. Stützverband nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er von oben nach unten mit einen durcillaufenden Verschluß, wie Klettenverschluß bzw. Reißverschluß (10) versehen ist.Leerseite
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