DE2118155B2 - Katalysator, der Al2 03, Rhenium sowie Molybdän oder Wolfram enthält, sowie dessen Verwendung zur Dehydrierung von gesättigten Kohlenwasserstoffen - Google Patents
Katalysator, der Al2 03, Rhenium sowie Molybdän oder Wolfram enthält, sowie dessen Verwendung zur Dehydrierung von gesättigten KohlenwasserstoffenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Katalysator, der AI2O3,
Rhenium in Mengen von 0,1 bis 0,5 Gew.-% sowie Molybdän oder Wolfram enthält, durch Inberührungbringen
des AI2O3 mit Lösungen von Verbindungen der aktiven Komponenten, Trocknen und Reduzieren,
sowie gegebenenfalls Kalzinieren vorder Reduktion.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung dieses Katalysators zur Dehydrierung von gesättigten Kohlenwasserstoffen
mit 3 bis 40 Kohlenstoffatomen pro Molekül.
Katalysatoren, welche Rhenium und Molybdän oder Wolfram auf Aluminiumoxid enthalten, gehören zum
Stand der Technik.
Die Literaturstelle »Chemical Abstr.« 1971, Vol. 74,
Nr. 23 unter 124759 b (I) beschreibt einen Katalysator für die Disproportionierung von acyclischen Alkenen.
der Aluminiumoxid, Molybdän, Rhenium und zwingend auch Kaliumcarbonat enthält, und zwar zumindest 4
Gew.-°/o an Molybdänverbindung und zumindest 2 Gew.-°/o an Rhenium-Verbindung.
Die Literaturstelle DD-PS 17 295 (II) (DD-Patentschrift
1 7 295) beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zur Erzeugung von Treibstoffen
durch hydrierende Spaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffölen,
-teeren und Erdölprodukten bei Drücken bis zu 300 atü. das dadurch gekennzeichnet ist.
daß auf den an sich bekannten Träger mit großer Oberfläche, beispielsweise Aktivtonerden, synthetische
oder natürliche Silikate mit wechselnden AbOj-SiCh-Verhältnissen,
Rhenium in Mengen von 0,05 bis 5% in metallischer, sulfidischer oder oxidischer Form aufgebracht
wird. Gemäß Blatt 2. Zeilen 83 bis 91 der vorgenannten DD-Patentschrift kann der Katalysator
auch Rhenium und zumindest 2% Wolfram oder Molybdän enthalten.
Die Literaiursielle »Advances in Rhenium Catalyls«
in Ind. a. Engin. Chemistry 60 (1968) Nr. II, Seiten
10-19, insbesondere Seite 15, rechte Spalte (III) wird ein Katalysator beschrieben, bei dem der Träger aus
Füller-Erde und SiCh-AhO] besteht, wohingegen der erfindungsgemäße Katalysator AIiO, enthält. Bestimmte
Mengenangaben an Rhenium und Molybdän sind in dieser l.iteraturstelle nicht enthalten.
Demgegenüber liegt vorliegender Erfindung die technische Aufgabe zugrunde, bei einem Katalysator
der eingangs genannten Gattung, insbesondere die Aktivität, die Stabilität und die Selektivität sprunghaft
ι zu erhöhen, dh. zu verbessern. Weitere Vorteile
insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbeuteverbesserung werden weiter unten und auch anhand von
Beispielen bzw. Vergleichsbeispielen dargelegt
Diese technische Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Katalysator der eingangs genannten Gattung
dadurch gelöst, daß man ein solches Al2O3 verwendet,
das eine Neutralisaüonswärme bei der NHj-Adsorption
von weniger als 41,87 Joule/g bei 3200C und einem
Druck von 300 mm Hg, eine spezifische Oberfläche ϊ zwischen 20 und 150 mVg und ein poröses Volumen von
0,4 bis 0,8 cmJ/g, wobei mindestens 75% der Porosität
Poren mit einem Durchmesser zwischen i0 und 50 Nanometer entspricht, aufweisL
Das Anwendungsgebiet des neuen Katalysators ist 2« die Dehydrierung von geradkettigen Paraffin-Kohlenwasserstoffen.
Die Dehydrierungsprodukte von geradkettigen Kohlenwasserstoffen sind namiich wichtige
Ausgangsprodukte für die Herstellung von Waschmittel-Kompositionen aus der Reihe der Sulfonate oder
-'■> Sulfate von Alkylaromaten, die dem biologischen Abbau
zugänglich sind.
Ein weiteres Anwendungsprodukt des erfindungsgemäßen Katalysators ist die Dehydrierung von gesättigten
Kohlenwasserstoffen mit 3 bis 40 Kohlenstoffatomen pro Molekül, insbesondere solchen mit 5,6,7 oder 8
Kettengliedern; bei der Dehydrierung dieser Kohlenwasserstoffe werden diese praktisch vollständig in
aromatische Kohlenwasserstoffe umgewandelt.
Es ist bekannt, daß man gesättigte Kohlenwasserstoffe
fe durch katalytische Dehydrierung in nicht-gesättigte Kohlenwasserstoffe überführen kann.
Unter den bisher vorgeschlagenen Katalysatoren seien diejenigen erwähnt, welche Metalle der Vl.
und/oder VIII. Gruppe des Periodensystems enthalten. w Die bekannten Dehydrierungskatalysatoren haben
einen oder mehrere der folgenden Nachteile:
- Unerwünschte katalytische Crack-, Aromatisierungs- und/oder Isomerisierungs- Wirkung.
- Übermäßige katalytische Wirkung, die zur Bildung von mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffen
führt (Diene und Triene), oder im Gegenteil, ungenügende Wirksamkeit, die zu einem schwachen
Durchsatz der Reaktionsteilnehmer führt.
- Verminderte Lebensdauer.
- Keine Regenerationsfähigkeit.
?iel der vorliegenden Erfindung ist daher auch die Schaffung eines Katalysators zur Dehydrierung von
gesättigten Kohlenwasserstoffen, mit dem die uner-
'■' wünschten Nebenreaktionen (z. B. Crackung, Aromatisierung
und Isomerisierung sowie die Umwandlung in Polyäthylen-Kohlenwasserstoffe) ganz wesentlich vermindert
sind. Der neue Katalysator hat eine lange Lebensdauer, eine hohe Aktivität und kann leicht
" regeneriert werden.
Die oben angegebene schwache Acidität des erfindungsgemäßen
Katalysators kann durch den bekannten Test der Adsorption von Ammoniak bestimmt werden,
wie er z. B. im »Journal of Catalysis, 2, 211 -222 (1963)«
>'■ beschrieben ist; die Aluminiumoxid-Träger haben also
eine Neutralisationswärme bei der Ammoniak-Adsorption von weniger als 41,87 |oule/g bei 3200C und einem
Druck von 300mm Hg. De Neutralisationswärme des
endgültigen Katalysators ist dann praktisch identisch, d.h. sie Hegt unter etwa 4137 Joule pro Gramm
Katalysator. Unter den erfindungsgemäßen Bedingungen sind die spezifische Oberfläche und das poröse
Volumen des endgültigen Katalysators praktisch identisch mit den oben angegebenen Werten.
Die diesen Bedingungen entsprechenden Aluminiumoxide sind nicht immer ganz äquivalent, man wählt
vorzugsweise y-Aluminiumoxid-Kügelchen. Jedoch
kann man auch mit weniger günstigen Ergebnissen andere Aluminiumoxid-Agglomerate benutzen, wie
Preßlinge oder Pastillen, die den obigen Bedingungen entsprechen.
Wenn die Acidität des Aluminiumoxid-Trägers zu stark ist, kann man sie vermindern, indem man vor oder
nach der Einführung der dehydrierenden Elemente gewisse basische Verbindungen oder Substanzen, die
sich unter den Reaktionsbedingungen unter Bildung von basischen Verbindungen zersetzen, zufügt; als Beispiele
derartiger Verbindungen seien die Oxide und Hydroxide der Alkalimetalle oder Erdalkalimetalle sowie die
Carbonate oder andere Salze schwacher Säuren (Säure-Dissociaiionskonstante vorzugsweise unter
10"3) der gleichen Metalle genannt, z. B. Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Calciumacetat, Natriumnitrat oder Magnesiumacetat
Im allgemeinen ist es nicht nötig-, daß man mehr als 2%, sogar mehr als 1%, der basischen Verbindung
zusetzt (bezogen auf das Gewicht des Katalysator-Trägers).
Die dehydrierenden Elemente (Rhenium und Wolfram oder Molybdän) können getrennt oder vorzugsweise
gleichzeitig auf dem Trägt niedergeschlagen werden, wobei man entsprechende Lösungen verwendet,
z. B. wäßrige Lösungen der Pei leniumsäure, des Ammonium-, Natrium- oder Kalium-Perrhenats, des
Ammonium-, Natrium- oder Kalium-meta- oder para-Wolframats,
des Ammonium-, Natrium- oder Kalium-Molybdats.
Sobald die dehydrierenden Elemente auf dem Träger niedergeschlagen sind, wird der Katalysator getrocknet
und durch Erhitzen in einer oxidierenden Atmosphäre bei einer Temperatur von z. B. 300 bis 600°C calciniert,
worauf man 2 bis 30 Stunden unter einem Wasserstoff-Strom bei einer Temperatur von z. B. 350 bis 7000C
reduziert, wobei der stündliche Wasserstoff-Durchfluß etwa das 100- bis lOOOfache des Katalysator-Volumens
beträgt. Diese letztgenannte Operation wird vorzugsweise im Dehydrierungs-Reaktor durchgeführt.
Man kann auch die Calcinierung weglassen und direkt die Reduktion durchführen.
Die Reduktionstemperatur ist sehr wichtig:
- wenn die dehydrierenden Elemente Rhenium und Wolfram sind, so sollte die Reduktionstemperatur
vorzugsweise zwischen 500 und 5500C liegen;
- wenn der Katalysator aus Rhenium und Molybdän besteht, sollte die Reduktionstemperatur vorzugsweise
zwischen 550 und 6000C liegen.
Die Bedingungen für die Verwendung der Katalysatoren sind nicht weniger indifferent. Bei der Dehydrierung
von geradkettigen Paraffin-Kohlenwasserstoffen sollte zur Erzielung von beträchtlichen Umwandlungsgraden die Temperatur zwischen 300 und 6000C liegen,
vorzugsweise zwischen 400 und 500"C1 wobei die
stündlichen Volumendurchsätze an flüssigen, gesättigten Kohlenwasserstoffen etwa das 0,1- bis 30fache des
Katalysator-Volumens, vorzugsweise das 2- bis lOfache
betragen und die Absolut-Drücke 0,1 bis 20 Bar, vorzugsweise 1 bis 5 Bar, betragen. Der partielle
Wasserstoffdruck hat einen großen Einfluß auf die Stabilität der Katalysatoren; das Molverhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoffe
am Reaktoreingang kanii zwischen 0,1 und 30, vorzugsweise zwischen 2 und 20,
zweckmäßig zwischen 8 und 15 liegen. Bei der Dehydrierung von cyclischen Kohlenwasserstoffen
ίο sollte die Temperatur zur Erlangung von guten
Umwandlungsgraden zwischen 300 und 6000C liegen,
vorzugsweise zv/ischen 500 und 600° C, wobei die stündlichen Volumendurchsätze der flüssigen Kohlenwasserstoffe
etwa das 0,1- bis 20fache des Katalysator-Volumens betragen, vorzugsweise das 2- bis lOfache,
und die absoluten Drücke bei 1 bis 60 Bar, vorzugsweise 5 bis 40 Bar, liegen. Der partielle Wasserstoffdruck ist
von großem Einfluß auf die Stabilität der Katalysatoren; das Molverhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoffe am
Reaktoreingang kann zwischen 0,25, vorzugsweise zwischen 2 und 10, liegen.
Als Beispiele für dehydrierbare Kohlenwasserstoffe seien erwähnt Propan, η-Butan, Isobutan, n-Hexan,
n-Dodecan, n-Hexadecan, Cyclopentan, Cyclohexan, Cycloheptan, Cyclooctan und Methyl-cyclopentan. In
den folgenden Beispielen, die nicht als Beschränkung gewertet werden sollen, ist die Erfindung näher
erläutert.
Eine Fraktion von Normal-Paraffinen Cio —Cu wird
in einem Dehydrierungsreaktor aus Stahl mit 2 cm Innendurchmesser und 40 cm Länge sowohl mit einem
Katalysator A auf Basis von Rhenium und Wolfram, als auch mit einem Katalysator B auf Basis von Rhenium
und Molybdän in Kontakt gebracht. Die Metalle dieser Katalysatoren A und B sind auf y-Aluminiumoxid-Kügelchen
niedergeschlagen. Man erhält diese Katalysatoren durch Imprägnierung der y-AIununiumoxid-Kügelchen
mit einer spezifischen Oberfläche von 69 m2/g, einem porösen Volumen von 58 cmVIOO g, wobei 75%
dieses porösen Volumens Poren vom Durchmesser zwischen 10,0 und 50,0 Nanometer entsprechen. Die
Neutralisationswärme bei der Ammoniak-Adsorption beträgt bei diesem y-Aluminiumoxid 29,31 Joule/g.
Zur Herstellung des Katalysators A imprägniert man 100 g dieser Aluminiumoxid- Kügelchen mit 58 cm'einer
wäßrigen Lösung, die 20,4 cm1 einer Perrheniumsäure-Lösung mit 0,98 Ge'.v.-% Rhenium und 37,6 cmJ einer
Lösung aus 0,273 g Ammoniummeta-Wolframats mit 92,3 Gew.-o/o WO1 enthält. Zur Herstellung des
Katalysators B imprägniert man 100 g der Aluminiumoxiu-Kügelchen mit 58cmJ einer Lösung, die 20,4 cm1
einer Perrheniumsäure-Lösung mit 0,98 Gew.-% Rhenium und 37,6 cm1 einer Lösung aus 0,368 g Ammonium-Paramolybdat
mit 81,5 Gew.-% MoO1 enthält. Nach 3
Stunden Kontakt haben die Aluminiunioxid-Kügelchen die Lösung völlig absorbiert. Man trocknet 6 Stunden im
Trockenschrank bei 1000C und calciniert dann 2 Stunden im Luftstrom bei 4000C sowie weitere 2
Stunden bei 5000C. Nach dem Abkühlen werden die Katalysatoren A und B in den Dehydrierungskatalysator
überführt und ca. 12 Stunden mit einem Wasserstoff-Strom
(50 Liter/Stunde) reduziert: die Reduktionstemperatur beim Katalysator A ist 5JO0C, die beim
Katalysator B 575°C. Der auf diese Weise hergestellte Katalysator A enthält 0,2 Gew.-% Rhenium und 0,2
Gew.-% Wolfram. Der Katalysator B enthält 0.2
Gew.-% Rhenium und 0,2 Gew.-°/o Molybdän. Nun leitet
man über den Katalysator A bzw, BeineCio — Cn-Fraktion
mit einer Geschwindigkeit von 4 Volumenteilen Flüssigkeit pro Volumen des Katalysators und pro
Stunde, bei einer Temperatur von 450 bis 4700C, einem
absoluten Druck von 1 Bar und einem Molverhältnis Wasserstoff/Cio—Ci4-Fraktion am Reaktoreingang=
12; dann analysiert man die flüssigen und gasförmigen Produkte, die aus dem Reaktor herauskommen,
in Abhängigkeit von der Zeit, und zwar Jurch die Bromzahl, durch Gaschromatographie, Massenspektrometrie
und magnetische Kernresonanz. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I
zusammengestellt.
Katalysator
Alter des
Katalysators
Katalysators
Reaktionsletnperatur
| (Stunden) | ( <-) |
| 4 | 470 |
| 50 | 470 |
| 100 | 470 |
| 200 | 470 |
| 300 | 460 |
| 1000 | 460 |
| 4 | 470 |
| 50 | 470 |
| 100 | 470 |
| 200 | 470 |
| 300 | 460 |
| 1000 | 460 |
Zusammensetzung des flüssigen Produkts (Gew.-%)
n-ParalTine η-Mono- Isoolefine Diolefine Aromalen
olefine + Iso-
paraffine
%-Crackung der Charge zu C|-CV KohlenwasserstotTen
83,6
85,9
86,9
87,8
89,7
92,2
85,9
86,9
87,8
89,7
92,2
86,5
88.5
89,2
89.7
91.5
93,9 15,1
13,6
12,8
12,2
10,2
7,7
88.5
89,2
89.7
91.5
93,9 15,1
13,6
12,8
12,2
10,2
7,7
12.3
IU
10,6
10,2
IU
10,6
10,2
8.4
0,2
0,1
0,1
0,1
0.1
0,1
0,2
0,1
0.1
0,1
0,1
0,1
0,1
0,1
0.1
0,1
0,2
0,1
0.1
0,1
0,1
0,1
0,2
0,1
0.1
0,1
Spuren
Spuren
0,2
0.1
Spuren
Spuren
0,9
0,3
O.i
Spuren
0,8
0,2
0,»
Spuren
0,1
0,1 0.1
Wie ersichtlich, besitzen die beiden Katalysatoren eine hervorragende Stabilität und eine sehr gute
Selektivität.
Man leitet eine Cm-CM-Fraktion über den Katalysator
A des Beispiels 1, jedoch mit einer Geschwindigkeit von 3 Volumenteilen Flüssigkeit pro Volumen des
Katalysators und pro Stunde, unter einem absoluten Druck von 3 Bar. Die übrigen Rsaktionsbedingungen
sind mit denen des Beispiels 1 identisch. Nach 50 Stunden unter diesen Reaktionsbedingungen hat das
flüssige Produkt, welches den Reaktor verläßt, die folgende Zusammensetzung:
- n-Paraffine: 85,9%
- n-Monoolefine: 13,4%
- Isoolefine+ Isoparaffine: 0,2%
- Diolefine: 0,1%
- Aromaten: 0,4%
Der prozentuale Anteil der zu Ci- bis Cs-Kohlenwasserstoffen
gecrackten Charge beträgt 0,1 Gew.-%.
Nach 1000 Stunden betragen die obigen Ziffern 88% bzw. 11,8% bzw. 0,1% bzw. 0% bzw. 0,1%; der
Crack-Anteil liegt unter 0,1%. Nach 2000 Stunden belaufen sich die Zahlen auf 88,9% bzw. 10,9% bzw.
0,1% bzw. 0% bzw. 0,1%; der Crack-Anteil liegt unter 0,1%.
Wie ersich:lich, sind die neuen Katalysatoren außerordentlich stabil, wobei der Reaktionsdruck von
besonderem Einfluß ,.,uf die Stabilität ist.
Man leitet eine Cio — Cu-Fraktion über den Katalysator
A des Beispiels 1, wobei man die Reakuonsbedingungen
des Beispiels 1 anwendet.
Nach 1000 Stunden vermindert man die Reaktionsiemperatur
unter einem Stickstoff-Strom auf 4400C, worauf man den Katalysator durch einen Luftstrom
regeneriert (10 Liter pro Liter Kaialysator pro Stunde); die Temperatur steigt rasch auf 535°C, worauf sie
langsam bis auf 44O0C sinkt. Die Gesamtdauer der
Regeneration beträgt 5 Stunden. Nun wird die Temperatur unter einem Stickstoff-Strom auf 530° C
gesteigert und man reduziert den Katalysator erneut 15 Stunden mit einem Wasserstoff-Strom von 50 Liter/
Stunde.
Nun wird die Temperatur unter einem Wasserstoff-Strom auf 470°C gesenkt, worauf man eine Cio-Cm-F-aktion
unter den obigen Bedingungen einspritzt. Nach 200 Stunden ist die Zusammensetzung des den
Reaktor verlas; enden flüssigen Produkts vie folgt:
| n-Paraffine: | 87,8% |
| n-Monoolefine: | 11.9% |
| Isoolefine -u Isoparaffine: | 0.1% |
| Diolefine: | 0,1% |
| Aromaten: | 0,1% |
Die Menge an zu Ci- bis Cs-Koiilenwasserstoffen
gecrackter Charge liegt unter 0,1 Gew.-%. Die Resultate nach 200 Stunden sind also praktisch genauso
gut wie vor der Regeneration.
Die erfindungsgemäBen Katalysatoren sind also regenerierbar.
Man verwendet das Verfahren des Beispiels I und stellt 4 Katalysatoren der folgenden Zusammensetzung
her:
Die Katalysatoren A2 und A) werden bei 530"C
reduziert,die Katalysatoren B2und Bibei 575°C.
Die Reaktionsbedingungen sind wie im Beispiel 1 beschrieben, wobei die Temperatur 47O°C beträgt; die
Resultate sind in der Tabelle Il zusammengestellt.
■> I, so stellt man fest, daß es vorteilhaft ist, mit Mengen an
katalytischen Metallen zwischen 0,1 und 0,5% zu
arbeiten; ist die Menge der aktiven Elemente zu gering,
so sind Aktivität und Stabilität schlecht, ist die Menge
der aktiven Elemente zu groß, so sind Aktivität und
ι» Stabilität kaum höher — im Gegenteil, die Selektivität
ist viel schlechter.
Katalysator
Alter lies Katalysators
Zusammensetzung des lliissigen l'rodukts ((ie».-"i)
n-l'araffine ii-Mniin- Is(HiIeHiIe Diolefine
olefine ' Iso-
pa ratline
AriMiiaten
■ -('raekung der Charge zu C ι (V
Pvi r ί ι r e 11 -wasserstollen
50
200
200
200
200
50
200
200
1MJ %.5 80.7 83.2 85.5
93.7 95,5 97.3
83.6 85,9
87.5
7.7
5.8
3.5
15.9
14.3
12.7
4.5 2,7
13
11.7 10.8
Es wird ein Benzin der Dampf-Crackung dehydriert; die Charge hat folgende Zusammensetzung:
Benzol: 52.9%
Toluol· 18.2%
m- + p-Xylole: 22% 74.4%
o-Xylol: 0,45%
Äthylbenzol: 0,65%
Paraffine: 9%
Naphthene: 16,6%
Die wesentlichen Eigenschaften sind die folgenden:
| Bromzahl: | 0 |
| Maleinsäureanhydrid-Index: | 0 |
| Potentielle Harze: | |
| Destillation ASTM | 52° C |
| Anfangspunkt: | 151°C |
| Endpunkt: | 2 ppm |
| Gesamt-Schwef el: | (Gewicht) |
0.1
0.6
0.5
0,4
0.5
0,4
0.1
0.6
0.4
0.3
O.I
2.1
1.4
0.9
1.4
0.9
0.1
2.2
1,5
1,5
0.4 0.3 0.2
0.3 0,3 0.2
Das den Reaktor verlassende Produkt hat die folgende Zusammensetzung:
Paraffine: 10,9%
Naphthene: 0.1%
Aromaten:
Benzol:
Toluol:
m- + p-Xylole:
o-Xylol:
Athylbenzol:
61%
23,3% 3% 0,9% 0,8%
89%
Man wiederholt das Beispiel 4 unter Verwendung des Katalysators B gemäß Beispiel 1.
Das den Reaktor verlassende Produkt hat die folgende Zusammensetzung:
Man leitet diese Charge zusammen mit Wasserstoff bei einer mittleren Temperatur von 560° C durch einen
Reaktor (Eingangstemperatur 580° C, Ausgangstemperatur 530° C). Man verwendet den Katalysator A des
Beispiels 1; der Druck beträgt 15 Bar, der stündliche Volumen-Durchsatz der Charge ist das 2fache des
Katalysator-Volumens und das Molverhältnis Wasserstoff/Charge beträgt 5.
| Paraffine: | 11,8% |
| Naphthene: | 0,6% |
| Aromaten: | |
| Benzol: | 60,4% |
| Toluol: | 223% |
| m- + p-Xylole: | 2,9% |
| o-Xylol: | 0,8% |
| Athylbenzol: | 0,7% |
87,6%
Man wiederholt das Beispiel 4 unter Verwendung des Katalysators A2 gemäß Beispiel 4.
Das den Reaktor verlassende Produkt hat die
folgende Zusammensetzung:
| Paraffine: | 9,9% |
| Maphthene: | 10,4% |
| Aromaten: | |
| Benzol: | 56,3% |
| Toluol: | 19,7% |
| m- + p-Xylole: | 2,4% |
| o-Xylol: | 0,6% |
| Äthylbenzol: | 0,7% |
79,7%
Vergleichs-Beispiel III
Man wiederholt das Beispiel 4 unter Verwendung des Katalysators Ai gemäß Beispiel 4. Das den Reaktor
verlassende Produkt hat die folgende Zusammensetzung:
| Paraffine: | 11,9% |
| Naphthene: | 0, i % |
| Aromaten: | |
| Benzol: | 60,6% |
| Toluol: | 23% |
| m- + p-Xylole: | 2,9% |
| o-Xylol: | 0,8% |
| Äthylbenzol: | 0,7% |
88%
Vergleichs-Beispicl IV
Dieses Beispiel dient zu Vergleichszwecken.
Man wiederholt das Beispiel 4, jedoch wird der V'atalysator unter Verwendung eines Übergangs-Aluminiumoxids
hergestellt, dessen Neutralisationswärme bei der Ammoniak-Adsorption 54,43 Joule pro Gramm
beträgt und dessen spezifische Oberfläche 120 m2/g und das poröse Volumen 0,9 cmVg ist. Alle anderen
Eigenschaften des verwendeten Katalysators sind genauso wie beim Katalysator A des Beispiels 1.
Das den Reaktor verlassende Produkt hat die folgende Zusammensetzung:
| Paraffine: | 14,1% |
| Naphthene: | 0,1 o/o |
| Aromaten: | |
| Benzol: | 59,30% |
| Toluol: | 22,10% |
| m- + p-Xylole: | 2,90% |
| o-Xylol: | 0,80% |
| Äthylbenzol: | 0,70% |
85,8%
Vergleichs-Beispiel V
Auch dieses Beispie I dient zu Vergleichszwecken.
Man wiederholt das Beispiel 4; jedoch verwendet man einen Katalysator, der aus «-Aluminiumoxid
hergestellt wurde, dessen Neutralisationswärme bei der Ammoniak-Adsorption 16,75 Joule/g beträgt und
dessen spezifische Oberfläche 8 m2/g und dessen poröses Volumen 0,5 cm Vg ist. Alle übrigen Eigenschaften
des Katalysators entsprechen denen des Katalysators A gemäß Beispiel 1.
Das den Reaktor verlassende Produkt hat die folgende Zusammensetzung:
| Paraffine: | 11,8% |
| Naphthene: | 4% |
| Aromaten: | |
| Benzol: | 58,30% |
| Toluol: | 21,50% |
| m- + p-Xylole: | 2,90% |
| o-Xylol: | 0,80% |
| Äthylbenzol: | 0,70% |
84.2%
Claims (2)
1. Katalysator, der AItOj, Rhenium in Mengen von
0,1 bis 0,5 Gew.-% sowie Molybdän oder Wolfram
enthält, durch Inberührungbringen des AI2O3 mit
Lösungen von Verbindungen der aktiven Komponenten, Trocknen und Reduzieren, sowie gegebenenfalls
Calcinieren vor der Reduktion, dadurch
gekennzeichnet, daß man ein solches AI2O3 verwendet, das eine Neutralisationswärme bei der
NHrAdsorption von weniger als 4137 Joule/g bei
3200C und einem Druck von 300 mm Hg, eine spezifische Oberfläche zwischen 20 und 150 m2/g
und ein poröses Volumen von 0,4 bis 0,8 cmVg, wobei mindestens 75% der Porosität Poren mit
einem Durchmesser zwischen 10,0 und 50,0 Nanometer entspricht, aufweist.
2. Verwendung des Katalysators nach Anspruch 1, zur Dehydrierung von gesättigten Kohlenwasserstoffen
mit 3 — 40 Kohlenstoffatomen pro Molekül.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR7016132A FR2088982A5 (de) | 1970-04-30 | 1970-04-30 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2118155A1 DE2118155A1 (de) | 1971-11-11 |
| DE2118155B2 true DE2118155B2 (de) | 1979-10-31 |
| DE2118155C3 DE2118155C3 (de) | 1980-07-17 |
Family
ID=9055004
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2118155A Expired DE2118155C3 (de) | 1970-04-30 | 1971-04-15 | Katalysator, der Al2 0 3, Rhenium sowie Molybdän oder Wolfram enthält, sowie dessen Verwendung zur Dehydrierung von gesättigten Kohlenwasserstoffen |
Country Status (7)
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| DE (1) | DE2118155C3 (de) |
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| NL (1) | NL171021C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0407091A1 (de) * | 1989-07-05 | 1991-01-09 | BP Chemicals Limited | Verfahren und Katalysator zur Herstellung von Ethylen und Essigsäure |
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| US5210293A (en) * | 1989-07-05 | 1993-05-11 | Bp Chemicals Limited | Process and catalyst for the production of ethylene and acetic acid |
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| US5620592A (en) * | 1994-07-29 | 1997-04-15 | Chevron U.S.A. Inc. | Low macropore resid conversion catalyst |
| RU2193920C2 (ru) * | 2001-01-23 | 2002-12-10 | Акционерное общество открытого типа "ВНИИНефтехим" | Катализатор для получения ароматических углеводородов паровой конверсией бензиновых фракций |
| CN102909096B (zh) * | 2011-08-01 | 2014-12-31 | 中国石油化工股份有限公司 | 短时间高温还原结合低温还原的脱氢催化剂活化方法 |
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- 1971-04-28 NL NLAANVRAGE7105833,A patent/NL171021C/xx not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0407091A1 (de) * | 1989-07-05 | 1991-01-09 | BP Chemicals Limited | Verfahren und Katalysator zur Herstellung von Ethylen und Essigsäure |
Also Published As
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|---|---|
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| DE2118155C3 (de) | 1980-07-17 |
| US3769239A (en) | 1973-10-30 |
| GB1328455A (en) | 1973-08-30 |
| FR2088982A5 (de) | 1972-01-07 |
| BE765122A (fr) | 1971-10-01 |
| NL171021B (nl) | 1982-09-01 |
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