DE2110663C3 - Lageranordnung für Präzisionsspindeln - Google Patents
Lageranordnung für PräzisionsspindelnInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lageranordnung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden
Art.
Eine solche Lageranordnung ist durch das ältere Deutsche Patent 19 65 302 geschützt. Die Außenseite
der Führungsbüchse und die Innenwand des Gehäuses, die zwischen sich einen abstützenden Flüssigkeitsfilm
aufnehmen, sind bei der den Gegenstand des älteren Rechts bildenden Ausführungsform glatt, d. h. zylindrisch
ausgebildet. Die Praxis zeigt, daß es schwierig ist, bei einer ganz geschlossenen Oberfläche der gegeneinander
abgestützten Teile einen geeigneten Flüssigkeitsfilm geschlossen aufrechtzuerhalten. Reißt der Flüssigkeitsfilm
ab, setzt sich die Führungsbüchse sofort fest und kann ihren Zweck des Ausgleichs einer Längenänderung
des Wellenabschnitts zwischen den Lagern nicht mehr erfüllen. Wird indessen das Spiel zwischen
Führungsbüchse und Innenwand des Gehäuses wesentlich größer gemacht, um das Eindringen der Flüssigkeit
zu erleichtern, wird die Lagerung leicht unpräzise.
Außerdem muß die Schmierung der Lager der vorgeschlagenen Ausführungsform separat von der Zufuhr
der für den Aufbau des Flüssigkeitsfilms dienenden Flüssigkeit erfolgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lageranordnung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1
entsprechenden Art so auszugestalten, daß die Flüssigkeit für den Aufbau des Flüssigkeitsfilms aus dem für die
Lager vorgesehenen Schmiermittel gebildet sein kann und dennoch sichergestellt ist. daß stets ein ausreichender
Tragfilm für die Führungsbüchse aufgebaut werden
ίο kann.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
Durch das System der Kanäle ist erreicht, daß keine Stelle der Oberfläche der Führungsbüchse allzu weit
von der Zufuhr von Flüssigkeit entfernt ist. Die Praxis hat gezeigt, daß hierdurch ein relativ enges Spiel zwischen
Führungsbüchse und Gehäuse eingehalten werden kann und dennoch der die Tragschicht bildende
Flüssigkeitsfilm nicht abreißt. Messungen haben bei Querkräften in der Größenordnung von 1000N noch
nicht einmal Verlagerungen von der Größenordnung 1 My ergeben. Es wird somit eine stets leichtgängige
und dennoch absolut präzise Lagerung der Führungsbüchse auf dem Flüssigkeitsfilm erzielt.
2ϊ Eine auf einem Flüssigkeitsfilm gelagerte Führungsbüciise
mit einem System von Kanälen auf ihrer Außenseite ist für eine Schiffswelle aus dem DE-GM 14 15 472
bekannt.
Dürer! die in das Innere der Führungsbüchse führen-
JO den Durchbrüche ist die Möglichkeit eröffnet, die für
den Aufbau des Tragfilms dienende Flüssigkeit zu den Lagern im Innern der Führungsbüchsc weiterzuleiten
und zu deren Schmierung zu verwenden.
Durchbrüche an einer Führungsbüchse für die Lager einer Welle sind aus der DE-PS 9 52 756 zu entnehmen.
Es handelt sich aber nicht um eine Führungsbüchse für axiale Verlagerungen, sondern um eine mitumlaufende
Führungsbüchsc
Durch die besondere Anordnung der Durchbräche in
■to den Enden der Längsstichkanäle ist sichergestellt, daß
die filmbildende Flüssigkeit nicht direkt, d. h. ohne Aufbau eines ausreichenden Tragfilms durch die Durchbrüche
in das Innere der Führungsbüchse abströmt, sondern dies erst nach Überwindung einer Art von
Labyrinth und Zurücklegung eines längeren Strömungsweges tun kann, längs dessen sich genügend Gelegenheit
ergibt, zwischen die Führungsbüchse und das Gehäuse zum Aufbau des Films einzudringen.
Durch das Merkmal des Anspruchs 2 kann die Flüssigkeit von der Außenseite der Führungsbüchse, wo
sie ihre Tragfunktion ausübt, dem Lager zugeleitet werden, wo sie ihre Schmierfunktion ausübt.
Die Erfindung ist an einer als Ausführungsbeispiel dienenden Schleifspindel in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Schleifspindel,
wobei das Gehäuse teilweise im Längsschnitt dargestellt ist;
F i g. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die Schleifspindel nach Fig. 1, wobei der Schnitt in einer anderen
Ebene geführt ist als bei Fig. 1.
Die als Ganzes in den F i g. 1 und 2 mit 1 bezeichnete Schleifspindel umfaßt ein außen und innen zylindrisches
Gehäuse 2, das in den zur Zylinderachse senkrechten Ebenen 3, 4 und 5 geteilt ist. In dem zwischen den
•>5 Ebenen 3 und 4 gelegenen Gehäuseabschnitt 6 läuft die
die eigentliche Spindel bildende Welle 7 um, die von einem insgesamt mit 8 bezeichneten Hochfrequenz-Elektromotor
angetrieben wird, der den auf der Welle
sitzenden Anker 9 und den im Gehäuse 2 befestigten Stator 10 umfaßt. Zu beiden Seiten des Ankers 9 ist die
Welle 7 in Lagern Ii bzw. 12 gelagert, von denen das
Lager 11 im Gehäuse 2 feststehend angeordnet ist und
das Lager 12 in einer in der zylindrischen Bohrung 14 des Gehäuses 2 längsverschieblichen zylindrischen
Führungsbüchse 13 sitzt, deren Funktion noch im einzelnen erläutert wird. Die Lager 11 und 12 sind
Präzisions-Hochleistungskugellager.
Die Welle 7 weist bei der das Ausfülirungsbeispiel iü
bildenden Schleifspindel 1 auf der Aibeitsseite eine Spannzangeneinrichtung 15 zur Aufnahme der Schleifstifte
auf. Am anderen Ende besitzt die Weile einen Innenmehrkant 16. Ein entsprechender Mehrkantstift 17
kann bei Bedarf unter Zusammendrückung der Feder 18
mittels des Handgriffs 19 vorgeschoben und zum Eingriff mit dem Innenmehrkant 16 gebracht werden.
Damit ist die Welle 7 drehfest mit dem Handgriff 19 gekuppelt, so daß durch Verdrehen des Handgriffs 19
gegenüber der Stellbüchse 20 die Spant.zangeneinrichiung
15 angezogen bzw. gelöst werden kann. Beim Loslassen des Handgriffs 19 bringt die Feder 18 den
Mehrkantstift 17 wieder außer Eingriff mit der Welle 7. so daß diese frei rotieren kann.
Das Lager 12 ist an seinem nicht im einzelnen herausgezeichneten Außenring zwischen dem Bund 21
der Führungsbüchse 13 und dem Druckstück 22 eingespannt. Gegen das Druckstück wirkt die Tellerfeder
23, die über einen in einer Innennut der Führungsbüchse 13 sitzenden Seegering 24 an der so
Führungsbüchse 13 abgestützt ist. Das Druckstück 22 besitzt einen Ansatz 25, der die Tellerfeder 23 sowie
eine Querwand 26 des Gehäuses 2 an einer Mittenbohrung 27 durchgreift. Auf dem die Querwand 26
überragenden Ende des Ansatzes 25 ist eine Scheibe 28 ü aufgeschraubt, die mittels einer Konterscheibe 29 auf
dem Ansatz 25 festgesetzt werden kann. Die Scheibe 28 und die Querwand 26 bilden Widerlager für die als
Druckfeder wirkende Feder 30, durch die die Fiihrungsbüchse 13 mit dem Lager 12 an dem Ansatz 25 von dem
Lager 11 hinweggezogen wird. Je nachdem, wieweit die Scheibe 28 auf den Ansatz 25 aufgeschraubt wird, ändert
sich die von der Feder 30 ausgeübte Kraft, so daß den Lagern 11 und 12 auf diese Weise eine wählbare
Vorspannung erteilt werden kann.
Der Zugang zu den Scheiben 28, 29 erfolgt nach Lösen und Entfernen des Schraubstückes 31, Entfernen
des in den Figuren rechts von der Ebene 5 gelegenen Teils des Gehäuses 2, Abtrennen der elektrischen
Zuleitung 32 bei 33 und Entfernen des Schraubstückes 5u 34.
Die Lager 11 und 12 werden durch einen ölnebel geschmiert, der über die Zuleitung 35 herangeführt wird.
Die Zuleitung 35 mündet in einen Zuführungskanal 36, der an der Oberfläche der Führungsbüchse 13 austritt.
Die Führungsbüchse 13 weist ar ihrer Oberfläche Kanäle auf. Zwischen an den Enden der Führungsbüchse
13 gelegenen Randbereicher 37, 38, in denen die zylindrische Oberfläche der Führungsbüchse 13 stehengeblieben
ist, befinden sich umlaufende Ringkanäle 39, 40, die an die Randbereiche 37, 38 angrenzen. Die
Ringkanäle 39, 40 sind durch Längskanäle 42 miteinander verbunden. Außerdem sind noch Längssiichkanäle
43 vorgesehen, die von den Ringkanälen 39 ausgehen jedoch nicht bis zu den Ringkanälen 40 vordringen. Von
der zylindrischen Oberfläche der Führungsbüchse 13 sind also die Randbereiche 37 ut.d 38 sowie die zwischen
den Längskanälan gebildeten U-förmigen Bereiche 44
erhalten.
Am Ende der Längsstichkanäle 43 sind Durchbrüche 46 vorgesehen, die in innere Kanäle 47 des Druckstükkes
22 münden, die gegen das Lager 12 gerichtet sind.
Der Ölnebel tritt also über die Zuleitung 35, den 7ufuhrungsksna! 36, die Kanäle 39, 40, 42, 42. die
Durchbrüche 4b und die Kanäle 47 in das Lager 12 ein. Bei dem Durchströmen der Kanäle der Führungsbüchse
13 bildet sich an den stehengebliebenen zylindrischen Bereichen 37, 38, 44 derselben ein Ölf'lm aus, über den
sich die Führungsbüchse 13 an der Innenwandung 14 des Gehäuses 2 abstützt Diese Abstützung ergibt einen
spielfreien Sitz der Führungsbüchse 13 und damit des Lagers 12 in dem Gehiiuse 2.
Bei einer Erwärmung des Ankers 9 und des entsprechenden Bereiches der Welle 7 kann sich die
Führungsbüchse 13 in dem Gehäuse ? in Längsrichtung verschieben, ohne daß sich die durch die Feder 30
vorgegebene Einstellkraft an den Lagern merklich ändert, da die geringfügige Verlängerung der Welle 7
nur eine kleine Dehnung der Feder 30 und eine entsprechend geringe Änderung der Federkraft nach
sich zieht.
Über den Zuführungskanal 48 steht die Zuleitung 35 auch mit dem feststehenden Lager 11 in Verbindung und
versorgt dieses ebenfalls mit Ölnebel. Der aus den Lagern 11 und 12 austretende Ölnebel wird über
Saugkanäle 49, 50 abgesaugt, die in Verbindung zu der Ableitung 51 stehen. Dies ist aus Fig. 1 ersichtlich, die
eine andere Schnittebene zeigt als die F i g. 2.
Die Erfindung kann auch in anderen Fällen Anwendung finden, in denen sich die gleiche Problemstellung
ergibt wie bei einer Schleifspindel, in denen also eine Dehnungen ausgesetzte Welle mit sehr hoher
Drehzahl in in Längsrichtung genau einzustellenden Lagern umläuft. Beispiele dieser Art sind etwa Kreisel,
Zentrifugen u. dgl.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Lageranordnung für Präzisionsspindeln, insbesondere
Präzisionsarbeitsspindeln für den Einsatz auf Werkzeugmaschinen, die auf mit Abstand in
einem Gehäuse angeordneten, einer genauen Einstellung in Achsrichtung der Welle bedürfenden Lxgern
mit hoher Drehzahl umlaufen und zwischen den Lagern Längenänderungen ausgesetzt sind,
wobei mindestens eines der Lager in einer in dem Gehäuse in Längsrichtung verschiebbar abgestützten
Führungsbüchse angeordnet und mit dieser in Längsrichtung der Welle unter Federvorspannung
verschiebbar ist und an der Innenwand des Gehäuses im Bereich der Führungsbüchse eine Flüssigkeitszuführung
austritt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsbüchse (1.2) auf ihrer Außenseite in an sich bekannter Weise ein zusammenhängendes
System von vertieft liegenden Kanälen (39, 40, 42, 43) aufweist, in die die Flüssigkeilszuführung
(36) mündet und die den um den ganzen Umfang umlaufenden stehenbleibenden Randbereichen
(37, 38) benachbarte, über den ganzen Umfang umlaufende Ringkanäle (39, 40) umfassen, die
durch Längskanäle (42) verbunden sind, daß in ebenfalls an sich bekanmcr Weise in das Innere der
Führungsbüchse führende Durchbrüchc (46) vorgesehen sind und daß Längsstichkanäle (43) vorhanden
sind, die von einem der Ringkanäle (39) ausgehen, jedoch nicht bis zu dem anderen Ringkanal (40) vordringen,
und in deren Enden die Durchbrüche (46) angeordnet sind.
2. Lageranordnung nach Anspruch 1, bei der das Lager einen in der Führungsbüchse sitzenden
Außenring umfaßt, der an einer Seite gegen einen Innenband der Führungsbüchse anliegt, während
gegen die andce Seite ein an der Führungsbüchse abgestütztes Druckstück anliegt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckstück (22) innere Kanäle (47) aufweist, die in Einbaulage die Durchbrüche (46) mit
dem Lager (12) verbinden.
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