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DE2108926C3 - Verfahren zur Herstellung von 3-Acyl-4-hydroxy-buten-(2)-saurelactonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Acyl-4-hydroxy-buten-(2)-saurelactonen

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Publication number
DE2108926C3
DE2108926C3 DE19712108926 DE2108926A DE2108926C3 DE 2108926 C3 DE2108926 C3 DE 2108926C3 DE 19712108926 DE19712108926 DE 19712108926 DE 2108926 A DE2108926 A DE 2108926A DE 2108926 C3 DE2108926 C3 DE 2108926C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydroxy
acid
acyl
reaction
buten
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712108926
Other languages
English (en)
Other versions
DE2108926A1 (en
DE2108926B2 (de
Inventor
Georg Dr. 6700 Ludwigshafen Klotmann
Herbert Dr. 6710 Frankenthal Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19712108926 priority Critical patent/DE2108926C3/de
Publication of DE2108926A1 publication Critical patent/DE2108926A1/de
Publication of DE2108926B2 publication Critical patent/DE2108926B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2108926C3 publication Critical patent/DE2108926C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/34Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D307/56Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/58One oxygen atom, e.g. butenolide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

R1—C-COOH
Il ο
(i)
H R2
c---c—c--= o
(II)
Es ist aus Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 4. Auflage Band 7/1 (1954), Seiten 85 ff und Organic Reactions, Band 16, Seiten 15 ff (John Wiley & Sons, Inc., New York 1968) bekannt, daß «,^-ungesättigte Aldehyde oder Ketone, die am ^-Kohlenstoffatom mindestens zwei Wasserstoffatome tragen, unter dem Einfluß eines basischen Katalysators mit Aldehyden eine Aldolreaktion eingehen. Die Kondensation findet an der y-Stellung statt, die der Doppelbindung benachbart ist. Bei den Ketonen ergibt sich noch die zusätzliche Möglichkeit eines Angriffes an dem zweiten «-Kohlenstoffatom zur Ketogruppe, wenn es mindestens zwei Wasserstoffatome trägt. Man erhält in meist unbefriedigenden Ausbeuten Polyen-Carbonylverbindungen, die wiederum nach dem gleichen Reaktionsprinzip weiterreagieren können. Je nach Konstitution der Ausgangsstoffe erhält man häufig ■schwer trennbare Gemische verschiedener Komponenten, außerdem treten Polymerisation oder Verharzungen als Nebenreaktionen auf.
4-Hydroxy-buten-(2)-säurelactone wurden bisher nur auf umständlichem, mehrstufigem und unwirtschaftlichem Wege hergestellt, z. B. ausgehend von 3-Chlorpropandiol-(l,2) und Kaliumcyanid oder durch Umsetzung von 2,3-Epoxy-butansäureestern mit Eisessig und Bromwasserstoff (Houben-Weyl, Methoden der organisehen Chemie, Band VI/2, 4. Auflage [!963T, Seiten 658, 712 ff).
Es wurde nun gefunden, daß man 3-Acyl-4-hydroxybuten-(2)-säurelactone der allgemeinen Formel
worin R1, R2, R3 und R4 jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man eine «-Oxo-carbonsäure der allgemeinen Formel
mit einer α,/J-ungesättigten Carbonylverbindung der allgemeinen Formel
worin R1, R2, R3 und R4 die vorgenannte Bedeutung besitzen, ohne Verwendung eines Katalysators bei Temperaturen zwischen 40 und 200° C umsetzt.
40
Il
R2-C
10
R4
=C
(III)
C)
worin R1, R2 R- und R4 jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeuten, in vorteilhafter Weise dadurch erhält, wenn man eine <x-Oxo-carbonsäure der allgemeinen Formel
R1-C-COOH
Il ο
(D
mit einer «,^-ungesättigten Carbonylverbindung der allgemeinen Formel
JO
C^=C-C= O
(II)
R4
worin Ri, R2, R^ und R4 die vorgenannte Bedeutung besitzen, ohne Verwendung eines Katalysators bei Temperaturen zwischen 40 und 200° C umsetzt.
Die Umsetzung wird für den Fall der Verwendung von Crotonaldehyd und Glyoxylsäure durch die folgende Reaktionsgleichung veranschaulicht.
OHC
OHC-CH
OCH -H,O
HjC- CH HOOC
H3C
Im Hinblick auf die bekannten Verfahren liefert das erfindungsgemäße Verfahren überraschend 3-Acyl-4-hydroxy-buten-(2)-säurelactone («-Butenolide) auf einfacherem und wirtschaftlicherem Wege in besserer Ausbeute und Reinheit. Die Carbonylgruppe der «-Oxocarbonsäure reagiert mit der «-Stellung der Carbonylverbindung, was nach dem Stand der Technik nicht zu erwarten war. Da beide Ausgangsstoffe polyfunktionell sind, mußte angenommen werden, daß im Reaktionsgemisch verschiedene Reaktionen nebeneinander auftreten wurden, z. B. Aldolisierung der Carbonylverbindung, Bildung von Polyen-Carbonylverbindungen, Diels-Alder-Reaktionen, und man entsprechend Gemische unterschiedlicher Endstoffe erhalten würde. Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher mit seinen vorteilhaften Ergebnissen überraschend.
Die Ausgangsstoffe können in stöchiometrischen Mengen oder im Überschuß, vorzugsweise in einem Verhältnis von 1 bis 5 Mol des einen Ausgangsstoffs zu 1
Mol des anderen Ausgangsstoffs, verwendet werden.
Geeignete α-Oxo-carbonsäuren sind z. B.: Glyoxylsäure, Brenztraubensäure, Isobutylglyoxylsäure.
Geeignete «,^-ungesättigte Carbcnylverbindungen sind beispielsweise Acrolein, Crotonaldehyd, Dimethylacrolein; Methylvinylketon, Pent-3-en-2-on, Mesityloxid.
Ein überraschender Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht ferner darin, daß eine Verwendung von Katalysatoren nicht notwendig ist.
Die Reaktion wird im allgemeinen drucklos oder unter Druck, vorteilhafterweise unter dem sich bei der Reaktionstemperatur einstellenden Druck des Reaktionsgemisches, kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt Vorzugsweise wird bei Temperaturen zwischen 80 und 1300C gearbeitet. Gegebenenfalls verwendet man unter den Reaktionsbedingungen inerte Lösungsmittel, wie Wasser; aliphatische Äther, wie Diäthyläther; aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol; Halogenkohlenwasserstoffe, wie Trichloräthylen; Ester, wie Essigsäureäthylester; oder entsprechende Gemische. Das Lösungsmittel kommt zweckmäßigerweise in einer Menge von 1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Λ-Oxo-carbonsäure, in Frage.
Im allgemeinen wird die Reaktion wie folgt durchgeführt: Ein Gemisch der Ausgangsstoffe, gegebenenfalls zusammen mit einem Lösungsmittel, wird während 2 bis 4 Stunden bei der Reaktionstemperatur gehalten. Zweckmäßigerweise setzt man dem Ausgangsgemisch einen die ungesättigte Carbonylverbindung stabilisierenden Stoff, z. B. Hydrochinon, zu. Man kann auch zu Beginn der Reaktion einen der Ausgangsstoffe dem Restgemisch während 15 bis 45 Minuten zusetzen. Wenn der Siedebereich des Gemisches über 100° C liegt, kann das Reaktionswasser aus dem Gleichgewicht bei Normaldruck oder auch im Vakuum abdestilliert werden. Das Wasser kann ebenfalls durch azeotrope Destillation mit einer Zusatzkomponente, z. B. Benzol, entfernt werden. Bei kontinuierlichem Betrieb wird das Ausgangsgemisch zweckmäßigerweise bei der Reaktionstemperatur in den Reaktor eingeleitet und gleichzeitig das Reaktionsgemisch in eine Kolonne zur Destillation entspannt. Aus dem Reaktionsgemisch wird dann das Verfahrensprodukt in üblicher Weise, z. B. durch Destillation oder Kristallisation, abgetrennt
Ein Überschuß an Ausgangsstoff kann entweder durch Destillation oder im Falle einer oc-Oxo-carbonsäure auch durch Extraktion mit Natriumbicarbonatlösung entfernt werden.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verfahrensprodukte sind wertvolle Ausgangsstoffe für die Herstellung von Lösungsmitteln, Farbstoffen, Kunststoffen, Anstrichmitteln, Pflanzenschutzmitteln, Riechstoffen und Kosmetika. Beispielsweise können durch Abspaltung der 3-Acylgruppe die in Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, Band 14 (1963), Seiten 769 ff berchriebenen Lactone erhalten werden.
In den folgenden Beispielen bedeuten Teile = Gewichtsteile.
Beispiel
Zu 92 Teilen Glyoxylsäure-Hydrat (1 Mol) werden bei 80° C innerhalb von 30 Minuten 70 Teile (1 Mol) Crotonaldehyd, stabilisiert mit 0,1 Gew.-% Hydrochinon, unter Rühren portionsweise zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird noch 1 !/2 Stund3n bei 100° C gehalten und dann destilliert Man erhält 93 Teile (74% der Theorie) 4-Methyl-3-formyI-4-hydroxy-buten-(2)-säurelacton vom Kp^ 95 bis 97° C. Das Phenylhydrazonderivat dieser Verbindung schmilzt bei 183,5 bis 185° C.
Beispiel 2
Unter Rühren werden bei 80° C zu 92· Teilen Glyoxylsäure-Hydrat-70 Teile Methylvinylketon innerhalb 45 Minuten portionsweise zugegeben. Man hält dann die Temperatur noch 15 Minuten bei 80° C, 15 Minuten bei 95° C und erhöht dann auf 110° C. Nach weiteren 2 Stunden werden durch Destillation 89 Teile (71% der Theorie) 3-AcetyI-4-hydroxy-buten-(2)-säurelacton vom Kp3 1210C erhalten. Das Phenylhydrazon dieser Verbindung schmilzt bei 193,5 bis 194° C.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 3-Acyl-4-hydroxybuten-(2)-säurelactonen der allgemeinen Formel
    Il
    R2-C
    R-1
    R4
    (HI)
DE19712108926 1971-02-25 1971-02-25 Verfahren zur Herstellung von 3-Acyl-4-hydroxy-buten-(2)-saurelactonen Expired DE2108926C3 (de)

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DE19712108926 DE2108926C3 (de) 1971-02-25 1971-02-25 Verfahren zur Herstellung von 3-Acyl-4-hydroxy-buten-(2)-saurelactonen

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DE2108926A1 DE2108926A1 (en) 1972-08-31
DE2108926B2 DE2108926B2 (de) 1979-09-20
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