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DE2107084C3 - Verfahren zur Herstellung von Glycidylestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glycidylestern

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Publication number
DE2107084C3
DE2107084C3 DE19712107084 DE2107084A DE2107084C3 DE 2107084 C3 DE2107084 C3 DE 2107084C3 DE 19712107084 DE19712107084 DE 19712107084 DE 2107084 A DE2107084 A DE 2107084A DE 2107084 C3 DE2107084 C3 DE 2107084C3
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DE
Germany
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glycidyl
acid
acetate
reaction
methyl
Prior art date
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Expired
Application number
DE19712107084
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English (en)
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DE2107084B2 (de
DE2107084A1 (de
Inventor
Wolfgang 6451 Bruchkoebel Heim
Axel Dr. 6454 Grossauheim Kleemann
Anne 6000 Frankfurt Rindfuss
Gerd Dr. 6454 Grossauheim Schreyer
Wolfgang Dr. 6050 Offenbach Weigert
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt filed Critical Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt
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Priority to NL7115126A priority patent/NL7115126A/xx
Priority to BE776098A priority patent/BE776098A/xx
Priority to FR7145310A priority patent/FR2125844A5/fr
Priority to JP1551372A priority patent/JPS57863B1/ja
Priority to GB689272A priority patent/GB1374342A/en
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Publication of DE2107084B2 publication Critical patent/DE2107084B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D303/00Compounds containing three-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D303/02Compounds containing oxirane rings
    • C07D303/12Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms
    • C07D303/16Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms by esterified hydroxyl radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Epoxy Compounds (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

IO
Es ist bekannt, Carbonsäureglycidylester durch Umsetzung von Epichiorhydrin mit den Alkalisalzen der entsprechenden Carbonsäuren in relativ guten Ausbeuten herzustellen (siehe J. Amer. Oil Chemists', Soc 38, 194 bis 197 [1961]), jedoch muß hierbei stets mit einem Oberschuß an Epichiorhydrin gearbeitet werden, was bei der Verwendung der Glycidylester zur Synthese, z. B. von Nahrungsmitteladditiven, vom physiologischen Standpunkt her nicht unbedenklich ist, da stets chlorhaltige Nebenprodukte mitgebildet werden. Zur Herstellung der reinen Produkte sind in jedem Fall aufwendige und stark ausbeutevermindernde Reinigungsoperationen, wie Umkristallisieren, Extraktion 2s oder destillative Fraktionierung nötig. Des weiteren ist das einwandfreie Gelingen der Umsetzung in starkem Maße von der Herstellung und Vorbehandlung des Alkalisalzes der betreffenden Carbonsäure abhängig.
Außerdem ist es nach J.P. Carreau, Bull. Soc Chim. France, 1970 [11], S. 4104 bis 4106, bekannt, die Verbindungen durch Epoxydation der entsprechenden Allylester mit p-Nitroperbenzoesäure in sehr hoher Reinheit zu gewinnen. Einer wirtschaftlichen Übertragung dieser Synthese in den technischen Maßstab stehen jedoch die äußerst langen Reaktionszeiten entgegen (bis zu mehreren Tagen). Ferner dürfte die Verwendung von p-Nitroperbenzoesäure aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Gefährlichkeit problematisch sein.
Weiterhin ist in der FR-PS 14 58 015 ein Verfahren zur Herstellung von Epoxyestern durch Umesterung von Epoxyalkoholen mit geeigneten Carbonsäurealkylestern in Gegenwart von Umesterungskatalysatoren beschrieben, jedoch werden dabei nur relativ niedrige Ausbeuten erhalten. Sinn der Anmeldung ist die Gewinnung reiner, völlig chlorfreier Glycidylester auf technisch einfachem Wege.
Es wurde nun gefunden, daß sich völlig chlorfreie Glycidylester mit einem hohen Reinheitsgrad durch katalytische Umesterung erhalten lassen, wenn man aliphatische Carbonsäuremethyl- oder -äthylester mit Glycidylacetat oder -propionat umsetzt.
Es mi völlig überraschend, daß sich Glycidylester auf diese Weise erhalten lassen, da bei der Umesterung eines Carbonsäureesters mit Glycid, also einem Alkohol, der in der Alkoholgruppierung eine Epoxydgruppe besitzt, sehr starke Polymerisationen auftraten.
Diese Polymerisationen ließen sich aber bei Einsetzen der Glycidylester von Essig- und Propionsäure praktisch vermeiden,
Die aliphatischen Carbonsäureester können von gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Carbonsäuren stammen.
Besonders geeignet sind als Einsatzprodukte Methyl- und Äthylester von Propionsäure, Buttersäure, Isobuttersäure, Capronsäure, Hexancarbonsäure, Octancarbonsäure, Pelargonsäure, Azelainsäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, ölsäure.
Als Katalysatoren dienen die bekannten alkalischen, sauren oder neutralen Umesterungskatalysatoren, wie z. B. Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxide oder -alkoholate, basische Ionenaustauscher (in der OH-- oder Cl--Form), Mineralsäuren, p-ToIuoIsufonsäure oder stark saure Ionenaustauscher und quarternäre Ammoniumsalze in einer Konzentration von vorzugsweise 0,1 bis 3%, bezogen auf die Menge der eingesetzten Ausgangsprodukte.
Die jeweils anzuwendende Temperatur richtet sich sowohl nach der Reaktionsgeschwindigkeit der jeweiligen Umsetzung als auch nach der thermischen Empfindlichkeit der Reaktionsteilnehmer und liegt im Bereich von 40 bis 160° Q Durch destillative Entfernung des gebildeten Essigsäure- oder Propionsäureesters im Vakuum kann die Reaktionstemperatur gesenkt werden, wobei jedoch eine Verminderung der Reaktionsgeschwindigkeit in Kauf zu nehmen ist.
Die Ausgangsstoffe können äquimolar oder in beliebigen Molverhältnissen eingesetzt werden. Durch den Einsatz einer Komponente im Überschuß erreicht man jedoch eine Steigerung der Umsetzungsgeschwindigkeit und einen vollständigen Umsatz der anderen Komponente, was die Aufarbeitung in vielen Fällen erleichtert Es zeigte sich, daß die günstigsten Ausbeuten dann erhalten werden, wenn man die Carbonsäureester und Glycidylacetat oder -propionat im Molverhältnis von 1,1 bis 3,0 zur Reaktion bringt, jedoch kann das Molverhältnis in beliebig weiten Grenzen schwanken. Durch ständiges Entfernen, z. B. Abdestillieren des leichter flüchtigen Reaktionsproduktes, wird die Reaktion in Richtung des gewünschten Glycidylesters verschoben.
Die Aufarbeitung der Reaktionsgemische erfolgt nach Neutralisation oder Entfernung des Katalysators (z. B. durch Abfiltrieren oder mittels geeignetem ionenaustauscher) durch Destillation oder Umkristallisation.
Es war überraschend, daß die Umesterung der Carbonsäureester mit Glycidylacetat bzw. -propionat eine wesentliche Ausbeutesteigerung, selbst beim Einsetzen polymerisierbarer Verbindungen, wie Methylmethacrylat, ergab, und zwar bei höchstens gleichen, meist aber kürzeren Reaktionszeiten als beim Umsetzen mit Alkoholen. Diese Ausbeutesteigerung wurde auf technisch einfachem Wege erhalten. Umständliche Reinigungsoperationen fielen fort Ferner waren die Produkte völlig chlorfrei.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich sowohl diskontinuierlich durchführen, wie auch kontinuierlich. Die auf diese V/eise hergestellten Glycidylester sind Ausgangs- bzw. Zwischenprodukte für die Synthese von z. B. Kunststoffen, Weichmachern und Lebensmittelzusatzstoffen, z. B. Emulgatoren. Insbesondere für die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoffen ist die Abwesenheit von Nebenprodukten mit organisch gebundenem Chlor, wie sie bei der Herstellung der Glycidylester aus Epichiorhydrin zwangsläufig anfallen, ein entscheidender Vorteil dieses Verfahrens. Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern:
Beispiel 1
Ein Gemisch aus 352 g Propionsäuremethylester (4,0 Mol), 116 g Glycidylacetat (1,0 Mol) und 234 g Natriummethylat (03 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge) wird unter Rühren zum Sieden erhitzt
und das sich während der Umsetzung bildende Methylacetat (Kp,7M = 58°C) über eine 50-cm-Füllkörperkolonne mit aufgesetztem Rücklaufteiler ständig abgenommen. Nach drei Stunden Reaktionszeit ist die Methylacetat-Bildung beendet und die Kopftemperatur steigt auf den Siedepunkt des Propionsäuremethylester (Kp.76o = 79,7"C). Insgesamt werden auf diese Weise
68.4 g Methylacetat, entsprechend 92% der theoretisch zu erwartenden Menge, erhalten. Das Reaktionsgemisch wird in der Kälte mit Essigsäure neutralisiert und nach Abdestillieren des überschüssigen Propionsäuremethylesters bei Normaldruck im Wasserstrahlvakuum fraktioniert Dabei werden 110,5 g reiner Propionsäureglycidylester (Kp., 3 = 72° C) als farblose Flüssigkeit erhalten, was einer Ausbeute von 843% d. Th, bezogen auf eingesetztes Glycidylacetat, entspricht
Beispiel 2
Ein Gemisch aus 306 g Buttersäuremethylester (3,0 Mol), 116 g Glycidylacetat (1,0 MoI) und 1,74 g Natriummethylat (0,41 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge) werden — wie in Beispiel I beschrieben — umgeestert Man erhält auf diese Weise nach einer Reaktionszeit von 2 Stunden 15 Min. 65 g Methylacetat (= 88% der theoretisch zu erwartenden Menge) und nach Fraktionieren der mit Essigsäure neutralisierten Reaktionsmischung im Vakuum 1197g reinen Buttersäureglycidylester (Kp-Q6S=48°C) entspricht einer Ausbeute von 83,0% d. Th, bezogen auf eingesetztes Glycidylacetat
Beispiel 3
Eine Mischung aus 260 g -Capror^ 2uremethylester (2,0 MoI), 87 g Glycidylacetat /0,75 Mol) und 1,44 g Natriummethylat wird unter Rühren iir Vakuum zum Sieden erhitzt und das gebildete Methylacetat über Kopf abgenommen bzw. in einer Kühlfalle aufgefangen. Das Vakuum wird so eingestellt, daß die Temperatur der Reaktionsmischung nicht mehr als 110"C beträgt (gegen Ende Umsetzung 20 Torr). Nach 2 Stunden werden
49.5 g Methylacetat, entsprechend 89% der theoretisch zu erwartenden Menge, erhalten. Nach Neutralisation des Gemisches mit Essigsäure wird im Vakuum fraktioniert Man erhält IUg reinen Capronsäureglycidylester (Kp^ - 69°C) als farblose Flüssigkeit, was einer Ausbeute von 85,8% d.Th, bezogen auf eingesetztes Glycidylacetat, entspricht
Beispiel 4
Eine Mischung aus 100 g Methyimethacrylat (1,0 Mol; so stabilisiert mit 0,5% Hydrochinonmonomethyläther), 58 g Glycidylacetat (0,5 Mol) und 1 ml einer 40% igen Lösung von Benzyltrimethylammoniumhydroxid in Methanol wird unter gutem Rühren 4 Stunden auf 65 bis 680C erwärmt und gleichzeitig unter einem Druck von ca. 300 Torr das gebildete Methylacetat über eine 50 cm lange Vigreuxkolonne abgenommen (Kopftemperatur 26° C). Danach wird zur Neutralisation des Katalysators ein geringer Überschuß an CuCI zugesetzt und das Reaktionsgemisch im Vakuum (10 Torr) fraktion'ert Nach Abtrennung des überschüssigen Methylmethacry-Iats erhält man 50,6 g Glycidylmethacrylat als farblose Flüssigkeit (Siedepunkt 40 = 74° C; n?= 1,4480), was einer Ausbeute von 71,2% der Theorie, bezogen auf eingesetztes Glycidylacetat, entspricht
Beispiel 5
Ein Gemisch aus 260 g Capronsäuremethylester (2,0 Mol), 973 g Glycidylpropionat (0,75 MoI) und 1,44 g Natriummethylat wird unter Rühren im Vakuum zum Sieden erhitzt und das gebildete Methylpropionat über Kopf abgenommen bzw. in einer Kühlfalle aufgefangen.
Das Vakuum wird so eingestellt, daß die Temperatur der Reaktionsmischung nicht mehr als 110°C beträgt (gegen Ende der Umsetzung 17 Torr).
Nach 2 Stunden werden 60,1 g Methylpropionat entsprechend 91% der theoretisch zu et-wartenden Menge, erhatten. Nach Neutralisation des Gemisches mit Essigsäure wird im Vakuum fraktioniert
Man erhält 112 g reinen Capronsäureglycidylester, was einer Ausbeute von 86,7% d.Th, bezogen auf eingesetztes Glycidylpropionat, entspricht
Beispiel 6
Eine Mischung aus 358 g Buttersäureäthylester (3,0MoI), 116 g Glycidylacetat (1,0 Mol) und 1,74 g Natriummethylat wird unter Rühren im Vakuum zum Sieden erhitzt und das sich während der Umsetzung bildende Äthylacetat über Kopf abgenommen.
Das Vakuum wird so eingestellt, daß die Temperatur der Reaktionsmischung nicht mehr als 1100C beträgt (gegen Ende der Umsetzung 18 Torr).
Nach 2^ Stunden werden so 89 g Äthylacetat, entsprechend 90% d. Th, erhalten.
Nach Neutralisation des Gemisches mit Essigsäure erhält man nach fraktionierter Destillation im Vakuum 121 g reinen Buttersäureglycidylester, was einer Ausbeute von 84,2% d.Th, bezogen auf eingesetztes Glycidylacetat, entspricht

Claims (1)

  1. Patentanspruch;
    Verfahren zur Herstellung von Glycidylestern durch katalytische Umesterung, dadurch gekennzeichnet, daß man aliphatische Carbonsäuremethyl- oder -äthylester mit Glycidylacetat
    n. w ι« ι· *. ι, ι w ii ii t, ι , MOM HICM
    säuremethyl- oder -äthylest
    oder -propionat umsetzt
DE19712107084 1971-02-15 1971-02-15 Verfahren zur Herstellung von Glycidylestern Expired DE2107084C3 (de)

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