DE2105742A1 - Druckverfahren insbesondere für den Siebdruck und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Druckverfahren insbesondere für den Siebdruck und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
- Druckverfahren insbesondere für den Diebdruck und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Drucken mit mehr schnell trocknenden und durch Verdunstung gesundbeitagefährdender Farben insbesondere im Siebdruck und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
- In allen bekannten Siebdruckanlagen ist die Druckfarbe auf dem Sieb direkt den die Verdunstung von Lösungs- und Verdünnungsmitteln fördernden Einflüssen der Raumluft ausgesetzt.
- Des Sieb liegt, von geringer Verdeckung durch Rakel- und Frabszuführvorrichtungen abgesehen, offen. Die bekannte Technik kann in diesem Sinne als "offener" Siebdruck bezeichnet werden.
- Die Produktivität der bekannten Siebdrucktecknik ist im wesentlichen durch das Trocknungsproblem begrenztz. Es besteht einerseits darin, daß die Siebdruckfarbe nicht beliebig schnell trocknend ausgesetzt worden kann, well die Farbe sonst von einer bestimmten Trocknungsgeschwindigkeit an schon während des Rakelns oder in der Rakelpausen durch Masseschwund an Lösungs- und Verdünnungsmitteln auf dem Sieb antrocknet, d.h. das Sieb verlagt,. ganz allgemein ändert sich durch Verdunstung die Viskösität der farbe ständig, die Viskösität beeinflußt aber die Druckqualität.
- Andererseitz erfordern langsauer trocknende Farben bei Druckmaschinen mit hohem Ausstoß große Nachfolgeeinrichtungen zur Trocknung des bedruckten Gutes vor dem Stapeln. Darüber hinaus bedeutet die Verdunstung von Lösungs- und Verdünnungsmitteln der farbe von den relativ großen Flächen des Siebes herunter in den freien Raum in der Regel eine Gefährdung des Bedienungspersonals.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu entwickeln, mit deren Hilfe es möglich ist, die Trocknung des Farbe auf den ruskleb zu verhindern.
- Erfindungsgemäß wird das durch die Technik eines "geschlossenen" iebdrucks erreicht. Ein geschlossener Siebdruck sei gekennzeichnet durch gasdichten Abschluß eines Volumens über der Sieboberfläche von übrigen Raum und Erzeugung und Außebachterhaltung einer Gasatmösphare in diesem Volumen, die einen Hausseschwand der Farbe durch Verdunstung vorhindert bzw. auf ein für die Drucktechnik erforderlichse Einlaum reduziert. Das Volumen wird von einen Gehäuse begrenzt. Die Deckplatte des Genduses besteht zur Beobachtbarkeit des @@@vorgangs zum Teil durchsichtigem Material. Die @ana@ enthalten durchführungen, durch als die Rakelbespungen übertragen, die farbe dosiert und Gase zu-und abgeführt werden. Nach unten wird das Gehäuse von dem in Führungen eingeschobenen Sieb oder vor einem Siebwachsel bzw. einer Siebapparatur von einem über dem Sieb einschiebbaren Boden abgeschlossen. Damit ist das Gasvolumen im innern des Gehäuses vom umgehenden Raum bis auf die Bildstellen im Sieb abgedichtet. Die Verdunstung von farbbestandtellen während des Aufenthaltes der Farbe auf dem Sieb wird erfindungsgemäß dadurch eingeschränkt oder verhindert, daß im abgeschlossenen Volumen über dem Sieb durch geeignete Dampferreuger eine hochprozentige oder @ar gesättigte Atmösphare bezüglich dieser Farbbestandteile erzeugt und aufrecht erhalten wird.
- In fall der @ättigung herrscht ein Gleichgewichtszustand zwischen den aus dem Flüüsigkeitsverband der Farbe verdunstenden und den in den Flüssigkeitsverband aus der Dampfphase zurückkehrenden Gasmolekülen der verdunstenden Farbbestandteile, d.h. die Farbe trocknet innerhalb des Gehäuses überhaupt nicht.
- Die Dampferzeugung geschieht durch ein oder mehrere mit dem Gehäuseinneren gasleitend verbundenen Gefäßen, in denen sich ein flüssiger Vorrat der gewünschten Farbbestandteile befindet. Durch mechanisch variable Blenden und Heizung der Gefäße läßt sich die aus diesen Gefäßen in den Raum über dem Sieb gelieferte Dampfmenge von Null an (Blende zu) bis zu Werten regeln, die eine schnelle Einstellung des Sättigungsaustandes und dessen Erhaltung garantieren.
- Eine Veränderung der Trocknungsgeschwindigkeit der Farbe ohne Unterbrechung des Druckvorgangs läßt sich erreichen durch zusätzliche Einleitung von Dämpfen leichtflüchtiger oder schwerflüchtiger Lösungs- oder Verdünnungsmittel in den Raum über dem Sieb aus nur für diesen Zweck vorgesehenen Gefäßen.
- Die Viskositäöt der Farbe auf dem Sieb läßt sich ebenfalls ohne Unterbrechung des Druckvorgangs durch Über- oder Untersättigung der Atmösphäre des gehäuseinneren variieren.
- Die Erfindung ermöglicht den Einsatz sehr schnell trocknender farben im Siebdruck. Dadurch können Trocknungskapazitäten eingeschkränkt und die Intervalle bei mehrfarbendrucken verkürzt werden.
- Viskositätsschwankungen der Farbe und Siebverlegungen treten nicht mehr auf, d.h. Qualität und Kontinuität des Druckens ist gewährleistet. Die Erfindung ist für alle bekannten Rakelsysteme geeignet.
- Beim Bedrucken von Kunststoffen lassen sich aggresivve, schnellflüchtige Verbindungen zur Verbesserung der Bindung der Farbe an den Druckträger einsetzen.
- Die Gefährdung des Bedienungspersonals durch von der Sieboberfläche aufsteigende Lösungs- und Verdünnungsmitteldämpfe wird vermieden.
- Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung ist eine geschlossene Siebdruckvorrichtung dargestellt.
- Bei aus der Vorrichtung herausgezogener Bodenplatte 3 und geöffneter Deckplatte 9 wird ein Sieb 12 und eine Rollrakel 4 justiert und die Deckplatte 9 geschlossen. Danach wird durch Öffnung einer Blende 8 und Heizung eines Gefäßes 7, das ein Gemisch der verdunstenden Farbbestandteile enthält, im Gehäuse eine gesättigte Atmosphäre bezüglich dieser Bestandteile hergestellt. Daren anschließend wird die Heizung abgestellt.
- Nun wird durch eine Farbzuleitung 5 Farbe auf das Sieb 12 dosiert und das Drucken begonnen. Die aus der auf dem Sieb 12 befindlichen Farbe in Abhängigkeit von Partialdruck und Temperatur verdunstende Menge eines Farbbestandteiles kehrt simultan aus der gesättigteb Atmosphäre in den Flüssigkeitsverband der Farbe zurück. Vor einem Siebwechsel wird die Bodenplatte 3 eingeschoben. Vor Manipulationen im Gehäuse oder Abbruch des Druckes wird die Blende 8 geschlossenen sowie daß Vnetil einer Entlüftungsleitung 11 zum Abzug geöffnet.
- Ferner wird auch ein Ventil in der Belüftungsleitung 10 geöffnet.
- Das Gehäuse, das in seinen Dimensionen der Sieggröße und dem Rakelsystem augepaßt ist, besitzt Führungsleisten 1, in die ein Siebrahmen 2 eingeschoben ist. An der rechten Seitenwand ist das Gefäß 7 angeordnet, das durch eine Öffnung mit dem Gehäuseinnern verbunden ist. Die Öffnung ist mit einer mechanisch variablen Blende 8 versehen. Das Gefäß 7 besitzt eine stufenlos regelbars Heizplatte 6 sowie einen Ablauf und eine Nachfüllöffnung. Das gefäß 7 ist mit einem Vorrat an verdunstenden Farbbestandteilen gefüllt. Unterhalb des Gefäßes 7 ist die Farbzuleitung 5 angebracht. Bei Siehreparaturen oder Siebwechsel wird die Bodenplatte 3 auf den Führungsleisten 1 eingeschoben. Auf den Sieb 12 liegt die Rollrakel 4.
- In der linken Seitenwand sind die Entlüftungsleitung 11 und die Belüftungsleitung 10 montiert. Die Deckplatte 9 mit Fenster ist aufklappbar konstruiert.
- Da nur Diffusionsdrücke für einen Austausch zwischen innerer und äußerer Atmosphäre zur Verfügung stehen, sind die erforderlichen Abdichtungen des Gehäuses technisch so einfach, daß sie in der Zeichnung nicht dargestellt sind.
Claims (10)
1. Druckverfahren insbesondere für den Siebdruck zum Drucken mit schmell
trocknenden und/ oder unter Verwendung von Farben mit gewundheitschädigenden, verdunstenden
Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdunstung vom Farbbestandteilen
auf ein Gehäuse über der Druckform, wie zum Beispiel den Sieb (12), beschränkt wird
und durch Verdunstung aus einem Gefäß (7), das einen flüssigen Vorrat der verdunstenden
Farbbestandteile enthält, in diesen Gehäuse eine hochprozentige oder gesättigte
Atmosphäre dieser Farbbestandteile erzeugt und aufrecht erhalten wird, so daß die
Trocknung der Farbe während des Aufenthaltes auf der Druckform weitgehend eingeschränkt
oder unterbunden wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nachAnspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß über der Druckform ein Gehäuse und vorzugsweise an diesem ein
oder mehrere Gefäße (7) angeordnet sind, die Gefäße (7) und die Seitenwände des
gehäuses Öffnungen aufweisen, mittels derer die Innenräume der Gefäße (7) mit dem
Gehäuseinneren verbunden sind, daß die Gefäße (7) beheisbar sind und daß eine Farbzuleitung
(5) in das Gehäuseinnere führt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einleitung
von Dämpfen leichtfläcktiger oder schwerflächtiger Lösungs- oder Verdünnungsmittel
im das Gehäuseinnere die Trocknungsgeschwindigkeit der farbe variiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch über-
oder Untersättigung der Atmösphäre des Gehäuseinneren an Lösungs- oder Verdünnungsmitteln
die Viskosität der Farbe verändert wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das (
aus auf Führungsleisten (1) befestigten Seitenwänd ( @d auf deren Oberseits angeordneter
Deckplatten (9) besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Deckplatte (9) und/oder die Seitenwände ganz oder teilweise zur Beobachtung
des Druckvorganges aus durchsichtigem Material bestehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizelemente
(6) stufenlos regelbar und abschaltbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen
der Gefäße (7) und/oder die Öffnungen der Seitenwände durch Blenden (8) variierbar
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bodenplatte
(3) zum Abdichten des Gehäuses nach unten vor einen Siebwechsel einschiebbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekkenzeichnet, daß an einer
Gehäusewand eine Belüftungsleitung (10) und eine Entlüftungsleitung (11) angeordnet
sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19712105742 DE2105742A1 (de) | 1971-02-08 | 1971-02-08 | Druckverfahren insbesondere für den Siebdruck und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19712105742 DE2105742A1 (de) | 1971-02-08 | 1971-02-08 | Druckverfahren insbesondere für den Siebdruck und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2105742A1 true DE2105742A1 (de) | 1972-08-31 |
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ID=5798070
Family Applications (1)
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| DE19712105742 Pending DE2105742A1 (de) | 1971-02-08 | 1971-02-08 | Druckverfahren insbesondere für den Siebdruck und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2105742A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993003103A1 (en) * | 1991-08-09 | 1993-02-18 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Water-based chemical compositions |
| EP1387422A1 (de) | 2002-07-31 | 2004-02-04 | Umicore AG & Co. KG | Verfahren zur Herstellung von mit Katalysator beschichteten Substraten |
-
1971
- 1971-02-08 DE DE19712105742 patent/DE2105742A1/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993003103A1 (en) * | 1991-08-09 | 1993-02-18 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Water-based chemical compositions |
| US5462768A (en) * | 1991-08-09 | 1995-10-31 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Screen printing process using water-based chemical composition |
| EP1387422A1 (de) | 2002-07-31 | 2004-02-04 | Umicore AG & Co. KG | Verfahren zur Herstellung von mit Katalysator beschichteten Substraten |
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