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DE2147263C3 - - Google Patents

Info

Publication number
DE2147263C3
DE2147263C3 DE19712147263 DE2147263A DE2147263C3 DE 2147263 C3 DE2147263 C3 DE 2147263C3 DE 19712147263 DE19712147263 DE 19712147263 DE 2147263 A DE2147263 A DE 2147263A DE 2147263 C3 DE2147263 C3 DE 2147263C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloroform
ochropamine
ether
benzene
extracted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712147263
Other languages
English (en)
Other versions
DE2147263A1 (de
DE2147263B2 (de
Inventor
Jean A.A.J. Dr.-Chem. Bruessel Hannart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FORSCHAG FORSCHUNGS- und CHEMIE AG BASEL (SCHWEIZ)
Original Assignee
FORSCHAG FORSCHUNGS- und CHEMIE AG BASEL (SCHWEIZ)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FORSCHAG FORSCHUNGS- und CHEMIE AG BASEL (SCHWEIZ) filed Critical FORSCHAG FORSCHUNGS- und CHEMIE AG BASEL (SCHWEIZ)
Publication of DE2147263A1 publication Critical patent/DE2147263A1/de
Publication of DE2147263B2 publication Critical patent/DE2147263B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2147263C3 publication Critical patent/DE2147263C3/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D471/08Bridged systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Beispiel
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Ochropamin.
Bei einem bekannten Verfahren (vgl. Zeitschrift »Chemisches Zentralblatt«, Bd. 137 [1966], Heft 14, Referat 1045) wird das Ochropamin, ein Indolalkaloide aus der Stammrinde von Ochrosia poweri Bailey gewonnen. Die Ausbeute an Ochropamin ist klein; aus 13 kg Stammrinde werden nicht einmal 48 g Gesamtalkaloide isoliert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Gewinnung von Ochropamin mit gesteigerter Ausbeute zu finden.
Die Erfindung besteht darin, daß man getrocknete Pflanzenteile, vorzugsweise Blätter, von Cabucala striolata caudata (Familie der Apocynazeen) mit Athyläther in alkalischem Medium extrahiert, aus dem Lösungsmittel die Basen mit einer wäßrigen Säure ausschüttelt, die wäßrige Säurelösung mit Ammoniak auf einen pH-Wert im alkalischen Bereich einstellt und anschließend mit Chloroform extrahiert, die Chloroformlösung zur Trockne eindampft, die als Rückstand erhaltenen Gesamtalkaloide in Benzol löst und unter Verwendung von Aluminiumoxid und so durch aufeinanderfolgendes Eluieren mit Benzol, einem Gemisch aus gleichen Teihn Benzol und Äther, Äther, Chloroform, Chloroform mit einem Methanolgehalt von 1% und Chloroform mit einem Methanolgehalt von 1,5% chromatographiert und das Ochropamin aus den methanolhaltigen Chloroformfraktionen isoliert. Das auf die beschriebene Weise isolierte Ochropamin zeigt eine deutliche viruzide Wirkung heim Tabakmosaikvirus sowie beim Influenzavirus. Außerdem besitzt es folgende pharmakodynamischen Eigenschaften:
Toxizität bei der Maus bei intravenöser Verabreichung DL50 = 39 mg/kg; bei der Katze Beschleunigung des Atmungsrhythmus und Vergrößerung der betreffenden Amplitude; bei der Ratte Verringerung der Ermüdbarkeit; bei der Maus Vergrößerung der Lebhaftigkeit; leichte Blutdruckerhöhung bei Verabreichung einer Dosis von '/5 DL50; schwache Einwir-Blätter der Pflanzenart Cabucala striolata caudata werden am Ort der Ernte in dicken, häufig umgeschüttelten Schichten im Schatten getrocknet. Die Blätter können auch in einer Trockenanlage in einem warmen Luftstrom getrocknet werden. Die Droge wird als trocken bezeichnet, wenn ihr Wassergehalt 12% erreicht hat.
Die trockenen Blätter werden darauf feingerieben 4 kg der feingeriebenen Masse werden durch gründliches Mischen mit 41 einer 10%igen Nalriumcarbonatlösung (Na2CO3 · ! OH2O) alkalisch gemacht und 2 Siunden stehengelassen. Danach wird die pflanzliche Masse in einem Soxhlet-Extraktor 3 Stunden mit Athyläther extrahiert, wobei am Ende der Behandlung 27,51 Extraktionslösung zur Verfügung stehen. Die Lösungsmittelmenge wird bis auf 61 eingedampft und nach Filtrieren sechsmal nacheinander mit je 50OmI einer l%igen wäßrigen Phosphorsäurelösung behandelt. Dies führt zu einer Gesamtflüssigkcitsmenge von ungefähr 31, welche die gesamten Basen als Phosphate enthält. Die wäßrige Flüssigkeit wird bei erniedrigtem Druck vom restlichen Lösungsmittel befreit, mit 50 g Knochenkohle gemischt und filtriert. Nachdem die Lösung mittels einer Ammoniaklösung alkalisch gemacht wurde, werden die Basen durch Schütteln der wäßrigen Phase mit 250 ml Chloroform extrahiert. Es wird sechsmal nacheinander mit dem betreffenden Lösungsmittel extrahiert, worauf die vereinigten Lösungen mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und zur Trockne eingedampft werden. Die Ausbeute beträgt 40 g Gesamtalkaloide.
Die Gesamtalkaloide werden in 1000 ml Benzol gelöst und durch eine mit 1500 g Tonerde (Aluminiumoxid) gefüllte Chromatographie-Säule geleitet, worauf der Reihe nach mil folgenden Lösungsmittelfraktionen (Je 250ml) eluiert wird:
10 Fraktionen reinen Benzols, /0 Fraktionen einer Benzol-Äther-Mischung
50/50,
25 Fraktionen reinen Äthers,
20 Fraktionen Chloroform,
15 Fraktionen meihanolhaltigen Chloroforms
(1%).
17 Fraktionen methanolhaltigen Chloroforms
Das Ochropamin löst sich im schwach methanolhaltigen Chloroform und wird aus den betreffenden Fraktionen gewonnen.
Die ochropaminhaltigen Fraktionen werden vereinigt und bis zur Trockne eingedampfi, was einen Trockenrest von 17,5g ergibt, der in Äthanol gelöst wird. Durch stufenweise Konzentrierung des Lösungsmittels erhält man einen ersten Niederschlag von RJIS ρ
und darauf einen zweiten Niederschlag von 2,1 g, Ah. eine Gesamtausbeute von 10,25 g Ochropamin. Das derart erhaltene Ochropamin besitzt folgende Eigenschaften:
1. Schmelzpunkt: 134°C.
2 Drehvermögen: (a)ß = -153° (Azeton).
3. Summenformel: C22H26O3N2.
4. Molekulargewicht: 366,44.
5. Zusammensetzung (in Prozent):
C 72,10, H 7,15, OCH3 8,46, N 7,65.
6. UV-Spektrum: 243 (43) bis 315 (4,25).
7. IR-Spektrura: 3400,2940, 2770, 1730, 1715, 1650, 1615,750.
8. NMR-Spektrum:
ein Quadruplett von 3 Protonen, zusammen auf 1,7,
ein Singulett von 6 Protonen bei 2,5.5, ein Singulett von 3 Protonen bei 4,03, ein Quadruplett von 1 Proton auf 5,4, vier zyklische Protonen zwischen 7 und 8 .ppm.
9. Massenspektrum: eine M+-Spitze bei 366 und Hauptspitzen bei 351, 334—335, 323, 307, 252. 222, 188, 180, 172, 143, 134,122, 120, 115.
Die vorgenannten Eigenschaften erlauben den Schluß, daß es sich tatsächlich um Ochropamin mit folgender Strukturformel handelt:

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Ochropamin, dadurch gekennzeichnet, daß man getrocknete Pflanzenteile von Cabucala striolata caudata mit Äthyläther in alkalischem Medium extrahiert, aus dem Lösungsmittel die Basen mit einer wäßrigen Säure ausschüttelt, die wäßrige Säurelösung mit Ammoniak auf einen pH-Wert to im alkalischen Bereich einsteift und anschließend mit Chloroform extrahiert, die Chloroformlösung zur Trockne eindampft, die als Rückstand erhaltenen Gesamtalkaloide in Benzol löst und unter Verwendung von Aluminiumoxid und durch aufeinanderfolgendes Eluieren mit Benzol, einem Gemisch aus gleichen Teilen Benzo! und Äther, Äther, Chloroform, Chloroform mit einem Methanolgehalt von I % und Chloroform mit einem Met&anolgehaJt von 1,5% chromatographiert und das Ochropamin aus den methanolhaltigen Chloroformfraktionen isoliert.
    kung auf den Herzrhythmus und die betreffende Amplitude. .„ ,
    Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß pro Kilogramm getrockneter Pflanzenteile 8 bis 10,5 g Gesamtalkaloide — gegenüber dem bekannten Verfahren also etwa die vierfache Menge - - und 2 bis 3,5 g reines Ochropamin isoliert werden können.
    Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausfuhrungsbeispieles näher erläutert.
DE19712147263 1970-09-30 1971-09-22 Verfahren zur Gewinnung von Ochropamin Granted DE2147263B2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7035391A FR2105140B1 (de) 1970-09-30 1970-09-30

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2147263A1 DE2147263A1 (de) 1972-06-29
DE2147263B2 DE2147263B2 (de) 1974-12-12
DE2147263C3 true DE2147263C3 (de) 1975-08-07

Family

ID=9062081

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712147263 Granted DE2147263B2 (de) 1970-09-30 1971-09-22 Verfahren zur Gewinnung von Ochropamin

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Country Link
JP (1) JPS554108B1 (de)
CA (1) CA935163A (de)
DE (1) DE2147263B2 (de)
FR (1) FR2105140B1 (de)
GB (1) GB1321417A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AU2003216279B2 (en) * 2002-02-28 2009-11-12 Mallinckrodt Inc. Method and system for separation and purification of at least one narcotic alkaloid using reverse phase preparative chromatography

Also Published As

Publication number Publication date
JPS554108B1 (de) 1980-01-29
FR2105140B1 (de) 1974-06-21
CA935163A (en) 1973-10-09
DE2147263A1 (de) 1972-06-29
DE2147263B2 (de) 1974-12-12
GB1321417A (en) 1973-06-27
FR2105140A1 (de) 1972-04-28

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