DE2145181B2 - Vorrichtung zum aufspruehen von fluessigkeiten auf lockenwickler - Google Patents
Vorrichtung zum aufspruehen von fluessigkeiten auf lockenwicklerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufsprü- π hen von Flüssigkeiten auf Lockenwickler nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
Vorrichtungen zum Aufheizen und Befeuchten von Lockenwicklern sind bekannt. Die Aufheizung der
Lockenwickler erfolgt mit Hilfe von Wasserdampf, der 4« sich als Kondensatfilm auf den Lockenwicklern
niederschlägt und diese hierdurch befeuchtet.
Es ist auch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zum Aufheizen und Befeuchten von Lockenwicklern
bekannt, bei welcher die Lockenwickler durch Heizzap- -n
fen aufgeheizt und mit Hilfe einer verdampften Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, befeuchtet werden.
Die bekannten Konstruktionen haben den Nachteil, daß das Befeuchten der Lockenwickler mit Hilfe von
Dampf, beispielsweise Wasserdampf, erfolgt, so daß >o
eine Benutzung dieser Vorrichtungen das Risiko für den Verbraucher mit sich bringt, sich an dem heißen Dampf
zu verbrühen. Auch sind je nach für das Befeuchten verwendeter Flüssigkeit entsprechend hohe Verdampfungstemperaturen
in der Vorrichtung zu erzeugen, um v> die Befeuchtung durchzuführen. Das Verdampfen kann
ferner zu einem Verstopfen kleiner öffnungen durch abgeschiedene Bestandteile, die von dem Dampf
mitgerissen wurden, führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine wi
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit deren Hilfe man Lockenwickler befeuchten kann,
ohne die Befeuchtungsflüssigkeit durch Wärmeeinwirkung verdampfen zu müssen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine hi
Vorrichtung mit den Merkmalen des Kennzeichens von Patentanspruch I gelöst.
Es ergibt sich eine Vorrichtung, bei welcher der Benutzer der Verbrennungsgelahr durch heißen Dampf
nicht mehr ausgesetzt ist. Auch können zum Befeuchten Haarbehandlungsflüssigkeiten verwendet werden, die
bei den Verdampfungstemperaturen von Wasser nicht flüchtig sind. Ein Verstopfen kleiner öffnungen der
Vorrichtung, beispielsweise von Sprühöffnungen durch Ablagerungen aus dem Dampf kann nicht mehr
erfolgen. Vorteilhaft ist es auch, daß die Feuchtigkeit mit Hilfe der Sprühöffnungen gerichtet bzw. selektiv auf
bestimmte Lockenwickler aufgebracht werden kann.
Im Zusammenhang mit der Erfindung bedeutet der Begriff des Aufspühens oder der Sprühöffnungen jede
Art von feiner Verteilung einer Flüssigkeit, beispielsweise Zerstäuben, Dispergieren, Halten, Suspendieren,
Mitnehmen, Fördern von Flüssigkeit oder Abgeben von Feuchtigkeit, mit Ausnahme des Verdampfens durch
Erhitzen der Flüssigkeit auf ihre Siedetemperatur. Es ist auch möglich, Druckgas oder einen Träger zu
verwenden, um die Flüssigkeit beispielsweise mit Hilfe einer Düse zu zerstäuben. Auch ein Zerschlagen durch
mechanische Einwirkung wird von dem hier verwendeten Begriff des Sprühens mit umfaßt. Der Begriff des
Sprühens umfaßt auch die Erzeugung eines Nebels, indem man eine Flüssigkeit verdampfen bzw. verdunsten
läßt und dann den darüber herrschenden Druck beispielsweise mittels einer Vakuumpumpe verringert.
Den so erzeugten übersättigten Dampf läßt man durch die Sprühöffnungen strömen.
Gegenüber dem Verdunsten bzw. Verdampfen wird das Zerstäuben oder Dispergieren der Flüssigkeit in
einem Gas wegen des im allgemeinen geringeren Energieverbrauches, da keine Zustandsänderung erfolgt,
bevorzugt.
Die Konstruktion hat den weiteren Vorteil, daß eine Einrichtung zum Verdampfen der Befeuchtungsflüssigkeit
nicht erforderlich ist. Man benötigt lediglich eine einfache Heizung für die Lockenwickler selbst. Ferner
ist vorteilhaft, daß die Befeuchtungsflüssigkeit durch die enge Nachbarschaft der Heizstäbe für die Lockenwickler
mit aufgewärmt wird. Wärmeverluste der aufgeheizten Lockenwickler bei deren Benetzung in der
Befeuchtungskammer bleiben daher gering.
Bei den Einrichtungen zum Fördern der Flüssigkeit kann es sich beispielsweise um Pumpeinrichtungen
handeln wie Kolbenpumpen, Balgpumpen oder Membranpumpen, die von Hand oder von dem Lockenwickler
betätigt werden, wenn er mit Handkraft in der Befeuchtungskammer angeordnet wird. Bevorzugt sind
wegen der niedrigen Kosten und der Betriebssicherheit Balgpumpen.
Die Sprühöffnungen können Schlitze, Führungsöffnungen
oder Auslaßröhren sein
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 2 wird dem Lockenwickler durch den Neigungswinkel der
Sprühöffnungen zu seiner Achse ein Drehmoment erteilt, so daß er sich in der Befeuchtungskammer dreht.
Dies ergibt eine besonders gleichmäßige Befeuchtung der Oberfläche des Lockenwicklers. Besonders vorteilhaft
für diese Ausführungsform sind Lockenwickler mit mittigem Hohlraum, welche sich frei drehen können,
wenn der Sprühstrahl tangential oder in einem Winkel auf ihre Oberfläche gerichtet ist.
Bevorzugt sind die Sprühoffnungen mit Sprühdüsen
versehen. Dabei ist es möglich, eine Aerosolpatrone zu verwenden, die mit einer Konditionierflüssigkeit und
einem Druckgas gefüllt ist. Die Palrone kann auf einfache Weise abnehmbar mit den Sprühdüsen über
Verbindungsleitungen verbunden werden. Zur Regulie-
rung des Mengenstromes der Konditionierflüssigkeit aus der Aerosolpatrone ist ein Vent i vorgesehen, das
entweder mit der Aerosolpatronc verbunden oder in die Verbindungsleitung zwischen der Patrone und den
Sprühdüsen eingesetzt ist.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 4 erfolgt das Befeuchten der Lockenwickler automatisch beim
Niedercrücken des Bechers in axialer Richtung. In analoger Weise können statt des Bechers die Heizzapfen
axial beweglich sein (Anspruch 5).
In der Vorrichtung werden die Lockenwickler befeuchtet, nachdem sie aufgeheizt worden sind. Ein
Befeuchten ist jedoch bereits möglich, bevor die Lockenwickler völlig aufgeheizt sind, d. h. bei einer
Temperatur unterhalb der bevorzugten Arbeitstemperatur der Lockenwickler.
Weitere Einzelheilen der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Haiid der Zeichnungen. Diese zeigt in
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung;
F i g. 2 eine Schnittansicht in der Ebene 2-2 der Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Teilschnittansicht einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung;
Fig.4 eine schematische Teilschnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung;
Fig. 5 eine schematische Teilschnittansicht einer wieder anderen Ausführungsform der Vorrichtung und
F i g. 6 eine schematische Draufsicht auf die Ausführungsform der Fi g. 5.
Wie man aus Fig. 1 entnehmen kann, weist die Vorrichtung ein Gehäuse 1 mit einem Deckel la auf.
Lockenwickler 2 sind durch (nicht dargestellte) Heizzapfen in dem Gehäuse 1 gehaltert. Das Gehäuse 1
weist ferner zwei Abteile 15 zur Aufbewahrung von Haarnadeln, Klammern oder ähnlichen Elementen zur
Befestigung des Haares auf den Lockenwicklern auf.
Innerhalb des Gehäuses 1 ist ferner — wie am besten
aus F i g. 2 zu ersehen ist — eine Befeuchtungskammer 3 angeordnet, die einen Hohlraum 4 zur Aufnahme eines
Lockenwicklers 2 innerhalb eines becherförmigen Behälters 5 aufweist. Der becherförmige Behälter 5
weist eine doppelte Wand, nämlich eine äußere Wand und eine innere Wand auf, zwischen denen Kanäle 5a
verlaufen. Die Kanäle 5a verbinden Sprühöffnungen 9 an der inneren Wand des becherförmigen Behälters 5
mit einer Flüssigkeitsquelle 8 über eine Einrichtung 6 zum Fördern der Flüssigkeit in die Kanäle 5a und von
dort durch die Sprühöffnungen 9.
In den Sprühöffnungen 9 sind Sprühdüsen angeordnet. Bei der Einrichtung 6 zum Fördern der Flüssigkeit
handelt es sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel um eine Pumpeinrichtung. Die Pumpeinrichtung 6 weist
einen Druckschalter 7 auf, mit welchem sie durch Niederdrücken des Bechers 5 betätigbar ist. Zu diesem
Zweck, d.h. um ein Niederdrücken des Bechers 5 zu ermöglichen, wird der Becher 5 axial beweglich in dem
Hohlraum 4 aufgenommen. Wie F i g. 3 zeigt, kann der Becher 5 durch Niederdrücken des Lockenwicklers 2
niedergedrückt werden, so daß der Druckschalter 7 die Fördereinrichtung 6 in Gang setzt. Der Becher 5 wird
durch eine (nicht dargestellte) Feder in seiner Ruhestellung, in welcher er den Druckschalter 7 nicht
betätigt, gehalten.
Wie F i g. 3 feiner näher zeigt, kann der Becher 5 um eine Strecke a nach unten bewegt werden. Dabei wird
der Becher 5 mittelbar über den Lockenwickler 2, der auf einem axial innerhalb des Bechers 5 angeordneten
Zapfen 10 sitzt, betätigt. Bei dieser Ausführungsform sitzen die Sprühdüsen an der schräg nach innen
gerichteten Unterseite eines nach innen vorspringenden Flansches an der Oberkante des Bechers 5, so daß ihr
Sprühstrahl nach innen und unten gerichtet und vollständig in dem Becher enthalten ist. Sind die Düsen
in einem Winkel zur Achse des Lockenwicklers 2 gerichtet, so setzt der Sprühstrahl den Lockenwickler 2
in Rotation um den Zapfen 10. Damit der Lockenwickler 2 sich frei drehen kann, steht der obere Rand des
Bechers 5 etwas über die Oberseite der Befeuchtungskammer 3 vor, so daß anstelle des Lockenwicklers 2 der
Rand des Bechers 5 niedergedrückt werden kann und die Drehung des Lockenwicklers 2 nicht durch das
Niederdrücken gebremst wird.
Bei der in F i g. 4 gezeigten Ausführungsform sitzt der
Lockenwickler 2 auf einem Zapfen 10, der im Gegensatz zu der vorstehend geschilderten Ausführungsform, um
eine Strecke b axial relativ zu dem Becher 5 bewegt werden kann. Durch die Bewegung des Zapfens 10 wird
ein (nicht dargestellter) Schalter getätigt, der die Fördereinrichtung zur Beaufschlagung der Sprühdüsen
in Gang setzt. Dies kann durch Niederdrücken des Lockenwicklers 2 auf dem Zapfen 10 von Hand
erfolgen, wodurch die Pumpe 6 in Gang gesetzt wird und Flüssigkeit durch die Kanäle 5a in der doppelten
Wand durch die Sprühdüsen 9 drückt, wodurch die Lockenwickler 2 besprüht werden.
Bei der Ausführungsform der F i g. 5 und 6 sind sowohl Becher 5 als auch Zapfen 10 ortsfest und nicht
für ein Ingangsetzen der Fördereinrichtung 6 beweglich. Stattdessen ist außerhalb der Befeuchtungskammer 3
eine von Hand betätigbare Kolbenpumpe 12 mit Kolben 11 vorgesehen, die durch diese Anordnung vom
Benutzer leicht erreichbar bzw. betätigbar ist. Die Pumpe 12 steht mit der Flüssigkeitsquelle 8 sowie über
eine Leitung 13 mit den Sprühdüsen 9 in Verbindung. Bei dieser Ausführungsform gibt es zwei Ebenen, in
welchen die Sprühdüsen angeordnet sind, um mit Sicherheit die gesamte Oberfläche des Lockenwicklers
2 befeuchten zu können. Durch Niederdrücken der Kolben 11 der Pumpe 12 wird Flüssigkeit durch die
Sprühdüsen 9 auf die Oberfläche des erhiizten Lockenwicklers 2 gesprüht, der dann verwendungsbereit
ist.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: ein Lockenwickler 2 wird auf den Heizzapfen gesetzt und auf eine
Temperatur von etwa 800C aufgeheizt. Er wird dann
von dem Heizzapfen abgenommen und in den Hohlraum 4 des becheiförmigen Behälters 5 in der
Befeuchtungskammer 3 eingesetzt. Dann wird beispielsweise durch Niederdrücken des Lockenwicklers 2 oder
des Randes des Bechers 5 oder durch Handbetätigung eines Schalters die Fördereinrichtung 6 in Gang gesetzt,
welche Flüssigkeit aus der Flüssigkeitsquelle 8 über Leitungen zu den Sprühöffnungen 9 bzw. Sprühdüsen 9
fördert, durch welche die Flüssigkeit in fein verteilter Form auf die Oberfläche des erhitzten Lockenwicklers 2
gesprüht wird. Der Lockenwickler 2 ist dann für das Aufwickeln des Haares verwendunzsbcrcit.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Aufsprühen von Flüssigkeiten auf Lockenwickler mit einem Gehäuse mit einer
Mehrzahl von Heizzapfen für die Halterung der Lockenwickler und deren Aufheizen, gekennzeichnet durch eine innerhalb des Gehäuses (1)
angeordnete oder mit dem Gehäuse verbundene Befeuchtungskammer (3) mit einem Hohlraum (4)
zur Aufnahme mindestens eines Lockenwicklers (2) innerhalb eines becherförmigen Behälters (5), dessen
Innenwand Sprühöffnungen (9) aufweist, die über Kanäle (5a)\n der doppelten Wand des Behälters mit
einer Flüsaigkeitsquelle (8) und Einrichtungen (6)
zum Fördern der Flüssigkeit verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühöffnungen (9) in einem
Winkel zur Achse des Lockenwicklers (2) ausgerichtet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühöffnungen (9) mit
Sprühdüsen versehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Becher (5) axial beweglich und
unter ihm ein Druckschalter (7) zur Betätigung der Fördereinrichtung (6) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein innerhalb des Bechers (5) axial
angeordneter Zapfen (10) zur Aufnahme des Lockenwicklers (2) axial beweglich ist.
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