DE2039952C3 - Festkörper- Ringlaser - Google Patents
Festkörper- RinglaserInfo
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- H01S3/05—Construction or shape of optical resonators; Accommodation of active medium therein; Shape of active medium
- H01S3/08—Construction or shape of optical resonators or components thereof
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Description
2. Festkörper-Ringlaser nach Anspruch 1, da- Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindurch
gekennzeichnet, daß er vier Paare von dung, ausgehend von einem Festkörper-Ringlaser
aufeinanderfolgenden lichtbrechenden Flächen der vorgenannten Art den Aufbau eines solchen
(15, 16; 17, 18; 19, 20; 21, 22; Fig. 1) aufweist, Ringlasers zu vereinfachen und die Polarisierung des
von denen jedes eine Einsenkung (θ3, θ8) be- as ausgekoppelten Laserstrahls zu verbessern.
grenzt. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Fest-
3. Festkörper-Ringlaser nach Anspruch 1, da- körper-Ringlaser einstückig aus optisch verstärkendurch
gekennzeichnet, daß er zwei reflektierende dem Material ausgebildet ist, daß der Ringlaser
Flächen (33, 38) aufweist, die mit dem Ringlaser- mindestens zwei in einem Winkel zueinander angestrahl
(31) einen Winkel einschließen, der gleich 30 ordnete und im Strahlengang aufeinanderfolgende
oder größer ist als der Grenzwinkel der Total- lichtbrechende Flächen aufweist, die zwischen sich
reflexion. eme Einsenkung in das Innere des Ringlasers hinein
begrenzen, und daß eine der ebenen Flächen teilweise reflektierend ist.
35 Die einstückige Ausbildung des Festkörper-Ring-
35 Die einstückige Ausbildung des Festkörper-Ring-
lasers aus optisch verstärkendem Material läßt eine
wesentlich einfachere und zeitsparende Herstellung des Ringlasers zu. Da keine verschiedenen Materialien
^. zur Herstellung des Ringlasers verwendet werden,
Die Erfindung betrifft einen Festkörper-Ringlaser, 40 können auch keine Spannungen infolge unterschiedeei
dem der Strahlengang des Ringlasers durch licher Wärmeausdehnungskoeffizienten aufgebaut
Brechung unter dem Brewster-Winkel und Reflexion werden. Durch die Ausbildung der lichtbrechenden
an mehreren im Strahlengang aufeinanderfolgenden Flächen an ein und demselben Körper wird darüber
eoenen Machen einen geschlossenen Polygonzug bil- hinaus die Einhaltung der Brewster- und Reflexionsaet,
aus dem der Laserstrahl auskoppelbar ist. 45 winkel ganz wesentlich erleichtert. Da Klebestellen
/nt De1«" ^^^ Festkorper-Ringlaser bekannt fehlen, ist der erfindungsgemäße Ringlaser äußerst
(UL-PS 58 777), bei dem der einen geschlossenen kompakt und stabil im Aufbau, so daß er sich ins-Folygonzug
bildende Ringlaserstrahl mit Hilfe zweier besondere für den Einsatz in Flugzeugen und Raumpnsmaüscher
Körper mit definierter strahlungs- fahrzeugen eignet. Im Gegensatz zu der bekannten
brechender Wirkung und mit Hilfe zweier Stäbe aus 50 Anordnung aus Materialien mit definierter strahoptisch
verstärkendem Material aufgebaut wird, wo- lunesbrechender Wirkung und mit optischer Verbei
die Totalreflexion allein in den Körpern mit Stärkung wird auch der Raumbedarf verringert, da
definierter strahlungsbrechender Wirkung erfolgt. Die der einstückige Körper sowohl dem Erreichen der
Auskopplung des Laserstrahls wird durch teilweise Totalreflexion und der Brechung als auch der opti-Aufhebung
der Totalreflexion an einer gewünschten 55 sehen Verstärkung dient. Mit Hilfe des erfindungs-
und dafür geeigneten Stelle des Polygonzugs erreicht. gemäßen auf Breitbandlicht ansprechenden Fest-Die
Herstellung eines solchen Festkörper-Ringlasers körper-Ringlasers kann ein in hohem Maße linear
durfte außerordentlich schwierig sein, da einerseits polarisierter Laserstrahl erzeugt werden, da der
verschiedene Materialien verwendet werden müssen, Ringlaserstrahl mehrere unter dem Brewster-Winkel
die unter Umständen verschiedenartigen Arbeitspro- 60 brechenden und zum Aufbau des polygonartigen
zessen zu unterwerfen sind und verschiedene Wärme- Strahlenganges beitragende Flächen durchsetzt; die
ausdehnungskoeffizienten besitzen und da anderer- beiden die Einsenkung in das Innere des Ringlasers
seits die verschiedenen Teile miteinander verkittet hinein !»grenzenden lichtbrechenden Flächen er-
oder sonstwie verbunden werden müssen. Darüber möglichen es, daß der Ringlaserstrahl im Brewsterhinaus
wird der Ringlaserstrahl bei dem bekannten 65 Winkel von einem Medium zum anderen gebrochen
Festkorper-Ringlaser nur in geringerem Maß linear werden und damit linear polarisiert werden kann,
polarisiert. Ein ,m besonders starken Maße polarisierter Laser-
Weiterhin ist ein Festkorper-Ringlaser bekannt strahl ist besonders in der HoloeraDhie und bei Ver-
des Festkörper-Ringlasers als Dreh-
erwünscht
besonders höbe Polarisation wird erreicht, der Ringlaser vier Paare von aufeinander-
Bchtbrechenden Flächen aufweist, von jede« eine Einsenkung begrenzt.
c0 j g
Um eisen hohen Reflexionsgrad ohne VerwenduBg
einer dielektrischen Beschichtung zu erzielen,
ist es zweckmäßig, wenn der Festkörper-Ringlaser
zwei reflektierende Flächen aufweist, die mit dem
RinglaserstraW «inen Winkel erschließen, der gleich
eöer größer ist als der Grenzwinkel der Totalreflexion.
Bei allen Ausfühmngsformen ist eine der ebenen Flächen, die eine der Einsenkungen mit begrenzt, «s
teilweise reflektierend ausgebildet, um den Ringlaserstrahl als Nutz-Laserstrahl aus dem Festkörper-Rmglnser
auszukoppeln.
Das optisch aktive Material zur Herstellung des Fesrkftrper-Ringlasers wird vorzugsweise aus der »o
folgenden Gruppe ausgewählt: Rubin, Neodym-Glas und Neodym Yttrium-Aluminium-Granat.
Die Erfindung soll nun an Hand der Figuren genauer beschrieben werden. Fa zeigt
F ι g 1 eine erste Ausführungsform des Festkörper- as
Ringlasers, bei dem sämtliche ebene Flächen lichtbrechend ausgebildet sind, und
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform des Fest körper-Ringlasers, bei dem von den ebenen Mächen
nur zwei lichtbrechend ausgebildet sind.
In der Fig. 1 ist eine Laseranordnung gezeigt, bei der eine Lichtquelle 1 (z. B eine Xenon-Röhre)
breitbandiges Licht 2 auf einen einstückigen Festkörper-Ringlaser 3 fallen läßt. In dem Festkörper-Ringlaser
baut sich ein Ringlaserstrahl 4 auf, dessen Strahlengang einen geschlossenen und bezüglich des
Ringlasers 3 festliegenden Polygonzug bildet. Das Signallicht kann in einander entgegengesetzten Richtungen
umlaufen, wie es in der F i g. 1 durch die beiden Pfeilungen dargestellt ist.
Der Ringlaserstrahl 4 kann in Form der beiden Laserstrahlen 7 und TA ausgekoppelt werden, die
d. -Mi zu weiteren Zwecken verwendet werden kön
nt Es ist möglich, daß die beiden ausgekoppelten
Laserstrahlen 7 und TA auf eine Emplaiigsvorrichtung
9 auftreffen die an ihren Ausgangsklemmen 11 und 11/4 Wechselspannungen E1 und E1A abgibt,
die ein Maß für die Drehgeschwindigkeit des Ringlasers um eine (zur Zeichcnebcnc senkrechte) Achse
darstellen.
Das zur Herstellung des Festkörper-Ringlasers 3 verwendete optisch aktive Material kann Rubin,
Neodym-Glas, Neodym-Yttrium-Aluminium-Granat oder ein vergleichbares geeignetes Material sein, wobei
der Rubin bevorzugt wird. Das verwendete optisch aktive Material bestimmt die Wellenlänge
des Ringlasers. Der Brechungsindex des optisch aktiven Materials bestimmt weiterhin die Mindestanzahl
der Schenkel und die Anzahl der brechenden und reflektierenden Flächen, die zum Aufbau des
Ringlaserstrahls 4 notwendig sind.
Bei Verwendung von Rubin als optisch aktivem Material besitzt das Licht des Ringlaserstrahls 4
eine Wellenlänge von 6943 A. Bei der in der F i g. 1
gezeigten Ausführungsform besitzt der Ringlaser 3 Hchtbrcchende ebene Flächen 15 bis 22 und eine
teilweise reflektierende Fläche 23. Durch Zusammenwirken der Flächen 15 bis 22 wird der einen
geschlossenen Polygonzug darstellende Strahlengang des Rmgjaserstrahls 4 aufgebaut, der — wie bereits
erwähnt — ein Zwei-Rkhtungs-StrahJ fet.
In der F i g. 1 sind die ebenen Flächen 16,18 und
20 bezüglich der ebenen Flächen 17,19 und 21 unter
einem Wmkel von 59° IT angeordnet, so daß der
Einfallswinkel des Ringlaserstrahls 4 bezüglich dieser Flachen der Brewster-Winkel es von 60° 24'
für den Übergang von Luft nach Rubin und θ7 von
29" 36' für den Übergang von Rubin nach Loft ist Die Anwendung von Brewster-Winkeui vermeidet die
Verwendung von dielektrischer Beschichtung und führt dazu, daß bei Brechung des Ringlaserstrahls
von einem Medium zum anderen unter dem Brewster-Winkei der Ringlaserstrahl 4 linear polarisiert wird.
Die Anzahl der Brechungen des Ringlaserstrahls 4 bestimmt naturgemäß das Ausmaß der linearen
Polarisation des Ringlaserstrahls 4.
Die einzuhaltenden Brewster-Winkel werden aus den Brechungsindizes der verschiedenen Medien und
der Wellenlänge des Ringlaserstrahls bestimmt. Bei dem beschriebenen Festkörper-Ringlaser beträgt der
Brechungsindex von Rubin bei der Wellenlänge von 6943 A angenähert 1,76 und der Brechungsindex für
Luft ist angenähert 1, woraus die beiden oben aufgeführten Brewster-Winkel für die Übergänge von
Luft in Rubin bzw. von Rubin in Luft leicht berechnet werden können.
Die ebener. Flächen 15 und 22 sind bezüglich der ebenen Flächen 16 bzw. 21 unter einem Winkel θ3
von 120° 16,25' angeordnet, so daß der Ringlaserstrahl 4 auf die Oberflächen 15 bzw. 21 unter einem
Winkel H1 von 29° 46' bzw. unter einem Winkel
von H2 von 60° 52,25' auftrifft, welche Winkel mit
den Brewstcr-Winkeln für den Übergang von Rubin in Luft bzw. für den Übergang von Luft in Rubin
angenähert übereinstimmen.
Die ebenen Flächen 15 und 23 und die ebenen Flächen 22 und 23 schließen jeweils einen Winkel
ΘΗ von 64° 18,5' miteinander ein, so daß der Einfallswinkel
des Laserstrahls 4 auf die Oberfläche unter einem Winkel »I0 von 34° 32,5' erfolgt, der
nahezu gleich dem Grenzwinkel der Totalreflexion ist. Damit wird ein hoher Reflexionsgrad erhalten,
ohne daß eine dielektrische Beschichtung der ebenen Flächen erforderlich wäre. Weiterhin wird dadurch
ermöglicht, daß ein kleiner Teil des Lichtes des Ringlaserstrahls 4 unter einem Winkel θ,8 zur Empfangsvorrichtung
9 hin gebrochen wird.
Die in der F i g. 2 dargestellte Laseranordnung is*
mit der in der F i g. 1 gezeigten Anordnung insoweit vergleichbar, als ein Festkörper-Ringlaser 30 von
der breitbandiges Licht 2 ausstrahlenden Lichtquelle 1 bestrahlt und ein Ringlaserstrahl 31 aufgebaut
wird. Der Ringlaser 30 besitzt zwei reflektierende Flächen 33 und 38 und eine teilweise reflektierende
Fläche 39. Die F.äche 39 dient zur Auskopplung eines Teils des Ringlaserstrahls 31 zur
Empfangsvorrichtung 9 hin. Die reflektierenden Flächen 33 und 38 des Ringlasers 30 sind bezüglich
zweier lichtbrechender Flächen 34 und 36 unter einem Winkel Θ.Ά von 75° 36' angeordnet, so daß
der Einfallswinkel des Ringlaserstrahls 31 auf die Flächen 34 und 36 unter dem Brewster-Winkel θ5/>
von 60° 24' für den Übergang von Luft in Rubin und unter dem Brewster-Winkel θιΑ von 29° 36'
für den Übergang von Rubin nach Luft erfolgt. Der Einfallswinkel des Ringlaserstrahls 31 auf die reflek-
tierenden Flächen 33 und 38 erfolgt unter einem Winkel θιο von 45°, wie aus der Fig.2 ablesbar
ist. Dieser Winkel ist größer als der Grenzwinkel 34° der Totalreflexion bei Rubin, so daß auf jeden Fall
Totalreflexion erfolgt
Die teilweise reflektierende Oberfläche 39 ist vorzugsweise mit einer dielektrischen Beschichtung versehen, um die Reflexionseigenschaften dieser Fläche
zu verbessern, so daß angenähert 80°/« des Lichtes des Ringlaserstrahls 31 reflektiert werden, während
der übrige Teil durch die Fläche 39 hindurch unter einem Winkel ΘΜ von 56° gebrochen und damit
ausgekoppelt wird, wobei zwei linear polarisierte
Laserstrahlen 32 und 32 Λ entstehen, die in üblichci
Weise verwendet werden können.
Aus der Beschreibimg geht hervor, daß der einstückige Festkörper-Ringlaser einen linear polari-
sierten Laserstrahl liefert Die iichtbrechender Flächen sind unter Brewster-Winkeln angeordnet
und die reflektierenden Flächen sind im wesent liehen unter dem Grenzwinkel der Totalreflexioi
oder einem größeren Winkel angeordnet, um eint
ίο Beschichtung der reflektierenden Flächen mit dielek
frischen Schichten zu vermeiden und damit den Be trieb und die Lebensdauer des Ringlasers zu ver
bessern.
Claims (1)
1. Festkörper-Ringlaser, bei dem der Strahlen- ringförmigen Körper in Umfangsrichtung auftrennt,
gang des Ringlaserstrahls durch Brechung unter 5 Dies kann z. B. ein den Ring teilender Luftspalt sein,
dem Brewster-Winkel und Reflexion an mehreren Bei derartigen ringförmigen Körpern bildet aber der
im Strahlengang aufeinanderfolgenden ebenen Ringlaserstrahl keinen definierten geschlossenen
Flächen einen geschlossenen Polygonzug bildet, Polygonzug. Es tritt zwar an den Grenzflächen zwiaus
dem der Laserstrahl auskoppelbar ist, da- sehen dem inaktiven optischen durchlässigen Matedurch
gekennzeichnet, daß der Fest- io rial und dem optisch aktiven Material zwangläufig
körper-Ringlaser (3; 30) einstückig aus optisch eine zumindest teilweise lineare Polarisation der
verstärkendem Material ausgebildet ist, daß der Strahlung auf, da ein Teil des in den ringförmigen
Ringlaser mindestens zwei in einem Winkel zu- Körper eintretenden umlaufenden Signallichtes
einander angeordnete und im Strahlengang auf- sicherlich den Luftspalt unter Einhaltung der
einanderfolgende lichtbrechende Flächen (15,16; 15 Brewsterschen Bedingungen durchsetzt. Der Anteil,
17, 18; 19, 20; 21, 22; 34, 36) aufweist, die zwi- der diesen Bedingungen gehorcht, ist aber nur ein
sehen sich eine Einsenkung (θ3; θ8; Θ8Λ) in das äußerst geringer Anteil am Gesamtlicht, so daß ein
Innere des Ringlasers hinein begrenzen, und daß in hohem Maße linear polarisierter Laserstrahl mit
eino der ebenen Flächen (23; 39) teilweise reflek- dem einstückig ausgebildeten ringförmigen Körper
tierendisL „ nicht erreichbar ist
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