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B e s c h r e i b u n g Querträger für Freileitungsmaste, Dachständer
u. dgl.
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Im Ortanetz- und im Leitungsbau für Mittelspannungs leitungen sind
Masttraversen und Querträger für Dachständerrohre nach Din 48170 mit U-Eisen Din
1026, die feuerverzinkt sind, übliche Um einen festen Sitz solcher Querträger am
runden Mast oder am Dachständerrohr zu erreichen, sind im Befestigungebereich an
den Schenkeln des U-Eisens abgerundete Aussparungen herausgearbeitet, die der Rundung
des Mastes oder des Ständerrohres angepaßt sind.Mittels U-förmiger Metallbügel sind
die Querträger am Mast oder Ständerrohr befestigt.
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Abgesehen davon, daß durch die Aussparungen eine Schwächung der Schenkel
an der Einspannstelle eintritt und damit eine Verringerung des Widerstandsmomentes,
so daß größere U-Profile erforderlich sind, benötigt das Vorsehen sucher Aussparungen
im Walzeisen einen großen Arbeitsaufwand0Neben einem hohen Gewicht solcher Querträger
ist ferner nachteilig,daß die auf dem Querträger sitzenden Stützenisolatoren bei
einseitigem Leitungszug und dem durch die Stütze gegebenen Hebelarm den Querträger
auf Verdrehung beanspruchen.
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Man hat daher schon versucht, Rohrtraversen oder solche in Schalenform
zu benutzen.
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So ist bereits eine Traverse in Schalenfors aus gehärtetem, faserverstärktem
Kunstharz bekannt geworden ( Offenlegungsschrift t 590 289 ).
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Die bekannte Traverse besteht aus zwei gegeneinander und gegen den
Mast verspannbare Kunstharzschalenhälften.Ihre Längskanten übergreifen sich, so
daß ein geschlossener Innenraum entsteht.Jedoch müssen im Mastbefestigungsbereich
der Schalen Schlitze vorgesehen werden um ein gutes Anliegen der Schalen am Mast
zu gewährleisten.
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Durch diese Schlitze kann die am Mast herablaufende Feuchtigkeitsnässe
in das Innere der Schalen eindringen.Daher sind in den Schalen besondere Belüftungs-
und Entwässerungsöffnungen notwendig. Eine Kontrolle des Inneren der Traverse am
Mast bedingt eine völlige Demontage einer Schalenhälft.Bei der bekannten Traverse
sind die Leitungshalter angeformt.Bei Bruch eines solchen ist damit mindestens
eine
Schalenhälfte wertlos, d.h. die bekannte Traverse ist lediglich für Niederspannungen
und geringe Zugbelastung des Leiters verwendbar@ Bei den bisher bekannten Traversen
für den eingangs erwähnten Anwen @n.
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bereich sind offensichtlich bestimmte wichtige Faktoren, die ein Maximum
an Wirtschaftlichkeit durch ihr Zusammenwirken ergeben, be Gestaltung solcher Querträger
unberücksichtigt gelassen worden, So ist außer einer einfachen wirtschaftlichen
Hestellungsweise vor Wichtigkeit,daß neben einer Profilgebung mit hohem Widerstandsmomen
und geringem Gewicht des Querträgers, dieser komplett mit Isolator bzw. A@spannhaken
zur Montagestelle gelirfert wird.Eine vielseitig Verwendbarkeit des Querträgers
als Abspanntraverse an Endmasten, an Winkelmasten und Dackstandern sind gleichfalls
Forderungen, die in der Praxis gestellt werden, wobei auch ein nicht zeitraubendes
Auswe@he der Isolatoren und eine leichte Kontrolle des Querträgers am Mast diesen
Forderungen gehören.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen Querträger zu schaffen, der untL
Benutzung von handelsüblichen Plattenmaterial ale Ausgangs produkt mit Hilfe einfacher
Preßverfahren eine Formgebung erhält, die hohe Widerstandswerte bei geringem Gewicht
gewährleistet, eine vielfache Verwendungsmöglichkeit sowohl im durchlaufenden Spannfeld
als auch an Abspann- und Winkelstellen und bei Dachständern zuläßt.Bei letzteres
soll auch das Landschaftsbild nicht verschandelt werden.Für Kontroller am Mast sollen
Querträger und Isolatoren leicht überschaubar sein.
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Dies wird bei einem Querträger für Freileitungsmaste, Dachständer
u. d@ inFbes. für Mittelspannungsleitungen und Ortsnetze dadurch gemäß der Erfindung
erreicht daß a. der Querträger durch Verformen einer ebenen Platte aus Metall oder
Kunststoff im Preßverfahren ein hhlbrundes, eiförmiges oder ähnlic@ geformtes Profil
erhält1 b. die in Längsrichtung verlaufenden, sich gegenüberstehenden Randte@ des
vorgeformten Querträgers zur Öffnung hin divergieren und übe die Mittelebene der
Rundung hinausragen, c. die Bandteile in dem Befestigungsbereich am Mast oder Ständerrohr
bereits bei der Fertigung angebrachte, dem Mast- oder Ständerrohr durchmesser angepaßte
Aussparungen besitzen, d. der Querträger an einen, den Leitungen zugekehrten Endstücken
br seiner Profilierung eine Rundung erhält, die in Größe und Forn de für die Leitungshalterung
benutzten,zylindrischen Isolatoren paßt ist.
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Bei der Herstellung des Querträgers durch Verpressen einer ebenen
Platte kann er in wirtschaftlicher Weise genau den mechanischen Beanspruchungen
entsprechend dimensioniert werden. Je nach der Auladung des Querträgers wird die
Plattenstärke und die Breite der Bandteile gewahlt.Diese Teile können sich vom äußeren
Ende zum Mast hin verbreitern, derart,daß die Aussparung für den Mast lediglich
im bereich der Verbreiterung liegt, d.h. eine Schwächung des Trägerquerschnitts
an der Mastbefestigungsstelle gegenüber jenem am Endteil tritt nicht ein.
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Ebenso kann bei besonders hoch beanspruchten Querträgern auch der
gebogene Rückenteil eine Verbreiterung vom Ende zur Mitte des Querträgers erhalten,
Diese Vorkehrungen lassen sich ebenso wie die Aussparungen und die Löcher im Querträger
zur Aufnahme der konischen Schraubenbolzenköpfe bereits beim Stanzen und Verpressen
der III Platte vornehmen.
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Die Befestigungslaschen zur Halterung der Isolatoren in Querträger
sind so dimensioniert, daß sich bei befestigte Isolator die Laschen am Bogenende
mit ihren äußeren Eckkanten an die Innenfläche des Querträgers anpressen.Eine Zerstörung
des Isolator durch zu starkes Anziehen des Schraubbolzens wird dadurch vermieden,
Der zylindrische Isolator kann im Strangpreßverfahren in runder oder andersartiger
Querschnittsform leicht gefertigt werden.
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Durch elastische Zwischenlagen, die vorzugsweise zwischen der inneren
Trägerwand und dem Isolator vorgesehen werden,lassen sich Dehnungsunterschiede zwischen
Isolierkörper, Querträger und Schraubbolzen im Bedarfsfalle ausgleichen.
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Durch den Konuskopf des Schraubbolzens wird ein Qegenschlüssel beim
Anziehen der Schraubenmutter überflüssig, was insbesondere beim Arbeiten im Leitungsfeld,
z. B. beim Auswechseln eines Isolator von Vorteil ist.
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Ohne bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen,ist der Querträger
ohne weiteres auch für Abspannisolatoren und an Endmasten zu verwenden0Ebenso gut
eignet er sich dabei auch für Dachständer.
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Die Anordnung eines zylindrischen Isolators im Inneren des Querträgers
und die gemeinsame Mittelachse von Isolator und Querträger hat zur Folge, daß Verdrehungsbeanspruchungen
des Querträgers bei einseitigem Leitungs zug nicht auftreten bezw. nicht ins gewicht
fallen.
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Ein Verschwenken des Querträgers am Mast z. B. bei einseitigem Leitung.
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bruch wird dadurch verhindert,daß im Bereich der Aussparungen ein
oder mehrere spitze Yorsprunge beim herstellen des Querträgers vorgesehen
werden.
Diese Vorsprünge pressen sich z. B. an den Holzmast ein oder sie greifen in dafür
vorgesehene Bohrungen oder Vertiefungen des Ständerrohres.
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Der dem Querträgerprofil angepaßte Isolator hat außer einer an der
zylindrischen Längswand vorgesehenen befindlichen Kopf rinne unterhalb dieser Kopfrinne
einen oder Mehrere Kanäle für Leitungsbefestigungsmittel.
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Der Verlauf des kanals kann dabei in gleicher Richtung wie der der
Kopfrinne sein, Zweck,ässiger ist es jedoch einen solchen Kanal schräg zur Kofrinne
verlaufen zu lassen wie dies bereita bei einem Stützisolator nach Patent 15 15 959
bekannt geworden ist.
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An Hand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele wird
die Erfindung erläutert. Es zeigen Fig.1 die Seitenansicht eines an einem Dachständerrohr
befestigten Querträgers mit den Isolatoren und Befestigungsteilen Fig.2 diesen Querträger
in Draufsicht.Dabei sind auf der rechten Trägerseite zwei Abspannhaken mit dem Isolator
dargestellt, Fig.3 stellt die Ansichr des Querträgerende in richtung der Mittelachse
von Isolator und Träger dar etwa in der Größenordnung für Niederspannung ; Fig.4
eine Draufsicht auf das Trägerende nach Fig.53 Fig.5 das Trägerende nach Fig. 3,
jedoch ohne Isolator und mit einem Abspanahaken; Fig.6 das Trägerende nach Fig.5
in Draufsicht und mit Doppelabspannhaken Fig.7 den Abschnitt des Querträgers bei
Befestigung an einem Holzmast mit einem Vorsprung an den Randteilen in Bereich der
Aussparung.
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Mit 1 ist der Querträger mit rundes Rückenstück bezeichnet,mit 2 3
die sich gegenüberstehenden Randteile, die -wie die Fig.3 erkennen läßt- über die
Mittelebene 4 - 4 herausragen und zur ffnung hin divergieren.In den Fig. 1 und 2
ist mit 5 @in D@ @@@nds@@@ und in Fig.7 mit dem Bezugszeichen 6 ein Holzmast bezeichnet.Die
mit 7 in @@@ Randteilen 2 und 3 bezeichneten Aussparungen im Befestigungsbereich
des Querträgers am Mast bezw. Ständerrohrssind der Rundung dieser Teil@ angepaßt.Durch
U-förmige Spannbügel ist der Träger daran befestigt.
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Die Isolatoren haben zylindrische, worzugsweise runde Querschnittsform0
Durch ihre Fertigung im'Strangpreßverfahren ist es jedoch ohne weiteres möglich,
solchen Isolatoren eine andere Querschnittsform zu geben falls dies aus elektrischen
oder mechanischen Festigkeitxgrunden zweckmäßig erscheint Durch Befestigungslaschen
9 und Schraubenbolzen lo mit Konusköpfen 11 werden die Isolatoren gegen die entsprechende
Rundung des Querträger.
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gepreßt.Dabei ist, wie Fig.3 zeigt, die Lasche in der Bogenlänge so
bemessen, daß sie sich im angezogenen Zustand mit den äußeren Eckkanten gegen die
Innenfläche der Bandteile 2,3 stemmt.Damit ist eine Sicherung geschaffen
keine Zerstörung des Isolierkörper bei zu starkem-Anziehen der Befestigungsmutter
eintritt.Wie in der Fig.3 gestrichelt dargestellt ist, lassen sich im gleichen Querträger
auch Isolatoren kleineren Durchmessers 8a mit entsprechenden Befestigungslaschen
9a sicher und einwandfrei befestigen.
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Einiache Abspannhaken 12 (Fig.5 und 6 ) können anstelle der Isolatoren
mit den gleichen Befestigungsmittel am Querträger i angebracht werden.
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Bei Winkelmasten mit durchlaufenden Leitungszug sind, wie Fig.2 zeigt,
Abspannhaken 13 gleichzeitig mit dem Isolator mit einem Befestigungsmittel, z.B
einem Gewindebolzen 14 am Querträger befestigt.
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Mit 15 iet die nach oben offene Kopfrinne des Isolators 8 bezeichnet
Darunterliegende Kanäle 16 für Abbindemittel verlaufen in gleicher Richtung wie
die Kopfrinne.
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Zweckmäßiger ist es jedoch- wie im rechten Teil des Querträgers 1
in den Fig 1 und 2 dargestellt ist - einen einzigen Kanal 17 vorzusehen, der schräg
zur Kopfrinnenrichtung verläuft0 In Fig, 7 ist im Bereich der Aussparung 7 ein Vorsprung
18 dargestellt, der bei der Befestigung des Querträgers am Holzmast 6 in das Holz
eindringt und damit den Querträger gegen Verdrehen am Mast sichert Außer geringerem
Gewicht gegenüber den üblichen U- Schienenträgern stellt der Querträger gemäß der
Erfindung durch seine Anpassungsfähigkeit an die verschiedenen Gegebenheiten im
Freileitungs und Ortsnetzbau eine beachtliche fortschrittliche Weiterentwicklung
auf diesem Gebiet dar.
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Bereite in der Werkstatt wird der Querträger mit Isolatoren und Befestigungsmittel
se weit fertiggestellt, daß die Montage an der Baustelle ohne großen Zeitaufwand
durchgeführt werden kann.
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Der heutigen Stans- und Preßtechnik bereitet die Herstellung solcher
Querträger
gemäß der Erfindung keine Schwierigkeiten, Bei den benötigten großen Stückzahlen
bei solchen Querträgern ist auch e Herstellung von Schnitt- und Preßwerkzeugen lohnend.
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Dadurch, daß die eine Seite des Querträger offen der Kontrolle u gänglich
ist,ist auch ein beachtlicher Vorteil gegenüber d bekannten, aus zwei Halbschalen
bestehenden Querträger gegen Gegen Korresion kann ein metallischer Träger gemäß
der Erfindung durch Feuerverzinkung in bekannter Weise geschützt werden.
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Auch lassen sich auf ihm Kunstharzüberzüge anbringen.
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Bei geringen mechanischen Neanspruchungen und kleiner Ausladung kann
der Querträger auch ganz aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt werden.
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7 Patentansprüc