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DE2038922A1 - Organische Thiazolopyrimidine - Google Patents

Organische Thiazolopyrimidine

Info

Publication number
DE2038922A1
DE2038922A1 DE19702038922 DE2038922A DE2038922A1 DE 2038922 A1 DE2038922 A1 DE 2038922A1 DE 19702038922 DE19702038922 DE 19702038922 DE 2038922 A DE2038922 A DE 2038922A DE 2038922 A1 DE2038922 A1 DE 2038922A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compound according
thiazolopyrimidines
preparation
formula
bromine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702038922
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Berger
Borgaes Edeltraut E
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Baxter International Inc
Original Assignee
Baxter Laboratories Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Baxter Laboratories Inc filed Critical Baxter Laboratories Inc
Publication of DE2038922A1 publication Critical patent/DE2038922A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D513/00Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for in groups C07D463/00, C07D477/00 or C07D499/00 - C07D507/00
    • C07D513/02Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for in groups C07D463/00, C07D477/00 or C07D499/00 - C07D507/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D513/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description

dr.w.Schalk· dipl.-ing.p.Wirth· dipl-fnccDannenberc dr. ν. Schmied-Kowarzik · dr. p.Weinhold
6 FRANKFURT AM MAIN
CR. Cf CHENflIIMII »Τ«. S» SK/Eh
B-165
Baxter Laboratories, Inc. Morton Grove, 111. / USA
Organische Thiazolopyrimidine
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf organische Thiazolo pyrimidine, und sie betrifft insbesondere ringsubatituierte Thiazolopyrimidine der folgenden allgemeinen Porneli
CHr-N
in dor R für eine niedrige Alkylßruppe mit 1 bia etwa 4 Kohlenstoff atomen oder für eino Allylffruppe ateht.
109810/2248
Die erfindungsgeinäasen Verbindungen üben eine starke anti-depressive Wirkung auf das zentrale Nervensystem aus. Versuche mit Mäusen und Hunden haben gezeigt, dass diese Verbindungen die Fähigkeit besitzen, 'Tiere wiederzubeleben, denen grosse Dosen an Barbituraten verabfolg-t wurden. Die erfindungsgemassen Verbindungen eignen sich bei diesen und anderen Tieren sowie bei Menschen als Antagonisten für Narkotika» Barbiturate und Anästhetika und als psyehomotorische und respirative Stimulantien. Die bisher noch nicht beschriebenen, neuen Verbindungen zeigen einen sehr-guten Barbiturat-Antagonismus. Bestimmte Analoge der erfindungsgemässen Verbindungen, die anstelle von Methylgruppen Wasserstoffatome an den Ring-Stickstoffatomen der üracilgruppe aufweisen, besitzen gemäss der britischen Patentschrift 713 652 antimikrotiale Eigenschaften-, andere Analoge, die anstelle von Aminogruppen an dec Ring-Kohlenstoff der Thiazolgruppe Carbonsäuregruppen aufweisen, werden in der USA-Patentschrift 3 155 665 als Verbindungen mit hypotensive=., diuretischen und entzündungshemmenden Eigenschaften beschrieben. Vor. keiner dieser Verbindungen ist jedoch bekannt, dass sie Antidepressionsraittel für das zentrale Nervensystem sind.
Die Herstellung der erfindungagemässen Thiazolopyrimidine kann in verschiedener Weise erfolgen:
I 0 9 i) I 0 / 2 2 K B
1. Durch Umsetzung von 6-Amino-1,3-di«ethyluracil mit einem entspre- chenden Isothiocyanat unter Verwendung von Dimethylsulfoxyd als Oxydationsmittel bei Bückflusstemperatur genäse folgender Gleichung:
+ RNCS fiückfluse' ΰ CS
Il I
ο ο
2. Durch Umsetzung von Uracilthioharnstoffen sit Brom gemäss folgender Gleichung?
,HHCSNHR
109810/2248
3. Durch Umsetzung1 von Uracilthioharnstoffen mit Wasserstoffperoxyd geraäss folgender Gleichung»
CH3. ,5
CH I
NHCSNHR
H2°2
H \ +2H
OH,-. 0
Ii
In jeder dieser Gleichungen besitzt R die bereits obengenannte Bedeutung.
Die Herstellung der als Ausgangsmaterialien für die erfindungsgemässen Thiazolopyrimidine verwendeten Uraci!thioharnstoffe kann erfolgen, indem man 6-Amino-1,3-dimethyluracil mit einem geeigneten Isothio- cyana't umsetzt. Die Reaktion kann erleichtert werden, indem man ein gemeinsames Lösungsmittel für die Reactions teilnehmer mitvorwendet, z.B. ein Amid, wie Dimethylformamid bei Rückflusetemporaiur, oder ein SuIfoxyd, wie Dimethylsulfoxyd bei einer Temperatur von ninht mohr als etwa I50 .
Die allgemeine Reaktion kann durch die iolfonde Gleichung darkerell t werdenι
1 (J 9 8 10/ Γ ? /, (1
CH, CH,
,3 \
** ' O=C
+ RliCS
CH CEr-N CH
C C
Il Il
ο ο
in der R ebenfalls die obengenannte Bedeutung besitzt.
Beispiele für geeignete Isothiocyanate sind Methyl-, Äthyl-, Propyl-, M Butyl- und Allyliaοthiocyanate und dgl.
Die Isothiocyanate sind im Handel erhältlich oder können auf bekannte V/eiae hergestellt werden, z.B. durch Reaktion eines Amins mit CS- und NaOH, beschrieben in "Organic Syntheses", Band III, Seite 599 (1955), John Wiley & Sons, Inc., New York and London.
Das 6-Amino-1,3-dijnethyluracil l«t ebenfalls im Handel erhältlich
oder kann in bekannter Weise hergestellt werden, z.B. durch Reaktion * von 1,3-Dimethylharnstoff mit Xthylcyanacetat gemüse dera Verfahren
von Traube aus "Ann.", Band 452, Saite 281 (1923).
Die erfindun&sgemäseen Thiazolopyrimidine werden vorzugaweiae gemäsa
dem Verfahren 3 hergestellt, das sehr einfach ist und reuoh fortschreitet. Das Vorfahren 1 ist insofern vorteilhaft, als es keine
der bei den Verfahren 2 und 3 «lf» Aueffangaronturlalion
I O 9 8 10/2248 BAD
Thioharnstoff-Zwischenprodukte erforderlieh macht, aber die Reinigung des Endproduktes i3t bei dem Verfahren 1 schwieriger als bei den Verfahren 2 und 3· Wenn R für eine Allylgruppe steht, so ist das Verfahren 2 unvorteilhafter als die Verfahren 1 und 3, da an der Doppelbindung eine Brom-Addition stattfindet.
Die in der vorliegenden Beschreibung angeführten Beispiele für die
Herstellung der erfindungsgemässen Verbindungen sollen nicht als
Beschränkung der Herstellungsweise angesehen werden. Man kann die erfindungsgemäasen Verbindungen z.B. auch herstellen, indem man die
nicht-ringsubstituierte tJracilgruppe methyliert. Weitere Herstellungsverfahren können vom Fachmann entwickelt werden.
Die erfindungsgemässen Verbindungen wurden sowohl intravenös (i.v.)
wie auch intraperitoneal (i.p.) in Suspensionen von Pact in und Akaziengummi--Lösungen und in Alkohol-Waener-Lösungen verabfolgt. Sie können auch oral oder in anderer Weise gegeben werden.
Dosierungen mit wirksamem Barbt turat-Anfcagoni.imu:i Urinal zwischen et»i 1 und 1000 mg pro kg Körpergötficiht. Sie kömian in Pnrui von Tabletten, Pulvern, Kapseln» Lösungen und dgl, iui&ewondo t v/.»rdi;» un i mit bekir.ntsri featon odor flüssigen Vordünnungumittuin, Tt-ii,,;«=/- -uit;:1 LU Lt'ij.ni tfce In1
wiö z.B. Maiiiutu*'ke, Lactose, TaLkUm5 fH^arl.i i:\i\c > t '{.i.-:t\.e.i iu;,·:,,! tearat» Gelatine, Aka^ion- odai· Johannisbrot 'iurtiini, ·1 ϊ kr--> >ί t ■.'/ <, ;,.;·■;<■■, ;:t'Un:>j'.-ölen odor dgl,» vji-miatrht eolu« WaH'ji*·! *irk:·* u, ' ι >:· -. ■ ■ ? ■ : ί» j ι tar «r>
f lud u ng im. ^jIiRfI a »in '/urblndunH'in 1'i^a.ict -ilch an/■ ■ ■!i a ■ .. -:;; Γ!:·:;^ί;;.Ί
BAD ORIGINAL
1 0 9 il I 0 / 2 2 4 8
Beispiele ermitteln. Überraschenderweise wurde gefunden, dass hohe Dosen dieser Verbindungen in Anwesenheit von aktiven Barbituraten ihre Toxizität verlieren und somit in Gegenwart von Barbituraten weniger toxisch scheinen als in Abwesenheit von Barbituraten.
Die nachstehenden Beispiele dienen zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung. Wenn nicht anders angegeben, sind alle genannten Teile und Prozentsätze Gew.-Teile bezw. Gew.-^.
Beispiel 1 1 Herstellung von ^ö-Dimethyl-^-n-propylaminothiazolo- ^4»5-d7-pyriniidin-5«7-dion mit Dime thylsulfoxyd "
Eine Mischung aus 3,1 g (0,02 Mol) 6-Amino-1,3-dimethyluracil, 2,5 g (Überschuss) n-Propylisothiocyanat und 40 ecm Dimethylsulfoxyd wurde
16 Stunden zum Rückfluss erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde unter ■ Rühren in gestossenes Eis gegossen und die sich bildende Ausfällung auf einem Filter gesammelt. Die Ausfällung wurde in Dimethylformamid gelöst, zur-Adsorption der Verunreinigungen mit Kohle behandelt und dann mit Wasser ausgefällt. Es wurde ein hellbraunes Produkt erhalten, das nach dem Trocknen 1,7 g (33,5 fo der Theorie) wogj P » 121-123°. ™ Analyse und Rpektralmessungen ergaben, dass das Produkt 4,6-DimethyI-2-n-propylaminothiazolo-^4,5-d7~pyrimidin-5,7-dion war.
109810/22/.8
Beispiel 2» Herstellung von 4»6-Oimethyl-2-methylaminothiazolo-/4»5-α/~ pyrimidin-5t7-dion mit Dimethy]sulfoxyd
Eine Mischung aus 31,0 g (0,2 Mol) 6-Amino-1,3-dimethyluracil, 20,0 g (Oberschuss) Methylisothiocyanat und 400 ecm Dimethylsulfoxyd wurde 16 Stunden zum Rückfluss erhitzt. Die Mischung wurde auf etwa 50 abgekühlt und in gestossenes Eis gegossen. Die eich bildende Ausfällung wurde gesammelt und mit einer Kohle-Behandlung aus n-Butanol umkristalT lisiert. Nach dem Trocknen wurden 27,8 g (61,5 Ί° de1* Theorie) gelbe Nadeln von 4»6-Dimethyl-2-methylaminothiazolo-^4,5-d7-pyrimiäin-5,7-dion erhalten.
Gemäss dem oben beschriebenen·Verfahren wurden weitere Thiazolopyrimidine hergestellt. Bei Verwendung von 0,1 bis 0,2 Mol Amin wurden Ausbeuten von etwa 60 $ erhalten.
Beispiel 3» Herstellung von 4,6-Dimethyl-2-äthylaminothiazolo-^4,5-d7-pyrimidin-^^-dion mit Brom
Aus 12,1 g (0,05 Mol) 1-(2,4-Diketo-1,3-dimethyl-i,2,3,4-tetrahydropyriniidin-6-yl)-3-äthyl-2-thioharnstoff wurde durch Zugabe von 40 ecm Chloroform eine Aufschlämmung hergestellt. In diese Auf sohl ämmun/r wurde eine Lösung von 2,6 ecm Brom in 20 ecm Chloroform gegossen, und die Mischung wurde 30 Minuten zum Rückfluss erhitzt. Beim Abkühlen der Lösung auf Zimmertemperatur bildete sich eine Ausfällung, die gesammelt und mit Tetrachlorkohlenstoff gewaschen wurde. Durch Zugabe von Tetrachlorkohlenstoff zu dem Filtrat wurde weiteres Produkt ausgefällt. Dieser Feststoff wurde ebenfalls gesammelt und zu der ursprünglichen Ausfällung gegeben. Pie gesammelten FostsioiT« wurden dann mit Wasser
1 ο 9 G1 o / 7 :■>, ο BAD 0R|G|NAL
und Amrooniumhydroxyd vermischt und Schwefeldioxid durch die Mischung geblasen, um Bromwasserstoff und Brom zu entfernen. Der zurückbleibende gelbe Feststoff wurde gesammelt} F - 176-177°. Durch Urakristallisation aus Methanol wurden weisse Nadeln erhalten, die nach dem Trocknen 8,5 g (70,8 $ der Theorie) wogen; F » 176-177°. Die Analyse zeigte, dass es sich um 4f6-iifflethyl-2-äthylaminothiazolo-^4,5-d7-pyriinidin-5i7-dion handelte.
Beispiel 4« Herstellung von 4»6-Dimethyl~2-n-propylMinothiazolo-,5-d7-pyrimidin-517-dion■mit Brom
Zu einer Aufschlämmung von 5,1 g (0,02 Mol) 1-(2,4-Diketo-1,3-diHethyl-1|2,3»4-tetrahydropyrimidin-6-yl)-5-n-propyl-2-thioharnstoff in 20 ecm Chloroform wurde eine Lösung von 1 ecm Brom in 10 cca Chloroform gegeben. Zur Erzielung einer innigen Mischung wurden die Reaktionsteilnehmer mehrfach geschüttelt; die Mischung erwärmte sich und das unlösliche Material wurde gelöst, so dass eine klare gelbe Lösung erhalten wurde. Dann wurde die Mischung 30 Minuten zum Rückfluss erhitzt. Durch Zusatz von Tetrachlorkohlenstoff wurde ein Feststoff ausgefällt, der gesammelt wurde. Der Festatoff wurde mit Wasser vermischt, mit einer Ammoniumhydroxydlösung behandelt und mit Schwefeldioxyd durchblasen} darauf wurde der weissliche Feststoff gesammelt und sorgfältig mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen wog da» weissliche Material 3,6 g (70,8 i<> der Theorie). Es hatte einen Schmelzpunkt von 124-126° und bestand aus 4»6-Dimethyl-2τn-propylaminothlazolo-^4,5-d7-pyri«idin-5t7-dion.
109810/2248
Beispiel 5: Herstellung von 2-Allylamino-4,6-dimethylthiazolo-^4,5-d7-pyrimidin-5»7-dion mit Wasserstoffperoxyd
Es wurden 5>0 g (0,195 Mol) 1-Allyl-5-(2,4-diketo-1,5-dimethyl-1,2,5,4-tetrahydropyrimidin-6-yl)-2-thioharnstoff in 100 ecm Eisessig verrührt und mit 10 ecm 30 folgern Wasserstoffperoxyd versetzt. Nach etwa 5 Minuten hatte sich der gesamte Peststoff gelöst, obwohl praktisch keine Wärme freigesetzt worden war. Nachdem weitere 5 Minuten gerührt worden war, erwärmte sich die Lösung. Sie wurde in gestossenes Eis gegossen, und nach Schmelzen des Eises wurde der Feststoff auf einem Filter gesammelt und mit Wasser gewaschen. Der weisse Feststoff wog nach dem Trocknen 4»6 S (91 »1 der Theorie) und besass einen Schmelzpunkt von I49-I5O , der sich auch nach ümkristallisation aus einer kleinen Menge Dimethylformamid nicht änderte. Dae Waeser-Essigeäure-Filtrat wurde nit Ammoniur.:../ .roxyd alkalisch gemacht, und es konnten 0,2 g eines Feststoffes gesammelt werden (F « I47-I480), der ein ähnliches Ultraviolett-üpdetrum wie das Hauptprodukt besass.
Bei Wiederholungen des obigen Verfahrens wurden für eine äquimolare W Menge an Thioharnstoff nur die Hälfte der Menge an Essigsäure und Peroxyd verwendet, ohne dass die Ausbeute beeinträchtigt wurde.
Gemäss den Verfahren der obigen Beispiele wurden weitere Thiazolopyri-■idine hergestellt. Die analytlachen Werte dieser Verbindungen sind in der Tabelle I zusammengefasst. N
109810/2248
Tabelle I
C3I7 Analyse von Thiazolopyrimidinen der Formel 0-C-"
ι
C CH3 0 / N Il
0
Analyse, °fo S I
C4H9 42.47 ·
42,39
H N 14,17
14,11
mX r
I
44,99
44,98
• 4', 46 24,76
4.,49 24,52
13,34
13,40
47,61
47,48
5,05
4,86 '
12,71
12,36
Schmelzpunkt» C Empirische Formel 47,23
46,88
4,79
4,77
12,61
12,45
204-205 C8H1ON4°2S Ber.
Gef.
49,24
49,08
5,55
5,49
11,95
11,77
O
to
CO
CD
CO 3 176-177 C9H12N4°2S Ber.
Gef.
6,01
6,06
149-150 C1OH12N4°2S Ber·
Gef.
ro
CS
121-123 cioHuN4°2S Ber.
Gef.
96-98 C11H16N4°2S Ber.
Gef.
Die antidepressive Wirkung der erfindungsgemässen Thiazolopyrimidene auf das zentrale Nervensystem (Barbiturat-Antagonismus) zeigt sich bei Versuchen zum Schütze von Mäusen gegen tödliche Dosen an Pentobarbitalnatrium. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in den Tabellen II und III zusammengefasst, in denen die erfindungsgemässen Verbindungen sieben zu Kontrollzwecken herangezogenen bekannten Antidepressionsmitteln für das zentrale Nervensystem gegenübergestellt werden. Bei dieseh Vergleichsversuchen, die eine Modifizierung des von Kimura und Richards in "Arch.Intern.Pharmacodyn.", Band 110, Seiten 29-42 (1957), beschriebenen Verfahrens darstellen, wird ermittelt, ob die Testverbindungen die Fähigkeit besitzen, die Wirkung einer tödlichen Barbiturat-Dosis aufzuheben. Das Weiterleben oder der Tod des Versuchstieres nach Verabfolgung einer tödlichen Barbiturat-Dosis und anschliessender Verabreichung einer Probedosis der Testverbindung dient als Bezugspunkt für die Bestimmung der in den Tabellen als BAD,-0 (Dosis mit mittlerem Barbiturat-Artagonismus) bezeichneten Werte. Der Sicherheitsbereich der Testverbindung ergibt sich aus dem Verhältnis von LDc0 (mittlere lethale Dosis) zu der Dosis mit mittlerem Barbiturat-Antagonismus.
Die Werte von LDC_ und BAD-- wurden ermittelt, indem die Mäuse mit wenigstens drei logarithmisch abgestuften Dosierungen der einzelnen Verbindungen behandelt wurden, wobei für jede Dosierung 10 Mäuse verwendet wurden; die Berechnung erfolgte gemass dem Verfahren von Miller et al aus "Proc.Soc'y.Exj-er.Biol. and Med.", Band 57, Seite 261 (19/I4).
f] <} π '■ ο / :■ ■;■ /.■ u,
Die tödliche Dosis des verabfolgten Barbiturate war !»Dg- «0Q (die zur Tötung von wenigstens 9 der 10 Mäuse erforderliche Menge) oder 126 mg/kg Körpergewicht.
109810/2248
Tabelle II Barbiturat-AntagonJgmua von Thiazolopyrimidinen (mg/kgbei Mäusen)
fr
CH3 Allyl
- BAD50 i.p. "so
LD50 i.p. 8,6 BAD50
92 9,3 10,6
27,5 7,2 2,95
530 17,6 73,6
250 49 14,2
285* 5,8
* Drei Tiere für jede Dosierung
109810/22(8
Tabelle III Kontrolle! CKS-Antidepreasionsmittel (mg/kg bei Mäusen)
Name
Picrotoxin
"Megimide" (Bemegride)
i.p. BAD50 i.p.
9,2
4,8
24
"Metrazol"
(Pentylentetrazol)
• 90 59
"Ritalin"
(Methylphenidat)
96,5 inaktiv bei
10-150
"Emivan"
(Ethamivan)
57 inaktiv bei
bei 10-200
Coffeincitrat 540 inaktiv bei
35-500
Hikethamid 245 inaktiv bei
I5O-5OO
LVBAI)50
1.9'
1,5
2,3
Aus den Ergebnissen der obigen Tabellen ist ersichtlich, dass vier der erfindungsgeraässen Verbindungen wirksamer sind als fünf der sieben Kontrollverbindungen. Von grosser Bedeutung ist, dass fünf erfindungsgemässe Verbindungen bessere Sicherheitsbereiche aufweisen als die Kontröllverbindungen und dass drei erfindungsgemässe Verbindungen einen Sicherheitsbereich von mehr als 10 besitzen.
109810/??4f
Dae erfindungsgemässe Verfahren kann modifiziert und variiert werden. Es ist z.B. möglicht andere gemeinsame Lösungsmittel als Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxyd zur Umsetzung von 6-Amino-1,5-dimethyluracil mit Isothiocyanat bei Herstellung der für die erfindungsgemässen Thiazolopyrimidine verwendeten Uracilthioharnstoff-Zwischenprodukte anzuwenden und das Produkt in anderer Weise als durch Umkristallisation aus Methanol oder Butanol zu reinigen. Reaktiontemperatur, Reaktionsdauer und Verhältnis der Reaktionsteilnehmer zueinander können ebenfalls modifiziert werden. Bei Herstellung der Thiazolopyrimidine werden die Reaktionsteilnehmer im allgemeinen in etwa äquimolaren Mengen oder mit einem Überschuss an Isothiocyanat, Brom oder Wasserstoffperoxyd bei Rückflusstemperatur umgesetzt. Weitere geeignete Verfahren zur Herstellung der als Ausgangsmaterialien verwendeten Uracilthioharn-
vom I3.8.I969 stoffe können der gleichlaufenden USA-Patentanmeldung 849 89O/(deutsche
vom gleichen Tape
Anmeldung /) entnommen werden. Ein Thiazolopyrimidin-
präparat mit gutem Barbiturat-Antagonismus kann in jeder beliebigen, zur Verabreichung geeigneten Form hergestellt und auch mit anderen als den obengenannten festen oder flüssigen Verdünnungsmitteln, Trägern oder Hilfsmitteln vermischt werden . Die Präparate können zum Wiederbeleben von Tieren oder Menschen verwendet werden, die eine Überdosis an Barbituraten, Sedativa oder Hypnotika, wie z.B. Pentobarbitalnatrium, Phenobarbital, Phenobarbitalnatrium, Chlorahydrat oder dgl., eingenommen haben.
10 9 8 10/7 / '■· B

Claims (1)

  1. Patentansprüche t
    .1.1 Thiazolopyrimidineder Formelt
    in der R für einen niedrigen Alkylrest mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen oder einen Allylrest steht#
    2. Verbindung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennseichnet, dass R für einen Methyl-, Äthyl-, Allyl-, Propyl- oder Butylrest steht.
    ). Verfahren *ur Herstellung einer Verbindung gemäss Anspruch 1, A dadurch gekenn»·lehnet, dass «an einen Uraoilthioharnstoff der
    ^ C^
    Il ο
    109810/2248
    in der R die in Anspruch 1 genannte Bedeutung besitzt, mit Wasserstoff peroxyd umsetzt.
    4* Verfahren zur Herstellung der Verbindung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Uracilthioharnstoff der Formelt
    CH,
    I 3
    M .,NHCSNHR
    CH
    H 0
    in der R die in Anspruch 1 genannte Bedeutung besitzt, mit Brom umsetzt.
    5. Verfahren zur Herstellung der Verbindung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 6-Amino-1,3-dimethyluraoil mit einem Isothiocyanat der Formel RNCS, in der R die in Anspruch 1
    W genannte Bedeutung besitzt, und mit Dimethylsulfoxyd bei Rückflusstemperatur umsetzt.
    6. Heilmittel, enthaltend eine Verbindung gemäss Anspruoh 1 und 2.
    Der Patentanwalt 1
    ti
    109810/2248
DE19702038922 1969-08-13 1970-08-05 Organische Thiazolopyrimidine Pending DE2038922A1 (de)

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US84989969A 1969-08-13 1969-08-13

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6930101B1 (en) 1999-05-17 2005-08-16 The Regents Of The University Of California Thiazolopyrimidines useful as TNFα inhibitors

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US7098216B2 (en) 1999-05-17 2006-08-29 The Regents Of The University Of California Thiazolopyrimidines useful as TNFα inhibitors

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US3660405A (en) 1972-05-02
CA933922A (en) 1973-09-18
GB1285268A (en) 1972-08-16

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