DE2034569A1 - Leitwerk für flügelstabilisierte Geschosse - Google Patents
Leitwerk für flügelstabilisierte GeschosseInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
IO.7.I97O
Sch/pa
Oy Tampella AB Tampere/Pinnland
Leitwerk für flügelstabilisierte Geschosse
Die Erfindung bezieht sich auf ein Leitwerk für flügelstabilisierte
Geschosse, insbesondere für Werfergranaten u. dgl..
Das Leitwerk an flügelstabilisierten Mörsergranaten u. dgl.
weist im allgemeinen einen rohrförmigen Träger auf, von
dessen Umfangsflache die parallel zur Achse des Trägerrohres
verlaufenden Flügel sich radial erstrecken. Die Anzahl der Flügel an solchen Leitwerken schwankt zwischen acht bis
zehn Flügel auf dem Umfang des Trägerrohres. Im allgemeinen haben die Flügel eine nach außen sich verjüngende Querschnittsfläche,
wobei die Flügel - im Querschnitt gesehen am äußeren Ende mit einer Verdickung versehen· sein können.
Die Seitenflächen der Flügel des Leitwerkes sind eben ausgebildet. Der Konturenverlauf der Seitenflächen der Flügel
ist vielfach so ausgeblLdet, daß die Flügelfläche an der
vorderen Partie sich zur äußeren Flügelkante nach vorn ausladend
erstreckt. Hierbei hat man versucht, durch Anordnung von Einschnitten in der nach vorn überhöhten Schulterfläche
der Flügel gewisse aerodynamische Wirkungen zu erzielen.
Eine wirksame und spürbare Verbesserung der aerodynamischen
Eigenschaften des Leitwerkes oder des mit diesem Leitwerk
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versehenen Geschosses Ist mit den bekannten Leitwerkkonstruktionen
nicht zu erreichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Leitwerk für flügelstabilisierte
Geschosse, insbesondere für Werfergranaten
u. dgl.,zu schaffen, durch, dessen Gestaltung einerseits
eine erhöhte Festigkeit des Leitwerkes und andererseits stabilisierend wirkende aerodynamischen Eigenschaften
erzielt werden. Das Leitwerk mit auf einem Trägerrohr radial verlaufenden Flügeln zeichnet sich gemäß der
Erfindung dadurch aus, daß die Seitenflächen der Flügel mit zur Längsachse des Trägerrohres parallel verlaufenden
sich in radialer Richtung abwechselnder Rinnen und Rippen ausgestattet sind. -.
Durch eine solche Ausbildung des Flügelquerschnittes,
der - im Querschnitt gesehen - eine besondere Art wellenförmiger Konturierung aufweist, erzielt man
eine erhöhte Standfestigkeit der Flügel,insbesondere
an den Außenzonen. Der Flügel wird widerstandskräftiger, so daß er dem beim Abschießen des Geschosses entstehenden
hohen Druck der Verbrennungsgase sieher widerstehen kann, ohne eine Deforijiierung zu erleiden. Zugleich
wirken die längs verlaufenden Rinnen und Rippen an den Seitenflächen der Flügel stabilisierend für die Gas-
und Luftströmung- Es werden für diese Gas.- und Luft-Strömungen
gleichsam Leitbahnen geschaffen, die ein Richten der Strömung längs der Leitwerkachse veranlassen.
Dadurch ergibt sich eine stabilisierende Wirkung nicht nur für den Flügel des Leitwerkes selbst, sondern auch
für die durch das Leitwerk hindurchströmende Luft bzw.
die Gase. Es wird das Entstehen von Schwingungen in der Luftströmung und an den Flügeln mit Sicherheit verhindert.
Bereits entstandene Schwingungen werden in ruhige Bahnen überführt. Die größere Standfestigkeit und Widerstandsfähigkeit
der Flügel in Verbindung mit der stabil!-" sierenden Einwirkung auf den Gas- bzw- Luftstrom wirkt
sich auch auf die Laufbahn des Geschosses noch im ■iiphr
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und während des Fluges sehr günstig aus. Die Laufbahn
des Geschosses wird stabilisiert, so daß das Geschoß stabilisiert vom Rohr abkommt und in einer stabilen
und ruhigen Flugbahn fliegt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen
die Flügel eine bis über die Hälfte der Flügellänge reichende und von einer vorderen Abrundung abgehende
abfallende Schulterpartie auf, wobei die Rinnen und Rippen erst in einem Abstand von der stirnseitigen
Schulterpartie beginnen. Durch ein solches stark rückwärtiges
verlaufendes Anwachsen der Flügelhöhe wird eine wesentlich verbesserte Gas- oder Luftanströmung
an das Leitwerk erreicht, was zur Verhinderung des Auftretens von Schwingungen an dem Flügel wesentlich
mit beiträgt. Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit und die Standfestigkeit des Flügels zusätzlich erhöht.
Ferner können die Flügel von ihrer größten Höhe nach hinten unter einem sanften Winkel abfallen, wobei die
Rinnen und Rippen an den Seitenflächen der Flügel in einem Abstand vor der Flügelhinterkante enden können.
Die Rinnen sind - im Querschnitt gesehen - vorteilhaft
als sehwach bogenförmig verlaufende Außnehmungen ausgebildet,
die zweckmäßig dicht aneinandergrenzen,
so aaß die Rippen lediglich Scheitellinien von benachbarten Rinnen darstellen. Die Breite der Rinnen soll
verhältnismäßig groß sein, so daß es ausreicht, wenn
über die Flügelhöhe verteilt nur wenige Rinnen, z.B. drei dieser Art,an dem Flügel angeordnet sind. Das
Trägerrohr kann kurzer als die Flügellänge sein, wobei
j5o die Flügel an beiden Enden über das Trägerrohr vorstehen
können.
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Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels nachstehend erläytert.
Fig. 1 zeigt ein Leitwerk für flUgelstabilisierte Geschosse
gemäß der Erfindung, zum Teil in Ansicht und zum Teil im Schnitt, schematisch.
Fig. 2 zeigt das Leitwerk der Fig. 1 in Richtung des Pfeiles II-II zum Teil in Ansicht und zum Teil im
Schnitt, im Schema.
Das Leitwerk 1 weist ein Trägerrohr 2 zum Aufsetzen auf das Schwanzrohr eines flügelstabilisierten Geschosses
und einer Anzahl von Flügeln 3 auf, bei dem dargestellten Beispiel acht Flügel, die radial von ·
dem Umfang des Trägerrohres 2 abgehen. Jeder Flügel 3 ist an seinen Seitenflächen mit parallel zur Längsachse
des Trägerrohres verlaufenden Rinnen 4,5 und 6
sowie dazwischenliegenden Rippen 7 und 8 versehen. Der Flügel 3 selbst hat eine nach rückwärts stark
abfallende stirnseitige Schulterfläche 9, die sich
von einer vorderen kurzen Abrundung 10 nach hinten erstreckt. Der abfallende Verlauf der Stirnfläche 9
nimmt mehr als die halbe Länge des Flügels 3 ein und kann sich bis zu Dreiviertel der Flügellänge erstrecken.
Danach folgt ein verhältnismäßig kurzes Stück 11 der stirnseitigen Flügelbegrenzung von der größten
Höhe des Flügels, das parallel zur Längsachse des Trägerrohres 2 verläuft, worauf die Flügelhöhe in einer
sanften Neigung 12 zum rückwärtigen Ende des Flügels abfällt. Der Flügel überragt an beiden Enden die Länge
des Trägerrohres 2 um ein vorbestimmtes Maß. Am rückwärtigen Ende ist der Flügel 3 mit einer zum Trägerrohr
2 verlaufenden Abschrägung I3 versehen.
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Die Rinnen 4, 5 und 6 sind - im Querschnitt gesehen flach
bogenförmig gestaltet, wobei die zwischenliegenden Rippen 7 und 8 im wesentlichen die Scheitellinien
der aneinandergrenzenden Flachbögen darstellen. Die Endrippe 14 kann etwas breiter gehalten sein. Es können
auch mehr als drei Rinnen an einer Seitenfläche des Flügels 3 vorgesehen sein, z.B. vier bis sechs Rinnen.
Die Breite der Rinne darf ein gewisses Maß nicht unterschreiten,
damit die aerodynamische Wirkung des Richtens der vorbeistreichenden Gas- oder Luftströmung nicht
unterbunden wird. Es ist zweckmäßig, sich auf nur wenige
Rinnen von verhältnismäßig großer Breite in bezug auf die Flügelhöhe zu beschränken. Vorteilhaft beginnen und
enden die Rinnen in einem vorbestimmten Abstand von der Vorderkante 9 und der Hinterkante 15 des Flügels 3* wodurch
sich eine verbesserte Standfähigkeit des Flügels selbst ergibt.
Die Flügel 3 sind - im Schnitt gesehen - zur vorderen
Schulterfläche 9 schwach keilförmig zulaufend ausgebildet,
wobei die Seitenflächen des Flügelteils 3a im
Querschnitt gesehen - spitz zulaufen und einen bogenförmigen Verlauf haben. Der über die Lange des Trägerrohres 2 überstehende Teil Jb des Flügels kann sich nach
hinten ebenfalls verjüngen. Die Flügel können - im Querschnitt-gesehen
- sich nach außen in einem vorbestimmten Maß verjüngen.Das Trägerrohr und die Flügel können einstückig
sein. Das Leitwerk 1 besteht vorteilhaft aus einer Leichtmetall-Legierung.
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Claims (6)
- -G-AnsprücheIy Leitwerk für flügelstabilisierte Geschosse,, insbesondere für Werfergranaten, bestehend aus einem Trägerrohr und von diesen radial abgehenden Flügeln, deren Querschnittsfläche sieh nach außen verjüngend ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen der Flügel (3) mit zur Längsachse des Trägerrohres (2) parallel verlaufenden sich in radialer Richtung abwechselnden Rinnen (4,5,6) und Rippen (7*8,14) ausgestattet sind.
- 2. Leitwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel (3) eine bis.über die Hälfte der Flügellänge reichende und von einer vorderen Abrundung (10) abgehende abfallende Schulterpartie (9) aufweist und die Rinnen (1K, 5*6) und Rippen (7,8) in einem Abstand von der vorderen Schulterpartie (9) beginnen.
- 3. Leitwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel von seiner größten Höhe (11) nach hinten unter einem sanften Winkel (12) abfällt und die Rinnen und Rippen in einem Abstand vor der Flügelhinterkante (15) enden.
- 4. Leitwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnen (4,5*6) - im Querschnitt gesehen - als schwach bogenförmig verlaufende Ausnehmungen ausgebildet sind und die Rippen (7*8) Scheitellinien von benachbarten Hinnen darstellen109883/1020
- 5. Leitwerk nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügelquerschnitt - imLängsschnitt gesehen — nach vorne und nach hinten sieh schwach verjüngende Flügelstücke (35a, 3b) aufweist.
- 6. Leitwerk nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß über die Flügelhöhe verteilt nur wenige breite Rinnen an dem Flügel angeordnet sind.7- Leitwerk nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerrohr (2) kürzer als die Länge des Flügels (j5) ist und der Flügel an beiden Enden über das Trägerrohr (2) vorsteht.109883/1020Leerseite
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